DE19744754C1 - Steckverbinder, insbesondere für Flachbandkabel - Google Patents
Steckverbinder, insbesondere für FlachbandkabelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Ein derartiger Steckverbinder ist beispielsweise aus der EP 0 251 755 A2
bekannt. Zusätzlich zu den beiden Steckerteilen besitzt
dieser vorbekannte Steckverbinder noch ein Zwischenteil, das zur
Fixierung der Leiterendabschnitte im ersten Steckerteil dient.
Die im ersten Steckerteil vorgesehenen, in Reihen a . . . d gegenein
ander versetzten Ausnehmungen sind zur Aufnahme der Schneiden der
Schneidklemmen des zweiten Steckerteils vorgesehen in dem Sinne, daß
sie den notwendigen Aufnahmeraum schaffen, in den die Schneidklemmen
eintauchen können, wenn sie ihre Funktion, die Abisolierung ihres
zugeordneten Leiterendabschnittes, beim Zusammenfügen der
Steckerteile erfüllen. Eine weitergehende Funktionszuweisung für
diese Ausnehmungen ist der genannten Druckschrift nicht entnehmbar.
Weitere gattungsgemäße Steckverbinder weisen ebenfalls armähnliche
Schneidklemmen auf, wobei auf die Funktion der Wandungen der Aus
nehmungen zur Führung (US 4,701,139) oder Abstützung (DE 23 55 774 C2)
der Schneidklemmen hingewiesen wird.
Nachteilig an diesen und der Vielzahl von weiteren bekannt
gewordenen Lösungen zur Konstruktion von Steckverbindern der ge
nannten Art ist, daß die Schneidklemmen infolge der relativ
miniaturisierten Ausführung unter Umständen in ihrer Klemmkraft
nachlassen können, insbesondere wenn durch Temperaturwechsel,
mechanische Beanspruchung wie z. B. Vibrationen die geringen
Materialquerschnitte im Bereich der beiden Gabeln der Schneidklemmen
über längere Zeiten beansprucht werden, wie dies beispielsweise bei
der Verwendung solcher Steckverbinder im KFZ-Bereich der Fall ist.
Derartige Ermüdungserscheinungen insbesondere in Bereichen starker
Temperaturschwankungen und mechanischer Beanspruchungen können dann
im ungünstigsten Fall dazu führen, daß die Kontaktierung sich
verschlechtert, mit der Folge einer Verringerung der Kontakt
querschnitte mit den daraus entstehenden Problemen oder gar mit der
Folge der vollständigen Kontaktunterbrechung, was dann beispiels
weise im KFZ-Bereich zu erheblichen Störungen der Funktion der
elektrischen oder elektronischen Bauteile des Kraftfahrzeuges führen
kann.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, den gattungsgemäßen Steckver
binder so zu verbessern, daß derartige Veränderungen im Kontaktier
verhalten der Schneidklemmen und die damit verbundenen Funk
tionsverschlechterungen bzw. Funktionsausfälle zuverlässig
verhindert werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gemäß dem kennzeichnenden Teil
des Patentanspruchs 1 gelöst.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht folglich darin, die Aus
nehmungen innerhalb des in der Regel aus Kunststoff gefertigten
Steckerteils so weiterzubilden, daß ein Metallgehäuse als Einsatz
mit ausreichender Härte eingesetzt wird, der verhindert, daß sich
die beiden Schenkel der gabelartigen Schneidklemmen durch die
erwähnten thermischen oder mechanischen Beanspruchungen öffnen
können, eine Maßnahme, die konstruktiv einfach umzusetzen ist und
den Anwendungsbereich solcher gattungsgemäßer Steckverbinder auch in
thermisch und mechanisch hoch belasteten Arbeitsumgebungen ermög
licht.
Eine erste vorteilhafte Ausgestaltung dieses Lösungsprinzips sieht
vor, daß das Metallgehäuse ringförmig geschlossen oder topfförmig
ausgebildet ist, was die erforderliche Stabilität gewährleistet,
andererseits aber auch weiterhin ermöglicht, daß das Metallgehäuse,
das jede Ausnehmung umgibt und damit jedem einzelnen Schneidklemm
kontakt zugeordnet ist, beispielsweise nach Art einer Anschlußfahne
abschnittweise auf der Außenseite des ersten Steckerteils heraus
geführt ist, wodurch sich zusätzliche Kontaktierungs- und Schalt
möglichkeiten auf einfache Weise ergeben.
Entsprechend der Verlängerung des Metallgehäuses zur Außenseite des
ersten Steckerteils hin ist auch eine entsprechende beispielsweise
nasenartige Verlängerung des Einsatzes nach unten, d. h. zu den ein
geführten Leitern möglich, wo diese Fortführungen dann als Zugent
lastung dienen und die Zuverlässigkeit und Standzeiten solcher
Steckverbinder weiterhin verbessert.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Steckver
binders wird nun anhand von Zeichnungen näher erläutert, es zeigen:
Fig. 1 Eine perspektivische Gesamtdarstellung des
Steckverbinders,
Fig. 2 eine Aufsicht auf den Steckverbinder gemäß
Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt in der Ebene A-A durch den Steck
verbinder in Fig. 2,
Fig. 4 eine Darstellung des Details XI in Fig. 3,
Fig. 5 einen Schnitt in der Ebene B-B des Steckverbinders
in Fig. 2,
Fig. 6 Darstellung des Details X2 aus Fig. 5,
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht einer Variante des
Steckverbinders nach Fig. 1,
Fig. 8 einen Schnitt durch den Steckverbinder der
Fig. 7 in der Ebene der Anschlußfahnen 51,
Fig. 9 eine Darstellung des Details X3 aus Figur. 8,
und
Fig. 10 Ansicht- und Schnittdarstellungen des bevorzugten
Ausführungsbeispiels des Metallgehäuses 50.
Die Fig. 1 bis 6 und Fig. 10 sind Darstellungen eines ersten
Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Steckverbinders. Wie
üblich besteht ein derartiger Steckverbinder (Fig. 1) aus einem
ersten Steckerteil 10, auf dem das Ende eines Flachbandkabels F
eingelegt ist, mit insgesamt N-Leitern 30.
Das Gegenstück bildet ein zweites Steckerteil 20, das in der dar
gestellten Position über geeignete Rastungen, Nasen oder ähnliche
Formschlußelemente mit dem ersten Steckerteil 10 verrastet ist, so
daß die beiden Steckerteile 10 und 20 das Flachbandkabel F sicher
zwischen sich einschließen.
Im ersten Steckerteil 10 sind Ausnehmungen 11 eingebracht, in die
jeweils eine Schneidklemme 40 (Fig. 4) des zweiten Steckerteils 20
eintaucht, die in an sich bekannter Weise an ihrem Schneidende
gabelförmig ausgebildet ist, den Isoliermantel der Leiter 30 durch
schneidet und somit die Kontaktierung mit ihrem zugeordneten Leiter
herstellt. Diese Schneidklemmen 40 und ihre zugehörigen Ausnehmungen
11 sind in zwei Reihen gegeneinander versetzt angeordnet. Das rück
wärtige Ende der Schneidklemmen ist mit (nicht dargestellten)
Steckerpins oder Buchsen im zweiten Steckerteil 20 verbunden, das
dann dementsprechend mit einem komplementär passenden Bauteil
(Buchse oder Pin) verbindbar ist. Die beiden Steckerteile 10 und 20
bestehen in an sich bekannter Weise aus Kunststoff und brauchen in
ihrem Detailaufbau nicht näher erläutert zu werden.
Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, daß in die Ausnehmungen 11
hülsen- oder topfähnliche Metallgehäuse 50 eingesetzt sind, deren
Innenkontur so bemessen ist, daß die beiden Schenkel 41, 42 jeder
Schneidklemme 40 seitlich geführt und gegen Verspreizen gesichert
sind. Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines solchen Metallge
häuses 50 ist den verschiedenen Ansichten und Schnitten der Fig. 10
entnehmbar:
Es handelt sich hierbei um ein topfförmiges Gehäuse mit Seitenwänden und einem Boden, dessen innenquerschnitt eine maximale lichte Weite L und eine maximale lichte Breite B aufweist, die mit den nach innen zeigenden vier Eckbereichen verjüngt sind, so daß sich der dargestellte, kreuzähnliche Innenquerschnitt ergibt.
Es handelt sich hierbei um ein topfförmiges Gehäuse mit Seitenwänden und einem Boden, dessen innenquerschnitt eine maximale lichte Weite L und eine maximale lichte Breite B aufweist, die mit den nach innen zeigenden vier Eckbereichen verjüngt sind, so daß sich der dargestellte, kreuzähnliche Innenquerschnitt ergibt.
Die maximale lichte Weite L entspricht dabei im wesentlichen dem
Außenmaß der beiden Schenkel 41 und 42, so daß durch die starre
Struktur des Metallgehäuses 50 ein Auseinanderspreizen der Schenkel
41, 42 auch unter den angesprochenen mechanischen oder thermischen
Belastungen ausgeschlossen ist. Die (hier aus drei Adern
bestehenden) Leiter 30 mit ihrem Isoliermantel 31 bleiben daher auch
unter diesen Umständen sicher von den Schneidklemmen 40 in ihrer
Position gehalten und die Kontaktierung ist sichergestellt.
Das erfindungsgemäße Konzept läßt sich vorteilhaft erweitern, wie
beispielsweise anhand des in den Fig. 7 bis 9 dargestellten
zweiten Ausführungsbeispiel des Steckverbinders gezeigt wird:
Der in Fig. 7 dargestellte Steckverbinder unterscheidet sich von dem in Fig. 1 dargestellten Steckverbinder lediglich dadurch, daß zwei Reihen von Anschlußfahnen 51, entsprechend der Gesamtzahl N von Leitern 30 aus dem ersten Steckerteil herausragen (beim dargestell ten Ausführungsbeispiel 12 + 13 Anschlußfahnen 51 entsprechend 25 Leitungen 30).
Der in Fig. 7 dargestellte Steckverbinder unterscheidet sich von dem in Fig. 1 dargestellten Steckverbinder lediglich dadurch, daß zwei Reihen von Anschlußfahnen 51, entsprechend der Gesamtzahl N von Leitern 30 aus dem ersten Steckerteil herausragen (beim dargestell ten Ausführungsbeispiel 12 + 13 Anschlußfahnen 51 entsprechend 25 Leitungen 30).
Diese Anschlußfahnen 51 sind Teil eines modifizierten Metallgehäuses
50', wie dies insbesondere in Fig. 9 dargestellt ist. Es handelt
sich hierbei um ein ringförmig geschlossenes Metallgehäuse mit einem
Innenquerschnitt beispielsweise in der in Fig. 10 dargestellten
Form, jedoch ohne Bodenabschnitt. Statt dessen ist ein Teil der
Seitenwandung durch das Kunststoffmaterial des ersten Steckerteils
10 hindurchgeführt und bildet in seinem nach außen zeigenden Teil
die N Anschlußfahnen 51, die somit auf dem gleichen Potential liegen
wie ihr zugeordneter Leiter 30. Diese Anschlußfahnen können somit
beispielsweise für Prüf- oder Kontrollzwecke benutzt werden, bei
spielsweise durch Verbindung mit entsprechenden Einzel-Kontakt
steckern an individuell ausgewählten Leitern 30.
Bei der in Fig. 4 dargestellten weiteren Variante ist vorgesehen,
daß an der den Leitern zugewandten Unterseite des Metallgehäuses 50
ein Vorsprung oder eine Ausformung 55 vorgesehen ist, die in den
Isoliermantel des zugeordneten Leiters einschneidet.
Zur Zugentlastung kann diese Ausformung insbesondere als Nase aus
gebildet sein, die entgegen der Zugbeanspruchung der Leiter (30)
abgewinkelt ist.
Claims (5)
1. Steckverbinder, insbesondere für Flachbandkabel, bestehend aus
einer Vielzahl von isolierten Leiterendabschnitten, die in einem
ersten Steckerteil eingelegt und positioniert sind, und mit einem
zweiten Steckerteil, in dem Kontaktelemente wie Steckerpins oder
Buchsen mit nach innen zeigenden Schneidklemmen verbunden sind,
wobei bei der Verbindung der beiden Steckerteile die Schneiden
der Schneidklemmen in ihren jeweils zugeordneten
Leiterendabschnitt beidseitig eingreifen und so die Verbindung
zwischen Leitern und Kontaktelementen herstellen, wobei die
Schneiden der Schneidklemmen des zweiten Steckerteils in
Ausnehmungen des ersten Steckerteils eintauchen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (11) des ersten
Steckerteils (10) jeweils einen Einsatz aufweisen, der als
Metallgehäuse ausgebildet und dessen Innenkontur so bemessen
ist, daß die beiden Schenkel (41, 42) jeder Schneidklemme (40)
seitlich geführt und gegen Verspreizen gesichert sind.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Metallgehäuse (50) ringförmig geschlossen oder topfförmig ausge
bildet ist.
3. Steckverbinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Metallgehäuse (50) eine einstückig angeformte Anschlußfahne (51)
aufweist, die auf der der Ausnehmung (11) gegenüberliegenden
Seite des ersten Steckerteils (10) herausgeführt ist.
4. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Einsatz einen Vorsprung oder eine Ausformung (55) aufweist,
der/die zumindest abschnittweise aus der den Leitern zugeordneten
Unterseite des ersten Steckerteils (10) herausragt und zumindest
in den Isoliermantel (31) der Leiter (30) einschneidet.
5. Steckverbinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß am
Einsatz eine entgegen der Zugbeanspruchung der Leiter (30)
abgewinkelte Nase als Zugentlastung angeformt oder ausgebildet
ist.
Priority Applications (4)
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| EP98117616A EP0908967B1 (de) | 1997-10-10 | 1998-09-17 | Steckverbinder, insbesondere für Flachbandkabel |
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