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Die
Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Schützen einer integrierten Schaltung
vor elektrostatischer Entladung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 bzw. des Anspruchs 13 bzw. ein Verfahren zur Bereitstellung eines
elektrostatischen Entladungsschutzes einer Spannungsversorgung einer
integrierten Schaltung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
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Eine
Einrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus Patentanmeldungsveröffentlichung
GB 2 288 064 A bekannt.
Unter einer Spannungsreduktionsschaltung soll hier eine Schaltung verstanden
werden, deren Funktion darin besteht, eine hohe Spannung an einem
Schaltungsknoten auf eine niedrige Spannung an einem anderen Schaltungsknoten
aufgrund von Spannungsabfällen
innerhalb der Spannungsreduktionsschaltung zu reduzieren. Eine „Abschlußschaltung" ist eine Schaltung,
die einen Abschluß am
Ausgang der Spannungsreduktionsschaltung bildet. In der genannten
Druckschrift ist eine „cantilever
diode string" als
Bestandteil einer Spannungsreduktionsschaltung beschrieben. Dieser Begriff
bezieht sich auf das Aussehen des Schaltbilds dieser Schaltung und
könnte
mit „ausleger-förmige Diodenkettenschaltung" übersetzt werden.
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Bekanntlich
kann ein statischer Ladungsaufbau in der Nähe einer integrierten Schaltung
(IC) zu extrem hohen Spannungen führen. Elektrostatische Entladung
(ESD) bezieht sich auf das Phänomen
der elektrischen Entladung mit einem kurzzeitigen hohen Strom, der
aus dem Aufbau statischer Ladung an einem besonderen IC-Gehäuse oder
an einer das spezielle IC-Gehäuse
handhabenden, in der Nähe
befindlichen Person resultiert. Elektrostatische Entladung ist ein
ernstes Problem für
Halbleiterbauelemente, da sie das Potential hat, die gesamte integrierte
Schaltung zu zerstören.
Da ESD-Ereignisse häufig
an Siliziumschaltungen auftreten, die an Gehäuseknoten angeordnet sind,
haben Schaltungskonstrukteure ihre Anstrengungen auf die Entwicklung
angemessener Schutzmechanismen für
diese empfindlichen Schaltungen konzentriert. Idealerweise sollte
eine ESD-Einrichtung in der Lage sein, eine IC dadurch gegen merkliche
statische Entladung zu schützen,
daß große Ströme kurzzeitig
in einer nicht-zerstörenden
Weise durchgelassen werden.
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1 zeigt
eine bekannte Elektrostatische-Entladung (ESD)-Schutzschaltung
101 für Spannungsversorgungen
integrierter Schaltungen. Die Schaltung
101 ist im einzelnen
in der
US-PS 5,530,612 der
Anmelderin beschrieben, die der o. g.
GB 2 288 064 A enspricht. Die Schaltung
101 verwendet
eine sechsstufige Dioden-Cantilever-Kette (cantilevered diode string)
129 mit
einem Widerstandsvorspannetzwerk aus Transistoren
123 und
125 und
einer einen Transistor
121 enthaltenden Abschlußschaltung
(termination circuit). Die die Diodenkette
129 überspannenden,
ein Widerstandsvorspannetzwerk bildenden Transistoren
123 und
125 werden
aufgrund ihrer Funktion auch als „Mantelwiderstände" („cladded
resistors") bezeichnet.
Der Abschluß der
Diodenkette, Transistor
121, zieht einen beträchtlichen
Teil des Stroms während
der Dauer eines an der Spannungsversorgung V
CC 109 auftretenden
ESD-Impulses ab. Nach Ablauf einer Zeitperiode nach Beginn des ESD-Impulses
wird die Gate-Elektrode des Transistors
121 schließlich nach
oben gezogen, nachdem der Kondensator C1 über den Transistor
113 aufgeladen
ist, wodurch der Transistor
121 effektiv gesperrt wird.
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Obwohl
ESD-Schutzeinrichtungen, wie die Schaltung 101, gewöhnlich zum
Schutz von Spannungsversorgungen integrierter Schaltungen vor elektrostatischer
Entladung verwendet werden, können
Schaltungskonstrukteure eine Anordnung wie die Schaltung 101 nicht
in Niederspannungs-IC-Prozessen verwenden, und zwar wegen der relativ
niedrigen Spannungen, die bei diesen Niederspannungs-Prozessen von
Einzelgateoxiden tolerierbar sind. Insbesondere werden in modernen
integrier ten Schaltungen, wie Mikroprozessoren, gewöhnlich mehrere
Spannungsversorgungen unterschiedlicher Spannungen verwendet. Die
Existenz von Mehrspannungsversorgungen beispielsweise in Mikroprozessoren
ist ein Ergebnis eines fortgesetzten Trends in Richtung kleinerer
Bauelemente unter Erhöhung der
Schaltungsgeschwindigkeit und Packungsdichte. Zu diesem Zweck werden
Bauelemente "skaliert" oder dimensionsmäßig reduziert.
Eine Konsequenz daraus ist, daß die
Gate-Oxiddicken proportional reduziert werden. Als Folge davon nimmt
auch die in solchen Bauelementen tolerierbare Spannungshöhe ab. Andere
Chips in einem Computer arbeiten häufig bei höheren Spannungen als die Mikroprozessor-Kernschaltung,
zum Beispiel ein Eingabe-/Ausgabe-Schaltung (I/O-Schaltungen). Um
mit einer derartigen I/O-Schaltung im Computersystem kompatibel
zu bleiben und zuverlässig
zu arbeiten, muß die Peripherieschaltung
eines Mikroprozessors daher bei einer höheren Spannung als die Kernschaltung des
Mikroprozessors arbeiten. Daher werden Mehrfachspannungsversorgungen
mit unterschiedlichen Spannungen häufig in integrierten Schaltungen
verwendet.
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Im
folgenden wird erneut auf die Schaltung 101 der 1 Bezug
genommen. Schaltungskonstrukteure können die ESD-Schutzschaltung 101 häufig nicht
verwenden, wenn VCC 109 auf eine
hohe Nennspannung, beispielsweise 5 Volt, gebracht wird, da an Einzelgateoxiden
ein dielektrischer Gate-Durchschlag auftreten kann. Im eingeschwungenen
Zustand hält
die ESD-Schutzschaltung 101 eine Spannung in Höhe der Versorgungsspannung an
dem dünnen
Oxidkondensator 119 sowie an dem Gate/Drain-Übergang
des Abschlußtransistors 121 aufrecht.
Daher muß die
Spannung der Spannungsversorgung VCC 109 im
eingeschwungenen Zustand mit der zulässigen Spannung eines Einzelgateoxids kompatibel
sein. Wenn die Spannung VCC 109 zu groß ist, können die
Einzelgateoxide am Kondensator 119 und der Gate/Drain-Übergang
des Transistors 121 einen dielektrischen Gate-Durchschlag
erfahren.
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Daher
wird eine spannungstolerante elektrostatische Entladungsschutzschaltung
für Spannungsversorgungen
integrierter Schaltungen benötigt.
Eine derartige ESD-Schutzeinrichtung würde eine ESD-Spannungsversorgungsklammerschaltung schaffen,
die mit solchen integrierten Mischspannungs-Schaltungen kompatibel
ist, in denen die tolerierbare Spannung an einem Einzelgateoxid
kleiner als die Dauerspannung aus der Spannungsversorgung höherer Spannung
des Mischspannungsproduktes in integrierter Schaltungstechnik ist.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Einrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 bzw. eine Einrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 13 bzw. ein
Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst
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Offenbart
werden ein Verfahren und Einrichtungen zum Schützen einer integrierten Schaltung vor
elektrostatischer Entladung. Bei einem Ausführungsbeispiel ist eine Spannungsreduktionsschaltung
so konfiguriert, daß sie
als Elektrostatische-Entladung-Spannungsversorgungsklammerschaltung arbeitet
und mit einer Spannungsversorgung gekoppelt ist, wobei eine Abschlußschaltung
zwischen der Spannungsreduktionsschaltung und Masse eingekoppelt
ist. Eine Spannungsteilerschaltung ist zwischen der Spannungsversorgung
und Masse angeordnet und so ausgebildet, daß sie eine Vorspannung an die
Abschlußschaltung
anlegt.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der detaillierten
Beschreibung, den Figuren und den Ansprüchen.
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Die
Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
beschrieben, die jedoch den Schutzumfang nicht beschränken.
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1 ist
eine Darstellung einer bekannten Elektrostatische-Entladung-Schutzschaltung
für eine Spannungsversorgung
einer integrierten Schaltung.
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2 ist
eine Darstellung eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung in Form eines Blockschaltbilds.
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3 ist
eine Darstellung eines Schaltbilds eines Ausführungsbeispiels der Erfindung.
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4 ist
ein anderes Ausführungsbeispiel der
Erfindung als Blockschaltbild.
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5 ist
ein Schaltbild des anderen Ausführungsbeispiels
der Erfindung.
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Ein
Verfahren und eine Einrichtung zum Schützen einer integrierten Schaltung
vor elektrostatischer Entladung wird beschrieben. In der folgenden Beschreibung
werden zahlreiche spezielle Einzelheiten, wie spezielle Bauelemente,
Widerstände,
Kanallängen
usw. angegeben, um das Verständnis
für die vorliegende
Erfindung zu erleichtern. Es ist jedoch für den Fachmann klar, daß die speziellen
Einzelheiten bei der Realisierung der vorliegenden Erfindung nicht verwendet
zu werden brauchen. In anderen Fällen sind
bekannte Materialien oder Verfahren nicht im einzelnen beschrieben,
um die Beschreibung der Erfindung nicht mit unnötigen Angaben zu belasten.
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Wie
oben gesagt, werden integrierte Schaltungen, beispielsweise Mikroprozessoren,
immer kleiner und schneller. Aufgrund der reduzierten Dimensionen
der integrierten Bauelemente der Schaltung, beispielsweise der Schaltung
im Kern des Mikroprozessors, nimmt die tolerierbare Spannung an den
Einzelgateoxiden im Kern eines solchen Niedrigspannungsmikroprozessors
ständig
ab. Um jedoch dessen Kompatibilität mit vorhergehenden Produktgenerationen
aufrechtzuerhalten, ist es üblich,
eine andere Schaltung, z.B. I/O-Schaltung vorzusehen, die bei einer
höheren
Spannung als die Kernschaltung eines Mikroprozessors arbeitet. Demgemäß muß die Peripherieschaltung
des Mikroprozessors bei einer höheren
Spannung als die Kernschaltung des Mikroprozessors arbeiten, um
die Kompatibilität und
eine zuverlässige
Betriebsweise mit der I/O-Schaltung in einem Computersystem aufrechtzuerhalten.
Unter Berücksichtigung
dieser Überlegung ist
es wahrscheinlich, daß Einzelgateoxide
der Niederspannungsprozesse mit geringerer Wahrscheinlichkeit die
Fähigkeit
haben, bei einem Spannungsversorgungsprozeß mit gemischten Spannungen
den Spannungsversorgungen höherer
Spannung standzuhalten.
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Wie
zuvor gesagt, befassen sich elektrostatische Entladungsschutzschaltungen
für Spannungsversorgungen
integrierter Schaltungen nicht mit den Vorgaben gemischter Spannungsversorgungen
für Niederspannungsschaltungen
integrierter Schaltungstechnik. Dies bedeutet, daß die in
bekannten elektrostatischen Entladungsschutzschaltungen vorhandenen
Einzelgateoxide nicht in der Lage sind, den höheren Spannungen von Spannungsversorgungen
in integrierten Schaltungen mit gemischten Spannungen standzuhalten.
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Die
hier beschriebene Erfindung stellt eine spannungstolerante ESD-Spannungsversorgungsklammer
zur Verfügung,
welche IC-Spannungsversorgungen bei Niederspannungs-IC-Prozessen schützt. Übermäßig hohe
Versorgungsdauerspannungen werden nicht an die Niederspannungs-Prozeß-Einzelgateoxide
angelegt.
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In 2 ist
die ESD-Spannungsversorgungsklammer 201 als Blockschaltbild
dargestellt. Wie oben gesagt, wird die vorliegende Erfindung in einem
Niederspannungs-Prozeß hergestellt.
Eine Spannungsreduktionsschaltung 203 ist mit einer Spannungsversorgung
VCC 209 gekoppelt. Eine Abschlußschaltung
(termination circuit) 205 ist zwischen der Spannungsreduktionsschaltung 203 und einem
Masseanschluß 211 gekoppelt.
Die Spannungsreduktionsschaltung 203 schützt in Verbindung mit
der Abschlußschaltung 205 die
zugehörige
integrierte Schaltung und die Spannungsversorgung der integrierten
Schaltung während
eines ESD-Impulses. Mit der Spannungsteilerschaltung 207,
die zwischen der Spannungsversorgung VCC 209 und
Masse 211 angeordnet ist, wird eine Vorspannung am Knoten 217 erzeugt,
welcher mit der Spannungsreduktions- und der Abschlußschaltung 203 bzw. 205 gekoppelt ist.
Nimmt man an, daß die
Einzelgateoxide der ESD-Spannungsversorgungsklammer 201 nicht
in der Lage sind, das hohe Spannungspotential von VCC 209 zu
tolerieren, so sind die Einzelgateoxide trotzdem vor der überhöhten Dauerspannung
an VCC 209 geschützt. Die
am Knoten 217 erzeugte Vorspannung sowie die Spannungsdifferenz
zwischen VCC 209 und Knoten 217 sind
für die
Einzelgateoxide erträglich.
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Ein
anderes Merkmal der Spannungsteilerschaltung 207 der vorliegenden
Elektrostatische-Entladung-Schutzeinrichtung 201 besteht
darin, daß die Spannungsteilerschaltung 207 auch
als Zeitgabeschaltung wirkt. Bei einem Ausführungsbeispiel wird ein Kondensator
in der Spannungsteilerschaltung 207 dazu verwendet, die
Zeitgabeschaltungsfunktion zu verwirklichen. Die Spannungsteilerschaltung 207 stellt
die am Knoten 217 anstehende Vorspannung so ein, daß die Abschlußschaltung 205 als
Ableitung für einen
beträchtlichen
Teil des bei Beginn eines ESD-Impulses von der Spannungsreduktionsschaltung 203 kommenden
Stroms dient, und nach Ablauf einer Zeitperiode nach der Initiierung
des ESD-Impulses wird die Ableitung des beträchtlichen Teils des Stromes
unterbrochen.
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3 zeigt
ein Schaltbild eines Ausführungsbeispiels
der erfindunggemäßen ESD-Spannungsversorgungsklammer 301.
Wie in 3 zu sehen ist, ist die Spannungsreduktionsschaltung 303 zwischen
der Spannungsversorgung VCC 309 und
der Abschlußschaltung 305 eingebunden,
wobei letztere zwischen der Spannungsreduktionsschaltung 303 und
Masse 311 liegt. Die Spannungsteilerschaltung 307 ist
zwischen der Spannungsversorgung VCC 309 und
Masse 311 eingebunden und liefert eine Vorspannung an den
Knoten 317, der mit der Spannungsreduktionsschaltung 303 und
der Abschlußschaltung 305 gekoppelt
ist.
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Bei
dem in 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist in der Spannungsreduktionsschaltung 303 eine
Cantilever-Spannungsversorgungsklammer unter Verwendung einer konventionellen
sechsstufigen Cantilever-Diodenkette vorgesehen. Die Cantilever-Diodenkette 329 weist
einen Satz von in Reihe geschalteten Dioden auf, wie er zum Schutz
einer integrierten Schaltung vor einem an der Spannungsversorgung
VCC 309 auftretenden ESD-Impuls
verwendet wird. Wenn auch eine sechs stufige Cantilever-Diodenklammer
bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel
verwendet wird, ist klar, daß die
Cantilever-Kette nicht auf sechs Dioden beschränkt ist.
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Wie
ebenfalls in 3 gezeigt ist, ist ein Vorspann- oder Mantelnetzwerk
mit Transistoren T4-T6, Transistoren 323, 325 und 327,
mit der Cantilever-Diodenkette 329 gekoppelt. Die Transistoren 323, 325 und 327 sind
mit der am Knoten 317 anstehenden Spannung vorgespannt
und arbeiten als Mantelwiderstände.
Das Mantelnetzwerk spannt die Dioden der Cantilever-Diodenkette 329 in
Durchlaßrichtung schwach
vor, wodurch ein großer
Teil der aus einem ESD-Impuls resultierenden Überspannung abfällt.
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Cantilever-Diodenketten
und zugehörige Mantelwiderstände sind
im einzelnen in der o.g.
US-PS
5,530,612 der Anmelderin beschrieben.
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Bei
Beginn und über
die Dauer eines ESD-Impulses ist die PNP-Diodenkette 329 (mit
verteiltem p-Kollektor an Masse 311) in Durchlaßrichtung
vorgespannt und leitet den größten Teil
des ESD-Stroms wie bei der bekannten Cantilever-Klammer 101 gemäß 1 nach
Masse ab. Der am Ende der PNP-Diodenkette 329 verbleibende
Strom fließt in
den p-Kanal-Transistor 321, dessen Gate-Knoten 317 während des
ESD-Impulses vom Kondensator 319 auf Masse gehalten wird,
wodurch der Transistor 321 eingeschaltet wird. Eine Zeitspanne
nach Beginn des ESD-Impulses wird der Transistor 321 mit
der vom Knoten 317 der Spannungsteilerschaltung 307 angelegten
Gatespannung in seinem Unterschwellenmodus gehalten. Diese Spannung
ist im Vergleich zur Versorgungsspannung VCC 309 so
gewählt,
daß die
Dioden in der Diodenkette 329 alle unter schwacher Durchlaßvorspannung
gehalten werden können (wobei
die Vorspanntransistoren 323, 325, 327 zum Egalisieren
der Spannungen beitragen), so daß die Differenz zwischen VCC 309 und der Vorspannung am Knotenpunkt 317 abgeglichen
wird, wenn diese Diodenspannungen zu einer Unterschwellenspannung für den Transistor 321 addiert
werden. Die Bedingungen sind so, daß der gesamte VCC 309-Leckstrom nach
Masse im Dauerzu stand minimal ist, und zwar weitgehend aufgrund
der schwachen Durchlaßvorspannung
aller Dioden in der Diodenkette 329, wodurch eine beträchtliche
Spannung (z.B. 0,4-0,6 Volt pro Diode, je nach Temperatur) bei sehr
niedrigem Strom (z.B. Nanoampere) aufrechterhalten werden kann.
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Bei
dem beschriebenen Ausführungsbeispiel der
ESD-Spannungsversorgungsklammer 301 besteht die Spannungsteilerschaltung 307 aus
Transistor 313, der zwischen der Spannungsversorgung VCC 309 und dem Transistor 315 eingebunden
ist. Der Transistor 315 liegt zwischen dem Transistor 313 und Masse.
Bei dem in 3 gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die Transistoren 313 und 315 Langkanal-PMOS-Bauelemente
mit verbundenen Gate- und Drain-Elektroden. Der Kondensator 319 ist
zum Transistor 315 nach Masse parallelgeschaltet.
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Als
Langkanalbauelemente entwickeln die Transistoren 313 und 315 eine
Vorspannung bei einem von einem Einzelgateoxid am Knoten 317 tolerierbaren
Potential. Insbesondere entwickelt die Spannungsteilerschaltung 307 eine
tolerierbare Vorspannung an dem Dünnoxidkondensator 319 und dem
Gate/Drain-Übergang
des Transistors 321. Es ist außerdem zu erkennen, daß die Transistoren 313 und 315 in
ihrer Ausbildung als Langkanaltransistoren mit relativ hoher Impedanz
einen minimalen Leckstrom nach Masse durchlassen.
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Bei
Beginn (Initiieren) eines ESD-Impulses an der Spannungsversorgung
VCC 309 hält der Kondensator 319 zunächst die
Gate-Elektrode des Transistors 321 auf einem niedrigen
Potential und ermöglicht
der Abschlußschaltung
dadurch, einen beträchtlichen
Teil des Stroms abzuleiten. Danach wird der Dünnoxidkondensator 319 von
dem Langkanaltransistor 313 angehoben, um den Transistor 321 nach einer
von der RC-Zeitkonstanten, gebildet vom Kondensator 309 in
Parallelschaltung zum effektiven Widerstand der Transistoren 313 und 315,
bestimmten Zeitspanne unter dem Schwellwert zu halten. Bei einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird die RC-Zeitkonstante dominiert durch den effektiven
Widerstand des Transi stors 313 und führt zu einer RC-Zeitkonstante
von einer Mikrosekunde oder mehr.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der in 3 gezeigten ESD-Spannungsversorgungsklammer 301 dient als
eine 5-Volt-ESD-Klammer.
Bei anderen Ausführungsbeispielen
kann die ESD-Spannungsversorgungsklammer 301 als
3,3-Volt-ESD-Klammer oder als eine 2,5-Volt-ESD-Klammer verwendet
werden. Außerdem
ist eine 10%-ige Spannungstoleranzgrenze an VCC 309 bei
einem Ausführungsbeispiel
der ESD-Spannungsversorgungsklammer 301 zulässig. Bei
einem Ausführungsbeispiel
mit VCC 309 etwa gleich 5 Volt
entwickeln die Langkanal-Transistoren 313 und 315 eine
Dauervorspannung am Knotenpunkt 317 von etwa 3,2 Volt.
Bei dem Ausführungsbeispiel
mit VCC 309 gleich etwa 3,3 Volt
ist der Knoten 317 bei etwa 1,65 Volt. Bei dem Ausführungsbeispiel
mit VCC 309 etwa gleich 2,5 Volt
ist der Knoten 317 bei etwa 1,25 Volt vorgespannt. Bei
jedem Ausführungsbeispiel
werden die Gateoxidspannungen bei tolerierbaren Potentialen und
minimalen Leckströmen
zwischen VCC 309 und Masse 311 gehalten.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel
hat der Transistor 321 Abmessungen mit einer Gate-Breite
von 792 μm
und einer Länge
von 1 μm,
der Transistor 313 eine Gate-Breite von 1 μm und eine
Länge von
20 μm, der
Transistor 315 eine Gate-Breite von 1 μm und eine Länge von 85 μm, der Transistor 323 eine Gate-Breite
von 1 μm
und eine Länge
21 μm, der Transistor 325 eine
Gate-Breite von 1 μm
und eine Länge
von 20 μm
und der Transistor 327 eine Gate-Breite von 1 μm und eine
Länge von
8 μm.
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Demgemäß adaptiert
die Erfindung die bekannte Cantilever-Diodenklammerkonstruktion
in einer flächeneffizienten
Weise, um die höhere
Spannungsversorgung zum sicheren Vorspannen der Einzelgateoxide
und schwachen Vorspannen der Dioden-Serienschaltung in Durchlaßrichtung
in einer Cantilever-Diodenkette derart zu nutzen, daß der Leckstrom
niedrig und tolerierbar ist.
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In 4 ist
ein alternatives Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen ESD-Spannungsversorgungsklammer 401 in
Form eines Blockschaltbilds gezeigt. Die ESD-Spannungsversorgungsklammer 401 besteht
aus einer Spannungsreduktionsschaltung 403, die zwischen
der Spannungsversorgung VCC 409 und
Masse 411 eingebunden ist. Die Spannungsteilerschaltung 407 liegt
auch zwischen der Spannungsversorgung VCC 409 und
Masse 411, um eine Vorspannung am Knoten 417 zu
erzeugen, die für
Einzelgateoxide des Niederspannungsprozesses tolerierbar ist. Der
Knoten 417 ist mit der Spannungsreduktionsschaltung 403 und
der Steuerschaltung 429 gekoppelt. Die Steuerschaltung 429 erzeugt ein
Ausgangssignal 439, das zur Spannungsreduktionsschaltung 403 gekoppelt
wird. Ähnlich
wie bei den unter Bezugnahme auf die 2 und 3 beschriebenen
Ausführungsbeispielen
zieht die Spannungsreduktionsschaltung 403 einen beträchtlichen Teil
des Stroms bei Beginn und während
eines ESD-Impulses ab. Die Spannungsteilerschaltung 407 erzeugt
eine Vorspannung am Knoten 417, welche für die Einzelgateoxide
eines Niederspannungsprozesse tolerierbar ist. Die Steuerschaltung 429 erzeugt
ein Ausgangssignal 439, welches bewirkt, daß die Spannungsreduktionsschaltung 403 während einer
gleichbleibenden Spannung an der Spannungsversorgung VCC 409 effektiv
nicht leitend ist. Die Steuerschaltung 429 erzeugt aber
bei Beginn und während
eines ESD-Impulses ein Ausgangssignal 439, welches bewirkt,
daß die
Spannungsreduktionsschaltung 403 einen beträchtlichen
Teil des Stroms ableitet. Nach Ablauf einer Zeitspanne nach Beginn des
ESD-Impulses bewirkt das Ausgangssignal 439, daß die Spannungsreduktionsschaltung 403 die
Ableitung des beträchtlichen
Teils der Stroms abbricht.
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5 zeigt
ein Schaltbild des alternativen Ausführungsbeispiels der Erfindung,
der ESD-Spannungsversorgungsklammer 501. Die ESD-Spannungsversorgungsklammer 501 besteht
aus einer Spannungsreduktionsschaltung 503, die zwischen der
Spannungsversorgung VCC 509 und
Masse eingebunden ist. Die Spannungsteilerschaltung 507 ist ebenfalls
zwischen der Spannungsversorgung VCC 509 und
Masse 511 eingebunden und liefert eine Vorspannung an den
Knoten 517, die von der Steuerschaltung 529 und
der Spannungsreduktionsschaltung 503 aufgenommen wird.
Die Steuerschaltung 529 erzeugt ein Ausgangssignal am Knoten 539,
welches bewirkt, daß die
Spannungsreduktionsschaltung 503 bei Beginn und während eines
ESD-Impulses einen beträchtlichen
Teil des Stroms führt.
Die Steuerschaltung 529 bewirkt außerdem, daß die Spannungsreduktionsschaltung 503 nach
Ablauf einer Zeitspanne ab Beginn des ESD-Impulses den beträchtlichen
Teil des Stroms nicht mehr ableitet.
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Bei
dem in der 5 gezeigten Ausführungsbeispiel
besteht die Spannungsreduktionsschaltung 503 aus Transistoren 531 und 533,
die zwischen der Spannungsversorgung VCC 509 und
Masse 511 eingebunden sind. Die Transistoren 531 und 533 sind
in einem Stapel-Gate-Schema konfiguriert, um die Spannungsversorgung
VCC 509 zu schützen. Bei dem in 5 gezeigten
Ausführungsbeispiel
ist der Transistor 533 als Doppelgate-FET ausgebildet,
da die Wanne des Transistors 533 zusammen mit der Wanne
des Transistors 531 mit VCC gekoppelt
ist. Daher teilen sich die Transistoren 531 und 533 die
gleiche Wanne. Es sei angemerkt, daß die Transistoren 531 und 533 in
separaten Wannen hergestellt werden könnten, um den Fall zu berücksichtigen,
daß eine überhöhte Dauerversorgungsspannung
an VCC 509 ansteht. Bei einem Ausführungsbeispiel
der ESD-Spannungsversorgungsklammer 501 beträgt VCC 509 2,5 Volt, was die Doppelgate-FET-Konfiguration
ermöglicht,
da eine pn-Übergangsdurchschlag kein
Problem darstellt.
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Ähnlich dem
Ausführungsbeispiel
gemäß 3 besteht
die Spannungsteilerschaltung 507 aus Langkanaltransistoren 513 und 515,
die zwischen der Spannungsversorgung VCC 509 und
Masse 511 eingebunden sind. Als Langkanalbauelement mit
zusammengeschalteten Gate- und Drain-Elektrode haben die Transistoren 513 und 515 eine
relativ hohe Impedanz und leiten daher einen minimalen Strom nach
Masse ab. Der Kondensa tor 519 liegt parallel zum Transistor 515 zwischen
dem Transistor 513 und Masse 511. Die Transistoren 513 und 515 entwickeln eine
Vorspannung auf einem an dem dünnen
Gateoxid des Kondensators 519 und dem Einzelgateoxid des
Gate/Drain-Übergangs
des Transistors 533 tolerierbaren Potential.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel
wird die ESD-Spannungsversorgungsklammer 501 als eine 5-Volt-ESD-Klammer
mit einer 10%-igen Spannungstoleranzgrenze verwendet. Demgemäß ist VCC 509 gleich 5 Volt, und der Knoten 517 ist
auf etwa 2,5 Volt vorgespannt. Bei anderen Ausführungsbeispielen kann die Spannungsversorgungsklammer 501 als eine
3,3 Volt- oder eine 2,5 Volt-ESD-Klammer mit einer 10%-igen Spannungstoleranzgrenze
an VCC 509 verwendet werden. Bei
dem Ausführungsbeispiel
mit VCC 509 gleich 3,3 Volt ist
der Knoten 517 auf etwa 1,65 Volt vorgespannt, und bei
dem Ausführungsbeispiel
mit VCC 509 gleich 2,5 Volt ist
der Knoten 317 auf etwa 1,25 Volt vorgespannt.
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Die
Steuerschaltung 529 besteht aus dem Transistor 535,
der zwischen Spannungsversorgung VCC 509 und
Kondensator 537 eingebunden ist. Der Kondensator 537 liegt
zwischen dem Transistor 535 und dem Knoten 517.
Die Gate-Elektrode des Transistors 529 ist so angeordnet,
daß sie
die am Knoten 517 erzeugte Vorspannung aufnimmt. Die Steuerschaltung 529 erzeugt
ein Ausgangssignal am Knoten 539, das am Gate des Transistors 531 der
Spannungsreduktionsschaltung 503 ansteht.
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Während des
Dauerzustandes spannt die Spannungsteilerschaltung 507 der
ESD-Spannungsversorgungsklammer 501 die Gates der Transistoren 535 und 533 vor,
wodurch die Transistoren 533 und 535 leitend geschaltet
werden. Demgemäß wird der Kondensator 537 hoch
aufgeladen, wodurch die Steuerschaltung 529 veranlaßt wird,
ein hohes Ausgangssignal am Knoten 539 zu erzeugen, wodurch der
Transistor 531 gesperrt wird. Da die Transistoren 531 und 533 zwischen
VCC 509 und Masse 511 in
Serie geschaltet sind, und da ferner der Transistor 531 gesperrt
ist, ist der Leckstrom der Spannungsre duktionsschaltung 503 im
Dauerzustand minimal. Bei einem Ausführungsbeispiel, bei dem VCC 509 auf 2,5 Volt eingestellt
ist, sind die Gate-Elektroden der Transistoren 535 und 533 auf
etwa 1,25 Volt vorgespannt.
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Bei
Beginn und während
und eines ESD-Impulses hält
der Kondensator 537 zunächst
das Potential am Knoten 539 im Vergleich zu dem an VCC 509 anstehenden ESD-Impulspotential
niedrig. Daher wird der Transistor 531 leitend geschaltet,
wodurch die Spannungsreduktionsschaltung 503 einen beträchtlichen
Teil des Stroms über
die Zeit des ESD-Impulses ableiten kann. Nach einer Zeitdauer lädt der Transistor 535 den
Kondensator 537 eventuell auf, was zu einer Hochspannung
am Ausgang 539, verbunden mit einem Sperren des Transistors 531,
führt.
Demgemäß sorgt
die Steuerschaltung 529 dafür, daß die Spannungsreduktionsschaltung 503 nach
einer Zeitspanne den beträchtlichen
Teil des Stroms effektiv nicht ableiten kann.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel
der ESD-Spannungsversorgungsklammer 501 haben die Transistoren 531 und 533 eine
Gate-Breite von 4.165 μm
und eine Länge
von 0,6 μm,
der Transistor 535 ist eine Langkanal-PMOS-Klammer mit
einer Gate-Breite von 1 μm
und einer Länge
von 40 μm,
der Transistor 513 hat eine Gate-Breite von 1 μm und eine
Länge von
20 μm, und
der Transistor 515 hat eine Gate-Breite von 1 μm und eine
Länge von
40μm. VCC beträgt
bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel 2,5
Volt.
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Daher
wird mit der ESD-Spannungsversorgungsklammer 501 eine spannungstolerante
elektrostatische Entladungsschutzschaltung für Spannungsversorgungen in
integrierter Schaltungstechnik realisiert. Mit der ESD-Spannungsversorgungsklammer 501 wird
ein ESD-Schutz für
Spannungsversorgungen in mit Niederspannungsprozessen hergestellten
integrierten Schaltungen geschaffen, ohne daß Einzelgateoxide überhöhten Dauerzustandsspannungen
ausgesetzt werden müssen.