DE19755716A1 - Vorrichtung zum Bestimmen der von einer Platte abgetragenen Materialmenge - Google Patents
Vorrichtung zum Bestimmen der von einer Platte abgetragenen MaterialmengeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bestimmen der von
einer Platte, beispielsweise einer Halbleiterplatte, abgetrage
nen Materialmenge und sie betrifft insbesondere eine Vorrichtung
zum Bestimmen der abgetragenen Materialmenge während der Bear
beitung in einer Schleif-/Polier-Vorrichtung, durch welche eine
Fläche der Platte geschliffen oder poliert wird, indem ein die
Platte haltender Tisch und eine Schleif-/Poliervorrichtung rela
tiv zueinander bewegt werden während die Fläche der Platte gegen
die Schleif-/Poliervorrichtung angedrückt wird.
Zum Bestimmen von Dickenveränderungen (einer abgetragenen Menge)
einer Platte während diese in einer Poliervorrichtung zum Polie
ren einer Oberfläche der Platte, zum Beispiel einer Halbleiter
platte, poliert wird, ist es wichtig, den Endpunkt des Polier
vorganges an der Platte zu erfassen, um die Qualität der polier
ten Platte zu verbessern, und um die Vorrichtung in einem ge
schlossenen Kreis zu steuern.
Bei konventionellen Poliervorrichtungen, wie zum Beispiel einer
chemisch-mechanischen Poliervorrichtung, wird, da die direkte
Messung von Dickenveränderungen der Platine schwierig ist, die
von der Platte abgetragene Menge geschätzt mittels der Änderun
gen des elektrischen Stromes eines Motors, der einen Drehtisch
antreibt, auf welchem ein Polierelement angeordnet ist, oder
einer die Platte fixierenden Spindel (die Motorstrommeßmethode).
Bei dieser Methode ist es jedoch nachteilig, daß die Genauigkeit
der Schätzung gering ist, weil die Schätzung sehr indirekt ist.
In einer Poliervorrichtung, in der eine Platte poliert wird
während ein die Platte haltender Tisch zum Polierelement hin
bewegt wird, kann die von der Platte abgetragene Materialmenge
geschätzt werden mittels Positionsveränderungen des die Platte
haltenden Tisches. Bei dieser Methode ist es erforderlich, daß
die Lage einer Polierfläche des Polierelementes während des
Poliervorganges konstant bleibt, die Position der Polierfläche
ändert sich jedoch als Folge einer Formänderung des Drehtisches
und wegen der Abnützung des Polierelementes. Die von der Platte
abgetragene Menge kann daher mit Hilfe der Positionsveränderun
gen des die Platte haltenden Tisches nicht genau bestimmt wer
den.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zu schaf
fen, die genauer und direkt die von einer Platte, insbesondere
einer Halbleiterplatte, beim Schleifen oder Polieren abgetragene
Menge bestimmen kann.
Erreicht wird dies bei einer Schleif-/Polier-Vorrichtung zum
Schleifen/Polieren einer Platte dadurch, daß ein die Platte
haltender Tisch und ein Schleif-/Polier-Element relativ zueinan
der bewegt werden, während eine Fläche der Platte gegen eine
Fläche des Schleif-/Polier-Elementes angedrückt wird, wobei die
erfindungsgemäße Vorrichtung einen Differentialtransformer auf
weist mit einer Spule und einem Kern, wobei die Spule sich in
Verbindung mit dem Tisch bewegt, ferner mit einem Stützelement
zum Abstützen des Kernes des Differentialtransformators, um den
Kern in einer konstanten Höhe von der Fläche des Schleif-/Po
lier-Elementes zu halten, wobei die von der Platte abgetragene
Menge bestimmt wird durch Messen der Größe einer Verschiebung
der Spule relativ zum Kern während die Platte geschliffen bzw.
poliert wird.
Vorzugsweise wird der Kern des Differentialtransformators in
einer konstanten Höhe bzw. in einem konstanten Abstand von der
Fläche des Schleif-/Polier-Elementes gehalten und die Spule des
Differentialtransformators wird in Verbindung mit dem die Platte
haltenden Tisch bewegt. So kann während die Platte geschliffen
oder poliert wird, die von der Platte abgetragene Menge direkt
und genau bestimmt werden durch Messen der Verschiebung der
Spule relativ zum Kern, das heißt der Größe der Verschiebung des
Tisches bezüglich der Fläche des Schleif-/Polier-Elementes.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung wird nachfol
gend an Hand der Zeichnung erläutert, in der
Fig. 1 schematisch den Aufbau einer Platten-Poliereinrichtung
zeigt mit einer bevorzugten Ausführung der erfindungs
gemäßen Vorrichtung zum Bestimmen des von der Platte
abgetragenen Betrages.
Fig. 2 im Schnitt den Kopf der Poliervorrichtung nach Fig.
1 zeigt.
Fig. 1 zeigt schematisch den Aufbau einer Platten-Poliermas
chine, die mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bestimmen
der von der Platte abgetragenen Materialmenge ausgerüstet ist.
Wie die Figur zeigt, ist die Poliervorrichtung mit einem Dreh
tisch 10 und einem Kopf 18 versehen. Der Kopf 18 hält eine Plat
te oder Platine 50 in einer Lage, in der eine Fläche 50A, die
poliert wird, nach unten blickt, und die andere Fläche 50B am
Boden des Kopfes 18 gehalten wird.
Der Drehtisch 10 ist scheibenförmig und eine Polierscheibe 14
zum Polieren der Platine 50 ist oben am Drehtisch 10 angebracht.
Eine Spindel 16 ist mit dem Boden des Drehtisches 10 verbunden,
und sie ist mit einer Drehachse eines nicht gezeigten Motors
verbunden. Der Drehtisch 10 wird somit durch den Motor gedreht
und die Poliermatte 14 rotiert.
Eine Spindel 20 ist oben am Kopf 18 angebracht und sie ist mit
einer Drehachse eines nicht gezeigten Motors verbunden. Der Kopf
18 wird durch diesen Motor gedreht und die Platine 50, die durch
den Kopf 18 gehalten ist, rotiert. Der Kopf 18 wird durch einen
nicht gezeigten Antriebsmechanismus auf- und abbewegt, so daß
die Platte 50, die vom Kopf 18 gehalten wird, abwärts auf den
Drehtisch 10 zu bewegt und gegen eine Fläche der Poliermatte 14
angedrückt werden kann.
Bei dem vorstehend beschriebenen Aufbau rotieren die Platte 50
und die Poliermatte 14 und die Platte 50 wird gegen die Polier
matte 14 angepreßt, so daß die Platte 50 poliert wird. Während
des Polierens wird ein Brei (Polierflüssigkeit) zwischen die
Platte 50 und die Poliermatte 14 eingeführt.
Fig. 2 zeigt im Schnitt den Kopf 18 und den Aufbau der bevor
zugten Ausführungsform der Vorrichtung zum Bestimmen der von
einer Platte abgetragenen Materialmenge.
Wie Fig. 2 zeigt, hat der Kopf 18 oben eine Grundplatte 30, die
mit der Spindel 20 fest verbunden ist. Der Kopf 18 ist somit an
der Spindel 20 fixiert. Der Kopf 18 hat einen Führungsring 32 an
seinem Umfang und dieser Führungsring ist mit der Grundplatte 30
mittels einer Schraube 33 verbunden.
Ein Haltering 34 ist am Boden des Führungsrings 32 angebracht
und ein Umfang der Platte 50 ist vom Haltering 34 umgeben. Wenn
die Platte 50 gegen die Poliermatte 14 beim Polieren angepreßt
wird, wird auch der Haltering 34 gegen die Poliermatte 14 ge
preßt, wodurch verhindert werden kann, daß die elastische Bean
spruchung der Poliermatte 14, das heißt der Polierdruck, an
einem Rand der Platte 50 konzentriert wird.
Eine Luftkammer 36 ist am Boden der Grundplatte 30 ausgebildet.
Die Luftkammer 36 ist mittels eines elastischen Films 38 abge
dichtet, der zwischen der Grundplatte 30 und dem Führungsring 32
gehalten ist. Der Innendruck der Luftkammer 36 wird auf einen
geeigneten Druck eingestellt mittels eines Druckreglers (nicht
gezeigt) über einen Luftzufuhrkanal 37, der mit der Luftkammer
36 in Verbindung steht. Ein säulenartiges Element 40 steht in
Eingriff mit dem Boden der Luftkammer 36. Das Element 40 ist am
Führungsring 32 verankert mittels eines nicht gezeigten Ausfall
verhinderungsstiftes, so daß das Element 40 sich relativ zum
Führungsring 32 etwas auf- und abbewegen kann. Ein Träger 42 ist
am Boden des Elementes 40 mit einer Schraube 43 angebracht und
ein Tisch 44 ist am Boden des Trägers 42 befestigt. Der Tisch 44
hält die Platte 50 an ihrer Unterseite durch Anziehen der Platte
50 von der anderen Seite mit Hilfe einer nicht gezeigten Vakuum
vorrichtung und über einen Vakuumkanal 45.
Der Innendruck der Luftkammer 36 wird über den elastischen Film
38 auf das Element 40 übertragen. Der auf das Element 40 über
tragene Druck wird dann auf die Platte 50 über den Träger 42 und
den Tisch 44 übertragen. Durch Regulieren des Innendruckes der
Luftkammer 36 mittels des Druckreglers kann die Druckkraft auf
die Platine 50 eingestellt wird. Beispielsweise kann die Plati
ne 50 poliert werden während sie gegen die Poliermatte 14 mit
tels eines konstanten Druckes angepreßt wird.
Ein Differenztransformator 60 mit einer nicht gezeigten Wicklung
ist in einem Hohlraum 46 untergebracht, der oben am Träger 42
vorgesehen ist. Der Transformator 60 ist an dem Element 40 mit
tels eines Stützteiles 62 befestigt.
Der Kern 64 des Differenztransformators 60 ist an einer Stange
66 befestigt. Die Stange 66 ist in eine Bohrung am Träger 42
eingesetzt und sie kann frei durch die Bohrung vorwärts und
rückwärts bewegt werden. Die Stange 46 ist mit parallelen Federn
70 verbunden, die von einem am Träger 42 angebrachten Stützele
ment 68 abgestützt sind.
Die Stange 66 ist zweckmäßigerweise durch die parallelen Federn
70 abgestützt, so daß die Spitze der Stange 46 von der Fläche
50A der Platte 50 übersteht.
Wenn jedoch der Kopf 18 abwärts bewegt wird, um die Fläche 50A
der Platte 50 gegen die Poliermatte 14 anzudrücken, gelangt die
Spitze der Stange 66 in Kontakt mit der Poliermatte 14, ehe die
Fläche 50A der Platte 50 in Kontakt mit der Poliermatte 14 ge
langt, und zur selben Zeit wird die Spitze der Stange 46 gegen
die Kraft der parallelen Federn 70 eingedrückt. Dadurch wird der
Kern 64, der mit der Stange 66 verbunden ist, relativ zum Dif
ferentialtransformator 60 verschoben, das heißt relativ zur
Spule innerhalb des Transformators 60.
Während des Polierens kann somit die Verschiebung des Kopfes 18
bezüglich der Poliermatte 14 von einem Zeitpunkt an, in welchem
die Fläche 50A der Platte 50 in Kontakt mit der Poliermatte 14
gelangt, das heißt die von der Platte 50 abgetragene Menge mit
Hilfe von Signalausgängen vom Differentialtransformator 60 be
stimmt werden.
Der Differentialtransformator 60 ist über das Stützelement 68 mit
dem Element 40 verbunden, wie oben beschrieben wurde, der Trans
formator 60 kann jedoch auch an dem Führungsring 32 befestigt
sein.
Bei der vorbeschriebenen Ausführungsform der Poliervorrichtung
erfolgt das Polieren, indem der Tisch 44 (der Kopf 18), der die
Platte 50 hält, bewegt wird, die Erfindung ist hierauf jedoch
nicht begrenzt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich
auch für Poliervorrichtungen, bei denen der Drehtisch 10 bezüg
lich der Platte 50 bewegt wird. Ferner kann die Vorrichtung nach
der Erfindung auch für Platine-Schleifmaschinen verwendet wer
den, in welchen eine Platine ähnlichen Aufbaus geschliffen wird.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bestimmen des von
einer Halbleiterplatine abgetragenen Betrages wird der Kern des
Differenztransformators in einem konstanten Abstand von der
Schleif-/Polierfläche des Schleif-/Polierelements gehalten mit
tels des Stützelementes und die Spule des Transformators wird in
Verbindung mit dem die Platine haltenden Tisch bewegt. Die ab
getragene Menge der Platine kann direkt und im wesentlichen
genau bestimmt werden aus der Verschiebung der Spule relativ zum
Kern des Transformators während des Schleifvorganges oder Po
liervorganges. Hierdurch kann der Durchsatz und die Genauigkeit
beim Schleifen bzw. Polieren verbessert werden.
Claims (1)
- Vorrichtung zum Bestimmen der von einer Platte, insbesondere einer Halbleiterplatte, abgetragenen Materialmenge, wobei in einer Schleif-/Polier-Vorrichtung zum Schleifen/Polieren einer Platte (50) ein die Platte haltender Tisch (44) und ein Schleif-/Polier-Element (14) relativ zueinander bewegt werden, während eine Fläche der Platte (50) gegen eine Fläche des Schleif-/Polier-Elementes (14) angedrückt wird,
gekennzeichnet durch
einen Differenztransformator mit einer Spule und einem Kern (64), wobei die Spule sich in Verbindung mit dem Tisch (44) bewegt;
ein Stützelement (66) zum Stützen des Kernes (64) des Transformators (60), um den Kern (64) in einem konstanten Abstand von dieser Fläche des Schleif-/Polier-Elementes (14) zu halten,
ferner dadurch,
daß die von der Platte (50) abgetragene Materialmenge bestimmt wird durch Messen einer Verschiebung der Spule bezüglich dem Kern (64) während die Platte (50) geschliffen bzw. poliert wird.
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