DE19750202A1 - Randprofil für Isolierglasscheiben - Google Patents
Randprofil für IsolierglasscheibenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Randprofil für Isolierglasscheiben.
Üblicherweise werden Isolierglasscheiben mit einem Randverbund, typischerweise bestehend
aus einem Abstandsprofil und einem Dichtung, die überwiegend aus Polyurethan, Polysulfid
oder Silikon besteht, hergestellt, wobei letztere in der Nähe des äußeren Randes der
Innenscheibe und der Außenscheibe einer Isolierglasscheibe angeordnet ist und den zwischen
den beiden Scheiben definierten Zwischenraum möglichst zuverlässig nach außen abdichtet.
Ins besondere soll in den Zwischenraum zwischen Innenscheibe und Außenscheibe keine
Feuchtigkeit eindringen, da dies bei kalter Witterung zum Beschlagen der Isolierglasscheibe von
innen führen würde. Zur Verbesserung der Wärmedämmung ist der Zwischenraum von
Isolierglasscheiben häufig auch mit einem Edelgas ausgefüllt. Im Regelfall ragt der Randver
bund zwischen den Isolierglasscheiben nicht über die äußere Kante bzw. den äußeren Rand
der Glasscheiben hinaus, sondern ist entweder bündig mit dem Scheibenrand abschließend
oder gegenüber dem Rand der Glasscheiben etwas zurückspringend ausgebildet. Derartige
Isolierglasscheiben, die nicht notwendigerweise nur aus zwei Glasscheiben bestehen müssen,
sondern z. B. auch drei Glasscheiben mit zwei dazwischen angeordneten Zwischenräumen
aufweisen können, werden nicht nur für den Einbau in Fensterrahmen verwendet, sondern z. B.
auch für die Herstellung von kompletten Fassaden und als Außenfront von Gebäuden,
insbesondere von modernen Hochhäusern.
Bei der Herstellung derartiger Fronten müssen Halterungen für die Isolierglasscheiben
vorgesehen werden, die im allgemeinen aus Aluminiumprofilen bestehen, welche sich in Form
von vertikalen Pfosten und horizontalen Riegeln an einer Fassade eines Gebäudes erstrecken.
Dabei können derartige Isolierglasfronten gegebenenfalls auch die Außenwand eines Gebäudes
vollständig ersetzen.
Diese Pfosten und Riegel sind im allgemeinen aus zweiteiligen Aluminiumprofilen zusammen
gesetzt, die wärmedämmend miteinander verbunden werden, damit über die relativ gut Wärme
leitenden Aluminiumteile keine unmittelbare Wärmebrücke zwischen Innenseite und Außenseite
des Gebäudes hergestellt wird. Die Außenteile und Innenteile, aus welchen die Pfosten und
Riegel der Befestigungsprofile im allgemeinen bestehen, werden daher über sogenannte
Verbindungsstege oder "Dämmstege" miteinander verbunden, die aus einem schlecht
wärmeleitenden Material, wie z. B. einem Kunststoff, bestehen.
Wegen der weiteren Ausgestaltung entsprechender Fassaden und der Dämmprofile zwischen
Innen- und Außenprofilen für die Halterung von Isolierglasscheiben wird auf die gleichzeitig
anhängige Patentanmeldung mit der Nummer 197 07 624.6 derselben Anmelderin verwiesen.
Dabei verbleiben jedoch zwischen dem Rand der Isolierglasscheiben und dem Dämmsteg bzw.
Verbindungssteg immer noch Zwischenräume, in welchen Luft zirkulieren kann und unter
Umständen eine Wärmebrücke bzw. Kältebrücke zwischen den inneren und äußeren Profilteilen
bildet.
Aus der Diskussion des Standes der Technik in der vorstehend genannten Anmeldung ergibt
sich, daß die Pfosten und Riegel trotz der Ausbildung der Stege aus einem wärmedämmenden
Material sowohl Wärme- als auch Schallbrücken für einen Wärme- bzw. Schallstrom von innen
nach außen oder auch umgekehrt darstellen. Weiterhin ist es demnach nicht ohne weiteres
möglich, die verbleibenden Zwischenräume zwischen den Dämmstegen und den Rändern der
Isolierglasscheiben mit Kunststoffmaterial auszuschäumen, weil der Randverbund an den
Rändern der Isolierglasscheiben belüftet sein muß. Dies hängt damit zusammen, daß der
Randverbund im allgemeinen nicht feuchtigkeitsbeständig ist.
Den entsprechenden Vorschriften zufolge müßte entlang des Randverbundes verlaufender
Belüftungsraum eine Tiefe von mindestens 5 mm haben, die als lichter Abstand des
Dämmsteges oder eines sonstigen Teiles zu dem Randverbund zu messen ist.
Es ist deshalb gemäß der DE-OS 195 39 244 bereits vorgeschlagen worden, ein in den
Zwischenraum zwischen den Scheiben hineinragendes Aluminiumprofil mit einem elastischen
Isolierprofil zu umkleiden, welches den verbleibenden Zwischenraum zwischen den
benachbarten Isolierglasscheiben weitgehend ausfüllt, gleichzeitig jedoch eine Aussparung als
Belüftungsraum an dem Randverbund freiläßt.
Eine solche Ausgestaltung des Dämmprofiles ist allerdings sehr aufwendig und teuer, wobei
außerdem zu beachten ist, daß das entsprechende Isolierprofil für Isolierglasscheiben
unterschiedlicher Gesamtdicke und unterschiedlicher Dicke der äußeren und inneren
Glasscheibe jeweils individuell angepaßt werden muß, wenn der den Zwischenraum fast
vollständig ausfüllende Schaumkunststoff jeweils nicht den Randverbund berühren darf und
um den Randverbund herum einen entsprechend großen Belüftungsraum freilassen muß.
Außerdem erfordert ein solches Isolierprofil eine relativ genaue Montage und die Einhaltung
sehr kleiner Toleranzen, da die Profilmaße auf einen festen Abstand der Ränder der
Isolierglasscheiben und auch noch auf eine feste, mittige Position der äußeren und inneren
Profilteile bezüglich der Ränder der Isolierglasscheiben abgestellt sind.
Gegenüber diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Randprofil für Isolierglasscheiben zu schaffen, welches mit einfachen Mitteln eine deutliche
Verringerung der Wärmeverluste und eine verbesserte Schalldämmung im Bereich der
Halteprofile erreicht.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Randprofil mindestens eine elastische Dichtlippe
aufweist, die sich parallel zum Rand der Isolierglasscheibe und im wesentlichen über deren
gesamte Länge erstreckt, wobei die freie Dichtlippenkante sich von dem Rand der Isolierglas
scheibe weg erstreckt.
Es versteht sich, daß die Dichtlippe sich mindestens über einen Abstand von dem Rand der
Isolierglasscheibe weg erstreckt, welcher dem Abstand zu dem benachbarten Dämmprofil
entspricht, so daß der Raum zwischen dem Dämmprofil und dem Rand der Isolierglasscheibe
durch die Dichtlippe effektiv aufgeteilt wird.
Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der Erfindung, bei welcher zwei Dichtlippen im
Abstand zueinander und parallel sich entlang des Randes einer Isolierglasscheibe erstrecken.
Hierdurch kann der Zwischenraum zwischen Dämmsteg und Rand der Isolierglasscheibe
effektiv in drei Zwischenräume aufgeteilt werden, wodurch eine Konvektion in diesem
Zwischenraum zwischen Außenseite und Innenseite nachhaltig unterbunden wird.
In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind ein oder zwei Dichtlippen an den Rand
der Isolierscheibe angeklebt. Dabei kann der Randverbund weitgehend frei bleiben, z. B.
können die Dichtlippen unmittelbar an die Ränder der Glasscheiben angeklebt werden.
Gegebenenfalls können die Dichtlippen aber auch auf den Randverbund aufgeklebt oder aber
einstückig mit dem Randverbund zwischen den Glasscheiben ausgebildet werden oder in
diesen Randverbund eingegossen werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist eine Dichtlippe bzw. mehrere
Dichtlippen jeweils ein Basisprofil auf, welches als flache, ebene Basis ausgebildet ist, die sich
parallel zur Randfläche der Isolierglasscheibe erstreckt. Eine solche Basis ist mit einer
entsprechend großen Fläche mit dem Rand einer Isolierglasscheibe verbindbar.
Dabei kann das Basisprofil auch die volle Breite des Randes der Isolierglasscheibe haben,
insbesondere wenn es zusätzlich mit Öffnungen oder Durchbrechungen versehen ist, welche
ein Abfließen von sich eventuell bildendem Kondenswasser erlaubt.
Dabei kann das Basisprofil als relativ dünnwandige, ebene Bahn ausgebildet sein, von der sich
ein oder zwei, wahlweise auch mehr Dichtlippen senkrecht zur Ebene des Basisprofiles
erstrecken.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Basisprofil im Querschnitt U-för
mig ausgebildet, mit zwei, allerdings im Vergleich zur Breite des Basisprofiles sehr kurzen,
U-Schenkeln, welche die den Rand der Isolierglasscheibe begrenzenden äußeren Kanten der
äußeren Scheibe und der inneren Scheibe umfassen, und nach Möglichkeit auf diese Weise das
Dämmprofil elastisch am Rand der Isolierglasscheibe festklemmen.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung werden
deutlich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform und der
dazugehörigen Figuren.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch den Rand einer Isolierglasscheibe mit daran angebrachten
Dämmprofilen gemäß der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt durch den Rand einer Isolierglasscheibe mit einer angebrachten
zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei im rechten Teil der Fig. 2 das
Dämmprofil von dem Rand der Isolierglasscheibe abgenommen dargestellt ist,
Fig. 3 einen Schnitt durch einen Bereich einer Isolierglasscheibenfassade mit zwei an
einem Pfosten oder Riegel angrenzenden Isolierglasscheibenrändern,
Fig. 4 einen Schnitt durch einen Bereich einer Isolierglasscheibenfassade mit einem
öffenbaren Fensterrahmen und einem Dämmprofil gemäß der vorliegenden
Erfindung und
Fig. 5 einen Schnitt ähnlich wie Fig. 3 mit einer gegenüber Fig. 3 geänderten Form
der äußeren Pfosten- oder Riegelprofile.
Man erkennt in Fig. 1 eine insgesamt mit 1 bezeichnete Isolierglasscheibe, die im
wesentlichen aus einer Innenscheibe 2, einer Außenscheibe 3 und einem Randverbund 4
besteht, welcher Innen- und Außenscheibe 2, 3 auf Abstand fest zusammenhält. Hierzu ist in
dem Randverbund 4 ein, im allgemeinen aus Aluminium oder verzinktem Stahl bestehendes,
Abstandsprofil 5 und eine Dichtung 6 vorgesehen, welche z. B. aus Polyurethan, Polysulfid
oder Silikon bestehen kann und welche in etwa mit der äußeren Randfläche der Glasscheiben
2, 3 bündig abschließt. Wie man in Fig. 1 sieht, sind zwei Dichtlippen 7 im Abstand
zueinander mit dem Dichtungsprofil 6 des Randverbundes 4 fest verbunden. Die Dichtlippen
7 können mit ihrem Fußabschnitt 8 auf das Abdichtungs- und Klebeprofil 6 aufgeklebt sein,
sie können aber auch aus dem selben Material wie das Profil 6 einstückig angeformt oder aber
mit einem entsprechenden, hier nicht dargestellten Fußabschnitt in die Abdicht- und
Klebeschicht 6 eingegossen sein. Eine Belüftung der Oberfläche des Profiles 6 bleibt dabei
immer gewährleistet.
Es versteht sich, daß das freie Ende 9 der Dichtlippen 7 elastisch weg beweg bar ist.
In Fig. 2 erkennt man eine andere Variante eines mit 10 bezeichneten Randprofils, bei
welchem zwei Dichtlippen 7, die im wesentlichen die gleiche Form und relative Anordnung
haben wie die Dichtlippen 7 im Falle des Ausführungsbeispiels der Fig. 1, durch einen
gemeinsamen Basisabschnitt 11 verbunden sind. Das insgesamt mit 10 bezeichnete Randprofil
in der Ausführungsform gemäß Fig. 2 weist außer dem flachen Basisabschnitt 11 und den
beiden Dichtlippen 7 noch zwei entgegengesetzt zur Erstreckung der Dichtlippen 7 weisende
U-Schenkel 12 auf, die dafür vorgesehen sind, die Kanten 24, 25 der Glasscheiben 2, 3 zu
umfassen und das Randprofil 10 daran insgesamt elastisch festzuklammern. Im übrigen kann
aber auch das Profil 10 mit seinem flachen, in etwa bandförmigen Basisteil 11 auch auf den
Rand der Isolierglasscheibe aufgeklebt werden, d. h. auf die Stirnseiten 22, 23 der Innen- bzw.
Außenscheibe 2 bzw. 3 und auf das Abdichtungs- und Klebeprofil 6 des Randverbundes 4.
Wenn das Profil 10 fest und dicht mit dem Abdichtungs- und Klebeprofil 6 verbunden ist, so
braucht für dieses keine Belüftung vorgesehen zu werden, da sich auch keine Feuchtigkeit
zwischen der Bahn 11 und dem Profil 6 ansammeln kann. Es kann jedoch auch zweckmäßig
sein und ist insbesondere in der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen,
wenn das Basisteil 11 des Dämmprofiles 10 mindestens teilweise durchlöchert oder porös ist.
In diesem Fall ist ein Verkleben des Dämm- bzw Randprofiles mit dem Rand der Isolierglas
scheibe nicht unbedingt erforderlich. Das Dämmprofil 10 kann im Prinzip als Endlosprofil
hergestellt werden und an den Rändern von Isolierglasscheiben 1 umlaufend angeklebt bzw.
angeklammert werden. Dabei ist es jedoch auf jeden Fall zweckmäßig, wenn zumindest im
unteren Bereich der jeweiligen Isolierglasscheibe die Dichtlippen 7 und gegebenenfalls auch
die Profilbasis 11 Durchbrechungen aufweisen, die den Abfluß von etwaigem Kondenswasser
erlauben, welches sich an der Isolierglasscheibe ansammelt und nach unten abfließt.
In Fig. 3 erkennt man die Wirkung des Dämmprofiles in Verbindung mit dem Übergang
zwischen den Isolierglasscheiben 1 und einem Pfosten oder Riegel einer Glasfassade. Für die
folgende Beschreibung wird ohne Beschränkungsabsicht angenommen, daß es sich dabei um
einen vertikal verlaufenden Pfosten handelt, wobei jedoch die horizontal verlaufenden Riegel
im wesentlichen die gleiche Struktur und identischen Querschnitt haben können.
Der Pfosten besteht aus einem Innenprofil 32 und einem Außenprofil 31, die durch einen
Dämm- bzw. Verbindungssteg 33 miteinander verbunden sind, und zwar mit Hilfe einer
Schraube 34, wobei das Außenprofil 31 und die Schraube 34 durch eine aufgeklipste
Abdeckschiene 35 abgedeckt sind. Die Ränder der Isolierglasscheiben 1 werden unter der
Wirkung der Schraube 34 zwischen gegenüberliegenden Abschnitten des Innenprofils 32 und
des Außenprofils 31 eingeklemmt, wobei elastische Unterlagen bzw. Dämpfungsprofile die von
den Profilen 31, 32 ausgeübten Kräfte gleichmäßig auf die Oberfläche der Außenscheibe 3 und
der Innenscheibe 2 gleichmäßig verteilen, um so die Isolierglasscheiben 1 sicher zu halten.
Die beiden einander gegenüberliegenden Ränder bzw. Randflächen der Isolierglasscheiben 1
sind mit dem erfindungsgemäßen Dämmprofil 10 ausgestattet, wie es beispielhaft in Fig. 2
dargestellt ist. Wie man erkennt, erstrecken sich die Dichtlippen 7 des Dämmprofiles 10 von
der Isolierglasscheibe 1 bzw. dem Basisteil 11 des Dämmprofiles 10 bis an den Dämmsteg 33
heran, der das Innenprofil 32 mit dem Außenprofil 31 verbindet und der im allgemeinen aus
Kunststoff oder einem anderen, schlecht wärmeleitenden Material besteht. Dadurch wird der
beiderseits des Verbindungssteges 33 verbleibende Freiraum, der sich in Fig. 3 in horizontaler
Richtung zwischen den Rändern der Glasscheiben 1 und dem Verbindungssteg 33 erstreckt
und in vertikaler Richtung von den den Scheiben 1 zugewandten Flächen des Innenprofils 32
durchgehend bis zu den gegenüberliegenden Innenflächen des Außenprofils 31 verläuft, in
mehrere Zwischenräume aufgeteilt. Während ansonsten über den genannten Freiraum die
Innenfläche des Außenprofils 31 und die diesen zugewandten Flächen des Innenprofils 32 per
Konvektion durch die in diesem Raum befindliche Luft in Wärmeaustausch stehen, wird diese
Konvektion zumindest in Richtung vom Innenprofil zum Außenprofil und umgekehrt durch die
erfindungsgemäßen Dichtlippen 7 bzw. die Dämmprofile 10 mit den Dichtlippen 7 unter
bunden. Der vorher durchgehende Freiraum ist nunmehr aufgeteilt in eine äußere, d. h. dem
Außenprofil 31 zugewandte Kammer, eine mittlere Kammer zwischen den beiden Dichtlippen
7 und eine Innenkammer zwischen der unteren Dichtlippe 7 und den dieser zugewandten
Flächen des Innenprofils 32. Dies erhöht sowohl den Wärmedurchgangswiderstand als auch
die Schalldämmung des betreffenden Verbundes.
Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform, die der Ausführungsform gemäß Fig. 3 sehr ähnlich ist
mit dem einzigen wesentlichen Unterschied, daß in Fig. 4 der Rand eines Fensters in einer
Glasfassade dargestellt ist, so daß also neben dem rechts unten in Fig. 4 erkennbaren
Innenprofil 32' ein weiteres Innenprofil 37 vorgesehen ist, das den Rahmen eines Fenster
flügels bildet, der mit der Isolierglasscheibe 1 fest verbunden ist. In diesem Fall hat auch das
innere Abstandsprofil 5, des Randverbundes 4 zwischen Außenscheibe 3 und Innenscheibe
2 der Isolierglasscheibe 1 eine etwas andere Querschnittform als in den zuvor dargestellten
Ausführungsformen, ohne daß dies für die vorliegende Erfindung von Belang wäre.
Weiterhin ist in Fig. 4 im Gegensatz zu Fig. 3 ein äußeres Dichtungsprofil 36 zu erkennen,
welches sich auf die Oberfläche der Außenscheiben 3 auflegt, und man erkennt noch ein
inneres Dichtungsprofil 38, welches eine dichte Verbindung zwischen den inneren Profilen 32'
und 37 herstellt und gleichzeitig auch den Abschluß der inneren Konvektionskammer bildet,
deren äußere Wand von einer der Dichtlippen 7 gebildet wird.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 5 ist der Ausführungsform der Fig. 4 wiederum relativ
ähnlich, wobei der wesentliche Unterschied nur noch darin besteht, daß die Außenscheiben
3' der Isolierglasscheiben 1 an ihrer Außenkante 25 deutlich abgeschrägt sind und das
Außenprofil 31' in diesen Bereich zwischen den gegenüberliegenden abgeschrägten
Abschnitten der Außenscheiben 3' eingelassen ist, so daß eine in diesem Fall eingeklipste
Abdeckscheibe 35' nahezu bündig mit der Oberfläche der Außenscheiben 3' der Isolierglas
scheiben 1 abschließt, so daß die Übergänge benachbarter Scheiben zueinander von außen
kaum noch erkennbar sind. Auch der Verbindungssteg 33' hat in diesem Fall eine etwas
abweichende Form. Schließlich sind auch die Dämmprofile 10 eventuell an die andersartige
Form der Außenscheibe bzw. des Randes der Außenscheibe 3' angepaßt und sie erstrecken
sich nur über den zur Ebene der Isolierglasscheiben 1 senkrechten Abschnitt des Randes,
wobei der Basisabschnitt 11 im Vergleich zu den Ausführungsformen der Fig. 3 und 4
entsprechend schmaler ausgebildet ist, solange nicht eine entsprechend dickere Isolierglas
scheibe 1 verwendet wird. Auch der obere U-Schenkel 12 des Dämmprofiles 10 kann
zumindest an seiner Unterseite entsprechend abgeschrägt sein, damit die dem Rand der
Isolierglasscheibe zugewandte Seite des Dämmprofiles 10 exakt dieselbe Form hat wie der
Rand der Glasscheibe, einschließlich der kurzen Abschnitte um die Kanten 24 bzw. 25 herum,
die noch von den Schenkeln 12 des Dämmprofiles 10 erfaßt werden.
Es versteht sich, daß man einen wesentlichen Teil des Erfolges der vorliegenden Erfindung
auch schon mit der Verwendung einer einzigen Dichtlippe erzielen kann, und daß, wie schon
in Verbindung mit Fig. 1 dargelegt, die Dichtlippen auch als Einzelteile bzw. einzelne Streifen
an die Glasscheibenränder oder an den Abdicht- und Klebestreifen 6 angeklebt bzw.
eingegossen oder einstückig mit diesen ausgebildet werden können.
Auch die Querschnittform der Dichtlippen 7 kann selbstverständlich gegenüber der
dargestellten, leicht sichelförmig gebogenen Form variiert werden, und die Dichtlippen 7
können einen im Querschnitt exakt geraden Verlauf oder dreieckig verjüngten Verlauf haben.
Claims (8)
1. Randprofil für Isolierglasscheiben, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens eine
elastische Dichtlippe aufweist, die sich parallel zum Rand der Isolierglasscheibe und im
wesentlichen über dessen gesamte Länge erstreckt, mit dem Rand der Isolierglas
scheibe dauerhaft verbunden ist und sich mit der freien Dichtlippenkante vom Rand der
Isolierglasscheibe weg erstreckt.
2. Randprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Randprofil zwei
Dichtlippen im Abstand voneinander und parallel zueinander verlaufend angeordnet
sind.
3. Randprofil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es an den Rand einer
Isolierglasscheibe angeklebt ist.
4. Randprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dichtlippe am Randprofil der Isolierglasscheibe in der Nähe der Außenscheibe und/oder
der Innenscheibe befestigt bzw. angeformt ist.
5. Randprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es ein
Basisprofil aufweist, welches eine gegenüber der Dicke der Dichtlippe erheblich größere
Auflage- bzw. Verbindungsfläche für die Verbindung mit dem Rand der Isolierglas
scheibe aufweist.
6. Randprofil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Basisprofil eine Breite
hat, die in etwa der Dicke der Isolierglasscheibe entspricht, so daß das Basisprofil im
wesentlichen den gesamten Rand einer zugehörigen Isolierglasscheibe abdeckt.
7. Randprofil nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Basisprofil im
wesentlichen U-förmig ausgebildet ist und zwei im Verhältnis zur Profilbreite sehr kurze
U-Schenkel aufweist, die die jeweils außen liegenden Kanten von Außenscheibe bzw.
Innenscheibe einer Isolierglasscheibe umgreifend vorgesehen sind.
8. Randprofil für Isolierglasscheiben, dadurch gekennzeichnet, daß es Öffnungen bzw.
Durchbrechungen zur Ableitung von Kondenswasser aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997150202 DE19750202A1 (de) | 1997-11-13 | 1997-11-13 | Randprofil für Isolierglasscheiben |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1997150202 DE19750202A1 (de) | 1997-11-13 | 1997-11-13 | Randprofil für Isolierglasscheiben |
Publications (1)
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| DE19750202A1 true DE19750202A1 (de) | 1999-05-20 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19750202A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10015838A1 (de) * | 2000-03-30 | 2001-10-11 | Evg Bauprofil System Entwicklungs & Vermarktungsgesellschaft Mbh | Zusatzelement für Isolierglasscheiben |
| CN103938993A (zh) * | 2014-04-24 | 2014-07-23 | 北京多保阳光幕墙科技有限公司 | 一种断桥隔声铝合金门窗 |
-
1997
- 1997-11-13 DE DE1997150202 patent/DE19750202A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10015838A1 (de) * | 2000-03-30 | 2001-10-11 | Evg Bauprofil System Entwicklungs & Vermarktungsgesellschaft Mbh | Zusatzelement für Isolierglasscheiben |
| CN103938993A (zh) * | 2014-04-24 | 2014-07-23 | 北京多保阳光幕墙科技有限公司 | 一种断桥隔声铝合金门窗 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |