DE19748782A1 - Hydraulische Hubvorrichtung für batteriegetriebene Flurförderzeuge oder dergleichen - Google Patents
Hydraulische Hubvorrichtung für batteriegetriebene Flurförderzeuge oder dergleichenInfo
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- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66F—HOISTING, LIFTING, HAULING OR PUSHING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. DEVICES WHICH APPLY A LIFTING OR PUSHING FORCE DIRECTLY TO THE SURFACE OF A LOAD
- B66F9/00—Devices for lifting or lowering bulky or heavy goods for loading or unloading purposes
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Description
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Hubvorrichtung
für batteriegetriebene Flurförderzeuge oder dergleichen,
mit wenigstens einem hydraulischen Hubzylinder und wenig
stens einer hydraulischen Nebenfunktion, mit einer an einen
Elektromotor gekuppelten Pumpe, deren Saugleitung mit ei
nem Tank verbunden ist, und mit steuerbaren Ventilen in
einer von der Druckseite der Pumpe ausgehenden Drucklei
tung bzw. in den vom Hubzylinder und/oder von den Neben
funktionen ausgehenden, zu einem Tank führenden Rücklauf
leitungen.
Derartige Hubvorrichtungen sind in verschiedenen Ausfüh
rungen bekannt (vgl. z. B. DE 43 17 782 C2 mit Hinweisen
auf weitere Druckschriften) . Bei den meisten bekannten
Hubvorrichtungen wird die beim Senken der Last freiwerdende
mechanische Energie rückgewonnen, z. B. dadurch, daß die
für den Hubbetrieb verantwortliche Pumpe oder eine andere
Pumpe mit dem Druckmittel aus dem Rücklauf des Hubzylin
ders beaufschlagt wird, so daß der an die Pumpe ange
schlossene Elektromotor als Generator arbeitet. Regelmäßig
wird dazu die Pumpe umgesteuert, d. h. sie arbeitet beim
Senkbetrieb zur Energierückgewinnung mit gegenläufiger
Drehrichtung. Um ein ruckfreies Umschalten der Pumpe zu
ermöglichen, werden mehr oder weniger aufwendige Schal
tungen eingesetzt. Ein grundsätzlicher Nachteil bei dieser
Art von Energierückgewinnung ist aber, daß die beim Senken
der Last freiwerdende mechanische Energie in elektrische
Energie umgewandelt wird, die in der Batterie gespeichert
wird. Zur Nutzung der rückgewonnenen Energie muß die elek
trische Energie aus der Batterie wieder in mechanische
Energie umgesetzt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Energierückgewinnung zu
verbessern und insbesondere die beim Senken freiwerdende
Energie unmittelbar für Nebenfunktionen zu nutzen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Rücklaufleitung
vom Hubzylinder in die Saugleitung der Pumpe mündet und
daß die Saugleitung zwischen der Mündung der Rücklauflei
tung und dem Tank ein Rückschlagventil aufweist. Damit
wird erreicht, daß beim Senken der Last das aus dem Hubzy
linder ausströmende Druckmittel von der Saugseite her in
die Pumpe eintritt und dadurch die Drehzahl der Pumpe er
höht. Werden keine Nebenfunktionen angesteuert, dann be
wirkt die erhöhte Drehzahl der Pumpe, daß der an die Pumpe
gekoppelte Motor als Generator arbeitet und überschüssige
Energie an die Batterie abgibt. Werden Nebenfunktionen
angesteuert, dann kann dafür die erhöhte Druckmittelabgabe
der Pumpe bzw. die damit verbundene, beim Senken der Last
freiwerdende mechanische Energie unmittelbar genutzt wer
den.
Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung sind in der
von der Pumpe vom Hubzylinder führenden Druckleitung ein
Hubventil und ein dem Hubzylinder benachbartes Senkventil
angeordnet, zwischen denen die Rücklaufleitung des Hubzylinders
an die Druckleitung angeschlossen ist, wobei das
Senkventil als Mehrwege-Ventil ausgebildet ist, das beim
Hubbetrieb den Rücklauf aus dem Hubzylinder sperrt und
beim Senkbetrieb den Rücklauf freigibt. Auch das Hubventil
ist vorzugsweise als Mehrwege-Ventil ausgebildet, das bei
Hubbetrieb den Druckmittelfluß zum Hubzylinder freigibt
und die Rücklaufleitung vom Hubzylinder sperrt sowie beim
Senkbetrieb die Rücklaufleitung und über eine Druckmittel
nebenleitung den Druckmittelfluß zu der oder den Neben
funktionen freigibt.
Bei einer Ausführung der Erfindung ist als Nebenfunktion
ein doppelt wirkender Neigezylinder angeordnet, wobei in
der Druckmittelnebenleitung ein Mehrwege-Ventil angeordnet
ist, das in einer Ruhestellung die Druckmittelnebenleitung
mit dem Tank sowie in den anderen Stellungen jeweils einen
Arbeitsraum des Neigezylinders mit der Druckmittelnebenleitung
und den anderen Arbeitsraum mit dem Tank verbin
det. Wird die Nebenfunktion nicht angesteuert, dann fließt
das von der Pumpe abgegebene Druckmittel unmittelbar in
den Tank. Anderenfalls wird die beim Senken freiwerdende
Energie unmittelbar für den Betrieb der Nebenfunktion ge
nutzt.
Zusätzlich kann ein Druckbegrenzungsventil vorgesehen
sein, das in einer von der Druckleitung zwischen Pumpe und
Hubventil ausgehenden und zum Tank führenden Zweigleitung
angeordnet ist.
Da Flurförderzeuge in der Regel lenkbar sind und die Len
kung stets betriebsbereit sein muß, geht ein weiterer Vor
schlag der Erfindung dahin, ein Prioritätsventil vorzuse
hen, das in der Druckleitung zwischen Pumpe und Hubventil
angeordnet ist. Dieses Prioritätsventil wird beim Betäti
gen der Lenkung so angesteuert, daß die Lenkung dann mit
Druckmittel versorgt wird.
Im folgenden wird ein in der Zeichnung dargestelltes Aus
führungsbeispiel der Erfindung erläutert. Die einzige Fi
gur zeigt schematisch ein Blockschaltbild einer hydrauli
schen Hubvorrichtung für batteriegetriebene Flurförderzeu
ge oder dergleichen.
Zu der dargestellten Hubvorrichtung gehört ein hydrauli
scher Hubzylinder 1, der über eine Druckleitung 2 von ei
ner Pumpe 3 mit Druckmittel versorgt wird. Die Pumpe 3 ist
mit einem Elektromotor 4 gekuppelt, der auch einen Genera
torbetrieb zuläßt. Im Ausführungsbeispiel ist der Elektro
motor ein Drehstrommotor. Es kann aber auch ein Gleich
strommotor sein. Der Elektromotor 4 wird von einer nicht
dargestellten Batterie mit elektrischer Energie versorgt.
In der Druckleitung 2 sind ein der Pumpe 3 zugewandtes
Hubventil 5 und ein dem Hubzylinder 1 zugewandtes Senkven
til 6 angeordnet. Zwischen dem Hubventil 5 und dem Senk
ventil 6 ist an die Druckleitung 2 eine Rücklaufleitung 7
angeschlossen, deren anderes Ende in eine vom Tank 8 zur
Pumpe 3 führende Saugleitung 9 mündet. Zwischen dem Tank 8
und der Mündung 10 der Rücklaufleitung 7 befindet sich in
der Saugleitung 9 eine Rückschlagventil 11.
Das Senkventil 6 ist als Mehrwege-Ventil ausgebildet, das
beim Hubbetrieb mit einem Rückschlagventil 12 den Rücklauf
aus dem Hubzylinder 1 sperrt und beim Senkbetrieb mit ei
nem Durchgang 13 den Rücklauf aus dem Hubzylinder 1 frei
gibt.
Das Hubventil 5 ist ebenfalls als Mehrwege-Ventil ausge
bildet, das beim Hubbetrieb mit einem Durchgang 14 den
Druckmittelfluß des Hubzylinders 1 freigibt und die Rück
laufleitung 7 vom Hubzylinder 1 sperrt sowie beim Senkbe
trieb in der dargestellten Position die Rücklaufleitung 7
vom Hubzylinder 1 und über eine Druckmittelnebenleitung 15
den Druckmittelfluß zu einer Nebenfunktion freigibt.
Als Nebenfunktion ist bei der dargestellten Ausführung ein
doppelt wirkender Neigezylinder 16 vorgesehen, dessen Ar
beitsräume 17, 18 über ein Mehrwege-Ventil derart ansteu
erbar sind, daß in einer Ruhestellung die Druckmittelne
benleitung 15 über einen Durchgang 19 mit einer zum Tank 8
führenden Leitung 20 sowie in den anderen Stellungen über
Durchgänge 21 bzw. 22 jeweils einen Arbeitsraum 17 bzw. 18
des Neigezylinders 16 mit der Druckmittelnebenleitung 15
und den anderen Arbeitsraum 18 bzw. 17 mit der zum Tank 8
führenden Leitung 20 verbindet.
Ferner ist ein Druckbegrenzungsventil 23 vorgesehen, das
zwischen einer von der Druckleitung 2 zwischen Pumpe 3 und
Hubventil 5 ausgehenden Zweigleitung 24 sowie der zum Tank
8 führenden Leitung 20 angeordnet ist.
Schließlich ist in der Druckleitung 2 zwischen Pumpe 3 und
Hubventil 5 ein Prioritätsventil 25 angeordnet, über das
eine mit dem Tank 8 verbundene Lenkung 26 mit Druckmittel
versorgt wird. Das Prioritätsventil wird bei Betätigen der
Lenkung 26 über eine Steuerleitung 27 betätigt und stellt
sicher, daß die Lenkung 26 während des Betriebes stets
ausreichend mit Druckmittel versorgt wird.
Für den Hubbetrieb wird das Hubventil 5 betätigt, d. h. in
Richtung des Pfeils 28 verstellt. Das Druckmittel fließt
dann von der Pumpe 3 über die Druckleitung 2, den Durch
gang 14 des Hubventils 5 und das Rückschlagventil 12 des
Senkventils 6 in den Arbeitsraum des Hubzylinders 1.
Beim Senken wird das Hubventil 5 in die dargestellte Posi
tion gebracht und das Senkventil 6 in Richtung des Pfeils
29 verstellt, so daß das Druckmittel aus dem Arbeitsraum
des Hubzylinders 1 über den Durchgang 13 durch die Rück
laufleitung 7 und den Durchgang 14 des Hubventils 5 weiter
bis zur Mündung 10 der Saugleitung 9 fließen kann. Von
dort, d. h. von der Mündung 10 gelangt das Druckmittel in
die Pumpe 3, die dadurch mit erhöhter Drehzahl angetrieben
wird. Wenn der Neigezylinder 16 nicht angesteuert wird,
bewirkt die erhöhte Drehzahl der Pumpe 3, daß der
Elektromotor 4 als Generator arbeitet und die überschüs
sige Energie in Form von elektrischer Energie an die Bat
terie abgibt. Wird der Neigezylinder 16 durch Betätigen
des in der Druckmittelnebenleitung 15 liegenden Mehrwege-
Ventils angesteuert, dann wird die für den Betrieb des
Neigezylinders 16 erforderliche Energiemenge ohne Ener
gieumwandlung aus der beim Senken des Hubzylinders 1
freiwerdenden Energiemenge entnommen.
Das Druckbegrenzungsventil 23 verhindert den Aufbau über
kritischer Drucke im System. Das Prioritätsventil 25 sorgt
dafür, daß die Lenkung 26 sowohl beim Hubbetrieb als auch
beim Senkbetrieb stets mit dem erforderlichen Druckmittel
versorgt wird.
Claims (6)
1. Hydraulische Hubvorrichtung für batteriegetriebene
Flurförderzeuge oder dergleichen, mit wenigstens einem
hydraulischen Hubzylinder und wenigstens einer hydrauli
schen Nebenfunktion, mit einer an einen Elektromotor ge
kuppelten Pumpe, deren Saugleitung mit einem Tank verbun
den ist, und mit steuerbaren Ventilen in einer von der
Druckseite der Pumpe ausgehenden Druckleitung bzw. in den
von Hubzylinder und/oder von den Nebenfunktionen ausgehen
den, zu einem Tank führenden Rücklaufleitungen, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rücklaufleitung (7) vom Hubzylin
der (1) in die Saugleitung (9) der Pumpe (3) mündet und
daß die Saugleitung (9) zwischen der Mündung (10) der
Rücklaufleitung (7) und dem Tank (8) ein Rückschlagventil
(11) aufweist.
2. Hubvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß in der von der Pumpe (3) zum Hubzylinder (1) füh
renden Druckleitung (2) ein Hubventil (5) und ein dem
Hubzylinder (1) benachbartes Senkventil (6) angeordnet
sind, zwischen denen die Rücklaufleitung (7) des Hubzylin
ders (1) an die Druckleitung (2) angeschlossen ist, und
daß das Senkventil (6) als Mehrwege-Ventil ausgebildet
ist, das beim Hubbetrieb den Rücklauf aus dem Hubzylinder
(1) sperrt und beim Senkbetrieb den Rücklauf freigibt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Hubventil (5) als Mehrwege-Ventil ausge
bildet ist, das beim Hubbetrieb den Druckmittelfluß zum
Hubzylinder (1) freigibt und die Rücklaufleitung (7) vom
Hubzylinder (1) sperrt sowie beim Senkbetrieb die Rück
laufleitung (7) und über eine Druckmittelnebenleitung (15)
den Druckmittelfluß zu der oder den Nebenfunktionen frei
gibt.
4. Hubvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wo
bei als Nebenfunktion ein doppelt wirkender Neigezylinder
(16) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Druckmittelnebenleitung (15) ein Mehrwege-Ventil angeord
net ist, das in einer Ruhestellung die Druckmittelneben
leitung (15) mit dem Tank (8) sowie in den anderen Stel
lungen jeweils einen Arbeitsraum (17, 18) des Neigezylin
ders (16) mit der Druckmittelnebenleitung (15) und den
anderen Arbeitsraum (18, 17) mit dem Tank (8) verbindet.
5. Hubvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, ge
kennzeichnet durch ein Druckbegrenzungsventil (23), das
zwischen einer von der Druckleitung (2) zwischen Pumpe (3)
und Hubventil (1) ausgehenden Zweigleitung (24) und der
zum Tank (8) führenden Leitung (20) angeordnet ist.
6. Hubvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, ge
kennzeichnet durch ein Prioritätsventil (25) zur Versor
gung der Lenkung (26) mit Druckmittel, das in der Druck
leitung (2) zwischen Pumpe (3) und Hubventil (1) angeord
net ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997148782 DE19748782A1 (de) | 1997-11-05 | 1997-11-05 | Hydraulische Hubvorrichtung für batteriegetriebene Flurförderzeuge oder dergleichen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1997148782 DE19748782A1 (de) | 1997-11-05 | 1997-11-05 | Hydraulische Hubvorrichtung für batteriegetriebene Flurförderzeuge oder dergleichen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19748782A1 true DE19748782A1 (de) | 1999-05-06 |
Family
ID=7847637
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE1997148782 Ceased DE19748782A1 (de) | 1997-11-05 | 1997-11-05 | Hydraulische Hubvorrichtung für batteriegetriebene Flurförderzeuge oder dergleichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19748782A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19921629A1 (de) * | 1999-05-10 | 2000-11-16 | Dambach Lagersysteme Gmbh | Hydraulische Hubvorrichtung |
| DE10033223A1 (de) * | 2000-07-07 | 2002-01-17 | Dambach Lagersysteme Gmbh | Verfahren zur Steuerung einer hydraulischen Antriebseinheit in einem Regalbediengerät |
| EP1671920A1 (de) * | 2004-12-14 | 2006-06-21 | Jungheinrich Aktiengesellschaft | Hydraulisches System zur Versorgung eines Hauptverbrauchers und mindestens eines Nebenverbrauchers in einem Flurförderzeug |
| WO2011060844A1 (de) * | 2009-11-17 | 2011-05-26 | Robert Bosch Gmbh | Hydraulikantrieb mit energierückgewinnung |
| DE102009008514B4 (de) | 2009-02-11 | 2019-08-14 | Still Gmbh | Hydrostatisches Antriebssystem einer mobilen Arbeitsmaschine |
-
1997
- 1997-11-05 DE DE1997148782 patent/DE19748782A1/de not_active Ceased
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