DE19756444C1 - Verfahren und Vorrichtung zum Nachweis von Probenmolekülen in einem Trägergas - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Nachweis von Probenmolekülen in einem TrägergasInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Nachweis
von Probenmolekülen in einem Trägergas, wobei mittels Expan
sion des Trägergases durch eine Düse in ein Vakuum ein diver
genter Trägergasstrahl erzeugt wird, die Probenmoleküle in
einem Ionisationsbereich des Trägergasstrahls durch Absorp
tion von Photonen zu Probenmolekülionen ionisiert werden und
die Probenmolekülionen durch ein elektrisches Ziehfeld in ein
Massenspektrometer gezogen und in dem Massenspektrometer
detektiert werden.
Ferner betrifft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung
zum Nachweis von Probenmolekülen in einem Trägergas, umfas
send eine Düse zur Erzeugung eines divergenten Trägergas
strahles mittels Expansion des Trägergases in ein Vakuum,
eine Einrichtung zur resonanten Ionisation der Probenmoleküle
zu Probenmolekülionen in einem Ionisationsbereich des Träger
gasstrahles durch Absorption von Photonen, ein Massenspektro
meter und eine Einrichtung zum Erzeugen eines die Probenmole
külionen in das Massenspektrometer ziehenden elektrischen
Ziehfeldes mit einer Ziehelektrode.
Verfahren der eingangs genannten Art, bei denen Probenmole
küle selektiv durch Absorption von Photonen ionisiert werden,
sind aus der Literatur beispielsweise unter der Bezeichnung
"Resonanzverstärkte Multiphotonenionisation (REMPI)" bekannt,
wobei sich diese Bezeichnung im engeren Sinne nur auf das für
die selektive Photoionisation verwendete Verfahren bezieht.
Ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art
sind insbesondere aus der DE 44 41 972 C2
bekannt.
Bei dem aus der genannten Druckschrift bekannten Verfahren
werden die Probenmolekülionen in einer zu der Achse des Trä
gergasstrahls senkrechten Richtung in das Massenspektrometer
gezogen (sogenannte "cross-beam"-Anordnung). Um eine Verzer
rung des elektrischen Ziehfeldes durch die Düse zu vermeiden,
wird bei dem bekannten Verfahren das elektrische Ziehfeld
durch eine zwischen der Düse und der das elektrische Ziehfeld
erzeugenden Ziehelektrode angeordnete elektrostatische Ab
schirmung abgeschirmt. Durch die Abmessungen der elektro
statischen Abschirmung ist dabei ein fester Mindestabstand
zwischen der Austrittsöffnung der Düse und dem Ionisations
bereich vorgegeben. Der Abstand zwischen der Austrittsöffnung
der Düse und dem Ionisationsbereich kann daher nicht frei
gewählt werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren der eingangs genannten Art derart zu verbes
sern, daß der Abstand zwischen der Austrittsöffnung der Düse
und dem Ionisationsbereich frei wählbar ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren mit den Merkmalen des
Oberbegriffs von Anspruch 1 erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die Probenmolekülionen im wesentlichen längs der Richtung
der Achse des Trägergasstrahles in das Massenspektrometer
gezogen werden.
Dies wird dadurch erreicht, daß ein elektrisches Ziehfeld
verwendet wird, das im wesentlichen koaxial zu dem Träger
gasstrahl angeordnet ist. Im Gegensatz zur bekannten "cross
beam"-Anordnung kann also kurz von einer "axial-beam"-Anord
nung oder axialen Anordnung des elektrischen Ziehfeldes und
des Massenspektrometers relativ zu dem Trägergasstrahl ge
sprochen werden.
Das erfindungsgemäße Konzept bietet den Vorteil, daß der Ab
stand zwischen der Austrittsöffnung der Düse und dem auf der
Achse des Trägergasstrahls angeordneten Ionisationsbereich
durch Verschieben der Düse längs der Achse des Trägergas
strahls auf einen beliebig vorgebbaren Wert, insbesondere auf
einen beliebig kleinen Wert, eingestellt werden kann, ohne
die Rotationssymmetrie des elektrischen Ziehfeldes zu stören,
dessen Symmetrieachse mit der Achse des Trägergasstrahls
übereinstimmt.
Dies ist bei einer "cross-beam"-Anordnung des elektrischen
Ziehfeldes und des Massenspektrometers bezüglich der Achse
des Trägergasstrahls nicht möglich, da bei einer solchen An
ordnung die Rotationssymmetrie des elektrischen Ziehfeldes
zwangsläufig gestört wird, wenn die Düse auf den Ionisations
bereich zu verschoben wird, welcher im Schnittpunkt der Achse
des Trägergasstrahls und der Symmetrieachse des elektrischen
Ziehfeldes angeordnet ist.
Vorteilhafterweise wird die Düse als Repeller geschaltet,
d. h. auf ein elektrisches Potential gelegt, dessen Vorzeichen
dem Vorzeichen der im Ionisationsbereich erzeugten Proben
molekülionen entspricht, so daß die erzeugten Probenmolekül
ionen von der Düse weg zu dem Massenspektrometer hin be
schleunigt werden.
Wie bereits ausgeführt, können bei dem erfindungsgemäßen Ver
fahren die Probenmoleküle in einem beliebigen Abstand von der
Austrittsöffnung der Düse ionisiert werden, wobei der Abstand
des Ionisationsbereichs von der Austrittsöffnung der Düse
durch Verschieben der Düse längs der Achse des Trägergas
strahls oder durch eine Verschiebung der die benötigten Pho
tonen bereitstellenden Photonenquelle relativ zu der Düse
einstellbar ist.
Die Verschiebung der Düse wird jedoch bevorzugt, da hierbei
die Lage des Ionisationsortes relativ zu der Eintrittsöffnung
der Ionenextraktionsoptik des Massenspektrometers erhalten
bleibt.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens werden die Probenmoleküle innerhalb eines Konti
nuumsgebiets des Trägergasstrahls, in dem die Temperatur des
Trägergases mit zunehmendem Abstand (x) von der Austrittsöff
nung der Düse abnimmt, ionisiert.
Das Kontinuumsgebiet des Trägergasstrahls umfaßt den Bereich
des Trägergasstrahls zwischen der Austrittsöffnung der Düse
und einem bestimmten Abstand xT von der Austrittsöffnung der
Düse, in dem der Trägergasstrahl bei der Expansion ins Vakuum
seine minimale Temperatur erreicht.
In dem sich zu größeren Abständen x von der Austrittsöffnung
der Düse hin an das Kontinuumsgebiet des Trägergasstrahls an
schließenden Molekularstrahlgebiet nimmt die Temperatur des
Trägergases mit zunehmendem Abstand x von der Austrittsöff
nung der Düse im wesentlichen nicht mehr weiter ab.
Die Temperatur des Trägergases wird dabei in üblicher Weise
aus der Breite der Geschwindigkeitsverteilung der Trägergas
teilchen bestimmt. Für mehratomige Trägergasteilchen können
außer dieser "Translationstemperatur" weitere Temperaturen
aus der Besetzung der Rotations- oder Schwingungsniveaus er
mittelt werden, die unter Umständen von der Translations
temperatur und voneinander abweichen können. Alle diese Tem
peraturen erreichen aber in im wesentlichen demselben Abstand
xT von der Austrittsöffnung der Düse ihr Minimum.
Ebenso wie für die Trägergasteilchen lassen sich auch für die
Probenmoleküle verschiedene Temperaturen definieren, die sich
voneinander und von denen des Trägergases unterscheiden kön
nen. Auch diese Temperaturen der Probenmoleküle nehmen ab im
wesentlichen demselben Abstand xT von der Austrittsöffnung
der Düse wie die Temperaturen des Trägergases im wesentlichen
nicht mehr weiter ab.
Im folgenden wird daher nicht mehr zwischen den unterschied
lich definierten Temperaturen des Trägergases bzw. der Pro
benmoleküle unterschieden, sondern der Begriff "die Tempera
tur" als Sammelbegriff für die Translations-, Rotations- und
Schwingungstemperaturen verwendet.
Wie sich aus dem Vorstehenden ergibt, wird das Gebiet des
Trägergasstrahls zwischen der Austrittsöffnung der Düse und
dem Abstand xT, bei dem die minimale Temperatur erreicht
wird, als Kontinuumsgebiet bezeichnet. Das sich an das Konti
nuumsgebiet zu größeren Abständen von der Austrittsöffnung
der Düse hin anschließende Gebiet des Trägergasstrahls wird
als Molekularstrahlgebiet bezeichnet.
Die Selektivität der Photoionisation nimmt wie die Empfind
lichkeit mit sinkender Temperatur der Probenmoleküle im Ioni
sationsbereich des Trägergasstrahles zu und ist daher im
Molekularstrahlgebiet gegenüber dem Kontinuumsgebiet erhöht,
läßt sich aber durch Verschieben des Ionisationsbereiches
innerhalb des Molekularstrahlgebietes zu größeren Abständen x
von der Austrittsöffnung der Düse hin nicht weiter verbes
sern.
Wird eine möglichst hohe Selektivität des Verfahrens zum
Nachweis der Probenmoleküle gewünscht, so werden die Proben
moleküle vorteilhafterweise im Abstand xT von der Austritts
öffnung ionisiert, da sich bei der dort erreichten tiefsten
Temperatur im wesentlichen alle Probenmoleküle im energeti
schen Grundzustand befinden und somit alle Probenmoleküle ei
ner Spezies durch Absorption eines oder mehrerer Photonen mit
scharf definierter Energie in einen angeregten Zustand über
führt werden können. Hierzu ist allerdings erforderlich, daß
als Photonenquelle ein durchstimmbarer Laser verwendet wird,
damit Photonen der für eine gewünschte Probenmolekülspezies
jeweils erforderlichen, scharf definierten Energie zur Verfü
gung gestellt werden können. Der erforderliche durchstimmbare
Laser macht die zur Durchführung des Verfahrens erforderliche
Vorrichtung groß und teuer. Ein durchstimmbarer Laser ist
ferner vergleichsweise schwierig in der Handhabung und anfäl
lig für Störungseinflüsse aus der Umgebung, insbesondere
dann, wenn er nicht unter Laborbedingungen, sondern in einer
industriellen Anlage betrieben wird. Außerdem können bei ma
ximaler Selektivität nicht mehrere Spezies von Probenmole
külen gleichzeitig gemessen werden.
Sollen dagegen lediglich Stoffgruppen voneinander getrennt
werden, zum Beispiel Aromaten einerseits und Aliphaten ande
rerseits, so kann es vorteilhaft sein, mit verminderter
Selektivität zu arbeiten. Dazu werden die Probenmoleküle in
einem Abstand xI von der Austrittsöffnung ionisiert, der
kleiner ist als der Abstand xT, also innerhalb des Konti
nuumsgebiets des Trägergasstrahls.
Bei einem gegenüber dem Abstand xT reduzierten Ionisations
abstand xI liegt die mittlere Temperatur der Probenmoleküle
oberhalb der minimalen Temperatur, so daß neben dem Grund
zustand auch energetisch höher liegende Zustände der Proben
moleküle besetzt sind. Es steht somit ein breiteres Spektrum
von Photonenenergien zur Verfügung, die zur resonanten Anre
gung der Probenmoleküle verwendbar sind, so daß eine Photo
nenquelle mit einem vergleichsweise breiten Wellenlängen
spektrum benutzt werden kann. Durch die Ionisation der Pro
benmoleküle bei der gegenüber der minimalen Temperatur des
Trägergases erhöhten Temperatur im Kontinuumsgebiet des Trä
gergasstrahls lassen sich mit einer Photonenquelle oft meh
rere Spezies von Probenmolekülen gleichzeitig ionisieren und
somit nachweisen.
Günstig ist es, wenn die Probenmoleküle in einem Abstand xI
von der Austrittsöffnung der Düse ionisiert werden, der weni
ger als ungefähr 0,9 xT, insbesondere weniger als ungefähr
0,8 xT, vorzugsweise weniger als ungefähr 0,5 xT beträgt. Je
kleiner der Abstand des Ionisationsbereichs von der Aus
trittsöffnung der Düse gewählt wird, desto breiter ist das
Spektrum der Photonenenergien, die zur Anregung der Proben
moleküle genutzt werden können.
In diesem Fall wird als Photonenquelle vorzugsweise ein Fest
frequenzlaser verwendet, beispielsweise ein frequenzvervier
fachter Nd:YAG-Laser bei 266 nm oder ein KrF-Laser bei 248
nm.
Steht andererseits die Erzielung einer möglichst hohen Selek
tivität und Empfindlichkeit des Nachweisverfahrens im Vorder
grund, so werden die Probenmoleküle vorteilhafterweise in ei
nem Abstand xI von der Austrittsöffnung der Düse zwischen un
gefähr 0,5 xT und ungefähr 3 xT, insbesondere zwischen unge
fähr 0,8 xT und ungefähr 2 xT, vorzugsweise zwischen ungefähr
0,9 xT und 1,5 xT, ionisiert. Dadurch, daß die Ionisation
nahe des Abstandes xT erfolgt, wird die für eine hochselek
tive Photoionisation erforderliche möglichst starke Abkühlung
der Probenmoleküle erhalten, ohne daß dabei die Dichte des
Trägergases und damit der Probenmoleküle aufgrund der Diver
genz des Trägergasstrahls mehr als unvermeidbar abnimmt.
In diesem Fall wird als Photonenquelle vorzugsweise ein
durchstimmbarer Laser, insbesondere ein Farbstofflaser, ver
wendet, welcher beispielsweise in einem Wellenlängenbereich
von 210 bis 400 nm durchstimmbar ist.
Insbesondere kann vorgesehen sein, daß die Art der verwende
ten Photonenquelle in Abhängigkeit von dem Abstand des Ioni
sationsbereichs von der Austrittsöffnung der Düse gewählt
wird. Beispielsweise kann ein Festfrequenzlaser beim Übergang
zu größeren Abständen xI von der Austrittsöffnung, die im Be
reich des Abstands xT liegen, durch einen durchstimmbaren La
ser ersetzt werden. Umgekehrt kann ein durchstimmbarer Laser
beim Übergang zu kleineren Abständen von der Austrittsöffnung
der Düse, insbesondere bei Abständen kleiner als ungefähr 0,5
xT, durch einen Festfrequenzlaser ersetzt werden.
Der Abstand des Ionisationsbereichs von der Austrittsöffnung
der Düse kann dabei beispielsweise durch ein Verschieben der
Düse längs der Achse des Trägergasstrahls oder durch eine
Verschiebung der Photonenquelle relativ zu der Düse einge
stellt werden.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist vorgesehen, daß der Trägergasstrahl mittels
einer Düse erzeugt wird, deren Austrittsöffnung einen Durch
messer aufweist, welcher größer ist als die mittlere freie
Weglänge der Teilchen des Trägergases im Bereich der Aus
trittsöffnung. Durch diese Maßnahme wird der Trägergasstrahl
als Überschallstrahl mit einer vergleichsweise eng um die
Richtung der Strahlachse konzentrierten Geschwindigkeits-
Winkelverteilung und mit einer vergleichsweise scharfen Tem
peraturverteilung ausgebildet.
Im Gegensatz dazu stellt sich ein sogenannter effusiver
Strahl ein, wenn die Austrittsöffnung der Düse einen Durch
messer aufweist, welcher kleiner ist als die mittlere freie
Weglänge der Teilchen des Trägergases im Bereich der Aus
trittsöffnung.
Die Vorteile eines Überschallstrahls gegenüber einem effusi
ven Strahl sind die folgenden:
Die Strahldichte des Überschallstrahls ist deutlich höher als
die eines effusiven Strahls; zudem ist der Überschallstrahl
aufgrund seiner engeren Geschwindigkeits-Winkelverteilung we
niger stark divergent, so daß die Dichte des Trägergasstrahls
mit wachsendem Abstand x von der Austrittsöffnung der Düse
weniger stark abnimmt.
Außerdem ist die Temperaturverteilung in einem Überschall
strahl wesentlich schmaler als in einem effusiven Strahl, so
daß sich gewünschte Temperaturmittelwerte leichter einstellen
lassen.
Außerdem kann bei Erzeugung eines als Überschallstrahl ausge
bildeten Trägergasstrahls ein Ventil zum Verschließen der
Düse unmittelbar an der Austrittsöffnung der Düse angeordnet
werden, so daß die Erzeugung scharf definierter Trägergas
strahl-Pulse mit steilen Flanken möglich ist.
Im Gegensatz hierzu wird ein effusiver Strahl üblicherweise
mittels einer Kapillare erzeugt, die zwischen einem Ventil
zur Erzeugung des Trägergasstrahl-Pulses und der Austritts
öffnung angeordnet ist. Dies bringt den Nachteil mit sich,
daß die aus der Austrittsöffnung austretenden Trägergas
strahl-Pulse gegenüber den von dem Ventil primär erzeugten
Pulsen verbreitert sind, da die Trägergasteilchen unter
schiedliche Laufzeiten für den Weg durch die Kapillare benö
tigen. Außerdem werden die Wände der Kapillare durch Träger
gasteilchen und Probenmoleküle belegt, die bei späteren Nach
weisvorgängen wieder abgegeben werden und als Störungen wir
ken können (sogenannter Memoryeffekt). Der Memoryeffekt führt
zu einer Verschlechterung der erzielbaren zeitlichen Auflö
sung des Nachweisverfahrens und wirkt sich bei Verwendung ei
ner Kapillare besonders stark aus, da die mit Probenmolekülen
belegbare Wandoberfläche der Kapillare vergleichsweise groß
im Verhältnis zum Innenvolumen der Kapillare ist.
Wenn mittels einer getakteten Düse ein gepulster Trägergas
strahl erzeugt wird, so bietet dies den Vorteil, daß eine
Verschlechterung des Vakuums in der Ionisationskammer vermie
den wird.
Bei der erfindungsgemäß verwendeten axialen Anordnung des
elektrischen Ziehfeldes und des Massenspektrometers relativ
zu dem Trägergasstrahl ist es besonders wichtig, daß die er
zeugten Trägergasstrahl-Pulse möglichst kurz sind, da bei
dieser Anordnung der Trägergasstrahl nicht direkt auf den An
saugstutzen einer Vakuumpumpe, die eine den Ionisationsbe
reich umfassende Vakuumkammer evakuiert, gerichtet werden
kann und somit der größte Teil des Trägergasstrahls die Va
kuumpumpe erst nach Kollisionen mit den Wänden der Vakuum
kammer erreicht.
Vorzugsweise werden Trägergasstrahl-Pulse mit einer Dauer von
weniger als ungefähr 20 µs verwendet.
Solch kurze Pulse lassen sich dadurch erzeugen, daß eine Düse
mit einem Ventil verwendet wird, welches einen, vorzugsweise
kugelförmigen, Ventilkörper aufweist, der zum Öffnen des Ven
tils durch ein Betätigungselement einer Betätigungsvorrich
tung von einem Ventilsitz gestoßen wird und mittels der durch
die Ventilöffnung hindurchgehenden Fluidströmung auf den Ven
tilsitz zurückbewegt wird. Durch die Trennung von Ventilkör
per und Betätigungselement erreicht man, daß die Bewegung des
Ventilkörpers nur durch dessen eigene (kleine) Massenträgheit
bestimmt wird, so daß kurze Ventilschaltzeiten erzielbar
sind. Außerdem weisen die so erzeugten Trägergasstrahl-Pulse
sehr kurze Anstiegszeiten (im Bereich von wenigen µs) auf.
Ein Ventil der vorstehend genannten Art ist in der
DE 38 35 788 A1 beschrieben, auf die im Hinblick auf
den Aufbau und die Funktion eines solchen Ventils Bezug ge
nommen wird und deren Inhalt hiermit zum Bestandteil der vor
liegenden Beschreibung gemacht wird.
Günstig ist es, wenn die Betätigungsvorrichtung zum Antreiben
des Betätigungselements ein Piezoelement aufweist.
Alternativ zu dem vorstehend beschriebenen schnellschaltenden
Ventil kann auch eine Düse mit einem Ventil verwendet werden,
welches einen von einem bewegbaren Ventilkörper verschließ
baren Ventilsitz aufweist, der mittels einer Betätigungsvor
richtung schneller von dem Ventilkörper wegbewegbar ist als
der Ventilkörper zu folgen vermag. Auch mittels einer solchen
Düse sind kurze Schaltzeiten und hohe Wiederholfrequenzen bei
langer Lebensdauer erzielbar.
Ein schnellschaltendes Ventil der vorstehend genannten Art
ist in der DE 197 34 845 A1 derselben
Anmelderin beschrieben, auf die im Hinblick auf den Aufbau
und die Funktion eines solchen Ventils Bezug genommen wird
und deren Inhalt hiermit zum Bestandteil der vorliegenden Be
schreibung gemacht wird.
Da die Probenmolekülionen bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
im wesentlichen längs der Achse des Trägergasstrahls in das
Massenspektrometer gezogen werden, besteht die Möglichkeit,
daß die von dem elektrischen Ziehfeld beschleunigten Proben
molekülionen mit den neutralen Trägergasteilchen und/oder den
nichtionisierten Probenmolekülen unerwünschte Ionen-Molekül-
Reaktionen eingehen.
Die Wahrscheinlichkeit für solche unerwünschten Ionen-Mole
kül-Reaktionen kann, wenn eine gepulste Photonenquelle ver
wendet wird, wobei die Pulsdauer der Photonenquelle geringer
ist als die Pulsdauer des Trägergasstrahls, dadurch verrin
gert werden, daß die ansteigende Flanke des Photonenpulses im
wesentlichen zeitgleich mit dem Beginn der stationären Phase
des Trägergasstrahl-Pulses in dem Ionisationsbereich ein
trifft. Unter der stationären Phase des Trägergasstrahl-
Pulses ist dabei der zwischen der ansteigenden Flanke und der
abfallenden Flanke des Trägergasstrahl-Pulses liegende Be
reich zu verstehen, während dessen die Strahldichte des Trä
gergasstrahls im wesentlichen konstant ist.
Durch die vorstehend genannte Maßnahme wird erreicht, daß die
erzeugten Probenmolekülionen von dem elektrischen Ziehfeld in
einen vor der Front des Trägergasstrahl-Pulses liegenden Be
reich beschleunigt werden, in dem sich keine oder nur wenige
neutrale Teilchen befinden, mit denen die Probemolekülionen
eine unerwünschte Ionen-Molekül-Reaktion eingehen könnten.
Ein möglichst geringer Restgasdruck vor der Front des Träger
gasstrahl-Pulses wird dadurch erreicht, daß eine möglichst
kurze Pulsdauer für die Trägergasstrahl-Pulse verwendet wird
(in der Größenordnung von 10 bis 20 µs).
Um die Wirkung dieser Maßnahme zu verstärken, wird vorteil
hafterweise eine hohe Ziehspannung zur Beschleunigung der
Probenmolekülionen verwendet.
Zur Einhaltung der Fokussierungsbedingungen auch bei hoher
Ziehspannung ist es von Vorteil, wenn das elektrische Zieh
feld so ausgebildet ist, daß es in einem den Ionisationsort
umfassenden Bereich eine vergleichsweise kleine Feldstärke
und in einem zwischen dem Ionisationsort und der Eingangsöff
nung der Ionenextraktionsoptik des Massenspektrometers ange
ordneten Bereich eine höhere Feldstärke aufweist.
Bei der erfindungsgemäß verwendeten axialen Anordnung des
Massenspektrometers relativ zu dem Trägergasstrahl ist der
Trägergasstrahl direkt auf den Ioneneintritt des Massenspek
trometers gerichtet. Das Eindringen neutraler Trägergasteil
chen und nichtionisierter Probenmoleküle in das Massenspek
trometer ist jedoch unerwünscht, da ein erhöhter Druck im
Massenspektrometer für den Ionendetektor des Massenspektro
meters schädlich ist. Vorteilhafterweise ist daher vorgese
hen, daß die Probenmolekülionen durch eine Lochblende in das
Massenspektrometer gezogen werden, welches vorzugsweise dif
ferentiell gepumpt wird.
Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn eine Loch
blende verwendet wird, deren Blendenöffnung einen Durchmesser
von weniger als ungefähr 8 mm, vorzugsweise von ungefähr 5
mm, aufweist.
Grundsätzlich kann ein beliebiges Massenspektrometer zur Ana
lyse der Ionenmassen herangezogen werden.
Vorteilhaft ist die Verwendung eines Flugzeitmassenspektro
meters, das mit der Pulsfolge der Photonenquelle synchroni
siert ist.
Besonders günstig ist es jedoch, wenn ein Reflektron als Mas
senspektrometer verwendet wird. Ein solches Reflektron ist
ein Flugzeit-Massenspektrometer, bei dem die eintretenden
Ionen zunächst einen feldfreien Bereich mit konstanter Ge
schwindigkeit durchqueren, darauf in einem Bremsfeld abge
bremst werden, bis sich ihre Bewegungsrichtung umkehrt und
die Ionen wieder beschleunigt werden, so daß sie das Brems
feld mit ihrer ursprünglichen Geschwindigkeit, jedoch in um
gekehrter Richtung verlassen, und die Ionen schließlich,
nachdem sie wiederum den feldfreien Bereich mit konstanter
Geschwindigkeit durchquert haben, von einem Ionendetektor
erfaßt werden.
Das Prinzip des Reflektrons bietet den Vorteil, daß Ionen mit
gleicher Masse, jedoch bei Eintritt in das Reflektron unter
schiedlicher Geschwindigkeit im wesentlichen dieselbe Flug
zeit von einer Eintrittsöffnung des Massenspektrometers bis
zu dem Ionendetektor benötigen. Solche Ionen, die eine höhere
Eintrittsgeschwindigkeit aufweisen, benötigen zwar eine kürze
Zeit zum Durchqueren der feldfreien Bereiche, verweilen dafür
jedoch eine längere Zeit in dem Bremsfeld, da sie mit dersel
ben Verzögerung wie die anfangs langsameren Ionen, aber von
einer höheren Eintrittsgeschwindigkeit aus abgebremst werden.
Bei geeigneter Abstimmung der in dem feldfreien Bereich zu
durchquerenden Strecke auf die Stärke des Bremsfeldes läßt
sich erreichen, daß die gesamte Flugzeit für einen Bereich
der Eintrittsgeschwindigkeit der Ionen nur noch geringfügig
von dieser Eintrittsgeschwindigkeit abhängt. Dadurch läßt
sich eine hohe Massenauflösung auch dann erreichen, wenn die
Probenmolekülionen unterschiedliche Energien aus dem Ziehfeld
aufnehmen. Eine solche Kompensation unterschiedlicher Ein
trittsgeschwindigkeiten der Probenmolekülionen ist insbeson
dere dann von Vorteil, wenn ein elektrisches Ziehfeld mit ei
ner hohen Ziehspannung verwendet wird, um die erzeugten Pro
benmolekülionen möglichst rasch die neutralen Trägergasteil
chen und nichtionisierten Probenmoleküle überholen zu lassen.
Um zu verhindern, daß in das Reflektron eintretende neutrale
Trägergasteilchen oder nichtionisierte Probenmoleküle mit den
vom Bremsfeld des Reflektrons reflektierten Probenmolekül
ionen wechselwirken oder zu dem Ionendetektor des Reflektrons
gelangen, ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß parallel zu
einer ionenoptischen Eintrittsachse in das Reflektron eintre
tende Probenmolekülionen so reflektiert werden, daß sie längs
relativ zu der Eintrittsachse verkippter Ionenbahnen zu dem
Ionendetektor zurücklaufen. Die Bahn eines Probenmolekülions
im Reflektron weist hierbei also die Form eines V auf. Da
durch kann der Ionendetektor des Reflektrons im Abstand von
der Eintrittsachse des Reflektrons angeordnet werden.
Eine besonders wirkungsvolle Abschirmung des Ionendetektors
vor den neutralen Trägergasteilchen und den nichtionisierten
Probenmolekülen wird erreicht, wenn parallel zu der Ein
trittsachse in das Reflektron eintretende Teilchen einerseits
und zu dem Ionendetektor zurücklaufende Probenmolekülionen
andererseits mittels einer Trennwand voneinander getrennt
werden. Diese Trennwand trennt somit die beiden Schenkel der
V-förmigen Ionenbahn voneinander.
Ferner liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung zum Nachweis von Probenmolekülen in einem
Trägergas der eingangs genannten Art derart zu verbessern,
daß der Abstand des Ionisationsbereichs von der Austrittsöff
nung der Düse beliebig einstellbar ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung mit den Merkmalen
des Oberbegriffs von Anspruch 18 erfindungsgemäß dadurch ge
löst, daß die Einrichtung zum Erzeugen des die Probenmolekül
ionen in das Massenspektrometer ziehenden elektrischen Zieh
feldes so ausgebildet ist, daß sie ein elektrisches Ziehfeld
erzeugt, das die Probenmolekülionen im wesentlichen längs der
Richtung der Achse des Trägergasstrahls in das Massenspektro
meter zieht.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrich
tung sind Gegenstand der Ansprüche 19 bis 34, deren Vorteile
bereits vorstehend im Zusammenhang mit den Gegenständen der
Ansprüche 2 bis 17 erläutert wurden.
Die Vorteile der Erfindung sind Gegenstand
der nachfolgenden Beschreibung sowie der zeichnerischen Dar
stellung eines Ausführungsbeispiels.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene perspektivische
Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrich
tung zum Nachweis von Probenmolekülen in ei
nem Trägergas;
Fig. 2 einen schematischen Längsschnitt durch die
erfindungsgemäße Vorrichtung aus Fig. 1 längs
der Achse des Trägergasstrahls; und
Fig. 3 einen schematischen Querschnitt durch ein
fluidströmungsrückgestelltes Kugelventil der
erfindungsgemäßen Vorrichtung aus den Fig.
1 und 2.
Eine in den Fig. 1 und 2 dargestellte, als Ganzes mit 100
bezeichnete Vorrichtung zum Nachweis von Probenmolekülen in
einem Trägergas umfaßt eine Vakuumkammer 102 in Form eines
Rohrkreuzes. Dieses Rohrkreuz umfaßt ein erstes Rohr 104 mit
einer beispielsweise vertikal ausgerichteten Achse 106 und
ein zweites Rohr 108 mit einer zu der Achse 106 senkrecht
ausgerichteten Achse 110, wobei sich die Achse 106 des ersten
Rohrs 104 und die Achse 110 des zweiten Rohrs 108 in einem
Punkt schneiden, so daß ein dem Innenraum beider Rohre 104
und 108 zugehörender zentraler Bereich 112 gebildet wird.
Ein sich von dem zentralen Bereich 112 nach oben erstrecken
der oberer Abschnitt 114 des ersten Rohres 104 ist durch ei
nen zu dem ersten Rohr 104 koaxialen zylindrischen Deckel
116, dessen Durchmesser den des ersten Rohres 104 übertrifft,
verschlossen.
Der Deckel 116 trägt auf seiner dem ersten Rohr 104 abgewand
ten Stirnseite beispielsweise vier zylindrische Führungs
stangen 118, deren Achsen parallel zu der Achse 106 des er
sten Rohres 104 ausgerichtet sind und die nahe des Umfangs
des Deckels 116 in gleichem Abstand von der Achse 106 des er
sten Rohres 104 und in einem Winkelabstand von jeweils 90°
bezüglich dieser Achse angeordnet sind.
Die Führungsstangen 118 durchgreifen jeweils ein einen zylin
drischen Abschlußdeckel 120, der koaxial zu der Achse 106 an
geordnet ist, parallel zu dessen Achse durchsetzendes Füh
rungsloch. Dadurch kann der Abschlußdeckel 120 an den Füh
rungsstangen 118 aufwärts oder abwärts gleiten. Durch an dem
Abschlußdeckel 120 vorgesehene Klemmelemente 122 ist der Ab
schlußdeckel 120 in seiner vertikalen Lage relativ zu den
Führungsstangen 118 fixierbar. Durch die Führung des Ab
schlußdeckels 120 an den Führungsstangen 118 ist gewährlei
stet, daß die Achse des Abschlußdeckels 120 stets mit der
Achse 106 des ersten Rohres 104 zusammenfällt.
Ein zu dem ersten Rohr 104 koaxialer hohlzylindrischer Balg
124 ist mit einem offenen oberen Ende gasdicht an einer
Unterseite des Abschlußdeckels 120 und mit einem offenen
unteren Ende gasdicht an der Oberseite des Deckels 116 fest
gelegt. Die Wand des Balges 124 besteht zumindest teilweise
aus elastischem, in Falten gelegtem Material, so daß durch
Auseinanderziehen oder Zusammendrücken der Falten die Höhe
des Balges 124 in Abhängigkeit von der Lage des Abschluß
deckels 120 veränderbar ist.
Ferner verschließt der Abschlußdeckel 120 ein oberes Ende ei
nes zu demselben koaxialen und einen kleineren Durchmesser
als dieser aufweisenden Halterohres 126, welches sich von ei
ner Unterseite des Abschlußdeckels 120 nach unten durch den
Balg 124, eine Durchgangsöffnung in dem Deckel 116 und durch
den oberen Abschnitt 114 des ersten Rohres 104 erstreckt und
in den zentralen Bereich 112 nahe dessen oberen Randes mün
det.
An seinem unteren Ende hält das Halterohr 126 eine im Inneren
desselben angeordnete Ventildüse 128. Eine einen Boden der
Ventildüse 128 bildende Austrittsplatte 130 schließt mit dem
unteren Ende des Halterohres 126 bündig ab und verschließt
dieses.
Ferner weist die Austrittsplatte 130 eine mittige Austritts
öffnung 132 der Ventildüse 128 mit einem Durchmesser von bei
spielsweise 0,5 mm auf.
Die Ventildüse 128 ist mit einem schnell schaltenden Kugel
ventil mit einem fluidströmungsrückgestellten Ventilkörper
versehen, wie es in der deutschen Patentschrift 38 35 788 be
schrieben ist, auf welche hiermit ausdrücklich Bezug genommen
wird.
Der prinzipielle Aufbau und die Funktionsweise dieses schnell
schaltenden Kugelventils werden nachstehend unter Bezugnahme
auf Fig. 3 erläutert.
Der innenliegende, obere Rand der Austrittsöffnung 132 der
Ventildüse 128 bildet einen Ventilsitz 134 für einen kugel
förmigen Ventilkörper 136, der sich im Schließzustand der
Ventildüse 128 gegen den Ventilsitz 134 setzt und damit die
Austrittsöffnung 132 gasdicht verschließt.
Der Ventilkörper 136 ist in einer Ventilkörperkammer 138 an
geordnet, die mittels einer Trennwand 140 mit Durchström
kanälen 142 von dem Innenraum 144 einer innerhalb des Halte
rohres 126 angeordneten Düsenvorkammer 145 getrennt ist. Die
Trennwand 140 dient dazu, eine Bewegung des Ventilkörpers 136
vom Ventilsitz 134 weg auf den Bereich der Ventilkörperkammer
138 zu beschränken.
Im Schließzustand wird der Ventilkörper 136 durch die Druck
differenz zwischen dem Innenraum 144 der Düsenvorkammer 145,
die mit den nachzuweisenden Probenmolekülen beladenes Träger
gas enthält, und dem evakuierten Bereich 112 gegen den Ven
tilsitz 134 gepreßt.
Zum Öffnen der Ventildüse 128 wird der kugelförmige Ventil
körper 136 durch einen Betätigungsbolzen 146, der mittels
einer rein schematisch dargestellten Bewegungseinrichtung 148
parallel zur Abschlußplatte 130 zu der Austrittsöffnung 132
hin und von derselben weg bewegbar ist, vom Ventilsitz 134
gestoßen. Der Stoß des Betätigungsbolzens 146 erfolgt dabei
so, daß der kugelförmige Ventilkörper 136 exakt an seinem
Äquator angestoßen wird.
Wenn der kugelförmige Ventilkörper 136 vom Ventilsitz 134 ab
gehoben worden ist, wird er durch die Gasströmung, welche
durch die Durchströmkanäle 142, durch die Ventilkörperkammer
138 und durch die Austrittsöffnung 132 fließt, erfaßt und zum
Ventilsitz 134 zurückgetrieben, so daß die Ventildüse 128
selbsttätig wieder geschlossen wird.
Für den kugelförmigen Ventilkörper 136 und den Ventilsitz 134
wird vorzugsweise ein hochfester und abriebfester Werkstoff
verwendet, insbesondere Saphir oder ein Hartmetall. Auch der
Betätigungsbolzen 146 oder zumindest dessen vorderer, stoßen
der Teil besteht vorzugsweise aus einem solchen Material.
Die Öffnungszeit des Ventils hängt von der Druckdifferenz
zwischen dem Innenraum 144 der Düsenvorkammer 145 und dem
zentralen Bereich 112, von der Masse des kugelförmigen Ven
tilkörpers 136 und von dem Durchmesser der Austrittsöffnung
132 ab. Die Verwendung eines Ventilkörpers 136 mit einer ge
ringen Masse ermöglicht die Realisierung kurzer Öffnungs
zeiten.
Um den Betätigungsbolzen 146 zu dem Ventilkörper 136 hin zu
beschleunigen, kann die Bewegungseinrichtung 148 beispiels
weise einen Elektromagneten oder ein piezoelektrisches An
triebselement umfassen. Zum Zurückbewegen des Betätigungsbol
zens 146 nach dem Stoß mit dem Ventilkörper 136 kann die Be
wegungseinrichtung 148 beispielsweise eine auf den Betäti
gungsbolzen 146 wirkende Rückstellfeder umfassen.
Der Betätigungsbolzen 146 und die Bewegungseinrichtung 148
bilden zusammen eine Betätigungsvorrichtung des schnell
schaltenden Kugelventils.
Die Bewegungseinrichtung 148 ist mittels (nicht dargestell
ter) Steuerleitungen mit einem (nicht dargestellten) Steuer
gerät verbunden, welches die Bewegungseinrichtung 148 in ei
nem einstellbaren Takt betätigen und damit die Ventildüse 128
in diesem einstellbaren Takt öffnen kann.
Über eine rohrförmige, zu dem Halterohr 126 koaxiale Zuführ
leitung 150 ist die Düsenvorkammer 145 der Ventildüse 128 mit
einem (nicht dargestellten) Trägergasreservoir verbunden.
Ein sich von dem zentralen Bereich 112 (in der Darstellung
der Fig. 2) nach rechts erstreckender rechter Abschnitt 152
des zweiten Rohres 108 ist an einem rechten Ende 154 an einen
Ansaugstutzen einer ersten Vakuumpumpe 156 angeschlossen.
Ein sich von dem zentralen Bereich 112 der Vakuumkammer 102
(in der Darstellung der Fig. 2) nach links erstreckender lin
ker Abschnitt 158 des zweiten Rohres 108 ist an seinem linken
Ende durch einen zylindrischen Deckel 160 verschlossen.
Ein sich von dem zentralen Bereich 112 der Vakuumkammer 102
nach unten erstreckender unterer Abschnitt 162 des ersten
Rohres 104 wird an seinem unteren Ende von einer Stirnwand
164 eines an das erste Rohr 104 angeflanschten Reflektron-
Massenspektrometers (Reflektron) 166 verschlossen.
Das Reflektron 166 umfaßt ein zu dem ersten Rohr 104 koaxia
les und denselben Durchmesser wie dieses aufweisendes Vakuum
rohr 168, das an einem der Stirnwand 164 abgewandten Ende an
einen Ansaugstutzen einer zweiten Vakuumpumpe 170 angeschlos
sen ist.
In der der zweiten Vakuumpumpe 170 zugewandten Hälfte des Va
kuumrohres 168 ist eine Vielzahl ringförmiger Bremselektroden
172 angeordnet, die konzentrisch zu einer gemeinsamen Elek
trodenachse 174 ausgerichtet sind, welche um einen Winkel α
gegenüber der gemeinsamen Achse 106 des ersten Rohres 104 und
des Vakuumrohres 168 verkippt ist.
Die der Vakuumkammer 102 zugewandte Stirnwand 164 des Reflek
trons 166 trägt eine zu der Achse 106 des ersten Rohres 104
koaxiale rüsselförmige Ziehelektrode 176.
Die Ziehelektrode 176 umfaßt einen im wesentlichen hohlzylin
drischen Abschnitt 178, der an einer Mündungsöffnung 180 in
den Innenraum 182 des Vakuumrohres 168 des Reflektrons 166
mündet.
Das der Mündungsöffnung 180 abgewandte Ende des hohlzylindri
schen Abschnittes 178 ist durch eine zu diesem koaxiale ke
gelstumpfförmige Spitze 184 der Ziehelektrode 176 verschlos
sen, die eine mittige Eintrittsöffnung 186 für den Durchtritt
eines Ionenstrahls aufweist, deren Durchmesser dem Durchmes
ser der dem hohlzylindrischen Abschnitt 178 abgewandten
Stirnfläche der kegelstumpfförmigen Spitze 184 entspricht.
Innerhalb des hohlzylindrischen Abschnitts 178 der Ziehelek
trode 176 ist eine zu diesem koaxiale Lochblende 188 mit ei
ner mittigen, kreisförmigen Blendenöffnung 190 angeordnet.
Ferner ist in der Ziehelektrode 176 eine (nicht dargestellte)
Ionenoptik angeordnet, die so ausgebildet ist, daß sie einen
längs der Achse 106 in die Ziehelektrode 176 einfallenden
Ionenstrahl auf einen Brennpunkt 192 im Mittelpunkt der
kreisförmigen Blendenöffnung 190 fokussiert.
Im Innenraum 182 des Vakuumrohrs 168 des Reflektrons 166 ist
nahe der Stirnwand 164 und außerhalb der Achse 106 des Va
kuumrohrs 168 ein Ionendetektor 194 angeordnet.
Zwischen der Mündungsöffnung 180 und dem Ionendetektor 194
erstreckt sich eine Trennwand 196 im wesentlichen längs der
Richtung der Elektrodenachse 174 durch den Innenraum 182 des
Vakuumrohrs 168. Diese Trennwand 196 unterteilt den Innenraum
182 in einen an die Mündungsöffnung 180 grenzenden Eintritts
bereich 182a und einen den Ionendetektor 194 umfassenden
Detektionsbereich 182b.
Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, verläuft senkrecht zu der
Achse 106 des ersten Rohrs 104 und senkrecht zu der Achse 110
des zweiten Rohrs 108 eine Achse 198, welche die optische
Achse eines gepulsten Lasers 200 bildet, der außerhalb der
Vakuumkammer 102 angeordnet ist und dessen Laserstrahl 202
ein Fenster 204 in einer Wand der Vakuumkammer 102 durch
setzt, durch den gemeinsamen Schnittpunkt 206 der Achsen 106,
110 und 198 verläuft und durch ein dem ersten Fenster 204
gegenüberliegendes zweites Fenster 208 wieder aus der Vakuum
kammer 102 austritt.
Der gepulste Laser 200 ist über das (nicht dargestellte)
Steuergerät der Ventildüse 128 steuer- und mit der Ventildüse
128 synchronisierbar.
Mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Nachweis von
Probenmolekülen in einem Trägergas wird das erfindungsgemäße
Verfahren wie folgt durchgeführt:
Zunächst werden die Vakuumkammer 102 mittels der ersten Va
kuumpumpe 156 und das Vakuumrohr 168 mittels der zweiten
Vakuumpumpe 170 bis auf einen Druck von typischerweise je
weils 10-4 Pa evakuiert.
In dem (nicht dargestellten) Trägergasreservoir wird ein mit
den nachzuweisenden Probenmolekülen beladenes Trägergas be
reitgestellt. Das Trägergas füllt daraufhin die rohrförmige
Zuführleitung 150 und die Düsenvorkammer 145.
Nun wird von dem (nicht dargestellten) Steuergerät die Bewe
gungseinrichtung 148 der Ventildüse 128 betätigt, um den Be
tätigungsbolzen 146 auf den Ventilkörper 136 zu zu beschleu
nigen und den Ventilkörper 136 von dem Ventilsitz 134 zu sto
ßen. Daraufhin strömt das unter dem Druck P0 (beispielsweise
1,013 . 105 Pa (1 atm)) in der Düsenkammer 145 stehende Trä
gergas durch die Austrittsöffnung 132 der Ventildüse 128 mit
dem Durchmesser D (beispielsweise 0,5 mm) in die Vakuumkammer
102 aus, wodurch in der Vakuumkammer 102 ein sich kegelförmig
erweiternder, zu der Achse 106 des ersten Rohres 104 koaxia
ler Trägergasstrahl 210 erzeugt wird.
Die Betriebsbedingungen, insbesondere der Druck P0 und die
Temperatur T des Trägergases vor der Ventildüse 128 und der
Durchmesser D der Austrittsöffnung 132 der Ventildüse 128
werden dabei so gewählt, daß die mittlere freie Weglänge λ
der Trägergasteilchen deutlich kleiner ist als der Durchmes
ser D der Austrittsöffnung 132. Daher treten die Trägergas
teilchen beim Durchtritt durch die Ventildüse 128 durch Stöße
miteinander in Wechselwirkung, was zur Folge hat, daß sich
der Trägergasstrahl 210 als Überschallstrahl mit einer ver
gleichweise eng um die Richtung der Strahlachse 106 konzen
trierten Geschwindigkeits-Winkelverteilung und einer ver
gleichsweise scharfen Temperaturverteilung ausbildet.
Würden die Betriebsbedingungen hingegen so gewählt, daß die
mittlere freie Weglänge λ der Trägergasteilchen größer ist
als der Durchmesser D der Austrittsöffnung 132, so würde sich
der Trägergasstrahl 210 als effusiver Strahl ausbilden. Ein
solcher effusiver Strahl wäre aufgrund seiner breiten Ge
schwindigkeits-Winkelverteilung stark divergent, was schon
bei kleinen Abständen x von der Austrittsöffnung 132 der Ven
tildüse 128 zu geringen Strahldichten führen würde. Außerdem
ist die Temperaturverteilung in einem effusiven Strahl sehr
breit. Die Ausbildung des Trägergasstrahls 210 als Über
schallstrahl wird daher bevorzugt.
Der zunächst als Überschallstrahl ausgebildete Trägergas
strahl 210 umfaßt ein Kontinuumsgebiet, das sich von der Aus
trittsöffnung 132 bis zu einem Abstand xT von der Austritts
öffnung 132 erstreckt, sowie ein sich an das Kontinuumsgebiet
zu größeren Abständen x von der Austrittsöffnung 132 hin an
schließendes Molekularstrahlgebiet.
Das Kontinuumsgebiet ist dadurch gekennzeichnet, daß inner
halb dieses Gebietes die Temperatur des Trägergasstrahles und
damit der Probenmoleküle mit wachsendem Abstand x abnimmt. Ab
dem Abstand xT ist die minimale Temperatur sowohl der Träger
gasteilchen als auch der Probenmoleküle erreicht. In dem sich
anschließenden Molekularstrahlgebiet bleibt die Temperatur
der Trägergasteilchen und der Probenmoleküle konstant.
Wird eine möglichst hohe Selektivität des Verfahrens zum
Nachweis der Probenmoleküle gewünscht, so werden die Proben
moleküle vorteilhafterweise im Abstand xT von der Austritts
öffnung 132 ionisiert, da sich bei der dort erreichten tief
sten Temperatur im wesentlichen alle Probenmoleküle im ener
getischen Grundzustand befinden und somit alle Probenmoleküle
durch Absorption eines oder mehrerer Photonen mit scharf de
finierter Energie in einen angeregten Zustand überführt wer
den können. Hierzu ist allerdings erforderlich, daß als Laser
200 ein durchstimmbarer Laser, beispielsweise ein Farbstoff
laser, verwendet wird, damit Photonen der erforderlichen,
scharf definierten Energie zur Verfügung gestellt werden
können.
Spielt jedoch die Selektivität nicht die ausschlaggebende
Rolle, weil beispielsweise lediglich Stoffgruppen voneinander
getrennt aufgelöst werden sollen, zum Beispiel Aromaten und
Aliphaten, so werden die Probenmoleküle vorteilhafterweise in
einem Abstand xI von der Austrittsöffnung 132 ionisiert, der
kleiner ist als der Abstand xT. Bei einem gegenüber dem Ab
stand xI reduzierten Ionisationsabstand liegt die mittlere
Temperatur der Probenmoleküle oberhalb der minimalen Tempera
tur, so daß neben dem Grundzustand auch energetisch höher
liegende Zustände der Probenmoleküle mit nicht vernachlässig
barer Wahrscheinlichkeit besetzt sind. Es steht somit ein
breiteres Spektrum von zur Anregung der Probenmoleküle ver
wendbaren Energien zur Verfügung, so daß eine Photonenquelle
mit einem vergleichsweise breiten Wellenlängenspektrum be
nutzt werden kann.
Es ist daher möglich, als gepulsten Laser 200 statt eines
aufwendigen durchstimmbaren Lasers einen weniger aufwendigen,
kleineren und deutlich preiswerteren Festfrequenzlaser, ins
besondere einen Feststofflaser, zu verwenden.
Soll also als Laser 200 ein Festfrequenzlaser zum Einsatz
kommen, so wird der Abstand xI des Schnittpunkts 206 von der
Austrittsöffnung 132 kleiner als ungefähr xT, insbesondere
kleiner als ungefähr 0,8 xT, vorzugsweise kleiner als unge
fähr 0,5 xT gewählt.
Wird hingegen eine maximale Selektivität und Empfindlichkeit
des Nachweisverfahrens benötigt, so wird als Laser 200 ein
durchstimmbarer Laser verwendet und der Ionisationsabstand xI
zwischen ungefähr 0,5 xT und ungefähr 1,0 xT, insbesondere
zwischen 0,8 xT und 1,0 xT, vorzugsweise zwischen ungefähr
0,9 xT und 1,0 xT gewählt.
Dazu werden die Abschlußplatte 130 und damit das Halterohr
126 und die Ventildüse 128 in vertikaler Richtung verschoben,
bis der Schnittpunkt 206 den gewünschten Ionisationsabstand
xI von der Austrittsöffnung 132 der Ventildüse 128 aufweist.
Der Abstand xT kann entweder durch Verschieben der Ventildüse
128 und Beobachtung der Änderungen des vom Reflektron 166 er
zeugten Ionensignals experimentell ermittelt oder mittels der
folgenden theoretischen gasdynamischen Überlegungen abge
schätzt werden:
Die bei der Expansion durch die Ventildüse 128 maximal er
reichbare terminale Machzahl MT hängt nach Anderson und Fenn
für einatomige Gase wie Argon wie folgt von dem Düsendurch
messer D (in cm) und dem Druck aus P0 über der Düse (in atm)
ab (s. beispielsweise S. R. Goates und C. H. Lin, Applied
Spectroscopy Reviews 25 (1989), Seiten 81 bis 126):
MT = 133 (P0D)0,4. (I)
Die Machzahl M ist das Verhältnis von örtlicher Strömungsge
schwindigkeit zu örtlicher Schallgeschwindigkeit. Sie ist mit
dem Abstand x von der Austrittsöffnung 132 der Ventildüse 128
über die Beziehung
M = A(x/D)γ-1, (II)
mit dem Adiabatenexponenten γ = 5/3 und dem Proportionali
tätsfaktor A = 3,26 für den Fall einatomiger Trägergase, wie
beispielsweise Argon oder Helium, verknüpft.
Der Abstand xT, bei dem die terminale Machzahl MT erreicht
wird, entspricht dem Abstand, ab dem keine weitere Abkühlung
mehr eintritt. Er wird erhalten, indem in Gleichung (II) die
Machzahl M durch die terminale Machzahl MT ersetzt und MT
durch die rechte Seite der Gleichung (I) substituiert wird.
Man findet so die Beziehung:
xT = 260,6 P0 0,6D1,6,
wobei P0, in atm und D in cm anzugeben sind und sich xT in cm
ergibt.
Durch die axiale Anordnung des Reflektrons 166 bei der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung 100 zum Nachweis von Probenmolekülen
in einem Trägergas sind beliebige Ionisationsabstände xI
realisierbar.
Nach dem Öffnen der Ventildüse 128 wird von dem (nicht darge
stellten) Steuergerät ein Laserpuls des Lasers 200 so ausge
löst, daß der Laserpuls gleichzeitig mit dem Beginn der sta
tionären Phase des Trägergaspulses im den Schnittpunkt 206
umgebenden Ionisationsbereich 212 ankommt.
In der Regel wird der Laserpuls einige µs nach dem Öffnen der
Ventildüse 128 ausgelöst. Gleichzeitig wird ein (nicht darge
stellter) Timer zurückgesetzt und gestartet.
In dem Ionisationsbereich 212 erfolgt die Ionisation der in
dem Trägergasstrahl 210 mitgeführten Probenmoleküle durch
resonanzverstärkte Multiphotonenionisation (REMPI), wobei je
weils ein Probenmolekül durch Absorption eines oder mehrerer
Photonen mit passender Energie in einen angeregten Zustand
übergeht, aus dem das Probenmolekül dann durch Absorption ei
nes weiteren Photons (oder mehrerer weiterer Photonen) zu ei
nem Probenmolekülion ionisiert wird.
Die so entstandenen Probenmolekülionen werden durch ein elek
trisches Ziehfeld im wesentlichen parallel zu der Achse 106
des Trägergasstrahls 210 durch die Eintrittsöffnung 186 in
das Innere der Ziehelektrode 176 hineingezogen.
Zur Erzeugung des bezüglich der Achse 106 des Trägergas
strahls 210 rotationssymmetrischen elektrischen Ziehfeldes
wird die rotationssymmetrische Ziehelektrode 176 auf ein
elektrisches Potential gelegt, dessen Vorzeichen dem Vorzei
chen der Probenmolekülionenladung entgegengesetzt ist.
Um eine Rückkehr der Probenmolekülionen zu der Ventildüse 128
zu verhindern und um das elektrische Ziehfeld zu verstärken,
wird ferner die Abschlußplatte 130 der Ventildüse 128 als Re
peller geschaltet, das heißt auf ein elektrisches Potential
gelegt, dessen Vorzeichen dem Vorzeichen der Probenmolekül
ionenladung entspricht.
Im folgenden wird davon ausgegangen, daß bei der Photoionisa
tion positive Probenmolekülionen entstehen. In diesem Fall
muß die Ziehelektrode 176 auf negatives und die Abschluß
platte 130 der Ventildüse 128 auf positives Potential gelegt
werden.
Aufgrund der Rotationssymmetrie des mittels der rotations
symmetrischen Ziehelektrode 176 erzeugten elektrischen Zieh
feldes schneiden sich die Bahnen der Probenmolekülionen in
dem Brennpunkt 192 der Ionenoptik im Inneren der Ziehelek
trode 176. Im Trägergasstrahl 210 enthaltene neutrale Träger
gasteilchen und nichtionisierte Probenmoleküle werden durch
die als Skimmer wirkende kegelstumpfförmige Spitze 184 der
Ziehelektrode 176 sowie durch die Lochblende 188 im Innenraum
der Ziehelektrode 176 zum größten Teil vom Eintritt in das
Reflektron 166 abgehalten. Dadurch wird verhindert, daß sich
das Vakuum im Innenraum 182 des Vakuumrohres 168 des Reflek
trons 166 unzulässig verschlechtert.
Die durch die Ziehelektrode 176 in das Reflektron 166 gelang
ten Probenmolekülionen durchqueren zunächst mit konstanter
Geschwindigkeit einen feldfreien Bereich in der der Vakuum
kammer 102 zugewandten Hälfte des Vakuumrohres 168. Die zum
Durchfliegen dieser Strecke benötigte Zeit verhält sich rezi
prok zu der Geschwindigkeit, die die Probenmolekülionen durch
Beschleunigung im elektrischen Ziehfeld erlangt haben, und
steigt demnach mit wachsender Masse der Probenmolekülionen
an.
Nach Durchfliegen der feldfreien Strecke gelangen die Proben
molekülionen in den Bereich zwischen den Bremselektroden 172,
die auf mit zunehmender Entfernung von der Vakuumkammer 102
stufenweise von jeweils einer Bremselektrode 172 zur benach
barten Bremselektrode 172 ansteigenden positiven Potentialen
liegen, so daß die Bremselektroden 172 zusammen ein elektri
sches Bremsfeld für die eintreffenden Probenmolekülionen er
zeugen.
In diesem elektrischen Bremsfeld werden die Probenmolekül
ionen abgebremst, bis sie Umkehrpunkte erreichen, von denen
aus sie in Richtung auf den Ionendetektor 194 wiederbeschleu
nigt werden und das Bremsfeld mit derselben Geschwindigkeit,
mit der sie in dasselbe eingetreten sind, wieder verlassen,
jedoch in umgekehrter Richtung.
Da die Elektrodenachse 174 bezüglich der Achse 106 des Va
kuumrohrs 168 verkippt ist, werden die Bahnen 214 der Proben
molekülionen nicht exakt in sich zurückreflektiert, sondern
gelangen die Probenmolekülionen nach erneutem Durchqueren des
feldfreien Bereichs in der der Vakuumkammer 102 zugewandten
Hälfte des Vakuumrohres 168 mit konstanter Geschwindigkeit zu
dem in dem Detektionsbereich 182b angeordneten Ionendetektor
194, der ein dem momentanen Ionenfluß proportionales, zeit
aufgelöstes elektrisches Ionensignal liefert.
Durch Zuordnung dieses Ionensignals zu der mit Hilfe des
Timers ermittelten, seit der Auslösung des Laserpulses ver
strichenen Zeit läßt sich die Abhängigkeit des Ionensignals
von der gesamten Flugzeit der Probenmolekülionen bestimmen.
Die gesamte Flugzeit eines Probenmolekülions ist proportional
zur Wurzel aus seiner Masse.
Das Reflektron 166 ist zur Erzielung einer hohen Massenauflö
sung besonders geeignet, da es die Flugzeitunterschiede zwi
schen Probenmolekülionen, die dieselbe Masse aufweisen, je
doch in unterschiedlichem Abstand von der Ziehelektrode 176
ionisiert werden und daher unterschiedliche Energien aus dem
elektrischen Ziehfeld aufnehmen, minimiert.
Diejenigen Probenmolekülionen, deren Ionisationsorte weiter
von der Ziehelektrode 176 entfernt liegen und die daher von
dem Ziehfeld auf eine höhere Geschwindigkeit beschleunigt
werden, legen nämlich die Strecken in den feldfreien Berei
chen des Reflektrons 166 in kürzerer Zeit zurück als diejeni
gen Probenmolekülionen, deren Ionisationsorte näher an der
Ziehelektrode 176 liegen. Dafür verweilen sie aber längere
Zeit in dem von den Bremselektroden 172 erzeugten Bremsfeld,
da sie mit derselben Verzögerung wie die langsameren Proben
molekülionen von einer höheren Anfangsgeschwindigkeit bis auf
die Geschwindigkeit null am Umkehrpunkt verzögert werden müs
sen. Durch geeignete Abstimmung der im feldfreien Bereich von
den Probenmolekülionen zurückzulegenden Strecken auf die
Stärke des elektrischen Bremsfeldes läßt sich daher errei
chen, daß die gesamte Flugzeit der Probenmolekülionen von der
Entfernung ihres Ionisationsortes von der Ziehelektrode 176
im wesentlichen unabhängig wird. Dadurch wird es möglich, die
Ausdehnung des Ionisationsbereiches 212 quer zu der Achse 106
des Trägergasstrahles 210 zu vergrößern, was wiederum die An
zahl der erzeugten Probenmolekülionen und damit die Empfind
lichkeit für den Nachweis der Probenmoleküle erhöht.
Die neutralen Trägergasteilchen und die nicht-ionisierten
Probenmoleküle, die von der als Skimmer wirkenden kegel
stumpfförmigen Spitze 184 aus dem Trägergasstrahl 210 abge
streift oder von der Lochblende 188 in die Vakuumkammer 102
zurückreflektiert worden sind, gelangen durch den rechten Ab
schnitt 152 des zweiten Rohres 108 zu der ersten Vakuumpumpe
156, die die Trägergasteilchen und die nichtionisierten Pro
benmoleküle aus der Vakuumkammer 102 entfernt, um das erfor
derliche Vakuum aufrechtzuerhalten.
Diejenigen Trägergasteilchen und nichtionisierten Probenmole
küle, die durch die Blendenöffnung 190 der Lochblende 188 in
den Eintrittsbereich 182a im Innenraum des Vakuumrohrs 168
des Reflektrons 166 gelangt sind, werden durch die Trennwand
196 vom Detektionsbereich 182b und damit vom Ionendetektor
194 ferngehalten und gelangen zur zweiten Vakuumpumpe 170,
die diese Trägergasteilchen und nichtionisierte Probenmole
küle aus dem Innenraum 182 des Vakuumrohrs 168 entfernt, um
das erforderliche Vakuum aufrechtzuerhalten.
Um den Aufbau eines zu hohen Druckes in der Vakuumkammer 102
zu vermeiden, wird die Ventildüse 128 so ausgebildet, daß der
Trägergaspuls möglichst kurz ist, vorzugsweise kürzer als un
gefähr 20 µs.
Am Ende eines Pulses wird die Ventildüse 128 durch die
Fluidströmung durch die Ventilkörperkammer 138 selbsttätig
geschlossen und nach Ablauf der maximalen Ionen-Flugzeit der
Timer gestoppt. In der auf den Puls folgenden Pause entfernen
die erste Vakuumpumpe 156 und die zweite Vakuumpumpe 170
restliche Trägergasteilchen und Probenmoleküle aus der Va
kuumkammer 102 bzw. aus dem Vakuumrohr 168 des Reflektrons
166, worauf ein neuer Meßzyklus mit dem Öffnen der Ventildüse
128 beginnt.
In Verbindung mit einem geeigneten Probenentnahme- und erfor
derlichenfalls Probenanreicherungssystem ist eine auf den je
weiligen Anwendungsbereich zugeschnittene erfindungsgemäße
Vorrichtung 100 für zahlreiche Meßaufgaben im Bereich indu
strieller Prozeßführung und -kontrolle sowie im Bereich des
Umweltmonitoring geeignet.
Insbesondere eignet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung 10
zur On-Line-Messung organischer Verbindungen im Roh- und/oder
Reingas einer Müllverbrennungsanlage, um auf der Grundlage
der Meßergebnisse die Brennerbedingungen in der Müllverbren
nungsanlage zu regeln.
Claims (34)
1. Verfahren zum Nachweis von Probenmolekülen in einem
Trägergas, wobei mittels Expansion des Trägergases
durch eine Düse in ein Vakuum ein divergenter Träger
gasstrahl erzeugt wird, die Probenmoleküle in einem
Ionisationsbereich des Trägergasstrahls durch Absorp
tion von Photonen zu Probenmolekülionen ionisiert wer
den und die Probenmolekülionen durch ein elektrisches
Ziehfeld in ein Massenspektrometer gezogen und in dem
Massenspektrometer detektiert werden, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Probenmolekülionen im wesentlichen
längs der Richtung der Achse des Trägergasstrahls in
das Massenspektrometer gezogen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Düse als Repeller geschaltet ist.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Probenmoleküle innerhalb eines
Kontinuumsgebiets des Trägergasstrahls, in dem die Tem
peratur des Trägergases mit zunehmendem Abstand (x) von
einer Austrittsöffnung der Düse abnimmt, ionisiert wer
den.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Probenmoleküle in einem Abstand xI von der Aus
trittsöffnung der Düse ionisiert werden, der weniger
als ungefähr 0,9 xT, insbesondere weniger als ungefähr
0,8 xT, vorzugsweise weniger als ungefähr 0,5 xT be
trägt, wobei xT den Abstand der Grenze zwischen dem
Kontinuumsgebiet des Trägergasstrahls und einem Mole
kularstrahlgebiet des Trägergasstrahls, in dem die Tem
peratur des Trägergases mit zunehmendem Abstand (x) von
der Austrittsöffnung der Düse im wesentlichen nicht
weiter abnimmt, von der Austrittsöffnung der Düse be
zeichnet.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
als Photonenquelle ein Festfrequenzlaser verwendet
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Probenmoleküle in einem Abstand
xI von der Austrittsöffnung der Düse zwischen ungefähr
0,5 xT und ungefähr 3 xT, insbesondere zwischen unge
fähr 0,8 xT und ungefähr 2 xT, vorzugsweise zwischen
ungefähr 0,9 xT und ungefähr 1,5 xT, ionisiert werden,
wobei xT den Abstand der Grenze zwischen einem Konti
nuumsgebiet des Trägergasstrahls, in dem die Temperatur
des Trägergases mit zunehmendem Abstand (x) von der
Austrittsöffnung der Düse abnimmt, und einem Molekular
strahlgebiet des Trägergasstrahls, in dem die Tempera
tur des Trägergases mit zunehmendem Abstand (x) von der
Austrittsöffnung der Düse im wesentlichen nicht weiter
abnimmt, von der Austrittsöffnung der Düse bezeichnet.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
als Photonenquelle ein durchstimmbarer Laser, insbeson
dere ein Farbstofflaser, verwendet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Trägergasstrahl mittels einer
Düse erzeugt wird, deren Austrittsöffnung einen Durch
messer aufweist, welcher größer ist als die mittlere
freie Weglänge der Teilchen des Trägergases im Bereich
der Austrittsöffnung.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß mittels einer getakteten Düse ein ge
pulster Trägergasstrahl erzeugt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Düse mit einem Ventil verwendet wird, welches ei
nen Ventilkörper aufweist,
der zum Öffnen des Ventils durch ein Betätigungselement
einer Betätigungsvorrichtung von einem Ventilsitz ge
stoßen wird und mittels der durch die Ventilöffnung
hindurchgehenden Fluidströmung auf den Ventilsitz zu
rückbewegt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
eine ein Piezoelement aufweisende Betätigungsvorrich
tung verwendet wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß eine gepulste Photonenquelle ver
wendet wird, wobei die Pulsdauer der Photonenquelle ge
ringer ist als die Pulsdauer des Trägergasstrahls, und
daß die ansteigende Flanke des Photonenpulses im we
sentlichen zeitgleich mit dem Beginn einer stationären
Phase des Trägergasstrahl-Pulses in dem Ionisations
bereich eintrifft.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Probenmolekülionen durch eine
Lochblende in das Massenspektrometer gezogen werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Lochblende verwendet wird, deren Blendenöffnung
einen Durchmesser von weniger als ungefähr 8 mm, vor
zugsweise von ungefähr 5 mm, aufweist.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß als Massenspektrometer ein Reflek
tron verwendet wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
parallel zu einer ionenoptischen Eintrittsachse in das
Reflektron eintretende Probenmolekülionen so reflek
tiert werden, daß sie längs relativ zu der Eintritts
achse verkippter Ionenbahnen zu einem Ionendetektor
zurücklaufen.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
parallel zu der Eintrittsachse in das Reflektron ein
tretende Teilchen einerseits und zu dem Ionendetektor
zurücklaufende Probenmolekülionen andererseits mittels
einer Trennwand voneinander getrennt werden.
18. Vorrichtung zum Nachweis von Probenmolekülen in einem
Trägergas, umfassend eine Düse zur Erzeugung eines di
vergenten Trägergasstrahles mittels Expansion des Trä
gergases in ein Vakuum, eine Einrichtung zur Ionisation
der Probenmoleküle zu Probenmolekülionen in einem Ioni
sationsbereich des Trägergasstrahles durch Absorption
von Photonen, ein Massenspektrometer und eine Einrich
tung zum Erzeugen eines die Probenmolekülionen in das
Massenspektrometer ziehenden elektrischen Ziehfeldes mit
einer Ziehelektrode, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung zum Erzeugen des elektrischen Ziehfeldes so
ausgebildet ist, daß sie ein elektrisches Ziehfeld er
zeugt, das die Probenmolekülionen im wesentlichen längs
der Richtung der Achse (106) des Trägergasstrahls (210)
in das Massenspektrometer (166) zieht.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse (128) als Repeller geschaltet ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 oder 19, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ionisationsbereich (212) inner
halb eines Kontinuumsgebiets des Trägergasstrahls (210),
in dem die Temperatur des Trägergases mit zunehmendem
Abstand (x) von einer Austrittsöffnung (132) der Düse
(128) abnimmt, angeordnet ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ionisationsbereich (212) in einem Abstand (xI)
von der Austrittsöffnung (132) der Düse (128) angeordnet
ist, der weniger als ungefähr 0,9 xT, insbesondere weni
ger als ungefähr 0,8 xT, vorzugsweise weniger als unge
fähr 0,5 xT, beträgt, wobei xT den Abstand der Grenze
zwischen dem Kontinuumsgebiet des Trägergasstrahls (210)
und einem Molekularstrahlgebiet des Trägergasstrahls
(210), in dem die Temperatur des Trägergases mit zuneh
mendem Abstand (x) von der Austrittsöffnung (132) der
Düse (128) im wesentlichen nicht weiter abnimmt, von der
Austrittsöffnung (132) der Düse (128) bezeichnet.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung (100) einen als Photonenquelle die
nenden Festfrequenzlaser (200) umfaßt.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ionisationsbereich (212) in ei
nem Abstand (xI) von einer Austrittsöffnung (132) der
Düse (128) zwischen ungefähr 0,5 xT und ungefähr 3 xT,
insbesondere zwischen ungefähr 0,8 xT und ungefähr 2 xT,
vorzugsweise zwischen ungefähr 0,9 xT und ungefähr 1,5
xT, angeordnet ist, wobei xT den Abstand der Grenze zwi
schen einem Kontinuumsgebiet des Trägergasstrahls (210),
in dem die Temperatur des Trägergases mit zunehmendem
Abstand (x) von einer Austrittsöffnung (132) der Düse
(128) abnimmt, und einem Molekularstrahlgebiet des Trä
gergasstrahls (210), in dem die Temperatur des Träger
gases mit zunehmendem Abstand (x) von der Austrittsöff
nung (132) der Düse (128) im wesentlichen nicht weiter
abnimmt, von der Austrittsöffnung (132) der Düse (128)
bezeichnet.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung (100) einen als Photonenquelle die
nenden durchstimmbaren Laser (200), insbesondere einen
Farbstofflaser, umfaßt.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 24, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abstand (xI) Ionisationsbereichs
(212) von einer Austrittsöffnung (132) der Düse (128)
durch Verschieben der Düse (128) veränderbar ist.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 25, dadurch
gekennzeichnet, daß die Düse (128) eine Austrittsöffnung
(132) mit einem Durchmesser aufweist, welcher größer ist
als die mittlere freie Weglänge der Teilchen des Träger
gases im Bereich der Austrittsöffnung (132).
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 26, dadurch
gekennzeichnet, daß die Düse (128) eine getaktete Düse
ist, mittels der ein gepulster Trägergasstrahl (210) er
zeugbar ist.
28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse (128) ein Ventil umfaßt, welches einen ku
gelförmigen Ventilkörper (136), der im Schließzustand
des Ventils auf einem Ventilsitz (134) sitzt, und eine
Betätigungsvorrichtung (146, 148) aufweist, durch die
der Ventilkörper (136) zum Öffnen des Ventils von dem
Ventilsitz (134) stoßbar ist.
29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungsvorrichtung (146, 148) ein Piezoele
ment aufweist.
30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 29, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Ionisationsbereich
(212) und dem Massenspektrometer (166) eine Lochblende
(188) angeordnet ist.
31. Vorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lochblende (188) eine kreisförmige Blendenöff
nung (190) mit einem Durchmesser von weniger als unge
fähr 8 mm, vorzugsweise von ungefähr 5 mm, aufweist.
32. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 31, dadurch
gekennzeichnet, daß das Massenspektrometer (166) ein Re
flektron ist.
33. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet,
daß das Reflektron (166) eine Einrichtung (172) zum Ab
bremsen der Probenmolekülionen aufweist, die so ausge
bildet ist, daß parallel zu einer ionenoptischen Ein
trittsachse (106) in das Reflektron (166) eintretende
Probenmolekülionen so reflektiert werden, daß sie längs
relativ zu der Eintrittsachse (106) verkippter Ionen
bahnen zu einem Ionendetektor (194) zurücklaufen.
34. Vorrichtung nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet,
daß das Reflektron (166) eine Trennwand (196) umfaßt,
die parallel zu der Eintrittsachse (106) in das Reflek
tron (166) eintretende Teilchen einerseits und zu dem
Ionendetektor (194) zurücklaufende Probenmolekülionen
andererseits voneinander trennt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19756444A DE19756444C1 (de) | 1997-12-18 | 1997-12-18 | Verfahren und Vorrichtung zum Nachweis von Probenmolekülen in einem Trägergas |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19756444A DE19756444C1 (de) | 1997-12-18 | 1997-12-18 | Verfahren und Vorrichtung zum Nachweis von Probenmolekülen in einem Trägergas |
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|---|---|---|---|---|
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1997
- 1997-12-18 DE DE19756444A patent/DE19756444C1/de not_active Expired - Fee Related
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1998
- 1998-12-10 WO PCT/EP1998/008069 patent/WO1999033089A2/de not_active Ceased
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO1999033089A3 (de) | 1999-09-30 |
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