DE19757970C1 - Blink-Bremsleuchte für motorgetriebene Fahrzeuge - Google Patents
Blink-Bremsleuchte für motorgetriebene FahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bremsleuchte für motorgetriebene
Fahrzeuge mit einer in der Regel von Fuß zu betätigenden
Aktivierungseinrichtung der Bremseinrichtung, deren Aktivierung
von der Bremsleuchte angezeigt wird.
Bremsleuchten der eingangs genannten Art dienen dazu, dem Fahrer
eines hinter einem ersten Fahrzeug fahrenden zweiten Fahrzeugs
eine Betätigung der Bremseinrichtung des ersten Fahrzeugs durch
dessen Fahrer anzuzeigen. Der Fahrer des zweiten Fahrzeugs
erkennt durch das Aufleuchten der Bremsleuchte des ersten
Fahrzeugs, daß dessen Bremseinrichtung aktiviert wurde, seine
Geschwindigkeit somit in kürzester Zeit abnehmen wird und zum
Vermeiden eines Auffahrunfalles möglicherweise die
Geschwindigkeit des eigenen Fahrzeugs durch Aktivieren der
eigenen Bremseinrichtung verringert werden muß. Es ist für den
Fahrer eines hinter einem ersten Fahrzeugs fahrenden zweiten
Fahrzeugs jedoch insbesondere bei Dunkelheit nur schwer möglich,
festzustellen, wie stark die Bremswirkung und somit die
Geschwindigkeitsänderung des vor ihm fahrenden ersten Fahrzeugs
tatsächlich ist. Als Folge davon können Auffahrunfälle
geschehen.
Aus der DE 42 28 972 A1 ist eine Bremsleuchte der eingangs
genannten Art bekannt, wobei bei einem Bremsvorgang getaktete
optische Signale erzeugt werden, deren Frequenz von der
Intensität eines eingeleiteten Bremsvorgangs gesteuert ist. Die
optischen Signale weisen dabei jedoch den Nachteil auf, daß
aufgrund der Taktung eines nur eine Signalart aufweisenden
Gesamtsignals, das ein Signal enthält, das entweder aktiviert
oder nicht aktiviert ist, eine die Ansprechzeit herabsetzende
Auszeit nicht vermeidbar ist, in der der nicht aktive Teil des
Gesamtsignales vorherrschend ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Bremsleuchte zu schaffen, bei
deren Aktivierung der Fahrer eines hinter einem ersten Fahrzeug
fahrenden zweiten Fahrzeugs unter Vermeidung von Auszeiten einen
Hinweis über das Ausmaß der Bremswirkung und damit der
Geschwindigkeitsänderung des ersten Fahrzeugs erhält.
Für eine Bremsleuchte der eingangs genannten Art wird diese
Aufgabe gelöst durch eine Einrichtung, die die Größe einer
Geschwindigkeitsabnahme über dem Fahruntergrund oder den Druck
auf eine Bremseinrichtung sensiert, und eine Einrichtung, die
elektrische Farbwechsel für die Bremsleuchte mit jeweils
unterschiedlich langen Einschaltzeiten der aufeinanderfolgenden
Farben erzeugt, wobei sich die Farbwechselfrequenz der
Farbwechseleinrichtung proportional mit der Größe der sensierten
Geschwindigkeit ändert.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Bei der erfindungsgemäßen Bremsleuchte wird durch die
Einrichtung, die die Größe einer Geschwindigkeitsabnahme über
dem Fahruntergrund oder den Druck auf eine Bremseinrichtung
sensiert, in Verbindung mit der Einrichtung, die elektrische
Farbwechsel für die Bremsleuchte mit jeweils unterschiedlich
langen Einschaltzeiten der aufeinanderfolgenden Farben erzeugt,
wobei sich die Farbwechselfrequenz der Farbwechseleinrichtung
proportional mit der Größe der sensierten Geschwindigkeit
ändert, ein Indikator für den Fahrer eines hinter dem Fahrzeug
fahrenden zweiten Fahrzeugs geschaffen, über den dieser Fahrer
Information über das Ausmaß der Bremswirkung und damit der
Geschwindigkeitsänderung des ersten Fahrzeugs ohne
Zeitverzögerung erfährt, da durch die instantane Aktivierung
eines ersten Farbsignals eines aus zwei Komponenten
zusammengesetzten Farbsignales ein Warnsignal für andere
Verkehrsteilnehmer ohne Zeitverzögerung geschaffen wird. Ein
hinter einem mit der erfindungsgemäßen Bremsleuchte versehenen
Fahrzeug fahrender Fahrer eines zweiten Fahrzeugs erhält somit
über die einfache Aktivierung der Bremsleuchte hinaus, die ihm
lediglich als erstem Indikator anzeigt, daß die Bremseinrichtung
betätigt wurde, einen weiteren Indikator, der instantan anzeigt,
mit welcher Stärke die Bremseinrichtung betätigt wurde, und er
kann sein eigenes Fahrverhalten bzw. die Aktivierung der eigenen
Bremseinrichtung und das Ausmaß der Aktivierung der eigenen
Bremseinrichtung an die Geschwindigkeitsänderung des mit der
erfindungsgemäßen Bremsleuchte versehenen Fahrzeugs anpassen.
Dadurch können Auffahrunfälle wirksam vermieden werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Bremsleuchte wird die Einrichtung, die elektrische Blinksignale
für die Bremsleuchte erzeugt, erst ab einem vorherbestimmten
sensierten Druck auf die Bremseinrichtung aktiviert. Durch diese
Maßnahme wird sichergestellt, daß nur solche Einwirkungen auf
die Bremseinrichtung durch die erfindungsgemäße Bremsleuchte
angezeigt werden, die auch eine tatsächlich sich auswirkende
Bremsung zur Folge haben.
Gemäß einer wichtigen Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Bremsleuchte wird der Druck auf die Bremseinrichtung durch
Messen des Öldruckes der Bremseinrichtung bestimmt. Alternativ
kann der Druck auf die Bremseinrichtung auch durch die
Winkelauslenkung der Aktivierungseinrichtung bestimmt werden. Zu
diesem Zweck können an der Aktivierungseinrichtung entsprechende
Meßsensoren vorgesehen sein. Die Aktivierungseinrichtung ist in
der Regel das Bremspedal des Fahrzeugs.
Alternativ zu einer Einrichtung, die die Stärke des Drucks auf die Brems-
Aktivierungseinrichtung des Fahrzeugs sensiert, kann
die erfindungsgemäße Bremsleuchte ausgestattet sein mit einer
Einrichtung, die die Größe einer
Geschwindigkeitsabnahme über dem Fahruntergrund sensiert,
und einer
Einrichtung, die elektrische Blinksignale für die Bremsleuchte
erzeugt, deren Frequenz mit der Größe der sensierten
Geschwindigkeitsabnahme steigt. Ein direktes Sensieren einer
Geschwindigkeitsabnahme kann dabei beispielsweise mit Hilfe
herkömmlicher, am Fahrzeug installierter Beschleunigungsmess
einrichtungen, oder alternativ mittels eines am Fahrzeug
befestigten Lasers gemessen werden, der auf die Fahrbahn
gerichtet ist und diese punktförmig beleuchtet, wobei eine
Sensoreinheit eine durch Dopplereffekt verursachte
Frequenzänderung des Lichtes des ausgeleuchteten Punktes mißt
und als Maß für eine Geschwindigkeitsabnahme interpretiert.
Diese Sensoreinheit ist vorzugsweise an einer Stelle des
Fahrzeuges befestigt, die in Fahrtrichtung hinter dem
Auftreffpunkt des Laserstrahls auf die Fahrbahnoberfläche liegt.
Eine Aktivierung der erfindungsgemäßen Bremsleuchte ist dabei
vorzugsweise an eine Betätigung des Bremspedals gekoppelt, um
sicherzustellen, daß die Bremsleuchte nicht durch eine
Geschwindigkeitsabnahme ausgelöst wird, die unabhängig von einem
Bremsvorgang ist, wie beispielsweise aufgrund von Steigungen
oder Gegenwind.
Alternativ oder zusätzlich ist vorgesehen, daß
die Einrichtung, die elektrische Farbwechsel für die
Bremsleuchte erzeugt, erst ab einer vorherbestimmten sensierten
Geschwindigkeitsabnahme aktiviert wird.
Im folgenden wird eine bevorzugte Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Bremsleuchte anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 ein mit einer erfindungsgemäßen Bremsleuchte versehenes
motorgetriebenes Fahrzeug in Seitenansicht;
Fig. 2 eine schematische Darstellung möglicher Verlaufsformen
einer Lichtemission, die die Einrichtung für elektrische
Blinksignale erzeugt;
Fig. 3 eine weitere schematische Darstellung möglicher
Verlaufsformen der Lichtimmission, die die Einrichtung
für elektrische Blinksignale erzeugt;
Fig. 4 eine weitere schematische Darstellung möglicher
Verlaufsformen der Lichtimmission, die die Einrichtung
für elektrische Blinksignale erzeugt.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten motorgetriebenen Fahrzeug 1 ist
die erfindungsgemäße Bremsleuchte 10 oberhalb einer normalen
Bremsleuchte 11 angeordnet. Bei Betätigung des nicht
dargestellten Bremspedals des Fahrzeugs 1 wird durch eine
entsprechende nicht dargestellte Sensoreinheit die Stärke des
Druckes auf das Bremseinrichtung sensiert und ein entsprechender
Meßwert an eine Einrichtung weitergeleitet, die elektrische
Blinksignale für die Bremsleuchte erzeugt, wobei die Frequenz
dieser Blinksignale mit der Höhe des gemessenen Druckes auf das
Bremspedal steigt.
Bei einem niedrigen Druck auf das Bremspedal, entsprechend einer
geringen Auslenkung des Bremspedals, liegt die Frequenz des
Blinksignales der Bremsleuchte bei 1 Hz, und bei einem hohen
Druck auf das Bremspedal, entsprechend einer weiten Auslenkung
des Bremspedals, beträgt die Frequenz des Blinksignales für die
Bremsleuchte 10 Hz. Auf diese Weise erhält der Fahrer eines
hinter dem Fahrzeug 1 fahrenden Fahrzeugs bei Betätigung des
Bremspedals außer dem Signal der Bremsleuchte 11, die ihm
anzeigt, daß die Bremse des Fahrzeugs 1 aktiviert worden ist,
eine zusätzliche Information über die Bremsleuchte 10, die
indikativ für das Ausmaß der Bremswirkung der Bremse des
Fahrzeugs 1 und damit seine Geschwindigkeitsänderung ist.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten motorgetriebenen Fahrzeug 1 ist
die erfindungsgemäße Bremsleuchte 10 oberhalb einer normalen
Bremsleuchte 11 angeordnet. Sie kann jedoch auch bautechnisch
und/oder funktional in eine Bremsleuchte 11 integriert sein.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Lichtemissionsverlauf, der von
einer Einrichtung, die elektrische Blinksignale für die
erfindungsgemäße Bremsleuchte erzeugt, erzeugt wird, bezeichnet
Bezugszeichen 10 eine Lichtemissionsform ohne Blinken, die bei
der erfindungsgemäßen Bremsleuchte zur Indikation einer leichten
Bremsung vorgesehen ist. Bezugszeichen 11 bezeichnet
Lichtemissionsformen mit einer niedrigen Blinkfrequenz, wie sie
bei der erfindungsgemäßen Bremsleuchte bei mittelstarken
Bremsungen vorgesehen ist. Beachtlich ist hierbei, daß die
Zeitintervalle, in denen die Lichtemission jeweils auf Null
herabgesetzt ist, etwa viermal kürzer vorgesehen ist als die
jeweilige Dauer eines Aufleuchtens der Bremsleuchte. Durch die
Kürze der jeweiligen "Auszeiten" ist dadurch eine besonders gute
subjektive Abschätzung der Bremsintensität ermöglicht. Durch zu
lang bemessene "Auszeiten" könnte der Fahrer eines nachfolgenden
Fahrzeugs ein Bremsen möglicherweise auch erst zu spät erkennen.
Bei der durch die Bezugszahlen 12 dargestellten
Lichtemissionsverlaufsformen ist eine hohe Blinkfrequenz,
entsprechend einer starken Bremsung vorgesehen.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Lichtemissionsverlaufsform
bezeichnen die Bezugszahlen 13 Lichtemissionsblöcke, die einer
mittelstarken Bremsung entsprechen. Im Gegensatz zu den in Fig.
2 dargestellten Blöcken 11 sinkt die Lichtemission in den
Zwischenintervallen der Blöcke 13 jedoch nicht auf Null zurück,
sondern fällt jeweils auf einen Sockelbetrag, der etwa der
halben Maximal-Lichtemission entspricht. Dadurch wird eine
Bremsung auch während der "Auszeit" des Blinksignals erkennbar.
Die Blöcke 14 bezeichnen einen entsprechenden
Lichtemissionsverlauf mit hoher Blinkfrequenz, wie er für eine
starke Bremsung vorgesehen ist.
Bei den in Fig. 4 diagrammartig dargestellten Kurven der
Lichtemissionsverlaufsform bzw. Lichtintensität bezeichnet die
Bezugszahl 15 die Emission von rotem Licht und die Bezugszahl 16
die Emission von gelbem Licht. Die Frequenz des Farbwechsels
erhöht sich dabei mit der Intensität einer Bremsung. Das obere
Diagramm der Figur zeigt dabei die Verlaufsform eines Farbwechsel
bei einer mittelstarken Bremsung, und das untere Diagramm der
Figur zeigt dabei die Verlaufsform eines Farbwechsels bei einer
starken Bremsung.
Claims (7)
1. Bremsleuchte für motorgetriebene Fahrzeuge mit einer in der
Regel von Fuß betätigten Aktivierungseinrichtung der
Bremseinrichtung, deren Aktivierung von der Bremsleuchte
angezeigt wird, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, die
die Größe einer Geschwindigkeitsabnahme über dem
Fahruntergrund oder den Druck auf eine Bremseinrichtung
sensiert, und eine Einrichtung, die elektrische Farbwechsel
für die Bremsleuchte mit jeweils unterschiedlich langen
Einschaltzeiten der aufeinanderfolgenden Farben erzeugt,
wobei sich die Farbwechselfrequenz der Farbwechseleinrichtung
proportional mit der Größe der sensierten Geschwindigkeitsab
nahme ändert.
2. Bremsleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Einschaltzeiten der betreffenden Farben mit
zunehmender Farbwechselfrequenz angleichen.
3. Bremsleuchte nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtung, die elektrische
Farbwechsel für die Bremsleuchte erzeugt, erst ab einem
vorherbestimmten sensierten Druck auf die Bremseinrichtung
aktiviert wird.
4. Bremsleuchte nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtung, die elektrische
Farbwechsel für die Bremsleuchte erzeugt, erst ab einer
vorherbestimmten sensierten Geschwindigkeitsabnahme aktiviert
wird.
5. Bremsleuchte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Druck auf die Bremseinrichtung durch Messen des Öldrucks der
Bremseinrichtung bestimmt wird.
6. Bremsleuchte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Druck auf die Bremseinrichtung durch die Winkelauslenkung der
Aktivierungseinrichtung bestimmt wird.
7. Bremsleuchte nach einem der Ansprüche 1 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtung, die eine
Geschwindigkeitsabnahme über dem Fahruntergrund sensiert,
einen am Fahrzeug befestigten Laser enthält, der auf die
Fahrbahn gerichtet ist und diese punktförmig beleuchtet,
wobei eine weitere am Fahrzeug angeordnete Sensoreinheit eine
durch Dopplereffekt verursachte Frequenzänderung des Lichtes
des ausgeleuchteten Punktes mißt und als Maß für eine
Geschwindigkeitsabnahme interpretiert.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997157970 DE19757970C1 (de) | 1997-12-24 | 1997-12-24 | Blink-Bremsleuchte für motorgetriebene Fahrzeuge |
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|---|---|---|---|
| DE1997157970 DE19757970C1 (de) | 1997-12-24 | 1997-12-24 | Blink-Bremsleuchte für motorgetriebene Fahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19757970C1 true DE19757970C1 (de) | 1999-09-09 |
Family
ID=7853446
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997157970 Expired - Fee Related DE19757970C1 (de) | 1997-12-24 | 1997-12-24 | Blink-Bremsleuchte für motorgetriebene Fahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
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