DE19803862A1 - Gebäude mit vorgehängter Fassade - Google Patents
Gebäude mit vorgehängter FassadeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gebäude mit einer be
abstandet von der eigentlichen Gebäudeaußenwand unter
Ausbildung eines über Lüftungsöffnungen mit dem Außenbe
reich des Gebäudes in Strömungsverbindung stehenden
Zwischenraumes vorgehängten Fassade.
Vorgehängte Fassaden, insbesondere Glasfassaden, sind
bei Hochbauten allgemein bekannt. Derartige Fassaden,
die den Eindruck einer in sich geschlossenen Außenhaut
vermitteln, erstrecken sich unter Ausbildung eines mehr
oder weniger großen Zwischenraumes beabstandet von den
eigentlichen Gebäudeaußenwänden und überdecken auch in
den Gebäudewänden angeordnete Fenster oder sonstige Wand
aussparungen.
Ein derartiges Gebäude mit einer beabstandet von der
eigentlichen Gebäudeaußenwand unter Ausbildung eines
Zwischenraumes vorgehängten Glasfassade ist in der
DE 40 22 441 vorbeschrieben. Bei diesem Gebäude wird
die Energie der bei Sonneneinstrahlung in den Zwischen
raum aufsteigenden Luft genutzt um einerseits eine
Schadstoffe oder Staub mitführende Auftriebsströmung im
Außenbereich der Fassade zu stören und andererseits die
Belüftung der Gebäudeinnenräume sicherzustellen.
Zu diesem Zweck ist die vorgehängte Glasfassade von über
die Höhe des Gebäudes verteilt angeordneten Ansaugöff
nungen durchbrochen. Durch diese Ansaugöffnungen wird in
Abhängigkeit von der Luftströmung im Zwischenraum in die
sen Außenluft eingesaugt und durch Kanäle nach oben ge
führt, die sich im Zwischenraum vertikal erstrecken. Die
se im Zwischenraum aufsteigende Luftströmung kann auch
dazu verwendet werden, verbrauchte Luft aus den Gebäude
innenräumen abzusaugen, wobei der in den Räumen auftre
tende Unterdruck dazu genutzt wird, um Außenluft bei
spielsweise über eine auf dem Dach des Gebäudes angeord
nete zentrale Belüftungsöffnung anzusaugen.
Unbefriedigend bei diesem vorbekannten Gebäude ist, daß
der Luftaustausch des Gebäudeinnenraums im wesentlichen
durch äußere Witterungseinflüsse vorbestimmt wird und
nicht oder nur unzureichend beeinflußt werden kann. Um
diesen Mangel zu beseitigen, müßte das vorbekannte Ge
bäude mit einer Einrichtung zur Zwangsbelüftung der Ge
bäudeinnenräume versehen werden, was hohe Investitions
kosten und darüber hinaus einen beträchtlichen Energie
verbrauch zur Folge hat.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Ge
bäude mit vorgehängter Fassade zu schaffen, bei dem eine
gute und zugleich energiesparend betreibbare Be- und Ent
lüftung der Gebäudeinnenräume erzielt wird.
Gelöst ist diese Aufgabe bei einem Gebäude der eingangs
genannten Art und Zweckbestimmung durch ein Belüftungs
system, das wenigstens einen sich durch den Zwischenraum
hindurcherstreckenden und fassadenaußenseitig ausmünden
den, mit einem Lüfter zum Ansaugen und Zuführen von
Außenluft in den Gebäudeinnenbereich strömungsverbundenen
Zuluftkanal sowie wenigstens einen sich ebenfalls durch
den Zwischenraum hindurcherstreckenden und fassadenaußen
seitig ausmündenden Abluftkanal für aus dem Gebäudeinnen
bereich abzuführende Raumluft aufweist, wobei zumindest
der Zuluftkanal mit einem dem Lüfter vorgeschalteten
Einstellelement versehen ist, das aus einer ersten Ein
stellage, in der der Zuluftkanal mit dem Zwischenraum
strömungsverbunden ist, in eine zweite Einstellage, in
der zwischen dem Zuluftkanal und dem Zwischenraum eine
Strömungstrennung besteht, schaltbar ist.
Bei der Erfindung kann somit gewählt werden, auf welchem
Wege die Außenluft in den Zuluftkanal bzw. in den Gebäu
deinnenbereich gelangt. In einer ersten Einstellage ist
der Zuluftkanal mit dem Zwischenraum strömungsverbunden
In dieser Einstellage wird zumindest ein Teil der Außen
luft durch die Lüftungsöffnungen, die den Zwischenbe
reich zwischen der eigentlichen Gebäudeaußenwand und der
Fassade mit dem Außenbereich des Gebäudes verbinden, an
gesaugt und sodann durch den Zwischenraum hindurchgeführt,
bevor sie in den eigentlichen Zuluftkanal gelangt. Der
Sinn einer derartigen Strömungsführung besteht in einer
passiven Energienutzung derart, daß im Fassadenzwischen
raum aufgewärmte Zuluft dem Gebäudeinnern zugeführt wird,
was insbesondere im Winterbetrieb des Belüftungssystems
von Vorteil ist. In einer zweiten Einstellung wird die
Außenluft unmittelbar aus dem Gebäudeaußenbereich durch
den Zuluftkanal angesaugt und ohne Beimengung von im
Fassadenzwischenraum aufgewärmter Luft in das Gebäudein
nere eingeführt. Diese Strömungsführung eignet sich ins
besondere für den Sommerbetrieb.
Zweckmäßigerweise schließen sich die beiden Strömungsfüh
rungen gegenseitig aus und die Zuluft wird entweder aus
schließlich durch den Zwischenraum geführt oder gelangt
ausschließlich unmittelbar aus dem Außenbereich durch
den Zuluftkanal in das Gebäude. Auf diese Weise ist im
Winterbetrieb eine besonders effektive Nutzung der Zu
lufterwärmung im Fassadenzwischenraum gewährleistet und
im Sommerbetrieb wird sichergestellt, daß grundsätzlich
keine im Fassadenzwischenraum über die Außentemperatur
hinaus erwärmte Frischluft dem Gebäudeinnern zugeführt
wird.
In einer vorteilhaften Weiterbildung besteht eine dritte
Einstellage des Verschlusses dahingehend, daß der Zu
strom von Zuluft durch den Zuluftkanal hindurch voll
ständig unterbunden ist. Der Kanal ist somit in seiner
Gesamtheit geschlossen und mithin das Belüftungssystem
abgeschaltet.
In einer abermals vorteilhaften Weiterbildung weist auch
der Abluftkanal ein Einstellelement auf, das aus einer
Offenstellung, in der eine im wesentlichen unbehinderte
Durchströmung des Abluftkanals gewährleistet ist, in eine
den Abluftkanal sperrende Schließlage schaltbar ist.
Zweckmäßigerweise sind die Einstellelemente im Abluftka
nal sowie im Zuluftkanal derart miteinander wirkverbun
den, daß die Offenstellungen und/oder die Schließlagen
beider Verschlüsse simultan einstellbar sind.
Ein besonders vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, daß
als Einstellelement im Zuluftkanal und/oder im Abluftka
nal jeweils ein um eine quer zum jeweiligen Kanal ver
laufende Achse drehbar gelagerter Hohlkörper mit vorzugs
weise kreisförmigem oder quadratischem Querschnitt dient,
der mit - in Drehrichtung gesehen - unter vorbestimmten
Winkelabständen voneinander derart angeordneten Öffnungen,
daß je nach Drehposition des Einstellelements eine be
stimmte, einer Einstellage entsprechende Strömungsverbin
dung oder Strömungstrennung hergestellt ist. Neben einem
kreisförmigen oder quadratischen Querschnitt kann das
Einstellelement auch andere Querschnitte haben, etwa
drei- oder vieleckig ausgebildet sein.
Bei einer abermals vorteilhaften Weiterbildung dient ein
und dasselbe Stellelement sowohl als Verschluß für den
Zuluft- wie auch für den Abluftkanal. Hierzu erstreckt
sich das Einstellelement sowohl durch den Zuluftkanal
wie auch durch den Abluftkanal hindurch und ist im Be
reich des jeweiligen Kanals mit Wandöffnungen derart
versehen, daß in Abhängigkeit von einer vorbestimmten
Dreheinstellung in beiden Kanälen gleichzeitig Strömungs
verbindungen herstellbar sind, die Offenstellungen und/oder
der Schließlagen jeweils beider Kanäle entsprechen.
Der besondere Vorteil besteht dabei darin, daß mittels
eines einzigen Einstellorgans sowohl die Zuluftführung
als auch die Abluftführung eingestellt wird, wobei na
türlich die beiden Kanäle und die diesen zugeordne
ten Abschnitte des Einstellelements strömungstechnisch
voneinander getrennt sind.
In vorteilhafter Weise ist für jeden Zwischenraum des
Gebäudes ein eigenes Belüftungssystem mit jeweils wenig
stens einem Zuluft- und einem Abluftkanal vorgesehen.
Ist als Fassade eine Glasfassade vorgesehen, wird insbe
sondere im Winterbetrieb eine besonders hohe passive
Energienutzung erzielt.
Anhand der beigefügten Zeichnungen sollen nachfolgend
verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung näher
erläutert werden. In schematischen Ansichten zeigen:
Fig. 1 einen im Bereich eines Belüftungssystems ver
laufenden ausschnittsweisen Horizontalschnitt
durch ein Gebäude mit vorgehängter Fassade,
Fig. 2a einen Vertikalschnitt gemäß der Schnittlinie
II-II in Fig. 1 durch das Belüftungssystem im
Bereich eines Einstellelements,
Fig. 2b das Einstellelement des Belüftungssystems aus
Fig. 2a für sich allein in einer anderen
Einstellposition,
Fig. 2c das Einstellelement aus Fig. 2b in einer aber
mals anderen Einstellposition,
Fig. 3a einen Vertikalschnitt gemäß der Schnittlinie
III-III in Fig. 1 durch einen Abluftkanal des
Belüftungssystems im Bereich eines Einstelle
lements, 1,
Fig. 3b das Einstellelement des Belüftungssystems aus
Fig. 3a in einer anderen Einstellposition,
Fig. 3c das Einstellelement des Belüftungssystems aus
Fig. 3b in einer abermals anderen Einstellpo
sition,
Fig. 4 ein Belüftungssystem in einer anderen Ausfüh
rungsform, bei dem das Einstellelement des
Zuluft- und des Abluftkanals kreisförmigen
Querschnitt aufweist. Dabei zeigen die
Fig. 4a, 4c, 4e den Fig. 2a bis c
entsprechende Einstellpositionen und
die
Fig. 4b, 4d, 4f den Fig. 3a bis c
entsprechende Einstellpositionen des
Einstellelements.
Das in Fig. 1 in seiner Gesamtheit veranschaulichte Be
lüftungssystem 1 ist an einem Gebäude angeordnet, bei
dem der eigentlichen Gebäudeaußenwand 2 unter Ausbildung
eines Zwischenraums 3 eine Außenfassade 4, etwa eine
Glasfassade, vorgehängt ist. Die Fassade 4 weist in vor
bestimmten vertikalen Abständen voneinander hier nicht
gezeigte Strömungsöffnungen auf, durch die Luft aus dem
Außenbereich 5 des Gebäudes in den Zwischenraum 3 ein
strömen kann.
Das Belüftungssystem 1 umfaßt zwei horizontal nebenei
nander angeordnete Strömungskanäle, einen Zuluftkanal 7
und einen Abluftkanal 8, die sich jeweils durch den Zwi
schenraum 3 hindurcherstrecken und sowohl gebäude- wie
fassadenseitig in entsprechende Strömungsöffnungen 10, 11
ausmünden, die sich durch die Gebäudeaußenwand (2) bzw.
durch die Fassade (4) hindurcherstrecken.
Die Zuluftöffnung ist gebäudeinnenseitig mit einem Lüf
tungsaggregat 12 strömungsverbunden, das zum Ansaugen
von Außenluft durch den Zuluftkanal 7 hindurch und zum
Zuführen der angesaugten Luft in den Gebäudeinnenbereich
13 dient. Es handelt sich bei diesem Lüftungsaggregat 12
um ein übliches Lüftungsgerät, wie es beispielsweise aus
der DE-42 04 772 A1 vorbekannt und daher in der Zeich
nung nur in Blockdarstellung gezeigt ist. Im übrigen
kann das Lüftungsgerät statt - wie in Fig. 1 gezeigt - ge
bäudeinnenseitig auch im Zwischenraum 3, also zwischen
dem Zuluftkanal 7 und der dieser zugeordneten gebäude
seitigen Strömungsöffnung 10 angeordnet sein.
Der Zuluftkanal 7 sowie der Abluftkanal 8 sind in ver
tikaler Richtung von im wesentlichen parallel zueinander
verlaufenden Wandungen 15, 15' begrenzt, die sich jeweils
über beide Kanäle 7, 8 erstrecken. Die unterseitige Wan
dung 15, ist mit einer im Querschnitt halbkreisförmigen
und sich durch beide Kanäle 7, 8 quer zu diesen hindurch
erstreckende Aufweitung 16 versehen, in der im Bereich
des Zuluftkanals 7 eine Verbindungsöffnung 9 angeordnet
ist. Der Zuluftkanal 7 und der Abluftkanal 8 sind strö
mungstechnisch voneinander getrennt und zwischen dem
Abluftkanal 8 und dem Zwischenraum 3 besteht ebenfalls
keine Strömungsverbindung. Im Bereich der Aufweitung 16
ist ein Einstellelement 18 der im folgenden beschriebenen
Art und Zweckbestimmung angeordnet.
Das Einstellelement 18 ist als Hohlkörper mit quadrati
schem Querschnitt ausgebildet, erstreckt sich im wesent
lichen durch die beiden Kanäle 7, 8 hindurch und ist um
eine horizontale Achse 20 drehbar gelagert sowie stirn
endig geschlossen und in der Mitte seiner Längener
streckung mittels einer Schottwand unterteilt. Die seitlichen
Wandungen des Einstellelements 18 weisen im Bereich des
Zuluftkanals 7 zwei Strömungsöffnungen 21, 21' und im Be
reich des Abluftkanals drei Strömungsöffnungen 22, 22',
22'' auf. Die Strömungsöffnungen 21, 21'; 22, 22', 22''
erstrecken sich in horizontaler Hinsicht über nahezu die
gesamte Breite des jeweiligen Kanals 7, 8 und nehmen da
bei jeweils nahezu die gesamte Breite einer Seitenfläche
des Einstellelements 18 in Anspruch. Mit Hilfe dieser
Strömungsöffnungen 21, 21'; 22, 22', 22'' können in Ab
hängigkeit von einer vorbestimmten Dreheinstellung des
Einstellelements 18 die Strömungsverhältnisse im Zuluft
kanal 7 sowie im Abluftkanal 8 simultan verändert werden.
In den Fig. 2a und 3a ist das Einstellelement 18 in einer
ersten Einstellage gezeigt.
Dabei besteht im Zuluftkanal 7 über die Verbindungsöff
nung 9 sowie die Strömungsöffnung 21, 21' eine Strömungs
verbindung zwischen dem Zwischenraum 3 und dem gebäude
seitigen Abschnitt des Zuluftkanals 7 und somit zum
Lüftungsaggregat 12 bzw. dem Gebäudeinnenbereich 13, wie
dies durch den gestrichelten Pfeil in Fig. 2a angedeutet
ist. Hingegen besteht keine direkte Strömungsverbindung
zwischen dem Gebäudeaußenbereich 5 durch den Zuluftkanal
7 hindurch zu dem Gebäudeinnenbereich 13. Der Vorteil
dieser Einstellage besteht in einer passiven Energienut
zung derart, daß die gesamte vom Lüftungsaggregat 12 an
gesaugte Zuluft durch den Zwischenraum 3 hindurchgeführt
wird und dort eine gewisse Vorerwärmung erfährt. Eine
derartige Einstellung ist insbesonders im Winterbetrieb
von Vorteil.
Wie in Fig. 3a ersichtlich, besteht im Bereich des Ab
luftkanals 8 bei dieser Einstellage eine direkte Strö
mungsverbindung vom Gebäudeinnenbereich 13 in den
fassadenaußenseitigen Bereich 5 des Gebäudes. Dadurch
ist ein schnelles und wirksames Abführen verbrauchter
Luft gewährleistet.
In der in den Fig. 2b bzw. 3b gezeigten zweiten Einstel
lage des Sperrelements 18, in der dieses entgegen dem
Uhrzeigersinn um einen Winkel von 90° gegenüber der er
sten Einstellage um die Achse 20 gedreht ist.
In dieser Einstellage ist im Zuluftkanal 7 die Strömungs
verbindung zwischen dem Zwischenraum 3 und dem Zuluftka
nal 7 gesperrt. Es besteht jedoch eine Strömungsverbin
dung zwischen dem Gebäudeaußenbereich 5 und dem Gebäude
innenbereich 13. Dies ist in Fig. 26 durch den strich
punktiert gezeichneten Pfeil angedeutet. In dieser Ein
stellage gelangt die Zuluft unmittelbar aus dem Gebäude
außenbereich 5 in den Gebäudeinnenbereich 13 und es er
folgt somit keine Aufwärmung von Zuluft im Fassadenzwi
schenraum 3. Eine solche Einstellage ist somit insbeson
dere im Sommerbetrieb des Belüftungssystems 1 von Vor
teil.
Im Bereich des Abluftkanals 8 besteht auch hier eine un
mittelbare Strömungsverbindung zwischen dem Gebäudein
nenbereich 13 und dem Gebäudeaußenbereich 5, was eben
falls durch den strich-punktierten Pfeil in Fig. 3b
angedeutet ist.
In einer weiteren, in den Fig. 2c bzw. 3c gezeigten Ein
stellage, in der das Einstellelement 18 wiederum um 90°
um die Achse 20 entgegen dem Uhrzeigersinn weitergeschal
tet ist, sind gleichermaßen der Zuluftkanal 7 und der
Abluftkanal 8 gesperrt. Es ist somit sowohl die Zufuhr
von Frischluft zum Gebäudeinnenbereich als auch die
Abfuhr von Fortluft unterbunden.
Das in Fig. 4 gezeigte Belüftungssystem 1' unterscheidet
sich vom Belüftungssystem 1 im wesentlichen nur durch
eine andere Ausgestaltung des Einstellelement 18'. Das
Einstellelement 18' ist im Querschnitt kreisförmig ausge
bildet und erstreckt sich in im Prinzip gleicher Weise
wie das Einstellelement 18 quer zu beiden Kanälen 7, 8
durch diese im Bereich einer Aufweitung 16 hindurch und
ist um eine horizontale Achse 20' drehbar gelagert.
Das Einstellelement 18' weist im Bereich des Zuluftka
nals 7 eine - im Querschnitt gesehen - sich etwa über
einen Halbkreis erstreckende geschlossene Wandung 25
auf. Im Bereich des Abluftkanals 8 besteht lediglich
eine - im Querschnitt gesehen - etwa einen Viertelkreis
umfassende geschlossene Wandung 26. In Umfangsrichtung
beabstandet sind Stützelemente 27 vorgesehen, die sich
in Längsrichtung des Einstellelements 18' erstrecken und
die im übrigen lediglich der Stabilisierung des Einstell
elements 18' dienen.
In den Fig. 4a und 4b ist das Einstellelement 18' in einer
der den Fig. 2a, 3a entsprechenden Stellung gezeigt. Das
halbkreisförmige Wandelement 25 ist so im Zuströmkanal 7
angeordnet, daß eine Strömungsverbindung aus dem Zwi
schenraum 3 in den Zuluftkanal 7 und zu dem Lüftungsag
gregat 12 besteht. Zugleich besteht abluftseitig eine
unmittelbare Strömungsverbindung zwischen dem Gebäude
innenbereich 13 und Gebäudeaußenbereich 5 durch den
Abluftkanal 8.
Eine Drehung des Einstellelements 18' um die Drehachse
20' um seinen Winkel von 90° entgegen dem Uhrzeigersinn
führt zu der in den Fig. 4c und 4d gezeigten Stellung
des Einstellelements. Zu dieser Einstellposition,
die dem in den Fig. 2b bzw. 3b gezeigten Sommerbetrieb
des Belüftungssystems 1 entspricht, stehen sowohl zuluft- wie
abluftseitig direkte Strömungsverbindungen zwischen
dem Gebäudeinnenbereich 13 und dem Gebäudeaußenbereich 5.
Eine Strömungsverbindung zwischen dem Zwischenraum 3 und
dem Zuluftkanal 7 ist in dieser Einstellung durch das
Wandelement 25 gesperrt.
In einer dritten Einstellage des Belüftungssystems 1',
die wiederum der in den Fig. 2c und 3c gezeigten Einstell
lage des Belüftungssystems 1 entspricht, sind die Wandele
mente 25, 26 derart angeordnet, daß sowohl der Zustrom
von Zuluft im Zuluftkanal 7 als auch die Abfuhr von Fort
luft im Abluftkanal 8 ständig unterbunden sind. Das Be
lüftungssystem ist mithin abgeschaltet.
Während im Bereich des Zuluftkanals 7 fallweise eine
Strömungsverbindung mit dem Zwischenraum 3 herstellbar
ist, um im Winterbetrieb eine passive Energienutzung
herbeizuführen, besteht bei keiner Einstellage des
Einstellelements 18, 18' eine Strömungsverbindung zwi
schen dem Abluftkanal B und dem Zwischenraum 3. Dadurch
ist sichergestellt, daß auch bei der Ausstattung der
Gebäudeaußenwand 2 mit in Offenstellungen betätigbaren
Fenstern nicht zuvor vom Gebäudeinnenbereich 13 in den
Fassadenzwischenraum 3 abgeführte Abluft in den Raum mit
geöffneten Fenstern einströmen kann. Zugleich würde
beispielsweise im Winterbetrieb das Einleiten warmer
Abluft in den Fassadenzwischenraum zu Kondensatbildungen
an der Außenfassade 4 führen, was insbesondere im Falle
einer vorgehängten Glasfassade zu unerwünschten Nebenwir
kungen führt.
Claims (9)
1. Gebäude mit einer beabstandet von der eigentlichen Gebäu
deaußenwand (2) unter Ausbildung eines über Lüftungsöffnungen
mit dem Außenbereich (5) des Gebäudes in Strömungsverbindung
stehenden Zwischenraumes (3) vorgehängten Fassade (4),
gekennzeichnet durch ein Belüftungssystem (1, 1'), das wenigstens
einen sich durch den Zwischenraum (3) hindurcherstreckenden und
fassadenaußenseitig ausmündenden, mit einem Lüfter (12) zum
Zuführen von Außenluft in den Gebäudeinnenbereich (13)
strömungsverbundenen Zuluftkanal (7) sowie wenigstens einen sich
ebenfalls durch den Zwischenraum (3) hindurcherstreckenden und
fassadenaußenseitig ausmündenden Abluftkanal (8) für aus dem Ge
bäudeinnenbereich abzuführende Raumluft aufweist, wobei zumin
dest der Zuluftkanal (7) mit einem dem Lüfter (12) vorgeschalte
ten Einstellelement (18, 18') versehen ist, das aus einer ersten
Einstellage, in der der Zuluftkanal (7) mit dem Zwischenraum (3)
strömungsverbunden ist, in eine zweite Einstellage, in der zwi
schen dem Zuluftkanal (7) und dem Zwischenraum (3) eine Strö
mungstrennung besteht, schaltbar ist.
2. Gebäude nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Strömungsverbindung zwischen dem Gebäudeinnenbereich (13) und
dem Außenbereich (5) des Gebäudes durch den Zuluftkanal (7) hin
durch gesperrt ist, wenn das Einstellelement (18, 18') in einer
Einstellposition steht, in der eine Strömungsverbindung zwischen
dem Zuluftkanal (7) und dem Zwischenraum (3) besteht.
3. Gebäude nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Einstellelement (18, 18') in eine Schließlage betätigbar ist,
in der die Zufuhr von Zuluft durch den Zuluftkanal (7) vollstän
dig unterbunden ist.
4. Gebäude nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß im Abluftkanal (8) ein Einstellelement
(18, 18') angeordnet ist, das aus einer eine im wesentlichen un
behinderte Durchströmung des Abluftkanals (8) ermöglichenden Of
fenstellung in eine den Abluftkanal (8) sperrende Schließlage
betätigbar ist.
5. Gebäude nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ein
stellelement (18, 18') im Abluftkanal (8) mit dem Einstellelement
(18, 18') im Zuluftkanal (7) derart miteinander wirkverbunden
ist, daß die Offenstellungen und/oder die Schließlagen beider
Einstellelemente (18, 18') simultan einstellbar sind.
6. Gebäude nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Einstellelement (18, 18') im Zuluftkanal (7)
und/oder im Abluftkanal (8) jeweils ein um eine quer zum jewei
ligen Kanal (7, 8) verlaufende Achse (20) drehbar gelagerter
Hohlkörper mit vorzugsweise kreisförmigem oder quadratischem
Querschnitt dient, der mit - in Drehrichtung gesehen - unter
vorbestimmten Winkelabständen voneinander derart angeordneten
Wandöffnungen (21, 21'; 22, 22', 22'') versehen ist, daß in Abhängig
keit von einer vorbestimmten Dreheinstellung des Einstellele
ments (18, 18') eine der jeweiligen Einstellage entsprechende
Strömungsverbindung bzw. Strömungstrennung herstellbar ist.
7. Gebäude nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich das
Einstellelement (18, 18') sowohl durch den Zuluftkanal (7) als
auch durch den Abluftkanal (8) hindurcherstreckt und im Bereich
des jeweiligen Kanals (7, 8) mit derart ausgebildeten Wand
öffnungen (21, 21'; 22, 22', 22'') versehen ist, daß in Abhängigkeit
von einer vorbestimmten Dreheinstellung des Einstellelements
(18, 18') in beiden Kanälen (7, 8) den jeweiligen Offenstellungen
und/oder Schließlagen entsprechende Strömungsverbindungen simul
tan herstellbar sind.
8. Gebäude nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß für jeden Innenraum des Gebäudes wenigstens
ein Zuluftkanal (7) und ein Abluftkanal (8) mit zugeordneten
Einstellelementen (18, 18') vorgesehen ist.
9. Gebäude nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Fassade (4) eine Glasfassade vorgesehen
ist.
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| DE19803862A DE19803862B9 (de) | 1998-01-31 | 1998-01-31 | Gebäude mit vorgehängter Fassade |
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|---|---|---|---|
| DE19803862A DE19803862B9 (de) | 1998-01-31 | 1998-01-31 | Gebäude mit vorgehängter Fassade |
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|---|---|---|---|---|
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1998
- 1998-01-31 DE DE19803862A patent/DE19803862B9/de not_active Expired - Fee Related
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