DE19757171A1 - Rolle, vorzugsweise Umlenkrolle für Sicherheitsgurte - Google Patents
Rolle, vorzugsweise Umlenkrolle für SicherheitsgurteInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Rollen, vorzugsweise Umlenkrollen für in
Kraftfahrzeugen an gebrachte Sicherheitsgurte.
Aus der US-A 18 66 046 beispielsweise ist eine Rolle bekannt, bei der eine
Hülse mittels zweier Schrägkugellager auf einem Bolzen drehbar gelagert ist.
Auf dem Bolzen ist eine Büchse angeordnet, die an ihren Enden mit Kugelrillen
versehen ist. Die Hülse weist äußere Laufringe auf, die ebenfalls mit Kugelrillen
versehen sind, wobei an den Kugelrillen der Büchse und den Kugelrillen der
äußeren Laufringe Kugeln abwälzen. Die Büchse ist mit Gewindebohrungen für
Schrauben derart versehen, daß durch Anziehen der Schrauben die Büchse auf
dem Bolzen festgesetzt werden kann. Die aufwendige Vorgehensweise zur
Festlegung der Büchse bzw. der kompletten Rollen gegen über dem Bolzen ist
als nachteilig anzusehen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Rolle anzugeben, deren
axiales Festlegen gegen über dem Bolzen vereinfacht ist. Erfindungsgemäß wird
eine Rolle vorgeschlagen, mit einer auf einem Bolzen mittels wenigstens zweier
Schrägkugellager wälzgelagerten Hülse, wobei die Schrägkugellager auf dem
Bolzen angeordnete Innenringe aufweisen, an deren Laufbahnen und an Lauf
bahnen der Hülse Kugeln abwälzen, und wobei federnde Abschnitte der Innen
ringe gegen Axialanschläge angefedert sind. Der Mehraufwand zur Herstellung
der Axialanschläge vorzugsweise an dem Bolzen ist geringfügig, da die ver
wendeten Bolzen einerseits oftmals einen Kopf haben, der radial größer als der
Bolzenschaft ist, wobei der Bolzen andererseits an seiner von dem Kopf abge
wandten Seite oftmals an einer Platte befestigt ist. Die stützen sich an den
Axialanschlägen ab und drücken die Innenringe gegen die Kugeln. Das Zu
sammenspiel der Axialanschläge mit den federnden Abschnitte ist derart vor
gesehen, daß ein axiales Anschlagen der Hülse an die Axialanschläge ausge
schlossen ist. Die vorzugsweise aus Kunststoff gebildeten Innenringe lassen sich
problemlos beispielsweise im Spritzgießverfahren herstellen. Da die Hülse
ebenfalls aus Kunststoff hergestellt ist, handelt es sich bei der erfindungsgemä
ßen Rolle um eine vom Gewicht her leichte Ausführung, wie sie für den Einsatz
in Kraftfahrzeugen erwünscht wird.
Die Anordnung der federnden Abschnitte ist vorzugsweise derart, daß die
federnden Abschnitte axial über die Hülse hervorstehen und gegen die Axial
anschläge des Bolzens angefedert sind. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß
die Hülse nicht gegen die Axialanschläge anschlagen kann.
Damit die Hülse zusammen mit den Innenringen und den Kugeln als verliersi
chere Einheit ausgebildet sein kann, sind die Innenringe und die Hülse mit
Rastmitteln zum verliersicheren Verbinden der Innenringe mit der Hülse ver
sehen. Vorzugsweise weist die Hülse Ringnuten auf, in die Vorsprünge der
Innenringe eingreifen. Die Vorsprünge können beispielsweise als konusförmige
Erweiterung des Innenrings ausgebildet sein, so daß neben der Funktion des
Einrastens gleichzeitig eine Labyrinthdichtung geschaffen ist, die das Eindringen
von Verunreinigungen in das Lager verhindert.
Eine vom Gewicht her optimierte Rolle ist dadurch gebildet, daß die Hülse an
ihrer äußeren Mantelfläche mit quer zur Drehachse angeordneten Rillen und an
ihrer inneren Mantelfläche mit einem mittig angebrachten radialen Stützbord
versehen ist, wobei achsparallel angeordnete Rippen ausgehend von dem
radialen Stützbord sich in Richtung auf die Schrägkugellager verjüngen. Die
Ausnehmungen in Form der Rillen reduzieren das Gewicht der Rollen erheb
lich, wobei bereits mit wenigen inwendig vorgesehenen Rippen die gewünschte
Steifigkeit der Hülse erlangt wird.
Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Rolle eignet sich besonders für Schrägku
gellager in O-Anordnung.
Die Vorsprünge lassen sich ebenfalls problemlos an den beispielsweise im
Spritzgießverfahren aus Kunststoff hergestellten Innenringen vorsehen. Bei der
erfindungsgemäß vorgeschlagenen Rolle können die Innenringe in vorteilhafter
Weise die folgenden Funktionen erfüllen: axiales Fixieren der Rolle auf dem
Bolzen unter Gewährung eines leichten Axialspiels gegen die Federwirkung der
Abschnitte, wobei Klappergeräusche infolge eines axialen Anschlagens der Rolle
angeschlossen sind; Gewährleistung einer verliersicheren Einheit, bestehend aus
Hülse, Innenringe und Kugeln; abdichten des Lagerinneren gegen Verunreini
gungen von außen.
Die federnden Abschnitte können als federnde Zungen ausgebildet sein, deren
freie Enden gegen die Axialanschläge angefedert sind. Eine einstückige Ver
bindung der Zungen mit dem Innenring ist insbesondere im Spritzverfahren
möglich, wobei der Innenring und die Zungen aus Kunststoff gebildet sein
können. Das freie Ende wenigstens einer der Zungen kann selbstverständlich
mit einem zu dem Innenring koaxial angeordneten Stützring fest verbunden
sein. Der Stützring kann in vorteilhafter Weise gemeinsam mit den Zungen und
dem Innenring im Spritzverfahren aus Kunststoff gebildet werden. Die Zungen
sind demzufolge unter Zwischenschaltung des Stützringes gegen den Axial
anschlag angefedert. Durch den Stützring wird eine gleichmäßige Abstützung an
dem Axialanschlag erzielt; beispielsweise bleibt bei einer Verkippung des
Innenrings gegenüber dem Axialanschlag der Stützring weitgehend flächig gegen
den Axialanschlag angefedert. Der Stützring kann die Hülse axial überragen, mit
einer Wirkung, wie sie weiter oben zu den federnden Abschnitten beschrieben
wurde, wenn diese die Hülse axial überragen.
An den Innenring kann an dessen dem Axialanschlag zugewandten Stirnseite
ein nach Art einer Tellerfeder ausgebildeter Ansatz einstückig anschließen.
Dieser Ansatz weist federelastische Eigenschaften auf und ist gegen den Axial
anschlag angefedert. Derartige erfindungsgemäße Weiterbildungen lassen sich
problemlos und kostengünstig beispielsweise aus Stahl im Tiefziehverfahren
herstellen. Selbstverständlich ist auch die Herstellung aus Kunststoff im Spritz
gießverfahren vorteilhaft. Die Wahl des Herstellverfahrens und der Werkstoffe
hängt auch von den Belastungen ab, denen die Rollen ausgesetzt sind.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von vier in fünf Figuren dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Rolle im Längsschnitt und
Fig. 2 eine Ansicht eines Innenrings der erfindungsgemäßen Rolle
nach Fig. 1,
Fig. 3 eine weitere erfindungsgemäße Rolle im Längsschnitt,
Fig. 4 eine weitere erfindungsgemäße Rolle im Längsschnitt, und
Fig. 5 eine weitere erfindungsgemäße Rolle im Längsschnitt.
Bei der erfindungsgemäßen Rolle nach Fig. 1 ist eine Kunststoffhülse 1 mittels
zweier Schrägkugellager 2 auf einem Bolzen 3 drehbar gelagert. An seinen
axialen Enden ist der Bolzen 3 mit zwei als Axialanschläge vorgesehenen Platte
4, 5 versehen, gegen die federnde Zungen 6 angefedert sind, die einteilig mit
Innenringen 7 der Schrägkugellager 2 ausgeführt sind. Die Innenringe 7 und die
Kunststoffhülse 1 weisen Kugelrillen 8, 9 auf, an denen Kugeln 10 abwälzen.
Die Kugeln 10 sind in einem Kunststoffkäfig 11 gehalten. Die Innenringe 7 sind
weiterhin mit konusförmigen Erweiterungen 12 versehen, die in Ringnuten 13
der Kunststoffhülse 1 eingreifen. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß zum
einen keine Verunreinigungen von außen in das Lagerinnere gelangen, und
andererseits ist eine verliersichere Einheit gebildet, die aus der Kunststoffhülse
1, den Innenringen 7 und den Kugeln 10 gebildet ist.
Zu beiden Seiten der Längsachse der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Rolle
nach Fig. 1 ist je eine Variante einer Kunststoffhülse 1 ausgeführt. Gemäß der
oberhalb der Längsachse dargestellten Variante weist die Kunststoffhülse 1 an
ihrer äußeren Mantelfläche Rillen 15 auf, die quer zur Drehachse angeordnet
sind. Die unterhalb der Längsachse dargestellte Variante ist massiv aus Kunst
stoff gebildet. Beiden Varianten ist gemein, daß die Kunststoffhülse 1 an ihrer
inneren Mantelfläche mit einem mittig angebrachten radialen Stützbord 16
versehen ist, wobei achsparallel angeordnete Rippen 17 ausgehend von dem
radialen Stützbord 16 sich in Richtung auf die Schrägkugellager 2 verjüngen.
Aus der Darstellung ist ersichtlich, daß die Schrägkugellager 2 eine O-Anord
nung aufweisen, wobei die Innenringe 7 aufgrund der Federwirkung der Zungen
6 gegen die Kugeln 10 angedrückt werden können.
Fig. 2 zeigt eine Ansicht eines der Innenringe 7 aus Fig. 1. Der Ansicht ist zu
entnehmen, daß insgesamt drei gleichmäßig über den Umfang verteilt angeord
nete federnde Zungen 6 vorgesehen sind.
Fig. 3 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Rolle, jedoch ohne dargestellte
Axialanschläge. Im Unterschied zu dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind
die freien Enden der Zungen 6 einstückig mit Stützringen 18 verbunden, die
koaxial zu den Innenringen 7 angeordnet sind. Die Stützringe 18 liegen flächig
unter der Federkraft der Zungen 6 an den nicht dargestellten Axialanschlägen
an.
Fig. 4 und 5 unterscheiden sich von Fig. 1 im wesentlichen dadurch, daß
anstelle der Zungen an den Innenring 7 umlaufend geschlossene Ansätze 19, 20
einstückig anschließen, die nach Art einer Tellerfeder ausgebildet und gegen die
Axialanschläge 5 angefedert sind. Die Ansätze können sich nach radial außen
oder nach radial innen erstrecken, je nachdem, welche Platzverhältnisse und
welche Belastungen gegeben sind.
1
Kunststoffhülse
2
Schrägkugellager
3
Bolzen
4
Platte
5
Platte
6
federnde Zunge
7
Innenring
8
Kugelrille
9
Kugelrille
10
Kugel
11
Kunststoffkäfig
12
konusförmige Erweiterung
13
Ringnut
14
Rille
15
16
Stützbord
17
Rippe
18
Stützring
19
Ansatz
20
Ansatz
Claims (11)
1. Rolle, vorzugsweise Umlenkrolle für in einem Fahrzeug angebrachte Sicher
heitsgurte, mit einer auf einem Bolzen (3) mittels wenigstens zweier Schrägku
gellager (2) wälzgelagerten Hülse (1), wobei die Schrägkugellager (2) auf dem
Bolzen (3) angeordnete Innenringe (7) aufweisen, an deren Laufbahnen (8) und
an Laufbahnen (9) der Hülse (1) Kugeln (10) abwälzen, und wobei wenigstens
ein federnder Abschnitt (6, 19, 20) der Innenringe (7) gegen Axialanschläge (4,
5) angefedert sind.
2. Rolle nach Anspruch 1, bei der der federnde Abschnitt (6, 19, 20) axial über
die Hülse (1) vorstehen und gegen die Axialanschläge (4, 5) des Bolzens (3)
angefedert ist.
3. Rolle nach Anspruch 1, bei der die Innenringe (7) und die Hülse (1) mit
Rastmitteln (12, 13) zum verliersicheren Verbinden der Innenringe (7) mit der
Hülse (1) versehen sind.
4. Rolle nach Anspruch 3, bei der die Hülse (1) mit Ringnuten (13) versehen ist,
in die Vorsprünge (12) der Innenringe (7) eingreifen.
5. Rolle nach Anspruch 1, deren Hülse (1) an ihrer äußeren Mantelfläche mit
quer zur Drehachse angeordneten Rillen (15) und an ihrer inneren Mantelfläche
mit einem mittig angebrachten radialen Stützbord (16) versehen ist, wobei sich
achsparallel angeordnete Rippen (17) ausgehend von dem radialen Stützbord
sich in Richtung auf die Schrägkugellager (2) verjüngen.
6. Rolle nach Anspruch 1, bei der die an beiden Enden der Hülse (1) vorgesehe
nen Schrägkugellager (2) in O-Anordnung angeordnet sind.
7. Rolle nach Anspruch 1, bei der die Innenringe (7) und die Hülse (1) aus
Kunststoff gebildet sind.
8. Rolle nach Anspruch 1, bei der federnde Abschnitte durch mehrere über den
Umfang verteilt angeordnete Zungen (6) des Innenringes (7) gebildet sind, die
gegen die Axialanschläge (4, 5) angefedert sind.
9. Rolle nach Anspruch 8, bei der das freie Ende wenigstens einer der Zungen
(6) fest mit einem Stützring (18) verbunden ist, der gegen den Axialanschlag (4,
5) angefedert ist.
10. Rolle nach Anspruch 9, bei der der Stützring (18), die Zungen (6) und der
Innenring (7) einstückig miteinander verbunden sind.
11. Rolle nach Anspruch 1, bei der der Innenring (7) an seiner dem Axialan
schlag (4, 5) zugewandten Stirnseite einen nach Art einer Tellerfeder ausgebilde
ten, einstückig angeformten Ansatz (19, 20) aufweist, der gegen den Axial
anschlag (4, 5) angefedert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19757171A DE19757171A1 (de) | 1997-06-10 | 1997-12-22 | Rolle, vorzugsweise Umlenkrolle für Sicherheitsgurte |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19724347 | 1997-06-10 | ||
| DE19757171A DE19757171A1 (de) | 1997-06-10 | 1997-12-22 | Rolle, vorzugsweise Umlenkrolle für Sicherheitsgurte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19757171A1 true DE19757171A1 (de) | 1998-12-17 |
Family
ID=7831985
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19757171A Withdrawn DE19757171A1 (de) | 1997-06-10 | 1997-12-22 | Rolle, vorzugsweise Umlenkrolle für Sicherheitsgurte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19757171A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1059463A1 (de) * | 1999-06-10 | 2000-12-13 | Sarnatech BNL Limited | Rollenlager |
| EP0916556A3 (de) * | 1997-11-17 | 2001-05-23 | TAKATA (EUROPE) VEHICLE SAFETY TECHNOLOGY GmbH | Rollenumlenkung |
| FR2804943A1 (fr) * | 2000-02-14 | 2001-08-17 | Donnel Steven B O | Rouleau pour transporteur |
| US6749150B2 (en) | 2001-11-01 | 2004-06-15 | Key Safety Systems, Inc. | Roller web guide (or D-ring) seat belt system |
| US7261826B2 (en) | 2000-02-03 | 2007-08-28 | Calient Networks, Inc. | Electrostatic actuator for microelectromechanical systems and methods of fabrication |
| CN114212047A (zh) * | 2021-12-22 | 2022-03-22 | 奇瑞汽车股份有限公司 | 导向环及车辆 |
-
1997
- 1997-12-22 DE DE19757171A patent/DE19757171A1/de not_active Withdrawn
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| CN114212047B (zh) * | 2021-12-22 | 2023-03-28 | 奇瑞汽车股份有限公司 | 导向环及车辆 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: INA-SCHAEFFLER KG, 91074 HERZOGENAURACH, DE |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |