DE19800882C2 - Wärmeübertragungssystem und Verfahren zum Betrieb desselben - Google Patents
Wärmeübertragungssystem und Verfahren zum Betrieb desselbenInfo
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Abstract
Bei einem Wärmeübertragungssystem wird eine anlagenschonende Betriebsweise, insbesondere bei Lastwechseln dadurch erreicht, daß der Druck in der Anlage überwacht wird und daß bei Auftreten von Druckschwankungen, die ein zulässiges Maß überschreiten, der Dampfzustrom gedrosselt und/oder eine Erhöhung des Dampfzustroms bzw. eine Wiedererhöhung desselben für eine gewisse Zeit gesperrt oder blockiert werden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Wärmetransport- oder
-übertragungssystem, mit Dampf als Wärmeträgermedium sowie
ein Verfahren zum Betrieb
des Wärmeübertragungssystems.
Wärmeübertragungssysteme sind Anlagen, in denen Wärme
von einem Wärmeträger, bspw. Dampf transportiert und/oder
auf Anlagenteile oder andere Wärmeträger übertragen wird.
Dampf ist ein Wärmeträger mit hoher Temperatur, mit sehr
hohem Wärmeinhalt und somit mit hoher Energiedichte. Trotz
normalerweise vorhandener Wärmeisolation fällt in dem Sys
tem bspw. in Rohrleitungen Kondensat in kleineren oder
größeren Mengen an. Obwohl dies abgeführt werden muß und
in der Regel auch wird, können sich Lachen oder Pfützen
insbesondere in Regelarmaturen (Ventilen) aber auch an
anderen Stellen ansammeln. Diese können wegen ihrer bau
chigen Form häufig nicht vollständig entwässert werden.
Kondensat kann sich insbesondere nach Abstellen der Dampf
zufuhr im System an dafür nicht vorgesehenen Stelen an
sammeln.
Wird in einer solchen Situation Dampf in das System
gelassen, wirbelt dieser die Kondensatansammlungen auf,
die dann unregelmäßig in kleineren und größeren Explosio
nen verdampfen. Die Explosionen führen zu starken Druck
stößen in dem System. Selbst nach nur kurzzeitigem Still
stand tritt dieser Effekt auf. Entsteht bspw. nach dem
Abschalten der Dampfzufuhr in dem System Kondensat, fließt
dies in Richtung der Entwässerung. Wird nun der Dampf wie
der freigegeben, drückt dieser das viel träger fließende
Kondensat in Gegenrichtung und wirbelt es auf. Es ver
dampft explosionsartig.
Zu Wärmeübertragungssystemen gehören in der Regel
eine größere Anzahl Rohre, Armaturen, Apparate und sons
tige Anlageteile, die untereinander verbunden sind. Dazu
dienen meist Schweißverbindungen oder Verbindungen mit
Vorschweißflanschen. Diese umfassen an jedem Rohrende ein
angeschweißtes Anschlussstück mit einem scheibenförmigen
Flansch, der Schraubenlöcher aufweist. Zwischen den beiden
scheibenförmigen Flanschen ist eine flache ringförmige
Dichtungsscheibe angeordnet. Mittels Spannschrauben, die
durch die Schraubenlöcher der Flansche gehen, sind die
beiden Flansche gegeneinander gespannt. Dadurch werden
plane Dichtungsflächen der Flansche aufeinander zu ge
spannt und an die Dichtungsscheibe angepresst. Diese wird
dadurch letztlich reibschlüssig gehalten. Mit einem auf
das Setzverhalten und die Elastizität der Dichtung abge
stimmten Anzugsdrehmoment der Schrauben wird eine dichte
Flanschverbindung erhalten. Um die Anpresskraft bei norma
lem Betrieb immer aufrechtzuerhalten, weisen die Spann
schrauben eine gewisse Eigenelastizität auf.
Als Dichtung wurden Asbestdichtungen verwendet. Nun
mehr werden jedoch keiner Asbestdichtungen, sondern Gra
phitdichtungen verbaut. Diese erfordern aufgrund einer
geringeren Eigenelastizität die genaue Einhaltung vorgege
bener Montage- und Betriebsparameter. Treten wiederholt
starke Druckstöße in dem System auf, kann die
Flanschdichtung Schaden nehmen und undicht werden.
Außer den Flanschdichtungen zwischen Rohren oder Roh
ren und Armaturen und/oder Apparaten, enthalten in dem
System vorhandene Komponenten oder Apparate Verbindungs
stellen, die durch Druckstöße übermäßig verschleißen. Sol
che sind Einwalz-, Löt-, Schweiß- oder Einschrumpfverbin
dungen. Beispielsweise sind in Wärmetauschern Rohre end
seitig in den Öffnungen eines Zwischenbodens gefasst. Die
se Verbindungen müssen dauerhaft dicht sein. Sie sind je
doch durch Druckstöße gefährdet. Treten wiederholt starke
Druckstöße oder -spitzen auf, können die Verbindungen
schleichend beschädigt werden, wodurch die Anlage relativ
schnell verschleißt. Dies gilt auch für Einwalzungen von
Rohren in Rohrplatten.
Druckspitzen oder -Stöße sind auch für Armaturen von
Nachteil. Steht bspw. ein Ventil in einer Drosselstellung,
in der der Ventilkegel gerade eben an dem Ventilsitz an
liegt oder mit diesem einen sehr engen Spalt definiert,
kann ein Druckstoß, den Ventilkegel vibrieren lassen. Der
Ventilkegel hämmert dabei in den Sitz, was dazu führen
kann, dass der Ventilkegel un der Ventilsitz beschädigt
werden.
Die genannten Effekte haben zur Folge, dass Wärme
übertragungssysteme zumindest bei häufigem Auftreten von
Druckspitzen und -Stößen relativ schnell verschleißen kön
nen. Außerdem können Undichtigkeiten nicht nur das Still
setzen der Anlage erfordern und somit erhebliche wirt
schaftliche Schäden hervorrufen, sondern darüber hinaus
ernsthafte Gefährdungen für das Bedienungspersonal ver
ursachen. Bei undicht werdenden Verbindungen kann der in
den Leitungen vorhandene unter hohem Druck stehende heiße
Dampf austreten, was in jedem Fall gefährlich ist. Jeden
falls aber wird die Lebendauer zumeist drastisch redu
ziert.
Aus der DD 218 442 A1 ist eine Anordnung zur Vermei
dung von Verdampfungserscheinungen beim Wärmeübertragern
bekannt. Diese Anordnung sieht an einem Wärmeübertrager
einen Meßwertumwandler vor, der bei Unterschreitung eines
Grenzwerts des Differenzdrucks am Sekundärvorlauf eines
Rohrbündelwärmeübertragers ein im Primärrücklauf angeord
netes Absperrventil schließt.
Druckstöße im Wärmetauscher können damit nicht voll
ständig vermieden werden.
Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, ein
Wärmeübertragungssystem mit Dampf als Wärmeträgermedium zu
schaffen, das eine erhöhte Lebensdauer aufweist. Außerdem
ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betrieb
eines Wärmeübertragungssystems zu schaffen, das die Le
bensdauer erhöht.
Diese Aufgaben werden mit dem Wärmeübertragungssystem
nach Anspruch 1, sowie mit dem Verfahren nach Anspruch 13
gelöst.
Bei einem Wärmeübertragungssystem wird eine anlagen
schonende Betriebsweise, insbesondere bei Lastwechseln
dadurch erreicht, dass der Druck in der Anlage überwacht
wird und dass bei Auftreten von Druckschwankungen, die ein
zulässiges Maß überschreiten, der Dampfzustrom gedrosselt
und/oder eine Erhöhung des Dampfzustroms bzw. eine Wieder
erhöhung desselben für eine gewisse Zeit gesperrt oder
blockiert werden. Bei dem erfindungsgemäßen Wärmeübertra
gungssystem ist dazu eine Überwachungseinrichtung vorhan
den, die das Auftreten von schnellen Druckänderungen regi
striert und den Dampfzustrom drosselt, wenn die schnellen
Druckänderungen eine gewisse Grenze übersteigen oder wenn
die Druckänderungsgeschwindigkeit größer als zulässig ist.
Dampf weist einen hohen Wärmegehalt von fast 3000
kJ/kg auf. Trifft dieser Dampf in einem Wärmeübertragungs
system auf ausgekühltes Wasser, entstehen auf engstem Raum
lokal begrenzte Bereiche mit hoher Enthalpie, zwischen
denen andere Bereiche mit niedriger Enthalpie vorhanden
sind. Die Übergänge sind sprunghaft, so dass äußerst große
Gradienten vorhanden sind. Diese können wie eingangs er
läutert zu explosionsartigen Ausgleichsvorgängen führen,
die von der Erfindung jedoch vermieden werden. Dies ist
insbesondere bei dem Anfahren von Wärmeübertragungssyste
men von Bedeutung, wenn diese bspw. ein bis zwei Stunden
abgestellt waren. Ist ein Wärmeübertragungssystem, bspw.
nach Stillstand wenigstens etwas abgekühlt und tritt
plötzlicher Wärmebedarf auf, muss ein Dampfeinlass geöff
net werden, um die gewünschte Wärmeenergie und zusätzlich
Energie zum Aufheizen des Wärmeübertragungssystem zu lie
fern. Ist das Wärmeübertragungssystem bspw. auf eine Wär
meleistung von 100 bis 200 kW ausgelegt, strömt bei voll
geöffnetem Einlass mindestens Dampf, der dieser Wärmelei
stung entspricht, sowie zusätzlich Dampf ein, der der
Überwindung der Wärmeträgheit des Wärmeübertragungssystems
dient. Es kann somit zu Leistungszuflüssen zwischen 400
und 500 kW kommen, die in dem System auf Kondensatansamm
lungen treffen.
Das erfindungsgemäße Wärmeübertragungssystem und das
erfindungsgemäße Verfahren gestatten dies nur, wenn und so
lange dieser Prozeß ruhig abläuft. Sobald es zu kleineren
plötzlichen Verdampfungen kommt, werden die auftretenden
Druckschwankungen erfasst und von der Überwachungseinrich
tung als Vorboten größerer Druckstöße interpretiert. Um zu
vermeiden, dass diese dann tatsächlich auftreten, wird der
Dampfzustrom gedrosselt bevor größere Druckschwankungen
entstehen und bevor ein Schaden eintreten kann. Das
Wärmeübertragungssystem, das begonnen hatte, sich in einen
unsicheren Arbeitsbereich zu bewegen, wird dadurch zu ei
nem sicheren Arbeitspunkt zurückgeführt, bei dem nur so
viel Leistung in das Wärmeübertragungssystem und zu der
Stelle, bei der der Dampf seine Wärme abgibt, wie bspw.
ein Wärmetauscher, geführt wird, wie ohne Ex- und Im
plosionserscheinungen aufgenommen werden kann. Dadurch
werden stoßartige Druckbelastungen vermieden, die sich
ansonsten über weite Anlageteile fortsetzen und Anlagen
teile und Verbindungsstellen gefährden können.
Dadurch wird eine schonende Betriebsweise erzwungen
und es wird möglich, anstelle von relativ elastischen As
bestdichtungen steifere oder weniger federnde Graphitdich
tungen zu verwenden, ohne dass die Gefahr besteht, dass
diese undicht werden. Insgesamt kann die Betriebszuverläs
sigkeit des Wärmeübertragungssystems unabhängig von der
Art der verwendeten Dichtung deutlich erhöht und der Ver
schleiß vermindert werden. Alle Lastwechsel, insbesondere
Lastwechsel von einer sehr geringeren Last auf eine größe
re Last, die mit einer Zunahme der Dampfzufuhr verbunden
sind werden von der Überwachungseinrichtung so durchge
führt, dass explosionsartige Druckänderungen vermieden
werden. Es ist dabei sowohl möglich, dass bei erstem Auf
treten von kleineren Druckstößen entsprechende als Dros
selorgan dienende Regelventile ganz geschlossen als auch
dass diese lediglich etwas stärker gedrosselt werden. Da
bei kann das Drosselventil sowohl um einen festen Betrag
in Schließrichtung betätigt oder adaptiv soweit geschlos
sen werden, dass die vorhandenen Druckschwankungen abklin
gen. Ausgehend davon kann das Drosselventil nach einer
vorgegebenen oder einen einstellbaren Zeitverzögerung wie
der geöffnet werden.
Demnach wird, obwohl ein Lastwechsel von einer schwa
chen Last zu einer stärkeren Last ein schnelles Öffnen des
Regelventils erfordert, dieses Regelventil entgegen diesem
Erfordernis dann nicht weiter geöffnet oder sogar wieder
ganz oder teilweise geschlossen, wenn Druckschwankungen
auftreten, d. h. der Betrag der Zeitableitung des Drucks,
der an wenigstens einer Stelle des Wärmeübertragungssys
tems gemessen wird, zu groß wird.
Die Druckschwankungen können mit einem Drucksensor,
einem Piezosensor, einem Schwingungssensor oder einem
Schallsensor bspw. einem Körperschallsensor erfasst wer
den. Dabei ist es sowohl möglich, lediglich mit einem ein
zigen Sensor auszukommen, als auch mehrere Sensoren, bspw.
an der Primär- und der Sekundärseite eines Wärmetauschers
vorzusehen. Jedenfalls sind die Sensoren insbesondere an
Stellen oder in der Nähe von Stellen anzuordnen, an denen
besonders große Enthalpiegegensätze auftreten können.
Sind mehrere Sensoren vorhanden, ist es zweckmäßig,
aus deren Ausgangssignalen Signale abzuleiten, die eine
eindeutige Aussage enthalten, ob an dem betreffenden Sen
sor ein bestimmtes zulässiges Maß von schnellen Druckän
derungen überschritten ist. Die Überwachungsschaltung
sollte den Dampfzustrom schon dann drosseln, wenn solche
Bedingungen auch nur an einem der Sensoren vorhanden sind.
Zur Aufbereitung der von den Sensoren abgegebenen
Signale kann den Sensoren eine Filtereinrichtung nachge
schaltet werden. Werden als Sensoren bspw. Druckaufnehmer
verwendet, kann mit einer geeigneten Hochpasscharakteris
tik ein Zeitableitungssignal aus dem Drucksignal gebildet
werden, das die Druckänderungsgeschwindigkeit kennzeich
net. Mit einer Bandpasscharakteristik können außerdem
Störsignale ferngehalten werden. Die Auswertung von
Druckänderungen erfolgt dann in einem vorgegebenen Fre
quenzband.
Die Filtereinrichtung und ggfs. die gesamte Überwa
chungseinrichtung kann programmtechnisch mittels eines
Mikrorechners oder durch geeignete Logikschaltungen, ggfs.
auch durch Analogschaltungen realisiert werden. Die pro
grammtechnische Realisierung kann bspw. als Bestandteil
der Programmierung eines Mikrorechners vorgenommen werden,
der zur Prozesssteuerung in der Regel ohnehin vorhanden
ist.
Die Drosselung der Energiezufuhr erfolgt vorzugsweise
an der zuführenden Dampfleitung. Im Einzelfall kann es
auch möglich sein, die Drosselung an der Kondensatleitung
vorzunehmen, mit der kondensierter Dampf aus dem Wärme
übertragungssystem ausgeleitet wird.
Vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind Gegen
stand von Unteransprüchen und ergeben sich aus der Zeich
nung oder der zugehörigen Beschreibung. In der Zeichnung
ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.
Es zeigen:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Wärmeübertragungssystem,
in aufs äußerste schematisierter Darstellung,
Fig. 2 einen Ausschnitt aus dem Wärmeübertragungs
system nach Fig. 1, in Prinzipdarstellung,
Fig. 3 einen Ausschnitt aus einer Überwachungsein
richtung, die Bestandteile des Reglers des Wärmeübertra
gungssystems nach den Fig. 1 und 2 ist, in einer Block
darstellung,
Fig. 4 den Druckverlauf in einem Wärmeübertragungs
system bei plötzlichem Öffnen des Eingangsventils zum An
fahren des Systems,
Fig. 5 den Druckverlauf beim Anfahren des Wärmeüber
tragungssystems nach Fig. 1 bis 3,
Fig. 6 den zeitlichen Verlauf des dem Wärmeübertra
gungssystem zugeführten Enthalpiestroms,
Fig. 7 den sich bei dem zeitlichen Verlauf der Ent
halpie nach Fig. 6 ergebenden Druckverlauf, und
Fig. 8 den zeitlichen Verlauf der Zeitableitung des
Drucks, in dem erfindungsgemäßen Wärmeübertragungssystem.
In Fig. 1 ist ein Wärmeübertragungssystem 1 veran
schaulicht, das an eine Dampfleitung 01 und an eine Kon
densatleitung 02 angeschlossen ist. An der Dampfleitung 01
steht Dampf mit mehreren Bar Druck und einer Temperatur
von bspw. 150° an. Das Wärmeübertragungssystem 1 enthält
Wärmeverbraucher 2, die letztendlich durch die von dem
Dampf in das Wärmeübertragungssystem 1 hereingeführte Ent
halpie zu erwärmen oder beheizen sind. Die Wärmeverbrau
cher können dabei Heizkörper, Brauchwasserbereiter oder
anderweitige prozesstechnische Anlagen sein. In einigen
Fällen kann der Dampf bis zu dem jeweiligen Wärmeverbrau
cher geleitet werden und seine Wärme, bspw. durch Konden
sation, direkt an den Verbraucher abgeben. In anderen Fäl
len ist ein Sekundärkreis zwischengeschaltet. Der Dampf
gibt dann seine Wärmeenergie zunächst über einen schema
tisch in Fig. 2 veranschaulichten Wärmetauscher 3 an
Wasser ab, das den Wärmetauscher 3 an einer Vorlaufleitung
04 erhitzt verlässt und von dem eigentlichen Wärmeverbrau
cher ausgekühlt über eine Rücklaufleitung 03 zu dem Wärme
tauscher 3 zurückfließt. Aus Sicht des Primärkreises hat
der Wärmetauscher 3 hier die Funktion eines Wärmeverbrau
chers, in dem der Dampf abkühlt und kondensiert.
Das Wärmeübertragungssystem 1 enthält wenigstens ein
als Drosselorgan nutzbares Ventil 5, über das der Zustrom
von Dampf zu dem Wärmeübertragungssystem 1 regulierbar
ist. Dieses Ventil 5 kann, wie Fig. 2 schematisiert zeigt,
mit einem Stellantrieb 6 in Verbindung stehen, der bspw.
als Membranantrieb ausgebildet ist. Über Steuerleitungen
7, 8, sowie ggfs. weitere Leitungen ist der Stellantrieb 6
so an das übrige System angeschlossen, dass das Ventil 5
bei normalem Betrieb einen konstanten Druck an dem Eingang
des Wärmetauschers 3 ermöglicht. Über eine zusätzliche
Leitung 9 ist der Stellantrieb 6 mit einem Regler 11 ver
bunden. Dieser kann das Ventil 5 dadurch in Schließrich
tung betätigen.
Zur weiteren Regulierung des Energieumsatzes in dem
Wärmetauscher 3 ist in der Rücklaufleitung 02 ein Steuer
ventil 12 angeordnet, das von dem Regler 1 über eine Lei
tung 14 und einen Stellmotor 15 steuerbar ist.
Zur Überwachung des Betriebs des Wärmeübertragungs
systems 1 sind an dem Wärmetauscher 3 vorzugsweise in der
Vorlaufleitung 01 und in der Vorlaufleitung 04 Druckfühler
16, 17 angeordnet. Die Druckfühler 16, 17 werden vorzugs
weise an Stellen oder in der Nähe von Stellen angeordnet,
am denen sich nach Abschalten der Dampfzufuhr Kondensat
ansammlungen bilden können, die von später wieder zuströ
mendem Dampf aufgewirbelt werden können. Außerdem können
sie an Stellen angeordnet werden, an denen zuströmendem
Dampf besonders viel Wärme entzogen wird und Implosionen
auftreten können.
Die Druckfühler 16, 17 sind über Leitungen 18, 19 mit
dem Regler 11 verbunden, der die ankommenden Drucksignale
auswertet. Abweichend von der in Fig. 2 veranschaulichten
Version, kann auch ein einzelner Druckfühler ein einzelner
Fühler für Druckänderungen, ein Mikrofon oder dergl. genü
gen, wie es schematisch in Fig. 1 angedeutet ist.
Bedarfsweise können auch mehrere Druckfühler 16, 17, 21
vorgesehen werden, wie Fig. 3 veranschaulicht.
Der in den Fig. 1 und 2 veranschaulichte Regler 11
ist vorzugsweise ein Mikroprozessorregler. Der Reger 11
enthält eine Überwachungseinrichtung 23, die in Fig. 3
anhand ihrer Funktionsblöcke schematisch veranschaulicht
ist. Sowohl die Funktionsblöcke der Überwachungsschaltung
23 als auch die gesamte Schaltung kann hardwaremäßig, d. h.
als digitale oder analoge Schaltung realisiert sein. Vor
zugsweise sind die nachfolgend erläuterten Funktionsblöcke
mit dem Regler 11 als Programm eines Mikroprozessors rea
lisiert.
Die Überwachungsschaltung 23 weist wenigstens einen,
vorzugsweisen mehrere Überwachungskanäle 24, 25, 26 auf.
Die Überwachungskanäle 24, 25, 26 dienen jeweils der Auf
bereitung und Auswertung der von den Sensoren (Druckfüh
lern) 16, 17, 21 gelieferten Signale. Die Kanäle 24, 25,
26 sind untereinander vorzugsweise gleich ausgebildet. Bei
Verwendung unterschiedlicher Sensoren, wie bspw. Drucksen
soren, Beschleunigungsaufnehmern und Mikrofonen können die
Überwachungskanäle 24, 25, 26 auch voneinander abweichend
dem jeweiligen Sensor entsprechend ausgebildet sein.
Der Überwachungskanal 24 weist im Anschluss an den
Sensor 1 eine Filtereinrichtung 27 auf. Ist der Sensor 16
ein Drucksensor, hat die Filtereinrichtung wenigstens in
einem beschränkten Frequenzbereich Hochpasscharakteristik.
In diesem Frequenzbereich wird das von dem Sensor 16 ange
gebene Drucksignal differenziert und das entstehende, am
Ausgang der Filtereinrichtung 27 abgegebenen Signal kenn
zeichnet die Druckänderungen oder Druckschwankungen. Au
ßerdem kann die Filtereinrichtung 27 einen Verstärker ent
halten, um den Signalpegel anzuheben sowie ggfs. eine Wi
derstandsanpassung an hochohmige Sensoren vorzunehmen.
Das Ausgangssignal der Filtereinrichtung wird einer
Vergleichereinrichtung 28 zugeleitet. Diese stellt fest,
ob das von der Filtereinrichtung gelieferte Signal einer
Amplitude oder einen Pegel aufweist, die bzw. der eine
festgelegte Grenze übersteigt. Dazu bildet die Verglei
chereinrichtung 28 zunächst den Betrag des Signals. Bei
einer schaltungstechnischen Realisierung ist dies eine
Gleichrichtung. Das gleichgerichtete Signal wird dann,
bspw. in einer Komparatorschaltung, mit einem Grenzwert
verglichen. Ist dieser überschritten gibt die Vergleicher
einrichtung 28 an ihrem Ausgang ein Signal ab. Dieses Sig
nal wird an einen Eingang einer Verknüpfungseinrichtung 29
weitergegeben. Durch geeignete Auslegung der Sensoren und
der Überwachungskanäle 24, 25, 26 kann das System auf
Überschreitung unterschiedlicher Grenzwerte bspw. für die
Druckänderungsgeschwindigkeit, positive und negative Dru
ckänderungen (Explosionen/Implosionen), Geräusche usw.
überwacht werden.
An weitere Eingänge der Verknüpfungsschaltung 29 sind
die übrigen Auswertekanäle 25, 26 angeschlossen. Die Ver
knüpfungsschaltung 29 gibt an ihrem Ausgang ein entspre
chendes Signal ab, wenn an wenigstens einem ihrer Eingänge
ein Signal anliegt, das eine Aussage enthält, dass an dem
betreffenden Sensor 16, 17 und/oder 21 Druckschwankungen
vorliegen, die einen Grenzwert überschreiten. Dieses an
dem Ausgang der Verknüpfungseinrichtung anliegende Signal
wird zu einer Zeitgebereinrichtung 31 geführt, die dadurch
gestartet wird. Erhält die Zeitgebereinrichtung 31 an ih
rem Eingang ein Startsignal, gibt sie an ihrem Ausgang
sofort ein Signal ab, das zunächst solange vorhanden
bleibt, wie an ihrem Eingang ein Signal anliegt und das
darüber hinaus von dem Wegfall des Eingangssignals an noch
für eine ggfs. wählbare Zeit vorhanden bleibt. Ihr Aus
gangssignal führt zu einer Vorrangschaltung oder -Einrich
tung 32. Diese weist zwei Eingänge, einen Vorrangeingang V
und einen Signaleingang S auf. An den Vorrangeingang V ist
die Zeitgebereinrichtung 31 angeschlossen. Der Signalein
gang S erhält ein Führungssignal mit dem das in den Fig. 1
und 2 veranschaulichte Ventil 5 gesteuert werden soll. Die
Vorrangschaltung 32 weist außerdem einen Ausgang auf, über
den das Ventil 5 gesteuert ist.
Die Vorrangschaltung 32 gibt, wenn an ihrem Eingang V
kein Signal anliegt, das an dem Eingang S anliegende Sig
nal unverändert an den Ausgang A weiter. Liegt an dem Ein
gang V jedoch ein Signal an, wird das an dem Eingang S
anliegende Signal nicht mehr zu dem Ausgang A übertragen.
Statt dessen nimmt dieser einen Wert oder einen Signalver
lauf an, der das Ventil 5 veranlasst etwas weiter zu
schließen, d. h. den Dampfstrom zu drosseln und dann in
dieser Position zu verharren. Dieser Zustand wird solange
beibehalten wie das Signal an dem Eingang V vorhanden ist.
Das Ventil kann auch ganz schließen. Bedarfsweise kann der
Betrag, um den das Ventil 5 geschlossen, d. h. sein Durch
satz vermindert wird, von dem Maß abhängig gemacht werden,
um das die überwachten Druckschwankungen infolge der Re
aktionsträgheit der Überwachungseinrichtung 23 den Grenz
wert überschritten hat.
Das insoweit beschriebene Wärmeübertragungssystem 1
arbeitet wie folgt:
Es wird zunächst davon ausgegangen, dass das Ventil 5
seit längerer Zeit, bspw. ein bis zwei Stunden, geschlos
sen ist und dass das Wärmeübertragungssystem 1, insbeson
dere die Wärmeverbraucher 2 und/oder der Wärmetauscher 3
(Fig. 1 und 2) Kondensat enthalten. Es wird nun weiter
angenommen, dass infolge einer manuell vorgenommenen
Einstellung, wie bspw. das Einschalten des Wärmeüber
tragungssystems 1, oder durch einen sonst wie plötzlich
auftretenden Wärmebedarf deutlich Dampf und somit Energie
in das Wärmeübertragungssystem 1 geleitet werden muss.
Dies stellt der Regler 11 fest und öffnet das Ventil 5.
Das entsprechende Stellsignal passiert dabei die Vorrang
schaltung 32 nach Fig. 3 ungehindert und das Ventil 5
öffnet zügig. Dies ist in Fig. 4 anhand des Druckverlaufs
hinter dem Ventil 5 veranschaulicht.
Mit dem in das System einströmenden Dampf nimmt der
Druck in dem System stetig zu. Der Druckanstieg erfolgt
relativ schnell in wenigen Sekunden. Ist jedoch dadurch so
viel heißer Dampf in das kalte System eingeströmt, dass es
zu plötzlichen Verdampfungen kleinerer aufgewirbelter Was
sermengen und zu plötzlichen Kondensationen von kleineren
in kaltes Wasser geratenen Dampfmengen kommt, entstehen
bei herkömmlichen Systemen sehr starke stochastische
Druckschwankungen, die in Fig. 4 wiedergegeben sind.
Bevor diese Druckschwankungen bei dem erfindungsgemä
ßen Wärmeübertragungssystem 1 auftreten können, wird die
Gefahr derselben erkannt und der Dampfzustrom gedrosselt.
Dies führt letztlich zu einem etwas allmählicherem, jedoch
stoßfreien Druckanstieg wie er in Fig. 5 veranschaulicht
ist. Der Übergang vom Stillstand zum Betrieb erfolgt glatt
und ohne übermäßige Beanspruchung der Anlage durch Drucks
töße.
Die Funktion der Überwachungseinrichtung ergibt sich
dabei bspw. auch aus den Fig. 6 bis 8. In Fig. 6 ist
veranschaulicht, wie zum Zeitpunkt t = 0 ein plötzlicher
Wärmebedarf auftritt. Dies bedeutet, dass der gewünschte
Enthalpiestrom E plötzlich von 0 auf einen Sollwert ESoll
springt. Durch das Öffnen des Ventils 5 versucht der Reg
ler 11 nun diesen Sollwert zunächst relativ zügig zu er
reichen, was in Fig. 6 durch einen ersten Kurvenabschnitt
41 veranschaulicht ist. Zugleich tritt ein relativ steiler
Druckanstieg auf, wie der Kurvenabschnitt 42 in Fig. 7
veranschaulicht. Solange dieser Anstieg einen Grenzwert
nicht übersteigt, wird das Ventil 5 weiter geöffnet oder
bleibt in seiner geöffneten Stellung. Treten nun, wie in
Fig. 7 in dem Bereich 43 schematisch angedeutet, erst
kleinere Druckschwankungen infolge von Verdampfungen auf
gewirbelter Wassertropfen oder dergleichen auf, ist an dem
Ausgang der Filtereinrichtung 27 ein Druckänderungssignal
(zeitdifferenzierter Signalanteil) vorhanden, der die
Druckänderung dp/dt kennzeichnet. Sobald die Druckände
rungsgeschwindigkeit einen Grenzwert überschreiten wird
dies von der Vergleicheinrichtung 28 erkannt und über die
Zeitgebereinrichtung 31 und die Vorrangschaltung 32 wird
das Ventil 5 etwas geschlossen.
Fig. 6 zeigt, dass der Enthalpiestrom in diesem Be
reich abnimmt, worauf sich das Druckverhalten beruhigt
(Bereich 44 in Fig. 7). Anstelle der hier ansonsten auf
tretenden gestrichelt dargestellten großen Druckstöße wird
nun ein stoßfreier Druckverlauf, d. h. ein sich zeitlich
nur relativ langsam ändernder Druckverlauf erreicht, wie
er durch den Kurvenabschnitt 45 veranschaulicht ist. Der
Vorgang kann sich mehrmals wiederholen bis der Sollwert
des Enthalpiestroms erreicht ist.
Durch den somit erreichten schonenden Anfahrbetrieb
werden insbesondere Anlagenkomponenten, Verbindungsstel
len, Dichtungen und Armaturen geschont und die Lebensdauer
und Betriebssicherheit der Anlage nehmen zu. Gegebenen
falls auch auf Kosten der Reaktionszeit der Anlage wird
deren Reaktionsträgheit kontrolliert und selektiv dann
erhöht, wenn zu schnelle Reaktion zu schleichenden, sich
kumulierenden Anlagenschäden (Verschleiß) oder auch Schä
den mit potentiell katastrophalen Folgen führen kann
(Dampfaustritt). Durch die selektive Verlangsamung der
Reaktion nur dann, wenn sie erforderlich ist, bleibt die
Reaktionszeit der Anlage angemessen kurz.
Bedarfsweise kann die Überwachung des zeitlichen
Druckverlaufs auf solche Situationen beschränkt werden, in
denen die Anlage angefahren wird, nachdem sie länger als
eine vorgegebenen Zeitspanne ohne Dampfzufuhr war. Dies
verhindert, dass normale Betriebsgeräusche oder von außen
kommende Fremdgeräusche fälschlich zu einer Drosselung der
Dampfzufuhr führen, obwohl die Anlage ruhig arbeitet.
Eine weitere und verfeinerte Variante ist die Über
wachung des aufgenommenen Druckverlaufs (Schalls) hin
sichtlich seiner spektralen Zusammensetzung, bspw. mittels
Fouriertransformation in der Überwachungsschaltung. Die
Dampfzufuhr wird dann zumindest für eine gegebene Zeit
spanne gedrosselt, wenn bei normalem Betrieb nicht vorhan
dene und als Vorboten größerer Druckstöße deutbare Spek
tralanteile auftreten. Das als normal anzusehende Schall
spektrum kann bspw. bei ruhigem Normalbetrieb aufgenommen
und wenigstens grob, d. h. anhand einiger ausgewählter
Kennwerte, abgespeichert werden. Überschreiten fest
gestellte Abweichungen insbesondere beim Anfahren der An
lage ein zulässiges Maß, wird der Dampfzustrom gedrosselt.
Claims (17)
1. Wärmeübertragungssystem (1) mit Dampf als Wärme
trägermedium,
mit wenigstens einer Wärmeübergabestelle (2, 3), an der der Dampf einen großen Teil der enthaltenen Wärmeener gie an Anlagenteile oder andere Medien abgibt,
mit einem Weg (01), auf dem der Dampf zu der Wärme übergabestelle (2, 3) geleitet wird,
mit einem einstellbaren Drosselorgan (5), mittels dessen der Zustrom von Dampf zu der Wärmeübergabestelle (2, 3) steuerbar ist und das mit einer Stelleinrichtung (6) verbunden ist,
mit einer Überwachungseinrichtung (23), die mit der Stelleinrichtung (6) verbunden ist und mittels derer Druckschwankungen an wenigstens einer Überwachungsstelle (16, 17) in dem Wärmeübertragungssystem (1) erfassbar sind,
wobei die Überwachungseinrichtung (23) die Stellein richtung veranlasst (6), das Drosselorgan (5) zur stärke ren Drosselung des zuströmenden Dampfs zu verstellen, wenn die von ihr erfaßten Druckschwankungen ein vorgegebenes Maß überschreiten.
mit wenigstens einer Wärmeübergabestelle (2, 3), an der der Dampf einen großen Teil der enthaltenen Wärmeener gie an Anlagenteile oder andere Medien abgibt,
mit einem Weg (01), auf dem der Dampf zu der Wärme übergabestelle (2, 3) geleitet wird,
mit einem einstellbaren Drosselorgan (5), mittels dessen der Zustrom von Dampf zu der Wärmeübergabestelle (2, 3) steuerbar ist und das mit einer Stelleinrichtung (6) verbunden ist,
mit einer Überwachungseinrichtung (23), die mit der Stelleinrichtung (6) verbunden ist und mittels derer Druckschwankungen an wenigstens einer Überwachungsstelle (16, 17) in dem Wärmeübertragungssystem (1) erfassbar sind,
wobei die Überwachungseinrichtung (23) die Stellein richtung veranlasst (6), das Drosselorgan (5) zur stärke ren Drosselung des zuströmenden Dampfs zu verstellen, wenn die von ihr erfaßten Druckschwankungen ein vorgegebenes Maß überschreiten.
2. Wärmeübertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Wärmeübergabestelle (2, 3) ein
Wärmetauscher ist, der zur Übertragung der nutzbaren Wär
meenergie des Dampfs auf ein anderes Wärmeträgermedium,
vorzugsweise Wasser dient.
3. Wärmeübertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass das Drosselorgan in dem Weg (01) an
geordnet ist, auf dem der Dampf zu der Wärmeübergabestelle
(2, 3) geleitet wird.
4. Wärmeübertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass das Drosselorgan in einem Rücklaufweg
(02) angeordnet ist, über den verbrauchter Dampf das
Wärmeübertragungssystem vorzugsweise als Kondensat ver
lässt.
5. Wärmeübertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (23) Teil
einer Steuer- und Regeleinrichtung ist, über die das Dros
selorgan (5) und falls erforderlich weitere Drosselorgane
(12) zur Prozessführung steuerbar sind.
6. Wärmeübertragungssystem nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die Steuer- und Regeleinrichtung (11)
das Drosselorgan (5) anhand eines von der Überwachungsein
richtung (23) abgegebenen Signals im Vorrang steuert.
7. Wärmeübertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (23) we
nigstens einen Sensor (16) zur Erfassung der Druckschwan
kungen in dem Wärmeübertragungssystem (1) aufweist.
8. Wärmeübertragungssystem nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, dass der Sensor (16) ein Drucksensor oder
ein Schallsensor, insbesondere ein Körperschallsensor ist.
9. Wärmeübertragungssystem nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (23) eine
Filtereinrichtung (27) für die von dem Sensor (16) abgege
benen Signale oder für aus diesen abgeleitete Signale auf
weist, wobei die Filtereinrichtung (27) vorzugsweise als
Hochpass oder als Bandpass ausgebildet ist.
10. Wärmeübertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (23) eine
Komparatoreinrichtung (28) aufweist, die derart ausgebil
det ist, dass sie an ihrem Ausgang ein Signal abgibt, wenn
das an ihrem Eingang vorhandene Signal einen Grenzwert
überschreitet, das in dem Wärmeübertragersystem vorhandene
Druckschwankungen kennzeichnet.
11. Wärmeübertragungssystem nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (23) eine
Verknüpfungseinrichtung (31) enthält, die mehrere Eingänge
aufweist, denen jeweils ein Signal zugeleitet ist, das
kennzeichnet, ob an einer gewählten Stelle des Wärmeüber
tragungssystems (1) einen Grenzwert überschreitende
Druckschwankungen vorhanden sind, und die einen Ausgang
aufweist, der ein Signal abgibt wenn wenigstens einer der
Eingänge ein Signal erhält.
12. Wärmeübertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (23) der
art ausgebildet ist, dass sie, wenn sie unzulässige Druck
schwankungen erfasst, die Stelleinrichtung (6) veranlasst,
das Drosselorgan (5) um einen festgelegten oder zu bestim
menden Betrag zu schließen und dass sie erst nach Ablauf
einer festen oder wählbaren Zeit einen erneuten Öffnungs
versuch des Drosselorgans zulässt.
13. Verfahren zum Betrieb von mit Dampf betriebenen
Wärmeübertragungssystemen,
bei dem das Wärmeübertragungssystem wenigstens punktuell auf Druckschwankungen überwacht wird, und
bei dem die Dampfzufuhr zu dem Wärmeübertragungssys tem ungeachtet etwaiger Wärmeanforderungen gedrosselt wird, wenn Druckschwankungen auftreten, die ein festgeleg tes Maß überschreiten.
bei dem das Wärmeübertragungssystem wenigstens punktuell auf Druckschwankungen überwacht wird, und
bei dem die Dampfzufuhr zu dem Wärmeübertragungssys tem ungeachtet etwaiger Wärmeanforderungen gedrosselt wird, wenn Druckschwankungen auftreten, die ein festgeleg tes Maß überschreiten.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, dass die Dampfzufuhr erst dann gedrosselt wird, wenn
die Druckschwankungen für eine Zeitspanne auftreten, die
größer als eine festgelegte Maximalzeit ist.
15. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, dass nach dem Drosseln der Dampfzufuhr wegen aufge
tretener Druckschwankungen eine Wartezeit abgewartet wird,
bevor die Dampfzufuhr wieder vergrößert ist.
16. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, dass außer den Druckschwankungen der zuströmende
Dampfstrom überwacht und bei Auftreten von Druckschwankun
gen in Stufen reduziert wird, bis die Druckschwankungen
unter ein Minimalmaß reduziert sind.
17. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, dass zur Erfassung der Druckschwankungen in dem
Wärmeübertragungssystem zunächst der vorhandene Druck er
fasst wird, der dann nach der Zeit differenziert wird, um
ein Druckänderungssignal zu erhalten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19800882A DE19800882C2 (de) | 1998-01-13 | 1998-01-13 | Wärmeübertragungssystem und Verfahren zum Betrieb desselben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19800882A DE19800882C2 (de) | 1998-01-13 | 1998-01-13 | Wärmeübertragungssystem und Verfahren zum Betrieb desselben |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19800882A1 DE19800882A1 (de) | 1999-07-22 |
| DE19800882C2 true DE19800882C2 (de) | 1999-11-18 |
Family
ID=7854423
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19800882A Expired - Fee Related DE19800882C2 (de) | 1998-01-13 | 1998-01-13 | Wärmeübertragungssystem und Verfahren zum Betrieb desselben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19800882C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014105779A1 (de) | 2014-04-24 | 2015-10-29 | Helmut Bälz GmbH | Dampf/Wasser-Wärmeübertragungseinrichtung |
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|---|---|---|---|---|
| DE10336916B4 (de) * | 2003-08-07 | 2015-02-19 | Danfoss A/S | Regelventil und Wärmetauscheranordnung |
| DE102011119719A1 (de) * | 2011-11-30 | 2013-06-06 | GEA CFS Bühl GmbH | Verfahren zum Aufschneiden eines Lebensmittelriegels unter Verwendung eines Schwingungssensors |
| CN109579557B (zh) * | 2018-10-24 | 2021-04-13 | 上海联创设计集团股份有限公司 | 建筑蒸汽凝结水回收利用系统及其方法 |
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|---|---|---|---|---|
| DD218442A1 (de) * | 1983-03-03 | 1985-02-06 | Tech Gebaeudeausruest Wittenbe | Anordnung zur vermeidung von verdampfungserscheinungen bei waermeuebertragern |
-
1998
- 1998-01-13 DE DE19800882A patent/DE19800882C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE102014105779A1 (de) | 2014-04-24 | 2015-10-29 | Helmut Bälz GmbH | Dampf/Wasser-Wärmeübertragungseinrichtung |
| DE102014105779B4 (de) | 2014-04-24 | 2019-07-11 | Helmut Bälz GmbH | Wärmeübertragungseinrichtung und Verfahren zum Betrieb einer Wärmeübertragungseinrichtung |
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19800882A1 (de) | 1999-07-22 |
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