DE19743597A1 - OE-Spinnrotor - Google Patents
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- D—TEXTILES; PAPER
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Description
Die Erfindung betrifft einen OE-Spinnrotor mit eine
Fasergleitfläche und eine Fasersammelrille enthaltenden
beschichteten Flächen, in denen harte Partikel bestimmter
Korngröße eingelagert sind.
Durch die DE 43 05 626 A1 ist es bekannt, daß die
Fasersammelrille bezüglich der zu verspinnenden Fasern einen
größeren Reibungswiderstand als die Fasergleitfläche haben soll.
Dadurch wird erreicht, daß die Fasern genügend schnell zur
Fasersammelrille gleiten und dennoch spätestens an der
Fasersammelrille die Umfangsgeschwindigkeit des Spinnrotors
angenommen haben. Die Flächen des Spinnrotors sind durchgehend
mit einer Nickel-Diamant-Beschichtung versehen, wobei die
gewünschte Rauheit in der Fasersammelrille dadurch zustande
kommt, daß aus der Beschichtung einzelne Diamantpartikel
bestimmter Korngröße herausragen. Die Fasergleitfläche hingegen
wurde nachträglich geglättet, indem ein großer Teil der
Diamantkörner herausgerissen wird, wodurch die Fasergleitfläche
die nicht erwünschte zu hohe Griffigkeit verliert.
Nachteilig ist, daß die Fasergleitfläche nach dem Herausreißen
der Diamantpartikel nicht mehr genügend verschleißfest ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Offenend-Spinn
rotor der eingangs genannten Art so zu beschichten, daß sowohl
die Fasergleitfläche als auch die Fasersammelrille genügend gegen
Verschleiß geschützt sind und daß die Fasersammelrille bezüglich
der zu verspinnenden Fasern griffiger ist als die Fasergleit
fläche.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß - nach einer gewissen
Betriebszeit - die in der Fasersammelrille eingelagerten Partikel
eine größere Korngröße aufweisen als die in der Fasergleitfläche
eingelagerten Partikel.
Dadurch, daß sowohl die Fasersammelrille als auch die Fasergleit
fläche mit harten Partikeln versehen sind, wird eine ausreichende
Verschleißfestigkeit des Offenend-Spinnrotors erreicht. Dadurch,
daß die der Fasersammelrille zugehörigen Partikel eine größere
Korngröße als die der Fasergleitfläche zugeordneten Partikel
haben, wird in der Fasersammelrille bezüglich der zu
verspinnenden Fasern die größere Griffigkeit im Vergleich zur
Fasergleitfläche erreicht.
In Ausgestaltung der Erfindung ist Vorgesehen, daß die
beschichteten Flächen eine erste Beschichtung mit Partikeln
größerer Korngröße und eine darüberliegende zweite Beschichtung
mit Partikeln kleinerer Korngröße aufweisen.
Die zuletzt aufgebrachte Beschichtung mit Partikeln kleinerer
Korngröße ist ausreichend glatt, so daß sie für eine Fasergleit
fläche geeignet ist, und zumindest an der Fasergleitfläche auch
ausreichend Verschleißfest. Die Fasern können somit auf der
Fasergleitfläche in die Fasersammelrille gleiten, ohne daß an der
Fasergleitfläche ein unerwünschter Abrieb auftritt. Bei richtiger
Wahl der Korngröße ist auch die Griffigkeit der Fasersammelrille
zunächst noch ausreichend, jedoch ist in diesem Bereich des
Offenend-Spinnrotors der Verschleiß größer. Dies liegt daran, daß
in der Fasersammelrille die eingespeisten Fasern - anders als bei
der Fasergleitfläche - noch einen zusätzlichen Drall erhalten, da
die Spinndrehung bis in die Fasersammelrille hineinreicht. Dies
führt zu einem schnelleren Abrieb der zuletzt aufgebrachten
Beschichtung in der Fasersammelrille. Dadurch wird nach bereits
wenigen Betriebsstunden die darunterliegende Beschichtung mit den
harten Partikeln größerer Korngröße freigelegt. Die größere
Korngröße sorgt allerdings dafür, daß jetzt der Verschleiß an der
Fasersammelrille deutlich verlangsamt wird. Gleichzeitig nimmt
aber auch die Griffigkeit in der Fasersammelrille zu, so daß sich
die Garnwerte insgesamt nicht verschlechtern. Nach einer gewissen
Betriebszeit ist somit relativ schnell erreicht, daß die
Fasersammelrille griffiger als die Fasergleitfläche geworden ist,
weil die obere Beschichtung mit den kleineren Partikeln
abgetragen und die darunterliegende Beschichtung mit den größeren
Partikeln freigelegt worden ist. Somit wird nach kurzer
Einlaufzeit des Offenend-Spinnrotors der Idealfall erreicht, daß
sowohl die Fasergleitfläche als auch die Fasersammelrille
ausreichend verschleißfest sind und daß dennoch die
Fasersammelrille bezüglich der zu verspinnenden Fasern die
größere Griffigkeit gegenüber der Fasergleitfläche aufweist.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß es günstig ist, wenn sowohl die
erste Beschichtung als auch die zweite Beschichtung jeweils eine
Nickel-Diamant-Beschichtung ist. Nickel-Diamant-Beschichtungen
liefern erfahrungsgemäß hervorragende Spinnbedingungen und lassen
sich hinsichtlich der Korngröße leicht an die erwünschten
Erfordernisse anpassen.
Als vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn die größere
Korngröße ca. 2,5 bis 4 µ und die kleinere Korngröße ca. 1,5 bis
2 µ beträgt. Dies ist ein guter Kompromiß hinsichtlich der
Garnwerte und des Verschleißschutzes.
Damit zum einen eine ausreichende Standfestigkeit des
Offenend-Spinnrotors erreicht wird und zum anderen die obere
Beschichtung in der Fasersammelrille möglichst schnell abgetragen
wird, sollte die erste Beschichtung eine Dicke von etwa 20 bis
30 µ und die zweite Beschichtung eine Dicke von etwa 10 bis 15 µ
haben.
Vorteilhaft ist es auch, wenn der prozentuale Anteil der
Partikel in der ersten Beschichtung größer ist als der
prozentuale Anteil der Partikel in der zweiten Beschichtung.
Somit läßt sich die unterschiedliche Griffigkeit in der
Fasersammelrille und an der Fasergleitfläche nicht nur durch die
unterschiedlichen Korngrößen, sondern darüber hinaus durch den
unterschiedlichen Anteil der harten Partikel erreichen.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Offenend-Spinnrotor,
Fig. 2 in stark vergrößerter Darstellung eine Teilansicht der
Fig. 1 im Bereich der Fasergleitfläche und der Fasersammelrille,
Fig. 3 die Ansicht nach Fig. 2 nach einer gewissen Betriebszeit
des Offenend-Spinnrotors.
Der in Fig. 1 dargestellte OE-Spinnrotor 1 enthält in bekannter
Weise einen Rotorteller 2 und einen drehfest damit verbundenen
Schaft 3. Die offene Vorderseite 4 des Rotortellers 2 ist der
Bedienungsseite des Offenend-Spinnaggregates zugewandt und bei
Betrieb mit einer nicht dargestellten Abdeckung verschlossen.
Durch die offene Vorderseite 4 hindurch werden bei Betrieb über
einen nicht dargestellten Faserzuführkanal zu verspinnende Fasern
auf eine Fasergleitfläche 5 des Rotortellers 2 gespeist. Auf
dieser Fasergleitfläche 5 gleiten die Fasern unter der Wirkung
der Fliehkraft in eine Fasersammelrille 6, die im Innern des
Rotortellers 2 den größten Durchmesser aufweist.
Damit die Fasern auch bei relativ steilen Fasergleitflächen 5
sicher in die Fasersammelrille 6 gelangen, soll die Fasergleit
fläche 5 ausreichend glatt ausgeführt sein. In der Fasersammel
rille 6 hingegen sollen die Fasern möglichst ohne Schlupf die
Umfangsgeschwindigkeit des Rotortellers 2 annehmen. Aus diesem
Grund ist die Fasersammelrille 6 bezüglich der Fasern ausreichend
griffig ausgeführt.
Die erwünschten Reibungsverhältnisse an der Fasergleitfläche 5
und in der Fasersammelrille 6 lassen sich dadurch erreichen, daß
die Oberflächen der Fasersammelrille 6 und der Fasergleitfläche 5
mit harten Partikeln unterschiedlicher Korngrößen versehen sind,
zumindest nach einer gewissen Einlaufzeit des Offenend-Spinn
rotors 1 bei Betrieb.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 2 und 3 wird nunmehr das
Erzielen der unterschiedlichen Korngrößen nach einer gewissen
Betriebszeit näher erläutert.
Der Grundkörper 7 des Rotortellers 2 besteht aus einem hochfesten
Stahl, auf dessen Oberfläche zunächst eine erste Beschichtung 8
und darauf eine zweite Beschichtung 9 aufgebracht wird. Die
zuletzt aufgebrachte zweite Beschichtung 9 ist diejenige, welche
unmittelbar mit den zu verspinnenden Fasern in Berührung kommt.
Beide Beschichtungen 8 und 9 erstrecken sich innen und außen über
den gesamten Rotorteller 2 und bieten somit neben dem Verschleiß
schutz auch einen ausreichenden Korrosionsschutz. Darüber hinaus
muß die zweite Beschichtung 9 zugleich so beschaffen sein, daß
gute Spinnbedingungen und Garnwerte erreichbar sind.
In der ersten Beschichtung 8 sind harte Partikel 10 größerer
Korngröße und in der zweiten Beschichtung 9 harte Partikel 11
kleinerer Korngröße eingelagert.
Die Korngrößen der harten Partikel 10 und 11 sowie deren Anteil
an den zwei Beschichtungen 8 und 9 ist nun so gewählt, daß im
Bereich der Fasergleitfläche 5 die erste Beschichtung 8 sowohl
ausreichend verschleißfest als auch bezüglich der zu verspinnen
den Fasern ausreichend glatt ist. Gleichzeitig ist die Wahl
jedoch so getroffen, daß in der Fasersammelrille 6 die erste
Beschichtung 8 bereits nach relativ wenigen Betriebsstunden so
weit abgetragen wird, daß die darunterliegende erste Beschichtung
8 mit den darin eingelagerten harten Partikeln 10 größerer Korn
größe weitgehend freigelegt wird. Dadurch wird die Faser-Sammel
rille 6 nach einer gewissen Einlaufzeit des OE-Spinnrotors
1 bezüglich der Fasern griffiger und darüber hinaus noch
verschleißfester, so daß ein weiteres Abtragen der nun
freigelegten ersten Beschichtung 8 hier nicht mehr stattfindet
oder zumindest deutlich verlangsamt wird.
An der Fasergleitfläche 5 hingegen kommen die Fasern nach wie vor
mit der oberen zweiten Beschichtung 9 und den harten Partikeln 11
kleinerer Korngröße ausschließlich in Berührung.
Wenngleich sehr unterschiedliche Beschichtungen 8 und 9 denkbar
sind und die harten Partikel 10 und 11 gegebenenfalls aus Quarz
oder Korund bestehen können, hat es sich als günstig erwiesen,
wenn sowohl die erste Beschichtung 8 als auch die zweite
Beschichtung 9 jeweils eine Nickel-Diamant-Beschichtung ist,
allerdings mit den genannten unterschiedlichen Korngrößen. Dabei
soll die größere Korngröße 2,5 bis 4 µ und die kleinere Korngröße
1,5 bis 2 µ betragen. Die Dicke der ersten Beschichtung 8 wird
zweckmäßigerweise mit 20 bis 30 µ und die Dicke der zweiten
Beschichtung 9 vorteilhaft mit 10 bis 15 µ gewählt. Der
prozentuale Anteil der harten Partikel 10 in der ersten
Beschichtung 8 sollte größer sein als der prozentuale Anteil der
harten Partikel 11 in der zweiten Beschichtung 9.
Claims (6)
1. OE-Spinnrotor mit eine Fasergleitfläche und eine
Fasersammelrille enthaltenden beschichteten Flächen, in denen
harte Partikel bestimmter Korngröße eingelagert sind, dadurch
gekennzeichnet, daß - nach einer gewissen Betriebszeit - die in
der Fasersammelrille (6) eingelagerten Partikel (10) eine größere
Korngröße aufweisen als die in der Fasergleitfläche (5)
eingelagerten Partikel (11).
2. OE-Spinnrotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
beschichteten Flächen eine erste Beschichtung (8) mit Partikeln
(10) größerer Korngröße und eine darüberliegende zweite
Beschichtung (9) mit Partikeln (11) kleinerer Korngröße
aufweisen.
3. OE-Spinnrotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
sowohl die erste Beschichtung (8) als auch die zweite
Beschichtung (9) jeweils eine Nickel-Diamant-Beschichtung ist.
4. OE-Spinnrotor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die größere Korngröße ca. 2,5 bis 4 µ und die
kleinere Korngröße ca. 1,5 bis 2 µ beträgt.
5. OE-Spinnrotor nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die erste Beschichtung (8) eine Dicke von 20
bis 30 µ und die zweite Beschichtung (9) eine Dicke von 10 bis 15 µ
hat.
6. OE-Spinnrotor nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der prozentuale Anteil der Partikel (10) in
der ersten Beschichtung (8) größer ist der prozentuale Anteil der
Partikel (11) in der zweiten Beschichtung (9).
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