DE19803754A1 - Vorrichtung zur Beleuchtung von Behältern - Google Patents
Vorrichtung zur Beleuchtung von BehälternInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beleuchtung des Innenraums von Behältern,
insbesondere von Geldtaschen.
Es gibt immer wieder das Problem, daß man im Dunkeln oder bei stark beeinträchtigter
Beleuchtung in einem Behälter, beispielsweise einem Geldbeutel oder einem Werkzeugkasten
oder in einem Koffer für Prüfeinrichtungen z. B. für Kaminkehrer einen Gegenstand erkennen
oder eine Anzeige ablesen müßte, dies aber nicht oder nur fehlerhaft kann, weil das Licht im
Inneren des Behälters hierfür nicht ausreicht. Entweder bringt man dann - wenn dies möglich
ist - den Gegenstand in die Nähe irgendeiner stationären Lichtquelle oder man hat eine
bewegliche Lichtquelle, z. B. eine Taschenlampe oder dergl. zur Hand, mit der man den
Innenraum des Behälters beleuchten kann, sofern die Batterien geladen sind. Beide Lösungen
sind unbefriedigend und oft auch mit zusätzlichem (Zeit-)Aufwand verbunden, den man sich
im entsprechenden Zeitpunkt meist nicht leisten kann.
Es ist nun eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der die aus dem
Stand der Technik bekannten Nachteile vermieden werden können.
Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zur Beleuchtung des Innenraums von
Behältern, insbesondere von Geldtaschen, die dadurch gekennzeichnet ist, daß der Behälter
eine Lampe, eine Energiequelle und einen Schalter zur Verbindung der Lampe mit der
Energiequelle und einen Deckel aufweist, der derart mit dem Schalter verbunden ist, daß
dieser beim Öffnen des Deckels betätigt wird. Damit ergibt sich der Vorteil, daß in jedem
Moment, in dem das Innere des Behälters beleuchtet sein soll, z. B. beim Bezahlen einer
Mahlzeit, wenn eine Bedienungsperson an einer schlecht beleuchteten Stelle einer Gaststätte
Wechselgeld herausgeben möchte, beim Öffnen des Geldbeutels die Lampe, also die Beleuch
tung eingeschaltet wird, das Innere des Geldbeutels ausgeleuchtet und das Wechselgeld gut
sichtbar wird. Wird nach dem Wechselvorgang der Geldbeutel, bzw. dessen Deckel wieder
geschlossen, schaltet der Schalter die Beleuchtung wieder aus. Eine vorteilhafte Weiterbildung
der Erfindung besteht darin, daß zwischen Lampe und Energiequelle ein zusätzlicher Schalter
angeordnet ist. Dieser Schalter kann tagsüber so gestellt sein, daß er die Leitung zwischen
Lampe und mit dem Deckel verbundenem Schalter unterbricht, so daß die Beleuchtung
tagsüber nicht unnötigerweise betätigt und damit unnötig Energie verbraucht wird. In der
Dämmerung, oder wenn man den Arbeitsbereich in eine schlechter beleuchtete Gegend
verlegt, kann der zusätzliche Schalter wieder so gestellt werden, daß er den mit dem Deckel
verbundenen Schalter wieder "aktiviert": die Beleuchtung kann ein- und ausgeschaltet werden.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß zwischen Lampe und
Energiequelle eine Photozelle mit einem Lichtsteuerschalter angeordnet ist. Der Lichtsteuer
schalter soll von der Bauart sein, daß er bei Lichteinfall eine Leitung, hier nämlich die
Leitung zwischen der Lampe und der Energiequelle unterbricht. Er tritt an die Stelle des
zuvor beschrieben zusätzlichen Schalters. Besonderer Vorteil dieser Ausführung ist, daß sich
die Bedienungsperson überhaupt nicht mehr um die Beleuchtung ihres Geldbeutels und evtl.
unsinnige Entladung ihrer Batterien kümmern muß. Ist die Umgebung ausreichend hell,
schaltet die Photozelle die Verbindung der Lampe zur Energiequelle ab. Im Dunkeln ist die
Beleuchtung dagegen aktiviert. Der Fachmann setzt hier den zweckmäßigsten Zellentyp ein.
Eine zusätzliche vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die Energiequelle
eine wiederaufladbare Batterie ist. Damit kann der Verbrauch an Batterien und damit die
Erzeugung von Sondermüll drastisch reduziert werden. Es werden auch Kosten gespart.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben und unter
Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch einen als Geldbeutel ausgebildeten Behälter, in dem ein Ausfüh
rungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung angeordnet ist, in perspektivischer
Ansicht.
Fig. 2 zeigt in der oberen Hälfte ein schematisches Schaltbild sowie in der Mitte und im
unteren Bereich einen stark vergrößerten Ausschnitt der in Fig. 1 abgebildeten erfin
dungsgemäßen Vorrichtung.
Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Lampenstromsparschaltung als Alternative
zur in Fig. 2 gezeigten Schaltung.
Der in Fig 1 dargestellte Behälter 2 ist ein üblicherweise von Serviererinnen und Kell
nerinnen oder Kellnern verwendeter Geldbeutel 2, beispielsweise aus Kunststoff, Kunstleder
oder Leder, der einzelne Fächer 4 für Papiergeld oder einen Quittungsblock und dgl. und ein
Kleingeldfach 6 aufweist, das sich öffnet, wenn der Deckel 8 des Geldbeutels 2 geöffnet
wird. Das Geldscheinfach 6 wird umrandet von einer Trennwand 10, Seitenwänden 12 und 14
und einem Vorderlappen 16 sowie dem Deckel 8, der als Boden des Kleingeldfaches 6 dient,
wenn dieses nach Öffnen des Deckels 8 offenliegt. Man erkennt aus der Darstellung in Fig.
1, daß die Seitenwände 12 und 14 aus einer im geschlossenen Zustand des Geldbeutels 2
gefalteten Lage in eine nach dem Öffnen des Deckels 8 vorliegende entfaltete Stellung
verformt werden. Die in Fig. 1 dargestellte Position zeigt den Zustand der Seitenwände 12
und 14 im etwa zur Hälfte geöffneten Zustand des Kleingeldfaches 6. Auf der Oberkante der
Trennwand 10 ist eine etwa U-förmig gestaltete aus durchsichtigem Kunststoff geformte
Schiene 18 aufgesteckt, in deren innerem Hohlraum zwei Lämpchen 20 und diese mit Energie
versorgende Zuleitungen 22 untergebracht sind. Die Schiene 18 erstreckt sich im wesentlichen
über die gesamte Oberkante der Trennwand 10. Hinter der Trennwand 10 im ersten Fach 4
befindet sich eine dort gestrichelt dargestellte Batterie 24, die über Leitungen 26, die von
einem Schalter 28, der im weiteren noch detailliert beschrieben wird, die Lämpchen 20
einschaltet, wenn der Deckel 8 vollständig geöffnet ist und damit die Seitenwand 14, die den
Schalter 28 betätigt, gestreckt ist. Der Schalter 28 weist als Kernstück ein Gelenk 32 auf, das
aus zwei Schenkeln 34 und 36, die scharniermäßig miteinander verbunden sind, gebildet ist.
Der aus leitfähigem Metall gebildete Schenkel 34 ist mit der Längsaußenseite der Schiene 18
nichtleitend verklebt. Der Schenkel 36 ist mit einem Hebel 30 ebenfalls nichtleitend verklebt
oder anderweitig damit verbunden. Der Hebel 30 ist, wie aus Fig. 1 und Fig. 2 zu erkennen
ist, mit der Innenseite der Seitenwand 14 formschlüssig verbunden und bewegt sich mit der
Seitenwand 14 mit, wenn diese beim Öffnen oder Schließen ent- oder gefaltet wird. Hierdurch
geschieht letztendlich auch die Schalterbetätigung des Schalters 28. Dazu ist auf der Stirnseite
des Hebels 30, die zum Schenkel 34 hinweist, eine elektrisch leitfähige Erhebung 38 nicht
leitend mit dem Hebel 30 fest verbunden und über einen Draht 38D mit der Energieversor
gung der Lämpchen 20 elektrisch leitend verbunden. Der Schalter 28 ist in den Darstellungen
der Fig. 1 und 2 in einer Winkelstellung der Schiene 18 und des Hebels 30 unter etwa
45° dargestellt. Öffnet man den Deckel 8 des Geldbeutels 2 in Richtung des Schwenkpfeiles
Ö (Fig. 2) bis in die Stellung, in der der Hebel 30 und die Seitenwand 14 gestrichelt dar
gestellt sind, so kommt die Erhebung 38 mit dem Schenkel 34 in Kontakt und schließt damit
den Stromkreis zwischen Batterie 24 und den daran in Parallelschaltung angeschlossenen
Lämpchen 20 solange, als sich Erhebung 38 und Schenkel 34 berühren. Dies liegt dann vor,
wenn man den Deckel 8 so von der Trennwand 10 wegzieht und damit das Kleingeldfach 6
öffnet, daß die Seitenwände 12 und 14 stramm gezogen sind und damit über die Seitenwand
14 der Hebel 30 in der maximal zulässigen Weise ausgelenkt wird und damit ein elektrischer
Kontakt zwischen Erhebung 38 und Schenkel 34 entsteht. Läßt man im Zug am Deckel 8
nach, so stellt die natürliche Federkraft der gefalteten Seitenwände 12 und 14 den Hebel 30
wenigstens um einen kleinen Wegbetrag in Richtung des Schwenkpfeils S zurück, so daß der
Stromkreis unterbrochen wird und die Beleuchtung erlischt.
In Fig. 2 ist im unteren Abschnitt die Draufsicht auf ein Detail des Schalters 28 dargestellt.
Etwa mittig auf der linken Seite ist eine Schnittansicht der Schiene 18 gezeigt, aus der man
gut erkennt, wie im Hohlraum der Schiene 18 ein Lämpchen 20 angeordnet ist, das sich
damit neben der Oberkante der Trennwand 10 befindet. Hier nicht dargestellt, jedoch eben
falls zum Umfang der Erfindung gehörend, ist eine Anordnung, in der auch auf der dem
dargestellten Lämpchen 20 gegenüberliegenden Seite der Oberkante der Trennwand 10 ein
Hohlraum der Schiene 18 vorgesehen ist, so daß auch hier ein weiteres Lämpchen 20 an
geordnet werden kann. Dies würde dann eine Beleuchtung des ersten Faches 4 ermöglichen.
Ebenso denkbar ist die Erweiterung der erfindungsgemäßen Vorrichtung derart, daß auf jede
gewünschte hinter der Trennwand 10 angeordnete Trennwand der benachbarten Fächer 4 eine
entsprechende Schiene 18 aufgesteckt wird, um die entsprechenden Fächer ebenfalls zu
beleuchten, wenn dies gewünscht wird. So ist es nicht nur möglich, die im Kleingeldfach 6
befindlichen Münzen 40, sondern auch einen Geldschein 42, dargestellt im zweiten Fach 4,
leicht zu identifizieren bzw. zu unterscheiden. Ein in Fig. 2 durchgezogen geschlossen und
gestrichelt geöffnet, symbolisch dargestellter zusätzlicher Schalter 44 soll als "Hauptschalter"
der gesamten erfindungsgemäßen Vorrichtung gedacht sein, um diese vor unnötigem Energie
verbrauch zu schützen, wenn die Beleuchtung rings um den Behälter ausreicht, um in das
Innere des Behälters hineinzusehen.
Fig. 3 zeigt eine Lampenstromsparschaltung, die den in Fig. 2 dargestellten Schalter 44
alternativ ersetzen kann. Die hier gezeigte Schaltung besteht aus einem Photowiderstand LDR,
der so geschaltet sein soll, daß er bei Lichteinfall den Transistor T nicht durchschaltet und die
Versorgung für die Lampen 20 nicht geschlossen ist, obwohl der Schalter 28 geschlossen ist.
In dieser Darstellung ist der Schalter 28 nur symbolisch für die in Fig. 2 detaillierte Schal
teranordnung angedeutet.
Die hier am Beispiel eines Geldbeutels 2 ausgeführt dargestellte Erfindung ist auf sämtliche
Behälter, wie Werkzeugkoffer, Taschen oder sonstige Behälter anwendbar, um im Inneren der
Behälter Gegenstände identifizieren bzw. erkennen zu können. Die hier beschriebene Aus
führungsart der Beleuchtung kann auch ersetzt werden durch Lichtleitfasern, die aus Glas
oder Kunststoff gefertigt sind und von einer Miniaturlampe, die am Boden eines Faches 4
angeordnet ist, gespeist werden. Dies hätte den zusätzlichen Vorteil, daß beispielsweise kleine
Knopfbatterien, die weniger Platz benötigen, verwendbar sind.
In den Ansprüchen und in der vorhergehenden Beschreibung wird in der Regel von Lampen
20 gesprochen. Dies soll so verstanden werden, daß hier sämtliche für die Größe des Behäl
ters zweckmäßigen Beleuchtungskörper in Frage kommen. So können größere Lampen,
Lämpchen, Lichtleiter, Dioden und dgl. Verwendung finden. Alle sollen unter dem Begriff
Lampe subsumiert genannt sein.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Beleuchtung des Innenraums von Behältern, insbesondere von Geldta
schen, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (2) eine Lampe (20), eine Energie
quelle (24) und einen Schalter (28) zur Verbindung der Lampe (20) mit der Energie
quelle (24) und einen Deckel (8) aufweist, der derart mit dem Schalter (28) verbunden
ist, daß dieser beim Öffnen des Deckels (8) betätigt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Lampe (20) und
Energiequelle (24) ein zusätzlicher Schalter (44) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Lampe
(20) und Energiequelle (24) ein durch Licht steuerbarer Schalter (Lichtsteuerschalter)
angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Energiequelle eine wiederaufladbare Batterie (24) ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lampe ein Miniaturleuchtkörper mit Lichtleitfasern ist und die Energiequelle eine
oder mehrere Knopfbatterien aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998103754 DE19803754A1 (de) | 1998-01-30 | 1998-01-30 | Vorrichtung zur Beleuchtung von Behältern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998103754 DE19803754A1 (de) | 1998-01-30 | 1998-01-30 | Vorrichtung zur Beleuchtung von Behältern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19803754A1 true DE19803754A1 (de) | 1999-08-05 |
Family
ID=7856232
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998103754 Withdrawn DE19803754A1 (de) | 1998-01-30 | 1998-01-30 | Vorrichtung zur Beleuchtung von Behältern |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
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