DE19780524C2 - Befüllungs- oder Entleerungsvorrichtung - Google Patents
Befüllungs- oder EntleerungsvorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Befüllungs- oder Entleerungsvorrichtung
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei einer derartigen, beispielsweise aus der DE 28 05 430 bekannten Befül
lungs- oder Entleerungsvorrichtung ist nur im oberen Teil eines Silos eine
gewöhnlich teleskopische Saugrohrvorrichtung vorgesehen, die sich durch eine
Schneidvorrichtung in die Nähe von Schneidblättern erstreckt. Bei einer solchen
Anordnung wird die Zentrierung der Schneidvorrichtung im allgemeinen durch
Befestigen der Schneidvorrichtung an einem im Wesentlichen sternförmigen
Rahmen bewirkt, von dem sich zweigartige Mittel mit ihren Führungsrollen zur
Wand des Silos erstrecken. Die gesamte Schneidvorrichtung kann gewöhnlich
an Hebedrähten hochgezogen und abgesenkt werden.
Diese Lösungen machen es möglich, die betreffende Befüllungs- oder Entlee
rungsvorrichtung ziemlich leicht von einem Silo zum anderen zu bewegen, weil
es keine zentrale Säule gibt, die eine solche Bewegung verhindert. Andererseits
ist bisher ein praktisches Problem bei Vorrichtungen, die an Drähten aufgehängt
sind, dadurch aufgetreten, dass ein Biegen und ebenso ein ungleichmäßiges Ab-
und Aufrollen der Drähte von der und auf die Trommel Probleme verursacht hat,
die die Ausrichtung der Vorrichtungen betreffen, wobei die Vorrichtung gegen
eine Schrägstellung empfindlich reagiert, die die Arbeitsweise der Vorrichtung
stört.
Eine ähnliche weitere Befüllungs- oder Entleerungsvorrichtung ist auch in der DE 30 20 542 A1
gezeigt. Bei dieser bekannten Vorrichtung ist zum vertikalen Auf
wärts- und Abwärtsbewegen eines mehrere Zweige zum Glätten aufweisenden
Gerüstes ein Windenmotor und eine Winde zum Heben und Senken vorgesehen,
wobei in dem Gerüst im Wesentlichen zentral ein Saugmundstück der Fördervor
richtung angeordnet ist. Zum Anpassen des Abstandes des Saugmundes sind
ein Tastarm und ein Schaltarm vorgesehen, mit dem Schalter zum Ein- und
Ausschalten des Windenmotors und Heben und Senken der Fördervorrichtung
vorgesehen. Mit dieser Vorrichtung kann wohl der Abstand des Saugmundes
von der Oberfläche des Fördergutes im Wesentlichen in einem gewünschten
Abstand nachgeführt werden, eine horizontale Ausrichtung der Förderarme bzw.
Zweige ist dabei aber nicht erforderlich und wird auch nicht erreicht und ist
nicht Gegenstand dieser Druckschrift.
In der DE 44 09 090 C1 ist eine Befüllungs- oder Entleerungsvorrichtung mit
einer zentralen vertikalen Stützsäule angegeben, an der eine Gleithülse mittels
Seilen vertikal verfahrbar gelagert ist. Um die Gleithülse sind zwei diametral
angeordnete Förderzweige angeordnet, die mittels einer Drehhülse und eines
Drehantriebes drehbar sind. Mittels der um die Stützsäule herum angeordneten
Gleithülse sind die beiden Förderzweige vertikal verfahrbar. Die Gleithülse weist
an ihrem oberen Ende einen umlaufenden Ringträger auf, an dem beiderseits der
Stützsäule Ausgleichshebel angeordnet sind. Der Vorteil dieser Anordnung liegt
darin, dass die Seillängen ausgeglichen werden können. Die Förderzweige sind
ihrerseits mit Seilen an der Drehhülse fixiert. Mit dieser Höhenverstellung und
dem Ausgleich der Seillängen über die Ausgleichshebel wird eine horizontale
Ausrichtung der Förderzweige ebenfalls nicht vorgegeben. Es ist zudem mit
Schwierigkeiten verbunden, derartige Ausgleichshebel in Verbindung mit min
destens drei Zweigen zu verwenden.
Es sind verschiedene weitere Befüllungs- oder Entleerungsvorrichtungen für
Silos bekannt. Diese Vorrichtungen haben während einer Befüllungsphase die
gleichmäßige Verteilung eines Materials, das in den Silo gebracht worden ist,
und, damit verbunden, die Entfernung dieses Materials während einer Entlee
rungsphase des Silos zur Aufgabe. Eine derartige Befüllungs- oder Entleerungs
vorrichtung wird insbesondere in runden Silos benutzt, und sie weisen dann
Schneidmittel auf, die sich im allgemeinen um die Mittelachse des Silos drehen.
Die Gesamtanlage weist auch im allgemeinen ein Gerüst auf, das hochgezogen
und abgesenkt werden kann, wobei dieses Gerüst sich an den Silowänden ab
stützt. An diesem Gerüst sind Mittel befestigt, die die Drehung der Schneid
vorrichtung in der Weise bewirken, dass die Schneidblätter die im Silo vor
handene Materialmenge treffen.
Gemäß der Zuführung der Materialmenge zum Silo oder entsprechend gemäß
der Entfernung der Materialmenge aus dem Silo muss die Höhenposition der
Schneidvorrichtung geändert werden, so dass die Schneidblätter oder dgl. in
genügendem Ausmaß in die Materialmenge gedrückt werden. Zu diesem Zweck
sind die Befüllungs- oder Entleerungsvorrichtungen gewöhnlich mit Hebemitteln
ausgerüstet, die eine Positionseinstellung ermöglichen. Aus der DE 35 30 559
ist jedoch eine Vorrichtung bekannt, beider die Schneidvorrichtung als solche
sich um eine kurze, zentrale Welle dreht, die sich in die Materialmenge hinein
drückt.
Die DK 111 859 offenbart andererseits eine fortgeschrittenere Befüllungs- oder
Entleerungsvorrichtung, bei der eine Kette Leistung von der Drehbewegung
einer Schneidvorrichtung auf eine Hebevorrichtung überträgt, die an einer Säule
in der Mitte eines Silos angeordnet ist. Entsprechende Lösungen sind in der DE 34 30 257
und der US 4.773,808 offenbart. Ferner ist aus der US 3,468,438
und der GB 1 034 839 eine Lösung bekannt, bei der Drähte oder ähnliche Mit
tel, die auf Trommeln aufwickelbar sind, als Hebemittel verwendet werden. Alle
beschriebenen Lösungen haben gemeinsam, dass sie im Silo einen zentralen
Aufbau aufweisen, der sich in der Regel vom Boden des Silos nach oben er
streckt und um den sich die Schneidvorrichtung dreht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Befüllungs-
oder Entleerungsvorrichtung bereit zu stellen, mit der eine einwandfreie hori
zontale Führung der Förderarme gewährleistet wird, wobei der Aufbau auch
einen einfachen Transport von einem Silo zum anderen zulässt.
Die Vorrichtung ist derart ausgebildet, dass jeder Zweig von mindestens drei
Zweigen des Gerüstes einen Satz aus antreibbaren Rollenmitteln aufweist, wo
bei die Drehung jedes Rollenmittels für die Hebemittel so angepasst ist, dass sie
gleich der der anderen Rollenmittel ist, und zwar in der Weise, dass ein zweig
zugehöriges, flexibles Hebemittel in gesteuerter Weise zu den entsprechenden
Rollenmitteln gerollt weren kann, wobei alle, flexiblen Hebemittel im Wesent
lichen gleich lang bleiben.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnungen nä
her erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch die generelle Anordnung ei
ner Befüllungs- bzw. Entleerungsvorrichtung in ei
nem Silo,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Hebetrommelanordnung gemäß
einer Ausführung der Erfindung,
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine andere Hebetrommelanord
nung gemäß der Erfindung,
Fig. 4 eine Seitenansicht in Richtung A-A auf die Anord
nung der Fig. 3,
Fig. 5 eine Draufsicht auf eine zweite alternative Hebe
trommelanordnung und
Fig. 6 eine Draufsicht auf ein zentrales Gerüst gemäß ei
ner weiteren Ausführung, wobei Verlängerungen der
Zweige aus Gründen der Klarheit weggelassen worden
sind.
In Fig. 1 weist eine moderne Siloanordnung einen zylindri
schen Silo 1 auf, der ein Dach 2 hat, durch das ein Entlee
rungsrohr 3 geführt ist. Der silointerne Teil des Rohrs 3 ist
teleskopisch ausgebildet. Zur Befüllung ist ein Befüllungs
rohr 4 abgeordnet, während nicht gezeigte Entleerungsmittel
und auch Gebläsemittel für das Füllgut am unteren Ende der
des Befüllungsrohrs 4 angeordnet sind. Solche Silos können zu
mehreren Seite an Seite angeordnet werden, wobei eine Öffnung
in vorteilhafter Weise im oberen Teil der Silos angeordnet
ist, um eine Befüllungs- bzw. Entleerungsvorrichtung 5 von
einem Silo zum anderen transportieren zu können. In den mei
sten Fällen hat jedes Silo sein eigenes Befüllungsrohr 4 und
Entleerungsrohr 3, das insbesondere von der Befüllungs- bzw.
Entleerungsvorrichtung 5 gelöst werden kann. In Fig. 1 ist
die Befüllungs- bzw. Entleerungsvorrichtung 5 in einer Posi
tion gezeigt, in der sie etwas über der Materialmenge 6 im
Silo steht.
Zum Befüllen des Silos mit einer Materialmenge, wie bei
spielsweise Futter oder dergleichen, wird diese durch das Be
füllungsrohr 4 geblasen. Das gleichmäßige Auffüllen mit der
Materialmenge wird in geeigneter Weise mit Hilfe einer
Schneidvorrichtung 7 der im Silo 1 befindlichen Befüllungs-
bzw. Entleerungsvorrichtung 5 erleichtert. Die Schneidvor
richtung 7 weist eine Schneidbalkenanordnung 9 auf, die an
eine Gerüst 8 in drehbarer Weise befestigt ist. Unter der
Schneidbalkenanordnung 9 sind frei rotierende oder durch
Kraft rotierend angetriebene Schneidscheiben 10 vorgesehen.
Während der Befüllungsphase wird die Materialmenge mit Hilfe
der Befüllungs- bzw. Entleerungsvorrichtung 5 gleichmäßig auf
Höhe gehalten, die in dem Maß gehoben wird, wie die Befüllung
fortschreitet. Zu diesem Zweck weist die Entleerungsvorrich
tung Hebemittel 11 auf, die generell mit Stahldrähten oder
dergleichen ausgerüstet sind. Die Fig. 1 stellt hauptsächlich
den bekannten Stand der Technik dar und zeigt, wie ein Hebe
draht über Seilscheiben 12 zum unteren Teil des Silos geführt
ist, wo eine Hebevorrichtung 13, die üblicherweise eine ge
meinsame Winde ist, angeordnet ist. Die Bewegung der Befül
lungs- bzw. Entleerungsvorrichtung 5 ist durch einen Doppel
pfeil angedeutet.
Während der Siloentleerung wird die am Hebemittel 11 aufge
hängte Befüllungs- bzw. Entleerungsvorrichtung 5 mit Hilfe
der Hebevorrichtung 13 in eine solche Position gebracht, in
der sie mit ihrem eigenen Gewicht leicht in die Materialmenge
6 im Silo gedrückt wird. In Verbindung hiermit wird, angemes
sen bevor die Schneidkanten die Materialmenge berühren, ein
Antriebsmotor 21 für die Schneidvorrichtung 7 angelassen, mit
dem die Schneider ihren Betrieb beginnen und eine Menge von
der Materialmenge 6 im Silo losreißen. Die losgerissene Menge
treibt zur Silomitte und wird von dort durch die Saugwirkung
eines Gebläses 14 entfernt, und zwar durch das Ende 15 des
Saugrohrs 3 und den teleskopischen Teil 16 zu einem Zyklon
17. Wenn der Spiegel der Materialmenge 6 absinkt, wird auch
die in den Hebemitteln hängende Befüllungs- bzw. Entleerungs
vorrichtung 5 abgesenkt, so daß diese immer in einer optima
len Position bleibt. Um die Position zu zentrieren, weisen
Verlängerungen des Gerüsts 8 in vorteilhafter Weise Führungs
räder 18 auf, die sich gegen die Wand des Silos 1 abstützen.
Bei der Ausführung der Fig. 2 weisen die Schneidvorrichtung 7
und das Gerüst 8 eine zentrale Öffnung 19 auf, durch die das
Ende des telekopischen Teils des Saugrohrs 3 mit seiner Mün
dung 15 in die Nähe des Spiegels der Materialmenge 6 läuft.
In diesem Fall können weitere, besondere Mittel zur Auflocke
rung der Materialmenge in der Nähe der Mündung 15 vorgesehen
sein. Zur Verdeutlichung zeigt Fig. 2 nur einen Teil der
Schneidbalkenanordnung 9 der Schneidvorrichtung 7 und auch
einen Antriebsmotor 21 mit Getriebe 22. Dieser Antriebsmotor
dreht die Schneidbalkenanordnung 9 über ein Zahnrad 20 oder
dergleichen. Zur Verdeutlichung ist das Gerüst 8 in Fig. 2
weggelassen worden. Wie aus Fig. 2 hervorgeht, kann sich die
Schneidbalkenanordnung 9 der Schneidvorrichtung 7 in der
durch eine Pfeil markierten Richtung drehen. Eine Gegenkraft
gegen diese Drehung entsteht durch die Räder 18, die am Ende
der vorstehenden Teile des Gerüsts 8 (in Fig. 2 nicht gezeigt)
angeordnet sind und sich gegen die Wände des Silos 1
abstützen.
Fig. 2 offenbart, wie mehrere Hebemittel 11 gemäß der Erfin
dung so angeordnet sind, daß über beispielsweise drei Aufhän
gepunkte eine voll gesteuerte Hebebewegung erreicht wird. Bei
der Ausführung der Fig. 2 weist diese Hebevorrichtung einen
Hebemotor 23 mit Getriebe 24 auf, das eine erste Welle 25
dreht. Beide Enden der Welle 25 weisen vorzugsweise einander
entsprechende Doppelgelenke 26 auf, an deren anderer Seite
einander entsprechende Rollenmittel für die Hebemittel ange
ordnet sind, die vorzugsweise eine entsprechende Seiltrommel
27 sind. Das entgegengesetzte Wellenende einer zweiten Seil
trommel 27 ist in entsprechender Weise über ein Doppelgelenk
26 mit einer zweiten Welle 28 verbunden, die vorzugsweise
mittels eines oder mehrerer Lager 29 zentral gestützt wird.
Die zweite Welle 28 ist am anderen Ende über ein Doppelgelenk
26 mit einer dritten Seiltrommel 27 verbunden.
Bei der Anordnung gemäß der Erfindung sind die Trommeln 27
zweigartigen Armen 30 zugeordnet, von denen es vorzugsweise
drei gibt. Auf diese Weise werden die Längen der (in Fig. 2
nicht gezeigten) Hebedrähte 11 genau gleich gehalten. Da jede
Seiltrommel 27 wie die übrigen Seiltrommeln 27 ausgebildet
ist und zwangsweise mit der gleichen Geschwindigkeit wie die
übrigen rotiert, sind die Hebegeschwindigkeit und der Hebeweg
für jeden Draht 11 genau gleich. Dadurch wird eine Schräg
stellung der Befüllungs- bzw. Entleerungsvorrichtung 5 im Si
lo 1 wirksam verhindert. Bei einer alternativen, in Fig. 6
gezeigten Ausführung sind alle drei Seiltrommeln 27 prak
tisch auf einer gemeinsamen Welle an einer geeigneten Stelle
am Gerüst 8 angeordnet. In diesem Fall sind die Drähte je
weils so angeordnet, daß sie vorzugsweise über Hilfsseilscheiben
32 zu einem eigenen Arm 30 und zu dort angeordneten
Seilscheiben laufen
Ferner ist die Fläche jeder Seiltrommel 27 vorzugsweise so
mit Rillen versehen, daß sie eine spiralförmige Nut 31 (Fig.
2) aufweist, in der jeder Drahtteil auf die Seiltrommel 27
aufgerollt und genau neben einem bereits aufgerollten Seil
teil positioniert wird. Daher wird bei jeder Drehung der
Seiltrommel 27 immer ein Drahtteil gleicher Länge auf die
Fläche der Seiltrommel 27 aufgenommen.
In den Fig. 3 und 4 ist eine alternative Ausführung ge
zeigt. Eine Seiltrommel 27 ist jeweils an einem Arm 30 vorge
sehen, wobei diese Arme in zweigartiger Weise angeordnet
sind, so daß die Drehachse jeder Seiltrommel 27 im wesentli
chen vertikal verläuft (zur Verdeutlichung sind die anderen
Vorrichtungen der Befüllungs- bzw. Entleerungsvorrichtung 5
in der Figur weggelassen worden). In Fig. 3 ist ein aufwärts
gerichteter Draht mit dem Bezugszeichen 11a versehen. Bei
dieser Ausführung durchläuft jedes Hebemittel, d. h. vorwie
gend jeder Draht 11, 11a, eine gleich lange Strecke über eine
im wesentlichen identische Seilscheibe 32, wobei dieser Draht
von der Seiltrommel nach oben in Richtung auf das Dach 2 des
Silos 1 oder zu einer anderen lasttragenden Vorrichtung
führt. Bei dieser Ausführung läuft auch jeder einzelne Draht
sehr genau in derselben Weise wie die anderen Drähte, und da
her sind der Verschleiß und die Dehnung all dieser Drähte
gleich hoch. Daher bleibt auch die Befüllungs- bzw. Entlee
rungsvorrichtung 5 selbst genau in der gewünschten oder vor
wiegend horizontalen Position, ohne daß es nötig ist, diese
Vorrichtung gesondert zu justieren.
Bei der Ausführung gemäß den Fig. 3 und 4 ist die erzwun
gene, gemeinsame Drehung mit identischer Geschwindigkeit der
Seiltrommel 27 so getroffen, daß eine Antriebskette 34 über
ein zugeordnetes Kettenrad 34 läuft, das an der Welle jeder
Seiltrommel 27 angeordnet ist. Aus Fig. 3 geht hervor, daß
auch bei dieser Lösung ein zentraler Bereich 19 (s. Fig. 2)
des dreieck- oder sternförmigen Stützgerüsts der Schneidvor
richtung 7 offengelassen ist, so daß dort ein Raum für die
Mündung 15 des teleskopischen Teils 16 des Saugrohrs 3 vor
handen ist.
Jeder betreffende Hebedraht 11, 11a kann am Dach 2 oder einer
anderen solchen Vorrichtung im Silo 1 enden. Als solche Vor
richtung kann ein solches Trägermittel benutzt werden, das am
oberen Teil benachbarter Silos von einem Silo zum nächsten
Silo läuft. Daher kann die in geeigneter Weise teilweise zu
sammenlegbare Befüllungs- bzw. Entleerungsvorrichtung 5 be
sonders leicht von einem Silo zu einem anderen transportiert
werden, weil es nicht nötig ist, die Hebemittel von irgendei
ner Hebevorrichtung 13 loszumachen, um den Transport zu be
werkstelligen. Daher sind in Fig. 1 eine Öffnung 35 zwischen
den Silos und ein gemeinsames Querträgermittel 36, das durch
diese Öffnung läuft, in Phantomdarstellung gezeigt.
Im Unterschied zu den Ausführungen in den Fig. 2, 3 und 6
weist die in Fig. 5 gezeigte Ausführung vier Arme 30 auf;
ferner arbeitet noch ein Hebemotor 23 an einer gemeinsamen
Welle 25, die zwischen zwei Armen 30 verläuft. Bei dieser
Ausführung ist an beiden Enden der Welle 25 jeweils eine
Seiltrommel 27 angeordnet. In diesem Fall läuft der Draht 11a
auf einer Seiltrommel auf jedem Wellenende im wesentlichen
unmittelbar nach oben zu einer oberen Vorrichtung. Demgemäß
wird der von einer anderen Trommel 27 ausgehende Draht zu ei
nem Arm 30 geführt, der auf der entgegengesetzten Seite der
Vorrichtung angeordnet ist. An diesem Arm ist eine zugehörige
Seilscheibe 32 angeordnet, von der aus der Draht 11a nach
oben läuft. Zur Verdeutlichung sind Fig. 5 die passenden Schneidmittel weg
gelassen worden, doch bleibt für diese noch ein offener Raum 19 in der Mitte
der Vorrichtung.
Claims (8)
1. Befüllungs- oder Entleerungsvorrichtung (5), bei der ein aus vielen
Zweigen bestehendes Gerüst (8) und eine an diesem Gerüst drehbar be
festigte Schneidvorrichtung (7) in einem Silo (1) über einer unge
brochenen Oberfläche einer Materialmenge angeordnet und vertikal be
wegbar an mehreren flexiblen Hebemitteln (11) aufgehängt sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeweils ein angetriebenes Rollenmittel (27) für je ein Hebemittel (11)
an einem von mindestens drei Zweigen (30) des Gerüstes (8) funktionell
angeordnet ist, wobei die Drehung jedes Rollenmittels (27) für das je
weilige Hebemittel (11) an die Drehung der anderen Rollenmittel für die
Hebemittel (11) so angepasst ist, dass die Drehungen gleich sind, so
dass das jeweils einem Zweigmittel zugeordnete Hebemittel (11) in ge
steuerter Weise auf ein entsprechendes oder von einem entsprechenden
Rollenmittel (27) in der Weise auf- oder abrollbar ist, dass die Längen
aller Hebemittel (11) gleich bleiben und eine vollständig gesteuerte
Hebebewegung erreicht ist.
2. Befüllungs- oder Entleerungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Rollenmittel (27) durch eine Nuten aufweisende Trommel ge
bildet ist, auf deren Nuten (31) das Hebemittel in geführter Weise
aufgewickelt wird, wenn sich das Rollenmittel (27) dreht, so dass sich
jede neue Windung des Hebemittels (11) auf der Trommel neben eine
bereits aufgerollte Windung legt.
3. Befüllungs- oder Entleerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass alle Rollenmittel (27) untereinander in der Weise eines erzwungenen
Betriebs verbunden sind, so dass die Umfangsgeschwindigkeit aller Rol
lenmittel (27) gleich bleibt.
4. Befüllungs- oder Entleerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rollenmittel (27) derart angeordnet sind, dass ihre Drehachsen
in einer horizontalen Ebene liegen, wobei die Wellen der Rollenmittel (27)
durch eine Gelenkwelle (25, 26, 28, 29) miteinander verbunden sind, die
mindestens teilweise um das zweigartige Gerüst (30) verläuft.
5. Befüllungs- oder Entleerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rollenmittel (27) derart angeordnet sind, dass ihre Drehachsen
vertikal verlaufen, wobei eine gemeinsame Antriebskette (33) oder ein
ähnliches gemeinsames Antriebsmittel um ihre parallelen Wellen derart
läuft, dass alle Wellen aller Rollenmittel (27) mit derselben Umfangs
geschwindigkeit zum Drehen gebracht werden.
6. Befüllungs- oder Entleerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet,
dass alle Rollenmittel (27) auf einer gemeinsamen Welle angeordnet sind,
wobei jeder Hebedraht (11) insbesondere über eine oder mehrere Hilfs
seilscheiben (32) bis zum Ende eines zugehörigen Gerüstzweiges (30) ge
führt ist.
7. Befüllungs- oder Entleerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an jedem Zweig (30) zur Führung jedes Hebemittels (11) Seilschei
ben (32) vorhanden sind.
8. Befüllungs- oder Entleerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis
7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Trommel eine Seiltrommel ist,
dass die Nuten schraubenförmig ausgebildet sind und
dass das Hebemittel ein Stahldraht ist.
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