DE19803535A1 - Zentrifuge und Leitung zum Zuführen und/oder Abführen mindestens eines Fluids von der Separationseinheit einer Zentrifuge zu einer ortsfesten Anschlußstelle - Google Patents
Zentrifuge und Leitung zum Zuführen und/oder Abführen mindestens eines Fluids von der Separationseinheit einer Zentrifuge zu einer ortsfesten AnschlußstelleInfo
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- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
- B04B—CENTRIFUGES
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- B04B5/04—Radial chamber apparatus for separating predominantly liquid mixtures, e.g. butyrometers
- B04B5/0442—Radial chamber apparatus for separating predominantly liquid mixtures, e.g. butyrometers with means for adding or withdrawing liquid substances during the centrifugation, e.g. continuous centrifugation
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- Centrifugal Separators (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Zentrifuge, insbesondere eine gleitdichtungsfreie
Durchflußzentrifuge zum Zentrifugieren biologischer Fluide und eine Leitung
zum Zufuhren und/oder Abführen mindestens eines Fluids von der
Separationseinheit einer Zentrifuge zu einer ortsfesten Anschlußstelle.
Es sind Zentrifugen bekannt, bei denen das biologische Fluid im Durchfluß
zentrifugiert wird. Über eine Leitung wird das Fluid der rotierenden
Zentrifugenkammer zugeführt bzw. aus der Kammer abgeführt. Wegen der
Relativbewegung von Zentrifugenkammer und ortsfester Anschlußstelle der
Leitung erweist sich jedoch die Leitungsführung als problematisch. Um ein
Verdrillen der Leitung zu vermeiden, finden bei herkömmlichen
Durchflußzentrifugen an den Anschlußstellen rotierende Dichtungen
Verwendung. Derartige Durchflußzentrifugen erlauben zwar eine hohe
Drehzahl nachteilig ist aber, daß die Drehkupplungen zu Undichtigkeiten und
zu Verletzungen von in dem Fluid enthaltenden Komponenten führen können.
Eine gleitdichtungsfreie Blutzentrifuge ist aus der DE-A-32 42 541 bekannt.
Die Leitung wird bei der gleitdichtungsfreien Zentrifuge von einer ortsfesten
Anschlußstelle in einer Schleife um die Zentrifugenkammer herumgeführt.
Hierzu ist die Leitung mit einem Drehrahmen verbunden, der gegenüber der
Zentrifugenkammer mit halber Drehzahl rotiert. Eine derartige
Durchflußzentrifuge ist beispielsweise auch aus der DE-A-42 20 232 bekannt.
Bei den gleitdichtungsfreien Durchflußzentrifugen ist die Leitung relativ großen
mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt, die mit zunehmender Drehzahl
stark ansteigen. Unter dem Einfluß der Zentrifugalkräfte bildet die Leitung
eine nach außen ausladende Schleife, wodurch an der ortsfesten Anschlußstelle
und dem Anschluß an die Separationskammer hohe Wechselbiegebelastungen
auftreten. Der steile Eintritts- und Austrittswinkel an den Anschlußstellen führt
zu einer zusätzlichen Reibung zwischen den Anschlußadaptern und der
Leitung, was wiederum einen erhöhten Abrieb zur Folge hat. Die
Wechselbiegebelastung und der Abrieb sind die Faktoren, die die Lebensdauer
der Leitung bzw. die maximale Drehzahl der Zentrifuge beschränken.
Es sind gleitdichtungsfreie Durchflußzentrifugen bekannt, bei denen zur
Abstützung der Leitung Lager Verwendung finden. Die EP-A-0 112 990
beschreibt eine Durchflußzentrifuge, deren Zentrifugenschlauch zwischen der
ortsfesten Anschlußstelle und dem Anschluß der Separationskammer mit zwei
Gleitlagern abgestützt ist. Die Gleitlager, die aus einer inneren und äußeren
Lagerschale bestehen, sind Bestandteil des Zentrifugenschlauches. Als
Einmalartikel sind die Gleitlager zwar einfach und preiswert herzustellen,
nachteilig sind jedoch die relativ großen Reibungsverluste insbesondere bei
hohen Drehzahlen. Der Einsatz von Gleitlagern ist daher auf Zentrifugen
beschränkt, deren Separationskammer nur mit verhältnismäßig niedrigen
Drehzahlen, d. h. bis 3000 UpM rotiert. Aufgrund des hohen
Reibungswiderstandes muß der Zentrifugenschlauch mechanisch gegen
Torsionskräfte ausreichend stark belastbar sein. Dies erfordert hohe
Materialstärke oder Materialfestigkeit.
Die WO 95/17261 beschreibt eine Durchflußzentrifuge, deren
Zentrifugenschlauch mit einem Rollenlager abgestützt ist, das an dem
Drehrahmen befestigt ist. Das Rollenlager, das aus der inneren und äußeren
Lagerschale mit den Wälzkörpern besteht, ist Bestandteil der Leitung. Zwar
bietet das Rollenlager den Vorteil einer geringen Lagerreibung, nachteilig ist
jedoch die aufwendigere Herstellung und damit der höhere Preis. Dies ist
insofern besonders nachteilig, als die Zentrifugenleitung ein Einmalartikel ist,
der nach dem Gebrauch verworfen wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zentrifuge zu schaffen, deren
Leitung zum Zuführen und/oder Abführen des Fluids verhältnismäßig geringen
mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt ist, so daß hohe Drehzahlen
möglich sind. Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den im Patentanspruch 1
angegebenen Merkmalen.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung liegt darin, eine Leitung zum Zuführen
und/oder Abführen mindestens eines Fluids von bzw. zu der Separationseinheit
einer Zentrifuge bereitzustellen, die einfach in der Herstellung ist und einen
Betrieb der Zentrifuge mit hohen Drehzahlen bei verhältnismäßig geringen
mechanischen Beanspruchungen der Leitung erlaubt. Die Lösung dieser
Aufgabe erfolgt mit den im Patentanspruch 8 angegebenen Merkmalen.
Die erfindungsgemäße Zentrifuge bietet die Vorteile der bekannten
Zentrifugen, deren Leitungen mit Rollenlagern versehen sind, die in passende
Halterungen an den Drehrahmen eingesetzt sind, unter Vermeidung der
Nachteile, die sich daraus ergeben, daß die Rollenlager Bestandteil der Leitung
sind.
Bei der erfindungsgemäßen Zentrifuge weist die Leitung eine Lagerhülse auf,
die in ein Lager lose eingesetzt ist, das drehbar gelagerte Wälzkörper aufweist.
Die Wälzkörper sind derart um die Lagerhülse verteilt angeordnet und die
Lagerhülse ist derart ausgebildet, daß die Lagerhülse von den Wälzkörpern in
axialer und radialer Richtung abgestützt ist.
Da das in seiner Herstellung verhältnismäßig aufwendige Wälzlager nicht
Bestandteil der Leitung ist, kann die Leitung als Einmalartikel relativ preiswert
hergestellt werden. Die Lagerhülse kann als separates Bauteil ausgebildet sein,
das auf die Leitung aufgeschoben und mit der Leitung drehfest verbunden,
beispielsweise verschweist oder verklebt ist. Alternativ kann die Lagerhülse
mit der Leitung einstückig sein, d. h. die Leitung kann an einer Stelle einen
größeren Durchmesser aufweisen.
Vorzugsweise sind die Wälzkörper im Abstand zueinander angeordnet, so daß
die Leitung zwischen deren Laufflächen in das Lager seitlich eingeführt
werden kann. Nach dem seitlichen Einführen der Leitung kann die Lagerhülse
dann in das Lager eingesetzt und damit zentriert werden. Andererseits kann
auch einer der Wälzkörper zum Einlegen der Lagerhülse schwenkbar
angeordnet und nach dem Einlegen der Lagerhülse in einer Endposition
arretierbar sein.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Zentrifuge umfaßt das Lager
mindestens drei umfangsmäßig verteilt angeordnete Lagerrollen, die bezüglich
der Lagerhülse schräg gestellt sind, während die Lagerhülse einen sich in
Längsrichtung erweiternden Abschnitt aufweist, um sich an den Lagerrollen in
axialer und radialer Richtung abstützen zu können.
Vorteilhafterweise sind die Lagerrollen kegelförmig oder kegelstumpfförmig
ausgebildet, während die Lagerhülse einen kegelförmigen oder
kegelstumpfförmigen Abschnitt aufweist, mit dem sich die Hülse an den
Lagerrollen in axialer und radialer Richtung abstützt. Mit den kegelförmigen
bzw. kegelstumpfförmigen Lagerrollen in Verbindung mit der kegelförmigen
bzw. kegelstumpfförmigen Lagerhülse wird eine exakte Zentrierung und
sichere Abstützung erreicht.
Die Reibungsverluste infolge von unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten
der aneinander abwälzenden Körper lassen sich vorteilhafterweise dadurch
verringern, daß der kegelförmige oder kegelstumpfförmige Abschnitt der
Lagerhülse die gleiche Konizität wie die kegelförmigen oder
kegelstumpfförmigen Lagerrollen aufweist und sich die Achsen der Lagerrollen
in einem gemeinsamen Punkt schneiden, der auf der Achse der Lagerhülse
liegt.
Für eine bessere Zentrierung und zusätzliche axiale Abstützung kann an der
Lagerhülse ein umlaufender Rand vorgesehen sein, der sich an deren
kegelförmigen oder kegelstumpfförmigen Abschnitt anschließt. Die Lagerhülse
wird so in das Lager eingelegt, daß deren Lauffläche mit den Laufflächen der
Wälzkörper zur Anlage kommt und der umlaufende Rand der Hülse auf den
Außenkanten der Wälzkörper aufliegt.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Zentrifuge sind
mindestens drei Wälzkörper mit senkrecht auf der Achse der Lagerhülse
stehenden Achsen zur axialen Abstützung und mindestens drei weitere
Wälzkörper mit parallel zu der Achse der Hülse verlaufenden Achsen zur
radialen Abstützung der Lagerhülse vorgesehen. Die Wälzkörper sind bei
dieser Ausführungsform als zylindrische Lagerrollen ausgebildet, während die
Lagerhülse einen zylindrischen Abschnitt mit einem umlaufenden Ansatz
aufweist. Die Lagerrollen, deren Achsen parallel zu der Achse der Lagerhülse
verlaufen, sind umfangsmäßig verteilt um die Hülse angeordnet und wälzen
sich an dem zylindrischen Abschnitt der Hülse ab. Da die sich berührenden
Flächen der Lagerhülsen und -rollen die gleiche Umlängsgeschwindigkeit
haben, tritt keine Reibung auf. In axialer Richtung stützt sich die Lagerhülse
mit dem unilaufenden Ansatz an den Lagerrollen ab, deren Achsen senkrecht
zu der Achse der Hülse verlaufen.
Das Lager zur Abstützung der Leitung ist zweckmäßigerweise seitlich an dem
rotierenden Drehrahmen der Zentrifuge angeordnet, der die Separationseinheit
trägt, so daß die Leitung in einem Bogen seitlich um die Separationseinheit zu
der ortsfesten Anschlußstelle geführt werden kann. Vorzugsweise sind mehrere
Lager vorgesehen, um die Leitung an unterschiedlichen Stellen abstützen zu
können.
Im folgenden werden verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipskizze eines Ausführungsbeispiels einer
gleitdichtungsfreien Durchflußzentrifuge zum Zentrifugieren von
einem biologischen Fluid, insbesondere Blut,
Fig. 2a eine Prinzipskizze einer ersten Ausführungsform des Lagers der
Zentrifuge mit der an die Separationseinheit angeschlossenen
Leitung in der Seitenansicht,
Fig. 2b das Lager mit der Leitung von Fig. 2a in der Draufsicht,
Fig. 2c das Lager mit der Leitung von Fig. 2a in der Ansicht schräg
von oben,
Fig. 3a eine Prinzipskizze einer zweiten Ausführungsform des Lagers
der Zentrifuge mit der Leitung in der Seitenansicht,
Fig. 3b das Lager mit der Leitung von Fig. 3a in der Draufsicht,
Fig. 3c das Lager mit der Leitung von Fig. 3a in der Ansicht schräg
von oben,
Fig. 4a eine Prinzipskizze einer weiteren Ausführungsform des Lagers
der Zentrifuge mit der Leitung in der Seitenansicht
Fig. 4b das Lager mit der Leitung von Fig. 4a in der Draufsicht,
Fig. 4c das Lager mit der Leitung von Fig. 4a in einer Ansicht schräg
von oben,
Fig. 5a eine Prinzipskizze einer weiteren Ausführungsform des
Zentrifugenlagers mit der Leitung in der Seitenansicht,
Fig. 5b das Lager mit der Leitung von Fig. 5a in der Draufsicht und
Fig. 5c das Lager mit der Leitung von Fig. 5a in einer Ansicht schräg
von oben.
Fig. 1 zeigt eine Prinzipskizze einer gleitdichtungsfreien Durchflußzentrifuge
zum Zentrifugieren eines biologischen Fluids, insbesondere Blut, die in ihrem
Aufbau und in ihrer Funktion der Zentrifuge entspricht, die in der DE 32 42 541 A1
beschrieben ist. Die Durchflußzentrifuge weist einen Drehrahmen 1
mit einer unteren 1a und einer oberen Tragplatte 1b sowie zwei Seitenteilen
1c, 1d auf. Der Drehrahmen 1 ist an einem ortsfesten Gestell 2 um eine
vertikale Achse 3 drehbar gelagert und wird von einer in Fig. 1 nicht
dargestellten Antriebseinheit mit einer Drehzahl n1 angetrieben. An der oberen
Tragplatte 1b des Drehrahmens 1 ist um die Rotationsachse des Rahmens
drehbar eine Separationseinheit 4 in Form einer zylindrischen Kammer
gelagert. Die Separationskammer 4 wird mit einer nicht dargestellten
Antriebseinheit in der gleichen Drehrichtung wie der Drehrahmen 1 aber mit
doppelter Drehzahl n2 = 2n1 angetrieben. Die Separationseinheit kann auch an
der Unterseite der Tragplatte befestigt sein.
Von einer ortsfesten Anschlußstelle 5 des Zentrifugengestells 1 ist eine flexible
Leitung 6, in der ein oder mehrere Schläuche zum Zuführen und Abführen des
Blutes bzw. der Blutbestandteile in die Zentrifugenkammer 4 bzw. aus der
Kammer zusammengefaßt sind, um die Zentrifugenkammer 4 herumgeführt
und an der Unterseite der Kammer angeschlossen. Ein Verdrillen der Leitung
wird dadurch vermieden, daß die Leitung 6 mit der halben Drehzahl wie die
Zentrifugenkammer 4 um diese herumgeführt wird.
Die Leitung 6 ist Bestandteil eines Disposables, das neben der
Zentrifugenkammer 4 noch Beutel zum Sammeln der durch die Zentrifugation
separierten Blutkomponenten umfaßt. Das Disposable wird in die Zentrifuge
eingelegt und nach dem Gebrauch verworfen. Derartige Schlauchanordnungen
gehören zum Stand der Technik, so daß sich hier eine weitere Erläuterung
erübrigt. Ein mehrere Sammelbeutel umfassendes Disposable ist
beispielsweise in der DE-A 28 45 364 und DE-A 28 45 399 beschrieben, auf
die hier ausdrücklich Bezug genommen wird.
Um die mechanische Beanspruchung der Leitungen infolge der
Zentrifugalkräfte zu verringern, ist diese an dem Drehrahmen 1 mit einem
Lager 7 abgestützt. Das Lager ist an einem seitlichen Arm 8 an der oberen
Tragplatte 1b des Drehrahmens 1 befestigt. Das Lager ist in Fig. 1 nur
andeutungsweise dargestellt. Nachfolgend werden drei Ausführungsbeispiele
des Lagers im einzelnen beschrieben.
Fig. 1 zeigt eine Prinzipskizze einer ersten Ausführungsform des an dem
Drehrahmen 1 befestigten Lagers 7 zusammen mit der von der ortsfesten
Anschlußstelle 5 zu der Separationskammer 4 führenden Leitung 6.
Das Lager 7 weist drei kegelstumpfförmige Lagerrollen 9, 10, 11 aus
Kunststoff auf, die um eine vertikale zentrale Achse 12 umfangsmäßig verteilt
drehbar gelagert sind. Die Lagerrollen 9, 10, 11 sind gegenüber der zentralen
Achse 12 schräg gestellt, wobei sich deren Achsen 9a, 10a, 11a in einem
gemeinsamen Punkt 13 schneiden, der auf der zentralen Achse 12 liegt. Mit
der zentralen Achse 12 schließen die Achsen 9a, 10a, 11a der Lagerrollen 9,
10, 11 jeweils den gleichen Winkel ein.
Der Abschnitt der Leitung 6, der in dem Lager 7 abgestützt ist, weist eine
kegelstumpfförmige Lagerhülse 14 aus Kunststoff auf, deren Konizität der
Konizität der Lagerrollen 9, 10, 11 entspricht. Die Lagerhülse 14 mit dem
kegelstumpfförmigen Abschnitt 14a ist auf den Mantel der Schlauchleitung
aufgeschoben und mit der Leitung fest verbunden.
Die Leitung 6 kann seitlich zwischen die Lagerrollen eingeführt und die
Lagerhülse 14 dann von oben in das Lager 7 eingelegt werden. Das Lager 7
stützt die Leitung 6 sowohl in radialer als auch in axialer Richtung ab, so daß
die Leitung geringeren mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt ist. Während
das in seiner Herstellung relativ aufwendige Lager 7 Bestandteil der Zentrifuge
ist, kann die Leitung 6 zum Zu- bzw. Abführen des Fluids zusammen mit der
Lagerhülse 15 kostengünstig hergestellt werden.
Bei einer alternativen Ausführungsform des oben beschriebenen Lagers ist
einer der Wälzkörper 11 schwenkbar angeordnet, so daß die Lagerhülse 14
auch dann eingelegt werden kann, wenn der Durchmesser der Leitung 6 größer
als der Abstand zwischen den Wälzkörpern ist. Die Richtung, in der sich der
Wälzkörper 11 verschwenken läßt, ist in Fig. 2a mit dem in gestrichelten
Linien dargestellten Pfeil S angegeben. In der Endposition in der der
Wälzkörper an der Lagerhülse anliegt, ist der Wälzkörper einrastend
festgelegt.
Die Fig. 3a bis 3c zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel des Lagers, das
sich von dem ersten Ausführungsbeispiel durch die Ausbildung der Lagerhülse
und der Lagerrollen unterscheidet. Das Lager 7 umfaßt drei umfangsmäßig
verteilt angeordnete Lagerrollen 15, 16, 17 in Form eines flachen
Kegelstumpfes. Die Achsen 15a, 16a, 17a der Lagerrollen sind gegenüber der
zentralen Achse 18 um den gleichen Winkel schräg gestellt. Die Lagerhülse 19
weist einen zylindrischen Abschnitt 19a auf, der in einen kegelstumpfförmigen
Abschnitt 19b übergeht, an den sich ein umlaufender Ansatz 19c anschließt.
Die Lagerhülse 19 stützt sich mit ihrem kegelstumpfförmigen Abschnitt an den
kegelstumpfförmigen Lagerrollen ab, die die gleiche Konizität haben. Der
umlaufende Ansatz 19c der Lagerhülse 19, an dem die Außenkanten der
Lagerrollen 15, 16, 17 anliegen, bildet eine zusätzliche axiale Abstützung und
dient zur weiteren Zentrierung.
Die Fig. 4a bis 4c zeigen eine weitere Ausführungsform des Lagers. Diese
Ausführungsform unterscheidet sich von den vorhergehenden
Ausführungsformen dadurch, daß die radiale und axiale Abstützung der
Lagerhülse mit getrennten Lagerrollen erfolgt.
Die Lagerhülse 20 weist einen zylindrischen Abschnitt 20a auf, an den sich ein
zylindrischer Abschnitt 20b mit einem größeren Durchmesser als der Abschnitt
20a anschließt. Die axiale Abstützung der Lagerhülse erfolgt mit drei
umfangsmäßig verteilt angeordneten zylindrischen Lagerrollen 21, 22, 23,
deren Achsen 21a, 22a, 23a senkrecht auf der zentralen Achse 24 der
Lagerhülse 20 stehen. Die vertikalen Lagerrollen 21, 22, 23 sind derart um
den Umfang des zylindrischen Abschnitts 20a der Lagerhülse 20 verteilt
angeordnet, daß sich die Lagerhülse mit ihrem umlaufenden Ansatz 20b in
axialer Richtung an den Lagerhülsen abstützt. Die radiale Abstutzung erfolgt
mit drei umfangsmäßig verteilt angeordneten, zylindrischen Lagerrollen 25,
26, 27, deren Achsen 25a, 26a, 27a parallel zu der zentralen Achse 24 der
Lagerhülse 20 verlaufen. Die waagerechten Lagerrollen 25, 26, 27 stützen den
zylindrischen Abschnitt 20a der Lagerhülse 20 seitlich ab.
Die Fig. 5a bis 5c zeigen eine weitere Ausführungsform des Lagers. Bei
dieser Ausführungsform des Lagers sind drei umfangsmäßig verteilt
angeordnete Rollenlager 28, 29, 30 vorgesehen, deren Achsen 28a, 29a, 30a
sich in einem gemeinsamen Punkt auf der zentralen Achse 31 oberhalb der
Lagerhülse 32 der Leitung 6 schneiden. Die Lagerhülse 32 weist einen
zylindrischen Abschnitt 32a auf, an den sich ein nach außen erweiternder
Abschnitt 32b anschließt, der in einen umlaufenden Ansatz 32c übergeht. Die
Lagerrollen 28, 29, 30 stützen die Lagerhülse an ihrem sich nach außen
erweiternden Abschnitt 32b in axialer und radialer Richtung ab, wobei die
Lagerrollen 28, 29, 30 die Lagerhülse nur im Bereich ihrer oberen Kanten
berühren.
Claims (13)
1. Zentrifuge mit einem Drehrahmen (1), der an einem Gestell (2) drehbar
gelagert ist, einer an dem Gestell (2) drehbar gelagerten
Separationseinheit (4), die mit doppelter Drehzahl in gleichem Drehsinn
wie der Drehrahmen antreibbar ist, einer Leitung (6) zum Zuführen
und/oder Abführen mindestens eines Fluids, die von einer ortsfesten
Anschlußstelle (5) um die Separationseinheit (4) herumgeführt und an
einer der ortsfesten Anschlußstelle abgewandten Seite der
Separationseinheit an dieselbe anschlossen ist und mindestens einem
Lager (7) zur Abstützung der Leitung (6), dadurch gekennzeichnet, daß
das Lager (7) drehbar gelagerte Wälzkörper (9,10, 11) und die Leitung
(6) eine dem Lager (7) zugeordnete Lagerhülse (14) aufweist, wobei die
Wälzkörper derart um die Lagerhülse verteilt angeordnet und die
Lagerhülse derart ausgebildet ist, daß die Lagerhülse in das Lager
reversibel einsetzbar und in axialer und radialer Richtung abgestützt ist.
2. Zentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager
(7) mindestens drei umfangsmäßig verteilt angeordnete Lagerrollen (9,
10, 11) aufweist, die jeweils um eine schräg zu der Achse (12) der
Lagerhülse (14) laufende Achse drehbar gelagert sind und das die
Lagerhülse (14) einen sich in Längsrichtung erweiternden Abschnitt
aufweist und mit dem sich erweiternden Abschnitt (14a) an den
Lagerrollen in axialer und radialer Richtung abgestützt ist.
3. Zentrifuge nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
drei umfangsmäßig verteilt angeordnete, kegelförmige oder
kegelstumpfförmige Lagerrollen (9, 10, 11) vorgesehen sind, die
jeweils um eine schräg zu der Achse (12) der Hülse verlaufende Achse
(9a, 10a, 11a) drehbar gelagert sind, daß die Lagerhülse (14) einen
kegelförmigen oder kegelstumpfförmigen Abschnitt (14a) aufweist und
mit dem kegelförmigen oder kegelstumpfförmigen Abschnitt an den
kegelförmigen oder kegelstumpfförmigen Lagerrollen in radialer und
axialer Richtung abgestützt ist.
4. Zentrifuge nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
kegelförmige oder kegelstumpfförmige Abschnitt (14a) der Lagerhülse
(14) die gleiche Konizität wie die kegelförmigen oder
kegelstumpfförmigen Lagerrollen (9, 10, 11) aufweisen, wobei sich die
Achsen (9a, 10a, 11a) der Lagerrollen (9, 10, 11) in einem
gemeinsamen Punkt (13) schneiden, der auf der Achse (12) der
Lagerhülse (14) liegt.
5. Zentrifuge nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lagerhülse (19) einen umlaufenden Rand (19c) aufweist, der sich an
den kegelförmigen oder kegelstumpfförmigen Abschnitt (19b) der
Lagerhülse anschließt.
6. Zentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
drei umfangsmäßig verteilt angeordnete, zylindrische Lagerrollen (21,
22, 23) bzw. (28, 29, 30) vorgesehen sind, die jeweils um eine
senkrecht auf der Achse (24) der Lagerhülse (20) verlaufende Achse
drehbar gelagert sind, daß die Lagerhülse (20) einen zylindrischen
Abschnitt (20a) mit einem umlaufenden Ansatz (20b) aufweist und mit
dem umlaufenden Ansatz in axialer Richtung an den Lagerrollen
abgestützt ist.
7. Zentrifuge nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
drei weitere umfangsmäßig verteilt angeordnete zylindrische Lagerrollen
(25, 26, 27) vorgesehen sind, die jeweils um eine parallel zu der Achse
(24) der Lagerhülse (20) verlaufende Achse drehbar gelagert sind und
daß die Lagerhülse (20) mit dem zylindrischen Abschnitt (20a) an den
mindestens drei weiteren Lagerrollen in radialer Richtung abgestützt ist.
8. Leitung zum Zuführen und/oder Abführen mindestens eines Fluids von
einer Separationseinheit, die an einem Drehrahmen drehbar gelagert ist,
der an einem Gestell drehbar gelagert ist, wobei die Separationseinheit
mit doppelter Drehzahl in gleichem Drehsinn wie der Drehrahmen
angetrieben ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (7) mindestens
eine Lagerhülse (14) aufweist, die derart ausgebildet ist, das die
Lagerhülse in ein der Lagerhülse zugeordnetes Lager (7) reversibel
einsetzbar ist, das um die Lagerhülse verteilt angeordnete Wälzkörper
(9, 10, 11) aufweist, wodurch die Lagerhülse in axialer und radialer
Richtung fixiert ist.
9. Leitung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerhülse
(14) einen kegelförmigen oder kegelstumpfförmigen Abschnitt (14a)
aufweist.
10. Leitung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerhülse
(19) einen umlaufenden Ansatz (19c) aufweist, der sich an den
kegelförmigen und kegelstumpfförmigen Abschnitt (19a) anschließt.
11. Leitung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerhülse
(20) einen zylindrischen Abschnitt (20a) mit einem umlaufenden Ansatz
(20b) aufweist.
12. Leitung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagerhülse (14, 19, 20) auf die Leitung (6) aufgeschoben und
mit der Leitung fest verbunden ist.
13. Zentrifuge nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens einer der Wälzkörper (9, 10, 11) zum Einlegen der
Lagerhülse (14) schwenkbar angeordnet ist und nach dem Einlegen der
Lagerhülse in einer Endposition arretierbar ist.
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| DE19803535A DE19803535C2 (de) | 1998-01-30 | 1998-01-30 | Zentrifuge und Leitung zum Zuführen und/oder Abführen mindestens eines Fluids von der Separationseinheit einer Zentrifuge zu einer ortsfesten Anschlußstelle |
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| DE19803535A DE19803535C2 (de) | 1998-01-30 | 1998-01-30 | Zentrifuge und Leitung zum Zuführen und/oder Abführen mindestens eines Fluids von der Separationseinheit einer Zentrifuge zu einer ortsfesten Anschlußstelle |
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| DE19803535C2 DE19803535C2 (de) | 1999-11-18 |
Family
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1270079A3 (de) * | 2001-06-20 | 2003-03-19 | Fresenius HemoCare GmbH | Schlauchanordnung und Verfahren zu ihrer Herstellung |
| DE10142744C1 (de) * | 2001-08-31 | 2003-05-22 | Fresenius Hemocare Gmbh | Zentrifuge |
Citations (6)
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-
1998
- 1998-01-30 DE DE19803535A patent/DE19803535C2/de not_active Expired - Lifetime
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| DE10142744C1 (de) * | 2001-08-31 | 2003-05-22 | Fresenius Hemocare Gmbh | Zentrifuge |
| US6716154B2 (en) | 2001-08-31 | 2004-04-06 | Fresenius Hemocare Gmbh | Centrifuge with a fluid line guide element having a curved bearing surface |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19803535C2 (de) | 1999-11-18 |
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