DE19747287A1 - Verfahren zum Offenend-Spinnen - Google Patents
Verfahren zum Offenend-SpinnenInfo
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- D01H4/00—Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
- D01H4/04—Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques imparting twist by contact of fibres with a running surface
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Offenend-Spinnen, bei
welchem
- - wenigstens ein Faserband zu Einzelfasern aufgelöst wird,
- - aus parallelen, in der Bewegungsrichtung gestreckten Einzelfa sern ein breiter Faserschleier gebildet wird,
- - der Faserschleier mittels einer bewegten Sammelfläche bis zu einer Übergabestelle transportiert wird,
- - die Einzelfasern an der Übergabestelle von der Sammelfläche an eine Transportfläche übergeben werden, wobei die momentane Winkellage der Einzelfasern im wesentlichen beibehalten wird,
- - die Einzelfasern mittels der Transportfläche zu einer Spinnli nie transportiert werden, die auf der Transportfläche quer zu ihrer Bewegungsrichtung verläuft, und
- - die Einzelfasern längs der Spinnlinie in einen Faden einge sponnen werden, der in seiner Längsrichtung abgezogen wird.
Ein Spinnverfahren dieser Art ist durch die DE 196 01 958 A1
Stand der Technik. Bei diesem Verfahren wird ein breiter Faser
schleier aus geordneten, parallelen und in Bewegungsrichtung
gestreckten Fasern gebildet, wobei die Anzahl der Fasern im
Faserschleier bereits der Anzahl der Fasern im späteren Faden
querschnitt entspricht, sofern keine nachträgliche Verdichtung
eintritt. Unmittelbar nach dem Auflösen des Faserbandes zu
Einzelfasern, also zu einem Zeitpunkt, zu welchem die Einzelfa
sern noch keine allzu hohe Geschwindigkeit haben, wird der
Faserschleier mit kontrollierter Geschwindigkeit von einer
mechanischen Sammelfläche aufgenommen. Diese kontrollierte
Geschwindigkeit erlaubt es, die Einzelfasern während des gesamten
Spinnprozesses ohne jegliche Stauchung stets gestreckt zu halten.
Nachteilig an dem bekannten Verfahren ist, daß die Einzelfasern
mehr oder weniger senkrecht an der Spinnlinie auftreffen, so daß
das Ende des sich bildenden Fadens zunächst einen Falschdrall
erhält, der vor einem Erteilen einer echten Drehung erst wieder
rückgängig gemacht werden muß. Die Folge ist ein nicht genügend
reißfester Faden.
Durch die DE 43 19 203 A1 ist es grundsätzlich bekannt, daß es
günstig ist, wenn die Einzelfasern weitgehend parallel zur
Spinnlinie in den sich bildenden Faden eingebunden werden. Bei
dem bekannten Verfahren soll das dadurch erreicht werden, daß die
von einer Auflösewalze unter der Wirkung der Zentrifugalkraft
abgeschleuderten Einzelfasern in Flugrichtung von einer Luft
strömung begleitet werden, welche die Fasern parallel zur Spinn
linie ausrichten soll. Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Fasern
mit derartigen pneumatischen Mitteln nicht parallel in die
Spinnlinie gelangen, sondern mehr oder weniger quer dazu, so daß
sich auch bei diesem Verfahren zunächst ein großer Falschdrall im
entstehenden Fasern bildet.
Auch in der deutschen Offenlegungsschrift 1 510 937 ist die
Anregung gegeben, die aufgelösten Einzelfasern auf einer Trans
portfläche parallel zur Spinnlinie abzulegen. Die Druckschrift
schweigt sich jedoch darüber aus, wie ein quer zur Transportflä
che zugeführtes Faserband zu Einzelfasern derart aufgelöst werden
kann, daß die Einzelfasern in der gewünschten Richtung auf der
Transportfläche abgelegt werden.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ausgehend von
einem erzeugten Faserschleier der eingangs genannten Art die
Fasern mechanisch kontrolliert derart der Spinnlinie zuzuführen,
daß ihre Lage weitgehend parallel zur Spinnlinie verläuft, so daß
jeglicher Falschdrallanteil bei der Fadenbildung so gering wie
möglich ist.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß
- - an der übergabestelle der jeweils vordere Teil des Faser schleiers in vorgegebenem Takt als Fasergruppe an die Transport fläche übergeben wird und
- - daß die Transportfläche quer zur Bewegungsrichtung der Sammel fläche bewegt wird, so daß die Einzelfasern auf der Transport fläche quer zur neuen Bewegungsrichtung und somit im wesentlichen parallel zur Spinnlinie abgelegt werden.
Obgleich sowohl die Sammelfläche als auch die Transportfläche
jeweils mit kontinuierlicher Geschwindigkeit bewegt werden,
erfolgt also die Übergabe der Einzelfasern von der Sammelfläche
an die Transportfläche intermittierend. Die Einzelfasern werden
als Fasergruppen in bestimmten Taktschritten in kleinen Sekun
denbruchteilen übergeben. Diese Methode macht es möglich, daß
jeder Punkt einer Einzelfaser sich zum gleichen Zeitpunkt von der
Sammelfläche löst und auf die Transportfläche gelangt. Die
Einzelfasern werden somit in ihrer ganzen Länge spontan in die
neue Bewegungsrichtung, quer zur alten Bewegungsrichtung, be
schleunigt, ohne daß sich die bisherige Winkellage der Einzelfa
sern selbst ändert. Selbstverständlich muß die Länge der überga
bestelle deutlich größer sein als die Stapellänge der zu ver
spinnenden Einzelfasern. Die getaktete Übergabe erfolgt immer
dann, wenn der vordere Teil des Faserschleiers, also eine Faser
gruppe, den Raum der übergabestelle ganz ausgefüllt hat.
Mit der Geschwindigkeit der Transportfläche läßt sich der Abstand
der Einzelfasern voneinander bestimmen, wobei der Abstand so
deutlich sein soll, daß ein reines Offenend-Spinnen entsteht.
Damit die Einzelfasern auf der Sammelfläche und auf der Trans
portfläche zum einen gut haften, zum anderen jedoch bei Bedarf
die Haftung sofort aufgehoben werden kann, werden die Einzelfa
sern durch Besaugung an der Sammelfläche und an der Transport
fläche gehalten.
Günstig ist es, wenn die der Sammelfläche zugewandte Transport
fläche an der Übergangsstelle in geringem Abstand kreuzend an der
Sammelfläche vorbeigeführt wird, wobei die getaktet zu überge
bende Fasergruppe von der Sammelfläche insgesamt abgehoben und
auf die Transportfläche aufgelegt wird. Für die Sammelfläche und
die Transportfläche eignen sich dabei am besten plane Flächen,
beispielsweise ein Siebband oder eine Siebscheibe. Alternativ
kommen jedoch auch Siebtrommeln in Frage, sofern diese einen
genügend großen Durchmesser haben. Der geringe Abstand gewähr
leistet eine genügend schnelle Übergabe, die im Bereich von
Millisekunden liegt. Der Abstand sollte zwischen 3 und 4 mm
betragen. Dadurch läßt sich, ohne die Winkellage der Einzelfasern
zu verändern, eine spontane Richtungsänderung festlegen, d. h.
die zunächst in ihrer Längsrichtung bewegten Einzelfasern werden
innerhalb von Sekundenbruchteilen quer zu ihrer Längsausrichtung
bewegt.
Zweckmäßig ist es, wenn während der getakteten Übergabe einer
Fasergruppe von der Sammelfläche an die Transportfläche die
Besaugung der Sammelfläche im Bereich der Übergabestelle vor
übergehend unterbrochen wird. Dadurch wird die Haftung im Bereich
der Übergabestelle schlagartig vollständig aufgehoben. Die
Besaugung an der Übergabestelle muß dabei natürlich von den
Besaugungen der übrigen Bereiche der Sammelfläche getrennt sein.
Die Transportfläche hingegen kann unterbrechungslos besaugt
werden. Während der Befüllung der Übergabestelle durch eine
Fasergruppe bleibt der Unterdruck erhalten, während der getak
teten Übergabe der Einzelfasern von der Sammelfläche an die
Transportfläche wird der Unterdruck für Sekundenbruchteile
aufgehoben.
Um die Übergabe der Einzelfasern zu beschleunigen, kann während
der Unterbrechung der Besaugung das Abheben der Fasergruppe von
der Sammelfläche durch Druckluft unterstützt werden.
Gegebenenfalls kann es günstig sein, wenn der Faserschleier
bereits bei seinem Bilden während des Auflösens des Faserbandes
in Fasergruppen aufgeteilt wird. Unmittelbar vor der Übergabe
stelle bleibt somit ein Stück der Sammelfläche jeweils frei von
Einzelfasern, zumindest jedoch faserärmer als in den übrigen
Bereichen. Dies kann durch eine gesteuerte Ablage der Einzelfa
sern auf der Sammelfläche erreicht werden.
Es läßt sich ferner erreichen, daß die Einzelfasern während der
Übergabe einer Fasergruppe von der Sammelfläche an die Trans
portfläche zusätzlich gestreckt werden. Beispielsweise kann man
die Sammelfläche und die Transportfläche etwas zueinander neigen,
derart, daß sich der Abstand in Bewegungsrichtung der Sammelflä
che etwas vergrößert. Dadurch läßt sich erreichen, daß auf jeden
Fall das Faserende zuerst auf die Transportfläche gelangt,
während der Faserkopf aufgrund seiner ursprünglichen Bewegungs
richtung die Einzelfasern insgesamt noch etwas streckt.
Das Verfahren gestaltet sich dann besonders einfach, wenn die
Transportfläche im Bereich der Spinnlinie an der Drallerteilung
bezüglich des sich bildenden Fadens mitwirkt. Selbstverständlich
sollte zusätzlich eine Drallwalze und gegebenenfalls eine nach
folgende Luftdüse an der Drallerteilung mitwirken.
Obwohl angestrebt wird, die Einzelfasern möglichst parallel zur
Spinnlinie an den sich bildenden Faden anzudrehen, kann es
zweckmäßig sein, wenn ein zusätzlicher Falschdrall als Schutz
drall erteilt wird. Der Falschdrall sollte natürlich sehr schwach
sein. Dies kann durch eine leicht schief gestellte Drallwalze
erreicht werden, wodurch sich die entstehende Fadenspitze verfe
stigt, so daß sie sich vom entstehenden Faden nicht abhängen
kann. Nach Verlassen der Transportfläche wird der Falschdrall
ohnehin wieder herausgenommen.
Die Erfindung betrifft auch Vorrichtungen zum Durchführen des
Verfahrens, die im einzelnen den Unteransprüchen und der nach
folgenden Beschreibung der schematisch dargestellten Ausfüh
rungsbeispiele entnommen werden können.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Durchführen des erfindungsgemäßen
Spinnverfahrens,
Fig. 2 den Bereich der Übergabestelle von der Sammelfläche an
die Transportfläche zwecks Erläuterung des eigentlichen Erfin
dungsgedankens,
Fig. 3 die intermittierende Besaugung an der Übergabestelle,
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung der Übergabestelle mit einer
geänderten Einzelheit,
Fig. 5 den Bereich der Auflöseeinrichtung,
Fig. 6 eine anders gestaltete Auflöseeinrichtung,
Fig. 7 eine Darstellung ähnlich Fig. 2, wobei der Faserschleier
in Fasergruppen transportiert wird,
Fig. 8 die sich überlappend an der Spinnlinie ankommenden
Fasergruppen,
Fig. 9 einen Axialschnitt durch ein die Sammelfläche enthalten
des Transportmittel,
Fig. 10 eine Ausführung ähnlich Fig. 9,
Fig. 11 das Bilden von Faserkolonnen auf der Sammelfläche,
Fig. 12 eine Ausführung ähnlich Fig. 11,
Fig. 13 eine perforierte Lochstreifen enthaltende Transportflä
che,
Fig. 14 den Bereich der Spinnlinie in vergrößerter Darstellung,
Fig. 15 eine Ausführung ähnlich Fig. 1, wobei in den nicht
faserführenden Bereichen der Sammelfläche und der Transportfläche
jeweils Reinigungselemente vorgesehen sind,
Fig. 16 eine sogenannte Doppelspinnstelle,
Fig. 17 einen Querschnitt durch eine Vorrichtung, bei der die
Transportfläche auf einer Siebtrommel großen Durchmessers ange
ordnet ist,
Fig. 18 eine teilweise geschnittene Ansicht in Pfeilrichtung x
auf die Fig. 17.
Die in Fig. 1 dargestellte Spinnstelle zum Offenend-Spinnen
enthält eine Zuführeinrichtung 1 für in Zuführrichtung A zuge
führte, zu verspinnende Faserbänder 2, im vorliegenden Falle für
zwei Faserbänder 2. Der Zuführeinrichtung 1 folgt eine Auflöse
einrichtung 3, welche die Faserbänder 2 zu Einzelfasern 4 auflöst
und diese auf einem ersten, in Transportrichtung B bewegten
Transportmittel 5 ablegt. Die Einzelfasern 4 werden vom ersten
Transportmittel 5 an einer noch näher zu beschreibenden Überga
bestelle 11 an ein zweites Transportmittel 6 übergeben, welches
sich in Transportrichtung c bewegt. Auf diesem zweiten Trans
portmittel 6 gelangen die Einzelfasern 4 zu einer Spinnlinie 7,
die sich quer zur Transportrichtung c erstreckt. Der entlang der
Spinnlinie 7 sich bildende Faden 8 wird in Abzugsrichtung D von
einer Abzugseinrichtung 9 abgezogen und einer Aufspuleinrichtung
10 zugeführt.
Die später ausführlich zu beschreibende Übergabestelle 11, an
welcher die Einzelfasern 4 vom ersten Transportmittel 5 ohne
Änderung ihrer momentanen Winkellage an das zweite Transportmit
tel 6 übergeben werden, bildet den Kern der vorliegenden Erfin
dung.
Die zu verspinnenden Faserbänder 2 werden in Faserbandkannen 12
vorgelegt. Die Zuführeinrichtung 1 enthält eine entsprechend der
Anzahl der Faserbänder 2 sehr breite Zuführwalze 13, die mit
einem vorgeordneten Faserbandführer 14 zusammenwirkt.
Eine der Auflöseeinrichtung 3 zugehörige Auflösewalze 15 löst die
Faserbänder 2 zu Einzelfasern 4 auf und legt die Einzelfasern 4
in Form eines Faserschleiers 16 auf dem ersten Transportmittel 5
ab. Der Faserschleier 16 hat eine Breite, die der Arbeitsbreite
der Zuführwalze 13 und der Auflösewalze 15 entspricht, und
besteht aus parallelen Einzelfasern 4, die in Bewegungsrichtung,
also in Transportrichtung B gestreckt sind. Dieser Faserschleier
16 wird somit unmittelbar nach dem Auflösen der Faserbänder 2 zu
Einzelfasern 4 mit einer definierten Geschwindigkeit bewegt,
wobei der Faserschleier 16 auch in Querrichtung homogen ist.
Das erste Transportmittel 5 ist im vorliegenden Falle als Trans
portscheibe 17 ausgebildet, welche im Bereich ihres Außendurch
messers eine ringförmige Sammelfläche 18 aufweist, die mit einer
Perforation 19 versehen ist. Die ringförmige Sammelfläche 18 ist
durch einen strichpunktierten Bereich dargestellt und an eine
später noch zu beschreibende Saugeinrichtung angeschlossen. Der
Betrachter der Fig. 1 blickt von oben auf die Sammelfläche 18.
Das zweite Transportmittel 6 ist ebenfalls als Transportscheibe
20 ausgebildet, die im Bereich ihres Außendurchmessers mit einer
Transportfläche 21 versehen ist. Die Transportfläche 21, die
ebenfalls durch einen strichpunktierten Kreis dargestellt und
über eine Perforation 22 an eine Besaugung angeschlossen ist,
liegt in geringem Abstand der Sammelfläche 18 gegenüber, ist also
in Fig. 1 unsichtbar. Die Zuordnung der Sammelfläche 18 und der
Transportfläche 21 zueinander wird anhand späterer Figuren noch
eingehender erläutert.
An der genannten Übergabestelle 11 befindet sich eine speziell
ausgestaltete Übergabestation 23, die eine später noch näher zu
erläuternde Schaltstation ist. Sie dient dem Zweck, daß die
Einzelfasern 4 ohne Änderung ihrer momentanen Winkellage von der
Sammelfläche 18 auf die Transportfläche 21 übergeben werden. Dies
bedeutet, daß die Einzelfasern 4 auf der Sammelfläche 18 in
Transportrichtung B ausgerichtet sind, wohingegen sie auf der
Transportfläche 21 quer zur Transportrichtung C abgelegt werden
sollen. Der Zweck dieser Maßnahme ist, daß die Einzelfasern 4 in
eine Richtung orientiert werden, die der Richtung der Spinnlinie
7 weitgehend entspricht.
Die Spinnlinie 7 wird sowohl durch die Transportfläche 21 als
auch durch eine Drallwalze 24 festgelegt, die als Friktionswalze
ausgebildet ist und mit einer perforierten, an eine Besaugung
angeschlossenen Oberfläche versehen ist. Längs der Spinnlinie 7
wird der Faden 8 gebildet, wobei sich die Fadenspitze durch die
Zufuhr der Einzelfasern 4 ständig erneuert.
Die Abzugseinrichtung 9 enthält ein Paar von Abzugswalzen 25, 26,
von denen wenigstens eine angetrieben ist. Über zwei Umlenkfa
denführer 27 und 28 gelangt der Faden 8 zu einer Kreuzspule 30,
die bei Betrieb auf einer Wickelwalze 29 aufliegt und von dieser
angetrieben wird.
Dadurch, daß die Transportscheiben 17 und 20 hochkant gestellt
sind, erhält man eine sehr schmale Spinnstelle, in welcher von
unten nach oben gesponnen wird. Wie ersichtlich, ist die Trans
portfläche 21 breiter als die Sammelfläche 18. Die Breite der
Transportfläche 21 soll der erforderlichen Länge der Spinnlinie 7
entsprechen. Die Sammelfläche 18 hingegen braucht nur so breit zu
sein, daß sie den Faserschleier 16 aufnehmen kann. Erwähnt sei
noch, daß sowohl die Auflösewalze 15 als auch die Drallwalze 24
gegebenenfalls leicht konisch ausgeführt sein können, entspre
chend der Durchmesserveränderung der Sammelfläche 18 und der
Transportfläche 21.
Die Fig. 2 dient der Erläuterung der prinzipiellen Funktions
weise der Übergabestation 23, welche in dieser schematischen
Zeichnung durch eine strichpunktierte Raute dargestellt ist.
Obwohl die Erfindung, wie in Fig. 1 erläutert, vorteilhaft
mittels der Transportscheiben 17 und 20 zu verwirklichen ist,
sind aus Gründen der vereinfachten Darstellung in Fig. 2 das
erste Transportmittel 5 als ein als Siebband ausgebildetes
Transportband 31 und das zweite Transportmittel 6 als ein eben
falls als Siebband dargestelltes Transportband 32 gezeichnet. Da
die bereits beschriebene Transportfläche 21 der Sammelfläche 18
zugewandt ist, also vom Betrachter der Fig. 2 nicht zu sehen
ist, wurde das Transportmittel 6 nur strichpunktiert dargestellt,
damit die auf der Transportfläche 21 abzulegenden Einzelfasern 4
nicht gestrichelt gezeichnet zu werden brauchten.
Man erkennt wieder eine Auflösewalze 15, welche die aufgelösten
Einzelfasern 4 in Form eines Faserschleiers 16 auf der Sammel
fläche 18 ablegt und den Faserschleier 16 in Richtung auf die
Übergabestation 23 transportiert. Man erkennt ferner die Drall
walze 24, welche zusammen mit dem Transportband 32 die Spinnlinie
7 definiert, zu welcher die Einzelfasern 4 in Transportrichtung C
gelangen. Der sich bildende Faden 8 wird in Abzugsrichtung D
durch die aus den Abzugswalzen 25 und 26 bestehende Abzugsein
richtung 9 abgezogen.
Um die Darstellung möglichst allgemein zu halten, ist im Bereich
der Übergabestation 23 der Kreuzungswinkel α zwischen den Trans
portbändern 31 und 32 als spitzer Winkel eingezeichnet. Entspre
chend ist zwischen der Transportrichtung C des zweiten Trans
portmittels 6 und der Abzugsrichtung D ein weiterer spitzer
Winkel β eingezeichnet. Die Winkel α und β brauchen nicht gleich
groß zu sein. Insbesondere der Winkel ß definiert die relative
Lage der Spinnlinie 7 zur Transportrichtung C und hat Einfluß
darauf, ob in der Spinnlinie 7 auf den sich bildenden Faden 8
mehr oder weniger Spannung erzeugt werden soll. In der Praxis ist
es natürlich am einfachsten, den Kreuzungswinkel α und den Winkel
β jeweils mit 90° zu wählen.
Wie gesagt, dienen die gezeichneten Transportbänder 31 und 32
primär der vereinfachten Darstellung, sie können also durch die
Transportscheiben 17 und 20 ersetzt werden.
Wie bereits erwähnt, ist es der Zweck der Übergabestation 23, die
Transportrichtung B des Faserschleiers 16 in eine Transportrich
tung C zu ändern, wobei die Winkellage der Einzelfasern 4 selbst
erhalten bleiben soll. Die Einzelfasern 4 sollen also, was ihre
Ausrichtung betrifft, die Richtungsänderung nicht mitmachen.
Sobald der vordere Teil 33 des auf der Sammelfläche 18 abgelegten
Faserschleiers 16 an der Übergabestation 23 unter die Transport
fläche 21 gelangt, wird dieser vordere Teil 33 als Fasergruppe 34
komplett von der Transportfläche 21 übernommen. Hierzu wird, wie
später anhand der Fig. 3 noch zu erläutern sein wird, die
Besaugung der Sammelfläche 18 im Bereich der Übergabestation 23
kurzzeitig abgestellt, so daß auf die Fasergruppe 34 nur die
Besaugung der Transportfläche 21 wirksam wird. Die Einzelfasern 4
legen sich dann an die in dichtem Abstand von der Sammelfläche 18
laufende Transportfläche 21 von unten an. Die Besaugung der
Transportfläche 21 ist auch an der Übergabestation 23 ständig
vorhanden.
Die Besaugung der Sammelfläche 18 an der Übergabestelle 23
arbeitet also intermittierend. Sie bleibt so lange eingeschaltet,
bis wieder ausreichend Einzelfasern 4 vom Faserschleier 16 zur
Übergabestelle 23 transportiert worden sind. Dann wird die
Besaugung der Sammelfläche 18 an der Übergabestation 23 ganz kurz
abgestellt, und die Einzelfasern 4 gelangen schlagartig an die
Transportfläche 21. Sofort danach wird die Besaugung der Sammel
fläche 18 wieder eingeschaltet, damit eine neue Fasergruppe 34
als vorderer Teil 33 des Faserschleiers 16 wieder der Übergabe
station 23 zugeführt werden kann.
Immer also, wenn eine Fasergruppe 34 - wie in Fig. 2 darge
stellt - den Raum unter der Transportfläche 21 ausgefüllt hat,
erfolgt die Übernahme. Die Einzelfasern 4 springen von der
Sammelfläche 18 auf die Unterseite der darüberliegenden Trans
portfläche 21. Dies geschieht innerhalb von Sekundenbruchteilen.
Während dieser Übergabe der Einzelfasern 4 erfolgt bereits die
Füllung des Raumes in der Übergabestation 23 durch die weiterhin
in Transportrichtung B zugelieferten Einzelfasern 4. Obwohl die
Übergabe selbst intermittierend geschieht, laufen die Transport
mittel 5 und 6 kontinuierlich, d. h. sie werden nicht getaktet.
Dank der neuen Transportrichtung C gelangen die Einzelfasern 4
weitgehend parallel zur Spinnlinie 7, d. h. sie werden in den
sich bildenden Faden 8 überwiegend mit Echtdrall eingebunden.
Würden die Einzelfasern 4 an der Spinnlinie 7 nicht parallel zu
dieser eintreffen, dann würde zunächst ein Falschdrall entstehen,
welcher der erwünschten echten Drehung entgegengerichtet ist.
Wie ersichtlich, ist auch bei dem Beispiel nach Fig. 2 die
Sammelfläche 18 schmaler als die Transportfläche 21. Die Breite
der Transportfläche 21 muß nämlich auf jeden Fall wesentlich
größer sein als die Stapellänge der zu verspinnenden Einzelfasern
4. Für die Breite der Sammelfläche 18 hingegen genügt es, daß so
viele Einzelfasern 4 des Faserschleiers 16 nebeneinander aufge
nommen werden können, als für den Querschnitt des entstehenden
Fadens 8 benötigt werden.
Wichtig ist es auch, daß die zur Spinnlinie 7 parallel ankommen
den Einzelfasern 4 in Transportrichtung C einen ausreichenden
Abstand voneinander aufweisen, der zumindest so groß sein soll,
daß man von einem "offenen Ende" sprechen kann. Nur dann nämlich
ist es möglich, eine echte Drehung in den sich bildenden Faden 8
einzubringen. Je schneller das zweite Transportmittel 6 läuft, im
Vergleich zur Geschwindigkeit des ersten Transportmittels 5,
desto mehr vergrößert sich der Abstand der Einzelfasern 4 von
einander.
Wenn die Einzelfasern 4 durch leichte Schiefstellung der Drall
walze 24 um einen ganz geringen Betrag schief an der Spinnlinie 7
ankommen, kann dies zu einer kleinen Verfestigung der unmittel
baren Fadenspitze führen. Man nimmt dann bewußt einen geringen
Falschdrall in Kauf, damit sich beim Abziehen des Fadens 8 die
Fadenspitze nicht abhängen kann. Ein geringer Falschdrall, der
nach dem Verlassen der Spinnlinie 7 wieder weggenommen werden
muß, kann also praktisch nützlich sein.
Anhand der Fig. 3 wird nun die Ausgestaltung einer Übergabesta
tion 23 erläutert, wobei die beiden Transportmittel 5 und 6 aus
Gründen der vereinfachten Darstellung wieder als Transportbänder
gezeichnet sind. Es sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen,
daß es sich hierbei auch vorteilhaft um Transportscheiben handeln
kann.
Gemäß Fig. 3 laufen die Einzelfasern 4 in Form eines auf der
Sammelfläche 18 abgelegten Faserschleiers 16 in Transportrichtung
B zur Übergabestation 23. Quer dazu, also aus der Zeichenebene
heraustretend, liegt das zweite Transportmittel 6, dessen Trans
portfläche 21 in geringem Abstand der Sammelfläche 18 gegenüber
liegt. Man erkennt gut, daß die Sammelfläche 18 der Transport
fläche 21 zugewandt ist. Desgleichen sind die Perforationen 19
und 22 der zwei Transportmittel 5 und 6 sichtbar.
Beide Transportmittel 5 und 6 sind besaugt. Außerhalb der Über
gabestation 23 ist der Sammelfläche 18 eine Saugeinrichtung 35
zugeordnet, die ständig wirksam ist. Innerhalb der Übergabesta
tion 23 ist für die Sammelfläche 18 jedoch eine gesonderte, von
der Saugeinrichtung 35 unabhängige Saugkammer 37 vorhanden,
welche intermittierend arbeitet. Die der Transportfläche 21
wiederum zugeordnete Saugeinrichtung 36 ist ständig wirksam.
Immer wenn ein vorderer Teil 33 des Faserschleiers 16 innerhalb
der Übergabestation 23 unter die Transportfläche 21 gelangt ist,
wird die Besaugung der Saugkammer 37 automatisch abgestellt,
allerdings nur für Sekundenbruchteile. Diese Zeit ist ausreichend,
um die in der Übergabestation 23 befindliche Fasergruppe 34
spontan an die Transportfläche 21 zu übergeben, ohne daß sich
dabei die Winkellage der Einzelfasern 4 verändert. Die Einzelfa
sern gelangen somit mit ihrer gesamten Länge zugleich von der
Sammelfläche 18 an die Transportfläche 21.
Das Steuern der Saugkammer 37 geschieht bei diesem Beispiel durch
Verschieben eines Stahlbandes 38 in Laufrichtung E. Es wird
jedoch ausdrücklich darauf verwiesen, daß diese Art eines Ventils
zur Steuerung der intermittierend arbeitenden Saugkammer 37
lediglich ein Ausführungsbeispiel ist, für welches eine Vielzahl
von Alternativen möglich ist.
Das Stahlband 38 besitzt in gewissen Abständen Öffnungen 39 und
40 sowie Bereiche 41 ohne Öffnungen. Der Abstand der Öffnungen 39
und 40 entspricht der Länge der Übergabestation 23, also der
Breite des zweiten Transportmittels 6. Immer wenn die Besaugung
der Saugkammer 37 aufgehoben werden soll, schließt das Stahlband
38 die Saugkammer 37 ab. Diese ist über einen Schlauch 42 mit
einer nicht dargestellten Unterdruckquelle verbunden.
Jedesmal, wenn die Übergabe der Einzelfasern 4 von der Sammel
fläche 18 an die Transportfläche 21 erfolgen soll, kann gegebe
nenfalls zusätzlich Druckluft in den oberen Bereich der Saugkam
mer 37 eingeblasen werden, wie durch die Druckluftleitung 43
dargestellt ist. Auch diese Druckluftleitung 43 kann durch das
Stahlband 38 getaktet werden. Immer dann, wenn die Saugkammer 37
durch das Stahlband 38 verschlossen, also der Unterdruck in der
Saugkammer 37 kurzzeitig aufgehoben ist, wird - gesteuert durch
das Stahlband 38 - Druckluft in die Saugkammer 37 geblasen.
Dadurch kann, sofern überhaupt erforderlich, die Übergabe der
Fasergruppe 34 von der Sammelfläche 18 an die Transportfläche 21
unterstützt werden.
Wie erwähnt, ist die Saugeinrichtung 36 der Transportfläche 21
ständig in Wirkung. Die Fasergruppe 34, die in die Übergabesta
tion 23 einläuft, wird dadurch nicht gestört, da sie ja während
des Einlaufens auf der Sammelfläche 18 durch Unterdruck festge
halten ist. Die Einzelfasern 4 der Sammelfläche 18 sind der
Unterdruckquelle dieses Transportmittels 5 viel näher als derje
nigen des anderen Transportmittels 6.
Selbstverständlich ist es auch möglich, während des Einlaufens
einer Fasergruppe 34 in die Übergabestation 23 auch die Besaugung
der Saugeinrichtung 36 abzustellen und erst dann wieder anzu
stellen, wenn eine Fasergruppe 34 vollständig in die Übergabe
station 23 eingelaufen ist.
Durch das getaktete Schalten der Saugkammer 37 springt die
gesamte Fasergruppe 34 innerhalb der Übergabestation 23 spontan
von der Sammelfläche 18 nach oben an die Unterseite der Trans
portfläche 21. Die Einzelfasern 4 behalten ihre Direktion bei,
wobei sie also auf der Sammelfläche 18 in Transportrichtung B
ausgerichtet waren und nunmehr auf der Transportfläche 21 quer
zur neuen Transportrichtung C liegen. Die Einzelfasern 4 sind
damit in etwa parallel zur Spinnlinie 7 ausgerichtet.
Der Zeitraum der Übergabe einer Fasergruppe 34 ist
vernachlässigbar klein. Beim Einlauf in die Übergabestation 23
gibt es während der Übergabe einen Abriß, so daß der nächste
Faserschub in die Übergabestation 23 einlaufen kann.
Obwohl die Saugkammer 37 pulsierend oder intermittierend arbei
tet, ist es nicht erforderlich, eines der zwei Transportmittel 5
oder 6 kurzzeitig abzustoppen. Wegen der hohen Übergabege
schwindigkeit können sowohl die Sammelfläche 18 als auch die
Transportfläche 21 unterbrechungslos durchlaufen.
Ein wesentliches Merkmal der Übergabestation 23 ist es, daß zwei
Transportmittel 5 und 6 mehr oder weniger kreuzend übereinander
liegen und daß die Einzelfasern 4, in Transportrichtung B gese
hen, auf der Sammelfläche 18 gestreckt aufliegen und daß sie an
der Kreuzungsstelle durch die Transportfläche 21 derart übernom
men werden, daß die Einzelfasern 4 mehr oder weniger quer zur
neuen Transportrichtung C liegen.
Die Einzelfasern 4 werden auf der Sammelfläche 18 und der Trans
portfläche 21, die beide perforiert sind, durch Luftunterdruck
gehalten. Bei der Übergabe der Einzelfasern 4 in der Übergabe
station 23 wird die Haftung der Einzelfasern 4 aufgehoben, wobei
es zweckmäßig ist, daß die Sammelfläche 18 und die Transportflä
che 21 eng aneinander herangebracht werden, damit der Weg einer
Fasergruppe 34 von der Oberseite der Sammelfläche 18 zur Unter
seite der Transportfläche 21 möglichst kurz ist. Ziel dieser
Übergabe ist es, die Einzelfasern 4 auf der Transportfläche 21
derart anzuordnen, daß sie das Bilden des Fadens 8 erleichtern.
Die Fadenspitze des entstehenden Fadens 8 soll sich an der
Spinnlinie 7 drehen, ohne daß die sich anlegenden Einzelfasern 4
sich zu sehr gegenseitig verwinden oder umspulen. Das offene Ende
soll genügend offen sein, damit Falschdrall in der Gegenrichtung
vermieden wird.
Wie bereits erwähnt, ist die Steuerung der Saugkammer 37 mittels
des Stahlbandes 38 lediglich ein Ausführungsbeispiel. Es sind
genügend Alternativen möglich, von denen einige hier angedeutet
werden sollen.
Bei einer Variante ist es möglich, in der Saugkammer 37 einen
rotierenden Ventilstern vorzusehen, welcher derart profiliert
ist, daß je nach seiner Stellung die Unterdruckquelle abgesperrt
oder wirksam ist. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die
Saugkammer 37 durch Verschieben eines Schiebers zu steuern.
Weiterhin sind elektrisch ansteuerbare Ventile möglich. Eine
weitere Variante besteht darin, die Übergabestation 23 insgesamt
mittels einer Nockenwelle zu steuern.
Die Fig. 4 zeigt den Bereich der Übergabestation 23 in vergrö
ßerter Darstellung, mit einer geringfügigen Abwandlung. Man
erkennt wieder das in Transportrichtung B zugeführte erste
Transportmittel 5, zu welchem das zweite Transportmittel 6 quer
verläuft. Die Einzelfasern 4 werden in Transportrichtung B in
Form eines Faserschleiers 16 der Übergabestation 23 zugeführt und
dort als Fasergruppe 34 von der Sammelfläche 18 getaktet an die
Transportfläche 21 übergeben. Es gibt wieder die zwei Saugein
richtungen 35 und 36 für die zwei Transportmittel 5 und 6 sowie
die intermittierend arbeitende Saugkammer 37 innerhalb der
Übergabestation 23.
Die Besonderheit der Ausgestaltung nach Fig. 4 besteht darin,
daß die Transportfläche 21 gegenüber der Sammelfläche 18 leicht
geneigt ist, wobei sich der enge Spalt zwischen der Sammelfläche
18 und der Transportfläche 21 in Transportrichtung B leicht
erweitert. Dadurch ergibt sich die Wirkung, daß die Einzelfasern
4 einer Fasergruppe 34 während der Übergabe noch geringfügig
gestreckt werden.
Wie ersichtlich, haben die Enden 45 der Einzelfasern 4 bei der
Übergabe einen kürzeren Weg als die Köpfe 44. Sie erreichen somit
die Transportfläche 21 um Sekundenbruchteile früher. Aufgrund der
kinetischen Energie, die einer Einzelfaser 4 durch die Sammel
fläche 18 erteilt wurde, hat der Kopf 44 das Bestreben, sich in
der alten Transportrichtung B weiterzubewegen, was bei einer Ge
schwindigkeit von beispielsweise 6 m/sec durchaus ins Gewicht
fällt. Somit wird die Einzelfaser 4 gestreckt. Man muß dabei
allerdings in Kauf nehmen, daß am Ende 45 der Einzelfaser 4 die
Traversierbewegung um eine Kleinigkeit früher einsetzt als am
Kopf 44. Dem kann man jedoch durch den genannten Kreuzungswinkel
α der zwei Transportmittel 5 und 6 gegenhalten.
Bei der Ausgestaltung nach Fig. 4 gibt es eine weitere Beson
derheit dahingehend, daß die Perforation 19 des ersten Trans
portmittels 5 in gewissen Abständen durch nicht perforierte
Querstreifen 46 unterbrochen ist. Die Steuerung ist dabei derart,
daß immer bei dem kurzzeitigen Abschalten des Unterdruckes in der
Saugkammer 37 ein Querstreifen 46 an der Übergabestation 23
ankommt. Auf diesem Querstreifen 46 werden sich naturgemäß
weniger Einzelfasern 4 befinden als in den besaugten Bereichen.
Dadurch läßt sich die Anzahl der sogenannten Brückenfasern
vermindern, welche teilweise in die Übergabestation 23 hineinra
gen und teilweise noch außerhalb davon liegen würden und die dann
eine Position einnehmen, die nicht erwünscht ist. Dank der
Querstreifen 46 ist die Zahl der nicht erwünschten Brückenfasern
so gering, daß sie als Fehler kaum ins Gewicht fallen.
Die Fig. 5 zeigt den Bereich der Auflöseeinrichtung 3, wo also
die Auflösewalze 15 die Einzelfasern 4 aus den Faserbändern 2
herauslöst und als Faserschleier 16 an die Sammelfläche 18 des
ersten Transportmittels 5 übergibt. Man erkennt auch die Saug
einrichtung 35 des in Transportrichtung B bewegten Transportmit
tels 5.
Der Auflösewalze 15 ist eine in Drehrichtung F rotierende Zu
führwalze 13 vorgelagert, mit der in bekannter Weise ein Zuführ
tisch 47 zusammenwirkt, der um eine Schwenkachse 48 verschwenkbar
und unter der Wirkung einer Belastungsfeder 49 an die Zuführwalze
13 andrückbar ist. Dadurch wird eine Klemmlinie 51 gebildet, ab
welcher die Faserbänder 2 ein Faserbandende, den sogenannten
Faserbart 50, bilden. Den Einlauf der Faserbänder 2 in Zuführ
richtung A steuert der bereits erwähnte Faserbandführer 14.
Die Auflösewalze 15 enthält einen Garniturring 52, der mit einer
Vielzahl von Kämmzähnen 53 versehen ist. Da die Einzelfasern 4
unmittelbar nach ihrem Herauslösen aus dem Faserband 2 möglichst
schnell an die Sammelfläche 18 abgegeben werden sollen, haben die
Kämmzähne 53 vorzugsweise einen negativen Brustwinkel. Aufgrund
von Saugbohrungen 54, die sich am Umfang des Garniturringes 52
befinden, wird der Faserbart 50 zum Auskämmen dennoch genügend
weit in die Kämmzähne 53 hereingezogen. Die in Drehrichtung G
schnell rotierende Auflösewalze 15 übergibt die Einzelfasern 4
dann an die Sammelfläche 18.
Zwischen dem Faserbart 50 und der Abgabestelle der Einzelfasern 4
sind die Saugbohrungen 54 durch einen Unterdruckraum 55 besaugt.
Der Unterdruckraum 55 ist durch verstellbare Dichtungseinsätze 56
und 57 begrenzt.
Aus Fig. 5 wird außerdem ersichtlich, wie es bewerstelligt
werden kann, daß die Querstreifen 46 möglichst nicht mit Einzel
fasern 4 belegt werden. Man läßt nämlich die Besaugungsgrenze des
Unterdruckraumes 55 entsprechend dem eingezeichneten Doppelpfeil
hin- und herschwingen. Der Dichtungseinsatz 57 ist zu diesem
Zwecke um eine zylindrische Führung 58 verschwenkbar, wobei die
Schwingbewegung elektronisch gesteuert werden kann. Beispiels
weise kann man einen Elektromagneten vorsehen, der an eine
externe Nase des Dichtungseinsatzes 57 angreift und entsprechend
getaktet eine kleine Schwingbewegung des Dichtungseinsatzes 57
auslöst. Die Frequenz der Schwingbewegung ist an den Abstand
zweier Querstreifen 46 angepaßt, der wiederum der Länge der
Übergabestation 23 und der Breite der Transportfläche 21 ent
spricht. Das Auftreffen der Einzelfasern 4 an der Sammelfläche 18
läßt sich somit dadurch beeinflussen, daß man die Grenze der
Besaugung hin- und herwandern läßt.
Die Fig. 6 zeigt eine anders gestaltete Auflöseeinrichtung 3,
wobei die Zuführeinrichtung 1 entsprechend Fig. 5 ausgebildet
ist, so daß eine nochmalige Beschreibung sich erübrigt.
Bei der Ausgestaltung nach Fig. 6 ist anstelle einer Auflöse
walze 15 eine Auflösescheibe 60 vorgesehen, die zugleich das
erste Transportmittel 5 bildet. Die Auflösescheibe 60 ist mit
einer Nadelgarnitur 61 versehen. Zwischen den Nadelreihen gibt es
genügend Platz für die auch in diesem Fall erforderliche Perfo
ration.
Der Faserbart 50 wird gegen die Auflösescheibe 60 angesaugt und
von dieser ausgekämmt. Gleichzeitig fördert die Auflösescheibe 60
die ausgekämmten Einzelfasern 4 in Form eines Faserschleiers 16
zur Übergabestation 23. Dort springen die Einzelfasern 4 inner
halb einer Fasergruppe 34 aus dem Nadelfeld heraus und legen sich
von unten an die in Fig. 6 nicht sichtbare Transportfläche 21
an. In Fig. 6 ist noch die Saugeinrichtung 35 zusammen mit einem
Unterdruckanschluß 62 sowie die Drehachse 63 der Auflösescheibe
60 erkennbar.
Die sehr schematische Fig. 7 entspricht weitgehend der Fig. 2,
wobei also das die Sammelfläche 18 enthaltende und in Transport
richtung B bewegte erste Transportmittel 5 die Einzelfasern 4 in
Form eines Faserschleiers 16 zur Übergabestation 23 bringt, wo
jeweils eine Fasergruppe 34 von einer Transportfläche 21 des
zweiten Transportmittels 6 übernommen und in der neuen Trans
portrichtung C zur Spinnlinie 7 transportiert wird. Unter Mit
wirkung einer Drallwalze 24 entsteht an der Spinnlinie 7 der
Faden 8, der in Abzugsrichtung D von einer Abzugseinrichtung 9
abgezogen wird.
Das Besondere an Fig. 7 ist der Gruppentransport der Einzelfa
sern 4, so daß nicht erst die Fasergruppen 34 vom vorderen Teil
33 des Faserschleiers 16 abgeteilt werden müssen. Zwischen
jeweils zwei Fasergruppen 34 gibt es sowohl auf der Sammelfläche
18 als auch auf der Transportfläche 21 jeweils Freizonen 64, die
in ihrer Funktion weitgehend den bereits beschriebenen Quer
streifen 46 entsprechend, im vorliegenden Falle jedoch ebenfalls
besaugt. In diesen Freizonen 64 sind keine Einzelfasern 4 abge
legt. Die Arbeitsweise der Übergabestation 23 entspricht der
Aufteilung der Fasergruppen 34, die auch gesondert anschließend
jeweils an der Spinnlinie 7 ankommen.
Wie aus der Fig. 8 ersichtlich, sollen die einzelnen Fasergrup
pen 34 so an der Spinnlinie 7 ankommen, daß sie sich leicht
überlappen. Eine kleine Überlappung ist unbedingt erforderlich,
damit es bei der Bildung des Fadens 8 keine Fadenbrüche gibt.
Die Einzelfasern 4 können, wie nachfolgend noch beschrieben wird,
auch in Form von Faserkolonnen der Übergabestation 23 zugeführt
werden. Dies wird beispielsweise durch ein erstes Transportmittel
5 möglich, welches nach Fig. 9 ausgestaltet ist. Diese zeigt
eine Transportscheibe 17 mit einem Laufkranz 65, der die Perfo
ration 19 enthält. Der Laufkranz 65 ist mit leicht gerillten
Laufbahnen 66 versehen, an deren Grund sich die Perforation 19
befindet und wo die Einzelfasern 4 abgelegt sind, die somit von
vornherein einen das offene Ende gewährenden Abstand aufweisen.
Die Laufbahnen 66 gewährleisten es, daß die Einzelfasern 4
bevorzugt dort abgelegt werden.
Die Fig. 10 zeigt ein ähnliches Beispiel eines ersten Trans
portmittels 5, bei welchem eine Transportscheibe 17 einen etwas
anders gestalteten Laufkranz 67 aufweist. Die einzelnen vertieft
angeordneten Laufbahnen 68 sind hier durch eine Art Trennwände 69
voneinander abgeteilt. Im Grund der Laufbahnen 68 befindet sich
wieder die Perforation 19, wo die Einzelfasern 4 weitgehend
getrennt voneinander abgelegt werden. Je höher die Spitzen der
Trennwände 69 sind, desto sicherer kann man sein, daß sich die
Einzelfasern 4 ausschließlich in den Laufbahnen 68 plazieren.
Bei der Ausgestaltung entsprechend Fig. 11 werden beispielsweise
drei Faserbänder 2 vorgelegt, dem für die Sammelfläche 18 des
ersten Transportmittels 5 im vorliegenden Falle drei getrennte
Saugbereiche 70, 71 und 72 zugeordnet sind, die sich in Trans
portrichtung B jeweils verjüngen. Die Sammelfläche 18 ist somit
in ihrer Breite zwar durchgehend perforiert, jedoch nicht durch
gehend besaugt, so daß sich sogenannte Faserkolonnen bilden, im
vorliegenden Falle drei. Das Unterbrechen der Besaugung kann
durch nicht dargestellte keilförmige Saugeinsätze erreicht
werden. Die gestrichelten Linien zeigen die jeweilige Begrenzung
der Saugbereiche 70, 71 und 72.
Durch derartige Saugbereiche 70, 71 und 72 wird bewirkt, daß sich
die anfänglich sehr breiten Faserströme mehr und mehr verjüngen.
Die Einzelfasern 4 werden immer mehr zusammengedrängt und in
seitlicher Richtung verdichtet. Dies ist unter Umständen vor
teilhaft, weil durch die sanfte Zusammenführung sich die Orien
tierung der Einzelfasern 4 weiter verbessert. Eine Einzelfaser 4,
die am Anfang eine Kleinigkeit schief liegt, kann somit, bevor
sie an der Übergabestation 23 ankommt, in ihrer Orientierung
verbessert werden. Selbstverständlich ist dafür Sorge zu tragen,
daß die Abstände zwischen den Einzelfasern 4 ein sicheres offenes
Ende gewährleisten.
In der Praxis genügt es im allgemeinen, lediglich zwei Saugbe
reiche vorzusehen.
Bei der Ausgestaltung nach Fig. 12 ist vorgesehen, daß der
Faserschleier 16 zunächst in seiner ganzen Breite auf die Sam
melfläche 18 aufgelegt wird, die zu diesem Zwecke durchgehend
besaugt ist. Das Aufteilen in einzelne Faserkolonnen geschieht
hier erst kurz vor Erreichen der Übergabestation 23, wie durch
die drei Saugbereiche 73, 74 und 75 erkennbar ist. Auch hier gibt
es wieder die nicht dargestellten keilförmigen Einsätze, so daß
der Saugluftstrom partiell unterbunden ist. Die Einzelfasern 4
streben somit dorthin, wo die Besaugung verstärkt stattfindet.
Es ist also nicht erforderlich, bereits im Bereich der Auflöse
walze 15 mehrere Faserkolonnen zu erzeugen, sondern es ist auch
möglich, eine breite Faserbahn erst später in mehrere Faserko
lonnen aufzuteilen. Hiermit werden die Einzelfasern 4 in seit
licher Richtung verdichtet, was für ihre Übergabe auf die Trans
portfläche 21 vorteilhaft sein kann. Durch Bildung von Faserko
lonnen kann gegebenenfalls die Orientierung der Einzelfasern 4
verbessert werden, sie drehen sich etwas zusammen.
In Fig. 13 ist dargestellt, daß auch das zweite Transportmittel
6 mit Unterbrechungen ausgeführt sein kann, wie durch perforierte
Streifen 76 ersichtlich ist. Hier liegen somit die die Haftung
erzeugenden Bereiche entsprechend der gewünschten Faserorientie
rung quer, wodurch die Einzelfasern 4 gegebenenfalls besser
parallel zur Spinnlinie 7 ausgerichtet werden können.
Die Fig. 14 zeigt den Bereich der Spinnlinie 7, welche sich in
dem durch die Drallwalze 24 und die Transportfläche 21 gebildeten
Keilspalt befindet. Man erkennt die Perforation 22 des zweiten
Transportmittels 6 und die zugehörige Saugeinrichtung 36, die an
eine Unterdruckleitung 78 angeschlossen ist.
Die das zweite Transportmittel 6 bildende Transportscheibe 20
enthält einen perforierten Lochkranz 80, der aus einer 0,7 bis
1,2 mm starken Lochscheibe besteht. Diese ist auf einen Alumini
um-Grundkörper 81 aufgesetzt, der mit seiner Nabe auf einer
rotierenden Welle 82 sitzt. Wenn der Lochkranz 80 verschlissen
ist, beispielsweise durch Abnutzung einer Beschichtung, braucht
nicht die komplette Transportscheibe 20 ausgetauscht zu werden,
sondern nur der dünne perforierte Lochkranz 80.
An der Rückseite des Lochkranzes 80 befindet sich zum einen die
Saugeinrichtung 36 der Transportfläche 21 sowie zum anderen eine
davon unabhängige Spinnlinienbesaugung 77, die sich speziell an
der Spinnlinie 7 befindet und an eine Unterdruckleitung 79 ange
schlossen ist. Dort, wo die eigentliche Drallerteilung des Fadens
8 erfolgt, ist die Saugwirkung erhöht. Die Saugeinrichtung 36
sichert somit den Transport der Einzelfasern 4 zur Spinnlinie 7,
die Spinnlinienbesaugung 77 sichert die Drallerteilung. Beide
Saugeinrichtungen sind hinsichtlich ihrer genauen Position
justierbar.
Die Drallwalze 24, die sich entsprechend der Drehrichtung H aus
dem Keilspalt herausbewegt, ist an ihrer Umfangsfläche ebenfalls
perforiert und besitzt in ihrem Innern einen Saugschlitz 83, der
gegen die Spinnlinie 7 gerichtet ist. Es ist wichtig, daß der
Saugschlitz 83 und die Spinnlinienbesaugung 77, die einander
gegenüberliegen, relativ zueinander verstellbar sind.
Die Ausführung nach Fig. 15 entspricht, bis auf das Weglassen
einiger Bauteile, weitgehend der Fig. 1, so daß auf eine noch
malige Beschreibung verzichtet werden kann. Das Besondere an
dieser Ausgestaltung ist, daß in denjenigen Bereichen der Sam
melfläche 18 und der Transportfläche 21, die nicht faserführend
sind, Reinigungselemente 84 und 85 in Form von Putzwalzen oder
dergleichen vorgesehen sind. Derartige Reinigungselemente 84 und
85 können überall dort angebracht werden, wo die Transportmittel
5 und 6 ohne spinntechnische Arbeit sind. Die Reinigung kann
alternativ auch durch Saugstutzen realisiert werden. Die Sammel
fläche 18 und die Transportfläche 21 müssen nicht nur von Rest
fasern gereinigt werden, sondern es muß auch sichergestellt sein,
daß die Perforation luftdurchlässig bleibt.
Außerhalb der Transportfläche 21 ist der Drallwalze 24 im Bereich
der Spinnlinie 7 ein Saugrohr 86 zugeordnet, wie dies im Prinzip
bei Ringspinnmaschinen hinter den Streckwerken der Fall ist. Wenn
ein Faden 8 bricht, werden die an der Spinnlinie 7 anfallenden
Fasern abgesaugt, so daß anschließend wieder angesponnen werden
kann.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 16 ähnelt der Fig. 2, wonach
das erste Transportmittel 5 die Einzelfasern 4 in Form eines
Faserschleiers 16, der auf einer Sammelfläche 18 aufliegt, in
Transportrichtung B einer strichpunktiert angedeuteten Über
gabestation 23 zuführt. Dort wird der vordere Teil 33 des Faser
schleiers 16 in Form einer Fasergruppe 34 an das quer dazu in
Transportrichtung C bewegte zweite Transportmittel 6 an eine
Transportfläche 21 übergeben. Auch wenn hier wieder aus Darstel
lungsgründen Transportbänder gewählt wurden, können selbstver
ständlich alternativ Transportscheiben vorgesehen sein.
Bei dieser Ausführung handelt es sich um eine sogenannte Doppel
spinnstelle. Man kann zwei Drallwalzen 24-1 und 24-2 bedienen, so
daß es zwei Spinnlinien 7-1 und 7-2 gibt. Dadurch entstehen zwei
Fäden 8-1 und 8-2, die jeweils von einer Abzugseinrichtung 9-1
bzw. 9-2 in Abzugsrichtung D1 bzw. D2 abgezogen werden.
Der Saugeinrichtung der Transportfläche 21 ist ein Keil 87
zugeordnet, der die Fasergruppe 34 in zwei Teilgruppen 34-1 und
34-2 aufteilt. Diese Aufteilung geschieht nicht mechanisch,
sondern dadurch, daß dort, wo sich der Keil 87 befindet, die
Wirkung der Besaugung verhindert wird.
Bei der Ausführung nach Fig. 17 und 18 besteht das zweite
Transportmittel 6 aus einer großen Siebtrommel 88, deren Umfang
die Transportfläche 21 enthält. Die aufgelösten Einzelfasern 4
kommen als breiter Faserschleier 16 von einer Auflösewalze und
werden mit dem ersten Transportmittel 5, welches hier wieder als
Transportband dargestellt ist und welches die Sammelfläche 18
enthält, in den Bereich der Übergabestation 23 transportiert. Die
Achse der Siebtrommel 88 verläuft gleichgerichtet zum
Transportband.
Immer, wenn an der Übergabestation 23 der Bereich der Siebtrommel
88 mit Einzelfasern 4 angefüllt ist, gelangt eine Fasergruppe 34
- getaktet - auf die Transportfläche 21, wobei die Einzelfasern 4
in Richtung der angedeuteten Pfeile von der Sammelfläche 18 auf
die Transportfläche 21 überspringen. Hierbei wird, wie bei den
bereits beschriebenen Vorrichtungen, die Saugluft der Saugkammer
37 abgestellt, so daß die Saugluft der Siebtrommel 88 zur Geltung
kommt. Dabei kann vorgesehen sein, daß der der Übergabestation 23
zugeordnete Saugbereich 93 der Siebtrommel 88 entweder durchge
hend besaugt ist oder aber intermittierend, im Wechsel mit der
Saugkammer 37, besaugt wird.
Die Siebtrommel 88 arbeitet wieder mit einer Drallwalze 24
zusammen, die zusammen mit der Siebtrommel 88 die Spinnlinie 7
definiert, längs welcher der ersponnene Faden 8 in Abzugsrichtung
D von der Abzugseinrichtung 9 abgezogen wird. Die an der Überga
bestation 23 angesaugten Einzelfasern 4 liegen auf der Trans
portfläche 21 parallel zur Mittellinie der Siebtrommel 88 und
treffen somit in der gewünschten Weise an der Spinnlinie 7, also
parallel zu dieser, auf die dort rotierende Fadenspitze auf.
Es ist günstig, wenn die Siebtrommel 88 einen sehr großen Durch
messer aufweist, damit sich an den seitlichen Rändern der Sam
melfläche 18 kein zu großer Abstand zur Transportfläche 21
ergibt. Damit dieser geometrische Nachteil einer gewölbten
Transportfläche 21 nicht ins Gewicht fällt, kann vorgesehen sein,
den Faserschleier 16 auf seinem Weg zur Übergabestation 23 rechts
und links etwas einzuengen, wie dies vom Grundsatz her in den
Fig. 11 und 12 beschrieben worden war. Wenn man den Faser
schleier 16 auf ein Maß von ca. 20 mm verdichtet, ergeben sich
bei einem ausreichend großen Durchmesser der Siebtrommel 88 für
die Faserübergabe akzeptable Verhältnisse.
Der Mantel der Siebtrommel 88 ist in nicht dargestellter Weise
auf einem Saugrohr 89 gelagert, dessen Inneres durch zwei Quer
stege in drei Saugkammern 90, 91 und 92 unterteilt ist. Der
Saugkammer 90 ist ein Saugbereich 93 zugeordnet, der zur Überga
bestation 23 gehört. Der Saugkammer 91 ist ein Saugbereich 94
zugeordnet, der dem Transport der übergebenen Fasergruppen 34 zur
Spinnlinie 7 dient. Der Saugkammer 92 schließlich ist ein
schmaler Saugbereich 95 zugeordnet, der speziell die Spinnlinie 7
beaufschlagt. Dabei ist vorgesehen, daß der Unterdruck der
Saugkammer 90 etwas höher ist als der Unterdruck der Saugkammer
91. Die dritte Saugkammer 92, die für die Drallbildung
verantwortlich ist, hat wieder einen erhöhten Unterdruck.
In nicht dargestellter Weise kann statt das Transportbandes
natürlich ebenfalls eine große Siebtrommel vorgesehen sein, deren
Umfangsfläche die Sammelfläche 18 enthält.
Claims (23)
1. Verfahren zum Offenend-Spinnen, bei welchem
- - wenigstens ein Faserband zu Einzelfasern aufgelöst wird,
- - aus parallelen, in der Bewegungsrichtung gestreckten Einzel fasern ein breiter Faserschleier gebildet wird,
- - der Faserschleier mittels einer bewegten Sammelfläche bis zu einer Übergabestelle transportiert wird,
- - die Einzelfasern an der Übergabestelle von der Sammelfläche an eine Transportfläche übergeben werden, wobei die momentane Winkellage der Einzelfasern im wesentlichen beibehalten wird,
- - die Einzelfasern mittels der Transportfläche zu einer Spinn linie transportiert werden, die auf der Transportfläche, quer zur ihrer Bewegungsrichtung, verläuft und
- - die Einzelfasern längs der Spinnlinie in einen Faden eingesponnen werden, der in seiner Längsrichtung abgezogen wird,
- - an der Übergabestelle der jeweils vordere Teil des Faserschleiers in vorgebenem Takt als Fasergruppe an die Transportfläche übergeben wird und
- - daß die Transportfläche quer zur Bewegungsrichtung der Sammelfläche bewegt wird, so daß die Einzelfasern auf der Transportfläche quer zur neuen Bewegungsrichtung und somit im wesentlichen parallel zur Spinnlinie abgelegt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einzelfasern durch Besaugung an der Sammelfläche und an der
Transportfläche gehalten werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der
Sammelfläche zugewandte Transportfläche an der Übergabestelle in
geringem Abstand kreuzend an der Sammelfläche vorbeigeführt wird,
wobei die getaktet zu übergebende Fasergruppe von der
Sammelfläche insgesamt abgehoben und auf die Transportfläche
aufgelegt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
während der getakteten Übergabe einer Fasergruppe von der Sam
melfläche an die Transportfläche die Besaugung der Sammelfläche
im Bereich der Übergabestelle vorübergehend unterbrochen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß während
der Unterbrechung der Besaugung das Abheben der Fasergruppe von
der Sammelfläche durch Druckluft unterstützt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Faserschleier bereits bei seinem Bilden während
des Auflösens des Faserbandes in Fasergruppen aufgeteilt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einzelfasern während der Übergabe einer Faser
gruppe von der Sammelfläche an die Transportfläche zusätzlich
gestreckt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Transportfläche im Bereich der Spinnlinie an
der Drallerteilung bezüglich des sich bildenden Fadens mitwirkt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß dem
sich bildenden Faden ein zusätzlicher Falschdrall als Schutzdrall
erteilt wird.
10. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der
vorhergehenden Ansprüche,
- - mit einem eine perforierte, an eine Saugeinrichtung angeschlossene Sammelfläche enthaltenden ersten Transport mittel,
- - mit einem eine perforierte, an eine Saugeinrichtung ange schlossene Transportfläche enthaltenden zweiten Transport mittel sowie
- - mit einer Übergabestation zum Übergeben von Einzelfasern von der Sammelfläche an die Transportfläche,
- - daß die beiden Transportmittel (5, 6) im Bereich der Übergabestation (23) sich kreuzend angeordnet sind, wobei die Sammelfläche (18) und die Transportfläche (21) in geringem Abstand voneinander und sich gegenüberliegend angeordnet sind,
- - und daß der Sammelfläche (18) im Bereich der Übergabe station (23) eine intermittierend arbeitende Saugkammer (37) zugeordnet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kreuzungswinkel (α) der zwei Transportmittel (5, 6) zwischen 45°
und 90° beträgt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Transportmittel (5, 6) als Transportbänder (31, 32) ausge
bildet sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Transportmittel (5, 6) als Transportscheiben (17, 20)
ausgebildet sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
die Sammelfläche (18) enthaltende Transportscheibe zugleich als
Auflöseeinrichtung (3, 60) zum Auflösen des Faserbandes (2) zu
Einzelfasern (4) ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Transportmittel (6) als Siebtrommel (88) großen
Durchmessers ausgebildet ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sammelfläche (18) in Transportrichtung
(B) mehrere Lochbahnen (66; 86) aufweist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lochbahnen (68) durch Trennwände (69) oder dergleichen voneinan
der getrennt sind.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die Transportfläche (21) breiter als die
Sammelfläche (18) ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß die Perforation (19) der Sammelfläche (18)
durch nicht perforierte Querstreifen (46) unterbrochen ist, deren
Abstand der Länge der Übergabestation (23) entspricht.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abstand der Sammelfläche (18) von der
Transportfläche (21) im Bereich der Übergabestation (23) sich in
Transportrichtung (B) der Sammelfläche (18) verringert.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, daß der intermittierend arbeitenden Saugkammer
(37) ein gesteuerter Ventilstern zugeordnet ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 21, dadurch
gekennzeichnet, daß der Transportfläche (21) im Bereich der
Spinnlinie (7) eine Drallwalze (24) zugeordnet ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sammelfläche (18) und der Transportfläche
(21) jeweils in einem nicht faserführenden Bereich ein Reini
gungselement (84, 85) zugeordnet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19747287A DE19747287A1 (de) | 1997-10-25 | 1997-10-25 | Verfahren zum Offenend-Spinnen |
| US09/174,242 US6092356A (en) | 1997-10-25 | 1998-10-16 | Process and apparatus for open-end spinning |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19747287A DE19747287A1 (de) | 1997-10-25 | 1997-10-25 | Verfahren zum Offenend-Spinnen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19747287A1 true DE19747287A1 (de) | 1999-04-29 |
Family
ID=7846682
Family Applications (1)
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