DE19781576C2 - Ventileinheit - Google Patents
VentileinheitInfo
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Abstract
Eine Ventileinheit zum Evakuieren und Füllen von Medien, insbesondere Flüssigkeiten, in ein System umfaßt ein Ventilgehäuse (4), wenigstens zwei Ventilsitze (5), wobei in dem einen Ventilsitz ein Ventilteil zum Evakuieren und im zweiten Ventilsitz ein Ventilteil zum Füllen aufgenommen ist. Das Ventilteil (5) umfaßt einen Längskanal (1) und wenigstens zwei Verbindungslöcher (3), die sich vom Längskanal (1) zur Außenfläche (20) des Ventilteils erstrecken, wobei der Kanal (1) mit einer Durchflußabsperrung (14) versehen ist, die den Kanal in zwei Teilkanäle teilt, einen ersten Teilkanal (16) und einen zweiten Teilkanal (17), wobei die Teilkanäle (16, 17) jeweils ein Verbindungsloch (3) aufweisen, und einen Schieber (6), der um das Ventilteil (5) herum angeordnet ist, wobei der Schieber (6) wenigstens eine Aussparung (18) auf der Oberfläche (21) hat, die zum Ventilteil (5) hin zeigt und wenigstens einen geschlossenen Hohlraum bildet, wobei der Schieber (6) durch das Zuführen eines Gases oder eines flüssigen Mediums zum Ventilsitz aktiviert wird.
Description
Die Erfindung betrifft eine Ventileinheit zum Evakuieren
und zum Einfüllen von Medien, insbesondere Flüssigkeiten,
in ein System, wobei die Ventileinheit ein Ventilgehäuse
mit wenigstens zwei Ventilsitzen aufweist, wobei in dem
einen Ventilsitz ein Ventilteil zum Evakuieren und im
zweiten Ventilsitz ein Ventilteil zum Einfüllen aufgenom
men sind.
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster 91 06 946 ist ein System
zum Einfüllen eines Kühlmittels bekannt, das eine Steuer
anordnung aufweist, welche die Aktivität und das gegensei
tige Verhältnis der einzelnen Komponenten einschließlich
eines Kühlmittelventils und eines Negativdruckventils
regelt. Die Veröffentlichung liefert keine detaillierte
Beschreibung der zweckmäßigen Ausgestaltung der Ventile,
beschreibt jedoch andererseits ihre Positionierung im
Verhältnis zum System als ganzes.
Aus der EP-A-655 571 ist ein einzelnes Ventil bekannt, das
eine Bohrung aufweist, in welche ein Schieber eingesetzt
ist, der Durchgangslöcher zum Bilden eines Durchgangs
durch den Längskanal des Ventils abdeckt. Die Aktivierung
des Ventilschiebers ist ausschließlich manuell und un
geeignet für eine Funktion, bei welcher ein System sowohl
evakuiert als auch gefüllt werden muß.
Aus der US-A-4 869 300 ist eine Ventileinheit gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1 bekannt, die typischerweise
in Kälteanlagen verwendet wird und ein Ventilteil auf
weist, welches zum Ausbilden eines Vakuums in einem Reser
voir dient, sowie ein Ventilteil, das zum Verteilen des
gewünschten Fluids, typischerweise Kühlmittels, dient.
Das dortige Ventil besteht aus vielen und beweglichen
Komponenten, wodurch das Leckagerisiko ansteigt. Darüber
hinaus ist es mit einem inneren Schieber versehen, der zum
Einleiten öffnet und schließt, was u. a. infolge seiner
Positionierung zu einem beträchtlichen Druckverlust und
dadurch zu einer Begrenzung der Füllkapazität und des
Vakuumlevels führt.
Aus der DD 245 937 ist weiterhin ein Ventil für eine Hand
brause bekannt, das von Hand durch Krafteinwirkung auf
eine Schiebehülse gesteuert werden kann. Im geschlossenen
Zustand liegt die Schiebehülse mit einer stirnseitigen
Anlagefläche an einem Dichtungsring an. Die dortige Kon
struktion und Art der Abdichtung ist jedoch zum Evakuieren
von Kammern mit erheblichem Unterdruck nicht geeignet, da
keine ausreichende Abdichtung gewährleistet wäre. Außerdem
ist dieses bekannte Ventil nur manuell betätigbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ventil
einheit zu schaffen, welche nicht den Nachteil der bekann
ten Ausführungsformen hat und aus separaten Füll- und
Evakuierungsventilteilen aufgebaut ist, die jeweils aus
wenigen Einheiten mit nur einzelnen beweglichen Teilen in
einfacher, kleiner, handlicher Ausgestaltung gebildet
sind, wobei das Leckagerisiko minimal ist und wobei nur
sehr wenig Verlust von transportiertem Fluid auftritt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der
Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
Bei der erfindungsgemäßen Ventileinheit weist das Ventil
teil wenigstens zwei in Längsrichtung des Ventilteils
beabstandete Verbindungslöcher auf, die sich vom Längs
kanal zur Außenfläche des Ventilteils erstrecken. Der
Längskanal ist dabei mit einer Durchflussabsperrung verse
hen, die den Längskanal in einen ersten Teilkanal und
einen zweiten Teilkanal teilt, wobei jeder der Teilkanäle
ein Verbindungsloch aufweist. Weiterhin ist ein Schieber
vorgesehen, der um das Ventilteil herum angeordnet ist und
wenigstens eine Aussparung auf der Oberfläche aufweist,
die zum Ventilteil hin zeigt und wenigstens einen ge
schlossenen Hohlraum bildet. Dieser Hohlraum umgibt beide
Verbindungslöcher, wenn sich der Schieber in der offenen
Position befindet, während der Hohlraum höchstens das
Verbindungsloch im ersten Teilkanal umgibt, wenn der
Schieber in der geschlossenen Position ist. Das Ventilteil
ist auf seiner äußeren Oberfläche zwischen den beiden
Verbindungslöchern mit einer Nut versehen, in der ein
Dichtungsring angeordnet ist, der im geschlossenen Zustand
des Schiebers von einer inneren Oberfläche des Schiebers
dicht umgeben ist. Ferner weist jeder Ventilsitz in seinen
gegenüberliegenden Endbereichen zwei zusätzliche Öffnungen
zum Zuführen eines Gases oder flüssigen Mediums zum Bewe
gen des Schiebers innerhalb des Ventilsitzes auf.
Wird die Ventileinheit zur Evakuierung einer Kammer ver
wendet, ist das eine Ende der Ventileinheit mit der Kammer
und das andere Ende mit einer Vakuumquelle verbunden. Der
Schieber wird nun über beide Verbindungslöcher plaziert
und das Vakuum erzeugt. Aufgrund der Durchflussabsperrung
wird die Verbindung zur Kammer vom ersten zum zweiten
Kanal über die Schieberaussparung und die Verbindungs
löcher geschaffen.
Ist das gewünschte Vakuum erzeugt, wird der Schieber mit
tels Luftdruck oder Öl in eine Position bewegt, in welcher
er keines oder nur ein einziges Verbindungsloch umgibt.
Hierdurch wird sichergestellt, daß die Verbindung zwischen
der Vakuumquelle und der Kammer geschlossen ist.
Die Kammer wird danach mit einem Fluid gefüllt, vorzugs
weise einem Kühlmittel, wobei die zweite Ventileinheit zum
Füllen aktiviert wird und wobei der Schieber in eine offe
ne Position gesteuert wird, wie oben beschrieben, und
wobei dieser beide Verbindungslöcher umgibt. Nach dem
Füllvorgang wird der Schieber in die geschlossene Position
gebracht, so daß die Verbindung zwischen dem ersten und
dem zweiten Teilkanal abgesperrt ist.
Durch eine Ausgestaltung der Ventileinheit nach Anspruch
2 wird erreicht, daß der Schieber einen definierten Kon
takt am Ventilgehäuse einnimmt, so daß es einen Ort gibt,
in dem eine enge Verbindung zwischen dem Schieber und dem
Gehäuse vorhanden ist. Ist der Schieber nicht mit diesem
vorstehenden Teil versehen, beispielsweise wenn er voll
ständig zylindrisch ausgeführt ist, würde die Abdichtung
zwischen dem Schieber und dem Ventilgehäuse durch die Form
des Ventilgehäuses bestimmt werden und ein großes Leckage
risiko zwischen dem Schieber und dem Ventilgehäuse vorhan
den sein. Das Ergebnis würde sein, daß der Schieber entwe
der durch Luft- oder Ölinjektion nicht korrekt aktiviert
werden und somit das System nicht evakuieren könnte und
daß er ein nachfolgendes Füllen des Systems nicht bewirken
könnte, soweit die korrekte Positionierung des Schiebers
nicht ermöglicht worden ist.
Durch die Ausgestaltung der Ventileinheit gemäß Anspruch
3 wird erreicht, daß die Abdichtung zwischen dem Gehäuse
und dem Schieber optimiert wird und somit der Druckabfall
und der Fluidverlust minimiert werden.
Durch die Ausgestaltung der Ventileinheit gemäß der An
sprüche 4 und 5 wird eine zweckmäßige Ausführungsform des
Schiebers erreicht, wobei ein genau bestimmter Bereich
vorhanden ist, in dem ein Teil des Schiebers eine stärker
vorstehende Umfangsfläche als der Rest des Schiebers auf
weist und wobei die restlichen Oberflächen glatt und eben
sind.
Durch die Ausgestaltung der Ventileinheit gemäß Anspruch
6 wird die Aussparung auf einfache Weise gebildet, so daß
eine Kommunikation zwischen den zwei Verbindungslöchern
auftreten kann. Es ist vorstellbar, daß die ringförmige
Nut insbesondere für das Füllventil verwendet wird, für
das Evakuierungsventil jedoch weniger geeignet ist.
Durch die Ausgestaltung der Ventileinheit gemäß Anspruch
7 wird eine zweckmäßige Ausgestaltung der Schieberaus
sparungen erreicht, die insbesondere in Verbindung mit dem
Evakuierungsventil relevant ist, da dort während der Eva
kuierung kein Fluid vorhanden ist. Wird eine einfachere
Ausgestaltung, beispielsweise gemäß Anspruch 6, verwendet,
besteht eine erhebliche Gefahr, daß im Moment, wenn der
Schieber aktiviert wird, die Dichtungen, die zwischen dem
Schieber und dem Ventilteil vorhanden sein müssen, auf
grund der Reibung zwischen den zwei Teilen kaputt gehen.
Sind die Schieberaussparungen, welche eine Verbindung
zwischen den Verbindungslöchern schaffen, mit Schlitzen
versehen, ist sichergestellt, daß die Dichtungsringe im
Evakuierungsventil nicht so einfach ausfallen und eine
längere Lebensdauer haben, da das Ventil keine Lecks ent
wickelt. Experimente haben gezeigt, daß bei Verwendung
einer Schieberausführung für das Evakuierungsventil gemäß
Anspruch 6 die Lebensdauer des Evakuierungsventils be
trächtlich verringert wird.
Durch die Ausgestaltung der Ventileinheit gemäß der An
sprüche 8 und 9 wird eine abdichtende Anlage zwischen den
Schiebern und dem Ventilteil bzw. dem Ventilteil und dem
Ventilgehäuse erreicht, so daß der Druckabfall und der
Fluidverlust minimiert werden.
Durch die Ausgestaltung der Ventileinheit gemäß Anspruch
10 wird erreicht, daß alle Stellen, an denen eine Bewegung
des Schiebers am Ventilteil stattfindet, durch besonders
reibungsarm laufende Dichtungsringe (O-Ringe) abgedichtet
werden. Eine derartige Teflonbeschichtung auf den O-Ringen
ist insbesondere beim Evakuierungsventil zweckmäßig, da
die O-Ringe des Evakuierungsventils in dem Moment, wenn
sich der Schieber von der einen Position zur anderen Posi
tion bewegt, nicht durch Fluid geschmiert werden. Die
Lebensdauer der O-Ringe wird durch die Teflonbeschichtung
verlängert.
Durch die Ausgestaltung der Ventileinheit gemäß Anspruch
11 ist es nicht erforderlich, eine Zufuhrleitung vom Stum
mel zu entfernen, wenn das Ventilteil vom Ventilgehäuse
entfernt wird, um beispielsweise die Dichtungsringe/O-
Ringe zu ersetzen. Da dies aufgrund der aggressiven Umge
bung, die häufig auftritt, relativ oft vorgenommen wird,
ist diese Anordnung besonders arbeitssparend.
Durch die Ausgestaltung der Ventileinheit gemäß Anspruch
12 können Kupplungen verschiedener Ausführungen und Typen
verwendet werden.
Durch die Ausgestaltung der Ventileinheit gemäß Anspruch
13 wird erreicht, daß die Temperatur des Mediums, bei
spielsweise in Form eines Kühlmittels, nach dem Abschluß
des Füllvorgangs angehoben oder reguliert werden kann, um
die Reste zwangsweise auszuleiten. Die Restmenge wird
bedeutend verringert, so daß sie nicht, wie bisher, im
Bereich von einigen Gramm, sondern im Bereich von 0,1 g
pro Füllung liegt.
Durch die Ausgestaltung der Ventileinheit gemäß Anspruch
14 wird eine beträchtliche Gewichtsverringerung der Ven
tileinheit erreicht und zusätzlich aufgrund der ausge
zeichneten thermischen Leitfähigkeitscharakteristiken des
Aluminiums die Regulierung der vom Heizelement abgegebenen
Wärme optimiert.
Die Erfindung wird nachfolgend detaillierter unter Be
zugnahme auf die Zeichnungen beschrieben; in diesen zei
gen:
Fig. 1 Einzelteile einer Ausführungsform der Ven
tileinheit in der geschlossenen Position
des Füllventilteils im Längsschnitt;
Fig. 2 Einzelteile in der Ventileinheit von Fig.
1 in der offenen Position im Längsschnitt;
Fig. 3 einen schematischen Querschnitt von Ven
tilteilen mit Schiebern und einem Heizel
ement;
Fig. 4 einen Längsschnitt einer bevorzugten Aus
führungsform der Ventileinheit in der ge
schlossenen Position des Füllventilteils
und Evakuierungsventilteils, wobei ein Typ
eines Adapters montiert ist;
Fig. 5 einen Längsschnitt einer bevorzugten Aus
führungsform der Ventileinheit in der of
fenen Position des Füllventilteils und
Evakuierungsventilteils, wobei ein anderer
Typ eines Adapters als derjenige von Fig.
4 gezeigt ist;
Fig. 6 einen Längsschnitt eines Ventilteils und
Schiebers für die Füllfunktion;
Fig. 7 einen Längsschnitt eines Ventilteils und
Schiebers für die Evakuierungsfunktion;
Fig. 8 einen Schnitt von Fig. 4;
Fig. 9 die Ventileinheit mit einem umgebenden
Mantel, wobei ein Schutzschlauch und eine
Kupplung montiert sind; und
Fig. 10 eine Ausbildung des Evakuierungsschiebers,
der aus zwei Einheiten besteht.
Fig. 1 zeigt eine Ventileinheit, die ein Ventilgehäuse 4
und zwei Ventilsitze 15 aufweist, wobei aus Gründen der
Klarheit nur ein Ventilteil 5 in dem einen Sitz 15 und mit
einem Schieber 6 gezeigt ist, der um das Ventilteil 5
herum angeordnet ist.
Das gezeigte Ventilteil 5 dient zum Füllen einer Anlage,
während der zweite Sitz ein Ventilteil zum Evakuieren der
Anlage aufnimmt.
Das Ventilteil 5 besteht aus einem Körperteil 27 und einem
Stummelteil 12 und ist einteilig ausgebildet.
Durch das Ventilteil 5 hindurch erstreckt sich ein gerader
Längskanal 1, der mit einer Durchflußabsperrung 14 verse
hen ist, die in gleicher Weise ein integrales Teil des
Ventilteils 5 bildet. Die Durchflußabsperrung 14 verhin
dert eine freie Strömung durch den Längskanal 1 hindurch,
der hierdurch in einen ersten Teilkanal 16 und einen zwei
ten Teilkanal 17 getrennt ist. Das Ventilteil ist mit
Verbindungslöchern 3 versehen - im gezeigten Ausführungs
beispiel sind zwei vorgesehen -, die sich vom Längskanal
1 aus nach außen zur äußeren Oberfläche 20 des Ventilteils
5 erstrecken und zueinander einen axialen Abstand auf
weisen, der das Längsmaß einer Aussparung 18 im Schieber
6 nicht übersteigt. Die Verbindungslöcher 3 stellen si
cher, daß ein Fluid oder Vakuum bei einer Zirkulation vom
ersten Teilkanal 16 des länglichen Kanals zum zweiten
Teilkanal 17 des länglichen Kanals vorgesehen werden kann.
Die äußere Oberfläche 20 des Ventilteils 5 ist mit Nuten
23 versehen, in denen Dichtungsringe 7, 7''' in Form von O-
Ringen angeordnet sind. Diese Dichtungsringe 7, 7''' stel
len eine dichte Anlage zwischen dem Ventilteil 5 und dem
Ventilgehäuse 4 sicher, wo diese miteinander in Kontakt
sind, und eine dichte Anlage zwischen dem Ventilteil 5 und
dem Schieber 6, wo diese miteinander in Kontakt sind.
Das eine Ende des Ventilteils ist mit einem Stummel 12
versehen, das einen integralen Teil des Ventilteils bil
det. Hierdurch wird sichergestellt, daß beim Herausnehmen
des Ventilteils mit dem Schieber 6 aus dem Ventilgehäuse
4 zum Ersetzen der Dichtungsringe 7, 7''' ein Lösen des
Schlauchs nicht notwendig ist, was ein zeitaufwendiger und
mühevoller Vorgang ist.
Um das Körperteil 27 des Ventilteils 5 herum ist der
Schieber 6 vorgesehen, dessen innere Oberfläche 21 dicht
auf der äußeren Oberfläche 20 des Ventilteils 5 aufliegt,
jedoch derart, daß die innere Oberfläche 21 des Schiebers
6 eine Aussparung 18 aufweist, die einen abgeschlossenen
Hohlraum bildet. Die innere Oberfläche 21 des Schiebers 6
und die äußere Oberfläche 22 des Schiebers 6 haben einen
kreisförmigen Querschnitt. Die äußere Oberfläche 22 des
Schiebers ist mit Nuten 24 versehen, in denen Dichtungs
ringe 7 eingesetzt sind. Hierdurch wird zwischen dem
Schieber 6 und dem Ventilgehäuse 4 selbst eine abdichtende
Anlage erreicht.
In demjenigen Endbereich des Ventilteils, der dem Stummel
12 gegenüberliegt, kommuniziert der zweite Teilkanal 17
des länglichen Kanals 1 über eine Öffnung 2 mit einem
zweiten Kanal 26, der im Ventilgehäuse vorgesehen ist,
wobei der Kanal möglicherweise über andere Kanäle mit
derjenigen Kammer verbunden ist, in der Vakuum und/oder
Fluid erzeugt/eingefüllt werden soll.
Der in Fig. 1 gezeigte zweite Ventilsitz weist ein Ven
tilteil 5 mit einem Schieber 6 auf, der vom Prinzip her in
der gleichen Weise wie oben beschrieben funktioniert, der
jedoch dahingehend anders ausgebildet ist, daß er als
Evakuierungsteil wirkt.
Im folgenden wird nun die geschlossene Funktion selbst
erläutert. Der Schieber 6 ist derart über dem Ventilteil
5 angeordnet, daß die Aussparung 18 im Schieber 6 keines
oder nur eines der Verbindungslöcher 3 umgibt, wobei die
ses Verbindungsloch im ersten Teilkanal 16 des länglichen
Kanals 1 angeordnet ist. Da aufgrund der Positionierung
der Durchflußabsperrung 14 keine Kommunikation zwischen
den Teilen des Längskanals vorhanden ist und da die zwei
Verbindungslöcher 3 aufgrund der Position des Schiebers 6
nicht miteinander kommunizieren können, ist das Ventil
nunmehr in der geschlossenen Funktion.
Die offene Funktion wird im folgenden unter Bezugnahme auf
Fig. 2 erläutert. Wenn das Ventil geöffnet werden soll,
bewegt sich der Schieber 6 in diejenige Position, in wel
cher die Aussparung 18 im Schieber 6 beide Verbindungs
löcher 3 umgibt, die in jedem Teilkanal 16 und 17 angeord
net sind. Wird gewünscht, ein Vakuum zu erzeugen oder ein
Fluid einzufüllen, ist nunmehr eine Verbindung vom Stummel
zu einer nicht gezeigten Kammer vorhanden, die mit dem
Kanal 26 derart in Verbindung steht, daß Vakuum erzeugt
werden oder Fluid über die zwei Löcher 3 und durch die
Aussparung 18 im Schieber 6 hindurch vom ersten Teilkanal
16 zum zweiten Teilkanal 17 strömen kann.
Die Bewegungen des Schiebers 6 werden durch Druckluft
aktiviert, die beim Einnehmen der geschlossenen Funktion
durch eine Öffnung 11 hindurch geleitet wird, die sich vor
dem Schieber im Hohlraum befindet, in dem sich dieser
bewegt und wobei beim Einnehmen der offenen Funktion die
Druckluft durch eine Öffnung 10 geleitet wird, die im
gegenüberliegenden Endbereich der Öffnung 11 im Hohlraum
liegt, in dem sich der Schieber 6 bewegt.
Fig. 3 ist eine Skizze, die einen Querschnitt durch das
Ventilgehäuse zeigt, wobei auch ein Heizelement 25 in
einem Abstand von den zwei Ventilteilen mit Schiebern
vorgesehen ist. Der Zweck des eingebauten Heizelements 25
besteht darin, die Temperatur anzupassen, so daß die Tem
peratur des im Ventilgehäuse vorliegenden Fluids die kor
rekten Werte erreicht. Steigt die Temperatur des Kühl
mittels beispielsweise nach dem Abschluß des Einfüllens
an, wird die im Ventil zurückbleibende Menge in die Anlage
ausgestoßen, wobei das im Ventil zurückbleibende Fluid auf
die geringstmögliche Menge verringert wird. Hierdurch kann
eine Verringerung von einigen Gramm bis ungefähr 0,1 g
Kühlmittel pro Füllvorgang erreicht werden.
Während des Kühlmittelfüllvorgangs wird das Ventil ohne
Heizung auf etwa 10° herabgekühlt, wobei hier die erwarte
te typische Füllmenge 800 g ist, wobei der Druck in der
Ventileinheit gleich oder niedriger als diejenige des zu
füllenden geschossenen Systems ist. Die Temperatur im
geschlossenen System erreicht ungefähr 20°. Das Ergebnis
ist, daß die im Totraum verbliebene Menge stehenbleibt.
Dies wird durch das Anordnen des oben erwähnten Heizel
ements 25 geheilt, so daß die Temperatur in der Ventil
einheit vor dem Füllvorgang 32-36° und nach dem Füllvor
gang etwa 5° niedriger ist, was in der Ventileinheit eine
höhere Temperatur mit einem infolgedessen höheren Druck
sicherstellt, so daß die Kühlmittelreste verringert wer
den. Darüber hinaus wird auf diese Weise auch sicherge
stellt, daß bei der nachfolgenden Evakuierung keine Kon
densationsprobleme auftreten.
Die Anlage wird typischerweise in Verbindung mit Kühl
anlagen verwendet, die evakuiert werden müssen, bevor der
tatsächliche Füllvorgang mit Kühlmittel stattfindet. Die
Kammer, die gefüllt werden soll, muß einen niedrigen Druck
von etwa 0,5-5 mbar absolut aufweisen, was unter Bezugnah
me auf die obigen Ausführungen mittels einer Evakuierungs
einrichtung erreicht wird.
Das Ventilgehäuse kann vorteilhafterweise aus einer Alumi
niumlegierung hergestellt werden, wodurch eine leichte
Konstruktion erreicht wird, die gleichzeitig gute Wärme
leitcharakteristiken im Verhältnis zur Wärmeleitfähigkeit
besitzt, die vom Heizelement 25 zu den Ventilkomponenten
gewünscht wird.
Die Fig. 4 bzw. 5 zeigen eine Ventileinheit in der
geschlossenen Position und eine Ventileinheit in der offe
nen Position. Die Ventileinheit unterscheidet sich vom
Prinzip her von der in den Fig. 1 und 2 gezeigten da
rin, daß der Schieber 6 nicht zylinder- sondern eher bal
len(tonnen)förmig ist, was detaillierter unter Bezugnahme
auf die Fig. 6 und 7 erläutert wird.
Die Fig. 4 und 5 zeigen ein Ventilgehäuse 4, in dessen
einem Ende eine Kupplung 28 mittels eines Adapters 28' mit
einem Hohlraum 26 im Ventilgehäuse 4 verbunden ist. Vom
Hohlraum 26 aus ist eine Verbindung zu den zwei Ventilsit
zen 15 vorhanden, wobei die Ventilsitzöffnung, die der
Kupplung 28 am nächsten liegt, derjenige Teil des Ventils
ist, der gefüllt werden soll. Die Anordnung des Füllven
tilteils in fast einer geraden Linie mit der Kupplung 28
verringert die Turbulenz während des Füllvorgangs. Wie
gezeigt, ist das Evakuierungsventil oberhalb des Füll
ventils angeordnet. Am anderen Ende des Ventilgehäuses
öffnet sich jeder der beiden Ventilsitze nach außen in
einen Stummel, auf dem ein Füllschlauch 29 bzw. ein Evaku
ierungsschlauch 30 angekoppelt sind.
Die Adapter 28' zur Verbindung des Ventilgehäuses 4 mit
der Kupplung 28 sind an die gewählte Kupplung funktionell
angepaßt. Der Adapter 28' von Fig. 4 ist somit in einer
anderen Weise als derjenige von Fig. 5 ausgebildet, so
daß aus Gründen der beispielshaften Darstellung von ver
schiedenen Kupplungen Gebrauch gemacht wurde. Fig. 4
zeigt eine WEH-Kupplung, wogegen die in Fig. 5 gezeigte
Kupplung eine CEJN-Kupplung ist.
Das Evakuierungsventil und das Füllventil werden nun de
taillierter unter Bezugnahme auf die Fig. 6 und 7 er
läutert, wobei Fig. 6 ein Füllventil und Fig. 7 ein
Evakuierungsventil zeigen. Diese sind nach demselben Kon
struktionsprinzip ausgebildet, haben dieselben Außendimen
sionen und bestehen aus einem Ventilteil 5 und einem
Schieber 6, haben jedoch unterschiedliche Dimensionen
bezüglich der zwei Komponenten. Das Ventilteil 5 ist mit
zwei feststehenden Dichtungsringen 7' versehen, welche
eine Abdichtung bezüglich des Ventilgehäuses 4 und der
Schlauchverbindung sicherstellen. Zwei äußere Dichtungs
ringe 7" zwischen zwei Teilen des Evakuierungsschiebers
schaffen eine Abdichtung zwischen dem Medium und der Steu
erluft, und ein mittlerer Dichtungsring 7''' schafft eine
Abdichtung zwischen der offenen und geschlossenen Funktion
des Ventils.
In bezug auf die Dichtungsringe 7 und 7''', die eine Ab
dichtung zwischen den Schiebern 6 und den Ventilteilen 5
schaffen, ist zu beachten, daß diese ihrerseits mit einem
Teflonmaterial beschichtet sind, wobei es sich entweder um
eine Delta-Dichtung oder um eine Spaltdichtung (cave seal)
handelt, dessen Zweck darin besteht, die Reibung zu ver
ringern und den mittleren Dichtungsring 7''' in seiner Nut
zu halten, wenn er einer dynamischen Last ausgesetzt ist.
Diese Dichtung ist in Verbindung mit der Ausgestaltung des
Evakuierungsventils erforderlich, da während der Evakuie
rung keine natürliche Schmierung vorhanden ist. Bezüglich
des Füllventils ist die Dichtung nicht erforderlich, je
doch in hohem Maße wünschenswert, da dies die Lebensdauer
der Dichtungsringe 7, 7''' erhöht.
Um die Abnutzung am vorerwähnten mittleren Dichtungsring
7''' zu reduzieren, der zwischen den zwei Verbindungslö
chern vorgesehen ist, ist der Schieber 6 mit Schlitzen
versehen, welche die offene und geschlossene Seite verbin
den.
Der Schieber 6 weist einen vorstehenden Bereich 38 auf und
ist vorzugsweise wie eine ballenförmige Tonne oder mögli
cherweise wie ein Kugelschieber geformt. Hierdurch wird
ein genau definierter Bereich erreicht, der an den inneren
Oberflächen des Ventilsitzes anliegt, wobei in diesem
vorstehenden Bereich 38 eine Aussparung in Form einer
keilförmigen Nut 24 eingebracht ist, in welche ein Dich
tungsring 37 eingesetzt ist. Die inneren Oberflächen des
Schiebers 6 weisen noch eine Aussparung 18 auf, die be
züglich des Füllventils identisch zu derjenigen ist, die
in Verbindung mit den Fig. 1-2 erläutert wurde. Soweit
die Aussparung für das Evakuierungsventil betroffen ist,
wird diese soweit geändert, daß sie mehrere Längsschlitze
41 aufweist, deren Länge derart bestimmt ist, daß sie,
wenn sie über den Verbindungslöchern 3 angeordnet sind,
sicherstellen, daß ein freier Durchtritt zwischen den
Löchern vorhanden ist. Der Grund für das Ausbilden des
Schiebers 6 mit inneren Schlitzen anstelle einer ringför
migen Aussparung besteht darin, daß keine natürliche
Schmierung der beweglichen Teile im Evakuierungsventil
vorhanden ist, wodurch es erforderlich ist, sicherzustel
len, daß der Schieber intern eine definierte Kontaktfläche
hat, was anders als im Fall, wo eine Aussparung mit abge
rundeten Ecken vorhanden ist, ein Herausreißen der einge
setzten Dichtungsringe verursacht.
Für das Evakuierungsventil wird der Schieber 6 typischer
weise in zwei Teilen hergestellt, wie detaillierter unter
Bezugnahme auf Fig. 10 erläutert wird. Der Schieber 6
besteht aus einem inneren Schieberteil 34 und einem äuße
ren Schieberteil 35. Der innere Schieberteil 34, der eine
zylindrische Form hat, ist mit Längsschlitzen 41 in einer
zweckdienlichen Anordnung um den gesamten Umfang des inne
ren Schieberteils 34 herum versehen. Der Außenumfang des
inneren Schieberteils 34 ist ebenfalls mit Aussparungen
zum Einsetzen von Dichtungsringen 7" versehen. Der äußere
Schieberteil ist ballen- oder tonnenförmig ausgebildet und
weist in seinem vorspringenden Bereich 38 eine ringförmige
Aussparung zum Einsetzen eines Dichtungsrings 37 auf. Der
äußere Schieberteil 35 wird über den inneren Schieberteil
34 gedrückt und infolge der Aussparungen des inneren
Schieberteils mit den eingesetzten Dichtungsringen 7" ist
eine dichte Verbindung zwischen den zwei Teilen vorhanden,
so daß zwischen dem inneren und dem äußeren Schieberteil
kein falscher Durchgang stattfindet.
Fig. 8 zeigt einen Schnitt von Fig. 4 und 5, wobei das
Ventilgehäuse vom Ende her sichtbar ist und der obere
Schnitt durch den Evakuierungsschlauch 30 und der untere
Schnitt durch den Füllschlauch 29 durchgeht. Darüber hin
aus ist das Ventilgehäuse 4 mit verschiedenen Luftsteuer
ventilen 44 für die Schieber versehen.
Fig. 9 zeigt die komplette Ventileinheit, bei welcher die
Evakuierungs- und Füllschläuche mit einer Schutzhülle 42
versehen sind und das Ventilgehäuse selbst innerhalb einer
aus einem Kunststoffmaterial bestehenden Ummantelung 43
eingeschlossen ist, wobei die bevorzugte Auswahl ein
Delril-Material ist. Dies gewährleistet eine einfache
Handhabung bei der Verwendung der Ventileinheit. Ferner
ist um die Ummantelung 43 herum ein Ring 32 angeordnet,
der über ein Verbindungsteil mit einer Lösegabel 33 ver
bunden ist, die nach oben um die Kupplung 28 herum in
Klemmeingriff ist. Dies gewährleistet ein einfaches Abneh
men der Kupplung 28, indem beim Versuch, mit den Fingern
den Ring abzustreifen, die Kräfte über das Verbindungsteil
31 zur Lösegabel 33 übertragen werden, die ihrerseits die
Kräfte zur Kupplung zum Zweck ihrer Demontage überträgt.
Da das Löseelement die Form eines Rings hat, spielt es
keine Rolle, in welcher Position die die Ventileinheit
betätigende Person relativ zur Ventileinheit steht.
Das einzige Teil, das sich im Ventilgehäuse selbst bewegt,
ist der Schieber 6, was bedeutet, daß das Risiko mecha
nischer Deffekte minimal ist.
Der Vorteil des Systems ist unter anderem, daß die Ventil
teile einfach zu entfernen sind, da das Ventil als solches
im montierten Zustand ersetzt werden kann. Es kann als
Ganzes zur Wartung aus dem Ventilgehäuse herausgezogen
werden, wodurch die Wartung wesentlich vereinfacht wird,
wobei der Schlauch auf dem Stummel bleibt, wonach die
Dichtungsringe ersetzt werden können. Aufgrund der be
sonders aggressiven Umgebung, in der sich die Ventilein
heit befindet, müssen die Dichtungsringe häufig ersetzt
werden.
Die tatsächlichen Evakuier- und Füllfunktionen werden
automatisch mittels Steuerelemente ausgeführt, die nicht
im Detail erläutert werden, da diese bekannten Prinzipien
folgen. Die Ventilteile bestehen aus einer geeigneten
Metallegierung, beispielsweise aus rostfreiem Stahl. Ande
re Materialien können jedoch ebenfalls verwendet werden.
Claims (14)
1. Ventileinheit zum Evakuieren und Befüllen eines Systems
mit einem Kühlmittel, bestehend aus einem Ventilgehäuse
(4) mit wenigstens zwei Ventilsitzen (15), wobei in dem
einen Ventilsitz (15) ein Ventilteil (5) zum Evakuieren
und in dem zweiten Ventilsitz (15) ein Ventilteil (5) zum
Füllen angeordnet sind und jedes Ventilteil (5) einen
Längskanal (1) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
dass das Ventilteil (5) wenigstens zwei in Längsrichtung des Ventilteils (5) beabstandete Verbindungslöcher (3) aufweist, die sich vom Längskanal (1) zur Außenfläche (20) des Ventilteils (5) erstrecken, wobei der Längskanal (1) mit einer Durchflussabsperrung (14) versehen ist, die den Längskanal (1) in einen ersten Teilkanal (16) und einen zweiten Teilkanal (17) teilt, wobei jeder der Teilkanäle (16, 17) ein Verbindungsloch (3) aufweist,
dass ein Schieber (6) vorgesehen ist, der um das Ventil teil (5) herum angeordnet ist und wenigstens eine Aus sparung (18) auf der Oberfläche (21) aufweist, die zum Ventilteil (5) hin zeigt und wenigstens einen geschlosse nen Hohlraum bildet, wobei der Hohlraum beide Verbindungs löcher (3) umgibt, wenn sich der Schieber (6) in der offe nen Position befindet, während der Hohlraum höchstens das Verbindungsloch (3) im ersten Teilkanal (16) umgibt, wenn der Schieber (6) in der geschlossenen Position ist,
dass das Ventilteil (5) auf seiner äußeren Oberfläche (20) zwischen den beiden Verbindungslöchern (3) mit einer Nut (23) versehen ist, in der ein Dichtungsring (7''') angeord net ist, der im geschlossenen Zustand des Schiebers (6) von einer inneren Oberfläche (21) des Schiebers (6) dicht umgeben ist,
und dass jeder Ventilsitz (15) in seinen gegenüberliegen den Endbereichen zwei zusätzliche Öffnungen (10, 11) zum Zuführen eines Gases oder flüssigen Mediums zum Bewegen des Schiebers (6) innerhalb des Ventilsitzes (15) auf weist.
dass das Ventilteil (5) wenigstens zwei in Längsrichtung des Ventilteils (5) beabstandete Verbindungslöcher (3) aufweist, die sich vom Längskanal (1) zur Außenfläche (20) des Ventilteils (5) erstrecken, wobei der Längskanal (1) mit einer Durchflussabsperrung (14) versehen ist, die den Längskanal (1) in einen ersten Teilkanal (16) und einen zweiten Teilkanal (17) teilt, wobei jeder der Teilkanäle (16, 17) ein Verbindungsloch (3) aufweist,
dass ein Schieber (6) vorgesehen ist, der um das Ventil teil (5) herum angeordnet ist und wenigstens eine Aus sparung (18) auf der Oberfläche (21) aufweist, die zum Ventilteil (5) hin zeigt und wenigstens einen geschlosse nen Hohlraum bildet, wobei der Hohlraum beide Verbindungs löcher (3) umgibt, wenn sich der Schieber (6) in der offe nen Position befindet, während der Hohlraum höchstens das Verbindungsloch (3) im ersten Teilkanal (16) umgibt, wenn der Schieber (6) in der geschlossenen Position ist,
dass das Ventilteil (5) auf seiner äußeren Oberfläche (20) zwischen den beiden Verbindungslöchern (3) mit einer Nut (23) versehen ist, in der ein Dichtungsring (7''') angeord net ist, der im geschlossenen Zustand des Schiebers (6) von einer inneren Oberfläche (21) des Schiebers (6) dicht umgeben ist,
und dass jeder Ventilsitz (15) in seinen gegenüberliegen den Endbereichen zwei zusätzliche Öffnungen (10, 11) zum Zuführen eines Gases oder flüssigen Mediums zum Bewegen des Schiebers (6) innerhalb des Ventilsitzes (15) auf weist.
2. Ventileinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Querschnitt des Außenumfangs des
Schiebers (6) im Verhältnis zum Rest der Schieberaußenflä
che vorsteht.
3. Ventileinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass im vorstehenden Außenumfang des Schiebers (6) eine
ringförmige Nut vorgesehen ist, in der ein Dichtungsring
(37) angeordnet ist.
4. Ventileinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Oberfläche des
Schiebers (6) tonnenförmig ist.
5. Ventileinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Oberfläche des
Schiebers (6) kugelförmig ist.
6. Ventileinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (18) als ring
förmige Nut ausgebildet ist.
7. Ventileinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die Aussparung (18) im Schieber (6)
in der Form von mehreren längs des Schiebers (6) verlau
fenden Längsschlitzen (41) ausgebildet ist, die eine ent
sprechende Anzahl von geschlossenen Hohlräumen bilden.
8. Ventileinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Oberfläche (20)
des Ventilteils (5) mit weiteren Nuten (23) versehen ist,
in denen Dichtungsringe (7, 7') angeordnet sind.
9. Ventileinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Oberfläche (22)
des Schiebers (6) mit wenigstens einer Nut (24) versehen
ist, in der ein Dichtungsring (7, 37) angeordnet ist.
10. Ventileinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsringe (7, 7'''),
die in der äußeren Oberfläche des Ventilteils (5) liegen,
mit einer reibungsverringernden Schicht, vorzugsweise
einer Teflon-Schicht, auf derjenigen Oberfläche versehen
sind, die zur inneren Oberfläche (21) des Schiebers (6)
hin zeigt.
11. Ventileinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilteil (5) einen
Stummel (12) aufweist, der ein integrales Teil des Ventil
teils (5) darstellt.
12. Ventileinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in demjenigen Ende des Ven
tilgehäuses (4), das den Stummeln (12) gegenüberliegt, ein
Hohlraum (26) zur Positionierung eines Adapters (28')
vorgesehen ist, wobei der Adapter (28') mit einer Kupplung
(28) zum Füllen des Systems in Klemmeingriff ist.
13. Ventileinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilgehäuse (4) ein
Heizelement (25) aufweist.
14. Ventileinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilgehäuse (4) aus
einer Aluminiumlegierung besteht.
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