DE19756244A1 - Vorrichtung zum Heben, Senken und Transport eines Gegenstands in einem flüssigkeitsbefüllten Becken sowie Verfahren zum Transport eines solchen Gegenstands - Google Patents
Vorrichtung zum Heben, Senken und Transport eines Gegenstands in einem flüssigkeitsbefüllten Becken sowie Verfahren zum Transport eines solchen GegenstandsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Heben, Senken und
Transport eines in einem flüssigkeitsgefüllten Becken ange
ordneten beweglichen Gegenstands, insbesondere eines Brenn
elements, eines Steuerstabs oder eines Einbauteils eines Re
aktordruckbehälters einer Kernkraftanlage. Die Erfindung be
trifft weiterhin ein Verfahren zur Handhabung, insbesondere
zum Heben, Senken und Transport, eines solchen Gegenstands.
In einer Kernkraftanlage sind flüssigkeitsgefüllte Becken,
wie ein Brennelement-Lagerbecken, ein Absetzbecken, und/oder
ein Flutraum zur Bedeckung des Reaktordruckbehälters vorhan
den, die eine eine radioaktive Strahlung abschirmende Wasser
schicht enthalten. Innerhalb dieser Becken werden radioaktiv
strahlende Gegenstände, wie Brennelemente, Steuerstäbe und
Inneneinbauten des Reaktordruckbehälters gelagert sowie unter
der Wasseroberfläche transportiert. Vor allem bei einem
Brennelement-Wechsel ist es erforderlich, Brennelemente aus
dem in dem Reaktordruckbehälter angeordneten Reaktorkern zu
entnehmen und in einem Abklingbecken zwischenzulagern, bis
die Strahlungsaktivität der Brennelemente auf einen vorgege
benen Wert abgesunken ist.
Bei einem solchen Brennelement-Wechsel werden die abgebrann
ten Brennelemente aus dem Reaktorkern herausgezogen und unter
der Wasseroberfläche in eine vorgegebene Lagerposition trans
portiert. Hierfür ist es erforderlich, die Brennelemente zu
heben, zu transportieren und zu senken. Dies kann beispiels
weise über Seilwinden mit entsprechenden Antriebsvorrichtun
gen und Sicherheitsvorrichtungen, wie beispielsweise Bremsen,
erfolgen. Um bei einem Versagen der Transportvorrichtung,
z. B. der Seilwinde, ein Abstürzen der Brennelemente zu ver
meiden, ist beispielsweise aus der DE 29 07 324 C2 eine
Tauchglocke bekannt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Heben,
Senken und Transport eines in einem flüssigkeitsgefüllten
Becken beweglich angeordneten Gegenstandes anzugeben, welche
ein sicheres Heben und Senken des Gegenstandes bei gleichzei
tigem geringen Platzbedarf und konstruktiv einfacher Ausfüh
rung ermöglicht. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es,
ein Verfahren zum Heben, Senken und Transport eines Gegen
stands, insbesondere eines Brennelements, eines Steuerstabs
sowie eines Einbauteils eines Reaktordruckbehälters einer
Kernkraftanlage, anzugeben.
Die erstgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vor
richtung gelöst, welche einen schwimmfähigen Tauchbehälter
aufweist, der einen mit einem Fluid befüllbaren geschlossenen
Flutraum aufweist, wobei der Flutraum an eine Flutzuführung
angeschlossen ist, so daß ihm ein Fluid zuführbar und ent
nehmbar ist. Der Tauchbehälter weist stirnseitig wenigstens
ein Paar von Seitenflächen auf, die einen sich verjüngenden
Bereich für die Anordnung einer Greifvorrichtung bilden.
Die Vorrichtung erlaubt somit durch Ausnutzung des Auftriebes
eines schwimmfähigen Körpers, dem Tauchbehälter, auf einfache
Art und Weise ein Heben, Senken und einen Transport zumindest
eines in dem mit Flüssigkeit gefüllten Becken angeordneten
Gegenstandes. Der Tauchbehälter kann hierbei entsprechend den
technischen Anforderungen eine geeignete Form aufweisen. Er
kann ein Druckfester weitgehend starrer oder aufblasbarer Be
hälter, wie beispielsweise eine Schwimmblase, sein.
Ist der Tauchbehälter als starrer Behälter mit einem konstan
ten Innenvolumen ausgeführt, so kann über die Fluidzuführung
eine Flüssigkeit hineingepumpt und/oder abgesaugt werden, wo
durch der eine geschlossene Kammer bildende Flutraum mit ei
ner vorgebbaren Menge an Flüssigkeit befüllbar ist, insbeson
dere vollständig entleert bzw. gefüllt ist. Die Fluidzufüh
rung kann zusätzlich so ausgeführt sein, daß mit ihr gleich
zeitig eine Zuführung bzw. Abführung eines Gases möglich ist.
Es kann auch eine zweite Fluidzuführung vorgesehen sein.
Diese zweite Fluidzuführung kann als Öffnung in dem Tauchbe
hälter ausgeführt sein, so daß Flüssigkeit, insbesondere Was
ser, aus dem Becken in den Tauchbehälter eindringen oder
durch Luft aus diesem herausgepreßt werden kann. Im Inneren
des Flutraumes ist somit ein Teil des Volumens mit Flüssig
keit und ein Teil mit einem Gas, beispielsweise Luft, ge
füllt. Hierdurch kann der Tauchbehälter beliebig tief in dem
flüssigkeitsgefüllten Becken abgesenkt und die Greifvorrich
tung mit einer zusätzlichen Last versehen unter Ausnutzung
des Auftriebes des Tauchbehälters an die Oberfläche der Flüs
sigkeit gehoben werden. Hierdurch ist auf einfache Art und
Weise ein Heben und Senken des Tauchbehälters und damit auch
eines über die Greifvorrichtung gehaltenen Gegenstandes er
möglicht. Die Vorrichtung erfordert zudem nur einen geringen
apparativen Aufwand, wobei nahezu keine mit der Flüssigkeit
benetzte Komponenten aus dem Becken herausgeführt sind.
Um auch Gegenstände aus Ecken eines Beckens aufheben zu kön
nen, bilden die zwei Seitenflächen an der Stirnseite des
Tauchkörpers einen sich verjüngenden Bereich. Mit der in dem
sich verjüngenden Bereich angeordneten Greifvorrichtung sind
auch die in Eckbereichen gelagerten Gegenstände erreichbar.
Die Anordnung von zumindest zwei Greifvorrichtungen bietet
den Vorteil, daß bei einem Arbeitseinsatz mit der ersten
Greifvorrichtung ein Gegenstand von seinem Platz gehoben, und
beispielsweise nach einer Drehung des Tauchkörpers durch ei
nen bereits an der zweiten Greifvorrichtung hängenden Gegen
stand ersetzt werden kann. Dadurch wird die Häufigkeit von
langen Fahrwegen des Tauchkörpers, beispielsweise vom Reak
torkern zu einem Brennelement-Lagerbecken reduziert, und so
mit wird Zeit bei einem Brennelement-Wechsel eingespart.
Bevorzugt bilden die Seitenflächen eine stirnseitige Längs
kante derart, daß der Tauchkörper mit dieser Längskante an
eine senkrechte Seitenkante des Beckens anlegbar ist. In an
deren Worten: Der Tauchkörper weist eine beispielsweise lang
gestreckte Grundgeometrie auf, die sich zu einer Stirnseite
hin verjüngt oder an der Stirnseite spitz zuläuft. Diese Aus
gestaltung erleichtert das Manövrieren des Tauchbehälters in
einem Eckbereich des Beckens.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist der Tauchkörper
zwei gegenüberliegende Paare von Seitenflächen auf, wobei die
zwei Seitenflächen eines Paares jeweils insbesondere einen
90° Winkel einschließen. Der Tauchkörper weist demnach eine
der Stirnseite gegenüberliegende Endseite auf, die analog zur
Stirnseite von einem Paar von Seitenflächen gebildet wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Greifvorrich
tungen verschiebbar angeordnet, so daß verschiedene Greifvor
richtungen abwechselnd in den sich verjüngenden Bereich ver
schoben werden können.
Vorzugsweise ist die Greifvorrichtung über ein Kraftübertra
gungselement mit dem Tauchbehälter verbunden. Ist das Kraft
übertragungselement beispielsweise ein Seil oder eine Kette,
so können die Geifvorrichtung und der Tauchbehälter direkt
oder über eine Umlenkrolle oder ähnlichem verbunden sein. Bei
einer Verbindung über eine Umlenkrolle, ähnlich einem Seil
zug, ist die Bewegung von Greifvorrichtung und Tauchbehälter
entgegengesetzt gerichtet. Eine Absenkung des Tauchbehälters
führt demnach zu einem Heben der Greifvorrichtung und umge
kehrt. Bei einer direkten Verbindung zwischen Greifvorrich
tung und Tauchbehälter sind die Bewegungen gleichgerichtet.
Ein Senken des Tauchbehälters führt damit auch zu einem Sen
ken der Greifvorrichtung.
Der Flutraum des Tauchbehälters hat vorzugsweise ein Volumen
von 0,5 m3 bis 2 m3, insbesondere 1 m3, wodurch das Heben und
Senken eines schweren Gegenstandes in Wasser ermöglicht ist.
Der von der Vorrichtung beanspruchte Platz ist auf einige we
nige Kubikmeter begrenzt, so daß die Vorrichtung während ei
nes normalen Betriebes einer Kernkraftanlage aus dem entspre
chenden Becken der Kernkraftanlage herausgenommen sein und
gegebenenfalls komplett außerhalb eines den Reaktordruckbe
hälter einschließenden Sicherheitsbehälters gelagert werden
kann.
Der Vorrichtung ist vorzugsweise ein Antrieb zur horizontalen
Bewegung des Tauchbehälters und/oder der Greifvorrichtung zu
geordnet. Dieser Antrieb kann über eine entsprechende Fernbe
dienung mittels Funk oder Kabel bedient werden, so daß ein
mit der Greifvorrichtung gegriffener Gegenstand an jeden Ort
innerhalb des Beckens fernbedienbar bewegt werden kann.
Die Fluidzuführung ist vorzugsweise mit einer Zuführeinrich
tung zum Be- und Entleeren des Flutraumes mit Gas, insbeson
dere Luft, verbunden. Bei einem Tauchbehälter, welcher als
starrer Behälter ein konstantes Raumvolumen einschließt, kann
die Zuführeinrichtung eine Pumpe enthalten, durch welche das
Gas in den Flutraum hinein bzw. herausgepumpt werden kann.
Hierdurch läßt sich der Auftrieb des Tauchbehälters schnell
und exakt einstellen, wodurch eine hohe Arbeitsgeschwindig
keit und Präzision der Vorrichtung gegeben ist. Bei einem
Tauchbehälter, welcher beispielsweise eine aufblasbare
Schwimmblase ist, weist die Zuführeinrichtung, beispielsweise
ein Druckluftquelle auf, durch die die Schwimmblase aufgebla
sen wird. Durch eine genaue und schnelle Einstellung der
Luftmenge in der Schwimmblase läßt sich auch in diesem Fall
der Auftrieb des Tauchbehälters schnell und genau einstellen.
Zur Erreichung einer zusätzlichen diversitären Sicherheit der
Vorrichtung können zwei unabhängige Tauchbehälter vorgesehen
sein, beispielsweise ein starrer Tauchbehälter für den norma
len Betrieb der Vorrichtung und ein aufblasbarer Tauchbehäl
ter als Absturzsicherung.
Der Tauchbehälter umgibt die Greifvorrichtung vorzugsweise
glockenartig, wodurch auch ein von der Greifvorrichtung ge
haltener Gegenstand zumindest teilweise von dem Tauchbehälter
glockenartig umschlossen ist. Dies hat insbesondere bei einem
radioaktiv strahlenden Gegenstand den Vorteil, daß durch den
Tauchbehälter eine Abschirmung der radioaktiven Strahlung er
folgt. Hierzu kann der Tauchbehälter eine entsprechend geeig
nete Abschirmung aufweisen.
Das Greifen eines Gegenstandes, insbesondere eines in einem
Brennelement-Lagergestell angeordneten Brennelementes, kann
weiter dadurch vereinfacht und beschleunigt werden, daß die
Greifvorrichtung eine zusätzliche Hubeinrichtung aufweist.
Die Hubeinrichtung kann beispielsweise dazu dienen, den Ge
genstand in einen glockenartigen Tauchbehälter einzuheben.
Weiterhin kann durch die Hubeinrichtung eine ungenaue Posi
tionierung der Greifvorrichtung ausgeglichen werden sowie
auch Gegenstände in räumlich beengten Verhältnissen gegriffen
werden.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Vorrichtung
eine Führung zur Stabilisierung des Tauchbehälters und/oder
eines Gegenstandes auf. Dadurch wird eine unkontrollierte Be
wegung und Torkeln des Tauchkörpers in der Flüssigkeit ver
mieden, so daß der Gegenstand zielgerichtet ergriffen bzw.
abgesetzt werden kann.
Für einen von externen Versorgungsleitungen unabhängigen Be
trieb weist der Tauchbehälter vorteilhafterweise eine Druck
kammer zur Aufnahme von unter Druck stehendem komprimierten
Gas auf, wobei die Druckkammer über eine die Fluidzuführung
bildende Druckleitung mit dem Flutraum verbunden ist. Die
Druckkammer ist mit einem fernbedienbaren Absperrorgan dabei
verschließbar sowie freigebbar.
Vorzugsweise eignet sich die Vorrichtung für einen Einsatz in
einem Becken in einer Kernkraftanlage zur Handhabung, insbe
sondere zum Heben, Senken und Transport von Brennelementen,
Steuerstäben, Steuerstabführungsrohren, Neutronenquellen,
Neutronenflußmeßlanzen, Einbauten innerhalb des Reaktordruck
behälters sowie sonstigen Werkzeugen und Gerätschaften. Auf
grund des geringen Volumens und der dadurch resultierenden
einfachen Transportierbarkeit der Vorrichtung kann diese in
jedem beliebigen Becken innerhalb des Sicherheitsbehälters
der Kernkraftanlage, wie einem Brennelement-Lagerbecken, ei
nem Absetzbecken für die Brennelemente, einem Transportbehäl
terbecken und/oder einem Flutraum, eingesetzt werden. Beson
ders eignet sich die Vorrichtung zur Durchführung eines
Brennelement-Wechsels, bei dem abgebrannte Brennelemente aus
dem Reaktordruckbehälter in das Brennelement-Lagerbecken
transportiert und unverbrauchte Brennelemente in den Reaktor
druckbehälter eingebracht werden. Auch eignet sich die Vor
richtung zur Durchführung von Reparatur- und Inspektionsmaß
nahmen an den Brennelementen sowie Steuerstäben der Kern
kraftanlage.
Die auf ein Verfahren zur Handhabung eines Gegenstandes ge
richtete Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
eine Vorrichtung mit einem Tauchbehälter mit einem Flutraum
sowie einer Anzahl von Greifvorrichtungen zum Greifen und
Halten des Gegenstandes derart verwendet wird, daß durch ein
Befüllen oder Entleeren des Flutraumes mit einem Gas, insbe
sondere Luft, der Auftrieb des Tauchbehälters in einer Flüs
sigkeit eines Beckens so eingestellt wird, daß eine der
Greifvorrichtungen bis auf die Höhe des zu greifenden Gegen
standes abgesenkt wird, die Greifvorrichtung den Gegenstand
greift und die Menge an Gas in den Flutraum so reguliert
wird, daß der Auftrieb des Tauchbehälters zum Heben des Ge
genstandes ausreicht. Eine weitere Greifvorrichtung nimmt in
gleicher Weise einen Gegenstand auf oder senkt einen bereits
mitgeführten weiteren Gegenstand in eine dafür vorgesehene
Absetzposition. Das Verfahren zeichnet sich durch seine ein
fache Durchführbarkeit und durch den geringen apparativen
Aufwand aus. Durch die Anordnung von mehreren Greifvorrich
tungen können bei einem Arbeitsvorgang gleich mehrere Gegen
stände gehoben und gesenkt werden, ohne daß zusätzliche Fahr
strecken für den Tauchbehälter erforderlich sind. Das Verfah
ren ist besonders geeignet zur Handhabung von Brennelementen
und Steuerstäben in einer Kernkraftanlage, beispielsweise im
Zuge eines Brennelement-Wechsels. Da die Vorrichtung zur
Durchführung des Verfahrens vollständig fernbedienbar sowie
weitgehend vollständig unterhalb der Flüssigkeitsoberfläche
in dem entsprechenden Becken angeordnet ist, bleiben andere
Arbeitsabläufe in der Kernkraftanlage weitgehend unberührt.
Anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispie
le wird die Vorrichtung zur Handhabung eines in einem flüs
sigkeitsgefüllten Becken angeordneten Gegenstandes näher er
läutert. Es zeigen in schematischer nicht maßstäblicher Dar
stellung:
Fig. 1 eine Vorrichtung in einem Längsschnitt in einem
Becken,
Fig. 2-3 weitere Ausführungsformen einer Vorrichtung in
einem Längsschnitt,
Fig. 4 eine von externen Versorgungsleitungen unabhängige
Vorrichtung in einem schematischen Schnitt,
Fig. 5 eine Vorrichtung in einem Becken in einer Draufsicht.
Gleiche Bezugszeichen haben in den Figuren jeweils die glei
che Bedeutung.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch ein Brennelement-La
gerbecken 11 einer Kernkraftanlage, welches mit einer Flüs
sigkeit 13, insbesondere demineralisiertem Wasser, gefüllt
ist. In dem Brennelement-Lagerbecken 11 sind Brennelemente 10
angeordnet, wobei der Übersichtlichkeit halber lediglich
schematisch ein Brennelement 10 dargestellt ist. Geodätisch
oberhalb des Brennelementes 10 ist eine Vorrichtung 1 zur
Handhabung eines Gegenstandes, des Brennelementes 10, darge
stellt. Die Vorrichtung 1 weist einen Tauchbehälter 2 auf,
welcher glockenartig, als nach unten geöffneter Kasten, aus
geführt ist.
Innerhalb des Tauchbehälters 2 ist eine über eine Hubeinrich
tung 16 entlang einer Vertikalachse 21 verschiebbare Greif
vorrichtung 5 angeordnet. Diese Greifvorrichtung 5 ist über
ein Kraftübertragungselement 8 fest am oberen Ende 22 des
Tauchbehälters 2 mit diesem verbunden. Am oberen Ende 22
weist der Tauchbehälter 2 eine Abschirmung 17 zur Abschirmung
radioaktiver Strahlung auf. Die Hubeinrichtung 16 ist an eine
Versorgung 19, insbesondere eine elektrische oder hydrauli
sche Versorgung, angeschlossen. Der Tauchbehälter 2 ist ver
schieblich mit einer vertikalen, stangenartigen Führung 6
verbunden, so daß er in vertikaler Richtung auf einer vorge
gebenen Bahn verschiebbar ist.
Unterhalb der Abschirmung 17 weist der Tauchbehälter 2 einen
die Greifvorrichtung 5 umgebenden Flutraum 3 auf. Der
Flutraum 3 steht über eine als Öffnung ausgebildete Fluidzu
führung 4 mit dem Brennelement-Lagerbecken 11 in strömungs
technischer Verbindung, so daß aus dem Brennelement-Lager
becken 11 Wasser 13 in den Flutbehälter 3 bis zu einem vorgege
benen Pegelstand eindringen kann. Der Pegelstand wird durch
eine im Bereich des oberen Endes 22 angeordneten Luftzufüh
rung 4a durch ein Zuführen von Luft 14 eingestellt. Die als
Schlauch ausgebildete Luftzuführung 4a ist mit einer außer
halb des Brennelement-Lagerbeckens 11 angeordneten Zuführein
richtung 9 verbunden. Durch diese Zuführeinrichtung 9 wird
Luft 14 in den Flutbehälter 3 hineingepumpt oder aus diesem
herausgelassen. Hierdurch ist der Auftrieb des Tauchbehälters
2 in weiten Grenzen einstellbar.
Durch ein Herauslassen der Luft 14 aus dem Flutraum 3 sinkt
der Tauchbehälter 2 ab und kann mittels einer entsprechenden
Standfläche 20 auf den Boden 23 des Brennelement-Lagerbeckens 11
abgestellt werden. Durch ein Einpumpen von Luft 14 in den
Flutraum 3 nimmt der Auftrieb des Tauchbehälters 2 zu, so daß
dieser sowie ein mit der Greifvorrichtung 5 gehaltener Gegen
stand, insbesondere ein Brennelement 10, gehoben wird. Durch
die Führung 6 erfolgt eine Aufwärts- oder Abwärtsbewegung des
Tauchbehälters 2 entlang einer Vertikalachse 21, wodurch eine
Schlingerbewegung des Gegenstandes und dadurch eine erhöhte
Belastung der Vorrichtung 1 vermieden wird.
Selbstverständlich ist es auch möglich, bei einer Aufwärts- bzw.
Abwärtsbewegung des Tauchbehälters 2 die Führung 6 durch
einen Antrieb 7 (vergl. Fig. 3) in horizontaler Richtung zu
bewegen. Mittels des Antriebes 7 ist somit neben einer verti
kalen Verschiebung des Gegenstandes auch eine horizontale
Verschiebung gewährleistet. Hierdurch kann der Gegenstand,
das Brennelement 10, von jeder beliebigen Position innerhalb
des Brennelement-Lagerbeckens 11 in eine beliebige andere Po
sition transportiert werden.
Hierdurch kann ein abgebranntes Brennelement 10 aus dem Reak
torkern eines Reaktordruckbehälters einer Kernkraftanlage ge
zogen und in dem Brennelement-Lagerbecken 11 oder in einem
Absetzbecken abgesetzt werden, bis die von dem Brennelement
10 ausgehende Radioaktivität auf einen vorgegebenen Wert ab
geklungen ist. Mit dem Verfahren und der Vorrichtung ist es
ebenfalls möglich, andere Gegenstände in einem flüssigkeits
gefüllten Becken einer Kernkraftanlage zu Heben, zu Senken
und zu Transportieren, wie beispielsweise Steuerstäbe, Neu
tronenmeßlanzen, Neutronenquellen, Werkzeuge oder Einbauteile
des Reaktordruckbehälters.
Fig. 2 zeigt in einem Längsschnitt ein zur Fig. 1 analog
aufgebautes Brennelement-Lagerbecken 11. In der dargestellten
Vorrichtung 1 zum Heben und Senken sowie Transport eines Ge
genstandes, eines Brennelementes 10, sind die Greifvorrich
tung 5 und der Tauchbehälter 2 über eine Umlenkrolle 15 mit
einem Seil 8 verbunden. Die Umlenkrolle 15 sowie die Führung 6
sind mit einem Antrieb 7 zur horizontalen Verschiebung der
Greifvorrichtung 5 und des Tauchbehälters 2 verbunden. Der
Tauchbehälter 2 weist einen kastenförmigen oder zylinderför
migen Flutraum 3 auf, welcher bis zu einem vorgegebenen Pegel
über eine Fluidzuführung 4 mit Wasser 13 aus dem Brennele
ment-Lagerbecken 11 gefüllt ist.
Der Flutraum 3 ist analog zu Fig. 1 an eine Luftzuführung 4a
angeschlossen. Die Greifvorrichtung 5 ist entlang einer Ver
tikalachse 21 gerichtet. Hierdurch ist auch in räumlich be
engten Bereichen des Brennelement-Lagerbeckens 11 ein Greifen
und Heben eines Gegenstandes 10 ermöglicht. Die Greifvorrich
tung ist entlang der Vertikalachse 21 verschieblich mit der
Führung 6 verbunden, welche starr ausgebildet oder teleskop
artig in sich zusammenschiebbar ist. Durch die Verbindung der
Greifvorrichtung 5 über eine Umlenkrolle 15 hinweg mit dem
Tauchbehälter 2 ist die Bewegung des Tauchbehälters 2 entge
gengerichtet der Bewegung der Greifvorrichtung 5. Bei einem
Absenken des Tauchbehälters 2, d. h. einem Fluten des Tauchbe
hälters 2 mit Wasser 13, erfolgt ein Heben der Greifvorrich
tung 5 sowie des daran gehaltenen Gegenstandes 10. Der Tauch
behälter weist hierzu ein hohes Eigengewicht, auch bei ent
leertem Flutraum 3, auf. Ein Aufsteigen des Tauchbehälters 2
infolge eines größeren Auftriebes durch Zuführung von Luft 14
in den Flutraum 3 erfolgt ein Absenken der Greifvorrichtung 5
und des daran gehaltenen Gegenstandes 10. Da der Gegenstand
10 vollständig innerhalb des Wassers 13 gehoben und transpor
tiert wird, wird eine mögliche Kontamination und Strahlungs
belastung von vornherein deutlich vermindert, was durch die
geringe Anzahl der aus dem Wasser 13 herausbewegten Komponen
ten der Vorrichtung 1 weiter unterstützt wird.
Gemäß Fig. 3, die einen Längsschnitt durch ein Brennelement-
Lagerbecken 11 zeigt, ist in dem Brennelement-Lagerbecken 11
ein Brennelement-Lagergestell 25 zur Lagerung von Brennele
menten 10 angeordnet, wobei der Übersichtlichkeit halber le
diglich schematisch ein Brennelement 10 dargestellt ist. Die
Vorrichtung 1 weist einen als Ellipsoid ausgeführten Tauchbe
hälter 2 auf. An seiner dem Brennelement-Lagergestell 25 zu
gewandten Seite hat der Tauchbehälter 2 eine als Haken ausge
staltete Greifvorrichtung 5. An der Greifvorrichtung 5 ist
eine Positionsanzeige 27 angebracht, durch die eine genaue
Position der Greifvorrichtung 5 in dem Brennelement-Lager
becken 11 an eine nicht dargestellte Steuervorrichtung zur Be
dienung der Vorrichtung 1 übertragbar ist. An der der Greif
vorrichtung 5 gegenüberliegenden Seite des Tauchbehälters 2
ist eine Haltevorrichtung 29 angeordnet, in die ein weiterer
nicht dargestellter Tauchbehälter oder eine ebenfalls nicht
dargestellte Transportvorrichtung, wie beispielsweise ein
Kran, eingreifen kann. Hierdurch ist eine horizontale Bewe
gung des Tauchbehälters in dem Brennelement-Becken 11 bzw.
eine redundante Sicherung des Tauchbehälters 2 gegenüber ei
nem unkontrollierten Absinken gegeben.
An dem Tauchbehälter 2 ist darüber hinaus ein fernbedienbarer
Antrieb 7 vorgesehen, der einen Propeller 7a sowie ein Ruder
7b aufweist. Durch diesen Antrieb 7 kann der Tauchbehälter 2
in horizontaler Richtung an jede beliebige Position innerhalb
des Brennelement-Lagerbeckens 11 verfahren werden. Der Tauch
behälter 2 steht über eine Fluidzuführung 4 mit einem Fluid
reservoir 31 in Verbindung, das außerhalb des Brennelement-
Lagerbeckens 11 angeordnet ist. Das Fluidreservoir 31 weist
vorzugsweise eine Pumpe auf, über die Wasser in den Flutraum
3 des Tauchbehälters 2 hinein- bzw. herausgepumpt werden
kann. Um ein freies Ein- und Ausströmen der im Flutraum 3
oberhalb des Wassers 13 befindlichen Luft 14 zu gewährlei
sten, ist der obere Bereich des Flutraumes 3, in dem sich die
Luft 14 befindet, mit einer Luftzuführung 4a verbunden. Diese
Luftzuführung 4a wird über einen Schwimmer 33 oberhalb des
Wasserstandes des Brennelement-Lagerbeckens 11 gehalten und
steht daher strömungstechnisch mit der oberhalb des Wasser
standes befindlichen Luft in Verbindung. Durch das Einpumpen
oder Abpumpen von Wasser 13 aus dem Fluidreservoir 31 in den
Flutraum 3 wird das Absenken bzw. das Heben des Tauchkör
pers 2 erreicht.
Fig. 4 zeigt in einem Längsschnitt einen ähnlich zu Fig. 3
aufgebauten Tauchkörper 2. Der Tauchkörper 2 weist neben dem
Flutraum 3 auch eine Druckkammer 35 auf, die mit Druckluft
oder einem ähnlichen komprimierten Gas befüllbar ist. Die
Druckkammer 35 ist über eine Druckleitung 37 mit dem Flutraum
3 verbunden. Die Druckleitung 37 weist ein Absperrorgan 39
auf, durch welches die Druckleitung 37 abgesperrt bzw. geöff
net werden kann. Das Absperrorgan 39 ist hierzu vorzugsweise
ein fernbetätigbares Ventil. An der geodätisch tiefstliegen
den Stelle des Flutraums 3 ist die Fluidzuführung 4 vorgese
hen, welche ein Steuerventil 41, beispielsweise ein Rück
schlagventil, aufweist. Bei einem Öffnen der Druckleitung 37
gelangt die Druckluft in den Flutraum 3 und verdrängt einen
Teil des darin befindlichen Wassers 13 über die Fluidzufüh
rung 4 in das Brennelement-Lagerbecken 11 hinaus. Durch Öff
nen der Druckleitung 37 wird somit der Auftrieb des Tauchbe
hälters 2 erhöht, wodurch ein Heben eines Gegenstandes 10,
insbesondere eines Brennelementes, erreicht wird. Durch Öff
nen der Fluidzuführung 4 zu dem Brennelement-Lagerbecken 11
dringt zusätzliches Wasser 13 in den Flutraum 3 ein, wenn Gas
aus dem Flutraum abgelassen oder Fluid in den Flutraum ge
pumpt wird, wodurch der Auftrieb verringert wird und sich der
Tauchbehälter 2 absenkt. Durch eine Fernbedienbarkeit sämtli
cher Komponenten wie Greifvorrichtung 5, Absperrorgan 39, An
trieb 7 und Steuerventil 41 ist die Vorrichtung 1 quasi wie
ein ferngesteuertes U-Boot einsetzbar. In diesem Fall sind
keinerlei Zuführungen und Leitungen aus der Flüssigkeit, dem
demineralisierten Wasser 13, des Brennelement-Beckens 11 hin
ausgeführt. Mögliche Kontaminationen und Strahlungsbelastun
gen durch abtropfendes Wasser 13 werden somit von vornherein
vermieden.
Gemäß der Fig. 5 verjüngt sich der Tauchbehälter 2 an seinen
gegenüberliegenden Stirnseiten, oder in anderen Worten: Er
läuft an seinen Stirnseiten jeweils spitz zu. Der Tauchkör
per 2 wird also an seinen Stirnseiten von jeweils zwei auf
einander zulaufenden Seitenflächen 43 begrenzt. Die von den
Seitenflächen 43 gebildete Längskante 45 kann spitz zulau
fend, aber auch abgeflacht oder abgerundet sein. Der von den
Seitenflächen 43 eingeschlossene Winkel ist vorteilhafter
weise im wesentlichen einem Winkel angepaßt, der auch von
Wänden des Beckens 11 eingeschlossen wird. Vorzugsweise be
trägt dieser Winkel 90°. An den Spitzen ist jeweils eine
Greifvorrichtung 5 angeordnet, wie es in Fig. 5 schematisch
skizziert ist.
Diese Ausführungsform des Tauchkörpers 2 erlaubt es, auch in
einem Eckbereich eines Beckens 11 gelagerte Gegenstände 10
aufzuheben bzw. Gegenstände 10 dort abzulagern. Infolge der
Anordnung von zwei Greifvorrichtungen 5 an dem Tauchkörper 2,
steht bei dem Transport eines Gegenstandes 10 noch eine
zweite Greifvorrichtung 5 zur Verfügung. Sie bildet quasi
eine Leerposition, in die ein zweiter Gegenstand 10 aufgenom
men werden kann. Dies wirkt sich beispielsweise bei dem Aus
tausch von Brennelementen 10 positiv aus. In einem Arbeits
gang kann ein altes und verbrauchtes Brennelement 10 von der
Vorrichtung 1 mittels der zweiten Greifvorrichtung 5 in die
Leerposition gehoben werden und gleichzeitig kann ein neues
unverbrauchtes Brennelement 10 nach einer Drehung des Tauch
körpers 2 in die Position des alten Brennelementes 10 mittels
der ersten Greifvorrichtung 5 abgesenkt werden. Die Anzahl
der Fahrten zwischen dem Brennelement-Lagerbecken 11 und dem
Kernreaktor wird somit um die Hälfte vermindert und unnötige
Leerfahrten der Vorrichtung 1 werden vermieden. Der Austausch
von abgebrannten Brennelementen 10 läßt sich daher schneller
durchführen. Je nach Größe des Tauchkörpers 2 und Ausgestal
tung der Vorrichtung 1 können auch mehrere Brennelemente 10
gleichzeitig transportiert werden.
Eine Ausführungsform der Vorrichtung 1, bei der nur eine
Stirnseite spitz zulaufend ausgebildet ist, ist ebenso mög
lich. Am Tauchkörper 2 sind hierbei beispielsweise mehrere
Greifvorrichtungen 5 angeordnet, die beispielsweise über Füh
rungsstangen in die verjüngte Stirnseite verschoben werden
können. Damit ist es möglich, gleichzeitig mehrere Brennele
mente 10 zu transportieren, und ein jedes für sich in eine
Eckposition des Beckens 11 abzustellen.
Die Erfindung zeichnet sich durch eine Vorrichtung aus, bei
der über eine Regelung des Auftriebes eines Tauchkörpers ein
Gegenstand in einem mit Flüssigkeit gefüllten Becken gehoben,
gesenkt und transportiert werden kann. Die Vorrichtung eignet
sich hierdurch besonders für den Einsatz in einer Kernkraft
anlage zur Handhabung eines Brennelementes, eines Steuersta
bes oder eines irgendwie gearteten beweglichen Einbauteils
eines Reaktordruckbehälters. Durch den geringen Platzbedarf
der Vorrichtung kann diese außerhalb der eigentlichen Ein
satzzeiten aus dem Sicherheitsbehälter der Kernkraftanlage
herausgebracht und separat gelagert werden.
Claims (15)
1. Vorrichtung (1) zum Heben, Senken und Transport zumindest
eines in einem flüssigkeitsgefüllten Becken (11) angeordneten
beweglichen Gegenstands (10), mit einem schwimmfähigen Tauch
behälter (2) und mit zumindest zwei Greifvorrichtungen (5)
zum Greifen und Halten des Gegenstandes (10), die mit dem
Tauchbehälter (2) verbunden sind, welcher einen mit einem
Fluid (13, 14) befüllbaren geschlossenen Flutraum (3) auf
weist, der an eine Fluidzuführung (4, 4a) angeschlossen ist,
so daß dem Flutraum (3) Fluid (13, 14) zuführbar und/oder ent
nehmbar ist, wobei der Tauchbehälter (2) stirnseitig ein Paar
von Seitenflächen (43) aufweist, die einen sich verjüngenden
Bereich bilden, an dem eine Greifvorrichtung (5) angeordnet
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Paar von Seiten
flächen (43) eine Längskante (45) derart bildet, daß der
Tauchbehälter (2) mit dieser Längskante (45) an eine senk
rechte Seitenkante des Beckens (11) anlegbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der dem stirnsei
tigen Ende des Tauchbehälters (2) gegenüberliegend ein weite
res Paar von Seitenflächen (43) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der die Greifvorrichtung (5) verfahrbar angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der die Greifvorrichtung (5) über ein Kraftübertragungsele
ment (8), z. B. ein Seil, eine Kette, eine Stange, mit dem
Tauchbehälter (2) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der der Flutraum (3) ein Volumen von 0,5 m3 bis 2,0 m3, ins
besondere 1 m3, hat.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der ein Antrieb (7) zur horizontalen Verschiebung der Greif
vorrichtung (5) und/oder des Tauchbehälters (2) vorgesehen
ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der eine Zuführeinrichtung (9), insbesondere eine Pumpe, zum
Befüllen und Entleeren des Flutraums (3) mit Gas (14), insbe
sondere Luft, vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der der Tauchbehälter (2) die Greifvorrichtung (5) glockenar
tig umschließt.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der die Greifvorrichtung (5) eine zusätzliche Hubeinrichtung
(16) zum Heben eines Gegenstandes (10) aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit
einer Führung (6) zur Stabilisierung des Tauchbehälters (2)
und/oder eines Gegenstandes (10)
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der der Tauchbehälter (2) eine Druckkammer (35) zur Aufnahme
von unter Druck stehendem, komprimierten Gas (14) aufweist,
wobei die Druckkammer (35) über eine die Fluidzuführung (4)
bildende Druckleitung (37) mit dem Flutraum (3) verbunden und
mit einem fernbedienbaren Absperrorgan (39) verschließbar so
wie freigebbar ist.
13. Vorrichtung zum Heben, Senken und Transport eines Gegen
standes (10), insbesondere eines Brennelements, eines Steuer
stabs oder eines Bauteils eines Reaktordruckbehälters nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, in einer Kernkraftanlage,
mit einem Reaktordruckbehälter mit Brennelementen und Steuer
stäben, einem Brennelement-Lagerbecken (11), einem Transport
behälter-Becken und/oder einem Flutraum (3).
14. Verwendung der Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1
bis 12 zum Transport eines Gegenstandes (10), insbesondere
eines Brennelementes, eines Steuerstabs und/oder eines Ein
bauteils eines Reaktordruckbehälters einer Kernkraftanlage.
15. Verfahren zum Heben, Senken und Transport eines Gegen
standes (10), insbesondere eines Brennelements, eines Steuer
stabs und/oder eines Einbauteils eines Reaktordruckbehälters,
in einem Becken (11) und/oder in dem Reaktordruckbehälter ei
ner Kernkraftanlage, wobei ein Tauchbehälter (2) mit einem
Flutraum (3) und eine Anzahl von mit dem Tauchbehälter (2)
verbundenen Greifvorrichtungen (5) vorgesehen sind, wobei
- a) eine der Greifvorrichtungen (5) in eine Position über den Gegenstand (10) gebracht wird,
- b) durch Regelung der Menge an Gas in dem Flutraum (3) die ser so bewegt wird, daß die Greifvorrichtung (5) in eine den Gegenstand (10) greifbare Position abgesenkt wird,
- c) der Gegenstand (10) mit der Greifvorrichtung (5) gegrif fen und gehalten wird,
- d) durch Regelung der Menge an Gas in dem Flutraum (3) der Gegenstand (10) in eine vorgebbare Höhe gehoben wird,
- e) mit einer weiteren Greifvorrichtung (5) ein analog zu den Schritten a) bis d) aufgenommener weiterer Gegen stand (10) oder ein bereits mitgeführter weiterer Gegen stand (10) durch eine erneute Regelung der Menge an Gas in dem Flutraum (3) in eine vorgesehene Absetzposition abgesenkt wird.
Applications Claiming Priority (3)
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|---|---|---|---|
| DE19548510A DE19548510C1 (de) | 1995-12-22 | 1995-12-22 | Vorrichtung zum Heben, Senken und Transport eines Gegenstands in einem flüssigkeitsgefüllten Becken, insbesondere eines Brennelementes einer Kernkraftanlage |
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| PCT/EP1996/005691 WO1997023881A1 (de) | 1995-12-22 | 1996-12-18 | Vorrichtung zum heben, senken und transport eines gegenstandes in einem flüssigkeitsgefüllten becken, insbesondere eines brennelementes einer kernkraftanlage, sowie verfahren zum transport eines solchen gegenstandes |
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