[go: up one dir, main page]

DE19801973A1 - Undurchsichtiges, durch Einreißen überprüfbares Wertzeichenpapier, Verfahren zu seiner Herstellung und aus diesem Papier hergestellte Rubbelkarten - Google Patents

Undurchsichtiges, durch Einreißen überprüfbares Wertzeichenpapier, Verfahren zu seiner Herstellung und aus diesem Papier hergestellte Rubbelkarten

Info

Publication number
DE19801973A1
DE19801973A1 DE1998101973 DE19801973A DE19801973A1 DE 19801973 A1 DE19801973 A1 DE 19801973A1 DE 1998101973 DE1998101973 DE 1998101973 DE 19801973 A DE19801973 A DE 19801973A DE 19801973 A1 DE19801973 A1 DE 19801973A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
paper
fibrous
carrier material
color
agent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1998101973
Other languages
English (en)
Inventor
Andre Honnorat
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
International Paper SA
Original Assignee
AUSSEDAT-REY VELIZY-VILLACOUBLAY FR
Aussedat Rey SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AUSSEDAT-REY VELIZY-VILLACOUBLAY FR, Aussedat Rey SA filed Critical AUSSEDAT-REY VELIZY-VILLACOUBLAY FR
Publication of DE19801973A1 publication Critical patent/DE19801973A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H21/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties
    • D21H21/14Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties characterised by function or properties in or on the paper
    • D21H21/40Agents facilitating proof of genuineness or preventing fraudulent alteration, e.g. for security paper
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63FCARD, BOARD, OR ROULETTE GAMES; INDOOR GAMES USING SMALL MOVING PLAYING BODIES; VIDEO GAMES; GAMES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A63F3/00Board games; Raffle games
    • A63F3/06Lottos or bingo games; Systems, apparatus or devices for checking such games
    • A63F3/065Tickets or accessories for use therewith
    • A63F3/0665Tickets or accessories for use therewith having a message becoming legible after rubbing-off a coating or removing an adhesive layer
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H21/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties
    • D21H21/14Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties characterised by function or properties in or on the paper
    • D21H21/28Colorants ; Pigments or opacifying agents

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Educational Technology (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
  • Adornments (AREA)
  • Ink Jet Recording Methods And Recording Media Thereof (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung liegt auf dem Gebiet der für Sicherheitszwecke benutzten faserigen Trägermaterialien zum Beschriften und/oder Bedrucken, die insbesondere aus Papier bestehen (sog. Wertzeichenpapier). Diese faserigen Trägerma­ terialien oder Wertzeichenpapiere werden zur Herstellung von sicherungsbedürftigen Unterlagen, wie Eintrittskarten, Rei­ seunterlagen, Schecks, gesetzliche oder offizielle Urkunden, Akkreditive, Versicherungsbestätigungen, Theaterkarten, Fahr­ ausweise für Züge, Flugzeuge und dergl. oder auch für Rubbel­ karten für Spiel- oder Lotteriezwecke, die auch als Lose für Lotterien mit sofortiger Gewinnausschüttung (Sofortlotterien) bezeichnet werden. Insbesondere betrifft die Erfindung fase­ rige Trägermaterialien, wie fälschungssichere Wertzeichenpa­ piere, die durch Einreißen überprüfbar sind, da sie beim Ein­ reißen eine mehrfarbige Sandwich-Struktur erkennen lassen. Diese Art der Überprüfung und der Bekämpfung von Fälschungen wird auf dem Gebiet des Billettwesens eingesetzt, wo es um erhebliche Werte gehen kann.
Die vorliegende Erfindung betrifft ferner faserige Trä­ germaterialien, insbesondere Wertzeichenpapiere, die be­ schriftet und bedruckt werden können und zur Herstellung von Rubbelkarten für Spielzwecke verwendet werden können, wo auf­ gedruckte und verdeckte Informationen nicht bei Durchsichtbe­ trachtung erkennbar sein dürfen, wobei auch jegliche andere, durch Ablösen (Delaminieren) herbeigeführte Betrugsmöglich­ keit vermieden wird.
Die direkte Prüfung eines Blatts aus einem faserigen Trägermaterial, z. B. aus Papier, durch Einreißen ermöglicht das Freilegen der folgenden mehrfarbigen Sandwich-Struktur:
ein gefärbter Innenbereich und zwei weiße, klare oder anders gefärbte äußere Abschnitte (Schichten). Diese charakteristi­ sche Struktur ermöglicht es, die Originalherkunft bestimmter Unterlagen, die teilweise einen sehr hohen Wert besitzen, wie Fahrkarten, Eintrittskarten oder dergl., sicher zu überprü­ fen. Da diese durch Einreißen vorgenommene Überprüfungstechnik rasch und sicher ist, ist sie vollkommen konkurrenzfähig mit anderen bekannten Systemen, wie Wasserzeichen, die seit langem existieren, oder auch die Einführung von Sicherheits­ fasern oder Sicherheitsfäden. Einige dieser bekannten Systeme (darunter auch fluoreszierende oder phosphoreszierende Punkte oder Fasern) weisen den Nachteil auf, daß sie zur Überprüfung eine entsprechende Nachweisvorrichtung benötigen. Ein typi­ sches Beispiel für eine derartige Vorrichtung ist eine UV-Lampe.
Folglich sollten faserige Trägermaterialien oder Papiere für Wertzeichenzwecke, die undurchsichtig sind und deren mehrfarbige Sandwich-Struktur eine Überprüfbarkeit durch Ein­ reißen gewährleistet, sich ohne Schwierigkeiten durchsetzen, insbesondere bei fälschungssicheren Fahrtausweisen und Ein­ trittskarten, sofern es möglich sein sollte, einen der der­ zeit bestehenden Hauptnachteile derartiger, durch Einreißen überprüfbarer, faseriger Materialien oder Papiere, der in ih­ rer delaminierbaren Beschaffenheit besteht, zu beseitigen. Dieser, die Anwendung behindernde Nachteil ist auf die Struk­ tur und die Herstellungsweise derartiger bekannter faseriger Trägermaterialien oder Papiere zurückzuführen.
Es ist ein erster Strukturtyp bekannt, bei dem drei Pa­ pierschichten miteinander durch Lamination verbunden sind, wobei die Mittelschicht gefärbt ist und die äußeren Schichten eine weiße Farbe aufweisen.
Ein zweiter bekannter Strukturtyp ist aus einem gefärb­ ten Blatt Papier gebildet, das man durch Beschichten minde­ stens einer Oberflächenseite mit Hilfe einer weißen oder un­ durchsichtig machenden Beschichtungsmasse behandelt.
Die Beschichtung von gefärbten Trägern ist auf dem Ge­ biet der Wertzeichenpapiere seit langem verbreitet, obgleich das dabei angestrebte Ziel nicht in der Bereitstellung von durch einen Einreißtest überprüfbaren Papieren bestand. Das US-Patent 1 417 820 beschreibt ein Verfahren zum fälschungs­ sicheren Ausrüsten eines Papiers, indem man die beiden Seiten eines schwarzen Papiers mit einer Beschichtungsmasse be­ schichtet, die undurchsichtig und gegenüber Lösungsmitteln, die in für Fälschungszwecke geeigneten Tinten- oder Druckfar­ ben-Löschpräparaten enthalten sind, empfindlich ist. Somit liegt auch hier eine sandwichartige Struktur des folgenden Typs vor: hell gefärbte Überzugsschicht/schwarzes oder dunkel gefärbtes Papier/hell gefärbte Überzugsschicht.
Ferner ist auf dem Gebiet der Wertzeichenpapiere das Produkt gemäß dem GB-Patent 1 435 686 bekannt, das gegen Fäl­ schungsversuche durch Abschaben der Oberfläche mit dem Ziel zur Beseitigung von Druckfarbe oder Tinte gesichert ist. Die­ ses Wertzeichenpapier umfaßt eine Lage eines Grundpapiers, das mit einem undurchsichtigen und gegenüber Abrieb empfind­ lichen Überzug versehen ist, der aus einem nicht-metallischen Pigment (Ton oder TiO2), das in einem Bindemittel (synthetisches Polymeres = Vinyl-Copolymeres/Acryl-Sty­ rol/Acryl-Styrol/Butadien oder natürliches Cellulose-Stärke- Casein-Polymeres) dispergiert ist, besteht. Das Blatt des Grundpapiers weist eine Farbe auf, die im Kontrast zur Über­ zugsschicht steht, so daß Versuche zum Abschaben der oberen Schicht bei Durchsichtbetrachtung erkennbar werden. Dieses Patent lehrt nicht die folgende Sandwich-Struktur: helle oder weiße Färbung/unterschiedliche oder dunklere Färbung/helle oder weiße Färbung.
Die Beschichtung eines gefärbten Papiers mit Hilfe einer undurchsichtig machenden oder weißen Zusammensetzung wird bei Wertzeichenpapieren, die für besondere Anwendungszwecke be­ stimmt sind, wie die Herstellung von Losen für Sofortlotte­ rien oder von allen anderen Arten von Unterlagen für Rubbel­ spiele, verwendet. Derartige Gegenstände enthalten aufge­ druckte, verborgene Informationen, bei denen es sich einer­ seits um Zahlen, Symbole oder Mitteilungen über einen eventu­ ellen Gewinn und andererseits um Sicherheitszahlen, die Fäl­ schungen vorbeugen sollen, handeln kann. Das Verbergen oder Maskieren derartiger Informationen wird herkömmlicherweise mittels einer undurchsichtigen Rubbelschicht (abschabbaren Schicht) erreicht, die beispielsweise ein metallisches Pig­ ment (Aluminium) umfaßt, das in einem Bindemittel, das aus einem Latex von Kautschuk oder anderen Kohlenwasserstoff-Po­ lymeren gebildet ist, dispergiert ist (vgl. die Schicht 28 des im US-Patent 4 726 608 beschriebenen Lotterieloses). Außer dieser undurchsichtigen Schicht umfaßt der Losausweis als Überzug eines Papierträgermaterials 18 (von oben nach un­ ten) eine haftungsverhindernde Schicht 26 aus Polyamid, eine Schutzschicht 25 aus einem maleinierten Vinylacetat-Copolyme­ ren, die aufgedruckten Zeichen 24, eine Grundierschicht aus amorphem Siliciumdioxid + maleiniertem Vinylacetat-Polymeren + n-Propylacetat als Lösungsmittel und schließlich eine auf das Papierträgermaterial 18 aufgeklebte Aluminiumfolie 20.
Um die Nachteile, die bei dieser Art von Rubbelkarte mit der Anwesenheit der Aluminiumfolie verbunden sind, zu besei­ tigen, schlägt das europäische Patent 0 428 489 die Verwen­ dung von beschichtetem Papier für die Herstellung derartiger Gegenstände vor. Das aus diesem Patent bekannte Wertzeichen­ papier umfaßt ein Grundträgermaterial aus Papier mit einer flächenbezogenen Masse in der Größenordnung von 225 g/m2, das mit Ruß bis zum Erreichen einer vollständig undurchsichtigen Beschaffenheit gefärbt und mit einer Zusammensetzung, die Pigmente, wie Ton oder Titandioxid, Latex oder Stärke ent­ hält, beschichtet ist. Die auf diese Weise erhaltenen Ober­ flächen des beschichteten Papiers sind weiß, glatt und gleichmäßig und somit bedruckbar. Diese Papiere liegen somit in einem nicht delaminierbaren Zustand vor. Um einen Losaus­ weis für eine Sofortlotterie herzustellen, ist es vorgesehen, die Beschichtungsseiten zu bedrucken und anschließend eine endgültige Beschichtung mit einem herkömmlichen gefärbten und rubbelbaren Latex vorzunehmen. Aus diesem Patent ist somit die folgende Sandwich-Struktur bekannt: weiße Beschich­ tung/undurchsichtiges schwarzes Papiersubstrat/weiße Be­ schichtung.
EP-A-668 092 betrifft Papiere für Losausweise für So­ fortlotterien mit Sofortauszahlung (Rubbel lose), die eine un­ durchsichtige Ausrüstung von Papier nicht mittels eines Grundsubstrats aus Papier, wie es in EP-B-428 489 vorgeschla­ gen ist, vorsehen, sondern mittels einer undurchsichtigen Be­ schichtung, die auf das Grundsubstrat aus Papier aufgetragen ist und ein Pigment vom Rußtyp umfaßt, das in einem Bindemit­ tel vom Latextyp aus einem Styrol/Butadien-Copolymeren di­ spergiert ist. Diese undurchsichtige Schicht ist ferner mit einer darüberliegenden bedruckbaren Schicht überzogen, die aus einer Zusammensetzung erhalten worden ist, die Sty­ rol/Butadien-Latex, CaCO3 und Mikrokügelchen aus einem Sty­ rol-Acryl-Polymeren enthält.
FR-A-2 192 211 beschreibt ein Verfahren zum Färben von absorbierendem Papier mit einer rauhen Oberfläche, wobei die Dicke der Färbemittelschicht möglichst gering ist, aber den­ noch in optischer Hinsicht die Erzielung einer gleichmäßigen Färbung erlaubt. Nachdem eine Seite gefärbt ist, kann das Pa­ pier mit einer hitzehärtbaren Kunstharzschicht überzogen wer­ den. Um diese gleichmäßige Färbung trotz der unebenen Be­ schaffenheit der Oberfläche des eingesetzten absorbierenden Papiers zu erreichen, ist es bei diesem Verfahren vorgesehen, die zu färbende Papierseite einem Färbungsvorgang durch ma­ gnetisches Kalandrieren oder mit einer Magnetwalze zu unter­ ziehen, um das farbgebende Mittel in sämtlichen Vertiefungen und Poren abzuscheiden, und einen Druckvorgang durch Tief­ druck in den Vertiefungen oder typoflexographischen Druck durchzuführen, um eine Färbung der Buckel und Vertiefungen zu gewährleisten. Gemäß der Lehre dieser Druckschrift wird nur eine einzige Papierseite gefärbt. Das gemäß diesem Verfahren erhaltene Papier ist in bezug auf seine Dicke nicht homogen, da es eine Färbemittelschicht auf der Oberfläche aufweist, die aufgrund der Tatsache, daß sie so dünn wie möglich ist, eine heterogene Beschaffenheit des Papiers in bezug auf seine Dicke bewirkt. Außerdem wird dieses gefärbte absorbierende Papier nicht ausgehend von ein und derselben faserigen Matte von anfänglicher Färbung C2 erhalten, die anschließend auf mindestens einer ihrer Seiten mindestens teilweise entfärbt oder anders gefärbt wird, um mindestens einen äußeren Ab­ schnitt zu erhalten, der weiß ist oder die Farbe C1-C3 (verschieden und/oder weniger dunkel als die anfängliche Farbe C2) aufweist.
FR-A-537 357 betrifft Verbesserungen bei der Herstellung von gefärbten Pappen und Papieren. Insbesondere beschreibt dieses französische Schutzrecht Schichtanordnungen, die eine Grundschicht aus Pappe umfassen, auf die auf einer oder bei­ den Seiten eine Papierschicht geklebt ist, deren Oberfläche mit Hilfe einer Einrichtung gefärbt wird, die aus Farbreser­ voirs 10 und einer Vorrichtung 11, die zur Regulierung der Farbschichten bestimmt ist, gebildet ist. Gemäß einer Vari­ ante kann der Karton direkt auf einer seiner Seiten mit einer oder mehreren Farbschichten gefärbt sein. Auch diese Schicht­ anordnung ist zweifelsfrei in bezug auf ihre Dicke nicht ho­ mogen, da sie eine oder mehrere einzelne Farbschichten und gegebenenfalls eine Papierschicht zusätzlich zur Grundschicht aus Pappe aufweist. Außerdem ist ersichtlich, daß diese be­ kannte gefärbte Schichtanordnung nicht durch Entfärbung oder Umfärbung eines kontinuierlichen Fasermaterials von gegebener anfänglicher Färbung erhalten wird.
DE-C-67 632 betrifft ein Verfahren zur Färbung einer Pa­ pierseite, das so konzipiert ist, daß eine Wanderung des Fär­ bungsmittels von einer Seite des betreffenden Papiersubstrats zur anderen Seite vermieden wird, so daß es möglich ist, die beiden Seiten unabhängig voneinander zu färben. Bei diesem Verfahren führt man den Papierstreifen durch einen geheizten Trockenzylinder mit der Bezeichnung X und einen Färbezylinder mit der Bezeichnung B. Die durch den Trocknungszylinder X zu­ geführte Wärme ermöglicht eine rasche Trocknung des Färbungs­ mittels und somit dessen Fixierung auf der Papieroberfläche. Diesem Verfahren sowie dem damit hergestellten Papier fehlen die beiden folgenden Eigenschaften: Homogenität in bezug auf die Dicke (Färbemittelschicht auf der Oberfläche) und Her­ stellung durch Entfärbung oder Umfärbung mindestens einer der Seiten mit einer anfänglichen, vorgegebenen Färbung.
Aus der vorstehenden Übersicht des Stands der Technik ergibt sich, daß es sich bei bekannten Wertzeichenpapieren, die durch einen Reißtest überprüfbar und/oder ausreichend un­ durchsichtig sind, um sie als Trägermaterialien für Losaus­ weise für Sofortlotterien oder als Rubbelkarten einsetzen zu können (fehlende Erkennungsmöglichkeit bei Durchsichtbetrach­ tung), besonders häufig um mehrschichtige faserige Trägerma­ terialien handelt, die durch Beschichtungstechniken erhalten werden.
Es ist aber bekannt, daß diese Technik relativ kostspie­ lig ist, insbesondere aufgrund der Tatsache, daß es erforder­ lich ist, sie meistens außerhalb des üblichen Laufs der Pa­ piermaschine durchzuführen. Es ist ersichtlich, daß dies die Produktivität und Rentabilität des Papierherstellungsverfah­ rens beeinträchtigt. Außerdem handelt es sich bei einer Be­ schichtung um einen Vorgang, der recht einfach mit handwerk­ lichen Mitteln reproduziert werden kann. Dies trägt zur Fäl­ schungsgefahr bei.
Außerdem ist festzustellen, daß die Beschichtung keine zufriedenstellende Lösung in bezug auf die Schwierigkeit der Delamination bringt. Die Tatsache, daß dieses Problem, das bei mehrschichtigen Strukturen von Natur aus gegeben ist, bei beschichteten Strukturen fortbesteht, wird in EP-A-0 668 092 (S. 2, Zeilen 29-30) unterstrichen.
Bei dieser Sachlage besteht eine der Aufgaben der vor­ liegenden Erfindung darin, ein faseriges Trägermaterial, ins­ besondere ein Wertzeichenpapier, bereitzustellen, das durch einen Reißtest überprüfbar ist und aus einem undurchsichtigen Substrat besteht, das sich zur Herstellung von Rubbelkarten eignet, wobei die Nachteile von herkömmlichen beschichteten Sicherheitspapieren vermieden werden sollen.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, daß dieses Wertzeichenpapier folgende Eigenschaften aufweist:
  • - durch Einreißtests überprüfbar,
  • - nicht delaminierbar,
  • - fälschungssicher,
  • - vollständig undurchsichtig, so daß bei Rubbelkarten keine Betrugsmöglichkeit mittels Durchlichtbetrachtung be­ steht,
  • - wirtschaftlich,
  • - gut bedruckbar und beschreibbar,
  • - durch handwerkliche Maßnahmen nicht leicht reprodu­ zierbar.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung eines Verfahrens zur Herstellung eines faserigen Trägermaterials und insbesondere eines Wertzeichen­ papiers, das durch Einreißen überprüfbar, nicht delaminierbar und vollständig undurchsichtig ist, wobei dieses Verfahren aufgrund der Tatsache, daß es perfekt in die herkömmlichen Papierherstellungslinien integrierbar ist, leicht und wirt­ schaftlich durchführbar sein soll.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Be­ reitstellung eines durch Einreißen überprüfbaren Wertzeichen­ papiers, das aus dem vorstehend genannten faserigen Trägerma­ terial, bei dem die erfindungsgemäßen Aufgaben gelöst sind, besteht.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung von Rubbelkarten aus dem vorgenannten faserigen Trägermaterial.
Zur Lösung dieser Aufgaben hat die Anmelderin nach zahl­ reichen Untersuchungen festgestellt, daß es zweckmäßig ist, ein undurchsichtiges, faseriges Trägermaterial, insbesondere aus Papier, bereitzustellen, das aus ein und demselben homo­ genen faserigen Netzwerk gebildet ist, das anfänglich gefärbt ist und anschließend auf seinen beiden Außenseiten in einer bestimmten Dicke einer Umwandlung durch Entfärbung und/oder Umfärbung unterworfen wird, so daß man eine Sandwich-Struktur des folgenden Typs erhält:
äußerer Abschnitt, der weiß ist oder die Farbe C1 auf­ weist/mittlerer Abschnitt, der die Farbe C2 = oder ≠ C1 auf­ weist; und gegebenenfalls ein äußerer Abschnitt, der weiß ist oder die Farbe C1 oder C3 aufweist,
wobei im Fall von C1 = C2 = C3 ein Farbgradient von hell → dunkel von außen nach innen besteht.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein undurchsichtiges faseriges Trägermaterial 1, insbesondere aus Papier, das da­ durch gekennzeichnet ist, daß es aus ein und derselben fase­ rigen Matte erhalten worden ist, für die folgendes gilt:
→homogene Beschaffenheit, insbesondere in bezug auf die Dicke;
→Produkt aus einer einzigen Faserbahn; und
→ anfängliche Färbung (C2), anschließend Entfärbung oder Andersfärbung (Umfärbung), zumindest teilweise auf mindestens einer der Seiten, um mindestens einen äußeren Abschnitt (3, 4) zu bilden, der weiß ist oder die Farbe (C1, C3) aufweist, die im Vergleich zur anfänglichen Farbe (C2) verschieden und/oder weniger dunkel ist.
Ein derartiges faseriges Trägermaterial, insbesondere ein Wertzeichenpapier, hat den Vorteil, daß es nicht delami­ nierbar ist, vollständig undurchsichtig ist, billig ist und in einfacher Weise in einer Papiermaschine ohne wesentliche Veränderungen dieser Maschine erhältlich ist.
Außerdem wird aufgrund des großtechnischen Herstel­ lungscharakters die Gefahr von Fälschungen durch eine hand­ werkliche Tätigkeit eingeschränkt.
Gemäß einer Ausführungsform wird das faserige Trägerma­ terial aus ein und derselben faserigen Matte erhalten, die folgende Eigenschaften aufweist:
→ homogene Beschaffenheit, insbesondere in bezug auf die Dicke;
→Produkt aus einer einzigen Faserbahn; und
→ anfängliche Färbung (C2), anschließend Entfärbung oder Andersfärbung, zumindest teilweise auf mindestens einer der Seiten, um einerseits mindestens einen äußeren Abschnitt (3, 4), der weiß ist oder die Farbe (C1, C3) aufweist, die im Vergleich zur anfänglichen Farbe (C2) verschieden und/oder weniger dunkel ist, und andererseits mindestens einen in etwa in der Mitte liegenden Abschnitt (2), der die Farbe (C2) auf­ weist, zu bilden.
Sofern es sich um durch Einreißen überprüfbare faserige Trägermaterialien und insbesondere um Wertzeichenpapiere han­ delt, handelt es sich bei der bevorzugten, aber nicht be­ schränkenden Ausführungsform der Erfindung um ein faseriges Trägermaterial, das einen in etwa in der Mitte liegenden, ge­ färbten Abschnitt aufweist, der mit jeder seiner Seiten an einen äußeren weißen oder im Vergleich zum mittleren Ab­ schnitt unterschiedlich gefärbten und/oder weniger dunklen Abschnitt anschließt, wobei die beiden äußeren Abschnitte die gleiche Farbe aufweisen oder nicht.
Daraus ergibt sich eine mehrfarbige, beispielsweise zweifarbige Struktur vom Sandwich-Typ: Farbe C1/Farbe C2/Farbe C3,
wobei C1 gleich oder verschieden von C3 ist und C2 gleich oder verschieden von C1 und C3 ist,
mit der Maßgabe, daß, wenn C2 = C1 oder C3, C1 oder C3 heller als C2 sind.
Diese nicht-delaminierbare, undurchsichtige Struktur entspricht vollkommen den vorstehend angegebenen Spezifika­ tionen.
Die Struktur des erfindungsgemäßen Trägermaterials mit einem homogenen und zusammenhängenden, faserigen Netz wird bei seiner Bildung auf einer Papiermaschine als eine einzige Faserbahn zusammengefügt.
Die beigefügte einzige Figur zeigt zu (nicht beschrän­ kenden) Erläuterungszwecken einen Querschnitt eines derarti­ gen Trägermaterials gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
Diese Figur zeigt ein Trägermaterial 1, das aus ein und demselben faserigen Netzwerk mit der Dicke e gebildet ist und in seiner Dicke einen mittleren Abschnitt 2 mit der Farbe C2 umfaßt, wobei dieser Abschnitt 2 mit den äußeren Abschnitten 3 und 4, die die Farbe C1 bzw. C3 aufweisen, eine kontinuier­ liche Faserstruktur bildet.
In diesem Beispiel weisen C1, C2 und C3 die gleiche Grundfarbe auf, wobei C1 und C3 so deutlich heller als C2 sind, daß sie fast weiß sind.
Eine derartige zweifarbige, undurchsichtige Struktur, die nicht delaminierbar ist, wird mit einer fälschungssiche­ ren Erkennungsmarke bedruckt, die der Farbe C2 des mittleren Abschnitts 2 entspricht, was eine perfekte Überprüfbarkeit durch Einreißen gewährleistet.
Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen faserigen Wertzeichen-Trägermaterials ist dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer anfänglich gefärbten faserigen Matte erhalten worden ist, die anschließend mindestens teilweise auf minde­ stens einer ihrer Seiten und vorzugsweise auf beiden Seiten entfärbt worden ist, wodurch zwei äußere Abschnitte 3 und 4 gebildet werden, die sich auf beiden Seiten des gefärbten mittleren Abschnitts 2 befinden.
Diese Ausführungsform entspricht der folgenden Sandwich- Struktur: weiß oder sehr helles Braun/dunkelbraun/weiß oder sehr helles Braun, die in der beigefügten und vorstehend be­ schriebenen einzigen Figur dargestellt ist. Gemäß dieser Aus­ führungsform wird der Farbkontrast außen/innen mittels eines Entfärbungsmittels erreicht, das von den Seiten des entspre­ chenden faserigen Trägermaterials in einer variablen Dicke je nach dem Eindringvermögen dieses Mittels in das Innere des Trägermaterials absorbiert worden ist.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform, die dem Fall ent­ spricht, bei dem C2 sich von C1 und/oder von C3 unterschei­ det, wird das aus einer ursprünglich gefärbten Fasermatte er­ haltene faserige Trägermaterial anschließend zumindest teil­ weise auf mindestens einer seiner Seiten und vorzugsweise auf beiden Seiten anders gefärbt, wodurch die beiden äußeren Ab­ schnitte 3, 4 gebildet werden, die auf beiden Seiten des ge­ färbten mittleren Abschnitts 2 angeordnet sind.
Im erstgenannten Fall reagiert das Färbungsmittel mit dem Entfärbungsmittel, während im zweitgenannten Fall das Färbungsmittel mit einem Umfärbungsmittel reagiert, das C2 in den Oberflächenschichten des faserigen Trägermaterials 1 in C1 und C3 umwandelt.
Das Vorliegen dieser beiden strukturellen Ausführungs­ formen (neben anderen) für das erfindungsgemäße Trägermate­ rial bringt anlagebedingte Besonderheiten mit sich. So ist das faserige Trägermaterial dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens ein Färbungsmittel und gegebenenfalls mindestens ein Entfärbungsmittel und/oder mindestens ein Umfärbungsmit­ tel enthält, das nicht reagiert hat, aber befähigt ist, mit dem Färbungsmittel in den äußeren Abschnitten zu reagieren.
Vorteilhafterweise wird das Paar Färbungsmit­ tel/Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel aus folgender Gruppe ausgewählt:
Färbungsmittel
Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel
Metalloxid Reduktionsmittel
Metallsalz Maskierungsmittel
gefärbter pH-Indikator Medium mit dem gewählten pH-Wert
gefärbter Redox-Indikator Medium mit dem gewählten Redox-Potential
farbgebendes Mittel Mittel zum Abbau des Färbungsmittel
und Gemische davon
Die Metalloxide oder gefärbten Metallsalze, wie die Salze von Eisen oder Mangan, können durch Reduktionsmittel oder Maskierungsmittel, wie EDTA oder Kaliummonophosphat, entfärbt werden.
Als weitere Beispiele für das Paar Färbungsmit­ tel/Entfärbungsmittel lassen sich (ohne Beschränkung hierauf) erwähnen:
  • - Metalloxid/Reduktionsmittel = Kupfer- oder Kobalt­ oxid/Bisulfit in saurem Medium,
  • - Metallsalz/Maskierungsmittel = Eisen- oder Vanadium­ salz/Ascorbinsäure.
Die gefärbten pH-Indikatoren, die als Färbungsmittel verwendbar sind, sind leicht entfärbbar, indem man an den Seiten der faserigen Matte ein flüssiges Medium mit einem pH-Wert eindringen läßt, der den Indikator in eine ungefärbte oder in eine unterschiedlich gefärbte Form überführt. So wird beispielsweise Phenolphthalein, das zu Beginn in den Papier­ stoff eingeführt wird, auf einen basischen pH-Wert gebracht, was eine Rosafärbung des Papierstoffs hervorruft. Durch spä­ teres oberflächliches Aufbringen einer Säure auf die faserige Matte wird das Phenolphthalein entsprechend einem sauren pH- Wert in seine ungefärbte Form übergeführt. Als weitere Bei­ spiele für einen pH-Indikator, der als Färbungsmittel verwen­ det werden kann, lassen sich Phenolrot, Bromcresolpurpur oder Bromphenolblau erwähnen.
Die gefärbten Redox-Indikatoren wirken nach dem gleichen Prinzip wie die vorerwähnten pH-Indikatoren, mit dem Unter­ schied, daß als Schlüsselparameter nicht der pH-Wert sondern das Redox-Potential herangezogen wird. Als Beispiele für das Paar Färbungsmittel/Entfärbungsmittel oder Umfärbungsmittel lassen sich Methylenblau oder Neutralrot in Kombination mit Natriumhypochloritlösung erwähnen.
Diese Färbungsmittel stellen eine weitere Klasse von er­ findungsgemäß geeigneten Färbungsmitteln dar. Es kann sich insbesondere um Färbungsmittel handeln, die durch oxidierende Reagenzien zersetzbar sind, beispielsweise durch eine Natri­ umhypochloritlösung oder durch Lösungen von Sulfiten, Bisul­ fiten, Säuren, Basen und dergl. Beispielsweise lassen sich Färbungsmittel mit der chemischen Struktur von Triphenylme­ than erwähnen, wie BLEU DUASYN POUR ENCRES BJT der Fa. HOECHST. Dieses Färbungsmittel kann in Verbindung mit Entfär­ bungsmitteln auf der Basis einer Natriumhypochloritlösung und/oder einer schwachen Base oder Natriumsulfit kombiniert werden. Als weiteres Beispiel für ein Färbungsmittel im er­ findungsgemäßen faserigen Trägermaterial, das zur Reaktion mit einen Abbau bewirkenden Mitteln unter Herbeiführung einer Farbänderung befähigt ist, lassen sich Cresolrot in Verbin­ dung mit Natriumhypochloritlösung im Entfärbungs/Umfärbungs- Bad erwähnen.
Zur Erläuterung der Ausführungsform, gemäß der das fase­ rige Trägermaterial mindestens ein Färbungsmittel und minde­ stens ein Umfärbungsmittel enthält, lassen sich folgende Bei­ spiele erwähnen:
  • - JAUNE LEVACELL 3 GX der Fa. BAYER in Kombination mit einer basischen Lösung;
  • - SAFRANINE O mit einer Natriumhypochloritlösung.
Ferner lassen sich die chemischen Entfärbungs- und Um­ färbungsmittel durch physikalische Maßnahmen, die die gleiche Wirkung besitzen, ergänzen oder ersetzen. Es handelt sich beispielsweise um:
  • - aktinische Strahlen, wie UV- und/oder IR-Strahlen,
  • - Wärme,
  • - Elektronenbombardement,
  • - Einwirkung eines Laserstrahls,
  • - Behandlung mit Ultraschall oder Mikrowellen
  • - und dergl.
Das erfindungsgemäße faserige Wertzeichen-Trägermaterial kann auch durch seine speziellen physikalischen Eigenschaften definiert werden. So weist es vorteilhafterweise eine flä­ chenbezogene Masse von 80 g/m2 oder mehr, vorzugsweise von 100 bis 400 g/m2 und insbesondere von 120 bis 300 g/m2 auf. Die flächenbezogene Masse von Papier stellt in bezug auf das Eindringvermögen der Entfärbungsmittel/Umfärbungsmittel einen wichtigen Parameter dar. Durch diesen Parameter wird festge­ legt, daß diese Mittel ins Innere des faserigen Trägermateri­ als in eine ausreichende Tiefe eindringen, so daß die Farbän­ derung erkennbar wird. Es ist aber ersichtlich, daß die Ein­ dringtiefe nicht zu groß sein darf, um zu gewährleisten, daß der dunkler oder unterschiedlich gefärbte mittlere Abschnitt erhalten bleibt, dessen Dicke die Überprüfung durch Einreißen ermöglicht.
Diese Steuerung der Eindringtiefe der Entfärbungsmittel kann auch erreicht werden, indem man den Feinmahlgrad der das Trägermaterial bildenden Fasern und somit dessen Porosität sowie die Leimung verändert, d. h. die Fähigkeit des Materi­ als zur späteren Wiederbenetzung durch die Entfärbungslö­ sung/Umfärbungslösung. Vorzugsweise beträgt der Feinmahlgrad des faserigen Trägermaterials 15 bis 55° SR (SHOPPER RIEGLER) und insbesondere 30 bis 45° SR. Selbstverständlich hängt der Feinmahlgrad auch von der flächenbezogenen Masse des Papiers ab. Der Fachmann kann selbst die geeigneten Werte dieser mit­ einander verbundenen Parameter festlegen. Was die Leimung be­ trifft, kann es sich beim verwendeten Mittel um herkömmliches Kolophonium, ein dimeres Alkylketen oder ein beliebiges an­ deres Produkt handeln, das die Erzielung eines herkömmlichen Werts für diesen Parameter von 15 bis 30 g/m2 (COBB-Wert) und insbesondere von 16 bis 20 g/m2 ermöglicht.
Nachstehend wird im Rahmen der Verfahrensbeschreibung auf einen anderen wichtigen Faktor in bezug auf das Eindring­ vermögen Bezug genommen, nämlich die Viskosität der Flüssig­ keit, die die Entfärbungsmittel/Umfärbungsmittel enthält.
Auf jeden Fall können diese Parameter in Abhängigkeit von der flächenbezogenen Masse des in Betracht kommenden fa­ serigen Trägermaterials stark variieren. Tatsächlich gibt es Unterschiede bezüglich des Eindringens der Entfärbungsmit­ tel/Umfärbungsmittel zwischen einem Produkt mit einer gerin­ gen flächenbezogenen Masse von weniger als 120 g/m2 und einem Produkt mit einer hohen flächenbezogenen Masse von mehr als 200 g/m2. Im letztgenannten Fall ist es sehr selten, daß die Entfärbungslösung/Umfärbungslösung selbst ohne spezielle Vor­ sichtsmaßnahmen am Trägermaterial bis in den Kern des Blatts eindringt und das Papier in seiner gesamten Dicke entfärbt oder dessen Farbe verändert.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung stellt man ein Papier oder ein faseriges Trägermaterial mit einem gefärbten Inneren und einer verstärkten undurchsichti­ gen Beschaffenheit her, indem man ein intensives Färbungsmit­ tel verwendet, das dazu geeignet ist, eine dunkle Farbe (z. B. Braun: Manganoxid) zu bilden.
Erfindungsgemäß kann das in Betracht kommende faserige Wertzeichen-Trägermaterial eine beliebige Faserzusammenset­ zung aufweisen: es kann rein aus Cellulosefasern oder teil­ weise aus synthetischen Fasern bestehen. Herkömmlicherweise kann es sich bei den geeigneten Cellulosefasern um Fasern aus Laubholz, Fasern aus Nadelholz oder um Gemische davon han­ deln. Bei den synthetischen Fasern kann es sich beispiels­ weise um Polyesterfasern, Polyamidfasern oder Polyolefinfa­ sern handeln.
In der Praxis beträgt der Anteil der synthetischen Fa­ sern in bezug auf das Gesamttrockengewicht der Cellulosefa­ sern + synthetischen Fasern 10 bis 30 Gew.-% und vorzugsweise 15 Gew.-%.
Vorteilhafterweise kann das erfindungsgemäße faserige Trägermaterial für die Papierherstellung übliche Zusatzstoffe enthalten, d. h.
  • - anorganische oder organische Füllstoffe, wie Kaolin, Calciumcarbonat, Talcum und dergl.,
  • - Harze oder Mittel zur Erzielung verschiedener Festig­ keits- oder Widerstandseigenschaften, insbesondere zur Erzie­ lung von Feuchtigkeitsbeständigkeit,
  • - Bindemittel, wie Stärke und Carboxymethylcellulose, um die mechanischen Eigenschaften des Papiers zu verbessern,
  • - Färbungsmittel zur Erzielung von Farbnuancen,
  • - neutrale, saure oder basische Leimungsmittel (Aluminiumsulfat zur sauren Leimung oder pH-Einstellung),
  • - und dergl.
Ferner kommt es erfindungsgemäß in Betracht, in das In­ nere des faserigen Trägermaterials zusätzliche überprüfungs­ mittel einzubringen. Es kann sich beispielsweise um gefärbte oder nicht-gefärbte, fluoreszierende oder nicht-fluoreszie­ rende Sicherheitsfäden, Plättchen oder Fasern handeln, sowie um Mittel, die Fälschungssicherheit gewährleisten, z. B. in Wasser unlösliche, aber in organischen Lösungsmitteln lösli­ che Färbungsmittel im Pigmentzustand, um die auf die faseri­ gen Trägermaterialien aufgebrachten Beschriftungen oder Auf­ drucke mittels Löschvorrichtungen, die organische Lösungsmit­ tel enthalten, gegenüber Fälschungsversuchen zu sichern.
Schließlich können im erfindungsgemäßen faserigen Trä­ germaterial zahlreiche Zusatzstoffe enthalten sein, unter der Voraussetzung, daß sie nicht durch die Entfärbungsmit­ tel/Umfärbungsmittel, die in das Innere des faserigen Träger­ materials eindringen müssen, abbaubar sind.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zur Herstellung eines faserigen Trägermaterials und insbesondere von Papier, das insbesondere aus ein und derselben Fasermatte besteht, insbesondere bezüglich seiner Dicke homogen ist, undurchsichtig ist und in seiner Dicke mindestens einen (vorzugsweise nur einen) gefärbten, in etwa in der Mitte befindlichen Abschnitt und mindestens einen (vorzugsweise zwei) äußere Abschnitte, die weiß oder im Ver­ gleich zum mittleren Abschnitt anders und/oder weniger dunkel gefärbt sind, wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß es im wesentlichen aus folgenden Stufen besteht:
  • 1) Herstellen eines Faserbreis, vorzugsweise eine Pa­ pierstoffs, unter Einverleiben mindestens eines Färbungsmit­ tels,
  • 2) Bereitstellen dieses Breis in Form eines Trägerma­ terials, das aus ein und derselben faserigen Bahn besteht, die durch Bilden einer einzigen Faserbahn entsteht,
  • 3) Entfernen mindestens eines Teils des in der Träger­ materialbahn enthaltenen Wassers und
  • 4) Entfärben und/oder Umfärben mindestens eines äuße­ ren Abschnitts der Trägermaterialbahn vor, während oder nach der Beseitigung des Wassers.
Ein derartiges Verfahren ermöglicht die Herstellung des faserigen Trägermaterials, das den Gegenstand der vorstehend beschriebenen Erfindung darstellt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens weist das faserige Trägermaterial (z. B. das Papier) einen gefärbten, etwa in der Mitte liegenden Abschnitt und auf des­ sen beiden Seiten einen äußeren Abschnitt, der weiß gefärbt ist oder eine im Vergleich zum mittleren Abschnitt unter­ schiedliche und/oder weniger dunkle Farbe besitzt, auf. Diese beiden äußeren Abschnitte weisen gleiche oder unterschiedli­ che Farben auf. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird die Entfärbung und/oder Umfärbung mit Hilfe chemischer und/oder physikalischer Mittel durchgeführt.
Ein derartiges faseriges Trägermaterial entspricht der bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Produkts, das vorstehend beschrieben wurde und in der beigefügten ein­ zigen Figur dargestellt ist.
Die Stufe 1 zur Herstellung des Faserbreis entspricht einem relativ herkömmlichen Vorgang auf dem Gebiet der Pa­ pierherstellung. In einer Papiermaschine erfolgt dieser Vor­ gang im Bereich des Stoffauflaufkastens oder während der Her­ stellung des Papierstoffs im Stofflöser. Im vorliegenden Fall besteht dieser Vorgang in der einfachen Zugabe mindestens eines Färbungsmittels zum Papierstoff und in der Herstellung eines homogenen Gemisches.
Die Stufe 2 wird mittels der Düse des Stoffauflaufka­ stens der Papiermaschine durchgeführt, die es erlaubt, eine einschichtige Bahn einer Fasermatte, die das Färbungsmittel enthält, herzustellen, wobei diese Matte anschließend der Entwässerungseinrichtung, der Preßeinrichtung und sodann der Trocknungseinrichtung der Papiermaschine zugeführt wird. Diese drei Einrichtungen haben die Aufgabe in der Stufe 3 die Entfernung des in der Trägermaterialbahn vorhandenen Wassers zu gewährleisten.
Für den Fall, daß eine Entfärbung und/oder eine chemi­ sche Umfärbung durchgeführt wird, wird gemäß einer bevorzug­ ten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens die Stufe 4 mittels eines Bads mit einem Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel unter Verwendung einer Vorrichtung, die vorzugsweise in der Papiermaschine vorgesehen ist, vorge­ nommen. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dieser Vorrichtung um eine herkömmliche Leimpresse, z. B. eine "blade metering size press" oder eine "gate-roll". Eine derartige Leimpresse wird üblicherweise nach der Vortrocknung eingesetzt.
Für den weniger vorteilhaften Fall, daß die Behandlung mit dem Entfärbungs- oder Umfärbungsbad am Ausgang der Pa­ piermaschine durchgeführt wird, ist es möglich, entsprechende Beschichtungseinrichtungen prozeßgekoppelt einzusetzen, z. B. Vorrichtungen mit einer Metallrakel oder einer Luftrakel, oder herkömmliche Drucktechniken anzuwenden. Es ist darauf hinzuweisen, daß anstelle der vorerwähnten herkömmlichen Maß­ nahmen beliebige geeignete Maßnahmen, mit denen man eine Ent­ färbungslösung/Umfärbungslösung in das faserige Trägermate­ rial eindringen lassen kann, herangezogen werden können.
Selbstverständlich werden die Konzentrationen des Mit­ tels zur Entfärbung/Umfärbung im Behandlungsbad in Abhängig­ keit von der Menge des im faserigen Trägermaterial enthalte­ nen Färbungsmittels und in Abhängigkeit von der Stöchiometrie der entsprechenden Reaktion festgelegt. Diese Durchführungs­ maßnahmen liegen im Wissen des Fachmanns.
Was die Art der Färbungsmittel sowie der Entfärbungsmit­ tel/Umfärbungsmittel betrifft, wird auf die Beschreibung und Definitionen gemäß den vorstehenden Ausführungen im Beschrei­ bungsteil, der sich mit den faserigen Trägermaterialien als solchen befaßt, verwiesen.
Wie bereits ausgeführt, stellt das Eindringvermögen des Entfärbungsmittels oder Umfärbungsmittels in das Innere des faserigen Trägermaterials eine Grundvoraussetzung für das er­ findungsgemäße Verfahren dar. Bei den Parametern, die diesbe­ züglich eine Steuerung ermöglichen, handelt es sich einer­ seits um die flächenbezogene Masse, den Feinheitsgrad und die Leimung des faserigen Trägermaterials und andererseits um die Viskosität des Behandlungsbads. So wird die Viskosität der Lösung zur Entfärbung/Umfärbung eingestellt, indem man die Trockenmasse verändert und/oder filmbildende Bindemittel (Stärke, Cellulose und dergl.) verwendet. Diese Einstellung der Viskosität wird in Abhängigkeit von der Art des Reaktan­ tengase zur Entfärbung/Umfärbung sowie in Abhängigkeit von dessen Reaktivität vorgenommen.
Selbstverständlich sind die Parameter, die auf das Ein­ dringvermögen des Mittels zur Entfärbung/Umfärbung einwirken, voneinander abhängig. So muß die Viskosität des Behandlungs­ bads umso höher sein, je geringer die flächenbezogene Masse des faserigen Trägermaterials ist.
Für die Praxis lassen sich folgende Beispiele angeben:
  • - für eine flächenbezogene Masse von 120 g/m2 beträgt die Viskosität des Bads vorteilhafterweise 100 mPa.s oder mehr,
  • - für eine flächenbezogene Masse von 150 g/m2 beträgt die Viskosität vorzugsweise 80 mPa.s oder mehr und
  • - für eine flächenbezogene Masse von 200 g/m2 beträgt die Viskosität des Bads vorteilhafterweise mehr als 30-50 mPa.s.
Als Beispiele für ein wasserlösliches Bindemittel lassen sich erwähnen: Carboxymethylcellulose, Stärke und Polyvinyl­ alkohol, bei denen es sich um natürliche und bevorzugt ver­ wendete Bindemittel handelt, wobei aber synthetische Binde­ mittel, wie Acryl-Latices oder Styrol-Butadien-Latices nicht ausgeschlossen sind.
Vorteilhafterweise wird für die Stufe 4 im Fall einer Entfärbung/Umfärbung durch chemische Mittel ein Paar von Fär­ bungsmittel/Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel aus folgender Gruppe verwendet:
Färbungsmittel
Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel
Metalloxid Reduktionsmittel
Metallsalz Maskierungsmittel
gefärbter pH-Indikator Medium mit dem gewählten pH-Wert
gefärbter Redox-Indikator Medium mit dem gewählten Redox-Potential
farbgebendes Mittel Mittel zum Abbau des Färbungsmittel
und Gemische davon
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform gilt folgendes:
  • - beim Mittel zur Entfärbung/Umfärbung handelt es sich um ein chemisches Mittel,
  • - beim faserigen Trägermaterial handelt es sich um Pa­ pier, das mit Hilfe einer Papiermaschine hergestellt worden ist, und
  • - für die Durchführung der Stufe 4 bringt man das Mittel zur Entfärbung/Umfärbung in und/oder außerhalb der Papierma­ schine auf mindestens eine der Außenseiten der Bahn auf, und zwar vorzugsweise mit Hilfe einer der folgenden Einrichtun­ gen: Leimpresse, Benetzungssystem oder Beschichtungssystem.
Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung des fa­ serigen Trägermaterials, das beispielsweise der vorstehenden Definition entspricht oder gemäß dem vorstehenden Verfahren erhalten worden ist, zur Herstellung von durch Einreißen überprüfbarem Wertzeichenpapier, beispielsweise von Rubbel­ karten oder Losen für Sofortlotterien.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein durch Ein­ reißen überprüfbares Wertzeichenpapier, das dadurch gekenn­ zeichnet ist, daß es insbesondere aus dem faserigen Trägerma­ terial besteht, das der vorstehenden Definition entspricht und/oder gemäß dem vorstehend beschriebenen Verfahren erhal­ ten worden ist.
Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung eine Rub­ belkarte, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie insbeson­ dere aus dem faserigen Trägermaterial besteht, das der vor­ stehenden Definition entspricht und/oder gemäß dem vorstehend beschriebenen Verfahren erhalten worden ist.
Das erfindungsgemäße faserige Trägermaterial kann als Wertzeichenpapier eingesetzt werden, das folgende Eigenschaf­ ten aufweist: durch Einreißen überprüfbar, undurchsichtig, nicht-delaminierbar, geringe Gestehungskosten und vollkommen geeignet für fälschungssichere und durch Einreißen überprüf­ bare Dokumente sowie für keiner Täuschungsmöglichkeit durch Durchsichtbetrachtung zugängliche Rubbelkarten.
Die nachstehenden Beispiele dienen der näheren Erläute­ rung der Erfindung, ohne diese zu beschränken.
Beispiele Beispiel 1
Als gefärbter Indikator wird in einem wäßrig-alkoholi­ schen Medium gelöstes Phenolphthalein in einer Menge von 2%, bezogen auf den trockenen Papierstoff, einem Papierstoff in einer Mischvorrichtung zugeführt. Der Papierstoff besteht zu 50% aus Zellstoff aus Laubholz und zu 50% aus Zellstoff aus Nadelholz, ist auf einen Feinmahlgrad von 30° SR gebracht und weist einen pH-Wert von 11 auf. Es entwickelt sich eine in­ tensive Rosafärbung. Auf der Papiermaschine wird ein gefärb­ tes Papierträgermaterial von 250 g/m2 hergestellt. Der Leim­ presse wird eine verdünnte Schwefelsäurelösung in der Weise zugeführt, daß der pH-Wert der Oberfläche des Papiers sinkt und dadurch die Rosafärbung des Trägermaterials beseitigt wird. Das erhaltene Papier ist auf der Außenseite weiß und in der Mitte rosa gefärbt. Das Papier kann durch Einreißen über­ prüft werden. Die Aufnahme im Leimungsbad beträgt 30 Gew.-%, bezogen auf das gefärbte Papierträgermaterial.
Beispiel 2
Ein überprüfbares Billett wird hergestellt, indem man in den Papierstoff das Färbungsmittel BLEU DUASYN POUR ENCRES BJT der Fa. HOECHST in einer Menge von 0,2 Gew.-%, bezogen auf den trockenen Papierstoff, einführt, wobei der pH-Wert des Papierstoffs mit Säure auf 4 eingestellt wird. Das auf diese Weise hergestellte blaue Papier mit einer flächenbezo­ genen Masse von 300 g/m2 wird der Leimungspresse der Papier­ maschine zugeführt, wo das nachstehend angegebene Bad in einer Menge von 20 Gew.-%, bezogen auf das Papier aufgebracht wird:
Stärke: Trockengewicht 15 Gew.-%, bezogen auf das Be­ handlungsbad,
Natriumhypochloritlösung mit 12° (Javel à 12°): 15 Gew.-%, bezogen auf das Behandlungsbad.
Nach dem Trocknen ist das Papier auf seinen Außenseiten weiß und im Innern blau. Durch Einreißen wird eine direkte visuelle Überprüfung ermöglicht. Ferner kann das Papier mit dem speziellen Färbungsmittel durch eine zweite Maßnahme überprüft werden: das Aufbringen eines Filzstücks mit Lösch­ tinte oder einer basischen Lösung auf den inneren gefärbten Teil ermöglicht eine Entfärbung dieses Teils.
Beispiel 3
Ein fälschungssicheres Billett wird erhalten, indem man das blaue Trägerpapier von Beispiel 2 mit einem Bad behan­ delt, das 10% Natriumsulfit, bezogen auf das Bad, anstelle von Natriumhypochloritlösung enthält. Man erhält das gleiche Endprodukt.
Beispiel 4
Ein als Trägermaterial dienendes gefärbtes Papier mit 200 g/m2 wird auf einer Papiermaschine unter Verwendung des Färbungsmittels JAUNE LEVACELL 3 GX der Fa. Bayer herge­ stellt. Das auf diese Weise hergestellte gelbe Papier wird einer Leimpresse mit einer verdünnten Lösung von Natriumhy­ droxid in der Weise zugeführt, daß sich auf der Papierober­ fläche eine rote Färbung ergibt. Die Färbung im Innern der Bahn bleibt gelb. Das Papier ist durch Einreißen überprüfbar. Das auf diese Weise erhaltene gefärbte Papier weist jedoch den Nachteil auf, daß es nicht ohne weiteres für verschiedene Druckzwecke eingesetzt werden kann.
Beispiel 5
Ein Trägerpapier mit 250 g/m2, das 3% Manganoxid, bezo­ gen auf den trockenen Papierstoff enthält, ist stark braun gefärbt. Dieses Trägermaterial wird der Leimpresse mit einer schwach sauren Lösung von Formamidinsulfinsäure (5%, bezogen auf das Behandlungsbad), die als Bindemittel für das Bad Carboxymethylcellulose von hoher Viskosität (0,7% Trockenge­ wicht, bezogen auf das Behandlungsbad) enthält, zugeführt. Die Aufnahme im Leimungsbad beträgt 30 Gew.-%, bezogen auf das Trägerpapier. Das fertige Papier ist auf den Seiten weiß und in der Mitte braun gefärbt. Ein derartiges Papier weist eine stark verbesserte undurchsichtige Beschaffenheit auf. Selbst bei starker Beleuchtung ist es praktisch unmöglich, auf der Rückseite des Papiers aufgebrachte Schriftzeichen zu erkennen, während ein Papier mit gleichwertiger flächenbezo­ gener Masse diese Eigenschaft nicht aufweist. Dieses weiße Produkt ist bedruckbar und kann somit als Trägerpapier für Lose für Sofortlotterien verwendet werden, ohne daß es erfor­ derlich ist, eine Verklebung mit einer Aluminiumfolie vorzu­ nehmen, um eine Durchsichtbetrachtung zu verhindern.

Claims (12)

1. Undurchsichtiges, faseriges Trägermaterial (1), insbesondere aus Papier, dadurch gekennzeichnet, daß es aus ein und derselben faserigen Matte erhalten worden ist, die folgende Eigenschaften aufweist:
  • - homogene Beschaffenheit, insbesondere in bezug auf die Dicke;
  • - Produkt aus einer einzigen Faserbahn; und
  • - anfängliche Färbung (C2), anschließend Entfärbung oder unterschiedliche Färbung, zumindest teilweise auf mindestens einer der Seiten, um mindestens einen äußeren Abschnitt (3, 4) zu bilden, der weiß ist oder die Farbe (C1, C3) aufweist, die im Vergleich zur anfänglichen Farbe (C2) verschieden und/oder weniger dunkel ist.
2. Faseriges Trägermaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus ein und derselben faserigen Matte erhalten worden ist, die folgende Eigenschaften aufweist:
  • - homogene Beschaffenheit, insbesondere in bezug auf die Dicke;
  • - Produkt aus einer einzigen Faserbahn; und
  • - anfängliche Färbung (C2), anschließend Entfärbung oder Andersfärbung, zumindest teilweise auf mindestens einer der Seiten, um einerseits mindestens einen äußeren Abschnitt (3, 4), der weiß ist oder die Farbe (C1, C3) aufweist, die im Vergleich zur anfänglichen Farbe (C2) verschieden und/oder weniger dunkel ist, und andererseits mindestens einen in etwa in der Mitte liegenden Abschnitt (2), der die Farbe (C2) auf­ weist, zu bilden.
3. Faseriges Trägermaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es einen gefärbten, in etwa in der Mitte liegenden Abschnitt (2) umfaßt, der die anfängliche Farbe (C2) aufweist und an seinen beiden Seiten an einen äußeren Abschnitt (3, 4) angrenzt, der weiß oder unterschied­ lich und/oder weniger dunkel gefärbt ist (C1, C3), wobei die Farbe (C2) des mittleren Abschnitts (2) und die Farben (C1) bzw. (C3) der äußeren Abschnitte (3) und (4), die sich auf beiden Seiten des mittleren Abschnitts (2) befinden, gleich oder verschieden sind.
4. Faseriges Trägermaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens ein Färbungsmittel und gegebenenfalls mindestens ein Entfärbungsmittel und/oder mindestens ein Umfärbungsmittel enthält, das nicht reagiert hat, aber zur Reaktion mit dem Färbungsmittel in den äußeren Abschnitten befähigt ist.
5. Faseriges Trägermaterial nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Paar Färbungsmittel/Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel aus folgender Gruppe ausgewählt ist:
Färbungsmittel Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel Metalloxid Reduktionsmittel Metallsalz Maskierungsmittel gefärbter pH-Indikator Medium mit dem gewählten pH-Wert gefärbter Redox-Indikator Medium mit dem gewählten Redox-Potential farbgebendes Mittel Mittel zum Abbau des Färbungsmittel und Gemische davon
6. Faseriges Trägermaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß seine flächenbezogene Masse 80 g/m2 oder mehr, vorzugsweise 100 bis 400 g/m2 und insbesondere 120 bis 300 g/m2 beträgt.
7. Verfahren zur Herstellung eines faserigen Trägerma­ terials (1), vorzugsweise aus Papier, das insbesondere aus ein und derselben faserigen Matte besteht, insbesondere in bezug auf seine Dicke homogen ist, undurchsichtig ist und in Dickenrichtung mindestens einen (vorzugsweise nur einen) ge­ färbten, in etwa in der Mitte angeordneten Abschnitt (2) in einer anfänglichen Farbe (C2) und mindestens einen (vorzugsweise zwei) äußere Abschnitte (3, 4), die weiß oder im Vergleich zum mittleren Abschnitt (2) anders und/oder we­ niger dunkel gefärbt sind (C1, C3), aufweist, dadurch gekenn­ zeichnet, daß es im wesentlichen besteht aus:
  • 1) Herstellen eines Faserbreis, vorzugsweise eines Pa­ pierstoffs unter Einverleiben mindestens eines Färbungsmit­ tels,
  • 2) Bereitstellen dieses Breis in Form eines Trägerma­ terials, das aus ein und derselben faserigen Bahn besteht, die durch Bilden einer einzigen Faserbahn entsteht,
  • 3) Entfernen mindestens eines Teils des in der Träger­ materialbahn enthaltenen Wassers und
  • 4) Entfärben und/oder Umfärben mindestens eines äuße­ ren Abschnitts (3, 4) der Trägermaterialbahn vor, während oder nach der Beseitigung des Wassers.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das vorgesehene faserige Trägermaterial (z. B. das Pa­ pier) einen in etwa in der Mitte liegenden Abschnitt (2) mit der Farbe (C2) und auf beiden Seiten äußere Abschnitte (3, 4), die weiß oder im Vergleich zum mittleren Abschnitt (2) verschieden und/oder weniger dunkel gefärbt sind (C1, C3), wobei die Farben (C1, C3) der beiden äußeren Abschnitte (3, 4) gleich oder verschieden sind.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß im Fall einer Entfärbung/Umfärbung durch chemische Mittel ein Paar von Färbungsmittel/Entfärbungsmittel und/oder Umfär­ bungsmittel, das aus folgender Gruppe ausgewählt ist, verwen­ det wird:
Färbungsmittel Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel Metalloxid Reduktionsmittel Metallsalz Maskierungsmittel gefärbter pH-Indikator Medium mit dem gewählten pH-Wert gefärbter Redox-Indikator Medium mit dem gewählten Redox-Potential farbgebendes Mittel Mittel zum Abbau des Färbungsmittel und Gemische davon
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es sich beim Entfärbungsmittel/Umfär­ bungsmittel um ein chemisches Mittel handelt, daß es sich beim faserigen Trägermaterial um mittels einer Papiermaschine hergestelltes Papier handelt und daß man das Mittel zur Ent­ färbung/Umfärbung in und/oder außerhalb der Papiermaschine auf mindestens eine der Außenseiten der Bahn aufbringt, vor­ zugsweise mit Hilfe einer der folgenden Einrichtungen: Leim­ presse, Benetzungssystem oder Beschichtungssystem.
11. Durch Einreißen überprüfbares Wertzeichenpapier, dadurch gekennzeichnet, daß es insbesondere aus einem faseri­ gen Trägermaterial besteht, das einem der Ansprüche 1 bis 6 entspricht und/oder nach dem Verfahren einer der Ansprüche 7 bis 10 erhalten worden ist.
12. Rubbelkarte, dadurch gekennzeichnet, daß sie insbe­ sondere aus einem faserigen Trägermaterial besteht, das einem der Ansprüche 1 bis 6 entspricht und/oder nach dem Verfahren einer der Ansprüche 7 bis 10 erhalten worden ist.
DE1998101973 1997-01-22 1998-01-20 Undurchsichtiges, durch Einreißen überprüfbares Wertzeichenpapier, Verfahren zu seiner Herstellung und aus diesem Papier hergestellte Rubbelkarten Withdrawn DE19801973A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR9700849A FR2758574B1 (fr) 1997-01-22 1997-01-22 Papier de securite opaque, authentifiable par dechirure, tickets de jeu a gratter realises a partir dudit papier et son procede de fabrication

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19801973A1 true DE19801973A1 (de) 1998-07-23

Family

ID=9503008

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1998101973 Withdrawn DE19801973A1 (de) 1997-01-22 1998-01-20 Undurchsichtiges, durch Einreißen überprüfbares Wertzeichenpapier, Verfahren zu seiner Herstellung und aus diesem Papier hergestellte Rubbelkarten

Country Status (10)

Country Link
BE (1) BE1011403A3 (de)
CA (1) CA2224506A1 (de)
CH (1) CH692747A5 (de)
DE (1) DE19801973A1 (de)
ES (1) ES2154123B1 (de)
FR (1) FR2758574B1 (de)
GB (1) GB2321471B (de)
IT (1) ITTO980052A1 (de)
NL (1) NL1008094C2 (de)
PT (1) PT102101B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2005121449A1 (de) * 2004-06-11 2005-12-22 Wassermann & Co. Papyrolinfabrik Zweigniederlassung Der M.Schachenmayr'schen Papierfabrik Gmbh Verwendung eines mehrlagigen papiers

Families Citing this family (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6783991B1 (en) * 2002-02-06 2004-08-31 The Standard Register Company Reversible and reusable authentication system for secure documents
RU2203354C1 (ru) * 2002-02-18 2003-04-27 Объединение "Гознак" Министерства финансов РФ Способ изготовления защищенной от подделки ценной бумаги
RU2222655C1 (ru) * 2003-02-04 2004-01-27 Научно-исследовательский институт Гознака Бумага, защищенная от подделки
RU2260088C2 (ru) * 2003-10-01 2005-09-10 Научно-исследовательский институт Гознака - Государственное предприятие Ценная бумага, защищенная от подделки, и способ ее изготовления
FR2897078B1 (fr) 2006-02-09 2011-08-19 Arjowiggins Materiau en feuille comportant au moins un filigrane avec une nuance coloree.
US20110045252A1 (en) * 2009-08-21 2011-02-24 David Mark Rasch Web materials comprising brown ink
GB2531584B (en) * 2014-10-23 2019-07-10 Portals De La Rue Ltd Improvements in security papers and documents

Family Cites Families (13)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE67632C (de) * R. HÖESCH in Düren, Rheinland Verfahren zum Einseitigfärben von Papier bei Papiermaschinen
US1417820A (en) * 1921-08-27 1922-05-30 Waterlow And Sons Ltd Means for rendering the alteration of documents capable of detection
FR537357A (fr) * 1921-06-24 1922-05-22 Perfectionnements à la fabrication des cartons et papiers coloriés
BE398260A (de) * 1932-08-24
GB1435686A (en) * 1972-04-26 1976-05-12 Culter Guard Bridge Holdings L Coated paper
DE2234205C3 (de) * 1972-07-12 1975-02-13 Th. Goldschmidt Ag, 4300 Essen Verfahren zum Einfärben von saugfähigem, oberflächenrauhem Papier
US4051295A (en) * 1974-12-20 1977-09-27 Bernstein Donald J Alteration-sensitive surface
US4556625A (en) * 1982-07-09 1985-12-03 Armstrong World Industries, Inc. Development of a colored image on a cellulosic material with monosulfonyl azides
US4786532A (en) * 1985-08-19 1988-11-22 Westvaco Corporation Flexographic press applied paper color coating
US4726608A (en) * 1986-08-05 1988-02-23 Scientific Games Of California, Inc. Information bearing article with tamper resistant scratch-off opaque coating
FR2650606B1 (fr) * 1989-08-07 1992-04-30 Aussedat Rey Papier de securite infalsifiable et composition aqueuse ou organique utile, notamment pour rendre un papier infalsifiable
SE8903823D0 (sv) * 1989-11-14 1989-11-14 Tumba Bruk Ab Lottpapper, foerfarande foer framstaellning av lottpapper samt dess anvaendning vid tillverkning av lottprodukter
GB9403237D0 (en) * 1994-02-19 1994-04-13 Wiggins Teape Group The Limite Lottery ticket paper

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2005121449A1 (de) * 2004-06-11 2005-12-22 Wassermann & Co. Papyrolinfabrik Zweigniederlassung Der M.Schachenmayr'schen Papierfabrik Gmbh Verwendung eines mehrlagigen papiers

Also Published As

Publication number Publication date
CH692747A5 (fr) 2002-10-15
PT102101A (pt) 1998-07-31
ITTO980052A1 (it) 1999-07-21
GB9800846D0 (en) 1998-03-11
ES2154123B1 (es) 2001-08-16
BE1011403A3 (fr) 1999-08-03
CA2224506A1 (fr) 1998-07-22
FR2758574A1 (fr) 1998-07-24
GB2321471A (en) 1998-07-29
PT102101B (pt) 1999-11-30
NL1008094A1 (nl) 1998-07-27
ES2154123A1 (es) 2001-03-16
GB2321471B (en) 2001-06-27
NL1008094C2 (nl) 1999-01-15
FR2758574B1 (fr) 1999-04-09

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0031161B1 (de) Gegen Fälschungen und Verfälschungen geschütztes Sicherheitspapier
DE69328085T2 (de) Sicherheitspapier mit Farbmarkierung
DE3533378C2 (de) Verfahren zum Anbringen von Sicherheitsmerkmalen innerhalb eines Papieres und seine Anwendung
DE69103882T2 (de) Blatt für sicherheitsdokumente mit einer hohen bedruckbarkeit und einer hohen verschleissfestigkeit.
DE69002587T2 (de) Die Verwendung eines beschichteten Papiers zur Herstellung eines Sofortloses.
DE69802696T2 (de) Verbundfolienstruktur
EP1099024B1 (de) Sicherheitspapier
DE19801973A1 (de) Undurchsichtiges, durch Einreißen überprüfbares Wertzeichenpapier, Verfahren zu seiner Herstellung und aus diesem Papier hergestellte Rubbelkarten
DE69020402T2 (de) Zusammensetzung zum Beglaubigen eines Sicherheitspapiers.
EP1372978B1 (de) Wärmeempfindlicher aufzeichnungsbogen und seine verwendung
EP1204795B1 (de) Aufzeichnungspapier mit einer kombination mehrerer sicherheitsmerkmale
DE69006759T2 (de) Träger für Sicherheitsdokumente mit einer Beschichtung, die durchsichtig werden kann.
DE3038178C1 (de) Gegen Radieren geschuetztes Sicherheitspapier
EP1032498A1 (de) Wärmeempfindliche aufzeichnungsmaterialien und verfahren zur authentizitätsprüfung
DE19842867C2 (de) Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial und ein Verfahren zur Authentizitätsprüfung
EP1278642B1 (de) Aufzeichnungsmaterialien mit temporär wirkendem sicherheitsmerkmal.
DE10021896C2 (de) Bahnförmiges Aufzeichnungsmaterial in lichtdurchlässiger Ausführung und Verfahren zu seiner Herstellung
DE68903600T2 (de) Selbstklebender sicherheitsstreifen und seine anwendung zur verbindung der faelschbarkeit von dokumenten.
DE69204946T2 (de) System zum reversiblen Überprüfen eines Sicherheitspapiers auf Echtheit.
EP1438194B1 (de) Bahnförmiges aufzeichnungsmaterial in lichtdurchlässiger ausführung und verfahren zu seiner herstellung
DE2801015A1 (de) Identitaetskarte, z.b. scheckkarte
DE69804090T2 (de) Aufzeichnungsmaterial für druckempfindliche kopiersysteme
DE69210104T2 (de) Dokument, wie zum Beispiel Scheck od. dgl., mit Mitteln zur Verhinderung von Fälschungen
DE19842866A1 (de) Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit Sicherheitsmerkmal
DE4432548A1 (de) Lichtundurchlässiges Trägermaterial

Legal Events

Date Code Title Description
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: INTERNATIONAL PAPER S.A., GUYANCOURT, FR

8120 Willingness to grant licences paragraph 23
8121 Willingness to grant licences paragraph 23 withdrawn
8141 Disposal/no request for examination