DE19751826A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Palettieren von Gebinden auf einen Beladungsträger und/oder Entpalettieren dieser Gebinde - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Palettieren von Gebinden auf einen Beladungsträger und/oder Entpalettieren dieser GebindeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Palettieren von Gebinden auf einen Bela
dungsträger, insbesondere von Fässern, sog. Kegs oder anderen im wesentlichen
zylinder- oder tonnenförmigen Behältern, und/oder Entpalettieren dieser Gebinde
bei dem beim Palettieren die gefüllten Gebinde und die Beladungsträger, die Pa
letten, jeweils über ein Transportsystem zugeführt und die Gebinde als Gebinde
lage, beispielsweise in Form einer Gruppe von sechs oder acht Gebinden in ge
ordneter Anordnung, insgesamt gegriffen, auf die Palette abgesetzt und die mit
gefüllten Gebinden besetzten Paletten über ein Transportsystem abgeführt wer
den und bei dem beim Entpalettieren die jeweils mit einer Gebindelage leerer
Gebinde besetzten Paletten über ein Transportsystem zugeführt, die jeweilige
Gebindelage insgesamt gegriffen, von der Palette entnommen und leere Gebinde
und Paletten, voneinander getrennt, über zugeordnete Transportsysteme abge
führt werden, sowie eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens des Palet
tierens und/oder Entpalettierens.
Bei Verfahren und Vorrichtungen der gattungsgemäßen Art ist es bislang üblich,
die einzelnen Gebinde oder mehrere in einer sog. Gebindelage in geordneter An
ordnung vorgesehene Gebinde beim Umsetzen, d. h. im gegriffenen und arretier
ten Zustand, nicht nur in vertikaler sondern auch in horizontaler Richtung, ggf. je
weils zeitgleich oder nacheinander, zu verfahren. Die Umsetzgeschwindigkeit und
damit die Umsetzleistung ist dabei begrenzt, um die Massenträgheitskräfte zu li
mitieren und Schwingungen der Gebindelagen, beispielsweise der Fässer oder
Kegs, die vorzugsweise in sechs- und achtfacher Anordnung auf einmal gegriffen
werden, zu verhindern.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren der gattungsgemäßen
Art und eine Vorrichtung zu seiner Durchführung zu schaffen, die sich durch eine
möglichst hohe Umsetzgeschwindigkeit der Gebindelage auszeichnen, ohne daß
Massenträgheitskräfte und Schwingungserscheinungen problematisch werden
und die Umsetzleistung limitieren.
Diese Aufgabe wird verfahrenstechnisch durch die Kennzeichenmerkmale im An
spruch I gelöst. Eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens des Palettie
rens oder des Entpalettierens ist Gegenstand des Nebenanspruchs 2, während
Anspruch 3 u. a. eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens des Palettie
rens und des Entpalettierens im gegenseitigen Wechsel ausgestaltet.
Der allgemeine Erfindungsgedanke besteht demzufolge darin, daß beim Palettie
ren die jeweilige Gebindelage im Zuge ihrer Überführung auf die oder von der
Palette ausschließlich eine zu der die Gebindelage unmittelbar oder mittelbar tra
genden Aufstandsfläche vertikal orientierte Hubbewegung erfährt. Dabei werden
die Gebindelage und die Palette, voneinander getrennt (Palettieren) oder gemein
sam (Entpalettieren), durch Verschieben ihrer Aufstandsfläche in einer Ebene, auf
der die Hubbewegung senkrecht steht, in eine stets gleiche Aufnahme- und Hub
position für die Hubbewegung verbracht. Das Entpalettieren erfolgt sinngemäß in
umgekehrter Reihenfolge, wobei das Palettieren und das Entpalettieren auch ab
wechselnd durchgeführt werden können.
Die Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens ist im wesentlichen dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Gebindelage unter ein Aufnahme-, Arretier- und Hubsy
stem innerhalb eines stationär angeordneten Palettierergrundgerüstes transpor
tiert wird, von dem es dort aufgenommen, arretiert und nur vertikal angehoben
und beim anschließenden vertikalen Absenken auf eine zwischenzeitlich unter die
Gebindelage transportierte leere Palette (Leerpalette) abgesetzt wird. Ein horizon
tales Verfahren der Gebindelage ist während des Hebens und Senkens nicht er
forderlich. Beim Entpalettieren wird eine jeweils mit einer Gebindelage leerer Ge
binde besetzte Palette unter das Aufnahme-, Arretier- und Hubsystem im Palettie
rergrundgerüst verschoben, sodann wird die Gebindelage aufgenommen, arretiert
und angehoben, die leere Palette wird aus dem Palettierergrundgerüst herausge
schoben und anschließend wird die Gebindelage auf einer Aufstandsfläche abge
setzt und von dort über ein Transportsystem aus dem Palettierergrundgerüst her
austransportiert.
Neben dem stationär angeordneten Palettierergrundgerüst mit den Mitteln zum
Aufnehmen, Arretieren und Heben oder Senken der Gebindelage weist die vorge
schlagene Vorrichtung einen Doppel-Verfahrwagen auf, der senkrecht zu den
Transportsystemen und durch das Palettierergrundgerüst hindurch auf Verfahr
schienen verfahrbar ist. Er besteht aus zwei miteinander fest verbundenen Wa
gen, die jeweils eine Aufstandsfläche tragen. Der erste Wagen ist dabei wechsel
weise entweder auf einem Bereitstellungsplatz vor dem Ende des Transportsy
stems für den Zulauf gefüllter Gebinde oder anderenorts in einer Aufnahme- und
Hubposition im Palettierergrundgerüst positionierbar, und der zweite Wagen
wechselt dabei zwangsläufig zwischen der Aufnahme- und Hubposition im Palet
tierergrundgerüst und einer anderenorts vorgesehenen Leerpalettenposition vor
dem Ende des Transportsystems für den Ablauf von mit jeweils einer Gebindelage
gefüllter Gebinde beladenen Paletten.
Das Verfahren und die Vorrichtung zu seiner Durchführung sind geeignet, entwe
der gefüllte Gebinde zu palettieren oder leere Gebinde zu entpalettieren. Darüber
hinaus können diese beiden Maßnahmen mit einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Vorrichtung abwechselnd durchgeführt werden, wobei an einem einzigen Ort,
nämlich dem Palettierergrundgerüst, dieselben Mittel zum Aufnehmen, Arretieren
und Heben oder Senken der Gebindelage in Anspruch genommen werden. Die
beim Entpalettieren frei werdenden Paletten können dabei beim Palettieren Ver
wendung finden.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und
werden nachfolgend kurz erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Palettieren von Gebinden auf einen Beladungs
träger (Palette) oder zum Entpalettieren von Gebinden von einer der
artigen Palette und
Fig. 2 eine zweite Vorrichtung, im wesentlichen bekannt aus Fig. 1, mit der
das Palettieren von Gebinden auf einen und das Entpalettieren von
einem Beladungsträger abwechselnd, aber zeitlich parallel ablaufend
durchgeführt werden kann.
Die Vorrichtung (Fig. 1) besteht aus einem stationär angeordneten Palettierer
grundgerüst 1, welches in seinem oberen Bereich Mittel 2 zum Aufnehmen, Arre
tieren und Heben oder Senken von Gebinden 7 oder einer Gebindelage 7* besitzt.
Auf Verfahrschienen 8 ist ein Doppel-Verfahrenwagen 3, der einen ersten Wagen
3.1 und einen mit diesem fest verbundenen zweiten Wagen 3.2 aufweist, derart
verfahrbar (Verfahrbewegung V), daß der zweite Wagen 3.2 unter den Mitteln 2 im
Palettierergrundgerüst 1 positioniert werden kann, während der erste Wagen 3.1
einen Bereitstellungsplatz B auf der einen Seite des Palettierergrundgerüstes 1
belegt. In einer alternativen Stellung belegt der Doppel-Verfahrwagen 3 mit dem
zweiten Wagen 3.2 eine Leerpalettenposition L auf der dem Bereitstellungsplatz B
gegenüberliegenden Seite des Palettierergrundgerüstes 1, während der erste
Wagen 3.1, der zuvor auf dem Bereitstellungsplatz B positioniert war, nunmehr
unter den Mitteln 2 positioniert ist. Der erste Wagen 3.1 trägt eine Aufstandsfläche
A1 für eine aus gefüllten Gebinden 7 bestehende Gebindelage 7* und mit einer
vom zweiten Wagen 3.2 getragenen Aufstandsfläche A2 werden leere Paletten P
entweder aus der Leerpalettenposition L in die Aufnahme- und Hubposition G
(Palettieren) oder in umgekehrter Richtung (Entpalettieren) verfahren. Zur Be
schickung des Doppel-Verfahrwagens 3 mit seinen beiden Aufstandsflächen A1
und A2 sind drei zu einander parallele Transportsysteme 4, 5 und 6 vorgesehen,
und zwar für den Zulauf ZV gefüllter Gebinde 7 das Transportsystem 4, für den
Ablauf AV von mit jeweils einer Gebindelage 7* gefüllter Gebinde 7 beladenen
Paletten P das Transportsystem 5 und für den Zulauf von leeren Paletten P das
Transportsystem 6. Dabei endet das mittlere Transportsystem, das Transportsy
stem 5, im Palettierergrundgerüst 1, das Transportsystem 6 verläuft neben dem
Transportsystem 5 und endet auf gleicher Höhe wie letzteres, außerhalb des Pa
lettierergrundgerüstes, und das Transportsystem 4 wird aus der entgegengesetz
ten Richtung wie das Transportsystem 6 an das Palettierergrundgerüst 1 herange
führt, und es endet außerhalb desselben in entsprechendem Abstand wie das
Transportsystem 6.
Die Transportrichtungen der gegebenen Transportsysteme 4, 5 und 6 sind den
jeweiligen Gegebenheiten und Erfordernissen anzupassen. Die dargestellte Vor
richtung realisiert das Palettieren von gefüllten Gebinden 7. Beim Entpalettieren
von leeren Gebinden 7 ist eine Umkehr der Transportrichtung der jeweiligen
Transportsysteme 4, 5 und 6 erforderlich. Die mit einer leeren Gebindelage 7* be
setzten Paletten P werden in diesem Falle über das Transportsystem 5 dem Pa
lettierergrundgerüst 1 zugeführt, dort wird über die Mittel 2 die Gebindelage 7*
angehoben, die leere Palette P wird aus der Aufnahme- und Hubposition G über
den zweiten Wagen 3.2 in die Leerpalettenposition L verschoben und von dort
über das Transportsystem 6 abgeführt. In der letztgenannten Stellung des Dop
pel-Verfahrwagens 3 befindet sich der zweite Wagen 3.1 in der Aufnahme- und
Hubposition G, so daß die leere Gebindelage 7* auf seine Aufstandsfläche A1
abgesenkt (Senken S) und die leere Gebindelage 7* anschließend durch die Ver
fahrbewegung V auf den Bereitstellungsplatz B vor dem Ende des Transportsy
stems 4 verschoben werden kann. Von dort erfolgt ein Abfördern der leeren Ge
binde 7 in der umgekehrten Richtung, wie dies in Fig. 1 im Rahmen der Darstel
lung des Palettierens gezeigt wird.
Nachfolgend sei ein Palettiervorgang zusammenhängend kurz beschrieben. Der
Doppel-Verfahrwagen 3 ist in seiner Grundstellung derart angeordnet, daß er mit
seinem ersten Wagen 3.1 einerseits auf dem Bereitstellungsplatz B vor dem Ende
des Transportsystems 4 für den Zulauf den Vollgutes ZV und andererseits mit sei
nem zweiten Wagen 3.2 unter den Mitteln 2 zum Aufnehmen, Arretieren und He
ben oder Senken der Gebindelage 7* im stationär angeordneten Palettierergrund
gerüst 1 steht. Nunmehr wird eine Gebindelage 7*, beispielsweise in sechs- oder
achtfacher Anordnung, auf der Aufstandsfläche A1 am Bereitstellungsplatz B be
reitgestellt. Nach Abschluß des Einlaufvorganges der Gebinde 7 zur Bildung der
Gebindelage 7* verfährt der Doppel-Verfahrwagen 3 derart, daß nunmehr die
Gebindelage 7* von dem Bereitstellungsplatz B unter die Mittel 2 im Palettierer
grundgerüst 1 gelangt und der bislang unter den Mitteln 2 positionierte zweite
Wagen 3.2 mit seiner Aufstandsfläche A2 in die Leerpalettenposition L verbracht
wird. Alsdann nehmen die Mittel 2 die gesamte Gebindelage 7* auf, arretieren und
heben sie mit einem Kurzhub an (Heben H in der Aufnahme- und Hubposition G).
In der vorliegenden Stellung des Doppel-Verfahrwagens 3 kann nunmehr eine
leere Palette P über das Transportsystem 6 für den Zulauf ZP von leeren Paletten
P auf die Aufstandsfläche A2 des zweiten Wagens 3.2 verbracht werden, der sich
in der Leerpalettenposition L befindet. Anschließend wird der Doppel-Verfahrwa
gen 3 in seine Grundstellung verbracht, so daß die leere Palette P unter die an
gehobene Gebindelage 7* gelangt. Die Mittel 2 senken nunmehr die Gebindelage
7* auf die leere Palette P (Senken S in der Aufnahme- und Hubposition G) ab und
anschließend wird die mit der Gebindelage 7* besetzte Palette P über das Trans
portsystem 5 für den Ablauf des Vollguts AV aus dem Palettierergrundgerüst 1
heraustransportiert. Während dieses Absenk- und Ausfahrvorganges der mit einer
Gebindelage 7* bestückten Palette P kann die Aufstandsfläche A1 des ersten
Wagens 3.1 des Doppel-Verfahrwagens 3 auf dem Bereitstellungsplatz B erneut
mit einer weiteren Gebindelage 7*, zugeführt über das Transportsystem 4, belegt
werden.
Das Entpalettieren erfolgt sinngemäß in Umkehrung der einzelnen vorgenannten
Vorgänge, wobei, wie vorstehend bereits dargelegt, die Transportrichtung der
Transportsysteme 4, 5 und 6 umzukehren ist.
Fig. 2 zeigt anhand einer erweiterten Vorrichtung, aufbauend auf einer Vorrich
tung gemäß Fig. 1, die Durchführung eines vorteilhaft erweiterten Verfahrens,
mit dem abwechselnd, aber zeitlich parallel, Palettieren und Entpalettieren durch
geführt werden können. Die gefüllten Gebinde 7 werden über das Transportsy
stem 4 für den Zulauf des Vollgutes ZV zugeführt und, in gleicher Weise wie bei
der Vorrichtung gemäß Fig. 1, über das Transportsystem 5 für den Ablauf des
Vollgutes AV abgeführt. Über das Transportsystem 6, das bei der Vorrichtung
gemäß Fig. 1 der Zufuhr (Palettieren) oder der Abfuhr (Entpalettieren) leerer
Paletten dient, werden nunmehr Paletten P zugeführt, die mit jeweils einer Gebin
delage 7* leerer Gebinde 7 bestückt sind (Zulauf Leergut ZL). Das Transportsy
stem 5 und das Transportsystem 6 finden ihre Fortsetzung, jeweils auf der gegen
überliegenden Seite des Palettierergrundgerüstes 1 und jeweils unterbrochen um
die quer zur Verfahrbewegung V vorgesehene Abmessung des Doppel-Ver
fahrwagens 3 mit seinem ersten Wagen 3.1 und seinem zweiten Wagen 3.2, in
einem Transportsystem 9 für den Zu- oder Ablauf ZP/AP leerer Paletten P bzw. in
einem Transportsystem 10 für den Ablauf AL von leeren Gebinden 7.
Wird beispielsweise zum Zwecke des Palettierens eine Gebindelage 7* über das
Transportsystem 4 für den Zulauf des Vollgutes ZV auf den Bereitstellungsplatz B
verbracht, so kann anschließend die Aufstandsfläche A1 des ersten Wagens 3.1
des Doppel-Verfahrwagen 3 diese Gebindelage 7* unter die Mittel 2 im Palettie
rergrundgerüst 1 verschieben. Die Gebindelage 7* wird alsdann aufgenommen,
arretiert und angehoben (Heben H in der Aufnahme- und Hubposition G), so daß
die leere Palette P über das Transportsystem 9 für den Zulauf ZP der leeren Pa
letten P zugeführt-und unter die angehobene Gebindelage 7* verschoben werden
kann. Anschließend wird die Gebindelage 7* abgesenkt (Senken S in der Auf
nahme- und Hubposition G), und die beladene Palette P wird über das Transport
system 5 für den Ablauf des Vollgutes AV aus dem Palettierergrundgerüst 1 her
austransportiert.
Während des Hebens und Senkens HJS der Gebindelage 7* im Palettierergrund
gerüst 1 befindet sich der zweite Wagen 3.2 des Doppel-Verfahrwagens 3 zwi
schen den an den Verfahrschienen 8 jeweils endenden Transportsystemen 6 und
10 für den Zulauf des Leergutes ZL bzw. dem Ablauf des Leergutes AL, so daß
eine mit einer Gebindelage 7* leerer Gebinde 7 beladene Palette P zwischenzeit
lich auf die Aufstandsfläche A2 des zweiten Wagens 3.2 des Doppel-Ver
fahrwagens 3 verbracht werden konnte. Der Doppel-Verfahrwagen 3 wird
nunmehr durch die Verfahrbewegung V in seine alternative Position verfahren,
nachdem zuvor die mit einer Gebindelage 7* gefüllter Gebinde 7 beladene Palette
P aus dem Palettierergrundgerüst 1 mittels des Transportsystems 5 herausgeför
dert wurde, so daß die Mittel 2 die leere Gebindelage 7* in der Aufnahme- und
Hubposition G aufnehmen, arretieren und anheben können. Die leere Palette P
wird danach über das Transportsystem 9 für den Ablauf AP leerer Paletten P aus
dem Palettierergrundgerüst 1 entfernt, so daß die Mittel 2 die Gebindelage 7* nun
unmittelbar auf die Aufstandsfläche A2 des zweiten Wagens 3.2 absenken kön
nen, der sie anschließend in die Position zwischen den Transportsystemen 6 und
10, dem Zulauf ZL und dem Ablauf AL des Leergutes, verbringt. Von dort werden
sie dann über das Transportsystem 10 abtransportiert.
Palettieren und Entpalettieren erfolgt in der vorstehend beschriebenen Weise im
gegenseitigen Wechsel, wobei beide Vorgänge mit einem einzigen Doppel-Ver
fahrwagen 3, einem einzigen Palettierergrundgerüst 1 und den dort vorgese
henen Mitteln 2 zum Aufnehmen, Arretieren und Heben oder Senken gehandhabt
werden.
Die vorstehenden Figurenbeschreibungen beinhalten die wesentlichen Verfah
rensschritte der vorgeschlagenen Verfahren. Die gegenständliche Realisierung
der Vorrichtung zum Durchführen der Verfahren kann auf vielfältige Weise erfol
gen. Die Fig. 1 und 2 zeigen lediglich beispielhaft eine Möglichkeit, wie der der
vorliegenden Erfindung zugrunde liegende allgemeine Erfindungsgedanke aus
gestaltet werden kann.
Claims (3)
1. Verfahren zum Palettieren von Gebinden auf einen Beladungsträger,
insbesondere von Fässern, sog. Kegs oder anderen im wesentlichen zylinder- oder
tonnenförmigen Behältern, und/oder Entpalettieren dieser Gebinde, bei
dem beim Palettieren die gefüllten Gebinde und die Beladungsträger, die Pa
letten, jeweils über ein Transportsystem zugeführt und die Gebinde als Gebin
delage, beispielsweise in Form einer Gruppe von sechs oder acht Gebinden in
geordneter Anordnung, insgesamt aufgenommen, angehoben, übergesetzt,
auf die Palette abgesetzt und die mit gefüllten Gebinden besetzten Paletten
über ein Transportsystem abgeführt werden und bei dem beim Entpalettieren
die jeweils mit einer Gebindelage leerer Gebinde besetzten Paletten über ein
Transportsystem zugeführt, die jeweilige Gebindelage insgesamt aufgenom
men, angehoben, übergesetzt und leere Gebinde und Paletten, voneinander
getrennt, über zugeordnete Transportsysteme abgeführt werden,
mit den weiteren Merkmalen,
- - daß die jeweilige Gebindelage im Zuge ihrer Überführung auf die oder von der Palette ausschließlich eine zu der die Gebindelage unmittelbar oder mittelbar tragenden Aufstandsfläche vertikal orientierte Hubbewegung er fährt, und
- - daß die Gebindelage und die Palette, voneinander getrennt (Palettieren) oder gemeinsam (Entpalettieren), durch Verschieben ihrer Aufstandsfläche in einer Ebene, auf der die Hubbewegung senkrecht steht, in eine stets gleiche Aufnahme- und Hubposition für die Hubbewegung verbracht wer den.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 zum Durchführen des Verfahrens des
Palettierens oder des Entpalettierens, dadurch gekennzeichnet,
- - daß ein stationäres Palettierergrundgerüst (1) mit Mitteln (2) zum Aufneh men, Arretieren und Heben oder Senken der Gebindelage (7*) vorgesehen ist,
- - daß drei zueinander parallele Transportsysteme (4, 5, 6) vorgesehen sind, und zwar für den Zulauf (ZV) gefüllter Gebinde (7) das Transportsystem (4), für den Ablauf (AV) von mit jeweils einer Gebindelage (7*) gefüllter Gebinde (7) beladenen Paletten (P) das Transportsystem (5) und für den Zulauf (ZP) von leeren Paletten (P) das Transportsystem (6),
- - von denen das mittlere, das Transportsystem (5), im Palettierergrundgerüst (1) endet, das Transportsystem (6) neben dem Transportsystem (5) verläuft und auf gleicher Höhe wie das Transportsystem (5), außerhalb des Palettie rergrundgerüstes (1), endet, und das Transportsystem (4) aus der entge gengesetzten Richtung wie das Transportsystem (6) an das Palettierer grundgerüst (1) herangeführt wird und außerhalb desselben, in entspre chendem Abstand wie das Transportsystem (6), endet, und
- - daß ein Doppel-Verfahrwagen (3; 3.1, 3.2) vorgesehen ist, der senkrecht zu den Transportsystemen (4, 5, 6) und durch das Palettierergrundgerüst (1) hindurch auf Verfahrschienen (8) verfahrbar ist und dabei mit einem ersten Wagen (3.1), der eine erste Aufstandsfläche (A1) trägt, wechselweise ent weder auf einem Bereitstellungsplatz (B) vor dem Ende des Transportsy stems (4) oder anderenorts in einer Aufnahme- und Hubposition (G) im Pa lettierergrundgerüst (1) und der mit einem fest mit dem ersten Wagen (3.1) verbundenen zweiten Wagen (3.2), der eine zweite Aufstandsfläche (A2) trägt, zwangsläufig wechselweise entweder in der Aufnahme- und Hubposi tion (G) oder anderenorts in einer Leerpalettenposition (L) vor dem Ende des Transportsystems (5) positioniert wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2 zum Durchführen des Verfahrens des
Palettierens und/oder des Entpalettierens, dadurch gekennzeichnet,
daß das Transportsystem (5) und das Transportsystem (6), jeweils auf der ge
genüberliegenden Seite des Palettierergrundgerüstes (1) und jeweils unter
brochen um die quer zur Verfahrbewegung (V)vorgesehene Abmessung des
Doppel-Verfahrwagens (3; 3.1, 3.2), in einem Transportsystem (9) für den
Zu- oder Ablauf (ZP/AP) leerer Paletten (P) bzw. in einem Transportsystem (10)
für den Ablauf (AL) von leeren Gebinden (7) ihre Fortsetzung finden.
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