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DE19746137A1 - Verwendung von Phenaziniumsalzen zum Färben von keratinhaltigen Fasern - Google Patents

Verwendung von Phenaziniumsalzen zum Färben von keratinhaltigen Fasern

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Publication number
DE19746137A1
DE19746137A1 DE1997146137 DE19746137A DE19746137A1 DE 19746137 A1 DE19746137 A1 DE 19746137A1 DE 1997146137 DE1997146137 DE 1997146137 DE 19746137 A DE19746137 A DE 19746137A DE 19746137 A1 DE19746137 A1 DE 19746137A1
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DE
Germany
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alkyl
group
represent
independently represent
aryl group
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE1997146137
Other languages
English (en)
Inventor
Hinrich Dr Moeller
Bernd Dr Meinigke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel AG and Co KGaA filed Critical Henkel AG and Co KGaA
Priority to DE1997146137 priority Critical patent/DE19746137A1/de
Priority to PCT/EP1998/006399 priority patent/WO1999020233A1/de
Priority to AU12268/99A priority patent/AU1226899A/en
Publication of DE19746137A1 publication Critical patent/DE19746137A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61QSPECIFIC USE OF COSMETICS OR SIMILAR TOILETRY PREPARATIONS
    • A61Q5/00Preparations for care of the hair
    • A61Q5/06Preparations for styling the hair, e.g. by temporary shaping or colouring
    • A61Q5/065Preparations for temporary colouring the hair, e.g. direct dyes
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/18Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
    • A61K8/30Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds
    • A61K8/49Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds containing heterocyclic compounds
    • A61K8/494Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds containing heterocyclic compounds with more than one nitrogen as the only hetero atom

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Description

Die Erfindung betrifft die Verwendung von Phenaziniumsalzen zum Färben von keratinhalti­ gen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, ein Mittel zum Färben von keratinhaltigen Fasern, das Phenaziniumsalze enthält, sowie ein Verfahren zum Färben von keratinhaltigen Fasern.
Für das Färben von keratinhaltigen Fasern, z. B. Haaren, Wolle oder Pelzen, kommen im allgemeinen entweder direktziehende Farbstoffe oder Oxidationsfarbstoffe, die durch oxida­ tive Kupplung einer oder mehrerer Entwicklerkomponenten untereinander oder mit einer oder mehreren Kupplerkomponenten entstehen, zur Anwendung. Kuppler- und Entwickler­ komponenten werden auch als Oxidationsfarbstoffvorprodukte bezeichnet.
Die direktziehenden Farbstoffe bilden die Farbe unmittelbar auf der Faser aufgrund ihrer Eigenfarbe. Die Farbe auf der Faser verblaßt im Laufe der Zeit oder wird während der Wä­ sche ausgewaschen. Verglichen mit den Oxidationsfarbstoffen sind die Intensitität der Fär­ bung und die Echtheitseigenschaften geringer.
Mit Oxidationsfarbstoffen lassen sich zwar intensive Färbungen mit guten Echtheitseigen­ schaften erzielen, die Entwicklung der Farbe geschieht jedoch i.a. unter dem Einfluß von Oxidationsmitteln wie z. B. H2O2, was in einigen Fällen Schädigungen der Faser zur Folge haben kann. Desweiteren können einige Oxidationsfarbstoffvorprodukte bzw. bestimmte Mischungen von Oxidationsfarbstoffvorprodukten bisweilen bei Personen mit empfindlicher Haut sensibilisierend wirken.
Direktziehende Farbstoffe werden unter schonenderen Bedingungen appliziert. Sie werden oft auch in Kombination mit Oxidationsfarbstoffen eingesetzt, um bestimmte Farbnuancen zu erhalten.
Aus der internationalen Patentanmeldung WO 95/15144 sind kationische Färbemittel für keratinhaltige Fasern, insbesondere menschliches Haar, bekannt. Als Beispiele werden Neutralrot und Neutralviolett genannt. Bei diesen Färbemitteln handelt es sich um Phena­ ziniumsalze, die am aromatischen Stickstoff sowie in der 9- und 10-Position keine Substi­ tuenten tragen. Die Färbeeigenschaften der genannten Verbindungen sind nicht immer zu­ friedenstellend.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Färbemittel für keratinhalte Fasern, insbesondere menschliche Haare, bereitzustellen, die als direktziehende Färbemittel eingesetzt werden können, und die hinsichtlich der Farbtiefe, der Grauabdeckung und den Echtheitsei­ genschaften qualitativ mit üblichen Oxidationshaarfärbemitteln mindestens gleichwertig sind. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Färbemittel bereitzustellen, mit denen eine große Vielfalt in den Farbnuancen erhalten werden kann. Eine Anfärbung der Hautpartien sollte möglichst vermieden werden. Darüber hinaus dürfen die Färbemittel kein oder lediglich ein sehr geringes Sensibilisierungspotential aufweisen.
Überraschenderweise wurde gefunden, daß sich bestimmte Phenaziniumsalze hervorra­ gend zum Färben von keratinhaltigen Fasern eignen. Die Verbindungen können in organischen, wäßrigen oder organisch-wäßrigen Zubereitungen aufgebracht werden. Sie ergeben Ausfärbungen mit hervorragender Brillanz und Farbtiefe und führen zu vielfältigen Farbnuancen. Der Einsatz von oxidierenden Agentien ist nicht erforderlich, er soll jedoch nicht prinzipiell ausgeschlossen werden. Die erfindungsgemäß eingesetzten Phenazinium­ salze sind mit anderen direktziehenden Färbemitteln und Oxidationsfärbemitteln kombinier­ bar.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demgemäß die Verwendung von Phenazinium­ salzen der folgenden Formel I
worin R1 und R2 jeweils unabhängig voneinander eine NH2-, eine NHR8 - oder eine NR8R9-Gruppe bedeuten, wobei R8 und R9 für eine C1-C4-Alkyl- oder Arylgruppe stehen,
R3 und R6 jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine C1-C4-Alkylgruppe, eine NH2-, eine NHR10- oder eine NR10R11-Gruppe bedeuten, wobei R10 und R11 für eine C1- C4-Alkyl- oder Arylgruppe stehen,
R4 und R5 jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine C1-C4-Alkyl- Gruppe bedeuten,
R7eine C1-C4-Alkyl- oder Arylgruppe bedeutet und
X für das Anion einer Mineral- oder organischen Säure steht,
mit der Maßgabe, daß Neutralrot und Neutralviolett ausgeschlossen sind, zum Färben von keratinhaltigen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Mittel zum Färben von keratin­ haltigen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, das Phenaziniumsalze mit der folgen­ den Formel I enthält
worin
R1 und R2 jeweils unabhängig voneinander eine NH2-, eine NHR8- oder eine NR8R9-Gruppe bedeuten, wobei R8 und R9 für eine C1-C4-Alkyl- oder Arylgruppe stehen,
R3 und R6 jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine C1-C4-Alkylgruppe, eine NH2-, eine NHR10- oder eine NR10R11-Gruppe bedeuten, wobei R10 und R11 für eine C1- C4-Alkyl- oder Arylgruppe stehen,
R4 und R5 jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine C1-C4-Alkyl- Gruppe bedeuten,
R7eine C1-C4-Alkyl- oder Arylgruppe bedeutet und
X für das Anion einer Mineral- oder organischen Säure steht,
mit der Maßgabe, daß Neutralrot und Neutralviolett ausgeschlossen sind.
Unter keratinhaltigen Fasern sind Wolle, Pelze, Federn und insbesondere menschliche Haare zu verstehen. Die erfindungsgemäßen Färbemittel können prinzipiell aber auch zum Färben anderer Naturfasern, wie z. B. Baumwolle, Jute, Sisal, Leinen oder Seide, modifizier­ ter Naturfasern, wie z. B. Regeneratcellulose, Nitro-, Alkyl- oder Hydroxyalkyl- oder Ace­ tylcellulose und synthetischer Fasern, wie z. B. Polyamid-, Polyacrylnitril-, Polyurethan- und Polyesterfasern verwendet werden.
Geeignete Verbindungen mit der Formel I sind insbesondere solche, worin, wenn R3 Was­ serstoff oder eine Methylgruppe und R4 Wasserstoff bedeuten, R5 und/oder R6 nicht Was­ serstoff sind. Weiterhin sind Verbindungen bevorzugt, bei denen R1 und R2 gleiche Gruppen sind. Bevorzugte Anionen X sind die Salze der Halogenwasserstoffsäuren, insbesondere Chlorid. Besonders bevorzugt werden die unter den internationalen Bezeichnungen bekannten Verbindungen Methylenviolett 3RAX, Brilliant Heliotrop 2R, Indulin, Basic Violet 5, Phenosafranin und Safranin T eingesetzt.
Die Verbindungen mit der Formel I sind in den erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in einer Menge von 0,03 bis 65, insbesondere 1 bis 40 mmol, bezogen auf 100 g des gesamten Färbemittels enthalten.
Die Nuancenvielfalt und die Farbechtheit der erfindungsgemäß eingesetzten Verbindungen mit der Formel I können durch Kombination dieser Verbindungen mit den auf dem Gebiet der Haarfärbemittel gut bekannten Oxidationsfarbstoffvorprodukten erweitert werden.
In allen Färbemitteln können auch mehrere verschiedene färbende Substanzen gemeinsam zum Einsatz kommen; ebenso können auch mehrere verschiedene Komponenten aus den Gruppen von Verbindungen mit primärer oder sekundärer Aminogruppe, von stickstoffhalti­ gen Heterocyclen, aromatischen Hydroxyverbindungen oder Aminosäuren gemeinsam ver­ wendet werden, wie sie beispielsweise in der deutschen Patentanmeldung 197 17 224.5 be­ schrieben werden.
Die erfindungsgemäßen Färbemittel ergeben eine breite Palette von Farbnuancen im Be­ reich von rot bis violett; die Echtheitseigenschaften sind hervorragend, die Sensibilisie­ rungspotentiale sehr gering.
In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Färbemittel zur weiteren Modifizierung der Farbnuancen neben denk erfindungsgemäß enthaltenen Verbin­ dungen zusätzlich übliche direktziehende Farbstoffe, z. B. aus der Gruppe der Nitropheny­ lendiamine, Nitroaminophenole, Anthrachinone, Indophenole oder der als Arianore bekann­ ten Verbindungen, wie z. B. die unter den internationalen Bezeichnungen bzw. Handelsna­ men HC Yellow 2, HC Yellow 4, HC Yellow 6, Basic Yellow 57, Disperse Orange 3, HC Red 3, HC Red BN, Basic Red 76, HC Blue 2, Disperse Blue 3, Basic Blue 99, HC Violet 1, Dis­ perse Violet 1, Disperse Violet 4, Disperse Black 9, Basic Brown 16 und Basic Brown 17 bekannten Verbindungen sowie Pikraminsäure, 2-Amino-6-chloro-4-nitrophenol, 4-Amino-2- nitrodiphenylamin-2'-carbonsäure, 6-Nitro-1,2,3,4-tetrahydrochinoxalin, 4-N-Ethyl-1,4-bis(2'- hydroxyethylamino)-2-nitrobenzol-hydrochlorid und 1-Methyl-3-nitro-4-(2'-hydroxyethyl)- aminobenzol. Die erfindungsgemäßen Mittel gemäß dieser Ausführungsform enthalten die direktziehenden Farbstoffe bevorzugt in einer Menge von 0,01 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Färbemittel.
Weiterhin können die erfindungsgemäßen Färbemittel auch in der Natur vorkommende Farbstoffe wie beispielsweise Henna rot, Henna neutral, Henna schwarz, Kamillenblüte, Sandelholz, schwarzen Tee, Faulbaumrinde, Salbei, Blauholz, Krappwurzel, Catechu, Sedre und Alkannawurzel enthalten.
Bezüglich weiterer üblicher Farbstoffkomponenten wird ausdrücklich auf die bezüglich der einzelnen verwendbaren Farbstoffkomponenten wird ausdrücklich auf die Reihe "Dermatology", herausgeben von Ch. Culnan, H. Maibach, Verlag Marcel Dekker Inc., New York, Basel, 1986, Bd. 7, Ch. Zviak, The Science of Hair Care, Kap. 7, Seiten 248-250 (Direktziehende Farbstoffe), und Kap. 8, Seiten 264-267 (Oxidationsfarbstoffe), sowie "Europäisches Inventar der Kosmetikrohstoffe"U, 1996, herausgegeben von der Europäischen Kommission, erhältlich in Diskettenform vom Bundesverband der deutschen Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren und Körperpflegemittel e.V., Mannheim, Bezug genommen.
Es ist nicht erforderlich, daß die fakultativ enthaltenen Oxidationsfarbstoffvorprodukte oder die direktziehenden Farbstoffe jeweils einheitliche Verbindungen darstellen. Vielmehr kön­ nen in den erfindungsgemäßen Färbemitteln, bedingt durch die Herstellungsverfahren für die einzelnen Farbstoffe, in untergeordneten Mengen noch weitere Komponenten enthalten sein, soweit diese nicht das Färbeergebnis nachteilig beeinflussen oder aus anderen Grün­ den, z. B. toxikologischen, ausgeschlossen werden müssen.
Die erfindungsgemäßen Färbemittel ergeben bereits bei physiologisch verträglichen Tempe­ raturen von unter 45°C intensive Färbungen. Sie eignen sich deshalb besonders zum Fär­ ben von menschlichen Haaren. Zur Anwendung auf dem menschlichen Haar können die Färbemittel üblicherweise in einen wasserhaltigen kosmetischen Träger eingearbeitet wer­ den. Geeignete wasserhaltige kosmetische Träger sind z. B. Cremes, Emulsionen, Gele oder auch tensidhaltige schäumende Lösungen wie z. B. Shampoos oder andere Zubereitungen, die für die Anwendung auf den keratinhaltigen Fasern geeignet sind. Falls erforderlich ist es auch möglich, die Färbemittel in wasserfreie Träger einzuarbeiten.
Weiterhin können die erfindungsgemäßen Färbemittel alle in solchen Zubereitungen be­ kannten Wirk-, Zusatz- und Hilfsstoffe enthalten. In vielen Fällen enthalten die Färbemittel mindestens ein Tensid, wobei prinzipiell sowohl anionische als auch zwitterionische, ampho­ lytische, nichtionische und kationische Tenside geeignet sind. In vielen Fällen hat es sich aber als vorteilhaft erwiesen, die Tenside aus anionischen, zwitterionischen oder nichtioni­ schen Tensiden auszuwählen.
Als anionische Tenside eignen sich in erfindungsgemäßen Zubereitungen alle für die Ver­ wendung am menschlichen Körper geeigneten anionischen oberflächenaktiven Stoffe. Diese sind gekennzeichnet durch eine wasserlöslich machende, anionische Gruppe wie z. B. eine Carboxylat-, Sulfat-, Sulfonat- oder Phosphat-Gruppe und eine lipophile Alkylgruppe mit etwa 10 bis 22 C-Atomen. Zusätzlich können im Molekül Glykol- oder Polyglykolether- Gruppen, Ester-, Ether- und Amidgruppen sowie Hydroxylgruppen enthalten sein. Beispiele für geeignete anionische Tenside sind, jeweils in Form der Natrium-, Kalium- und Ammonium- sowie der Mono-, Di- und Trialkanolammoniumsalze mit 2 oder 3 C-Atomen in der Alkanolgruppe,
  • - lineare Fettsäuren mit 10 bis 22 C-Atomen (Seifen),
  • - Ethercarbonsäuren der Formel R-O-(CH2-CH2O)x-CH2-COOH, in der R eine lineare Alkylgruppe mit 10 bis 22 C-Atomen und x = 0 oder 1 bis 16 ist,
  • - Acylsarcoside mit 10 bis 18 C-Atomen in der Acylgruppe,
  • - Acyltauride mit 10 bis 18 C-Atomen in der Acylgruppe,
  • - Acylisethionate mit 10 bis 18 C-Atomen in der Acylgruppe,
  • - Sulfobemsteinsäuremono- und -dialkylester mit 8 bis 18 C-Atomen in der Alkylgruppe und Sulfobernsteinsäuremono-alkylpolyoxyethylester mit 8 bis 18 C-Atomen in der Al­ kylgruppe und 1 bis 6 Oxyethylgruppen,
  • - lineare Alkansulfonate mit 12 bis 18 C-Atomen,
  • - lineare Alpha-Olefinsulfonate mit 12 bis 18 C-Atomen,
  • - Alpha-Sulfofettsäuremethylester von Fettsäuren mit 12 bis 18 C-Atomen,
  • - Alkylsulfate und Alkylpolyglykolethersulfate der Formel R-O(CH2-CH2O)x-SO3H, in der R eine bevorzugt lineare Alkylgruppe mit 10 bis 18 C-Atomen und x = 0 oder 1 bis 12 ist,
  • - Gemische oberflächenaktiver Hydroxysulfonate gemäß DE-A-37 25 030,
  • - sulfatierte Hydroxyalkylpolyethylen- und/oder Hydroxyalkylenpropylenglykolether ge­ mäß DE-A-37 23 354,
  • - Sulfonate ungesättigter Fettsäuren mit 12 bis 24 C-Atomen und 1 bis 6 Doppelbindun­ gen gemäß DE-A-39 26 344,
  • - Ester der Weinsäure und Zitronensäure mit Alkoholen, die Anlagerungsprodukte von etwa 2-15 Molekülen Ethylenoxid und/oder Propylenoxid an Fettalkohole mit 8 bis 22 C- Atomen darstellen.
Bevorzugte an ionische Tenside sind Alkylsulfate, Alkylpolyglykolethersulfate und Ethercar­ bonsäuren mit 10 bis 18 C-Atomen in der Alkylgruppe und bis zu 12 Glykolethergruppen im Molekül sowie insbesondere Salze von gesättigten und insbesondere ungesättigten C8-C22- Carbonsäuren, wie Ölsäure, Stearinsäure, Isostearinsäure und Palmitinsäure.
Als zwitterionische Tenside werden solche oberflächenaktiven Verbindungen bezeichnet, die im Molekül mindestens eine quartäre Ammoniumgruppe und mindestens eine -COO(-)- oder -SO3 (-)-Gruppe tragen. Besonders geeignete zwitterionische Tenside sind die sogenannten Betaine wie die N-Alkyl-N,N-dimethylammonium-glycinate, beispielsweise das Kokosalkyl­ dimethylammoniumglycinat, N-Acyl-aminopropyl-N,N-dimethylammoniumglycinate, beispielsweise das Kokosacylaminopropyl-dimethylammoniumglycinat, und 2-Alkyl-3-carb­ oxymethyl-3-hydroxyethyl-imidazoline mit jeweils 8 bis 18 C-Atomen in der Alkyl- oder Acyl­ gruppe sowie das Kokosacylaminoethylhydroxyethylcarboxymethylglycinat Ein bevorzugtes zwitterionisches Tensid ist das unter der CTFA-Bezeichnung Cocamidopropyl Betaine be­ kannte Fettsäureamid-Derivat.
Unter ampholytischen Tensiden werden solche oberflächenaktiven Verbindungen verstan­ den, die außer einer C8-18-Alkyl- oder -Acylgruppe im Molekül mindestens eine freie Amino­ gruppe und mindestens eine -COOH- oder -SO3H-Gruppe enthalten und zur Ausbildung innerer Salze befähigt sind. Beispiele für geeignete ampholytische Tenside sind N-Alkylgly­ cine, N-Alkylpropionsäuren, N-Alkylaminobuttersäuren, N-Alkyliminodipropionsäuren, N- Hydroxyethyl-N-alkylamidopropylglycine, N-Alkyltaurine, N-Alkylsarcosine, 2-Alkylamino­ propionsäuren und Alkylaminoessigsäuren mit jeweils etwa 8 bis 18 C-Atomen in der Alkyl­ gruppe. Besonders bevorzugte ampholytische Tenside sind das N-Kokosalkylaminopropio­ nat, das Kokosacylaminoethylaminopropionat und das C12-18-Acylsarcosin.
Nichtionische Tenside enthalten als hydrophile Gruppe z. B. eine Polyolgruppe, eine Polyal­ kylenglykolethergruppe oder eine Kombination aus Polyol- und Polyglykolethergruppe. Sol­ che Verbindungen sind beispielsweise
  • - Anlagerungsprodukte von 2 bis 30 Mol Ethylenoxid und/oder 0 bis 5 Mol Propylenoxid an lineare Fettalkohole mit 8 bis 22 C-Atomen, an Fettsäuren mit 12 bis 22 C-Atomen und an Alkylphenole mit 8 bis 15 C-Atomen in der Alkylgruppe,
  • - C12-22-Fettsäuremono- und -diester von Anlagerungsprodukten von 1 bis 30 Mol Ethy­ lenoxid an Glycerin,
  • - C8-22-Alkylmono- und -oligoglycoside und deren ethoxylierte Analoga,
  • - Anlagerungsprodukte von 5 bis 60 Mol Ethylenoxid an Rizinusöl und gehärtetes Rizi­ nusöl,
  • - Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid an Sorbitanfettsäureester
  • - Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid an Fettsäurealkanolamide.
Beispiele für die in den erfindungsgemäßen Haarbehandlungsmitteln verwendbaren kationi­ schen Tenside sind insbesondere quartäre Ammoniumverbindungen. Bevorzugt sind Am­ moniumhalogenide wie Alkyltrimethylammoniumchloride, Dialkyldimethylammoniumchloride und Trialkylmethylammoniumchloride, z. B. Cetyltrimethylammoniumchlorid, Stearyltrime­ thylammoniumchlorid, Distearyldimethylammoniumchlorid, Lauryldimethylammoniumchlorid, Lauryldimethylbenzylammoniumchlorid und Tricetylmethylammoniumchlorid. Weitere erfin­ dungsgemäß verwendbare kationische Tenside stellen die quaternisierten Proteinhydroly­ sate dar.
Erfindungsgemäß ebenfalls geeignet sind kationische Silikonöle wie beispielsweise die im Handel erhältlichen Produkte Q2-7224 (Hersteller: Dow Coming; ein stabilisiertes Trime­ thylsilylamodimethicon), Dow Corning 929 Emulsion (enthaltend ein hydroxyl-amino-modifi­ ziertes Silicon, das auch als Amodimethicone bezeichnet wird), SM-2059 (Hersteller: Gene­ ral Electric), SLM-55067 (Hersteller: Wacker) sowie Abil®-Quat 3270 und 3272 (Hersteller: Th. Goldschmidt; diquaternäre Polydimethylsiloxane, Quaternium-80).
Alkylamidoamine, insbesondere Fettsäureamidoamine wie das unter der Bezeichnung Tego Amid®S 18 erhältliche Stearylamidopropyldimethylamin, zeichnen sich neben einer guten konditionierenden Wirkung speziell durch ihre gute biologische Abbaubarkeit aus.
Ebenfalls sehr gut biologisch abbaubar sind quaternäre Esterverbindungen, sogenannte "Esterquats", wie die unter dem Warenzeichen Stepantex® vertriebenen Methylhydroxyal­ kyldialkoyloxyalkylammoniummethosulfate.
Ein Beispiel für ein als kationisches Tensid einsetzbares quaternäres Zuckerderivat stellt das Handelsprodukt Glucquat®100 dar, gemäß CTFA-Nomenklatur ein "Lauryl Methyl Gluceth- 10 Hydroxypropyl Dimonium Chloride".
Bei den als Tenside eingesetzten Verbindungen mit Alkylgruppen kann es sich jeweils um einheitliche Substanzen handeln. Es ist jedoch in der Regel bevorzugt, bei der Herstellung dieser Stoffe von nativen pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen auszugehen, so daß man Substanzgemische mit unterschiedlichen, vom jeweiligen Rohstoff abhängigen Alkylketten­ längen erhält.
Bei den Tensiden, die Anlagerungsprodukte von Ethylen- und/oder Propylenoxid an Fettal­ kohole oder Derivate dieser Anlagerungsprodukte darstellen, können sowohl Produkte mit einer "normalen" Homologenverteilung als auch solche mit einer eingeengten Homologen­ verteilung verwendet werden. Unter "normale" Homologenverteilung werden dabei Mi­ schungen von Homologen verstanden, die man bei der Umsetzung von Fettalkohol und Alkylenoxid unter Verwendung von Alkalimetallen, Alkalimetallhydroxiden oder Alkalimetall­ alkoholaten als Katalysatoren erhält. Eingeengte Homologenverteilungen werden dagegen erhalten, wenn beispielsweise Hydrotalcite, Alkalimetallsalze von Ethercarbonsäuren, Alkalimetalloxide, -hydroxide oder -alkoholate als Katalysatoren verwendet werden. Die Verwendung von Produkten mit eingeengter Homologenverteilung kann bevorzugt sein.
Weitere Wirk-, Hilfs- und Zusatzstoffe sind beispielsweise
  • - nichtionische Polymere wie beispielsweise Vinylpyrrolidon/Vinylacrylat-Copolymere, Polyvinylpyrrolidon und Vinylpyrrolidon/Vinylacetat-Copolymere und Polysiloxane,
  • - kationische Polymere wie quaternisierte Celluloseether, Polysiloxane mit quaternären Gruppen, Dimethyldiallylammoniumchlorid-Polymere, Acryiamid-Dimethyldiallylammo­ niumchlorid-Copolymere, mit Diethylsulfat quaternierte Dimethylaminoethylmethacrylat- Vinylpyrrolidon-Copolymere, Vinylpyrrolidon-Imidazoliniummethochlorid-Copolymere
  • - und quaternierter Polyvinylalkohol,
  • - zwitterionische und amphotere Polymere wie beispielsweise Acrylamidopropyl-trime­ thylammoniumchlorid/Acrylat-Copolymere und Octylacrylamid/Methylmethacrylat/tert.- Butylaminoethylmethacrylat/2-Hydroxypropylmethacrylat-Copolymere,
  • - anionische Polymere wie beispielsweise Polyacrylsäuren, vernetzte Polyacrylsäuren, Vinylacetat/Crotonsäure-Copolymere, Vinylpyrrolidon/Vinylacrylat-Copolymere, Vinyl­ acetat/Butylmaleat/Isobornylacrylat-Copolymere, Methylvinylether/Maleinsäureanhy­ drid-Copolymere und Acrylsäure/Ethylacrylat/N-tert.-Butylacrylamid-Terpolymere,
  • - Verdickungsmittel wie Agar-Agar, Guar-Gum, Alginate, Xanthan-Gum, Gummi ara­ bicum, Karaya-Gummi, Johannisbrotkernmehl, Leinsamengummen, Dextrane, Cellulo­ se-Derivate, z. B. Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulose und Carboxymethylcellulose, Stärke-Fraktionen und Derivate wie Amylose, Amylopektin und Dextrine, Tone wie z. B. Bentonit oder vollsynthetische Hydrokolloide wie z. B. Polyvinylalkohol,
  • - Strukturanten wie Glucose und Maleinsäure,
  • - haarkonditionierende Verbindungen wie Phospholipide, beispielsweise Sojalecithin, Ei- Lecitin und Kephaline, sowie Silikonöle,
  • - Proteinhydrolysate, insbesondere Elastin-, Kollagen-, Keratin-, Milcheiweiß-, Sojapro­ tein- und Weizenproteinhydrolysate, deren Kondensationsprodukte mit Fettsäuren so­ wie quaternisierte Proteinhydrolysate,
  • - Parfümöle, Dimethylisosorbid und Cyclodextrine,
  • - Lösungsvermittler wie Ethanol, Isopropanol, Ethylenglykol, Propylenglykol, Glycerin und Diethylenglykol,
  • - Antischuppenwirkstoffe wie Piroctone Olamine und Zink Omadine,
  • - weitere Substanzen zur Einstellung des pH-Wertes,
  • - Wirkstoffe wie Panthenol, Pantothensäure, Allantoin, Pyrrolidoncarbonsäuren und de­ ren Salze, Pflanzenextrakte und Vitamine,
  • - Cholesterin,
  • - Lichtschutzmittel,
  • - Konsistenzgeber wie Zuckerester, Polyolester oder Polyolalkylether,
  • - Fette und Wachse wie Walrat, Bienenwachs, Montanwachs, Paraffine, Fettalkohole und Fettsäureester,
  • - Fettsäurealkanolamide,
  • - Komplexbildner wie EDTA, NTA und Phosphonsäuren,
  • - Quell- und Penetrationsstoffe wie Glycerin, Propylenglykolmonoethylether, Carbonate, Hydrogencarbonate, Guanidine, Harnstoffe sowie primäre, sekundäre und tertiäre Phosphate, Imidazole, Tannine, Pyrrol,
  • - Trübungsmittel wie Latex,
  • - Perlglanzmittel wie Ethylenglykolmono- und -distearat,
  • - Treibmittel wie Propan-Butan-Gemische, N2O, Dimethylether, CO2 und Luft sowie
  • - Antioxidantien.
Die Bestandteile des wasserhaltigen Trägers werden zur Herstellung der erfindungsgemä­ ßen Färbemittel in für diesen Zweck üblichen Mengen eingesetzt; z. B. werden Emulgiermittel in Konzentrationen von 0,5 bis 30 Gew.-% und Verdickungsmittel in Konzentrationen von 0,1 bis 25 Gew.-% des gesamten Färbemittels eingesetzt.
Für das Färbeergebnis kann es vorteilhaft sein, den Färbemitteln Ammonium- oder Metall­ salze zuzugeben. Geeignete Metallsalze sind z. B. Formiate, Carbonate, Halogenide, Sulfate, Butyrate, Valeriate, Capronate, Acetate, Lactate, Glykolate, Tartrate, Citrate, Gluconate, Propionate, Phosphate und Phosphonate von Alkalimetallen, wie Kalium, Natrium oder Lithium, Erdalkalimetallen, wie Magnesium, Calcium, Strontium oder Barium, oder von Aluminium, Mangan, Eisen, Kobalt, Kupfer oder Zink, wobei Natriumacetat, Lithiumbromid, Calciumbromid, Calciumgluconat, Zinkchlorid, Zinksulfat, Magnesiumchlorid, Magnesiumsul­ fat, Ammoniumcarbonat, -chlorid und -acetat bevorzugt sind. Diese Salze sind vorzugsweise in einer Menge von 0,03 bis 65, insbesondere von 1 bis 40 mmol, bezogen auf 100 g des gesamten Färbemittels, enthalten.
Der pH-Wert der gebrauchsfertigen Färbezubereitungen liegt üblicherweise zwischen 2 und 11, vorzugsweise zwischen 5 und 9.
Zum Färben der keratinhaltigen Fasern, insbesondere zum Färben von menschlichen Haa­ ren, werden die Färbemittel in der Regel in Form des wasserhaltigen, kosmetischen Trägers in einer Menge von 100 g auf das Haar aufgebracht, ca. 30 Minuten dort belassen und an­ schließend ausgespült oder mit einem handelsüblichen Haarshampoo ausgewaschen.
Die erfindungsgemäß eingesetzten Verbindungen und die ggf. eingesetzten Oxidations­ farbstoffvorprodukte können entweder gleichzeitig auf das Haar aufgebracht werden oder aber auch nacheinander, wobei es unerheblich ist, welche der drei Komponenten zuerst aufgetragen wird. Die fakultativ enthaltenen Ammonium- oder Metallsalze können dabei der ersten oder der zweiten Komponente zugesetzt werden. Zwischen dem Auftragen der ersten und der zweiten Komponente können bis zu 30 Minuten Zeitabstand liegen. Auch eine Vorbehandlung der Fasern mit der Salzlösung ist möglich.
Die erfindungsgemäß eingesetzten Verbindungen und die ggf. eingesetzten Oxidations­ farbstoffvorprodukte der erfindungsgemäßen Mittel können entweder getrennt oder zusam­ men gelagert werden, entweder in einer flüssigen bis pastösen Zubereitung (wäßrig oder wasserfrei) oder als trockenes Pulver. Werden die Komponenten in einer flüssigen Zuberei­ tung zusammen gelagert, so sollte diese zur Verminderung einer Reaktion der Komponen­ ten weitgehend wasserfrei sein. Bei der getrennten Lagerung werden die reaktiven Kompo­ nenten erst unmittelbar vor der Anwendung miteinander innig vermischt. Bei der trockenen Lagerung wird vor der Anwendung üblicherweise eine definierte Menge warmen (50 bis 80°C) Wassers hinzugefügt und eine homogene Mischung hergestellt.
Beispiele Herstellung einer Färbecreme
Zur Herstellung einer Färbecreme wurden 1,0 g Cetearylalkohol, 1,0 g Kokosalkohol, 1,1 g Natrium-Laureth-5-carboxylat, 0,05 g Propylparaben und 0,15 g Methylparaben 80°C auf­ geschmolzen und mit 70 g 80°C heißem Wasser vermischt und unter starkem Rühren emulgiert. Anschließend ließ man die Emulsion unter schwachem Rühren abkühlen. x g Fär­ bemittel wurde in 10 g 50°C heißem Wasser unter Zugabe von 3,0 g Ammoniumsulfat und Ammoniak gelöst. Die Farbstofflösung wurde zur Emulsion gegeben, mit Ammoniak auf pH 9 eingestellt und mit Wasser auf 100 g aufgefüllt. Anschließend wurde die Creme unter Rühren auf Raumtemperatur abgekühlt.
Die erhaltene Färbecreme wurde bei 30°C 30 Minuten lang auf eine blonde Haarsträhne auf­ gebracht. Die gefärbte Strähne wurde anschließend 30 Sek. mit lauwarmem Wasser ge­ spült, im warmen (3040°C) Luftstrom getrocknet und anschließend ausgekämmt. Danach wurden die Ausfärbungen visuell bei Tageslicht beurteilt.
In den Beispielen 1 bis 3 wurden Färbemittel als Einzelsubstanzen und in den Beispielen 4 bis 8 Gemische aus mehreren Färbemitteln untersucht. Die jeweiligen Farbnuancen und Farbtiefen sind in der nachfolgende Tabelle 1 wiedergegeben.
Die Farbtiefe wurde dabei nach folgender Skala bewertet:
-: eine oder eine sehr blasse Ausfärbung
(+): schwache Intensität
+: mittlere Intensität
+(+): mittlere bis starke Intensität
++: starke Intensität
++(+): starke bis sehr starke Intensität
+++: sehr starke Intensität.
Tabelle 1

Claims (7)

1. Verwendung von Phenaziniumsalzen der folgenden Formel I
worin R1 und R2 jeweils unabhängig voneinander eine NH2-, eine NHR8- oder eine NR8 9-Gruppe bedeuten, wobei R8 und R9 für eine C1-C4-Alkyl- oder Arylgruppe stehen,
R3 und R6 jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine C1-C4- Alkylgruppe, eine NH2-, eine NHR10- oder eine NR10R11-Gruppe bedeuten, wobei R10 und R11 für eine C1-C4-Alkyl- oder Arylgruppe stehen,
R4 und R5 jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine C1- C4-Alkyl-Gruppe bedeuten,
R7eine C1-C4-Alkyl- oder Arylgruppe bedeutet und
X für das Anion einer Mineral- oder organischen Säure steht,
mit der Maßgabe, daß Neutralrot und Neutralviolett ausgeschlossen sind,
zum Färben von keratinhaltigen Fasern, insbesondere von menschlichen Haaren.
2. Mittel zum Färben von keratinhaltigen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, das als eine färbende Komponente Phenaziniumsalze mit der folgenden Formel I
worin R1 und R2 jeweils unabhängig voneinander eine NH2-, eine NHR8- oder eine NR8R9-Gruppe bedeuten, wobei R8 und R9 für eine C1-C4-Alkyl- oder Arylgruppe stehen,
R3 und R6 jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine C1-C4- Alkylgruppe, eine NH2-, eine NHR10 - oder eine NR10R11-Gruppe bedeuten, wobei R10 und R11 für eine C1-C4-Alkyl- oder Arylgruppe stehen,
R4 und R5 jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine C1- C4-Alkyl-Gruppe bedeuten,
R7 eine C1-C4-Alkyl- oder Arylgruppe bedeutet und
X für das Anion einer Mineral- oder organischen Säure steht,
mit der Maßgabe, daß Neutralrot und Neutralviolett ausgeschlossen sind, enthält.
3. Mittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß, wenn in Formel R3 Was­ serstoff oder eine Methylgruppe und R4 und R7 Wasserstoff bedeuten, R5 und/oder R6 nicht Wasserstoff sind.
4. Mittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungen mit der Formel I ausgewählt sind aus Methylenviolett 3 RAX, Brilliant Heliotrop 2R, Indulin, Basic Violet 5, Phenosafranin, Safranin T.
5. Mittel nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver­ bindungen mit der Formel I in einer Menge von jeweils 0,03 bis 65, insbesondere 1 bis 40 mmol, jeweils bezogen auf 100 g des gesamten Färbemittels, enthalten sind.
6. Mittel nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß anionische, zwitterionische und/oder nichtionische Tenside eingesetzt werden.
7. Verfahren zum Färben von keratinhaltigen Fasern, worin ein Färbemittel, enthaltend Phenaziniumsalze der folgenden Formel I
worin R1 und R2 jeweils unabhängig voneinander eine NH2-, eine NHR8- oder eine NR8R9-Gruppe bedeuten, wobei R8 und R9 für eine C1-C4-Alkyl- oder Arylgruppe stehen,
R3 und R6 jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine C1-C4- Alkylgruppe, eine NH2-, eine NHR10- oder eine NR10R11-Gruppe bedeuten, wobei R10 und R11 für eine C1-C4-Alkyl- oder Arylgruppe stehen,
R4 und R5 jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine C1- C4-Alkyl-Gruppe bedeuten,
R7 eine C1-C4-Alkyl- oder Arylgruppe bedeutet und
X für das Anion einer Mineral- oder organischen Säure steht,
mit der Maßgabe, daß Neutralrot und Neutralviolett ausgeschlossen sind,
sowie übliche kosmetische Inhaltsstoffe auf die keratinhaltigen Fasern aufgebracht, einige Zeit, üblicherweise ca. 30 Minuten, auf der Faser belassen und anschließend wieder ausgespült oder mit einem Shampoo ausgewaschen wird.
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