DE19756185A1 - Verfahren zum Herstellen einer Anordnung aus Verbindungskontakten für IC-Chips - Google Patents
Verfahren zum Herstellen einer Anordnung aus Verbindungskontakten für IC-ChipsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft im allgemeinen IC-Packungen (IC=
integrierte Schaltung) und spezieller ein Verfahren zum
Herstellen einer Anordnung aus Verbindungskontakten für eine
IC-Packung, wie eine BGA-Packung (BGA = Ball Grid Array =
Kugel-Gitteranordnung) oder eine Flip-Chip-Packung. Mit dem
Begriff Packung (package) ist in der vorliegenden Anmeldung
sowohl ein kompletter IC-Chip, eine IC-Baugruppe als auch
ein IC-Gehäuse gemeint.
In der heutigen IC-Packungsindustrie besteht ein andauernder
Druck, die Kosten für die Unterbringung der ICs zu reduzie
ren. Um dies zu erreichen, wurde eine große Vielzahl von
Packungsgestaltungen entwickelt. Eine der derzeit eingesetz
ten Techniken verwendet eine Anordnung aus Verbindungskon
takten, die aus Lötkugeln oder Lötsäulen bestehen, um die
Verbindung zwischen dem IC der Packung und anderen elektris
chen Komponenten, die außerhalb der Packung liegen, wie
einer PC-Karte, herzustellen. Flip-Chip-ICs und BGA-Packun
gen sind zwei übliche Beispiele für Packungen, die solche
Anordnungen aus Verbindungskontakten verwenden.
Die Anordnungen aus Verbindungskontakten werden üblicher
weise in einem von zwei grundsätzlichen Verfahren herge
stellt. In dem ersten Verfahren wird eine Anordnung aus Löt
kugeln hergestellt, indem jede der Lötkugeln einzeln auf
entsprechenden Kontaktfeldern ausgebildet wird, die entweder
auf dem IC selbst liegen, oder auf anderen elektrischen Ver
bindungselementen der Packung, wie Anschlüssen oder Spuren.
Bei dem zweiten Verfahren wird jeder der Kontakte durch
Löten (üblicherweise mit einem Niedertemperatur-Lötmittel)
einer vorgeformten Lötmittelsäule (üblicherweise aus einem
Hochtemperatur-Lötmittel) an jedes der Kontaktfelder der
Packung hergestellt. Beide Verfahren sind relativ zeitauf
wendig und daher teuer, insbesondere, wenn die Anzahl der
Kontakte in der Anordnung aus Verbindungskontakten zunimmt.
Die oben beschriebenen Verfahren zum Herstellen einer Anor
dnung aus Verbindungskontakten führen zu kostengünstigeren
Packungen als die traditionellen Verfahren zum Herstellen
von IC-Packungen, die einen Lötrahmen und Bonddrähte verwen
den, um die Verbindung zwischen dem IC und anderen elektri
schen Komponenten außerhalb der Packung herzustellen. Wie
oben erwähnt, ist es jedoch wünschenswert, die Kosten für
die Unterbringung der ICs in Packungen, soweit möglich,
weiter zu senken. Die vorliegende Erfindung sieht Verfahren
vor, um die Kosten für die Herstellung einer Anordnung aus
Verbindungskontakten für eine IC-Packung, wie eine BGA-Pack
ung oder eine Flip-Chip-Packung, weiter zu senken.
Wie im folgenden mit weiteren Einzelheiten beschrieben ist,
wird hier ein Verfahren zum Herstellen einer Anordnung aus
Verbindungskontakten für eine IC-Packung, wie ein Flip-Chip-
IC oder eine BGA-Packung, und zum Verbinden der Anordnung
aus Verbindungskontakten mit der Packung offenbart. Das Ver
fahren kann auch dazu verwendet werden, zwei IC-Chips mit
einander zu verbinden. Das Verfahren verwendet eine Form,
die eine gewünschte Gestalt und relative Position für meh
rere Verbindungskontakte definiert, welche die Anordnung aus
Verbindungskontakten bilden. Die Anordnung aus Verbindungs
kontakten wird geformt, indem die Form mit einem gewünschten
Kontaktmaterial gefüllt wird. Die Form, welche die geformte
Anordnung aus Verbindungskontakten enthält, wird neben der
IC-Packung positioniert, so daß jeder Verbindungskontakt ne
ben einem entsprechenden Kontaktfeld der IC-Packung liegt.
Schließlich werden die geformten Verbindungskontakten an
ihren entsprechenden Kontaktfeldern der IC-Packung be
festigt.
Bei einer Ausführungsform ist das Kontaktmaterial eine Löt
paste. Bei dieser Ausführungsform werden alle der geformten
Verbindungskontakte an ihren entsprechenden Kontaktfeldern
der IC-Packung befestigt, indem die Lötpaste verflüssigt
wird. Das Verflüssigen der Lötpaste zum Anbringen der An
ordnung aus Verbindungskontakten an den entsprechenden Kon
taktfeldern der IC-Packung kann auch so eingesetzt werden,
daß die Lötpaste anfänglich verflüssigt wird, um die Anord
nung aus Verbindungskontakten herzustellen, wobei gleich
zeitig diese Verbindungskontakte an der IC-Packung ange
bracht werden. Alternativ kann nach dem Füllen der Form mit
Lötpaste und vor dem Positionieren der Form neben der
IC-Packung vorgesehen sein, daß die Lötpaste anfänglich in der
Form verflüssigt wird, um die Anordnung aus Verbindungskon
takten herzustellen, bevor diese an der IC-Packung ange
bracht werden. Die Anordnung aus Verbindungskontakten kann
in der Gestalt von Lötkugeln oder Lötsäulen geformt werden.
Bei einer anderen Ausführungsform kann vorgesehen sein, meh
rere Formen zu verwenden. In diesem Fall sind die mehreren
Formen so konfiguriert, daß dann, wenn die Formen nebenein
ander gestapelt werden, die Formen eine Gesamtform bilden,
welche die gewünschte Form und relative Position einer Viel
zahl von Verbindungskontakten, welche die Anordnung aus Ver
bindungskontakten bildet, abgrenzt. In dem Fall, daß Lötpa
ste zum Herstellen der Kontaktanordnung verwendet wird, wird
jede der mehreren Formen mit Lötpaste gefüllt. Jede der meh
reren Formen wird neben der Packung angeordnet, und die Löt
paste wird verflüssigt, wodurch in Schichten alle Verbin
dungskontakte der Anordnung aus Verbindungskontakten an ih
ren entsprechenden Kontaktfeldern der IC-Packung angebracht
werden.
Bei der Ausführungsform mit den mehreren Formen kann jede
Form mit einem andern Formmaterial gefüllt werden. Zum Bei
spiel kann eine Niedertemperatur-Lötpaste dazu verwendet
werden, eine erste und eine dritte Form zu füllen, und eine
HochtemPeratur-Lötpaste kann dazu verwendet werden, eine
zweite Form zu füllen. Bei diesem Beispiel wird die Form,
welche die Hochtemperatur-Lötpaste enthält, nach dem Füllen
der Formen mit Lötpaste und vor dem Positionieren der Formen
neben der IC-Packung aufgeschmolzen. Dieses Aufschmelzen
bildet einen Hochtemperatur-Lötmittelabschnitt der Anordnung
aus Verbindungskontakten. Die drei Formen werden dann neben
der Packung positioniert, und das Niedertemperatur-Lötmittel
wird aufgeschmolzen, wodurch die drei Schichten der Anord
nung aus Verbindungskontakten an ihren entsprechenden Kon
taktfeldern der IC-Packung angebracht werden.
Die vorliegende Erfindung ist im folgenden anhand bevorzug
ter Ausführungsbeispiele mit Bezug auf die Zeichnungen näher
erläutert. In den Figuren zeigt:
Fig. 1 eine schematische Schnittdarstellung einer
Ausführungsform einer Flip-Chip-Packung, die
gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt
ist;
Fig. 2a bis 2c zeigen schematische Darstellungen der Verfah
rensschritte, die zum Herstellen der
Flip-Chip-Packung der Fig. 1 eingesetzt werden;
Fig. 3 ist eine schematische Schnittdarstellung
einer Ausführungsform einer BGA-Packung, die
gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt
ist;
Fig. 4a bis 4c sind schematische Darstellungen der Verfah
rensschritte, die zum Herstellen der
BGA-Packung der Fig. 3 eingesetzt werden;
Fig. 5 ist eine schematische Schnittdarstellung von
zwei IC-Chips, welche mit einem Verfahren
gemäß der vorliegenden Erfindung verbunden
wurden; und
Fig. 6a bis 6d sind schematische Darstellungen der Verfah
rensschritte, die zum Verbinden der beiden
IC-Chips der Fig. 6 eingesetzt werden.
Die hier beschriebene Erfindung sieht ein Verfahren zum Her
stellen einer Anordnung aus Verbindungskontakten für eine
IC-Packung vor, wie eine BGA-Packung oder eine Flip-Chip-
Packung. Das Verfahren kann auch zum Verbinden von zwei
IC-Chips oder Halbleiterkörpern verwendet werden. In der folgen
den Beschreibung sind zahlreiche spezifische Einzelheiten
erläutert, um eine gründliches Verständnis der vorliegenden
Erfindung zu ermöglichen. Im Hinblick auf diese Beschreibung
wird der Fachmann jedoch verstehen, daß die vorliegende Er
findung in einer großen Vielzahl von speziellen Konfigura
tionen realisiert werden kann. Ferner sind die allgemeinen
Herstellungsverfahren für IC-Packungen, wie Aufschmelz-Löt
verfahren, IC-Verkapselungs- oder Formverfahren und andere
derartige konventionelle Verfahren zum Herstellen von inte
grierten Schaltungen nicht im einzelnen beschrieben, um die
vorliegende Erfindung nicht unnötig zu verschleiern.
Mit Bezug auf Fig. 1 wird zunächst eine IC-Packung 10 be
schrieben, die gemäß einer Ausführungsform des erfindungs
gemäßen Verfahrens hergestellt ist. Fig. 1 zeigt schema
tische ein Schnittdarstellung der Packung 10. Bei dieser
Ausführungsform hat die Packung 10 die Form einer Flip-Chip-
Packung, die einen IC-Chip oder -Halbleiterkörper (Die) 12
enthält. Der Chip 12 hat mehrere Kontaktfelder 14, die an
der Unterseite des Chips 12 liegen. Die Flip-Chip-Packung 10
umfaßt auch eine Anordnung aus Verbindungskontakten 16.
Jeder Kontakt ist an einem zugehörigen Kontaktfeld 14 des
Chips 12 ausgebildet.
Die Fig. 2a bis 2c zeigen die verschiedenen Verfahrens
schritte gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens, die zum Herstellen der Anordnung aus Verbin
dungskontakten der Fig. 1 eingesetzt werden. Wie in Fig.
2a gezeigt, wird eine Formvorrichtung 20, die gemäß der
Erfindung gestaltet ist, zum Herstellen der Anordnung aus
Verbindungskontakten verwendet. Die Form 20 hat mehrere Öffnungen
oder Hohlräume 22, die eine gewünschte Gestalt und
relative Positionen für die mehreren Verbindungskontakte 16
abgrenzen. Wie in Fig. 2b gezeigt, werden die Hohlräume 22
mit einem Kontaktformungsmaterial oder Kontaktmaterial 24
gefüllt. Bei dieser Ausführungsform ist das Kontaktmaterial
24 eine Lötpaste. Wenn als Kontaktmaterial eine Lötpaste
verwendet wird, kann das Verfahren optional einen zusätz
lichen Schritt umfassen, in dem die Form an diese Stelle
erwärmt wird, um die Lötpaste zu verflüssigen und die An
ordnung aus Verbindungskontakten 16 herzustellen.
Wie in Fig. 2c gezeigt, wird die Form 20, nachdem sie mit
dem Kontaktmaterial 24 gefüllt wurde, neben dem IC-Chip 12
positioniert. Die Form 20 wird so angeordnet, daß jeder der
Hohlräume 22, die das Kontaktmaterial 24 enthalten, neben
einem entsprechenden Kontaktfeld 14 des Chips 12 positio
niert wird, wobei das Material 24 in jedem Hohlraum 22 in
Kontakt mit einem entsprechenden Kontaktfeld 14 des Chips 12
ist. Die geformten Verbindungskontakte 16 werden dann an
ihren entsprechenden Kontaktfeldern 14 des Chips 12 ange
bracht. Bei dieser Ausführungsform wird das Anbringen der
Kontakte durch Erwärmen der Form 20 realisiert. Wenn der
zuvor beschriebene optionale Schritt der Erwärmung der Form
zum Herstellen der Verbindungskontakte nicht durchgeführt
wurde, erfolgt das Anbringen der Verbindungskontakte durch
Erwärmen der Form, um die Lötpaste zu verflüssigen, wobei
dabei auch die Verbindungskontakte 16 hergestellt und
gleichzeitig die Kontakte 16 an dem Chip 12 befestigt wer
den. Wenn alternativ der optionale Schritt der Erwärmung der
Form durchgeführt würde, bevor die Form neben dem Chip posi
tioniert wird, wird das Anbringen der Verbindungskontakte
dadurch erzielt, daß die Form erwärmt und das Lötmittel
aufgeschmolzen wird, um die Verbindungskontakte 16 an den
Kontaktfeldern 14 des Chips 12 anzubringen. Mit diesem
Schritt ist die Herstellung und das Anbringen der Verbin
dungskontakte beendet, und die Form kann entfernt werden.
Die Form 20 kann aus jedem geeigneten Material bestehen, das
abhängig ist von dem Kontaktmaterial, das zum Herstellen der
Kontakte verwendet wird. In dem Fall, daß eine Lötpaste ver
wendet wird, muß die Form aus einem Material bestehen, das
die Temperaturen aushalten kann, die zum Erwärmen, Verflüs
sigen und Aufschmelzen der Lötpaste nötig sind. Die Form ist
vorzugsweise mit Teflon oder einem anderen nicht klebenden
Material beschichtet, um das Entfernen der Form zu unter
stützen. Alternativ können Lösemittel verwendet werden, um
das Entfernen der Form zu erleichtern.
Die Form kann auf jede geeignete Weise mit dem Kontaktmate
rial gefüllt werden, abhängig von der Art des verwendeten
Kontaktmaterials. Im Falle einer Lötpaste kann die Paste in
die Öffnungen der Form gestrichen und mit Hilfe eines Spach
tels oder einem anderen geeigneten und leicht verfügbaren
Werkzeug glatt gemacht werden. Alternativ kann die Form
statt mit einer Lötpaste mit geschmolzenem Lötmittel gefüllt
werden.
Obwohl oben als Kontaktmaterial eine Lötpaste oder ein ge
schmolzenes Lötmittel beschrieben wurden, ist dies keine
Voraussetzung für die Erfindung. Statt dessen kann das Kon
taktmaterial jedes geeignete und verfügbare elektrisch lei
tende Material sein, welches formbar ist. Das Kontaktmate
rial 24 kann z. B. eine elektrisch leitende formbare Verbin
dung sein, wie eine elektrisch leitende Epoxidmischung, die
ein elektrisch leitendes Pulver, wie Kupferpulver, enthält.
Die geformten Kontakte 16 können eine Vielzahl von verschie
denen Gestalten annehmen, wie Kugeln, Säulen, oder jede an
dere Gestalt, solange die Gestalt es zuläßt, daß die Kon
takte geformt und an dem gewünschten IC-Chip oder der Pack
ung befestigt werden. Für das Formen ist es vorteilhaft,
wenn die Hohlräume in der Form eine Gestalt haben, welche
das leichte Entfernen der Form nach dem Befestigen der Ver
bindungskontakte an dem IC-Chip oder der Packung erleich
tern.
Obwohl die Form bis hierher als eine einstückige Form be
schrieben wurde, ist dies keine Voraussetzung für die Er
findung. In bestimmten Fällen kann es wünschenswert sein,
mehrere Formteile zu verwenden. Fig. 3 zeigt eine
BGA-IC-Packung 30, die gemäß einer anderen Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellt ist.
Wie in Fig. 3 gezeigt, die eine schematische Darstellung
der Packung 30 enthält, umfaßt die Packung 30 einen IC-Chip
32 mit mehreren Eingangs/Ausgangs-Anschlußfeldern 34, die an
der Unterseite des Chips 32 liegen, und mehreren Eingangs/
Ausgangs-Anschlußfeldern 35, die an der Oberseite des Chips
32 liegen. Die Packung 30 umfaßt auch mehrere Verbindungs
kontakte 36 und ein Verkapselungsmaterial 38, das den oberen
Teil des Chips 32 umgibt. Bei dieser Ausführungsform dienen
die mehreren Eingangs/Ausgangs-Anschlußfelder 34, die an der
Unterseite des Chips 32 liegen, als Kontaktfelder gemäß der
obigen Beschreibung der Fig. 1. Die Packung 30 hat jedoch
auch noch eine Anordnung aus Bonddrähten 40 und elektrisch
leitenden Anschlüssen oder Spuren 42, welche die Eingangs/
Ausgangs-Anschlußfelder 35, die an der Oberseite des Chips
32 liegen, mit zusätzlichen Kontaktfeldern 44, die um den
Umfang des Chips 32 herum angeordnet sind, elektrisch ver
binden. Ähnlich wie oben mit Bezug auf Fig. 1 beschrieben,
wird jeder Verbindungskontakt 36 an einem zugehörigen Kon
taktfeld 44 oder einem zugehörigen Eingangs/Ausgangs-An
schlußfeld 34 hergestellt.
Obwohl hier eine BGA-Packung 30 mit einer speziellen inter
nen Konfiguration beschrieben wurde, die einen Chip mit Ein
gangs/Ausgangs-Anschlußfeldern an der Oberseite und an der
Unterseite sowie Bonddrähte und Anschlüsse zum Verbinden der
Anschlußfelder an der Oberseite des Chips mit den Kontakt
feldern aufweist, sind diese Elemente keine Voraussetzung
für die Erfindung. Vielmehr wird man verstehen, daß sich die
Erfindung unabhängig von der speziellen internen Konfigura
tion der Packung auf gleiche Weise anwenden läßt. Das Bei
spiel der BGA-Packung 30 wurde gewählt, um die Vielzahl der
internen Packungskonfigurationen zu zeigen, auf die das er
findungsgemäße Verfahren angewendet werden kann.
Die Fig. 4a bis 4c zeigen die verschiedenen Verfahrens
schritte gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Herstellen der Anordnung aus Verbindungskon
takten 36, die in Fig. 3 gezeigt sind. Wie in Fig. 4a ge
zeigt ist, wird eine Formvorrichtung 50, die aus mehreren
einzelnen Formteilen 50a bis 50c besteht, zum Herstellen der
Anordnung aus Verbindungskontakten 36 verwendet. Jedes der
Formteile 50a bis 50c hat mehrere Öffnungen oder Hohlräume
52a bis 52c innerhalb der jeweiligen Formteile 50a bis 50c,
welche die gewünschten Form und relative Position der meh
reren Verbindungskontakte 36 eingrenzen. Wie in Fig. 4b ge
zeigt, sind die Hohlräume 52a bis 52c mit einem Kontaktma
terial 54 gefüllt. Bei dieser Ausführungsform ist das Kon
taktmaterial 54 eine Lötpaste, und die Formteile 50a und 50c
sind mit einer Niedertemperatur-Lötpaste gefüllt, während
das Formteil 50b mit einer Hochtemperatur-Lötpaste gefüllt
ist.
Bei der beschriebenen Ausführungsform haben die Verbindungs
kontakte 36 die Form von Lötsäulen. Wie am besten in Fig. 3
zu sehen ist, besteht jeder Lötsäulenkontakt 36 aus drei
Lötmittelschichten. Eine erste Schicht 56, die unmittelbar
neben der Packung 30 liegt, und eine dritte Schicht 58, die
am weitesten entfernt von der Packung 30 ist, werden beide
aus einer Niedertemperatur-Lötpaste hergestellt und in den
Formteilen 50a bzw. 50c geformt. Ein mittlerer Abschnitt 60
des Lötsäulenkontakts 36 wird aus einer Hochtemperatur-Löt
paste hergestellt, die in dem Formteil 50b geformt wird.
Bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird wenigstens das Formteil 50b auf eine hohe Temperatur
gebracht, um die Hochtemperatur-Lötpaste zu verflüssigen und
die mittleren Abschnitte 60 der Anordnung aus Verbindungs
kontakten 36 zu formen, bevor die Verbindungskontakte an der
Packung angebracht werden. Auch die Formteile 50a und 50c
können auf eine niedrigere Temperatur erwärmt werden, um die
Niedertemperatur-Lötpaste zu verflüssigen, um die erste
Schicht 56 sowie die dritte Schicht 58 der Anordnung aus
Verbindungskontakten zu formen, bevor sie neben der Packung
30 positioniert und an dieser befestigt werden.
Wie in Fig. 4c gezeigt, werden die Formteile 50a bis 50c
nach dem Füllen der Formteile mit dem geeigneten Kontaktma
terial und nach dem Erwärmen des Formteils 50b zum Herstel
len der mittleren Hochtemperatur-Abschnitte 60 übereinander
gestapelt und neben der Packung 30 angeordnet. Die Gesamt
form 50 wird so positioniert, daß jeder der Gesamt-Hohlräume
52, welche die drei Schichten aus dem Kontaktmaterial 54
enthalten, neben einem entsprechenden Kontaktfeld 44 oder
einem Anschlußfeld 34 liegt, wobei die erste Schicht 56 des
Kontaktmaterials 54 in jedem Hohlraum 52 in Kontakt mit
einem entsprechenden Kontaktfeld 44 oder Anschlußfeld 34
ist. Die geformten Verbindungskontakte 36 werden dann an
ihren entsprechenden Kontaktfeldern 44 oder Anschlußfeldern
34 angebracht.
Wenn der zuvor beschriebene optionale Schritt der Erwärmung
der Formteile 50a und 50c zum Herstellen der ersten und der
dritten Schicht der Verbindungskontakte nicht durchgeführt
wird, umfaßt das Befestigen die Erwärmung und Verflüssigung
der Niedertemperaturschichten 56 und 58 des Kontaktmaterials
54, wodurch die Verbindungskontakte 36 hergestellt werden
und gleichzeitig jede der Kontaktschichten 36 an der Packung
30 befestigt wird. Wenn der optionale Schritt der Erwärmung
der Formteile 50a und 50c vor der Positionierung der Form
neben der Packung ausgeführt wurde, umfaßt das Befestigen
alternativ das Erwärmen der Gesamtform und das Aufschmelzen
des Niedertemperatur-Lötmittels, um die drei Schichten der
Verbindungskontakte 36 an der Packung 30 zu befestigen.
Obwohl bei der Befestigung der Kontakte an der Packung be
schrieben wurde, daß die Formteile gestapelt und alle
Schichten gleichzeitig angebracht werden, ist dies keine
Notwendigkeit. Statt dessen könnten die Formteile auch nach
einander neben der Packung positioniert oder erwärmt werden,
um jede Schicht einzeln anzubringen. Obwohl die Form hier
als eine dreiteilige Form beschrieben wurde, ist auch dies
keine Notwendigkeit. Vielmehr kann jede Anzahl von Formtei
len abhängig von der Anforderung der jeweiligen Ausführungs
form verwendet werden.
Ein Vorteil des oben beschriebenen mehrschichtigen Verfah
rens besteht darin, daß der mittlerer Hochtemperatur-Ab
schnitt der Kontakte aus einem Hochtemperatur-Material her
gestellt werden kann, das während der nachfolgenden Verar
beitung, wie der Befestigung der Packung an einer PC-Karte
oder einer anderen Komponente, nicht wieder aufschmilzt. Das
bedeutet, daß die mittleren Hochtemperaturabschnitte starr
bleiben und als Abstandshalter dienen können, die verhin
dern, daß überschüssiges Lötmittel einen Kurzschluß zwischen
benachbarten Kontakten bildet.
Obwohl die oben beschriebenen Ausführungsformen sich auf die
Herstellung von Verbindungskontakten für IC-Packungen wie
Flip-Chip-Packungen oder BGA-Packungen, beziehen, können
ähnliche Verfahren auch zum Verbinden von zwei IC-Chips ver
wendet werden. Fig. 5 ist eine schematische Schnittdarstel
lung von zwei IC-Chips oder -Halbleiterkörpern (Die) 70 und
72, die mit einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ver
fahrens verbunden wurden.
Wie in Fig. 5 gezeigt, haben die Chips 70 und 72 mehrere
Eingangs/Ausgangs-Anschlußfelder 74 und 76, die an der Un
terseite des Chips 72 bzw. an der Oberseite des Chips 74
liegen. Mehrere Verbindungskontakte 78 verbinden entspre
chende Eingangs/Ausgangs-Anschlußfelder 74 mit zugeordneten
Eingangs/Ausgangs-Anschlußfeldern 76.
Wie oben für die Fig. 4a bis 4c beschrieben wurde und wie
in den Fig. 6a bis 6d gezeigt ist, werden die
Verbindungskontakte 78 mit einer dreiteiligen Form hergestellt.
Wie in Fig. 6a gezeigt, wird eine Formvorrichtung 80 beste
hend aus mehreren einzelnen Formteilen 80a bis 80c zum Her
stellen der Anordnung aus Verbindungskontakten 78 verwendet.
Jeder der Formteile 80a bis 80c hat mehrere Öffnungen oder
Aushöhlungen 82a bis 82c in den jeweiligen Formteilen 80a
bis 80c. Diese Öffnungen grenzen eine gewünschte Form und
relative Position für die mehreren Verbindungskontakte 78
ein. Wie in Fig. 6b gezeigt, werden die Aushöhlungen 82a
bis 82c mit einem Kontaktmaterial 84 gefüllt. Bei dieser
Ausführungsform ist das Kontaktmaterial 84 eine Lötpaste,
und die Formteile 80a und 80c werden mit einer Niedertem
peratur-Lötpaste gefüllt, während der Formabschnitt 80b mit
einer Hochtemperatur-Lötpaste gefüllt wird. Auf ähnliche
Weise wie oben mit Bezug auf Fig. 4 beschrieben und wie man
am besten in Fig. 5 sieht, werden die Formteile 80a und 80c
zum Herstellen der Niedertemperatur-Kontaktabschnitte 86
bzw. 88 verwendet, und das Formteil 80b wird zum Herstellen
des Hochtemperatur-Kontaktabschnitts 90 verwendet.
Bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahren
wird der Formteil 80b auf eine hohe Temperatur erhitzt, um
die Hochtemperatur-Lötmittelpaste zu verflüssigen und die
mittleren Abschnitte 90 in der Anordnung aus Verbindungs
kontakten 78 herzustellen. Das Erhitzen erfolgt vor dem An
ordnen des Formteils 80b neben einem der Chips, um die Ver
bindungskontakte mit dem Typ zu verbinden. Die Formteile 80a
und 80c können ebenfalls erwärmt werden, bevor sie neben
diesem einen Chip positioniert werden. Sie können auf eine
niedrigere Temperatur erwärmt werden, um die Niedertempera
tur-Lötpaste zu verflüssigen und die Kontaktabschnitte 86
und 88 der Anordnung aus Verbindungskontakten herzustellen.
Wie in Fig. 6c gezeigt, werden nach dem Füllen der Form
teile mit einem geeigneten Kontaktmaterial und nach dem Er
wärmen des Formteils 80b zum Herstellen der mittleren
Hochtemperaturabschnitte 90 die Formteile 80a bis 80c überein
ander gestapelt und neben dem Chip 70 angeordnet. Die ge
formten Verbindungskontakte 78 werden dann an ihren entspre
chenden Kontaktfeldern 74 an dem Chip 70 ähnlich wie oben
mit Bezug auf Fig. 4 beschrieben angebracht. Alternativ
kann jedes der Formteile 80a bis 80c nach und nach neben dem
Chip 70 angeordnet und erwärmt werden, so daß die Verbin
dungskontakte schichtweise an dem Chip befestigt werden.
Schließlich wird, wie in Fig. 6d gezeigt, der gesamte Auf
bau der Fig. 6c, d. h. der Chip 70 mit den daran befestigten
Verbindungskontakten, neben dem Chip 72 positioniert, so daß
die Eingangs/Ausgangs-Anschlußfelder 76 neben und in Kontakt
mit ihren entsprechenden Verbindungskontakten 78 sind. Die
Niedertemperatur-Abschnitte der Verbindungskontakte 78 wer
den dann durch Erwärmen des gesamten Aufbaus auf eine Tem
peratur, die ausreicht, um das Niedertemperatur-Lötmittel
aufzuschmelzen, das Hochtemperatur-Lötmittel jedoch nicht zu
verflüssigen, aufgeschmolzen.
Obwohl hier beschrieben wurde, daß die verschiedenen Schich
ten der Verbindungskontakte alle zuerst an einem Chip ange
bracht werden, bevor sie an dem zweiten Chip angebracht wer
den, ist dies keine Notwendigkeit. Statt dessen könnten auch
die beiden Niedertemperatur-Abschnitte der Kontaktanordnung
zunächst an ihrem jeweiligen Chip befestigt werden. Dann
könnte der mittlere Hochtemperatur-Abschnitt der Anordnung
an dem einen oder dem anderen Chip befestigt werden, indem
der Niedertemperatur-Abschnitt der Kontaktanordnung, der be
reits an dem Chip befestigt ist, aufgeschmolzen wird.
Schließlich würde dann der zweite Chip an dem ersten Chip
befestigt werden.
Obwohl oben im einzelnen nur drei spezielle Ausführungsfor
men des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben wurden, muß
man verstehen, daß das Verfahren gemäß der vorliegenden Er
findung mit einer großen Vielzahl von alternativen Ausfüh
rungsformen realisiert werden kann und noch immer innerhalb
des Bereichs der Erfindung bleibt. Alle diese verschiedenen
Ausführungsformen würden auf gleiche Weise in den Bereich
der Erfindung fallen, solange die Anordnung aus Verbindungs
kontakten aus einem Kontaktformungsmaterial geformt wird.
Obwohl z. B. die IC-Packungen der ersten zwei Ausführungsfor
men als eine Flip-Chip-Packung und eine BGA-Packung be
schrieben wurden, wird man verstehen, daß die Erfindung
nicht auf diese speziellen Packungstypen beschränkt ist.
Vielmehr könnte die Erfindung gleichfalls auf jeden anderen
Packungstyp angewendet werden, solange die Verbindungskon
takte geformt werden.
Obwohl die verschiedenen Ausführungsformen mit den verschie
denen Komponenten in einer bestimmten Ausrichtung beschrie
ben wurden, muß man verstehen, daß die vorliegende Erfindung
eine große Vielzahl von spezifischen Konfigurationen der
verschiedenen Komponenten annehmen kann, die in einer großen
Vielzahl von Positionen und relativen Orientierungen ange
ordnet sind, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen.
Die vorliegenden Beispiele sind somit lediglich erläuternd
und nicht beschränkend für die Erfindung, und die Erfindung
ist nicht auf ihre Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern
sie kann im Bereich der folgenden Ansprüche modifiziert wer
den. Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen
und den Zeichnungen offenbarten Merkmale können sowohl ein
zelne als auch in beliebiger Kombination für die Realisie
rung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausgestaltungen
von Bedeutung sein.
Claims (21)
1. Verfahren zum Herstellen einer Anordnung aus Ver
bindungskontakten (16) für eine IC-Packung (10) und
zum Verbinden der Anordnung aus Verbindungskontakten
mit der Packung mit folgenden Verfahrensschritten:
- (a) Vorsehen einer IC-Packung (10) mit mehreren Kontaktfeldern, an denen die Anordnung aus Ver bindungskontakten angebracht werden soll;
- (b) Vorsehen einer Form (20), die eine gewünschte Gestalt und relative Position für mehrere Ver bindungskontakte (16) definiert, welche die Anordnung aus Verbindungskontakten bilden;
- (c) Formen der Anordnung aus Verbindungskontakten, durch Füllen der Form (20) mit einem gewünsch ten Kontaktformungsmaterial;
- (d) Positionieren der die geformte Anordnung aus Verbindungskontakten enthaltenden Form (20) ne ben der IC-Packung (10), so daß jeder Verbin dungskontakt (6) neben einem entsprechenden Kontaktfeld (14) der IC-Packung positioniert ist;
- (e) Anbringen der geformten Verbindungskontakte an den entsprechenden Kontaktfeldern (14) der IC-Packung (10).
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem:
- (a) das Formen der Anordnung aus Verbindungskontak ten (16) das Füllen der Form (20) mit einer Lötpaste (24) umfaßt; und
- (b) das Anbringen der geformten Verbindungskontakte (16) das Aufschmelzen der Lötpaste (24) umfaßt, um alle Kontakte der Anordnung mit ihren ent sprechenden Kontaktfeldern (14) der IC-Packung zu verbinden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem das Aufschmelzen
der Lötpaste zum Anbringen aller Verbindungskontakte
(16) der Anordnung an ihren entsprechenden Kontakt
feldern (14) der IC-Packung (10) die Lötpaste (24)
anfänglich aufgeschmolzen wird, um die Anordnung aus
Verbindungskontakten gleichzeitig mit dem Anbringen
der Verbindungskontakte (16) an der IC-Packung (10)
herzustellen.
4. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem nach dem Füllen
der Form (20) mit der Lötpaste und vor dem Positio
nieren der Form neben der IC-Packung (10) die Löt
paste anfänglich in der Form aufgeschmolzen wird, um
die Anordnung aus Verbindungskontakten herzustellen,
bevor sie an der IC-Packung befestigt werden.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei dem die Anordnung aus Verbindungskontakten (16)
die Form von Lötmittelkugeln hat.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem
die Anordnung aus Verbindungskontakten (16) die Form
von Lötmittelsäulen hat.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei dem
- (a) mehrere Formen (50a, 50b, 50c) vorgesehen wer den, wobei die mehreren Formen so konfiguriert sind, daß die übereinandergestapelten Formen eine Gesamtform (50) bilden, welche die ge wünschte Gestalt und relative Position der meh reren Verbindungskontakte (36), welche die Anordnung aus Verbindungskontakten bilden, eingrenzt;
- (b) jede der mehreren Formen mit Lötpaste (54) gefüllt wird;
- (c) jede der mehreren Formen neben der Packung (30) positioniert wird; und
- (e) die Lötmittelpaste in jeder der Formen, die neben der Packung positioniert sind, aufge schmolzen wird, um alle Verbindungskontakte der Anordnung aus Verbindungskontakten in Schichten (56, 58, 60) an ihren entsprechenden Kontakt feldern (34) der IC-Packung (30) anzubringen.
8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem bestimmte Formen
(50a, 50c) mit einer Niedertemperatur-Lötpaste (54a,
54c) gefüllt werden und wenigstens eine der Formen
(50b) mit einer Hochtemperatur-Lötpaste (54b)
gefüllt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem nach dem Füllen
der Formen (50a, 50b, 50c) mit Lötpaste und vor dem
Positionieren der Formen neben der IC-Packung (30)
ferner wenigstens die Lötpaste in der Form (50b)
aufgeschmolzen wird, welche die Hochtemperatur-Löt
paste (54b) enthält, um einen Hochtemperatur-Lötab
schnitt der Anordnung aus Verbindungskontakten (36)
zu bilden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem
- (a) drei Formen (50a, 50b, 50c) vorgesehen werden;
- (b) die erste und die dritte Form (50a, 50c) mit einer Niedertemperatur-Lötpaste gefüllt werden und die zweite Form (50b) mit einer Hochtempe raturlötpaste gefüllt wird;
- (c) die drei Formen in der Reihenfolge erste Form, zweite Form, dritte Form neben der Packung positioniert werden; und
- (d) das Niedertemperatur-Lötmittel aufgeschmolzen wird, wenn die drei Formen neben der Packung positioniert sind, wodurch die drei Schichten (56, 58, 60) der Anordnung aus Verbindungskon takten (36) an ihren entsprechenden Kontakt feldern (34) der IC-Packung (30) angebracht werden.
11. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei dem die IC-Packung (30) ein Flip-Chip-IC ist.
12. Verfahren zum Verbinden von zwei IC-Chips (70, 72)
mit folgenden Verfahrensschritten:
- (a) Vorsehen von zwei IC-Chips (70, 72), die je weils mehrere Kontaktfelder (74, 76) haben, an denen eine Anordnung aus Verbindungskontakten (78) angebracht werden soll;
- (b) Vorsehen einer Form (80), welche eine gewünsch te Gestalt und relative Position für die meh reren Verbindungskontakte eingrenzt, welche die Anordnung aus Verbindungskontakten bilden;
- (c) Formen der Anordnung aus Verbindungskontakten (78) durch Füllen der Form (80) mit einem ge wünschten Kontaktformungsmaterial (84);
- (d) Positionieren der die geformte Anordnung aus Verbindungskontakten enthaltenden Form (80) neben einem ersten (70) der beiden IC-Chips, so daß jeder Verbindungskontakt (78) neben einen entsprechenden Kontaktfeld (74) des ersten IC-Chips liegt;
- (e) Anbringen der geformten Verbindungskontakte (78) an ihren entsprechenden Kontaktfeldern (74) des ersten IC-Chips (70);
- (f) Positionieren des zweiten IC-Chips (72) neben der Anordnung aus Verbindungskontakten (78), die an dem ersten IC-Chip angebracht sind, so daß jeder Verbindungskontakt der Anordnung neben einem entsprechenden Kontaktfeld (76) des zweiten IC-Chips liegt; und
- (g) Anbringen der geformten Verbindungskontakte (78) an ihren entsprechenden Kontaktfeldern des zweiten IC-Chips (72).
13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem
- (a) zum Formen der Anordnung aus Verbindungskontak ten (78), die Form mit einer Lötpaste (84) ge füllt wird; und
- (b) zum Anbringen der geformten Verbindungskontakte (78) an dem ersten und dem zweiten IC-Chip (70, 72) die Lötpaste (84) aufgeschmolzen wird, um die Kontakte der Anordnung an ihren entspre chenden Kontaktfeldern (74, 76) des IC-Chips anzubringen.
14. Verfahren nach Anspruch 13, bei dem das Aufschmelzen
der Lötpaste (84) zum Befestigen aller Kontakte der
Anordnung an ihren entsprechenden Kontaktfeldern
(74) des ersten IC-Chips (70) auch dazu verwendet
wird, die Lötpaste anfänglich aufzuschmelzen, um die
Anordnung aus Verbindungskontakten (78) gleichzeitig
mit dem Anbringen der Verbindungskontakte (78) an
dem ersten IC-Chip (70) herzustellen.
15. Verfahren nach Anspruch 13, bei dem nach dem Füllen
der Form (80) mit Lötpaste (84) und vor dem Positio
nieren der Form neben dem ersten IC-Chip (70) ferner
die Lötpaste in der Form aufgeschmolzen wird, um die
Anordnung aus Verbindungskontakten (78) herzustel
len, bevor sie an dem ersten IC-Chip angebracht
wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, bei
dem die Anordnung aus Verbindungskontakten (78) Löt
mittelkugeln umfaßt.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, bei
dem die Anordnung aus Verbindungskontakten (78) Löt
mittelsäulen umfaßt.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 17, bei
dem
- (a) mehrere Formen (80a, 80b, 80c) vorgesehen wer den, wobei die mehreren Formen so konfiguriert sind, daß die übereinandergestapelten Formen eine Gesamtform (80) bilden, welche die ge wünschte Gestalt und relative Position der meh reren Verbindungskontakte (78), welche die An ordnung aus Verbindungskontakten bilden, ein grenzt;
- (b) jede der mehreren Formen mit Lötpaste (84a, 84b, 84c) gefüllt wird;
- (c) jede der mehreren Formen neben dem ersten IC-Chip (70) positioniert wird; und
- (e) die Lötpaste (84a, 84b, 84c) in jeder der For men, die neben der Packung positioniert sind, aufgeschmolzen wird, um alle Verbindungskon takte (78) der Anordnung aus Verbindungskontak ten in Schichten (86, 88, 90) an ihren entspre chenden Kontaktfeldern (74) des ersten IC-Chips (70) anzubringen.
19. Verfahren nach Anspruch 18, bei dem bestimmte Formen
(80a, 80c) mit einer Niedertemperatur-Lötpaste (84a,
84c) gefüllt werden und wenigstens eine der Formen
(80b) mit einer Hochtemperatur-Lötpaste (84b)
gefüllt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, bei dem nach dem
Füllen der Formen (80a, 80b, 80c) mit Lötpaste und
vor dem sukzessiven Positionieren der Formen neben
dem ersten IC-Chip (70) ferner wenigstens die Löt
paste (84b) in der Form (80b) aufgeschmolzen wird,
welche die Hochtemperatur-Lötpaste enthält, um einen
Hochtemperatur-Lötabschnitt (90) der Anordnung aus
Verbindungskontakten (78) zu bilden.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 20, bei
dem
- (a) drei Formen (80a, 80b, 80c) vorgesehen werden;
- (b) die erste und die dritte Form (80a, 80c) mit einer Niedertemperatur-Lötpaste (84a, 84c) gefüllt werden und die zweite Form (80b) mit einer Hochtemperatur-Lötpaste (84b) gefüllt wird;
- (c) die drei Formen in der Reihenfolge erste Form (80a), zweite Form (80b), dritte Form (80c) neben dem ersten IC-Chip (70) positioniert wer den; und
- (d) das Niedertemperatur-Lötmittel (84a, 84c) auf geschmolzen wird, wenn die drei Formen (80a, 80b, 80c) neben dem ersten IC-Chip (70) posi tioniert sind, wodurch die drei Schichten (86, 88, 90) der Anordnung aus Verbindungskontakten (78) an ihren entsprechenden Kontaktfeldern (74) des ersten IC-Chips (70) angebracht wer den.
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