DE19746872A1 - Heizelement und unter seiner Verwendung hergestellter Ofen - Google Patents
Heizelement und unter seiner Verwendung hergestellter OfenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Heizelement mit einer Heizwendel, die an einem Führungselement
anliegend einen Heizraum in Form einer Spirale umgibt. Weiterhin betrifft die Erfindung einen
Ofen mit einem Gehäuse, in dem ein von einem Heizelement beheizbarer Heizraum ausgebil
det ist, wobei das Heizelement eine an einem Führungselement anliegende Heizwendel auf
weist, die den Heizraum in Form einer Spirale umgibt.
Ein gattungsgemäßes Heizelement und ein unter Verwendung des Heizelementes hergestell
ter Dentalofen sind aus der Betriebsanleitung "Programat P 90" der IVOCLAR AG, Liechten
stein, aus dem Jahr 1990 bekannt (Druckvermerk: Sch 457/1090/2/d/BVD). Der darin be
schriebene Dentalofen ist in vorliegender Fig. 3 schematisch dargestellt. Der Heizraum 31 ist
von einer ringförmigen Keramikmuffel 32 umschlossen, deren dem Heizraum 31 zugewandte
Innenseite mit einer schraubenlinienförmigen Führungsrille versehen ist. In die Führungsrille ist
eine Heizwendel 33 eingelegt und darin fest eingeklebt. Zur Wärmeisolierung ist die Keramik
muffel 32 außen von Steinfuttersegmenten 34 ringförmig umgeben und nach oben durch eine
Keramikhaube 35 abgedeckt.
Aufgrund unterschiedlicher thermischer Ausdehnungskoeffizienten der verschiedenen Werk
stoffe (metallische Heizwendel, Keramikmuffel, Kleber) kommt es beim Aufheizen und Abküh
len des bekannten Dentalofens zu mechanischen Spannungen, die zu einer Alterung von Ke
ramikmuffel 32 und Heizwendel 33 und letztendlich zum Ausfall des Ofens führen. Dabei von
der Keramikmuffel 32 oder der Keramikhaube 35 abbröckelnde Teilchen können das Heizgut,
beispielsweise eine Schmelze 36 aus einer Dentallegierung, verunreinigen. Dieses Problem
wird durch eine hohe Betriebstemperatur oder durch eine die metallische Heizwendel 33 oder
die keramische Muffel 32 korrodierende Atmosphäre noch verschärft.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Heizelement mit hoher
Temperaturwechselbeständigkeit und langer Lebensdauer anzugeben und einen unter Ver
wendung des Heizelementes hergestellten Ofen bereitzustellen, in dem die Gefahr einer Ver
unreinigung des Heizgutes gering ist.
Hinsichtlich des Heizelementes wird diese Aufgabe ausgehend von dem eingangs beschriebe
nen Heizelement erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Führungselement als Innenspira
le ausgebildet ist, über die mindestens ein Teil der Heizwendel lose gewickelt ist.
Als Führungselement im Sinne der Erfindung wird eine Innenspirale eingesetzt. Die Innenspi
rale kann aus mehreren Teil-Spiralen zusammengesetzt sein. Aufgrund der Innenspirale wird
der spiralförmige Verlauf der Heizwendel um den Heizraum herum vorgegeben. Die Innenspi
rale und die "Heizwendel-Spirale" haben die gleiche Steigung und sie verlaufen um eine ge
meinsame Spiral-Längsachse. Durch die Innenspirale erhält die "Heizwendel-Spirale" ihre
Formstabilität. Üblicherweise ist die gesamte Heizwendel von der Innenspirale gestützt. Es
kann aber auch genügen, wenn nur ein Teil der Heizwendel von der Innenspirale gestützt ist,
wenn dennoch eine ausreichende Formstabilität der Heizwendel-Spirale gewährleistet ist. Die
Innenspirale besteht aus einem bei der Betriebstemperatur des Heizelementes beständigen,
elektrisch nicht leitenden Werkstoff. Aufgrund ihrer Form ist die Innenspirale sowohl in Rich
tung der Spirallängsachse als auch quer dazu flexibel, so daß Längenänderungen aufgrund
von Temperaturänderungen ohne wesentliche mechanische Spannungen möglich sind. Als
Spirallängsachse wird dabei diejenige Richtung verstanden, um die herum die Innenspirale
und die Heizwendel-Spirale verlaufen.
Über die Innenspirale ist mindestens ein Teil der Heizwendel gewickelt. Aufgrund ihrer durch
die Innenspirale aufgeprägten spiraligen Ausbildung erzeugen Längenänderungen infolge von
Temperaturwechseln in der Heizwendel keine wesentlichen Spannungen. Wesentlich dafür ist
aber, daß die Heizwendel an der Innenspirale lediglich anliegt, also nicht fest mit ihr verbunden
ist, so daß mechanische Spannungen aufgrund unterschiedlicher thermischer Ausdehnungs
koeffizienten zwischen dem Material der Heizwendel und der Innenspirale vermieden werden.
Das erfindungsgemäße Heizelement eignet sich aufgrund seiner guten Temperaturwechselbe
ständigkeit insbesondere für den Einsatz in Öfen, die häufig ein- und ausgeschaltet werden
und die mit hohen Heiztemperaturen betrieben werden. Es zeichnet sich durch eine lange Le
bensdauer aus.
Es wird eine Ausführungsform des Heizelementes bevorzugt, bei dem die Innenspirale aus
Quarzglas oder aus einem hochkieselsäurehaltigen Glas besteht. Derartige Innenspiralen las
sen sich einfach herstellen.
Eine weitere Verbesserung der Lebensdauer, insbesondere bei korrodierender Atmosphäre im
Ofenraum wird erreicht, wenn die Innenspirale und die Heizwendel um koaxial zur Spirallängs
achse angeordnetes Innenschutzrohr verlaufen. Das Innenschutzrohr kann die seitliche Be
grenzung des Heizraumes bilden. Es gewährleistet einen Abschluß der Heizwendel und der In
nenspirale von der Heizraum-Atmosphäre. Dadurch ist es möglich, im Heizraum eine korrodie
rende Atmosphäre einzustellen. Umgekehrt werden auch aus der Heizwendel und der Innen
spirale herrührende Verunreinigungen des Heizgutes durch das Innenschutzrohr verhindert.
Für den Fall, daß die Heizwendel am Schutzrohr anliegt, besteht dieses vorteilhaft aus elek
trisch isolierenden Werkstoffen, wie Glas oder Keramik.
Weiterhin kann das Innenschutzrohr als mechanische Begrenzung und als Lager für die Innen
spirale dienen, wenn diese sich in Richtung auf den Heizraum verformt. Eine gasdichte Aus
führung des Innenschutzrohres ist hierfür nicht erforderlich. Darüberhinaus vermindert das In
nenschutzrohr die Gefahr einer unbeabsichtigten Berührung der heißen Heizwendel und es
stellt gleichzeitig einen elektrischen Berührungsschutz dar. Außerdem kann um das Innen
schutzrohr herum ein geeignetes Isoliermittel, wie Quarzglaswolle, vorgesehen sein, in das die
Heizwendel-Spirale mitsamt Innenspirale eingebettet sind. Das Isoliermittel kann zur thermi
schen und elektrischen Isolierung und zur Verbesserung der Formstabilität der Einheit von
Heizwendel und Innenspirale beitragen.
Bewährt hat sich ein Innenschutzrohr aus Quarzglas oder aus einem hochkieselsäurehaltigen
Glas. Quarzglas oder hochkieselsäurehaltiges Gläser zeichnen sich durch hohe Temperatur
wechselbeständigkeit aus. Darüberhinaus ist Quarzglas gegenüber den meisten Gasen - auch
bei hohen Temperaturen - chemisch beständig.
Als besonders vorteilhaft hat sich eine Ausbildung des Heizelementes erwiesen, bei dem In
nenspirale und Heizwendel mindestens teilweise auf einem Stützelement aufliegen. Bei sehr
hohen Temperaturen kann es zu plastischen Verformungen der Innenspirale kommen. Bei ei
ner Innenspirale aus Quarzglas sind plastische Verformungen beispielsweise etwa oberhalb
1250°C zu erwarten. Ein Stützelement oder mehrere Stützelemente, die mindestens ein Teil
der Innenspirale stützen, können Verformungen vermindern oder verhindern. Das Stützele
ment besteht vorteilhafterweise aus einem elektrisch nicht leitenden Material, beispielsweise
aus Quarzglas.
Im Falle einer Stauchung durch plastische Verformung einer vertikal orientierten Innenspirale
besteht die Gefahr, daß benachbarte Steigungen der schraubenlinienförmig verlaufenden
Heizwendel in elektrischen Kontakt kommen, was zum Ausfall des Heizelementes führen wür
de. Ein zwischen den Steigungen angeordnetes, elektrisch isolierendes Stützelement kann
solche Kurzschlüsse verhindern.
Als gerade in dieser Hinsicht besonders geeignet hat sich ein Stützelement erwiesen, das in
Form einer Stützspirale mit der gleichen Steigung wie die Innenspirale ausgebildet ist, und die
mindestens einen Teil der Innenspirale und der Heizwendel untergreift. Das Stützelement ver
läuft somit koaxial zur Heizwendel-Spirale als auch zur Innenspirale. Ein einfach herzustellen
des und zu montierendes Stützelement besteht aus Quarzglas. Das Stützelement untergreift die
Heizwendel-Spirale auf ihrer gesamten Länge und verhindert so auch bei plastischen Verfor
mungen der Innenspirale und der damit einhergehenden Verformungen der Heizwendel-Spira
le zuverlässig jeden elektrischen Kontakt zwischen benachbarten Steigungen der
Heizwendel-Spirale.
Vorteilhafterweise besteht die Stützspirale aus dem gleichen Material wie die Innenspirale und
sie umschließt das Innenschutzrohr lose. Dadurch wird erreicht, daß sich die Stützspirale ent
sprechend der Innenspirale verformen kann und somit die Innenspirale auch nach Verformun
gen über ihre gesamte Länge von der Stützspirale untergriffen wird. Dies trägt zur Vermeidung
elektrischer Kurzschlüsse zwischen den Steigungen der Heizwendeln bei.
Besonders bewährt hat sich eine Ausführungsform des Heizelementes, bei dem die Innenspi
rale von einem koaxial zur Spirallängsachse verlaufenden Außenschutzrohr umgeben ist. Bei
dieser Ausführungsform sind Innenspirale und Heizwendel zwischen Außenschutzrohr und In
nenschutzrohr eingeschlossen, wobei aber ihre Beweglichkeit sowohl in Richtung der Spi
rallängsachse als auch senkrecht dazu gewährleistet ist. Die Heizwendel kann zwischen den
jeweiligen Schutzrohren gasdicht eingekapselt sein, so daß sie vor jeglicher Atmosphäre si
cher geschützt ist. Der Zwischenraum zwischen Außenschutzrohr und Innenschutzrohr kann
mit einem geeigneten Gas oder mit einem geeigneten Füllstoff gefüllt sein. Wegen seiner
Formstabilität bei honen Temperaturen besteht die Füllung des Ringspaltes vorteilhafterweise
aus Quarzglaswolle.
Es wird eine Ausführungsform des Heizelementes bevorzugt, bei dem eine Abdeckung aus
Quarzglas vorgesehen ist. Die Abdeckung verhindert eine Verschmutzung des Heizgutes
durch herabfallende Teilchen.
Hinsichtlich einer hohen mechanischen Festigkeit und Temperaturwechselbeständigkeit hat
sich eine aus einem Rohr geformte Innenspirale als günstig erwiesen.
Ausgehend von dem eingangs beschriebenen Ofen zeichnet sich ein Ofen nach der Erfindung
durch die Verwendung eines erfindungsgemäßen Heizelement aus. Hinsichtlich der Ausbil
dung und Anordnung des Heizelementes im Ofen wird auf die obigen Erläuterungen verwie
sen. Aufgrund der Ausbildung des Heizelementes mit einer Innenspirale und seiner hohen
Temperaturwechselbeständigkeit werden Material-Zermürbungen der Heizelement-Bauteile
und andere Alterungserscheinungen sowie die damit einhergehenden Verschmutzungen des
Heizraumes und des Heizgutes durch Bestandteile aus dem Heizelement vermieden. Dies trifft
insbesondere für eine Ausführungsform des Ofens zu bei der der Heizraum von einem Innen
schutzrohr aus Quarzglas umgeben ist.
Der erfindungsgemäße Ofen ist besonders geeignet für Anwendungen mit hohen Heiztempe
raturen, bei denen gleichzeitig jede Verunreinigung des Heizgutes verhindert werden muß. Er
wird beispielsweise als Dentalofen eingesetzt. Weiterhin ist er für Anwendungen in der Analy
sentechnik geeignet, beispielsweise zur Veraschung von Proben oder beim Probenaufschluß.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und einer Patentzeich
nung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen im einzelnen in schematischer Darstellung
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Dentalofen,
Fig. 2 einen Ausschnitt des in Fig. 1 dargestellten Dentalofens in einer
Vergrößerung und
Fig. 3 einen Dentalofen nach dem Stand der Technik.
Bei dem Dentalofen gemäß Fig. 1 ist ein Heizraum 1 für eine Schmelzprobe 2 von einem Ge
häuse umschlossen, das aus einem Unterteil 3, einem ringförmigen Mittelteil 4 und einem
Oberteil 5 besteht.
Die seitliche Begrenzung des Heizraumes 1 wird von einem Innenrohr 6 aus Quarzglas gebil
det, das einen Innendurchmesser von 10 cm, eine Wandstärke von 1,5 mm und eine Länge
von 10 cm aufweist.
Das Innenrohr 6 ist von einem Außenrohr 7 aus Quarzglas umgeben, das einen Innendurch
messer von 12 cm, eine Wandstärke von 1,5 mm und eine Länge von 10 cm aufweist.
Im Zwischenraum zwischen Innenrohr 6 und Außenrohr 7 befindet sich eine Heizwendel 8 aus
einem Heizdraht "Kanthal AF" mit einem Drahtdurchmesser von 1,2 mm. Die Heizwendel 8 hat
eine Länge von 1,80 m, wobei der Innendurchmesser der Wendel 6,5 mm beträgt. Die Heiz
wendel 8 wird mit einer elektrischen Leistung von 1 kW beaufschlagt und erzeugt dabei Tem
peraturen innerhalb des Heizraumes 1 bis zu 1400°C.
Die Heizwendel 8 ist in Form einer Spirale gebogen, der in den Fig. 1 und 2 insgesamt die
Bezugsziffer 9 zugeordnet ist. Die Heizwendel-Spirale 9 erstreckt sich im Ausführungsbeispiel
vom Boden des Heizraumes über einen Teil seiner Höhe, wobei sie sich um eine Spiralachse
10 windet, die der Mittelachse des Heizraumes 1 entspricht.
Die Heizwendel 8 ist über eine Innenspirale 11 gezogen, die aus einem Quarzglasröhrchen mit
einem Außendurchmesser von 6 mm und einer Wandstärke von 1 mm gebogen ist. Die Quarz
glas-Innenspirale 11 verleiht der Heizwendel-Spirale 9 die erforderliche Formstabilität, wobei
die Heizwendel 8 jedoch auf der Innenspirale 11 nur locker aufliegt.
Ein Quarzglas-Stab mit einem Außendurchmesser von 4 mm ist - in Form einer Stützwendel
12 gewickelt - um das Innenrohr 6 angeordnet. Die Stützwendel 12 liegt dabei locker an der
Außenwandung des Innenrohres 6 an. Die Stützwendel 12 weist die gleiche Steigung auf wie
die Heizwendel-Spirale 9 bzw. wie die Innenspirale 11. Die Heizwendel-Spirale 9 umschreibt
jedoch einen geringfügig größeren Innendurchmesser und stützt sich mit ihrer Unterseite auf
der Stützwendel 12 ab.
Der Ringspalt 14 zwischen Innenrohr 6 und Außenrohr 7 ist im übrigen mit Quarzglaswolle 13
gefüllt, die in Fig. 1 zur Wahrung einer deutlicheren Darstellung nur schematisch anhand ei
nes straffierten Bereiches 13 dargestellt ist.
Das Mittelteil 4 ist mit zwei Ringnuten versehen, in die das jeweilige untere Ende des Innen
rohres 6 bzw. des Außenrohres 7 hineinragen. Der Heizraum 1 und der Ringspalt 14 sind nach
oben mittels einer Quarzglasscheibe 15 abgedeckt. Durch die Abdeckung des Heizraumes 1
mittels der Quarzglasscheibe 15 wird ein Eintrag von Verunreinigungen in die Schmelzprobe 2
vollständig verhindert. Darüberhinaus verhindert der Abschluß des Ringspaltes 14 vom
Heizraum 1 mittels der Quarzglasscheibe 15, daß eine korrosive Heizraum-Atmosphäre die
Heizwendel 8 korrodiert.
In der vergrößerten Darstellung gemäß Fig. 2 sind Einzelheiten des erfindungsgemäßen Hei
zelementes deutlicher zu erkennen. Dabei sind für die Bezeichnung der Bauteile bzw. Be
standteile des Heizelementes die gleichen Bezugsziffern wie in Fig. 1 verwendet worden.
Nachfolgend werden anhand des in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiels
Funktion und Wirkungen des erfindungsgemäßen Heizelementes bzw. Ofens näher erläutert.
Der Heizraum 1 wird mittels der Heizwendel 8 auf eine Temperatur von 1400°C gebracht. Die
Temperaturerhöhung führt einerseits zu einer beträchtlichen Längenausdehnung der Heizwen
del 8, andererseits zu einer Erweichung der den Heizraum 1 umgebenden Quarzteile, insbe
sondere der Innenspirale 11 und der Stützwendel 12, die im übrigen auch einer, wenn auch
geringen, Längenausdehnung unterliegen.
Die Längenveränderungen führen bei dem erfindungsgemäßen Heizelement jedoch nicht zu
Spannungen. Längenänderungen der Heizwendel 8 werden durch die freie Beweglichkeit der
Heizwendel-Spirale 9 kompensiert. Eine Kompensation wäre beispielsweise durch eine Ver
größerung des von der Heizwendel-Spirale 9 umschriebenen Innendurchmessers oder durch
eine Verlängerung in Richtung der Spiralachse 10, ebenso wie durch eine Vergrößerung des
von der Heizwendel 8 selbst umschriebenen Durchmessers möglich. Dies wird dadurch er
reicht, daß die Heizwendel 8 im Ringspalt 14 nicht über ihre Länge fixiert ist, sondern lediglich
lose auf der Innenspirale 11 aufliegt.
Da auch weder die Innenspirale 11 noch die Stützwendel 12 innerhalb des Ringspaltes 14
über ihre Länge fixiert sind, können Längenänderungen dieser Bauteile gleichermaßen durch
Veränderungen der jeweiligen Wendeldurchmesser oder -längen kompensiert werden.
Dies gilt gleichermaßen beim Abkühlen des Heizraumes 1 auf Raumtemperatur. Dadurch wird
ein Altern des Heizelementes vermieden. Das Heizelement zeichnet sich deshalb durch eine
hervorragende Temperaturwechselbeständigkeit aus.
Plastische Verformungen der Innenspirale 11 bzw. der Stützwendel 12 führen bei der in Fig.
1 dargestellten vertikalen Anordnung zwar zu einer geringen Stauchung in Richtung der Spi
ralachse 10, jedoch nicht zu einem Ausfall des Dentalofens. Dies wird im folgenden begründet.
Die Stützwendel 12 liegt an der Außenwandung des Innenrohres 6 locker an. Die Heizwendel-
Spirale 9 wiederum liegt auf der Stützwendel 12 lose auf. Innerhalb der Heizwendel-Spirale 9
verläuft mit Spiel die Innenspirale 11. Beim Aufheizen auf ca. 1400°C kommt es aufgrund pla
stischer Verformung zu einer Stauchung der Innenspirale 11 und dementsprechend zu einer
Stauchung der Heizwendel-Spirale 9. Dabei besteht die Gefahr, daß sich benachbarte Stei
gungen der Heizwendel-Spirale 9 berühren und dabei einen elektrischen Kurzschluß erzeu
gen, was zum Ausfall des Heizelementes führen würde. Dies wird jedoch durch die Stützwen
del 12 verhindert. Die Stützwendel 12 untergreift die Heizwendel-Spirale 9. Beim Stauchen der
Heizwendel-Spirale 9 legt sich die Stützwendel 12 jeweils zwischen deren einzelne Wendeln.
Dies wird dadurch gewährleistet, daß die Stützwendel 12 die gleiche Steigung aufweist, wie
die Heizwendel-Spirale 9. Aufgrund ihrer elektrisch isolierenden Eigenschaft verhindert die
Stützwendel 12 so einen Kontakt zwischen benachbarten Steigungen der Heizwendel-Spirale
9. Das Untergreifen der Heizwendel-Spirale 9 durch die Stützwendel 12 wird im Ausführungs
beispiel durch einen ausreichend großen Außendurchmesser des die Stützwendel 12 bilden
den Quarzglas-Stabes sichergestellt.
Eine zusätzliche Formstabilisierung wird durch das Einbringen von Quarzglaswolle 13 in den
Ringspalt 14 erreicht. Das erfindungsgemäße Heizelement wurde Temperaturen bis zu 1400°C
ausgesetzt. Ein ein Ausfall oder eine Beinträchtigung seiner Leistung wurde dabei nicht
festgestellt.
Claims (13)
1. Heizelement mit einer Heizwendel, die an einem Führungselement anliegend einen
Heizraum in Form einer Spirale umgibt, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsele
ment als Innenspirale (11) ausgebildet ist, über die mindestens ein Teil der Heizwendel
(8) lose gewickelt ist.
2. Heizelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenspirale (11) aus
Quarzglas oder aus einem hochkieselsäurehaltigen Glas besteht.
3. Heizelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenspirale
(11) und die Heizwendel (8) um ein koaxial zur Spirallängsachse (10) angeordnetes In
nenschutzrohr (6) verlaufen.
4. Heizelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenschutzrohr (6)
aus Quarzglas oder aus einem hochkieselsäurehaltigen Glas besteht.
5. Heizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Innenspirale (11) und die Heizwendel (8) mindestens teilweise auf einem einem Stüt
zelement aufliegen.
6. Heizelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützelement in Form
einer Stützspirale (12) ausgebildet ist, die die gleiche Steigung wie die Innenspirale (11)
aufweist, und die mindestens einen Teil der Innenspirale (11) und der Heizwendel (8)
untergreift.
7. Heizelement nach Anspruch 6 sowie einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stützspirale (12), aus dem gleichen Material wie die Innenspirale (11)
bestehend, das Innenschutzrohr (6) lose umschließt.
8. Heizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Innenspirale (11) und die Heizwendel (8) von einem koaxial zur Spirallängsachse
(10) verlaufenden Außenschutzrohr (7) umgeben sind.
9. Heizelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Außenschutzrohr (7)
aus Quarzglas oder aus einem hochkieselsäurehaltigen Glas besteht.
10. Heizelement nach Anspruch 7 oder 8 sowie einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Ringspalt (14) zwischen Innenschutzrohr (6) und Außenschutz
rohr (7) Quarzglaswolle enthält.
11. Heizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
es eine Abdeckung (15) aus Quarzglas oder aus hochkieselsäurehaltigem Glas aufweist.
12. Heizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Innenspirale (11) aus einem Rohr geformt ist.
13. Ofen mit einem Gehäuse, in dem ein von einem Heizelement beheizbarer Heizraum aus
gebildet ist, wobei das Heizelement eine an einem Führungselement anliegende Heiz
wendel aufweist, die den Heizraum in Form einer Spirale umgibt, gekennzeichnet durch
ein Heizelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12.
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| EP3557172A1 (de) * | 2018-04-16 | 2019-10-23 | Ivoclar Vivadent AG | Dentalofen |
| US11589966B2 (en) * | 2018-10-29 | 2023-02-28 | Vita Zahnfabrik H. Rauter Gmbh & Co. Kg | Heating element for a dental-ceramic furnace and dental sintering furnace |
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| DE1060515B (de) * | 1953-07-22 | 1959-07-02 | Staatliche Porzellan Manufaktu | Elektrisch beheizter Tiegelofen |
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1998
- 1998-10-22 AT AT177498A patent/ATA177498A/de not_active Application Discontinuation
Patent Citations (5)
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| CN110388826A (zh) * | 2018-04-16 | 2019-10-29 | 伊沃克拉尔维瓦登特股份公司 | 牙科用炉 |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19746872C2 (de) | 2001-09-27 |
| ATA177498A (de) | 2001-11-15 |
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