DE19757617A1 - Verbrennungssystem sowie Brenner eines Verbrennungssystems - Google Patents
Verbrennungssystem sowie Brenner eines VerbrennungssystemsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verbrennungssystem mit einer
Brennkammer und einem Brenner, wobei die Brennkammer eine
Brennkammerwand und der Brenner einen Zufuhrkanal sowie eine
Zündvorrichtung aufweist. Der Zufuhrkanal dient der Zuführung
von Verbrennungsluft oder einem Verbrennungsluft/Brennstoff-Ge
misch, weist eine Kanalwand auf und mündet mit einer Mün
dung in die Brennkammer.
Bei der Verbrennung eines Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemi
sches in der Brennkammer eines Verbrennungssystems kann es
zur Ausbildung von Verbrennungsschwingungen kommen. Dies ist
auch bekannt unter den Begriffen "Brennkammerbrummen",
"Brennkammerschwingungen", "verbrennungsinduzierten Druck
pulsationen", "schwingende Verbrennungen", "Heulen/Kreischen"
(engl. "Screaching"). Solche Verbrennungsschwingungen sind
gekennzeichnet durch zeitperiodisch korrelierte Fluktuationen
des Verbrennungsumsatzes und des statischen Druckes des im
Verbrennungssystem geführten Gemisches. Mit Verbrennungsum
satz ist die pro Zeiteinheit bei der Verbrennung in einer
Flamme umgesetzte Menge von Verbrennungsluft/Brennstoff-Ge
misch bezeichnet. Die Verbrennungsschwingungen beruhen auf
einer Wechselwirkung des in die Brennkammer strömenden Ver
brennungsluft/Brennstoff-Gemisches mit dem momentanen Ver
brennungsumsatz in der Flamme. Durch eine Änderung des Ver
brennungsumsatzes kann es zu Druckschwankungen kommen, die
ihrerseits zu einer Änderung des Verbrennungsumsatzes und da
mit zur Ausbildung einer stabilen Druckschwingung führen kön
nen. Die Verbrennungsschwingungen verursachen neben einer er
höhten Lärmentwicklung eine verstärkte mechanische und ther
mische Beanspruchung der Brennkammerwände und weiterer zum
Verbrennungssystem gehörender Teile.
Eine Methode zur aktiven Dämpfung von Verbrennungsschwingun
gen ist beschrieben in dem Artikel "Aktive Dämpfung selbst
erregter Brennkammerschwingungen (AIC) bei Druckzerstäuber
brennern durch Modulation der flüssigen Brennstoffzufuhr" von
J. Hermann, D. Vortmeier und S. Gleiß, VDI-Berichte Nr. 1090,
1993. Die beschriebene Methode wird angewendet auf ein Ver
brennungssystem, in dem ein Diffusionsbrenner zum Einsatz
kommt. Der Diffusionsbrenner weist einen Verbrennungsluftzu
fuhrkanal auf, in dem koaxial ein Brennstoffzufuhrkanal ange
ordnet ist, wobei an der Mündung des Verbrennungsluft- und
des Brennstoffzufuhrkanals eine Vermischung und Zündung von
der Verbrennungsluft und dem Brennstoff erfolgt. Die aktive
Dämpfung der Verbrennungsschwingung wird dadurch erreicht,
daß ein Stellglied (z. B. ein Piezo-Aktuator) die in dem
Brennstoffzufuhrkanal pro Zeiteinheit zugeführte Brennstoff
menge moduliert. Ein Mikrophon nimmt die akustischen Schwin
gungen in der Brennkammer auf. Aus einem Mikrophonsignal wird
ein Regelsignal für die Regelung der pro Zeiteinheit zuge
führten Brennstoffmenge so abgeleitet, daß die Modulation der
zugeführten Brennstoffmenge antizyklisch zur Verbrennungs
schwingung erfolgt. Diese aktive Dämpfung der Verbrennungs
schwingung erfordert einen beträchtlichen apparativen Auf
wand.
Ein Hybridbrenner für eine Gasturbine ist bekannt aus der
EP 0 580 683 B1. Ein Hybridbrenner weist sowohl einen Diffu
sionsbrenner als auch einen Vormischbrenner auf. Er ist daher
sowohl im Diffusionsbetrieb als auch im Vormischbetrieb be
treibbar. Der Vormischbrenner des Hybridbrenners weist einen
Ringkanal zur Zuführung von Verbrennungsluft oder von einem
Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisch auf. Der Diffusionsbren
ner des Hybridbrenners ist nahezu koaxial im Ringkanal des
Vormischbrenners angeordnet. Der Diffusionsbrenner weist ei
nen als Ringkanal ausgebildeten Verbrennungsluftzufuhrkanal
auf, in dem nahezu koaxial ein Brennstoffzufuhrkanal angeord
net ist. Die Kanäle des Diffusionsbrenners münden in einer
Düse. Weiterhin weist der Diffusionsbrenner in seinem Ver
brennungsluftzufuhrkanal einen Pilotbrenner auf, welcher nur
für einen Betrieb des Vormischbrenners erforderlich ist. Bei
einem Vormischbetrieb des Hybridbrenners wird über den Ring
kanal des Vormischbrenners Verbrennungsluft zugeführt, der im
Ringkanal Brennstoff beigemischt wird. Das dabei gebildete
Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisch bildet im Ringkanal eine
Strömung. Das in der Strömung geführte Verbrennungsluft/Bren
nerstoff-Gemisch gelangt in die Brennkammer, wo es in einer
Flamme verbrennt. Die Verbrennung wird mit Hilfe einer Flamme
des Pilotbrenners stabilisiert. Bei einem Diffusionsbetrieb
des Hybridbrenners wird über den Verbrennungsluft- und den
Brennstoffzufuhrkanal des Diffusionsbrenners Verbrennungsluft
bzw. Brennstoff zu einer Mischung in die Brennkammer zuge
führt. Das bei der Mischung gebildete Verbrennungs
luft/Brennstoff-Gemisch verbrennt in einer Flamme in der
Brennkammer.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verbrennungssystem mit ei
ner geringen Neigung zur Ausbildung von Verbrennungsschwin
gungen anzugeben. Eine weitere Aufgabe ist es, einen entspre
chenden Brenner für ein Verbrennungssystem anzugeben.
Erfindungsgemäß wird die auf ein Verbrennungssystem gerich
tete Aufgabe gelöst durch ein Verbrennungssystem mit einer
Brennkammer und einem Brenner, wobei die Brennkammer eine
Brennkammerwand und der Brenner einen Zufuhrkanal sowie eine
Zündvorrichtung aufweist, wobei
- a) der Zufuhrkanal zur Zuführung von Verbrennungsluft oder einem Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisch dient, eine Ka nalwand aufweist und mit einer Mündung in die Brennkammer mündet,
- b) mit der Zündvorrichtung eine Zündung einer Verbrennung der Verbrennungsluft mit Brennstoff zu einem Rauchgas im Zu fuhrkanal erfolgt und
- c) ein Anpaßbereich als Bestandteil des Zufuhrkanals vor des sen Mündung zur Führung einer Fluidströmung eines sich bei der Verbrennung bildenden Gemisches, bestehend aus Ver brennungsluft, Brennstoff und Rauchgas vorgesehen ist, in welchem die Kanalwand so ausgebildet ist, daß bei einem Betrieb des Brenners bei einer Nennlast die Fluidströmung an der Kanalwand anliegt.
Als Nennlast ist eine üblicherweise auftretende Last bei ei
nem Betrieb des Verbrennungssystems bezeichnet.
Die Erfindung beruht auf der Überlegung, die Geometrie des
Verbrennungssystems so zu gestalten, daß eine geringe Tendenz
zur Ausbildung der Verbrennungsschwingung besteht. Die Mün
dung des Zufuhrkanals, die auch die Mündung des Anpaßberei
ches ist, wirkt als Abrißkante für eine sich bei der Zufüh
rung eines Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisches über den Zu
fuhrkanal ausbildenden Strömung. Die Strömung tritt mit einer
Strömungsgeschwindigkeit in die Brennkammer ein, die höher
ist als die Strömungsgeschwindigkeit des in der Brennkammer
befindlichen Gemisches. Aufgrund dieses auftretenden Ge
schwindigkeitsgradienten kommt es zur Wirbelbildung in der
Brennkammer im Bereich der Mündung. In den Wirbeln können
sich einerseits die Bestandteile des Verbrennungsluft/Brenn
stoff-Gemisches miteinander besser durchmischen und daher un
ter einer stärkeren Wärme- und Druckfreisetzung abreagieren.
Andererseits kann sich das Verbrennungsluft/Brennstoff-Ge
misch mit dem in der Brennkammer befindlichen heißen Rauchgas
stärker durchmischen, wodurch eine Aufheizung und dadurch
verursachte schnellere Verbrennung des Verbrennungsgas-Brenn
stoff-Gemisches in den Wirbeln mit einer damit verbundenen
plötzlichen Wärme- und Druckfreisetzung erfolgt.
Durch eine Druckschwankung kann sich die Geschwindigkeit des
in die Brennkammer einströmenden Verbrennungsluft/Brennstoff-Ge
misches ändern, wobei sich die an der Mündung des Zufuhrka
nals bildenden Wirbel ablösen und mit dem einströmenden Ver
brennungsluft/Brennstoff-Gemisch in die Brennkammer transpor
tiert werden. Das Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisch in den
abgelösten Wirbeln kann spontan zünden und verbrennen, wo
durch wiederum eine Druckschwankung verursacht wird. Der Vor
gang der Wirbelablösung mit nachfolgender spontaner Zündung
und dadurch verursachter Druckschwankung kann sich dabei
selbst stabilisieren.
Vorteilhaft an dem Verbrennungssystem ist, daß eine Wirbel
bildung bei der Führung der Strömung im Anpaßbereich vermie
den wird. In der weitgehend wirbelfrei geführten Strömung des
Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemisches erfolgt die Zündung, so
daß die Verbrennung in einer Flamme zu Rauchgas bereits weit
gehend im Anpaßbereich erfolgt. Zwar bildet das in die Brenn
kammer eintretende Fluidströmung des Gemisches aus Verbren
nungsluft, Brennstoff und Rauchgas aufgrund auftretender Ge
schwindigkeitsgradienten im Bereich der Mündung des Anpaßbe
reiches Wirbel, diese enthalten jedoch eine geringe Menge an
unverbranntem Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisch. Daher hat
eine plötzliche Verbrennung des Gemisches in den Wirbeln eine
Ausbildung von Druckpulsen mit erheblich geringerer Intensi
tät zur Folge, die nicht wesentlich zu einer Änderung des
Verbrennungsumsatzes führen. Eine Ablösung zeitlich nachfol
gend an der Mündung gebildeter Wirbel wird weitgehend vermin
dert oder unterbleibt vollständig. Die Neigung des Verbren
nungssystems zur Ausbildung von Verbrennungsschwingungen ist
dadurch weitgehend reduziert.
Vorzugsweise erweitert sich der Anpaßbereich im Bereich der
Mündung, wodurch sich die Geschwindigkeit der Fluidströmung
im Anpaßbereich verringert.
Vorzugsweise ist die Kanalwand im Anpaßbereich gegenüber ei
nem Modellströmungsprofil eingeschnürt oder wie das Modell
strömungsprofil ausgebildet. Beim Betrieb des Modellverbren
nungssystems bildet das Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisch
im Zufuhrkanal eine Strömung, die an der Mündung des Zufuhr
kanals in die Brennkammer eintritt. Der Zufuhrkanal weist an
seiner Mündung einen Innendurchmesser auf. Unter Modellströ
mungsprofil ist die röhrenartige Fläche zu verstehen, die ge
bildet wird aus den Stromlinien der Strömung, welche eine
Verlängerung der Kanalwand bilden, wobei das Modellströmungs
profil an der Mündung des Zufuhrkanals einen Profildurchmes
ser aufweist, der mit dem Innendurchmesser des Zufuhrkanals
übereinstimmt. Ein Vorteil der an dem Modellströmungsprofil
orientierten Gestaltung der Kanalwand im Anpaßbereich ist,
daß die sich im Anpaßbereich ausbildende Strömung des Ver
brennungsluft/Brennstoff-Gemisches und des Gemisches auch bei
einer schwankenden Zufuhr und bei gegebenenfalls auftretenden
starken Druckschwankungen in der Brennkammer sicher an der
Kanalwand des Anpaßbereiches anliegt. Eine Wirbelbildung der
Strömungen im Anpaßbereich wird somit weitgehend vermieden.
Eine Möglichkeit das Modellströmungsprofil zu ermitteln, be
steht dann, dieses anhand eines unter Nennlast betriebenen
Modellverbrennungssystems mit einem zu dem Brenner äquivalen
ten Brenner, welcher ohne Anpaßbereich ausgebildet ist, zu
bestimmen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, in einer
numerischen Simulation des Nennlastbetriebes des Modellver
brennungssystems das Modellströmungsprofil zu berechnen.
Das Modellverbrennungssystem kann ein vorhandenes Verbren
nungssystem sein, in das ein Anpaßbereich nachträglich inte
griert werden soll. Nach Ermittlung des Modellströmungspro
fils für das vorhandene Verbrennungssystem kann der Anpaßbe
reich angebracht werden, wodurch ein neues Verbrennungssystem
gebildet wird. Nach dem Anbringen des Anpaßbereiches geht
dessen Kanalwand an der Mündung in die Kanalwand des Zufuhr
kanals über. Der Anpaßbereich weist einen Anfang mit einem
Anfangsinnendurchmesser auf, wobei der Anfang der Mündung des
Zufuhrkanals entspricht und der Anfangsinnendurchmesser
gleich dem Innendurchmesser ist. Der Anpaßbereich stellt hier
eine Verlängerung des Zufuhrkanals dar. Die Kanalwand im An
paßbereich ist gegenüber dem Modellströmungsprofil des vor
handenen Verbrennungssystems eingeschnürt oder wie das Mo
dellströmungsprofil ausgebildet. Da die Gestaltung der Kanal
wand des Anpaßbereiches an dem Verlauf des Modellströmungs
profils ausgerichtet ist, weist die sich bei einem Betrieb
des neuen Verbrennungssystems ausbildende Flamme eine
Flammcharakteristik auf, die mit der Flammcharakteristik des
vorhandenen Verbrennungssystems nahezu übereinstimmt. Dadurch
ist ein Anpaßbereich in ein vorhandenes Verbrennungssystem
integrierbar, ohne daß aufwendige Modifikationen an zum vor
handenen Verbrennungssystem zugehörigen Regelvorrichtungen
vorgenommen werden müssen und weitere Maßnahmen zur Beein
flussung von mit der Verbrennung bewirkten NOx-Emissionen
notwendig sind.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform dringt der Anpaßbereich
frei in die Brennkammer ein. Dies hat den Vorteil, daß der
Anpaßbereich nachträglich ohne großen Aufwand in vorhandene
Verbrennungssysteme integriert werden kann.
Bevorzugtermaßen weist die Kanalwand des Anpaßbereiches eine
kühlbare Wandstruktur auf, bei der eine Innenwand, die dem
Strömungsprofil gegenüber eingeschnürt ausgebildet ist oder
wie das Modellströmungsprofil verläuft, von einer Außenwand
mit einem dazwischen liegenden Zwischenraum umgeben ist. In
den Zwischenraum mündet ein Einlaß für Kühlfluid, über den
Kühlfluid in den Zwischenraum strömt, wodurch die Innenwand
und die Außenwand gekühlt werden. Die Kühlung ist insbeson
dere bei einem frei in die Brennkammer hineinragenden Anpaß
bereich vorteilhaft, weil die Möglichkeit besteht, daß Heiß
gashinterströmungen auftreten, wobei in die Brennkammer tre
tendes heißes Gemisch in der Brennkammer rückströmt in Berei
che in der Nähe des Anfangs des Anpaßbereichs. Eine Entzün
dung und Verbrennung des heißen Gemisches dort kann zu ther
mischen Belastungen der Wandstruktur führen, die durch die
Kühlung vermieden werden.
Bei einer weiter bevorzugten Ausgestaltung geht der Anpaßbe
reich an seiner Mündung in die Brennkammerwand über, wodurch
eine Heißgashinterströmung nicht möglich ist. Eine thermische
Belastung, wie sie bei einem frei in die Brennkammer hinein
ragenden Anpaßbereich durch eine Heißgashinterströmung und
Entzündung auftreten könnte, ist hier ausgeschlossen.
Weiter bevorzugt ist der Zufuhrkanal als Ringkanal eines Vor
mischbrenners eines Hybridbrenners ausgebildet, in dem nahezu
koaxial ein Diffusionsbrenner mit einem Brennstoffzufuhrka
nal, mit einem Verbrennungsluftzufuhrkanal und mit einer Düse
angeordnet ist. Der Ringkanal weist in Richtung Brennkammer
betrachtet hinter der Düse des Diffusionsbrenners einen An
paßbereich auf. Der Verbrennungsluftzufuhrkanal des Diffusi
onsbrenners kann ebenfalls in Richtung Brennkammer betrachtet
hinter der Düse einen weiteren Anpaßbereich aufweisen.
In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung ist der Zufuhrkanal
als Verbrennungsluftzufuhrkanal ausgebildet, in dem nahezu
koaxial ein Brennstoffzufuhrkanal angeordnet ist, wobei beide
Zufuhrkanäle in einer Düse münden und einen Diffusionsbrenner
bilden. Bevorzugtermaßen ist der Diffusionsbrenner nahezu
koaxial in einem zweiten Zufuhrkanal für Verbrennungsluft
oder einem Verbrennungsluft-/Brennstoffgemisch angeordnet, so
daß der Diffusionsbrenner und der Zufuhrkanal einen Hybrid
brenner bilden.
Vorzugsweise weist das Verbrennungssystem einen Brenner auf,
der als Hybridbrenner für eine Gasturbine ausgebildet ist.
Die auf den Brenner gerichtete Aufgabe wird gelöst durch ei
nen Brenner, der einen Zufuhrkanal sowie eine Zündvorrichtung
aufweist, wobei der Zufuhrkanal zur Zuführung von Verbren
nungsluft oder einem Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisch
dient, eine Kanalwand aufweist und mit einer Mündung endet,
mit der Zündvorrichtung eine Zündung einer Verbrennung von
Verbrennungsluft mit Brennstoff zu einem Rauchgas im Zufuhr
kanal erfolgt und der Zufuhrkanal vor der Mündung einen An
paßbereich zur Führung einer Fluidströmung eines sich bei der
Verbrennung bildenden Gemisches, bestehend aus Verbrennungs
luft, Brennstoff und Rauchgas aufweist, wobei im Anpaßbereich
die Kanalwand so ausgebildet ist, daß bei einem Betrieb des
Verbrennungssystems bei Nennlast die Fluidströmung an der Ka
nalwand anliegt.
Anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbei
spiele wird das Verbrennungssystem näher erläutert. Es zeigen
schematisiert und teilweise nicht maßstäblich unter Darstel
lung der für die Erläuterung verwendeten konstruktiven und
funktionellen Merkmale:
Fig. 1 ein Verbrennungssystem in einem Längsschnitt,
Fig. 2 ein Modellverbrennungssystem in einem Längsschnitt,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch einen Zufuhrkanal mit einem
eingeschnürten Anpaßbereich,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch einen Zufuhrkanal mit Anpaßbe
reich und einer kühlbaren Wandstruktur
Fig. 5 ein Verbrennungssystem mit einem in die Brennkammerwand
übergehenden Anpaßbereich, und
Fig. 6 einen Hybridbrenner mit Anpaßbereichen.
Die Bezugszeichen sämtlicher Figuren haben jeweils die glei
che Bedeutung.
In Fig. 1 ist ein Verbrennungssystem 1 in einem Längsschnitt
dargestellt. Ein Zufuhrkanal 5 erweitert sich in einem Anpaß
bereich 8 allmählich und mündet mit einer Mündung 12 in einer
Brennkammer 2, die nicht näher dargestellt ist. Der Zufuhrka
nal 5 dient der Zuführung eines Verbrennungsluft/Brennstoff-Ge
misches 6 in die Brennkammer 2, welches mit einer im Zu
fuhrkanal 5 angebrachten Zündvorrichtung 10 gezündet wird.
Die Brennkammer 2 weist eine Brennkammerwand 4 auf, die einen
Flammraum 35 umgibt. Der Zufuhrkanal 5 mit dem Anpaßbereich 8
sowie der Zündvorrichtung 10 bilden einen Brenner 3. Das Ver
brennungsluft/Brennstoff-Gemisch 6 bildet im Zufuhrkanal 5
eine Strömung 14. Nach der Zündung verbrennt es zumindest
teilweise zu einem Rauchgas 9, wobei sich im Anpaßbereich 8
ein Gemisch 39 aus Rauchgas 9 und unverbranntem Verbrennungs
luft/Brennstoff-Gemisch 6 bildet, welches in einer Fluidströ
mung 41 in die Brennkammer 2 tritt. Der Zufuhrkanal 5 weist
eine Kanalwand 7 auf, welche im Anpaßbereich 8 so ausgebildet
ist, daß bei einem Betrieb bei Nennlast die Strömung 14 und
die daraus hervorgehende Fluidströmung 41 an der Kanalwand
anliegen.
Eine Wirbelbildung in der Strömung 14 und der Fluidströmung
41 im Anpaßbereich 8 wird aufgrund der Ausgestaltung der Ka
nalwand 7 weitgehend vermieden. Die Mündung 12 des Anpaßbe
reiches 8 stellt für die in die Brennkammer 2 übertretende
Fluidströmung 41 eine Abrißkante dar, an der sich Wirbel 15
bilden können. Das Gemisch 39 enthält eine geringe Menge an
Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisch 6, da das Rauchgas 9 bei
gemischt ist. Demnach hat eine spontane Verbrennung in den
von dem Gemisch 39 gebildeten Wirbeln 15, welche aufgrund von
Druckschwankungen in die Brennkammer 2 transportiert werden
können, allenfalls eine Ausbildung von Druckpulsationen mit
sehr geringer Intensität zur Folge. Die Druckpulsationen füh
ren somit nicht zu einer Ablösung der sich an der Mündung 12
zeitlich nachfolgend bildenden Wirbel 15 von der Mündung 12.
Eine Anfachung von Verbrennungsschwingungen ist dadurch ver
mindert oder unterbleibt vollständig.
In Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch ein Modellverbrennungssy
stem 100 dargestellt. Ein Zufuhrkanal 5 mündet mit einer Mün
dung 17 in einer Brennkammer 2, die nicht vollständig darge
stellt ist. Der Zufuhrkanal 5 weist eine Kanalwand 7 auf und
besitzt an der Mündung 12 einen Innendurchmesser 20. Über den
Zufuhrkanal 5 wird eine Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisch 6
in die Brennkammer 2 zugeführt, wobei das Verbrennungsluft/
Brennstoff-Gemisch 6 mit einer Zündvorrichtung 10 im Zufuhr
kanal 5 nahe vor der Mündung 17 gezündet wird. Das Verbren
nungsluft/ Brennstoff-Gemisch 6 verbrennt in einer schema
tisch angedeuteten Flamme 46, die eine Flammcharakteristik 47
aufweist. Im Zufuhrkanal 5 bildet das Verbrennungsluft/Brenn
stoff-Gemisch 6 eine Strömung 18, die in die Brennkammer 2
tritt. Mit gestrichelten Linien angedeutet ist ein Modell
strömungsprofil 21 der Strömung 18, wobei das Modellströ
mungsprofil 21 perspektivisch betrachtet eine röhrenartige
Fläche ist, die von all den Stromlinien der Strömung 18 ge
bildet wird, die an der Mündung 17 an der Kanalwand 7 anlie
gen und somit eine imaginäre Verlängerung der Kanalwand 7 in
die Brennkammer 2 hinein darstellen. Das Modellströmungspro
fil 21 weist an der Mündung 17 einen Profildurchmesser 20a
auf, der mit dem Innendurchmesser 20 übereinstimmt. Die ge
strichelten Linien zeigen somit einen Schnitt durch die
Stromlinien des Modellströmungsprofils 21. Das Modellströ
mungsprofil 21 bildet sich entsprechend der Ausgestaltung der
Brennkammer 2, dem Innendurchmesser 20 des Zufuhrkanals 5 und
dem Massenstrom des zugeführten Verbrennungsluft/Brennstoff-Ge
misches 6 aus. Das Modellströmungsprofil 21, kann über Mes
sungen oder numerische Berechnungen ermittelt werden. Die
Form des Modellströmungsprofils 21 beeinflußt die Flammcha
rakteristik 47 und damit die Entstehung von NOx-Verbindungen
bei der Verbrennung.
Die Fig. 3 zeigt ein Verbrennungssystem mit geringer Neigung
zur Ausbildung von Verbrennungsschwingungen, bei dem das in
Fig. 2 dargestellte Modellverbrennungssystems 100 durch Hinzu
fügung eines Anpaßbereiches 8 modifiziert ist. Der Zufuhrka
nal 5 weist im Anschluß an seine Mündung 17 den Anpaßbereich
8 mit einem Anfang 13 und einem Anfangsinnendurchmesser 20b
auf. Die Mündung 17 des Zufuhrkanals 5 bildet den Anfang 13
des Anpaßbereiches 8, der der Brennkammer 2 zugewandt die
Mündung 12 aufweist. Dabei entspricht der Anfangsinnendurch
messer 20b dem Innendurchmesser 20. Das über den Zufuhrkanal
5 zugeführte Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisch 6 bildet die
Strömung 14 und wird mit Hilfe der Zündvorrichtung 10 im Zu
fuhrkanal 5 gezündet. Ein Teil des Verbrennungsluft/Brenn
stoff-Gemisches 6 verbrennt im Anpaßbereich 8 zu einem Rauch
gas 9, das sich mit unverbranntem Verbrennungsluft/Brenn
stoff-Gemisch 6 im Anpaßbereich 8 zu einem Gemisch 39 ver
mischt. Das Gemisch 39 bildet im Anpaßbereich 8 die Fluid
strömung 41. Die Kanalwand 7 ist im Anpaßbereich 8 gegenüber
dem ermittelten Modellströmungsprofil 21 eingeschnürt ausge
bildet, wodurch die Strömung 14 und die Fluidströmung 41 si
cher an der Kanalwand 7 anliegen. Die Kanalwand 7 kann auch
wie das Modellströmungsprofil 21 ausgebildet sein. Eine Aus
bildung von Wirbeln im Anpaßbereich 8 wird dadurch weitgehend
vermieden. Zwar können sich beim Eintreten der Strömung 41 in
die Brennkammer 2 an der Mündung 12 Wirbel 19 des Gemisches
39 ausbilden, jedoch weist das Gemisch 39 eine viel geringere
Reaktionsfähigkeit als das Verbrennungsluft/Brennstoff-Ge
misch 6 auf. Hierdurch erzeugt eine schlagartige Entzündung
der Wirbel 19 in der Brennkammer 2 allenfalls einen Druckpuls
so geringerer Intensität, daß eine Anregung von Verbrennungs
schwingungen unterbleibt. Ein weiterer Vorteil der oben ge
nannten Ausbildung der Kanalwand 7 des Anpaßbereiches 8 liegt
darin, daß eine sich bei der Verbrennung im modifizierten
Verbrennungssystem ausbildende Flammcharakteristik mit der
Flammcharakteristik des Modellverbrennungssystems nahezu
übereinstimmt. So müssen keine weiteren Modifikationen, bei
spielsweise an zum Modellverbrennungssystem gehörigen Regel
einrichtungen, vorgenommen oder zusätzliche Maßnahmen zur Be
einflussung von mit der Verbrennung bewirkten NO-Emissionen
ergriffen werden.
Die Fig. 4 wird in einem Längsschnitt eine weitere Ausführung
des in Fig. 3 dargestellten Verbrennungssystems 1 dargestellt.
Der Anpaßbereich 8 weist eine Wandstruktur 22 mit einer In
nenwand 23, die gegenüber dem Modellströmungsprofil 21 einge
schnürt ausgebildet ist und einer Außenwand 24, die die In
nenwand 23 mit einem dazwischenliegenden Zwischenraum 25 um
gibt, auf. Die Innenwand kann auch wie das Modellströmungs
profil 21 verlaufen. Der Zwischenraum 25 weist an der Brenn
kammerwand 4 einen Einlaß 26 für Kühlfluid 27 auf. Das Kühl
fluid 27 strömt durch den Zwischenraum 25 und kühlt dabei die
Innenwand 23 und die Außenwand 24. Falls es zu einer Rück
strömung des in die Brennkammer tretenden heißen Gemisches 39
in die Bereiche 40 in der Brennkammer 2 kommt, was als Heiß
gashinterströmung bezeichnet wird, kann es insbesondere bei
einer dortigen Zündung des Gemisches 39 zu einer Aufheizung
der Wandstruktur 22 und der Brennkammerwand 4 kommen. Mit der
Kühlung wird dieser Aufheizung entgegengewirkt und die Wand
struktur 22 auf einem nahezu gleichbleibenden Temperaturni
veau gehalten.
In Fig. 5 wird in einem Längsschnitt eine weitere Ausführungs
form des Verbrennungssystems 1 gezeigt. Die Kanalwand 7 im
Anpaßbereich 8 geht an der Mündung 12 des Anpaßbereiches 8 in
die Brennkammerwand 4 der dargestellten Brennkammer 2 über.
Dabei ist die Kanalwand 7 gegenüber einem vorab ermittelten
Modellströmungsprofil 36 eingeschnürt ausgebildet. Die zu der
Ermittlung des Modellströmungsprofils 36 als Modellverbren
nungssystem verwendete Ausgestaltung des Verbrennungssystems
1 ist der Fig. 5 zu entnehmen. Hierbei ist die Brennkammer als
eine Zusammensetzung aus der Brennkammerwand 4 und einer mit
den gestrichelten Linien 38 dargestellten Brennkammerwand
ausgebildet. Nach der Anbringung des Anpaßbereiches 8 kann
der gestrichelt dargestellte Teil der Brennkammerwand 38 ent
fallen. Vorteilhaft an einer in die Brennkammerwand 4 überge
henden Kanalwand 7 des Anpaßbereiches 8 ist, daß keine Heiß
gashinterströmung auftreten kann, so daß eine hierdurch ver
ursachbare Aufheizung der Kanalwand nicht möglich ist.
In Fig. 6 ist in einem Längsschnitt ein Hybridbrenner 101 mit
zwei möglichen Ausführungsformen des Anpaßbereiches 8 darge
stellt. Entlang einer Hauptachse 102 ist ein als Ringkanal 5
ausgebildeter Zufuhrkanal 5 ausgerichtet, der einen Vormisch
brenner bildet. Der Ringkanal 5 mündet mit einer Mündung 17
in eine nicht näher dargestellte Brennkammer. Er weist einen
Anpaßbereich 8 auf. In dem Ringkanal 5 ist koaxial ein Diffu
sionsbrenner 28 angeordnet. Der Diffusionsbrenner 28 weist
einen Flüssigbrennstoffzufuhrkanal 29 auf, der von einem als
Ringkanal ausgebildeten Gasbrennstoffzufuhrkanal 45 umgeben
ist. Die beiden Brennstoffzufuhrkanäle 29 und 45 sind von ei
nem als Ringkanal ausgebildeten Verbrennungsluftzufuhrka
nal 30 umgeben. Im Verbrennungsluftzufuhrkanal 30 ist ein Pi
lotbrenner 28a angeordnet. Die Kanäle 45, 29 und 30 des Dif
fusionsbrenners 28 münden in einer Düse 42. Der Verbrennungs
luftzufuhrkanal 30 weist einen Anpaßbereich 120 mit einer Ka
nalwand 122 auf.
Bei der einen Ausführung ist die Kanalwand 7 des Anpaßberei
ches 8 im Bereich 52 als eine Wandstruktur 22 ausgeführt
(linke Hälfte der Fig. 6), welche Wandstruktur 22 eine Außen
wand 24 aufweist, die eine Innenwand 23 mit einem Zwischen
raum 25 umgibt, der mit Kühlfluid durchströmbar ist.
Bei der anderen Ausführung des Anpaßbereiches 8 geht im Be
reich 53 die Kanalwand 7 in die Brennkammerwand 4 über
(rechte Hälfte der Fig. 6). Die Kanalwand 7 im Anpaßbereich 8
des Vormischbrenners und die Kanalwand 122 des Anpaßbe
reichs 120 des Diffusionsbrenners 28 sind jeweils einem je
weiligen, vorab ermittelten Modellströmungsprofil 54 bzw. 121
gegenüber eingeschnürt ausgebildet.
In einem Diffusionsbetrieb des Hybridbrenners 101 wird Ver
brennungsluft 55 über den Verbrennungsluftzufuhrkanal 30 zu
geführt und mischt sich im Bereich der Düse 42 mit entweder
über den Flüssigbrennstoffzufuhrkanal 29 zugeführten flüssi
gen Brennstoff 48 oder mit über den Gasbrennstoffzufuhrkanal
45 zugeführten gasförmigen Brennstoff 48a zu einem Verbren
nungsluft/Brennstoff-Gemisch 50, welches nach dem Austritt
aus der Düse 42 gezündet wird. Dabei verbrennt es in einer
Flamme teilweise zu einem Rauchgas, wobei sich ein Gemisch 39
aus Brennstoff 48 oder 48a, Verbrennungsluft und Rauchgas
bildet, welches in einer Fluidströmung 123 im Anpaßbereich
120 geführt wird. Im Verbrennungsluftzufuhrkanal 30 sind um
den Gasbrennstoffzufuhrkanal 45 herum Drallgitter 31 angeord
net, die zur besseren Durchmischung des gasförmigen Brenn
stoffs 48a mit Verbrennungsluft 55 dienen.
In einem Vormischbetrieb wird über den Ringkanal 5 Verbren
nungsluft 49 zugeführt. Im Ringkanal 5 sind um den Pilotbren
ner 28 herum Drallgitter 32 angeordnet. Über Einlässe 43 kann
flüssiger oder gasförmiger Brennstoff in den Ringkanal 5 im
Bereich der Drallgitter 32 zugeführt werden und vermischt
sich dort mit der zugeführten Verbrennungsluft 49. Hierbei
bildet sich ein Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisch 51. Durch
eine Flamme des Pilotbrenners 28a wird das Verbrennungs
luft/Brennstoff-Gemisch 51 gezündet und die Verbrennung sta
bilisiert. Das Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisch 51 ver
brennt teilweise zu einem Rauchgas und mischt sich mit noch
unverbranntem Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisch 51 zu einem
Gemisch 39.
Sowohl im Diffusionsbetrieb als auch im Vormischbetrieb des
Hybridbrenners 101 ist bei beiden dargestellten Ausgestaltun
gen der Kanalwand 7 des Anpaßbereiches 8 in den Bereichen 52
und 53 sowie der Ausgestaltung der Kanalwand 122 des Anpaßbe
reiches 120 gewährleistet, daß die aus dem Gemisch 39 gebil
dete Fluidströmung 41 an der Kanalwand 7 und der Innen
wand 23, sowie die aus dem Gemisch 39 gebildete Fluidströ
mung 123 an der Kanalwand 120 anliegt. Somit ist eine Wirbel
bildung im Anpaßbereich 8 und im Anpaßbereich 120 vermieden.
Die Erfindung zeichnet sich aus durch ein Verbrennungssystem
mit einer Brennkammer und einem Brenner, der einen Zufuhrka
nal mit einem Anpaßbereich und eine Zündvorrichtung aufweist.
Der Zufuhrkanal dient zur Zuführung von Verbrennungsluft oder
einem Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisch in eine Brennkam
mer, wobei der Zufuhrkanal eine Kanalwand aufweist und mit
einer Mündung in die Brennkammer mündet. Die Zündvorrichtung
dient zur Zündung einer Verbrennung von Verbrennungsluft mit
Brennstoff zu einem Rauchgas im Zufuhrkanal. Der vor der Mün
dung angeordnete Anpaßbereich führt eine Fluidströmung eines
sich bei der Verbrennung bildenden Fluides, bestehend aus
Verbrennungsluft, Brennstoff, Rauchgas. Die Kanalwand im An
paßbereich ist so ausgebildet, daß bei einer Nennlast die
Fluidströmung an der Kanalwand anliegt. Dadurch wird eine
Bildung von Wirbeln der Fluidströmung im Anpaßbereich vermie
den, so daß eine Anregung von Verbrennungsschwingungen durch
eine plötzliche Verbrennung des Verbrennungsluft/Brenn
stoff-Gemisches in Wirbeln unterbleibt.
Claims (14)
1. Verbrennungssystem (1) mit einer Brennkammer (2) und einem
Brenner (3), wobei die Brennkammer (2) eine Brennkammerwand
(4) und der Brenner (3), einen Zufuhrkanal (5) sowie eine
Zündvorrichtung (10) aufweist, wobei
- a) der Zufuhrkanal (5) zur Zuführung von Verbrennungsluft oder einem Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisch (6) dient, eine Kanalwand (7) aufweist und mit einer Mündung (12) in die Brennkammer (2) mündet,
- b) mit der Zündvorrichtung (10) eine Zündung einer Verbren nung der Verbrennungsluft mit Brennstoff zu einem Rauchgas (9) im Zufuhrkanal (5) erfolgt und
- c) ein Anpaßbereich (8) als Bestandteil des Zufuhrkanals (5) vor dessen Mündung (12) zur Führung einer Fluidströmung (41) eines sich bei der verbrenungbildenden Gemisches (39), bestehend aus der Verbrennungsluft, Brennstoff und Rauchgas (9) vorgesehen ist, in welchem die Kanalwand (7) so ausgebildet ist, daß bei einem Betrieb des Brenners (3) bei einer Nennlast die Fluidströmung (41) an der Kanalwand (7) anliegt.
2. Verbrennungssystem (1) nach Anspruch 1, wobei sich der An
paßbereich (8) im Bereich der Mündung (12), in Richtung
Brennkammer (2) betrachtet, allmählich erweitert.
3. Verbrennungssystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die
Kanalwand (7) im Anpaßbereich (8) gegenüber einem Modellströ
mungsprofil (21) eingeschnürt ausgebildet ist, wobei das Mo
dellströmungsprofil (21) anhand eines bei der Nennlast be
triebenen Modellverbrennungssystems (100) mit einem zu dem
Brenner (3) äquivalenten Brenner, welcher ohne Anpaßbereich
(8) ausgebildet ist, ermittelt ist.
4. Verbrennungssystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die
Kanalwand (7) im Anpaßbereich (8) wie ein Modellströmungspro
fil (21) ausgebildet ist, wobei das Modellströmungsprofil
(21) anhand eines bei der Nennlast betriebenen Modellverbren
nungssystems (100) mit einem zu dem Brenner (3) äquivalenten
Brenner, welcher ohne Anpaßbereich (8) ausgebildet ist, er
mittelt ist.
5. Verbrennungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei der Anpaßbereich (8) frei in die Brennkammer (2) hin
einragt.
6. Verbrennungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei die Kanalwand (7) des Anpaßbereiches (8) in die Brenn
kammerwand (4) übergeht.
7. Verbrennungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei die Brennkammerwand (4) eine äußere Kammer bildet, die
eine mit einer Flammrohrwand gebildete innere Kammer umgibt,
und wobei die Kanalwand des Anpaßbereiches in die Flammrohr
wand übergeht.
8. Verbrennungssystem (1) nach einem der vorhergehenden An
sprüche, wobei die Kanalwand (7) des Anpaßbereiches (8) als
Wandstruktur (22) ausgebildet ist, welche Wandstruktur (22)
eine Außenwand (24), eine von der Außenwand (24) umgebene In
nenwand (23) mit einem dadurch gebildeten Zwischenraum (25)
zur Führung eines Kühlfluids (27), insbesondere Kühlluft,
aufweist.
9. Verbrennungssystem (1) nach einem der vorhergehenden An
sprüche, wobei im Zufuhrkanal (5) nahezu koaxial ein Diffusi
onsbrenner (28) angeordnet ist, der einen Verbrennungsluftzu
fuhrkanal (30) und einen Brennstoffzufuhrkanal (29) sowie
eine Düse (42) aufweist, wobei der Zufuhrkanal (5) und der
Diffusionsbrenner (28) einen Hybridbrenner (101) bilden.
10. Verbrennungssystem (1) nach Anspruch 9, wobei der Ver
brennungsluftzufuhrkanal (30) einen weiteren Anpaßbereich
(120) aufweist.
11. Verbrennungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
wobei der Zufuhrkanal (5) als Verbrennungsluftzufuhrkanal
(30) ausgebildet ist, in dem nahezu koaxial ein Brennstoffzu
fuhrkanal (29) angeordnet ist, wobei beide Zufuhrkanäle (29
und 30) in einer Düse (42) münden und einen Diffusionsbrenner
(28) bilden.
12. Verbrennungssystem (1) nach Anspruch 11, wobei der Diffu
sionsbrenner (28) nahezu koaxial in einem Zufuhrkanal für
Verbrennungsluft oder einem Verbrennungsluft/Brennstoff-Ge
misch angeordnet ist, so daß der Diffusionsbrenner (28) und
der Zufuhrkanal einen Hybridbrenner bilden.
13. Verbrennungssystem (1) nach Anspruch 9, 10 oder 12 mit
einem Brenner (3), der als Hybridbrenner für eine Gasturbine
ausgeführt ist.
14. Brenner (3), der einen Zufuhrkanal (5) sowie eine Zünd
vorrichtung (10) aufweist, wobei
- a) der Zufuhrkanal (5) zur Zuführung von Verbrennungsluft oder einem Verbrennungsluft/Brennstoff-Gemisch (6) dient, eine Kanalwand (7) aufweist und mit einer Mündung (12) en det,
- b) mit der Zündvorrichtung (10) eine Zündung einer Verbren nung der Verbrennungsluft mit Brennstoff zu einem Rauchgas (9) im Zufuhrkanal (5) erfolgt und
- c) ein Anpaßbereich (8) als Bestandteil des Zufuhrkanals (5) vor dessen Mündung (12) zur Führung einer Fluidströmung (41) eines sich bei der Verbrennung bildenden Gemisches (39), bestehend aus Verbrennungsluft, Brennstoff und Rauchgas (9) vorgesehen ist, in welchem die Kanalwand (7) so ausgebildet ist, daß bei einer Nennlast die Fluidströ mung (41) an der Kanalwand (7) anliegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19757617A DE19757617A1 (de) | 1997-12-23 | 1997-12-23 | Verbrennungssystem sowie Brenner eines Verbrennungssystems |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19757617A DE19757617A1 (de) | 1997-12-23 | 1997-12-23 | Verbrennungssystem sowie Brenner eines Verbrennungssystems |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19757617A1 true DE19757617A1 (de) | 1999-03-25 |
Family
ID=7853230
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19757617A Ceased DE19757617A1 (de) | 1997-12-23 | 1997-12-23 | Verbrennungssystem sowie Brenner eines Verbrennungssystems |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19757617A1 (de) |
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