DE1975816U - Modellkoerper fuer den kanal im schmelzrinnenkoerper eines induktionsrinnenofens. - Google Patents
Modellkoerper fuer den kanal im schmelzrinnenkoerper eines induktionsrinnenofens.Info
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
RA-6251C1 *-2.t1-67"
DDV Mannheim, den 20.10.1967
IROWN, BOVERI & C|E Pat/Kh/W
AkHenaeSellSd,a« Mp.-HT. 728/65
MANNHEIM JLfctenz. j B 71 284/31a Gbm
Mp.-ir", 728/65
11 Modellkörper »
Die !Teuerung "betrifft einen Modellkörper, der für die formgebung
eines Kanals im Schmelzrinnenkörper eines Induktionsrinnenofens bestimmt ist.
Schmelzrinnenkörper für Induktionsrinnenofen werden üblicherweise
durch linstampfen einer sinterfähigen Masse in einem Rinnenkasten
hergestellt. !Für die Gestaltung des Rinnenkanals ist dabei ein Modellkörper erforderlich, der nach der Fertigstellung
des Rinnenkörpers wieder beseitigt werden muß.
Es ist bekannt, diesen Modellkörper aus Metall, vorzugsweise
aus dem gleichen Metall, mit dem der Ofen später beschickt werden soll, im Gießverfahren oder einem anderen, formgebenden
Verfahren herzustellen. Bei der ersten Inbetriebnahme schmilzt dann der Modellkörper und mischt sich mit dem übrigen
Ofeninhalt. Gleichzeitig wird dabei die Stampfmasse zum Sintern gebracht. Dabei muß zwischen dem Modellkörper und der ihn
umgebenden Stampfmasse ein gewisser Abstand vorhanden sein, damit. Schaden infolge der verschiedenen Wärmedehnungen vermieden
werden. Der Modellkörper wird hierzu beispielsweise mit einem leicht brennbaren, bei niederen SDemperaturen verbrennenden
Material umwickelt» !Ferner ist bei der Verwendung eines metallenen
Modellkörpers eine sehr genaue Steuerung der lemperatur erforderlich, um ein vorzeitiges Durchschmelzen des Modellkörpers
und dadurch verursachte Störungen zu vermeiden.
Mach einem anderen Verfahren wird ein Modellkörper aus Holz für die Hinnen verwendet. Bei diesem Verfahren wird der Rinnenkörper durch Gasflammen oder durch Heizwiderstände beheizt.
C-Brlefbogen VIII 3472 (559.5000/lA)
1
Dabei verbrennt aas Holzmodell und die Stampfmasse wird zum ^/
Sintern gebracht. Dies Verfahren ist wesentlich weniger kritisch. Nachteilig ist, daß das Holzmodell in jedem einzelnen
Pail neu durch Handarbeit hergestellt werden muß.
Durch die österreichische Patentschrift 157 690 ist es bereits
bekannt geworden, für die Herstellung der Rinnen an Induktionsöfen feuerfeste Rohre oder Pormen aus beispielsweise Sinterkorund,
Sillimanit, Silikastein oder Quarzglas zu verwenden, die in das Ofenmauerwerk eingestampft werden. Die Herstellung solcher Hohlkörper,
die aus Pertigungsgründen sehr oft mehrteilig erfolgen muß, ist sehr zeitraubend und daher kostspielig. Außerdem ist der
Gebrauch derartiger Hohlkörper an sich überhaupt nicht erforderlich,
da ja die Ofenbeistellung aus sinterfähigen, keramischen
Massen besteht.
licht mehr neu ist es, wie der deutschen Patentschrift 625 938 entnommen werden kann, bei Induktionsrinnenöfen die Schmelzrinnen
in der Weise herzustellen, daß für deren Abschnitte mit gleichmäßigem Querschnitt herausziehbare Schablonen und für die Rinnenteile
mit Querschnittserweiterungen zusätzliche einschmelzbare Schablonen verwendet werden. Beim Gebrauch von herausziehbaren
Schablonen entstehen in der noch nicht gesinterten Ofenauskleidung
sehr leicht Beschädigungen, die, wenn sie nicht erkannt und beseitigt
werden, zu einem frühzeitigen Ausfall des Ofens führen.
Der belgischen Patentschrift 533 980 ist auf S. 2, Z. 20 ff als
bekannt zu entnehmen: " Gemäß dem anderen Verfahren besteht die V-Porm aus Wachs oder Bitumen, das man schmilzt und danach im
geschmolzenen Zustand aus der feuerfesten Auskleidung entfernt, so daß eine Rinne mit V-förmigem Querschnitt zurückbleibt.11 Hier
ist also ein Verfahren beschrieben, bei welchem die Rinnen eines Induktionsofens durch festes Wachs oder Bitumen zustande gebracht
werden, das bei Beginn des Sinterns der Ofenmasse in den flüssigen Zustand übergeht, bevor es aus der Rinne entfernt werden kann.
Da beim Sintervorgang das Wachs oder Bitumen durch seinen niedrigen Schmelzpunkt bereits flüssig wird, bevor der Rinnenkörper abgebunden
hat bzw. ausgehärtet ist, dringen Wachs oder Bitumen in den Ofenbaustoff ein und verhindern eine innige Verbindung von
dessen Teilen untereinander. Dies ist für die Haltbarkeit des Scnmelzrinnenkörpers sehr nachteilig, da im Betrieb durch die
eingeschlossenen Fremdkörper; sehr bald Ausbröcklungen an der Elnnenwandung entstehen, welche die lebensdauer des Ofenbauteiles
wesentlich verkürzen.
Bei einem bekannten Gießverfahren, das unter dem Ulitel "Yollform-Yergießen
mit vergasbaren Modellen» in "Gießerei", 1963, S.509 ff
vorveröffentlicht ist, wird in einer einteiligen verlorenen Form ein dem herzustellenden Gußstück entsprechender aus Polystyrolschaumstoff
angefertigter Modellkörper verwendet. Dieser wird durch die während des Gießvorganges in die Form eintretende Schmelze
fortlaufend vergast, während die Schmelze den dadurch entstehenden Raum ausfüllt und in diesem zu eitern Gußteil erstarrt, das
nach Zerstörung der nur einmal zu verwendenden Form aus dieser entnommen wird. Mittels dieses Gießverfahrens können Gußteile
mit guter Oberflächenbeschaffenheit und ohne irgendwelche Grate erzeugt werden, deren Beseitigung bisher ein Nachbehandeln der
Gußteile durch Schleifen erforderlich machte, das mit hohen Kosten verbunden war. Bei der Herstellung eines Schmelzrinnenkörpers,
der während der Ofenreise wegen der durch ihn strömenden Schmelze gegenüber den anderen Ofenteilen der am meisten
beanspruchte Eeil ist und daher öfter ausgewechselt werden muß,
kommt es dagegen darauf an, beim Sintern von dessen keramischen Massen zum Zwecke der Aushärtung derselben bei gleichzeitiger Schaltung
des vorgeschriebenen Kanalquersehnittes bzw. der Kanal-Form das Eindringen von Seilen des Modellkörpers in die Beistellung
des Sehmelzrinnenkörpers auszuschließen, um dadurch dessen lebensdauer zu erhöhen.
Der feuerung liegt die Aufgabe zugrunde, bei der Ausbildung eines
Kanals im Schmelzrinnenkörper eines Induktionsrinnenofens die bei den bisher verwendeten Formkörpern auftretenden !achteile zu beseitigen,
indem ein Modellkörper vorgeschlagen wird, der sich beim Sintern der Zustellung des Schmelzrinnenkörpers verflüchtigt ohne
dabei in diesen einzudringen.
Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß dadurch gelöst, daß der Modellkörper
TJ-förmige Gestalt hat, aus einem Stück hergestellt ist und
daß der Modellkörper aus einem vergießbaren Material besteht, das
beim Erhitzen ohne wieder flüssig zu werden ganz oder zum größten Seil in den gasförmigen Zustand übergehen soll.
In weiterer Ausgestaltung der Heuerung wird nooh empfohlen, daß
der Modellkörper massiv ist und aus Polystyrol oder einem anderen hochpolymeren Kohlenwasserstoff besteht.
Um die Gasbildung bei der Auflösung des Modellkörpers zu verringern,
kann naoh einer weiteren Ausbildung der !euerung der Modellkörper
aus schäumform!gen Polystyrol oder einem anderen aufgeschäumten
hocholymeren Kohlenwasserstoff hergestellt sein.
Die !feuerung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt und
wird nachfolgend beschrieben. Die einzige Pig. der Zeichnung zeigt den Schmelzrinnenkörper eines Induktionsrinnenofens im Schnitt*·
Der Schmelzrinnenkörper besteht aus einem äußeren metallischen Gehäuse 1. Innerhalb von diesem befinden sich die sinterfähigen keramischen
Massen der Zustellung 2. In dieser ist zur !formgebung eines Kanals ein durch Gießen in einer wiederholt verwendbaren
Porm bzw. nach einem mehrfach benutzbaren Urstüek hergestellter
Modellkörper 3 eingelegt worden, der beim Sintern der Zustellung
vergast.
In Strichlinien ist der zu dem Schmelzrinnenkörper gehörige Induktor
4 angedeutet. Mittels durch die Planschen 5 hindurchgehender
nicht dargestellter Schrauben wird der Schmelzrinnenkörper, nachdem dessen Zustellung 2 durch Sintern ausgehärtet worden ist, wobei
sich der Modellkörper 3 praktisch ohne Rückstände zu hinterlassen,
aufgelöst hat, an den Induktionsrinnenofen angebaut.
Der mit der !"euerung erzielte wesentliche Torteil besteht darin,
daß durch die vorgeschlagene Ausbildung des Modellkörpers in die Zustellung des Schmelzrinnenkörpers in der Sähe des Kanals keine
vom Modellkörper herrührenden Stoffe eintreten, die bisher die Qualität des gesinterten Rinnenkörpers wesentlich verschlechterten
und dadurch dessen Gebrauchsfähigkeit herabsetzten. Bei Benutzung des vorgesclilagenen Modellkörpers ist es gleichgültig, ob der
Schmelzrinnenkörper durch in diesem angeordnete elektrische Heizkörper oder unter Verwendung von Gasbrennern von innen oder in
— 5 —
einem Kammerofen von aussen hochgeheizt wird, um das Zusammensintern
des Zustellmaterials zu erreichen. Der auf die vorbeschriebene
Weise mittels des neueerungsgemäßen Modellkörpers hergestellte fertig gesinterte Schmelzrinnenkörper kann im Bedarfsfalle an
einen schmelzflüssiges Metall enthaltenden Induktionsrinnenofen angebaut und sofort ohne vorherige Erwärmung mit flüssigem Schmelzgut
gefüllt werden. Dadurch gönnen gegenüber einem noch nicht gesinterten
Sehmelzrinnenkörper, in dessen Kanal sich als Modell ein
festes Metall befindet, bei Wechsel des Hinnenkörpers im Ofenbetrieb die Verlustzeiten stark herabgesetzt werden. Die "Verwendung
des neuerungsgemäß vorgeschlagenen Modellkörpers für die Herstellung
eines Kanals im Sehmelzrinnenkörper ist dann besonders vorteilhaft,
wenn der Kanal keinen gleichmäßigen Querschnitt hat, was in der PraxLp" meistens der lall ist.
Claims (3)
1. Modellkörper, der für die Formgebung eines Kanals im Schmelzrinnenkörper
eines Induktionsrinnenofens bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Modellkörper (3) U-fÖrmige Gestalt
hat, aus einem Stück hergestellt ist und daß der Modellkörper (3) aus einem vergießbaren Material besteht, das
beim Erhitzen ohne wieder flüssig zu werden ganz oder zum größten !Heil in den gasförmigen Zustand übergehen soll«
2. Modellkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Modellkörper (3) massiv ist und aus Pdferstyrol oder einem
anderen hoehpolymeren Kohlenwasserstoff besteht.
3. Modellkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Modellkörper (3) aus schaumförmigem Polystyrol oder einem
anderen aufgeschäumten hoehpolymeren Kohlenwasserstoff hergestellt
ist.
Hinweist Diese Unterbot (EsesshreiBuno jni SehufronsDr.) is? Jie ailetz) nnoereichte iit, veichf /oft tier Wortfossune
oe· ursorunoucr, sinoereicntan jrue-ioaer 3D Die recnrliche Seaeuruno de- Ab*eicnung is· nicht qeprüfi
Die ursprunalior. enoerecnter. unmnoser bemoer- 3ior- .r· 3sr S,mt3arer, iie kor.ner, ,eaerrei' ohne Nachweis
eines rechtiichefi !nieressei oeounrem're' amcesener neraeu Auf ΛπίΓο? .ve'oen n<er-ior- jucn i-oroKoo^en iaer film
<iöooii/fc it e'er, uDlionsf, Preiser- ^eiιe;θn 5eursches ,»
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