DE19803562A1 - Sensorelement - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Sensorelement für einen
elektrochemischen Meßfühler, insbesondere zur Bestimmung des
Sauerstoffgehaltes in Abgasen von Verbrennungsmotoren, nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Sensorelemente der gattungsgemäßen Art bestehen aus
keramischen Folien aus beispielsweise stabilisiertem ZrO2,
die mit Elektroden mit Elektrodenzuleitungen und einer
Heizeinrichtung mit einem Heizleiter und
Heizleiterzuleitungen bedruckt sind und die
zusammenlaminiert und anschließend gesintert ein planares
Sensorelement ergeben. Die Heizeinrichtung ist bei
elektrochemischen Meßfühlern zwischen zwei elektrisch
isolierenden Schichten, beispielsweise aus Al2O3
eingebettet, die wiederum zu den jeweils benachbarten
sauerstoffionenleitenden keramischen Folien angeordnet sind.
Bei elektrochemischen Sensorelementen, die mit einem
Referenzgas arbeiten, ist eine Elektrode in einem
Referenzgaskanal angeordnet, der sich beispielsweise in
Längsrichtung des Sensorelements erstreckt und mit der
Luftatmosphäre in Verbindung steht. Dieser Referenzgaskanal
verläuft in der Schichtebene zwischen der Referenzelektrode
und dem Heizeinrichtung.
In den Bereichen, in denen der Heizleiter den
Referenzgaskanal überspannt, liegt eine schlechte
Wärmeabfuhr der Heizleistung vor, so daß es in diesem
Bereich zu einer Überhitzung des Heizleiters kommen kann.
Außerdem bedeutet die schlechte Wärmeleitung im Bereich des
Referenzgaskanals, daß ein Aufheizen des Sensorelements auf
seine Betriebstemperatur nur mit einer erhöhten Heizenergie
oder nach einer entsprechend langen Aufheizzeit möglich ist.
Zur besseren Wärmeleitung ist aus der DE 196 09 323 bekannt,
den Heizleiter der Heizeinrichtung außerhalb der Projektion
des Referenzgaskanals anzuordnen. Dazu wurde der
Referenzgaskanal im Bereich der Elektroden und des
Heizleiters aus zwei Teilen ausgeführt.
Das erfindungsgemäße Sensorelement mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil, daß der
Wärmeübergang von der Heizeinrichtung auf den mit den
Elektroden ausgeführten sensitiven Bereich des
Sensorelements wesentlich verbessert wird. Eine Überhitzung
des Heizleiters im Bereich des Referenzgaskanals wird
vermieden, so daß sich dadurch die Langzeitstabilität der
Heizeinrichtung und somit des Sensorelements erhöht.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind
vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des
erfindungsgemäßen Sensorelements möglich.
Die an der meßgasseitigen Schmalseite auf der Großfläche
ausgebildeten schlaufenförmigen Verlängerungsabschnitte der
Heizleiterbahnabschnitte sorgen dafür, daß sich das
Widerstandsverhältnis von Heizleiterzuleitungen und
Heizleiter zugunsten des Heizleiters verschiebt. Dadurch ist
zugleich ein schnelleres Aufheizen des Sensorelements
möglich (Schnellstartheizer). Darüberhinaus wird aufgrund
der besseren Erwärmung der meßgasseitigen Schmalseite die
Thermoschockbeständigkeit des Sensorelements erhöht.
Mit der Erwärmung der Elektrodenzuleitungen steigt außerdem
die kapazitive und die resistive Kopplung der
Elektrodenzuleitungen an, was schließlich zur Verfälschung
des Meßsignals durch Überschwingen bzw. Gegenschwingen bei
Konzentrationswechseln im Meßgas führt. Durch die
Verlagerung der Heizleistung in die Spitze des
Sensorelements, d. h. in den sensitiven Bereich der
Elektroden, wird die kapazitive und resistive Kopplung der
Zuleitungen im Sensorelement reduziert.
Durch die sich verjüngende beziehungsweise sich erweiternde
Ausbildung der Übergänge von den Heizleiterzuleitungen zu
den Heizleiterbahnabschnitten und von den
Heizleiterbahnabschnitten zu dem Verbindungsabschnitt wird
die Gefahr von Leckströmen bei lokaler Überhitzung
verringert. Leckströme entstehen durch die Ausbildung eines
Strompfades zwischen der Heizeinrichtung und einer
Elektrode, wodurch schließlich das von den Elektroden
aufgenommene Meßsignal verfälscht wird. Indem die isolierten
Bereiche zwischen den Mäanderästen vergrößert werden, werden
zugleich die Bereiche mit hoher Spannungsdifferenz zwischen
den Mäanderästen entschärft.
Den Referenzgaskanal innerhalb des Bereiches, der nicht vom
Heizleiter bedeckt ist, zu verbreitern, hat ferner den
Vorteil, daß die Referenzelektrode entsprechend vergrößert
werden kann und daß ein besserer Referenzgasaustausch
möglich ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen Fig. 1 einen Querschnitt durch ein
Sensorelement und Fig. 2 einen Längsschnitt durch das
Sensorelement gemäß Fig. 1 nach der Linie II-II.
In Fig. 1 ist ein Querschnitt eines Sensorelements 10 eines
nicht näher dargestellten elektrochemischen Meßfühlers
gezeigt. Das Sensorelement 10 hat gemäß Fig. 2 einen
anschlußseitigen Endabschnitt 11 und einen meßgasseitigen
Endabschnitt 12 und weist einen planaren Schichtaufbau aus
mehreren keramischen Folien auf. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel hat das Sensorelement 10 eine Deckfolie
13, eine Referenzgaskanalfolie 14 und eine Sensorfolie 15.
Die keramischen Folien 13, 14, 15 sind rechteckförmig
ausgeführt und weisen jeweils gegenüberliegend zwei
Großflächen auf. Die keramischen Folien 13, 14, 15 sind
sauerstoffionenleitend und bestehen beispielsweise aus
stabilisiertem ZrO2.
In der Referenzgaskanalfolie 14 ist ein Hohlraum als
Referenzgaskanal 16 ausgebildet. Der Referenzgaskanal 16
erstreckt sich vom anschlußseitigen Endabschnitt 11, an dem
er an der schmalen Stirnseite mit einer Öffnung 16a
austritt, bis in den meßgasseitigen Endabschnitt 12, wo er
geschlossen ist und einen Referenzgasraum 16b bildet. Der
Referenzgasraum 16b ist gegenüber dem Referenzgaskanal 16
verbreitert (Fig. 2).
Die Sensorfolie 15 trägt auf der äußeren Großfläche eine
Meßelektrode 17 und auf der gegenüberliegenden inneren
Großfläche eine in den Referenzgasraum 16b weisende
Referenzelektrode 18. Die Meßelektrode 17 ist mit einer
porösen Schutzschicht 19 bedeckt und dem Meßgas ausgesetzt
(Fig. 1).
Zwischen der Deckfolie 13 und der Referenzgaskanalfolie 14
ist eine elektrische Heizeinrichtung 20 angeordnet. Aus der
Draufsicht gemäß Fig. 2 geht das sich in der Schichtebene
erstreckende Design der Heizeinrichtung 20 und des
Referenzgaskanals 16 mit dem Referenzgasraum 16b hervor. Die
Heizeinrichtung 20 weist parallel zu den Großflächen der
keramischen Folien 13, 14, 15 liegend zwei
Heizleiterzuleitungen 21 und am meßgasseitigen Endabschnitt
12 des Sensorelements 10 einen aus einem linken
Heizleiterbahnabschnitt 23 und einem rechten
Heizleiterbahnabschnitt 24 bestehenden, mäanderförmigen
Heizleiter 22 auf. Am anschlußseitigen Endabschnitt 11
besitzen die beiden Heizleiterzuleitungen 21 zwei
Landeplätze 29 für nicht näher dargestellte
Durchkontaktierungen, mit denen die Heizleiterzuleitungen 21
an die äußere Großfläche des Sensorelements 10 geführt
werden.
Zur elektrischen Isolierung gegenüber den angrenzenden
keramischen Folien 13 und 14 ist die Heizeinrichtung 20
gemäß Fig. 1 in zwei Isolierschichten 25, 26 aus
beispielsweise Al2O3 eingebettet. Zur Abdichtung der
Isolierschichten 25, 26 ist um diese ein Dichtrahmen 27 aus
beispielsweise dem Material der angrenzenden keramischen
Folien 13, 14 gelegt.
Zum meßgasseitigen Endabschnitt 12 hin ist am Ende der
Heizleiterzuleitungen 21 jeweils ein Leiterbahnabschnitt 31
ausgebildet, wobei sich die Heizleiterzuleitungen 21 auf die
schmaler ausgeführte Breite des Heizleiter 22 hin stetig
verjüngen. In Längsrichtung in etwa auf der Höhe der
Leiterbahnabschnitte 31 weist der Heizleiter 22 einen
Verbindungsabschnitt 33 auf, mit dem der Heizleiter 22
außerhalb des Referenzgasraums 16b über den Referenzgaskanal
16 geführt ist. Der Verbindungsabschnitt 33 ist gegenüber
den Heizleiterbahnabschnitten 23, 24 breiter ausgeführt und
weist beispielsweise die Breite der Heizleiterzuleitungen 21
auf. Dadurch besitzt der Verbindungsabschnitt 33 einen
geringeren ohmschen Widerstand als ein vergleichbarer
Bereich der Heizleiterbahnabschnitte 23, 24. Über weitere
Leiterbahnabschnitte 34 werden die schmaleren
Heizleiterbahnabschnitten 23, 24 zu dem breiteren
Verbindungsabschnitt 33 geführt, ähnlich der Ausbildung der
Leiterbahnabschnitte 31. Durch die gekröpften Ausführungen
der Mäanderäste mit den Leiterbahnabschnitten 31, 34
entstehen in den Bereichen mit hoher Spannungsdifferenz
größere Mäanderastabstände und Leitungsquerschnitte. Dadurch
werden diese Bereiche mit hoher Spannungsdifferenz
entschärft, wodurch sich die Gefahr von Leckströmen bei
lokaler Überhitzung verringert.
Am meßgasseitigen Endabschnitt 15 weisen die beiden
Heizleiterbahnabschnitte 23, 24 jeweils einen linken
schlaufenförmigen Leiterbahnabschnitt 35 und einen rechten
schlaufenförmigen Leiterbahnabschnitt 36 auf. Durch die
beiden schlaufenförmigen Leiterbahnabschnitte 35, 36 wird
der Heizleiter 22 verlängert, wodurch eine höhere
Heizleistung im vorderen, meßgasseitigen Endabschnitt 12 des
Sensorelements 10 erzielt wird. Durch die bessere Erwärmung
der Stirnseite des Sensorelements 10 werden
Thermoschockrisse, ausgehend von den Zugspannungen der
kalten Oberfläche, beim Einschalten der Heizeinrichtung 20
vermieden. Außerdem wird durch das weitgehende Umschließen
des Referenzgasraums 16b an seinem Ende mit dem Heizleiter
22 die Wärmeleitung zur benachbarten keramischen Folien 14
verbessert.
Wesentlich für das Design des Heizleiters 22 ist, daß die
Heizleiterbahnabschnitte 23, 24 außerhalb der senkrechten
Projektion des Referenzgasraums 16b liegen. Lediglich über
den schmalen Referenzgaskanal 16 wird mit dem
Verbindungsabschnitt 33 ein Leiterbahnabschnitt geführt, der
einen größeren Querschnitt aufweist als der Querschnitt
Heizleiters 22 bzw. als der größte Querschnitt eines der
Heizleiterbahnabschnitte 23, 24. Dadurch wird gewährleistet,
daß der Heizleiter 22 mit den Heizleiterbahnabschnitten 23,
24 zwischen den angrenzenden Folien 13, 14 geklemmt ist,
wodurch sich eine bessere Wärmeleitung, insbesondere über
die Referenzkanalfolie 14 hin zur Sensorfolie 15 ausbildet.
Der Referenzgaskanal 16 übt lediglich im Bereich des
Verbindungsabschnitts 33, der zudem keine wesentliche
Heizfunktion aufweist, eine äußerst geringe Dämpfung auf die
Wärmeleitung aus.
Das erfindungsgemäße Heizerdesign ist nicht auf das
beschriebene Sensorelement 10 beschränkt. Es ist ebenso
anwendbar bei anderen Sensorelementen, die einen Hohlraum
zwischen Heizeinrichtung und sensitiven Bereich besitzen.
Claims (8)
1. Sensorelement für einen elektrochemischen Meßfühler,
insbesondere zur Bestimmung des Sauerstoffgehaltes in
Abgasen von Verbrennungsmotoren, mit mindestens einer einem
Meßgas ausgesetzten Meßelektrode, mindestens einer einem
Referenzgas ausgesetzten Referenzelektrode, mindestens einer
Heizeinrichtung, die einen Heizleiter und
Heizleiterzuleitungen aufweist, sowie mit einem Referenzgaskanal, über den das Referenzgas zur Referenzelektrode geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizleiter (22) außerhalb der senkrechten Projektion des Referenzgaskanals (16) mindestens zwei
Heizleiterbahnabschnitte (23, 24) aufweist, die über dem Referenzgaskanal (16) mittels eines Verbindungsabschnitts (33) verbunden sind, der einen größeren Leiterbahnquerschnitt aufweist als der Querschnitt eines der Heizleiterbahnabschnitte (23, 24).
Heizleiterzuleitungen aufweist, sowie mit einem Referenzgaskanal, über den das Referenzgas zur Referenzelektrode geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizleiter (22) außerhalb der senkrechten Projektion des Referenzgaskanals (16) mindestens zwei
Heizleiterbahnabschnitte (23, 24) aufweist, die über dem Referenzgaskanal (16) mittels eines Verbindungsabschnitts (33) verbunden sind, der einen größeren Leiterbahnquerschnitt aufweist als der Querschnitt eines der Heizleiterbahnabschnitte (23, 24).
2. Sensorelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Referenzgaskanal (16) im Bereich der
Referenzelektrode (18) verbreitert ist und einen
Referenzgasraum (16b) bildet und daß der
Verbindungsabschnitt (33) außerhalb der senkrechten
Projektion des Referenzgasraums (16b) über den schmaleren
Referenzgaskanal (16) geführt ist.
3. Sensorelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens einer der Heizleiterbahnabschnitte (23, 24)
eine meßgasseitigen Umlenkung aufweist, an der ein
Verlängerungsabschnitt (35, 36) ausgebildet ist.
4. Sensorelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verlängerungsabschnitt (35, 36) jeweils an beiden
Heizleiterbahnabschnitten (23, 24) ausgebildet ist, und daß
die Verlängerungsabschnitte (35, 36) schlaufenförmig das
meßgasseitige Ende des Referenzgaskanals (16b) annähernd
umschließen.
5. Sensorelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Heizleiterbahnabschnitten (23, 24) und dem
Verbindungsabschnitt (33) jeweils ein Leiterbahnabschnitt
(34) ausgebildet ist, wobei sich die Breite des jeweiligen
Heizleiterbahnabschnitts (23, 24) zum Verbindungsabschnitt
(33) hin vergrößert.
6. Sensorelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Heizleiterzuleitungen (21) und den
Heizleiterbahnabschnitten (23, 24) jeweils ein weiterer
Leiterbahnabschnitt (31) ausgebildet ist, wobei sich die
Breite der jeweiligen Heizleiterzuleitung (21) zum
Heizleiterbahnabschnitt (23, 24) hin verjüngt.
7. Sensorelement nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß in Bezug auf die Längserstreckung der
Großfläche des Sensorelements der Leiterbahnabschnitt (31)
und der weitere Leiterbahnabschnitt (34) nebeneineinder
zumindest annähernd auf gleicher Höhe ausgebildet sind.
8. Sensorelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Heizleiterbahnabschnitte (23, 24) bezogen auf
eine in Längserstreckung der Großfläche verlaufende
Mittellinie symmetrisch in der Ebene der Großfläche
angeordnet sind.
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