DE19802136A1 - Motiv- und/oder Informationsträger - Google Patents
Motiv- und/oder InformationsträgerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Motiv- und/oder Informationsträger mit Wickelwelle,
der sowohl für die Präsentation des Motivs bzw. der Information als auch dessen
(deren) Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen geeignet ist.
Ein derartiger Motiv- und/oder Informationsträger hat beispielsweise optimale
Anwendungsgebiete in der Werbe- oder Tourismusbranche als Werbeträger bzw.
Souvenir. Aber auch als "überlange" Postkarte, bei Versendung aufgerollt zu
handlichem Format, ist der Motiv- und/oder Informationsträger einsetzbar.
Als Motiv- bzw. Informationsträger bekannt sind Bilderrahmen, Wechselrahmen,
Träger ohne Rahmen oder Displays in dreidimensionaler Form wie beispielsweise
die Litfaßsäule. Die Hauptfunktion der genannten Vorrichtungen besteht in der
Präsentation eines Motivs oder einer Information, wobei diese Art der Motivträger
in der Regel an einen festen Präsentationsort gebunden sind.
Ein weiterer bekannter Motiv- und Informationsträger, beliebt als Souvenir oder
Kommunikationsmittel, ist die Postkarte, ob in einfacher Ausführung oder
aufwendig beispielsweise mit beim Aufklappen herausspringenden Figuren, deren
Hauptfunktion in der Regel die Präsentation eines Motivs und einer Information
zugleich ist. Aufgrund ihres Formats bietet die Postkarte als Zusatzfunktion eine
einfache und kostengünstige Möglichkeit zur Versendung, wobei die einfache
Ausführung ohne zusätzliche Verpackung verschickt werden kann, die aufwendige
Klappversion lediglich einen Briefumschlag benötigt.
Nachteilig ist es bei der Postkarte, daß ein bestimmtes Format nicht überschritten
werden darf, wenn die Funktion des einfachen Versendens erhalten bleiben und
zugleich das Motiv durch Knicken nicht beschädigt werden soll.
Ebenso bekannt als Motivträger für Panoramabilder ist ein einfacher Wickelstab,
der mit dem einem Ende des Papiers verbunden ist und beidseitig Stopper
aufweist, deren Aufgabe es ist, zu verhindern, daß sich die Papierrolle seitlich
verschiebt. Der Motivträger in der Ausführung eines einfachen Wickelstabs hat
zwar den Vorteil, daß sich auch Sonderformate wie beispielsweise
Panoramabilder in einem handlichen Format lagern lassen, aber den Nachteil,
daß das Aufrollen des Papiers von Hand erfolgt, sowie zusätzliche Vorrichtungen
verwendet werden müssen, um das Motiv beim Lagern oder Versenden vor
schädlichen Umwelteinflüssen wie beispielsweise Licht, Nässe, Staub oder
mechanischen Belastungen wie beispielsweise Druck zu schützen.
Es stellt sich daher die Aufgabe, einen Motiv- und/oder Informationsträger zu
schaffen, der in der Lage ist, ein Motiv und/oder Information, auch im nicht
gängigen Format, zu präsentieren, zu schützen, zu lagern und in eine zum
Versenden geeignete Form zu bringen, ohne daß das Motiv und/oder Information
durch Umwelteinflüsse oder mechanische Belastungen zu Schaden kommt oder,
um das zu verhindern, wesentliche zusätzliche Vorrichtungen erforderlich sind.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt erfindungsgemäß durch einen Motiv- und/oder
Informationsträger mit Wickelwelle mit den Merkmalen des Anspruches 1.
Der Hohlkörper von beliebiger äußerer Gestalt, dessen Aushöhlung aus
zweckdienlichen Gründen zum größten Teil zylindrisch sein sollte, um die
Wickelwelle aufnehmen zu können, ist multifunktional. Zum einen dient er als
Anker für die eine Hand des Benutzers, wenn dieser mit der anderen Hand durch
Zug am Griffelement das Motiv und/oder die Information präsentieren möchte.
Andererseits dient er allgemein zum Schutz des flexiblen Mediums vor
Umwelteinflüssen und macht eine gesonderte Verpackung zum Versenden
überflüssig. Darüberhinaus trägt der Hohlkörper durch die Wahl der äußeren
Gestalt und/oder einer graphischen Ausgestaltung zur Erhöhung des
Informations- und/oder Werbegehalts bei. Beispielsweise als Werbeträger für eine
Telefongesellschaft kann die äußere Form des Hohlkörpers einen Telefonhörer
symbolisieren, wobei vorstellbar ist, daß die äußere Form durch Aufbringen einer
"zweiten Haut" wie beispielsweise Latex auf einen zylindrischen Rohling erfolgt.
Das Griffelement, das einfach ausgebildet, aber für den Benutzer offenkundig als
Bedienungselement erkennbar ist, dient zusätzlich als Abdeckung für die Ein- bzw.
Austrittsöffnung des flexiblen Mediums. Die Vorrichtung, die Energie für das
Aufrollen des flexiblen Mediums zur Verfügung stellt, ist für den Benutzer
vorteilhaft, da er dadurch das flexible Medium nicht manuell aufrollen muß.
Eine Ausführung des Motiv- und/oder Informationsträgers schlägt als
Zusatzelement einen Tonträger, auf dem akustische Informationen gespeichert
sind oder vom Benutzer gespeichert werden können, vor. Über den Tonträger
können zusätzlich akustische Informationen an den Benutzer übermittelt werden.
Die Informationen können im Zusammenhang mit dem dargestellten Motiv bzw.
der optischen Information stehen oder einen Bezug zu der Firma oder dem
Produkt der Firma haben, die die Erfindung als Werbeträger einsetzen möchte.
Beispielsweise als Werbeträger für Wurstwaren ertönt zu der optischen
Information, die den Produktionsablauf der Wurstherstellung zeigt, der Popsong
"Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei". Oder ein Beispiel zu dem
Einsatzbereich Souvenir: zu einem Panaromabild von New York ertönt der Song
"New York, New York". Die Beispiele zeigen, daß über die akustische Information
der Reiz des Motiv- und/oder Informationsträgers an sich erhöht wird.
Weiter schlägt die Erfindung vor, daß der Motiv- und/oder Informationsträger
einen Kontaktmechanismus, bei dessen Initiierung die gespeicherten akustischen
Informationen hörbar werden, enthält. Dabei kann der Kontaktmechanismus direkt
beispielsweise über einen Schalter oder indirekt beispielsweise durch
Handhabung des Motiv- und/oder Informationsträgers durch den Benutzer initiiert
werden.
Es ist vorgesehen, daß der Tonträger von mechanischer oder elektronischer
Bauart ist, d. h. beispielsweise auf den Grundelementen einer konventionellen
Spieluhr basiert oder einen Sprachspeicherchip enthält.
Bevorzugt ist vorgesehen, daß der Tonträger mindestens aus einem
elektronischen Tonträgermodul, beispielsweise einem Sprachspeicherchip, einem
Lautsprecher und im Falle, daß der Benutzer selber den Tonträger mit einer
akustischen Information belegen kann, einem Aufnahmebauteil, beispielsweise
einem Mikrofon, besteht, sowie ein Bauteil zum Energieeintrag und/oder
Energiespeicherung, beispielsweise eine Batterie, enthält oder darauf Zugriff hat.
Durch die Verwendung von elektronischen Bauteilen aus der Massenfertigung
geht der Tonträger kostengünstig in die Produktkalkulation ein.
Nach der Erfindung wird der Kontaktmechanismus durch Zug am flexiblen
Medium initiiert. Dadurch wird eine automatische Kopplung von optischer und
akustischer Information erreicht, d. h. wenn der Benutzer das Motiv/die
Information "benutzen" möchte, wird der Motiv- und/oder Informationsgehalt durch
den Tonträger akustisch unterstützt, ohne daß der Benutzer zusätzlich tätig
werden muß.
Weiter schlägt die Erfindung als Zusatzelement eine Arretierungsvorrichtung für
die Wickelwelle vor. Die Arretierungsvorrichtung soll in dem Fall, daß das
Aufrollen des flexiblen Mediums beim Loslassen des Griffelements automatisch
geschieht, dem Benutzer ermöglichen, ohne daß er manuell das flexible Medium
auseinandergezogen halten muß, das Motiv und/oder Information in Ruhe zu
betrachten oder auf der z. B. freien Rückseite eine Nachricht, einen Brief oder
sonstiges niederzuschreiben.
Weiter ist vorgesehen, daß die Wickelwelle über einen Lagerzapfen im Hohlkörper
drehbar gelagert ist, was technisch einfach und kostengünstig ausgeführt werden
kann.
Weiter ist vorgesehen, daß die Wickelwelle je am Ende ein Stopelement aufweist,
um ein seitliches Verrutschen des flexiblen Mediums zu verhindern.
Weiter schlägt die Erfindung vor, daß die Vorrichtung zum Energieeintrag und zur
Energiespeicherung in der Wickelwelle angeordnet aus einer Aufrollfeder
gewickelt um einen Torsionsstab besteht, wobei ein Ende der Wickelwelle um den
Torsionsstab drehbar gelagert und ein Ende des Torsionsstabs drehfest mit dem
Hohlkörper verbunden ist, sowie das eine Ende der Aufrollfeder drehfest mit dem
um den Torsionsstab drehbar gelagerten Ende der Wickelwelle und das andere
Ende der Aufrollfeder drehfest mit dem freien Ende des Torsionsstabs verbunden
ist. Diese kostengünstige Vorrichtung, die platzsparend in der Wickelwelle
angeordnet ist, ermöglicht es, den Motiv- und/oder Informationsträger kompakt zu
gestalten.
Weiter ist vorgesehen,daß an dem um den Torsionsstab drehbar gelagerten Ende
der Wickelwelle eine Buchse sitzt die mit dem einen Ende der Aufrollfeder
drehfest verbunden ist, was einer technisch einfachen und kostengünstigen
Verbindung entspricht.
Bevorzugt sind der Torsionsstab und die Aufrollfeder so dimensioniert, daß der
Torsionsstab die Aufrollfeder im eingebauten Zustand dehnt. Dadurch übt die
Aufrollfeder Druck in Längsrichtung der Wickelwelle aus, der vorteilig für den
Arretierungsmechanismus verwendet werden kann.
Weiter schlägt die Erfindung vor, daß zum Kontaktmechanismus ein
Kontaktauslöser gehört, der mit dem nicht freien Ende des Torsionsstabs drehfest
verbunden ist, ferner, wenn das flexible Medium aus dem komplett aufgerolltem
Zustand ausgezogen wird, sich das nicht freie Ende des Torsionsstabs mit der
Wickelwelle bis zu einem Anschlag mitdreht und erst dann drehfest gelagert ist.
Dies stellt eine technische Lösung der angestrebten Kopplung von optischer und
akustischer Information dar, bei der vorteilhaft der Torsionsstab, ein Bauteil der
Vorrichtung zum Energieeintrag und -speicherung, für den Kontaktmechanismus
eingesetzt wird, wodurch der Motiv- und/oder Informationsträger kompakter
gestaltet werden kann. So hängen Länge und Durchmesser des Motiv- und/oder
Informationsträgers hauptsächlich von den Maßen der Wickelwelle ab.
Dabei ist weiter vorgesehen, daß das drehfestgelagerte Ende des Torsionsstabs
einen Schlitz oder eine Aufnahmebohrung für die Verbindung mit dem
Kontaktauslöser aufweist, was einer einfachen Verbindung entspricht.
Weiter wird vorgeschlagen, daß der Kontaktauslöser eine 45 Grad Krümmung
besitzt und im aufgerolltem Zustand des flexiblen Mediums leicht auf der
Kontaktfeder anliegt.
Weiter ist vorgesehen, daß der Anschlag des drehfest gelagerten Endes des
Torsionsstabs, der über den Kontaktauslöser Druck auf die Kontaktfeder bzw. den
Tonträger ausübt, in der Halterung des Tonträgers besteht, wodurch ein
zusätzliches Bauteil eingespart werden kann.
Weiter ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Vorspannung der Aufrollfeder in
der Wickelwelle kleiner ist als die Federkraft der Kontaktfeder, sowie erst durch
Zug am flexiblen Medium die Kontaktfeder ein Kontaktplättchen berührt. Damit ist
sichergestellt, daß erst durch Zug am flexiblen Medium die akustische Information
"abgespielt" wird.
Weiter schlägt die Erfindung vor, daß der Kontaktmechanismus aus einer
Vorrichtung besteht, die die beim Herausziehen des flexiblen Mediums
entstehende Drehbewegung der Wickelwelle in eine Zugbewegung umsetzt und
an den Kontaktauslöser weiterleitet. Dies hat den konstruktiven Vorteil, daß der
Kontaktauslöser keine Drehbewegung sondern nur eine Zug- oder
Druckbewegung ausführen muß.
Desweiteren schlägt die Erfindung vor, daß der Kontaktmechanismus aus einem
im Hohlkörper drehfest gelagerten axial geführten Antriebsbauteil, das die Zug- oder
Druckbewegung an den Kontaktauslöser weiterleitet, und einem mit der
Wickelwelle drehfest verbundenen im Hohlkörper drehbar gelagerten hohlen
Antriebszapfen besteht. Falls für das Aufrollen des flexiblen Mediums ein
Energieeintrags- bzw. Energiespeichermechanismus gewählt wird, der nicht auf
dem Bauteil Torsionsstab basiert, könnte dieser Kontaktmechanismus vorteilig
zum Einsatz kommen. Die Einzelteile lassen sich kostengünstig aus Kunststoff per
Spritzguß herstellen. Die Kopplung optische/akustische Information ist
gewährleistet.
Eine Ausführung des Kontaktmechanismus, die darauf basiert, daß die
Drehbewegung der Wickelwelle in eine Zugbewegung umgesetzt wird, sieht vor,
daß das axial geführte Antriebsbauteil an dem Ende entgegengesetzt zum
Kontaktauslöser ein stabförmiges Element mit einem Außengewinde und
zwischen zwei Antriebsfedern angeordnet ein axiales Führungselement besitzt,
ferner der Antriebszapfen so dimensioniert ist, daß er passend zum
Außengewinde des stabförmigen Elements ein Innengewinde mit zwei an den
Enden des Innengewindes angeordnet zylindrischen Freilaufkammern aufweist.
Weiter ist dabei vorgesehen, daß der Hohlkörper einen Federanschlag für die
eine Antriebsfeder aufweist, sowie eine Anschlagscheibe, die geführt um das
Antriebsbauteil vor dem Antriebszapfen sitzt, als Anschlag für die andere
Antriebsfeder fungiert.
Eine alternative Ausführung des Kontaktmechanismus, die darauf basiert, daß die
Drehbewegung der Wickelwelle in eine Zugbewegung umgesetzt wird, sieht vor,
daß der Kontaktmechanismus aus einem Stempel, der auf der einen Seite mit
dem Kontaktauslöser und auf der anderen über einen durch eine
Kontaktsperrfeder geführten Gummizug mit dem drehbar gelagerten Ende der
Wickelwelle verbunden ist, besteht. Diese äußerst preisgünstige Variante bietet
sich für den Vertrieb des Motiv- und/oder Informationsträgers in einem Niedrig-
Preissegment an.
Weiter ist dabei vorgesehen, daß der Kontaktmechanismus in einem
Führungshohlraum des Hohlzylinders angeordnet ist.
Weiter schlägt die Erfindung vor, daß die Arretierungsvorrichtung mindestens aus
einem sich mit der Wickelwelle mitdrehenden und einem drehfest mit dem
Hohlkörper verbundenen Bauteil besteht, wobei mindestens ein Bauteil
Arretierungselemente aufweist. Dadurch ist gewährleistet, daß die Wickelwelle
drehfest gegenüber dem Hohlkörper arretiert ist.
Weiter ist für die Arretierungsvorrichtung erfindungsgemäß vorgesehen, daß ein
mit dem einen Ende der Wickelwelle verbundener zylindrischer Arretierungs
zapfen geführt durch eine Führungsbohrung einer mit dem Hohlkörper drehfest
verbundenen Arretierungsscheibe drehfest mit einer Arretierungskappe
verbunden ist, die im Freilauf oder im Arretierungszustand ein Spiel zur
Arretierungsscheibe aufweist, das dem axialen Spiel der Wickelwelle im
Hohlkörper entspricht. Dieses Grundmodell der Arretierungsvorrichtung weist für
verschiedene Arretierungselemente, die die Arretierungsaufgabe unterschiedlich
lösen und dadurch zur Produktvariation oder -differenzierung beitragen,
Einbaumöglichkeiten auf. Dabei fällt der Arretierungskappe eine Schlüsselfunktion
zu, die dem Benutzer dadurch erkenntlich wird, daß die Arretierungskappe am
Ende des Hohlkörpers sitzend als Einzelbauteil auffällt, und ihr dadurch vom
Benutzer leicht eine Sonderfunktion zugeordnet werden kann.
Eine Ausführung des Grundmodells sieht vor, daß der Arretierungszapfen und die
Arretierungsscheibe zueinander ausgerichtet jeweils eine Stirnverzahnung tragen,
wobei die Höhe des Zahnprofils dem Spiel zwischen der Arretierungskappe und
der Arretierungsscheibe sowie zwischen der Buchse und dem Wickelwellenan
schlag entspricht. Diese Arretierungsausführung ist selbsttätig und bietet den
Vorteil, daß der Benutzer nur für das Lösen der Arretierung über die
Arretierungskappe zuständig ist. In jedem Grad der Ausrollung ist das flexible
Medium vor Beschädigung beim unbeabsichtigten Loslassen des Griffelements
und damit verbundenen automatischen Einzug geschützt. Ein weiterer Vorteil liegt
darin, daß die Arretierung bzw. die Lösung der Arretierung unabhängig davon, wie
der Benutzer den Motiv- und/oder Informationsträger hält (z. B. senkrecht,
waagrecht, schiefe Ebene), funktioniert.
Weiter ist dabei vorgesehen, daß das Zahnprofil der Stirnverzahnungen aus einer
vertikalen und einer schräg abfallenden Flanke besteht. Durch die vertikale Flanke
wird das automatische Aufrollen beim Loslassen des flexiblen Mediums
verhindert.
Eine alternative Ausführung des Grundmodells sieht vor, daß die
Arretierungskappe an der Stirnseite zur Arretierungsscheibe radial angeordnete,
erhabene Stopelemente und die Arretierungsscheibe auf der Stirnseite zur
Arretierungskappe Einkerbungen für die Stopelemente aufweist, wobei sich die
Stopelemente auch auf der Arretierungsscheibe und die Einkerbungen auf der
Arretierungskappe befinden können, ferner die Arretierungsscheibe auf der
Stirnseite zur Arretierungskappe eine Aussparung für eine um den
Arretierungszapfen geführte Rückstellfeder besitzt. Diese Ausführung bietet den
Vorteil, daß der Benutzer die Arretierung über die Arretierungskappe von selber
dann einsetzen kann, wenn er sie benötigt. Auch diese Ausführung funktioniert
unabhängig von der Lage des Motiv- und/oder Informationsträgers im Raum.
Weiter ist dabei vorgesehen, daß die Stopelemente zylindrische Arretierungsstifte
sind und die Einkerbungen entsprechende Arretierungsbohrungen.
Weiter ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Hohlkörper aus einem oder
mehreren Teil(en) besteht, um den Einbau der einzelnen Bauteile wie z. B. des
Tonträgers zu ermöglichen, ferner, daß der Hohlkörper von beliebiger äußerer
Form ist. Über die Wahl der äußeren Form kann zusätzlich der
Informationscharakter des Motiv- und/oder Informationsträgers erhöht werden.
Weiter ist vorgesehen, daß die Vorspannung der Aufrollfeder in der Wickelwelle
größer ist als die Reibung, die beim Aufrollen des flexiblen Mediums auftritt, damit
das flexible Medium vollständig aufgerollt werden kann.
Desweiteren ist vorgesehen, daß die Kontaktfeder der Pluspol und das
Kontaktplättchen der Minuspol oder umgekehrt im Versorgungsstromkreis des
Tonträgers sind.
Weiter ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß am oder im Hohlkörper
Beleuchtungskörper befestigt sind, die beim Herausziehen des flexiblen Mediums
oder bei Betätigen eines Schalters oder bei einer anderen Handhabung des Motiv- und/oder
Informationsträgers Lichteffekte erzeugen, um zusätzlich das Interesse
des Benutzers an der Information zu steigern.
Weiter ist nach der Erfindung vorgesehen, daß im Hohlkörper für alle
energieverbrauchenden Bauteile des Motiv- und/oder Informationsträgers ein
gemeinsam genutzter Energieeintrag oder Energiespeicher vorgesehen ist. Durch
diese Maßnahme können Bauteile eingespart werden, was einerseits eine
kompakte Gestaltung ermöglicht, andererseits zur Kostenreduzierung beiträgt.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer
Zeichnung erläutert. Die Figuren der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Motiv- und/oder Informationsträger in einer
ersten Ausführung.
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Motiv- und/oder Informationsträger aus Fig. 1
nach der Linie A-A.
Fig. 3 einen Längsschnitt durch den Motiv- und/oder informationsträger in einer
zweiten Ausführung.
Fig. 4 einen Querschnitt durch den Motiv- und/oder informationsträger aus Fig. 3
nach der Linie B-B.
Fig. 5 einen Längsschnitt durch den Motiv- und/oder Informationsträger (Teil I) in
einer dritten Ausführung.
Fig. 6 einen Längsschnitt durch den Motiv- und/oder Informationsträger (Teil I) in
einer vierten Ausführung.
Fig. 7 einen Querschnitt durch den Motiv- und/oder Informationsträger aus Fig. 6
nach der Linie C-C.
Fig. 8 einen Querschnitt durch den Motiv- und/oder Informationsträger aus Fig. 6
nach der Linie D-D.
Fig. 9 einen Längsschnitt durch den Motiv- und/oder Informationsträger aus Fig. 6
nach der Linie E-E.
Fig. 10 einen Längsschnitt durch den Motiv- und/oder Informationsträger (Teil I) in
einer fünften Ausführung.
Nach Fig. 1+2 der Zeichnung enthält das hier dargestellte Ausführungsbeispiel des
Motiv- und/oder Informationsträgers ein flexibles Medium 1, das um die
Wickelwelle 2 aufrollbar ist und dazu mit seinem festen Ende 3 mit der
Wickelwelle 2 beispielsweise über eine Klebeverbindung verbunden ist. Um ein
seitliches Verrutschen des flexiblen Mediums 1 auf der Wickelwelle 2 zu
verhindern, trägt die Wickelwelle 2 an ihren Enden scheibenförmige Stopelemente
4. Weiterhin ist die Wickelwelle 2 mit ihrem einen Ende über einen Lagerzapfen 5
und mit ihrem anderen Ende über eine Buchse 6 und einem Torsionsstab 7 bzw.
über das in diesem Ausführungsbeispiel als Vierkant ausgeführte, drehfest
gelagerte Ende 8 des Torsionsstabs 7 im Hohlkörper 9 drehbar gelagert. Der
Hohlkörper 9, der sich in diesem Ausführungsbeispiel aus einem Hohlzylinder 10
und zwei Endkappen 11 zusammensetzt, weist einen Längsschlitz als Ein- bzw.
Austrittsöffnung 12 für das flexible Medium 1 auf. Über das Griffelement 13, das
sich am freien Ende 14 des flexiblen Mediums 1 befindet, kann das flexible
Medium 1 auf seine volle Länge ausgezogen werden, dabei speichert die
Aufrollfeder 15, deren eines Ende fest auf der Buchse 6, die sich mit der
Wickelwelle 2 mitdreht, aufsitzt und deren anderes Ende fest am freien Ende 16
des Torsionsstabs 7, der sich mit der Wickelwelle 2 nicht mitdreht, anliegt, die
Energie, die zum Aufrollen des flexiblen Mediums 1 eingesetzt wird.
Das in Fig. 3+4 gezeigte zweite Ausführungsbeispiel des Motiv- und/oder
Informationsträgers zeigt im Vergleich zu dem ersten Ausführungsbeispiel zwei
Zusatzfunktionen.
Das drehfest gelagerte Ende 8 des Torsionsstabs 7 besitzt eine
Aufnahmebohrung 17 für den Kontaktauslöser 18, der aus einem Rundstab 19 mit
einer 45°Grad-Krümmung besteht und im aufgerollten Zustand des flexiblen
Mediums 1 auf der Kontaktfeder 20 des Tonträgers 21 anliegt, ohne das dabei die
Kontaktfeder 20 das Kontaktplättchen 22 berührt. Beim Ausziehen des flexiblen
Mediums 1 dreht sich der im Wickelwellenanschlag 23 drehbar gelagerte
Torsionsstab 7 um ein wenig in Ausziehrichtung mit, bis der Kontaktauslöser 18
die Kontaktfeder 20 auf das Kontaktplättchen 22 presst, wodurch der
Versorgungsstromkreis geschlossen und die gespeicherte akustische Information
"abgespielt" wird. Dabei ist Vorraussetzung, daß die Vorspannung der Aufrollfeder
15, die aufgrund der Reibung im System benötigt wird, kleiner ist als die
Federkraft der Kontaktfeder 20. Die Halterung 24 des Tonträgers 21 fungiert bei
diesem Ausführungsbeispiel als Anschlag für das drehfest gelagerte Ende 8 des
Torsionsstabs 7. Weiterhin besitzt der Wickelwellenanschlag 23 eine Bohrung als
Audioöffnung 25, die es dem Schall ermöglicht nach außen zu dringen. An dem
Ende des Hohlkörpers 9, an dem der Tonträger 21 sitzt, ist der Hohlkörper
mehrteilig, um die Montage des Tonträgers 21 zu gewähren, wobei die Einzelteile
des Hohlkörpers 9 über eine Klebe- oder Nietverbindung zusammengefügt
werden. Ein mit dem einem Ende der Wickelwelle 2 verbundener
Arretierungszapfen 26, der über eine Stiftverbindung oder eine Preßpassung mit
einer Arretierungskappe 27 drehfest verbunden ist, weist an der Stirnseite eines
Rezesses eine Stirnverzahnung 28 auf. Eine über eine Stift- oder
Klebeverbindung mit dem Hohlkörper 9 drehfest verbundene Arretierungsscheibe
29, in deren zentrischen Führungsbohrung 30 der Arretierungszapfen 26 drehbar
gelagert ist, weist auf ihrer Stirnseite ausgerichtet zur Wickelwelle 2 eine
Stirnverzahnung 31, das Gegenstück zur Stirnverzahnung 28, auf. Da die Länge
der Aufrollfeder 15 so dimensioniert ist, daß sie im eingebauten Zustand von dem
Torsionsstab 7 gedehnt wird, muß beim Ausziehen des flexiblen Mediums 1 u. a.
die axial wirkende Kraftkomponente der Aufrollfeder 15, die über die Wickelwelle 2
die Stirnverzahnung 28 auf die Stirnverzahnung 31 drückt, überwunden werden.
Dabei laufen die schräg abfallenden Zahnflanken der Stirnverzahnungen 28, 31
gegeneinander und drücken die Wickelwelle 2 bis zum Wickelwellenanschlag 23.
Zum Aufrollen des flexiblen Mediums 1 wird die Arretierungskappe 27 manuell auf
die Arretierungsscheibe 29 gedrückt, dadurch wird die Wickelwelle 2 bis zum
Wickelwellenanschlag 23 geschoben und die Stirnverzahnungen 28, 31
entkoppelt. Dabei ist Voraussetzung, daß das Spiel 32 zwischen
Arretierungskappe/-scheibe bzw. das Spiel 33 zwischen
Wickelwelle/Wickelwellenanschlag der Höhe 34 des Zahnprofils entspricht.
Die Fig. 5 der Zeichnung zeigt als drittes Ausführungsbeispiel des Motiv- und/oder
Informationsträgers eine Variante für die Arretierung der Wickelwelle, wobei nur
der relevante Teil I des Motiv- und/oder Informationsträgers gezeigt wird, der
andere Teil entspricht beispielsweise Teil II aus Fig. 1 oder Fig. 3.
Wie in Fig. 3 und 4 der Zeichnung ist der Arretierungszapfen 26 über eine
Stiftverbindung oder eine Preßpassung mit der Arretierungskappe 27, sowie die
Arretierungsscheibe 29 über eine Stift- oder Klebeverbindung mit dem Hohlkörper
9 drehfest verbunden; sowie der Arretierungszapfen 26 in der zentrischen
Führungsbohrung 30 der Arretierungsscheibe 29 drehbar gelagert. Aber im
Unterschied zu Fig. 3 und 4 der Zeichnung weist in diesem Ausführungsbeispiel
die Arretierungskappe 27 radial angeordnete zylindrische Arretierungsstifte 35 auf,
die in radial angeordnete Arretierungsbohrungen 36 der Arretierungsscheibe 29
passen. Um die Wickelwelle 2 zu arretieren, muß die Arretierungskappe 27 auf die
Arretierungsscheibe 29 gedrückt werden. Durch das Rückstelldrehmoment in der
Lochlaibung, verursacht durch die Energiespeicherung der Aufrollfeder 15,
werden die Arretierungsstifte 35 in den Arretierungsbohrungen 36 gehalten. Zum
Lösen der Arretierung wird durch manuelles Ziehen am freien Ende 14 des
flexiblen Mediums 1 das Drehmoment aufgehoben und die Rückstellfeder 37, die
um den Arretierungszapfen 26 in der Aussparung 38 der Arretierungsscheibe 29
sitzt, schiebt die Arretierungskappe 27 zurück in ihre Ausgangsposition.
Die Fig. 6, 7, 8, 9 der Zeichnung zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel des Motiv- und/oder
Informationsträgers, bei dem sich Tonträger und der dazugehörige
Auslösemechanismus in dem Ende des Hohlkörpers befinden, in dem die
Wickelwelle über einen Zapfen im Hohlkörper drehbar gelagert ist. Die Fig. 6, 7, 8, 9
der Zeichnung zeigen nur Teil I des Motiv- und/oder Informationsträgers, der Teil
II könnte beispielsweise wie bei Fig. 1 der Zeichnung als Energiespeicher einen
Torsionsstab mit Feder oder einen x-beliebigen anderen aufweisen.
Ein hohler, drehbar im Hohlkörper 9 gelagerter Antriebszapfen 39, der über eine
Stift-, Klebeverbindung oder Preßpassung fest mit der Wickelwelle 2 verbunden
ist, verfügt über zwei Freilaufkammern 40, die zu den Seiten eines Innengewindes
41 angeordnet sind. Ein axial geführtes Antriebsbauteil 42, dessen eines Ende
den Kontaktauslöser 18 hält und dessen anderes Ende als stabförmiges Element 43
mit Außengewinde 44 ausgebildet ist, ist zentrisch im Hohlkörper 9 angeordnet
und kann über ein axiales Führungselement 45 nur Bewegungen in axialer
Richtung ausüben. Im aufgerollten Zustand des flexiblen Mediums 1 liegt der
Kontaktauslöser 18, der aus einem zungenförmigen Bauteil 46 mit einer
Kontaktöffnung 47 aus nicht leitendem Material (Kunststoff) besteht, zwischen der
Kontaktfeder 20 und dem Kontaktplättchen 22, desweiteren befindet sich das
stabförmige Element 43 mit Außengewinde 44 in der äußeren Freilaufkammer 40
des Antriebszapfens 39, und die Antriebsfeder I 48 liegt gespannt zwischen dem
Führungselement 45 und einem Federanschlag 49 des Hohlkörpers 9. Beim
Ausziehen des flexiblen Mediums 1 dreht sich der Antriebszapfen 39, dabei wird
das stabförmige Element 43 mit Hilfe der Antriebsfeder I 48 in die innere
Freilaufkammer 40 gezogen, sowie die Antriebsfeder II 48 zwischen
Führungselement 45 und Anschlagscheibe 50 gespannt, und schließlich die
Kontaktöffnung 47 im Kontaktauslöser 18 auf die Stelle positioniert, an der sich
Kontaktfeder 20 und Kontaktplättchen 22 berühren können. Beim Aufrollen des
flexiblen Mediums 1 wird über die Antriebsfeder II 48 das stabförmige Element 43
wieder in die äußere Freilaufkammer 40 geschoben, und der Kontakt zwischen
Kontaktfeder 20 und Kontaktplättchen 22 unterbrochen. An dem Ende des
Hohlkörpers 9, an dem der Tonträger 21 sitzt, ist der Hohlkörper mehrteilig, um
die Montage des Tonträgers 21 zu gewähren, wobei die Einzelteile des
Hohlkörpers 9 über eine Klebe- oder Nietverbindung zusammengefügt werden.
Die Fig. 10 der Zeichnung zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel des Motiv- und/oder
Informationsträgers. Dargestellt ist nur Teil I, Teil II kann beispielsweise
aus Fig. 1 oder 3 herangezogen werden.
Ein zylindrischer Stempel 51, der in einem zentrischen Führungshohlraum 52
des Hohlkörpers 9 sitzt, ist auf der einen Seite mit dem Kontaktauslöser 18 und
auf der anderen über einen durch eine Kontaktsperrfeder 53 geführten Gummizug
54 mit dem Lagerzapfen 5 der Wickelwelle 2 verbunden. Wie in Fig. 6,7,8,9 der
Zeichnung besteht der Kontaktauslöser 18 aus dem zungenförmigen Bauteil 46
mit der Kontaktöffnung 47. Beim Ausziehen des flexiblen Mediums 1 dreht sich
der Lagerzapfen 5, verdreht den Gummiezug 54, der sich dadurch verkürzt und
Zug auf den Stempel 51 ausübt. Der Stempel 51 zieht den Kontaktauslöser 18
soweit, bis sich die Kontaktöffnung 47 über dem Kontaktplättchen 22 befindet.
Beim Aufrollen des flexiblen Mediums 1 entspannt sich der Gummizug 54, und die
Kontaktsperrfeder 53 drückt auf den Stempel 51, so daß sich der Kontaktauslöser
18 wieder zwischen Kontaktplättchen 22 und Kontaktfeder 20 schieben kann. An
dem Ende des Hohlkörpers 9, an dem der Tonträger 21 sitzt, ist der Hohlkörper
mehrteilig, um die Montage des Tonträgers 21 zu gewähren, wobei die Einzelteile
des Hohlkörpers 9 über eine Klebe- oder Nietverbindung zusammengefügt
werden.
1
flexibles Medium
2
Wickelwelle
3
festes Ende (des flexiblen Mediums)
4
Stopelement
5
Lagerzapfen
6
Buchse
7
Torsionsstab
8
drehfest gelagertes Ende (des Torsionsstabs)
9
Hohlkörper
10
Hohlzylinder
11
Endkappe
12
Ein - bzw. Austrittsöffnung
13
Griffelement
14
freies Ende (des flexiblen Mediums)
15
Aufrollfeder
16
freies Ende (des Torsionsstabs)
17
Aufnahmebohrung
18
Kontaktauslöser
19
Rundstab
20
Kontaktfeder
21
Tonträger
22
Kontaktplättchen
23
Wickelwellenanschlag
24
Halterung (des Tonträgers)
25
Audioöffnung
26
Arretierungszapfen
27
Arretierungskappe
28
Stirnverzahnung Arretierungszapfen
29
Arretierungsscheibe
30
Führungsbohrung
31
Stirnverzahnung Arretierungsscheibe
32
Spiel (Arretierungskappe/-scheibe)
33
Spiel (Wickelwelle/Wickelwellenanschlag)
34
Höhe des Zahnprofils
35
Arretierungsstift
36
Arretierungsbohrung
37
Rückstellfeder
38
Aussparung
39
Antriebszapfen
40
Freilaufkammer
41
Innengewinde
42
Antriebsbauteil
43
stabförmiges Element
44
Außengewinde
45
Führungselement
46
zungenförmiges Bauteil
47
Kontaktöffnung
48
Antriebsfeder I, II
49
Federanschlag
50
Anschlagscheibe
51
Stempel
52
Führungshohlraum
53
Kontaktsperrfeder
54
Gummizug
Claims (34)
1. Motiv- und/oder Informationsträger mit einer Wickelwelle, die mit dem
einen Ende eines flexiblen Mediums verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Motiv- und/oder Informationsträger aus einem Hohlkörper (9), der eine
Ein- bzw. Austrittsöffnung (12) für ein flexibles Medium (1), beispielsweise Papier,
aufweist, einer drehbar gelagerten Wickelwelle (2), dem flexiblen Medium (1),
dessen freies Ende (14) mit einem Griffelement (13) verbunden oder zum Greifen
ausgebildet ist, sowie einer Vorrichtung, die Energie für das Aufrollen des
flexiblen Mediums zur Verfügung stellt, besteht, wobei der Energieeintrag oder die
Energiespeicherung mechanisch, elektrisch, solar, auf andere Weise oder in einer
Kombination erfolgt.
2. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Motiv- und/oder Informationsträger einen Tonträger (21),
auf dem akustische Informationen gespeichert sind oder vom Benutzer
gespeichert werden können, besitzt.
3. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Motiv- und/oder Informationsträger einen
Kontaktmechanismus, bei dessen Initiierung die gespeicherten akustischen
Informationen hörbar werden, enthält.
4. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Tonträger (21) von mechanischer oder elektronischer
Bauart ist, d. h. beispielsweise auf den Grundelementen einer konventionellen
Spieluhr basiert oder einen Sprachspeicherchip enthält.
5. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 2 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Tonträger (21) mindestens aus einem elektronischen
Tonträgermodul, beispielsweise einem Sprachspeicherchip, einem Lautsprecher
und im Falle, daß der Benutzer selber den Tonträger mit einer akustischen
Information belegen kann, einem Aufnahmebauteil, beispielsweise einem
Mikrofon, besteht, sowie ein Bauteil zum Energieeintrag und/oder
Energiespeicherung, beispielsweise eine Batterie, enthält oder darauf Zugriff hat.
6. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kontaktmechanismus durch Zug am flexiblen Medium
initiiert wird.
7. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Motiv- und/oder Informationsträger eine Arretierungs
vorrichtung für die Wickelwelle (2) enthält.
8. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wickelwelle (2) über einen Lagerzapfen (5) im
Hohlkörper (9) drehbar gelagert ist.
9. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wickelwelle (2) je am Ende ein Stopelement (4) aufweist.
10. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Energieeintrag und zur
Energiespeicherung in der Wickelwelle (2) angeordnet aus einer Aufrollfeder (15)
gewickelt um einen Torsionsstab (7) besteht, wobei ein Ende der Wickelwelle (2)
um den Torsionsstab (7) drehbar gelagert und ein Ende des Torsionsstabs (7)
drehfest mit dem Hohlkörper (9) verbunden ist, sowie das eine Ende der
Aufrollfeder (15) drehfest mit dem um den Torsionsstab (7) drehbar gelagerten
Ende der Wickelwelle (2) und das andere Ende der Aufrollfeder (15) drehfest mit
dem freien Ende (16) des Torsionsstabs (7) verbunden ist.
11. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß an dem um den Torsionsstab (7) drehbar gelagerten Ende
der Wickelwelle (2) eine Buchse (6) sitzt, die mit dem einen Ende der Aufrollfeder
(15) drehfest verbunden ist.
12. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Torsionsstab (7) und die Aufrollfeder (15) so
dimensioniert sind, daß der Torsionsstab (7) die Aufrollfeder (15) im eingebauten
Zustand dehnt.
13. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 3 und 10, dadurch
gekennzeichnet, daß zum Kontaktmechanismus ein Kontaktauslöser (18) gehört,
der mit dem nicht freien Ende des Torsionsstabs (7) drehfest verbunden ist,
ferner, wenn das flexible Medium (1) aus dem komplett aufgerollten Zustand
ausgezogen wird, sich das nicht freie Ende des Torsionsstabs (7) mit der
Wickelwelle (2) bis zu einem Anschlag mitdreht und erst dann drehfest gelagert
ist.
14. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 13, dadurch
gekennzeichnet, daß das drehfestgelagerte Ende (8) des Torsionsstabs (7) einen
Schlitz oder eine Aufnahmebohrung (17) für die Verbindung mit dem
Kontaktauslöser (18) aufweist.
15. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 13 oder 14, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kontaktauslöser (18) eine 45 Grad Krümmung besitzt
und im aufgerollten Zustand des flexiblen Mediums (1) leicht auf der Kontaktfeder
(20) anliegt.
16. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 13, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anschlag des drehfest gelagerten Endes (8) des
Torsionsstabs (7), der über den Kontaktauslöser (18) Druck auf die Kontaktfeder
(20) bzw. den Tonträger (21) ausübt, in der Halterung (24) des Tonträgers (21)
besteht.
17. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorspannung der Aufrollfeder (15) in der Wickelwelle (2)
kleiner ist als die Federkraft der Kontaktfeder (20), sowie erst durch Zug am
flexiblen Medium (1) die Kontaktfeder (20) ein Kontaktplättchen (22) berührt.
18. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kontaktmechanismus aus einer Vorrichtung besteht, die
die beim Herausziehen des flexiblen Mediums (1) entstehende Drehbewegung der
Wickelwelle (2) in eine Zugbewegung umsetzt und an den Kontaktauslöser (18)
weiterleitet.
19. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 18, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kontaktmechanismus aus einem im Hohlkörper (9)
drehfest gelagerten axial geführten Antriebsbauteil (42), das die Zug- oder
Druckbewegung an den Kontaktauslöser (18) weiterleitet, und einem mit der
Wickelwelle (2) drehfest verbundenen im Hohlkörper (9) drehbar gelagerten
hohlen Antriebszapfen (39) besteht.
20. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 19, dadurch
gekennzeichnet, daß das axial geführte Antriebsbauteil (42) an dem Ende
entgegengesetzt zum Kontaktauslöser (18) ein stabförmiges Element (43) mit
Außengewinde (44) und zwischen zwei Antriebsfedern (48) angeordnet ein
axiales Führungselement (45) besitzt, ferner der Antriebszapfen (39) so
dimensioniert ist, daß er passend zum Außengewinde (44) des stabförmigen
Elements (43) ein Innengewinde (41) mit zwei an den Enden des Innengewindes
(41) angeordnet zylindrischen Freilaufkammern (40) aufweist.
21. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 20, dadurch
gekennzeichnet, daß der Hohlkörper (9) einen Federanschlag (49) für die eine
Antriebsfeder (48) aufweist, sowie eine Anschlagscheibe (50), die geführt um das
Antriebsbauteil (42) vor dem Antriebszapfen (39) sitzt, als Anschlag für die andere
Antriebsfeder (48) fungiert.
22. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 18, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kontaktmechanismus aus einem Stempel (51), der auf
der einen Seite mit dem Kontaktauslöser (18) und auf der anderen über einen
durch eine Kontaktsperrfeder (53) geführten Gummizug (54) mit dem drehbar
gelagerten Ende der Wickelwelle (2) verbunden ist, besteht.
23. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 22, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kontaktmechanismus in einem Führungshohlraum (52)
des Hohlzylinders (9) angeordnet ist.
24. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Arretierungsvorrichtung mindestens aus einem sich mit
der Wickelwelle (2) mitdrehenden und einem drehfest mit dem Hohlkörper (9)
verbundenen Bauteil besteht, wobei mindestens ein Bauteil Arretierungselemente
aufweist.
25. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 24, dadurch
gekennzeichnet, daß ein mit dem einen Ende der Wickelwelle (2) verbundener
zylindrischer Arretierungszapfen (26) geführt durch eine Führungsbohrung (30)
einer mit dem Hohlkörper (9) drehfest verbundenen Arretierungsscheibe (2)
drehfest mit einer Arretierungskappe (27) verbunden ist, die im Freilauf oder
Arretierungszustand ein Spiel zur Arretierungsscheibe (29) aufweist, das dem
axialen Spiel der Wickelwelle (2) im Hohlkörper (9) entspricht.
26. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 25, dadurch
gekennzeichnet, daß der Arretierungszapfen (26) und die Arretierungsscheibe
(29) zueinander ausgerichtet jeweils eine Stirnverzahnung (28, 31) tragen, wobei
die Höhe (34) des Zahnprofils dem Spiel zwischen der Arretierungskappe (27) und
der Arretierungsscheibe (29) sowie zwischen der Buchse (6) und dem
Wickelwellenanschlag (23) entspricht.
27. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 26, dadurch
gekennzeichnet, daß das Zahnprofil der Stirnverzahnungen (28, 31) aus einer
vertikalen und einer schräg abfallenden Flanke besteht.
28. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 25, dadurch
gekennzeichnet, daß die Arretierungskappe (27) an der Stirnseite zur
Arretierungsscheibe (29) radial angeordnete, erhabene Stopelemente und die
Arretierungsscheibe (29) auf der Stirnseite zur Arretierungskappe (27)
Einkerbungen für die Stopelemente aufweist, wobei sich die Stopelemente auch
auf der Arretierungsscheibe (29) und die Einkerbungen auf der Arretierungskappe
(27) befinden können, ferner die Arretierungsscheibe (29) auf der Stirnseite zur
Arretierungskappe (27) eine Aussparung (38) für eine um den Arretierungszapfen
(26) geführte Rücksteilfeder (37) besitzt.
29. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 28, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stopelemente zylindrische Arretierungsstifte (35) sind
und die Einkerbungen entsprechende Arretierungsbohrungen (36).
30. Motiv- und/oder Informationsträger nach einem der Ansprüche 1-29,
dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper (9) aus einem oder mehreren Teilen
besteht, sowie von beliebiger äußerer Form ist.
31. Motiv- und/oder Informationsträger nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorspannung der Aufrollfeder (15) in der Wickelwelle (2)
größer ist als die Reibung, die beim Aufrollen des flexiblen Mediums (1) auftritt.
32. Motiv- und/oder Informationsträger nach einem der Ansprüche 1-31,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (20) der Pluspol und das
Kontaktplättchen (22) der Minuspol oder umgekehrt im Versorgungsstromkreis
des Tonträgers (21) sind.
33. Motiv- und/oder Informationsträger nach einem der Ansprüche 1-32,
dadurch gekennzeichnet, daß am oder im Hohlkörper Beleuchtungskörper
befestigt sind, die beim Herausziehen des flexiblen Mediums (1) oder bei
Betätigen eines Schalters oder bei einer anderen Handhabung des Motiv- und/oder
Informationsträgers Lichteffekte erzeugen.
34. Motiv- und/oder Informationsträger nach einem der Ansprüche 1-33,
dadurch gekennzeichnet, daß im Hohlkörper für alle energieverbrauchenden
Bauteile des Motiv- und/oder Informationsträgers ein gemeinsam genutzter
Energieeintrag oder Energiespeicher vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19802136A DE19802136A1 (de) | 1998-01-21 | 1998-01-21 | Motiv- und/oder Informationsträger |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19802136A DE19802136A1 (de) | 1998-01-21 | 1998-01-21 | Motiv- und/oder Informationsträger |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19802136A1 true DE19802136A1 (de) | 1999-07-22 |
Family
ID=7855232
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19802136A Withdrawn DE19802136A1 (de) | 1998-01-21 | 1998-01-21 | Motiv- und/oder Informationsträger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19802136A1 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7731303U1 (de) * | Iro-Kartografische Verlagsgesellschaft Mbh, 8000 Muenchen | |||
| DE3217902A1 (de) * | 1982-05-12 | 1983-11-24 | Kurt 7140 Ludwigsburg Fischer | Aufhaengevorrichtung fuer plakate |
| WO1997012352A1 (en) * | 1995-09-29 | 1997-04-03 | Louis Leitz Kg | Presentation assembly and material web roll intended for such presentation assembly |
-
1998
- 1998-01-21 DE DE19802136A patent/DE19802136A1/de not_active Withdrawn
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| DE7731303U1 (de) * | Iro-Kartografische Verlagsgesellschaft Mbh, 8000 Muenchen | |||
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