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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein akustisches Oberflächenwellenbauelement
mit einem Quarzsubstrat und insbesondere ein akustisches Oberflächenwellenbauelement,
das auf die Erzeugung eines Grundtyps einer verlustbehafteten akustischen
Oberflächenwelle
Leckwelle ausgelegt ist.
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Ein
akustisches Oberflächenwellenbauelement
(surface acoustic wave = SAW; im folgenden werden akustische Oberflächenwellen
kurz als "SAW" bezeichnet) wird
beispielsweise weit verbreitet als Bandfilter bei Mobilkommunikationsgeräten verwendet.
Im allgemeinen weist ein akustisches Oberflächenwellenbauelement ein piezoelektrisches Substrat
und mindestens einen Interdigitalwandler (interdigital transducer,
im folgenden kurz "IDT") auf, der mindestens
ein Paar kammförmiger
Elektroden umfaßt,
die auf dem piezoelektrischen Substrat angeordnet sind. Das Substratmaterial
des akustischen Oberflächenwellenbauelements
kann ein piezoelektrischer Einkristall, beispielsweise LiNbO3, LiTaO3 oder Quarz,
sowie piezoelektrische Keramik, beispielsweise PZT-piezoelektrische
Keramik, sein.
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Zur
Verwirklichung breiter Bandeigenschaften in dem akustischen Oberflächenwellenbauelement
muß ein
piezoelektrisches Material einen großen elektromechanischen Kopplungsfaktor
besitzen. Bei manchen spezifischen Anwendungen muß das piezoelektrische
Material weiterhin einen guten Temperaturkennwert aufwei sen, d.h.
die Frequenzverschiebung seiner Filtereigenschaften, die durch eine Temperaturänderung
verursacht wird, muß gering sein.
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Quarz
ist unter den eingangs erwähnten
piezoelektrischen Materialien als Substratmaterial mit einem kleinen
Temperaturkoeffizient der Verzögerung
(temperature coefficient of delay, im folgenden auch kurz "TCD") bekannt. Daher
sind verschiedene Arten von akustischen Oberflächenwellenbauelementen, die
jeweils ein Quarzsubstrat verwenden, vorgeschlagen worden.
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Wenn
jedoch Rayleigh-Wellen auf einem Quarzsubstrat angeregt werden,
tritt das Problem auf, daß der
elektromechanische Kopplungsfaktor unerwünschterweise klein ist. Der
elektromechanische Kopplungsfaktor ks beträgt beispielsweise höchstens
3,7%, wenn ein Quarzsubstrat mit einer ausgezeichneten TCD verwendet
wird.
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Weiterhin
tritt das Problem auf, daß die
auf dem Quarzsubstrat angeregten Raleigh-Wellen eine derart geringe
SAW-Geschwindigkeit besitzen, daß das das Quarzsubstrat umfassende
akustische Oberflächenwellenbauelement
nicht für
ein Hochfrequenzbauelement verwendet werden kann. Es ist zwar bekannt,
daß eine
verlustbehaftete akustische Oberflächenwelle mit einer verhältnismäßig hohen Schallgeschwindigkeit
auf einem Quarzsubstrat angeregt werden könnte, doch ist der Betrag des
Ausklingens der verlustbehafteten akustischen Oberflächenwelle
aufgrund der Ausbreitung derart groß, daß die Verwendung der verlustbehafteten
akustischen Oberflächenwelle
als schwierig betrachtet wird.
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Akustische
Oberflächenwellen
unterliegen beispielsweise in Quarzschichten aufgrund von sich parallel
von der Oberfläche
ausbreitenden Scherwellen einem Energieverlust. Diese Erscheinung
wir als "verlustbehaftete
akustische Oberflächenwelle" bezeichnet, die
in der Literatur auch als Leckwelle oder als "leaky surface acoustic wave" bekannt ist.
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Aus
den vorstehend genannten Gründen
ist es sehr schwierig, ein akustisches Oberflächenwellenbauelement zu verwirklichen,
das bei hohen Frequenzen arbei ten und einen hohen elektromechanischen
Kopplungsfaktor und eine geringe TCD aufweisen kann.
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In
der offengelegten japanischen Patentveröffentlichung Nr. 61-222312
wird beispielsweise ein akustisches Oberflächenwellenbauelement offenbart,
bei dem eine piezoelektrische Dünnschicht
auf einem Quarzsubstrat und eine IDT-Elektrode auf der piezoelektrischen
Dünnschicht
angeordnet werden. Diese japanische Patentveröffentlichung offenbart, daß eine akustische
Oberflächenwelle
mit einer etwa 1,7 Mal höheren
Schallgeschwindigkeit als eine normale Rayleigh-Welle durch Verwendung
eines ST-geschnittenen Quarzsubstrats und derartiges Ausbilden einer
Elektrode, daß die
Ausbreitungsrichtung der akustischen Oberflächenwelle senkrecht zur x-Ausbreitungsrichtung
erfolgt, erzielt werden kann. Die akustische Oberflächenwelle,
die nach diesem Stand der Technik als möglich angesehen wird, ist jedoch
eigentlich eine Kombination einer Oberflächenshim-Volumenwelle (surface
shimming bulk waqve, im folgenden auch "SSBW")
und einer Oberflächenquerwelle
(suface transverse wave, im folgenden auch "STW"),
die sich in bezug auf die Frequenz ähneln. Daher ist ihre Verwendung
bei einem akustischen Oberflächenwellenresonator
oder ähnlichem schwierig.
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DE 44 00 980 A1 beschreibt
die Verwendung von Love-Wellen für
ein Oberflächenwellenbauelement
und Strukturen zur Ausbildung von Love-Wellen unter Verwendung eines
Lithiumniobatsubstrates. Unter Verwendung einer Siliziumdioxidschicht
auf einem Lithiumniobatsubstrat werden Rayleigh-Wellen erzeugt.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein akustisches Oberflächenwellenbauelement zu schaffen,
das eine geringe TCD und einen großen elektromechanischen Kopplungsfaktor
aufweist und zum Einsatz bei hohen Frequenzen geeignet ist.
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Diese
Aufgabe wird mit einem Oberflächenwellenbauelement
mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Unteransprüche sind
auf vorteilhafte Ausgestaltungen gerichtet.
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Die
Erfindung überwindet
die eingangs erwähnten
Probleme, die bei herkömmlichen
Einrichtungen auftreten.
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Gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung umfaßt
ein akustisches Oberflächenbauelement
ein Quarzsubstrat, eine auf dem Quarzsubstrat angeordnete piezoelektrische
Dünnschicht
und eine in Kontakt mit der piezoelektrischen Dünnschicht stehende Interdigitalelektrode.
Das Quarzsubstrat weist einen Winkel ϕ bei dem Eulerschen
Winkel (0, ϕ, θ)
auf, der so gewählt ist,
daß das
Quarzsubstrat bei einer vorbestimmten Ausbreitungsrichtung Θ einen negativen
Temperaturkoeffizienten der Verzögerung
aufweist. Die piezoelektrische Dünnschicht
besitzt einen positiven Temperaturkoeffizienten der Verzögerung und
eine Stärke
H, die so gewählt
ist, daß ein
Grundtyp einer verlustbehafteten akustischen Oberflächenwelle
auf dem Quarzsubstrat angeregt wird, und das akustische Oberflächenwellenbauelement
arbeitet unter Verwendung des Grundtyps der verlustbehafteten akustischen
Oberflächenwelle.
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Eine
durch Dividieren der Stärke
H der piezoelektrischen Dünnschicht
durch eine Wellenlänge λ der anzuregenden
verlustbehafteten akustischen Oberflächenwelle erhaltene normierte
Schichtstärke H/λ liegt bevorzugt
in dem Bereich von etwa 0,01 bis etwa 0,15.
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Der
Winkel ϕ liegt bevorzugt in dem Bereich von etwa 119° bis etwa
167° und
bevorzugter in dem Bereich von 119° bis 138°.
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Die
Ausbreitungsrichtung Θ liegt
bevorzugt in dem Bereich von etwa 85° bis etwa 95°.
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Die
piezoelektrische Dünnschicht
wird bevorzugt aus einem Material hergestellt, das aus der Gruppe
bestehend aus ZnO, AlN, Ta2O5 oder
CdS gewählt
wird.
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Die
Interdigitalelektrode kann zwischen der piezoelektrischen Dünnschicht
und dem Quarzsubstrat angeordnet werden. Weiterhin kann das akustische
Oberflächenbauelement
eine auf der piezoelektrischen Dünnschicht
angeordnete Erdungselektrode umfassen.
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Bei
dem akustischen Oberflächenwellenbauelement
nach den bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen weist ein
Quarzsubstrat einen so gewählten Winkel
auf, daß ein
Temperaturkoeffizient einer Verzögerung
(TCD) bei der vorbestimmten Ausbreitungsrichtung einen negativen
Wert annimmt, während
eine piezoelektrische Dünnschicht
einen positiven Temperaturkoeffizienten der Verzögerung aufweist. Auf dem Quarzsubstrat
ist auch eine piezoelektrische Dünnschicht
mit einem positiven Temperaturkoeffizienten der Verzögerung vorgesehen.
Deshalb wird durch die Kombination der einzigartigen Merkmale des
Quarzsubstrats und der piezoelektrischen Dünnschicht, einschließlich des
jeweiligen negativen Temperaturkoeffizienten der Verzögerung und
des jeweiligen positiven Temperaturkoeffizienten der Verzögerung,
ein verringerter TCD-Wert definiert, wodurch ein zusammengesetztes
Substrat mit einer sehr geringen TCD gebildet wird.
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Darüberhinaus
ist die Stärke
der piezoelektrischen Dünnschicht
so ausgelegt, daß ein
Grundtyp einer verlustbehafteten akustischen Oberflächenwelle
erzeugt wird. Daher ist es möglich,
ein akustisches Oberflächenwellenbauelement
zur Hand zu geben, das bei dem Grundtyp einer verlustbehafteten
akustischen Oberflächenwelle
arbeitet und eine sehr geringe TCD aufweist.
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Weiterhin
ist es bei Festsetzen einer normierten Schichtstärke der piezoelektrischen Dünnschicht
innerhalb des oben festgelegten bevorzugten Bereichs möglich, ein
akustisches Oberflächenbauelement
zu bilden, das nicht nur eine sehr geringe TCD, sondern auch einen
hohen elektromechanischen Kopplungsfaktor aufweist.
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Da
der Eulersche Winkel des Quarzsubstrats auf etwa (0, 119° bis 167°, 85° bis 95°) festgesetzt
ist, ist es weiterhin möglich,
ein akustisches Oberflächenwellenbauelement
zuverlässig
zur Hand zu geben, das beim Grundtyp einer verlustbehafteten akustischen
Oberflächenwelle
arbeitet und einen sehr niedrigen Temperaturkoeffizienten und einen sehr
hohen elektromechanischen Kopplungsfaktor aufweist.
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Im
folgenden werden Ausführungsbeispiele der
Erfindung an Hand der Zeichnung näher erläutert.
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1A ist eine Draufsicht auf
ein akustisches Oberflächenwellenbauelement
nach einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführung.
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1B ist eine Querschnittsansicht
eines Hauptteils des in 1A gezeigten
akustischen Ober Flächenwellenbauelements.
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2A ist eine Draufsicht auf
ein akustisches Oberflächenwellenbauelement
nach einer weiteren bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführung.
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2B ist eine Querschnittsansicht
eines Hauptteils eines in 2A gezeigten
akustischen Oberflächenwellenbauelements.
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3A ist eine Draufsicht auf
ein akustisches Oberflächenwellenbauelement
nach einer noch weiteren bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführung.
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3B ist eine Querschnittsansicht
eines Hauptteils eines in 3A gezeigten
akustischen Ober Flächenwellenbauelements.
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4 ist eine Kurve, die das
Verhältnis
zwischen einer normierten Schichtstärke H/λ einer ZnO-Dünnschicht und der Schallgeschwindigkeit
in dem akustischen Ober Flächenwellenbauelement,
in dem die ZnO-Dünnschicht
auf einem Quarzsubstrat mit einem Eulerschen Winkel (0, 132°75', 90°) gebildet
wird, zeigt.
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5 ist eine Kurve, die das
Verhältnis
zwischen der TCD und dem Winkel ϕ des Quarzsubstrats bei
dem Eulerschen Winkel (0, ϕ, 90°) zeigt.
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6 zeigt das Verhältnis zwischen
der TCD des akustischen Oberflächenwellenbauelements
mit einem Quarzsubstrat bei dem Eulerschen Winkel (0, 132°45', 90°) und verschiedenen
normierten Stärken der
auf dem Quarzsubstrat ausgebildeten ZnO-Dünnschicht.
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7 ist eine Kurve, die das
Verhältnis
zwischen dem elektromechanischen Kopplungsfaktor und der normierten
Schichtstärke
der ZnO-Dünnschicht
in dem in 1A und 1B gezeigten akustischen
Oberflächenwellenbauelement
zeigt.
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8 ist eine Kurve, die das
Verhältnis
zwischen dem elektromechanischen Kopplungsfaktor und der normierten
Schichtstärke
der ZnO-Dünnschicht
in dem in 2A und 2B gezeigten akustischen
Oberflächenwellenbauelement
zeigt.
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9 zeigt das Verhältnis zwischen
der TCD in dem in 1A und 1B gezeigten akustischen Oberflächenwellenbauelement
und dem Winkel ϕ bei dem Eulerschen Winkel (0, ϕ,
90°) und
verschiedenen normierten Schichtstärken H/λ.
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10 ist eine Kurve, die das
Verhältnis
zwischen dem elektromechanischen Kopplungsfaktor des in 1A und 1B gezeigten akustischen Oberflächenwellenbauelements
und dem Winkel ϕ bei dem Eulerschen Winkel (0, ϕ,
90°) und
verschiedenen normierten Schichtstärken H/λ zeigt.
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Die
bevorzugten Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung beruhen auf der Entdeckung des Erfinders,
daß ein
neues akustischen Oberflächenwellenbauelement
unter Verwendung eines Grundtyps einer verlustbehafteten akustischen
Oberflächenwelle
und mit ausgezeichneten Eigenschaften konstruiert werden kann, wenn
die mit dem Abklingen der verlustbehafteten akustischen Oberflächenwelle während der
Ausbreitung verbundenen Probleme überwunden werden. In Folge
intensiver Untersuchungen hat der Erfinder entdeckt, daß das Abklingen
der verlustbehafteten akustischen Oberflächenwelle während der Ausbreitung durch
Anordnen der piezoelektrischen Dünnschicht
auf dem Quarzsubstrat unterdrückt
werden kann und daß die
TCD des Quarzsubstrats mit der piezoelektrischen Dünnschicht
sehr niedrig bzw. im wesentlichen bei Null gehalten werden kann,
indem ein Quarzsubstrat mit einer negativen TCD und eine piezoelektrische
Dünnschicht
mit einer positiven TCD verwendet werden.
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Nachfolgend
werden die bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungen ausführlich unter
Bezug auf die Zeichnungen erläutert.
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1A und 1B zeigen ein akustisches Oberflächenwellenbauelement 4 nach
einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführung. Das
akustische Oberflächenwellenbauelement 4 ist
ein Transversalfilter und beinhaltet ein Quarzsubstrat 1,
eine darauf angeordnete piezoelektrische Dünnschicht 3 und Interdigitalwandler 2.
Die Interdigitalwandler (IDT) 2 sind vorzugsweise zwischen
der piezoelektrischen Dünnschicht 3 und
dem Quarzsubstrat 1 so angeordnet, daß die Interdigitalwandler 2 in
Kontakt mit der piezoelektrischen Schicht 3 stehen. Jeder
der Interdigitalwandler 2 beinhaltet einen Satz kammförmiger Elektroden,
die fingerartig miteinander greifen.
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Die
Interdigitalwandler 2 können
auf der piezoelektrischen Dünnschicht 3 vorgesehen
werden. Wie in 2A und 2B dargestellt ist, wird
insbesondere in einem akustischen Oberflächenwellenbauelement 5 die
piezoelektrische Schicht 3 auf dem Quarzsubstrat 1 vorgesehen,
und die Interdigitalwandler 2 können auf einer Oberfläche der
piezoelektrischen Dünnschicht 3 angeordnet
werden.
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Ein
akustisches Oberflächenwellenbauelement 4 nach
einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführung kann
weiterhin eine Erdungselektrode umfassen. Wie in 3A und 3B gezeigt
ist, umfaßt ein
akustisches Oberflächenwellenbauelement 7 das Quarzsubstrat 1,
die piezoelektrische Dünnschicht 3, die
Interdigitalwandler 2 und eine Erdungselektrode 6.
Die Erdungselektrode 6 ist vorzugsweise so auf der piezoelektrischen
Dünnschicht 3 vorgesehen, daß sie die
zwischen dem Quarzsubstrat 1 und der piezoelektrischen
Dünnschicht 3 vorgesehenen
Interdigitalwandler 2 bedeckt.
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Die
in dem akustischen Oberflächenwellenbauelement
nach diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung verwendete piezoelektrischen Dünnschicht ist bevorzugt aus
ZnO, AlN, Ta2O5 oder CdS
hergestellt. Nach der Entdeckung des Erfinders ist eine ZnO-Dünnschicht
bevorzugter.
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In
den akustischen Oberflächenwellenbauelementen 4, 5 und 7 weist
das Quarzsubstrat vorzugsweise einen so gewählten Winkel ϕ bei
dem Eulerschen Winkel (0, ϕ, θ) auf, daß ein negativer Temperaturkoeffizient
der Verzögerung
(TCD) bei einer vorbestimmten Ausbreitungsrichtung, in der sich
die akustischen Oberflächenwellen
ausbreiten, verliehen wird. Die piezoelektrische Dünnschicht 3 weist
eine Stärke
auf, die die Anregung eines Grundtyps einer verlustbehafteten akustischen
Oberflächenwelle
auf dem Quarzsubstrat 1 erlaubt. Weiterhin weist die piezoelektrische
Dünnschicht 3 eine
positive TCD auf.
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In
dem akustischen Oberflächenwellenbauelement
dieses bevorzugten Ausführungsbeispiels
der Erfindung ist der Grundtyp einer verlustbehafteten akustischen
Oberflächenwelle
eine Scherhorizontal(SH)-Oberflächenwelle,
die eine Verdrängung
aufweist, die im wesentlichen senkrecht zur Ausbreitungsrichtung
der Oberflächenwelle
erfolgt, und die eine Hauptkomponente aufweist, die im wesentlichen parallel
zur Oberfläche
des Substrats ist. Bei der Verwendung der verlustbehafteten akustischen SH-Oberflächenwelle
wird bevorzugt, daß die
Ausbreitungsrichtung Θ,
in der sich die verlustbehaftete akustische SH-Oberflächenwelle
ausbreitet, innerhalb des Bereichs von etwa 85° bis etwa 95° liegt. Dies bedeutet, daß das Quarzsubstrat 1 vorzugsweise
einen Eulerschen Winkel (0, ϕ, 85° – 95°) aufweist.
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4 ist eine Kurve, die das
Verhältnis
zwischen der Schallgeschwindigkeit einer akustischen Oberflächenwelle
und einer normierten Schichtstärke H/λ einer ZnO-Dünnschicht in einem akustischen Oberflächenwellenbauelement
zeigt, bei dem ein IDT auf einem Quarzsubstrat mit einem Eulerschen
Winkel (0, 132°45', 89°) angeordnet
wird und die ZnO-Dünnschicht
darauf weiterhin in verschiedenen Stärken angeordnet wird. Die normierte
Schichtstärke
H/λ wird
als Wert definiert, der durch Dividieren der Stärke H(μm) der piezoelektrischen Dünnschicht durch
die Wellenlänge λ(μm) der anzuregenden akustischen
Oberflächenwelle
erhalten wird. In 4 stellt
die Linie A einen Grundtyp einer verlustbehafteten akustischen Oberflächenwelle
dar und die Linie B stellt eine Rayleigh-Welle dar.
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Wie
aus 4 hervorgeht werden
sowohl ein Grundtyp einer verlustbehafteten akustischen Oberflächenwelle
als auch eine Rayleigh-Welle in dem akustischen Oberflächenwellenbauelement
angeregt, und der Grundtyp einer verlustbehafteten akustischen Welle
mit einer größeren SAW-Geschwindigkeit
als die der Rayleigh-Welle
kann durch Festsetzen der normierten Schichtstärke H/λ der ZnO-Dünnschicht
auf die erforderlichen Werten angeregt werden.
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Daher
offenbart 4, daß die Verwendung des
oben erwähnten
Quarzsubstrats die Anregung des Grundtyps der verlustbehafteten
akustischen Oberflächenwelle
mit einer höheren
SAW-Geschwindigkeit als die der Rayleigh-Welle ermöglicht.
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Es
ist bestätigt
worden, daß der
Grundtyp einer verlustbehafteten akustischen Oberflächenwelle sowohl
in der ZnO-Dünnschicht
als auch in dem Quarzsubstrat angeregt wird, während die Hauptkomponente des
Grundtyps der verlustbehafteten akustischen Oberflächenwelle
in der ZnO-Dünnschicht
vorliegt. Somit fungieren die ZnO-Dünnschicht und das Quarzsubstrat
als ein zusammengesetztes Substrat.
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Wenngleich
dies in 4 nicht insbesondere gezeigt
wird, können
eine Sezawa-Welle,
die ein höherer
Typ der Rayleigh-Welle ist, und ein Typ höherer Ordnung der verlustbehafteten
akustischen Oberflächenwelle
ebenfalls zusätzlich
zu den akustischen Oberflächenwellen
durch Festsetzen der relativen Stärke H/λ der ZnO-Dünnschicht
auf die erforderlichen Werte angeregt werden.
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5 ist eine Kurve, die das
Verhältnis
zwischen der TCD und dem Winkel ϕ des Quarzsubstrats bei
dem Eulerschen Winkel (0, ϕ, 90°) zeigt. 5 zeigt, daß die TCD durch Ändern des
Winkels ϕ variiert wird und daß die TCD einen negativen Wert besitzt,
wenn der Winkel ϕ innerhalb des Bereichs von etwa 123° bis etwa
177° liegt.
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6 zeigt das Verhältnis zwischen
der TCD des oben erwähnten
akustischen Oberflächenwellenbauelements
mit einem Quarzsubstrat bei dem Eulerschen Winkel (0, 132°45', 90°) und auf
dem Quarzsubstrat angeordneten verschiedenen normierten Stärken der
ZnO-Dünnschicht.
In 6 stellt die Linie
C einen Grundtyp einer verlustbehafteten akustischen Oberflächenwelle
dar, die Linie D stellt eine Rayleigh-Welle und die Linie E einen
Typ höherer Ordnung
der verlustbehafteten akustischen Oberflächenwelle dar.
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6 offenbart, daß die TCD
durch Festlegen der normierten Schichtstärke H/λ der ZnO-Dünnschicht auf etwa 0,05 Null
gebracht werden kann, wenn der Grundtyp der verlustbehafteten akustischen
Oberflächenwelle
verwendet wird.
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Dies
bedeutet, daß,
wenngleich die TCD des Quarzsubstrats bei dem Eulerschen Winkel
(0, 132°45', 90°) negativ
ist, ein Grundtyp einer verlustbehafteten akustischen Oberflächenwelle
mit einer höheren
Schallgeschwindigkeit als bei einer Rayleigh-Welle durch Überlagern
einer ZnO-Dünnschicht mit
einer positiven TCD angeregt werden kann und die TCD auf etwa Null
gebracht werden kann.
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7 ist eine Kurve, die das
Verhältnis
zwischen dem elektromechanischen Kopplungsfaktor und der normierten
Schichtstärke
der ZnO-Dünnschicht
in dem in 1A und 1B gezeigten akustischen
Oberflächenwellenbauelement
zeigt. In 7 stellt die
Linie F einen Grundtyp einer verlustbehafteten akustischen Oberflächenwelle
dar und die Linie G stellt einen Typ höherer Ordnung der verlustbehafteten
akustischen Oberflächenwelle
dar. Wie aus 7 ersichtlich
ist, liegt der elektromechanische Kopplungsfaktor in dem akustischen
Oberflächenwellenbauelement 4 bei
mehr als etwa 0,03, wenn die normierte Schichtstärke H/λ der ZnO-Dünnschicht innerhalb des Bereichs
von etwa 0,01 bis etwa 0,15 liegt. Es ist daher möglich, durch
Festlegen der normierten Schichtstärke H/λ in dem gewünschten Bereich einen hinreichend
großen
elektromechanischen Kopplungsfaktor zu erhalten. Wenn die normierte Schichtstärke H/λ der ZnO-Dünnschicht
auf den Wert innerhalb des Bereichs von etwa 0,03 bis etwa 0,08 gesetzt
wird, wird darüberhinaus
der elektromechanische Kopplungsfaktor größer als etwa 0,04. Dieser Wert
kann nicht durch ein ein herkömmliches
Quarzsubstrat und eine Rayleigh-Welle einsetzendes akustisches Oberflächenwellenbauelement
erzielt werden.
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Wenn
ein Quarzsubstrat mit so gewähltem Winkel ϕ und
so gewählter
Ausbreitungsrichtung Θ, daß eine negative
TCD gegeben ist, als ein Quarzsubstrat verwendet wird, eine piezoelektrische
Dünnschicht,
die sich auf dem Quarzsubstrat befindet, so ausgewählt wird,
daß sie
einen positiven Temperaturkoeffizienten der Verzögerung besitzt, und die Stärke H/λ der piezoelektrischen
Dünnschicht
innerhalb des Bereichs von etwa 0,01 bis etwa 0,15 liegt, ist es
daher möglich,
ein akustisches Oberflächenwellenbauelement
zu erhalten, das einen hohen elektromechanischen Kopplungsfaktor
und eine sehr niedrige TCD aufweist.
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8 ist eine Kurve, die das
Verhältnis
zwischen dem elektromechanischen Kopplungsfaktor und der normierten
Schichtstärke
der ZnO-Dünnschicht
in dem in 2A und 2B gezeigten akustischen
Oberflächenwellenbauelement 5 zeigt.
In 8 stellt die Linie
H einen Grundtyp eines verlustbehafteten akustischen Oberflächenwellentyps
dar, die Linie I stellt eine Rayleigh-Welle und die Linie J stellt
einen höheren
Typ der verlustbehafteten akustischen Oberflächenwelle dar. Die in 6 gezeigten Eigenschaften
ergeben sich auch aus der Verwendung des Quarzsubstrats mit dem
oben erwähnten Eulerschen
Winkel.
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8 offenbart, daß der elektromechanische
Kopplungsfaktor des Grundtyps der verlustbehafteten akustischen
Oberflächenwelle
auch durch Festlegen der normierten Schichtstärke H/λ der ZnO-Dünnschicht innerhalb des Bereichs
von etwa 0,01 bis etwa 0,15 in dem in 2A und 2B gezeigten akustischen
Oberflächenwellenbauelement 5 hoch
gehalten werden kann.
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9 zeigt das Verhältnis zwischen
der TCD in dem in 1A und 1B gezeigten akustischen Oberflächenwellenbauelement
und dem Winkel ϕ bei dem Eulerschen Winkel (0, ϕ,
90°) und
verschiedenen normierten Schichtstärken H/λ. In 9 stellen die Linien K, L und M Fälle dar,
bei denen H/λ jeweils auf
etwa 0,032, etwa 0,044 und etwa 0,009 gesetzt wurde.
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9 offenbart, daß selbst
bei Ausbildung einer der obigen ZnO-Dünnschichten, die die oben genannten
drei Stärken
aufweisen, die TCD des akustischen Oberflächenwellenbauelements innerhalb
des Bereichs von 0 ± 20ppm/°C liegt,
indem der Winkel ϕ innerhalb des Bereichs von etwa 119° bis etwa
138° und
des Bereichs von etwa 162° bis
etwa 178° gesetzt
wird und die normierte Schichtstärke H/λ der ZnO-Dünnschicht auf den zuvor erwähnten Wert
gesetzt wird.
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Aus
den oben erwähnten
Gründen
wird die Verwendung des Quarzsubstrats mit einem Eulerschen Winkel
(0, 119° – 138°, 85° – 95°) und (0,
162° – 178°, 85° – 95°) bevorzugt,
um ein akustisches Oberflächenelement
mit einer ausgezeichneten TCD zu erhalten.
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Wenngleich 9 die Ergebnisse des in 1A und 1B gezeigten akustischen Oberflächenwellenbauelements
zeigt, ist bestätigt
worden, daß die
TCD bei den in 2A, 2B, 3A und 3B gezeigten akustischen
Oberflächenwellenbauelementen 5 und 7 ausgezeichnet
ist, wenn der Eulersche Winkel auf den oben erwähnten Wert gesetzt wird.
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10 ist eine Kurve, die das
Verhältnis
zwischen dem elektromechanischen Kopplungsfaktor k des in 1A und 1B gezeigten akustischen Oberflächenwellenbauelements
und dem Winkel ϕ bei dem Eulerschen Winkel (0, ϕ,
90°) und
verschiedenen normierten Schichtstärken H/λ zeigt.
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In 10 stellen die Linien N,
O und P die Fälle
dar, bei denen die Werte von H/λ jeweils
auf etwa 0,032, etwa 0,044 und etwa 0,009 gesetzt sind.
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Wie
in 10 dargestellt ist,
wird bevorzugt, daß vom
Standpunkt der Verbesserung des elektromechanischen Kopplungsfaktors
k aus ein Winkel ϕ so ausgewählt wird, daß er einen
Wert innerhalb des Bereichs von etwa 119° bis etwa 167° besitzt.
Nach weiterer Forschung wurde bestätigt, daß ein großer elektromechanischer Kopplungsfaktor
dadurch erzielt werden kann, daß der
Winkel ϕ bei den in 2A, 2B, 3A und 3B gezeigten
akustischen Oberflächenwellenbauelementen 5 und 7 innerhalb
des oben festgelegten Bereichs gesetzt wird. Es wurde dadurch bestätigt, daß der Winkel ϕ vorzugsweise
innerhalb des Bereichs von etwa 119° bis etwa 167° liegt, damit
der große
elektromechanische Kopplungsfaktor erzielt wird.
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In
Anbetracht der vorstehenden Ergebnisse ist es bevorzugter, daß das akustische
Oberflächenwellenbauelement
nach den bevorzugten Ausführungsbeispielen
ein Quarzsubstrat mit Eulerschem Winkel (0, 119° – 138°, 85° – 95°) und eine normierte Stärke H/λ der piezoelektrischen
Dünnschicht
innerhalb des Bereichs von etwa 0,01 bis etwa 0,15 aufweist.
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Wenngleich
das akustische Oberflächenwellenbauelement
nach den bevorzugten Ausführungen der
vorliegenden Erfindung als Transversalfilter erklärt wird,
kann das erfindungsgemäße akustische Oberflächenwellenbauelement
ein Resonator oder ein Resonatorfilter sein. Weiterhin kann der
Resonator entweder ein Resonator mit Gittereflektoren oder ein Kanten-Reflexionsresonator
sein.