DE19742794A1 - Verfahren und Erzeugung der Oszillation einer Stranggießkokille - Google Patents
Verfahren und Erzeugung der Oszillation einer StranggießkokilleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung der Oszillation
einer Kokille in einer Stranggießanlage, insbesondere unter Ver
wendung einer hydraulisch angetriebenen Hubvorrichtung.
Die Kokillenoszillation ist ein wesentlicher Bestandteil des Strang
gießverfahrens von Metallen. Sie gewährleistet die erforderliche
Schmierwirkung des Schmiermittels, bspw. Gießpulver oder Öl, und
verhindert damit das Ankleben des Stranges an den Kokillenwänden.
Beim Stranggießen von Stahl hat sich Schlacke als Schmiermittel in
der Kokille durchgesetzt. Sie entsteht durch Aufschmelzen von
Gießpulver, welches in einer solchen Weise auf den Badspiegel
aufgegeben wird, daß es diesen permanent bedeckt.
Die einfachste technische Lösung, die zugleich den überwiegenden
Stand der Technik kennzeichnet, besteht darin, eine Stranggießkokil
le mit Hilfe von einem motorangetriebenen Exzenter in eine oszillie
rende Bewegung zu versetzen. Damit ergibt sich eine sinusförmige
Schwingungsform der Kokille, deren Frequenz und Amplitude jeweils
durch die Drehzahl des Motors sowie durch die Exzentrizität des
Exzenters veränderbar vorgegeben wird.
Damit die Schlacke als Schmiermittel kontinuierlich in den Spalt
zwischen Gußstrang und Kokillenwand eindringen kann, und um zu
verhindern, daß der Schmierfilm abreißt, ist es erforderlich, die
Amplitude und Frequenz der Kokille so einzustellen, daß sie bei
ihrer Abwärtsbewegung den Strang periodisch überholt.
Der Zeitanteil einer Schwingungsperiode T, in der sich der Überhol
vorgang VKokille < VC bei der Abwärtsbewegung der Kokille abspielt,
wird allgemein als Negativer Strip bezeichnet und beträgt:
Es bedeuten:
VKokille - Kokillengeschwindigkeit (m/sec),
VC - Gießgeschwindigkeit (m/sec),
A - Amplitude der Kokillenoszillation (m),
n - Schwingungsfrequenz der Kokillenoszil lation (1/sec).
VKokille - Kokillengeschwindigkeit (m/sec),
VC - Gießgeschwindigkeit (m/sec),
A - Amplitude der Kokillenoszillation (m),
n - Schwingungsfrequenz der Kokillenoszil lation (1/sec).
Diesem Negativen Strip entspricht während jeder Schwingungsperiode
die sogenannte Heilzeit, Theal genannt
während der das Schmiermittel in den Spalt zwischen Strangschale
und Kokillenwand eindringen kann.
Es ist bekannt, daß Negativer Strip, Heilzeit, Amplitude und Fre
quenz der Kokillenoszillation sowie deren auf den vorliegenden
Betriebsfall abgestimmte Kombination für die Qualität des Gußproduk
tes maßgeblich sind und auf die Eigenschaften der zu vergießenden
Schmelze und des verwendeten Gießpulvers eingestellt sein müssen.
Die Auswahl der Oszillationsparameter ist wesentlicher Bestandteil
bei der Optimierung des Stranggießprozesses und besteht im wesentli
chen in der Wahl einer optimalen Kombination von Amplitude und
Frequenz, wobei der Negative-Strip innerhalb bestimmter Grenzen
liegen soll, üblicherweise zwischen 15 und 40%.
Die mit den Formeln (1) und (2) dargestellten Zusammenhänge weisen
darauf hin, daß bei sinusförmiger Schwingung der Kokille keine
beliebige Kombination der Oszillationsparameter möglich ist. Die
Idee einer nichtsinusförmigen Kokillenbewegung ist auf die Bestre
bung zurückzuführen, die Oszillationsparameter zu entkoppeln, um
die Vorgänge in der Stranggießkokille gezielter zu beeinflussen.
Die DE 37 04 793 C2 beschreibt eine Hubvorrichtung mit zwei an einem
Hubtisch für die Stranggießkokille oder direkt an dieser angelenk
ten, drehbar angetriebenen Exzenterwellen. In die Verbindung zwi
schen dem Drehantrieb und den Exzenterwellen ist mindestens eine
Gelenkwelle eingesetzt, die mindestens eine der beiden folgenden
Bedingungen erfüllt:
- a) der von der Exzenterwelle abgewandte Gelenkkopf ist lagerver änderbar angeordnet,
- b) die Gelenkköpfe sind gegeneinander verdrehbar angeordnet.
Ein nichtsinusförmiger Bewegungsablauf der Kokille entsteht durch
den bewußten Gebrauch des Kardanfehlers, der auftritt, wenn eine
Gelenkwelle nicht fluchtend zwischen den Wellen eingesetzt wird.
Durch Veränderung von Höhe und seitlicher Verschiebung des Dreh
antriebes sind unterschiedliche nichtsinusförmige Bewegungsabläufe
der Kokille realisierbar.
Aus der Beschreibung der DE 37 04 793 C2 geht weiterhin hervor, daß
es einerseits erforderlich ist, den Negativen Strip so klein wie
möglich zu halten, um eine von Rattermarken freie Strangoberfläche
zu erhalten. Andererseits sei es günstig, wenn die Strangabzugskurve
die Geschwindigkeitskurve der Kokille im Bereich von deren Steil
abfall schneidet. Das bedeutet, daß die Zeit, während der die
Bewegung der Stranggießkokille und des Stranges gleichgerichtet
sind, kurz ist. Hierdurch entsteht jedoch ein langer Negativer
Strip, der wiederum wegen der Bildung von Rattermarken ungünstig
ist.
Die EP 0 121 622 B1 beschreibt ein Verfahren für das Stranggießen
unter Verwendung einer in einem Rahmen gelagerten Kokille, welcher
durch eine elektrohydraulische Servoeinrichtung in Schwingungen
versetzt wird. Die Schwingungserzeugungsvorrichtung wird gemäß einem
von einem Funktionsgenerator erzeugten vorgewählten Schwingungs
amplitudensignal bei einer Frequenz betrieben, welche höher als die
Eigenfrequenz der Schwingungsvorrichtung ist.
Die EP 0 618 023 A1 offenbart ein Verfahren für das Stranggießen,
bei dem eine Kokille mit einer vergleichsweise langen Seitenwand
und einer vergleichsweise schmalen Querwand verwendet wird. Zugleich
mit der Oszillation der Kokille werden bei jeder Schwingung in einer
Zeitphase, bei der die Differenz der Kokillengeschwindigkeit und
der Strangabzugsgeschwindigkeit einen vorgegebenen Wert überschrei
tet, die Seitenwände der Kokille um einen geringen Querbetrag vom
Gußstrang wegbewegt, während in der verbleibenden Zeit mit annähernd
gleicher Geschwindigkeit von Strang und Kokille die Seitenwände
wieder näher an den Gußstrang angelegt werden. Durch dieses ab
wechselnde Erweitern und Verschmälern der Kokille sollen die auf
die Strangschale einwirkenden Zug- und Stauchkräfte reduziert
werden, so daß die Tiefe der Oszillationsmarken verringert wird und
deren Kehle eine geringere Steigerung aufweist.
Mit der EP 0 618 023 A1 wird auch eine Kokillenschwingung ohne
Überholvorgang vorgeschlagen. In diesem Fall wird das Eindringen
der Schlacke in den Spalt zwischen Strang und Kokillenwand durch
das abwechselnde Erweitern und Verschmälern der Kokille ermöglicht.
Ein wesentliches Merkmal der bekannten sinusförmigen und nicht
sinusförmigen Geschwindigkeitsverläufe besteht darin, daß die
Kokille bei vorgegebener Schwingungsfrequenz und Amplitude in jeder
Periode, die der Zeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Überholvor
gängen des Stranges durch die Kokille bei deren Abwärtsbewegung
entspricht, einen identischen Geschwindigkeits- und Wegverlauf
aufweist.
Für das Dünnbrammenverfahren mit Brammendicken von weniger als 100
mm sind Gießgeschwindigkeiten von mehr als 4 m/min üblich. Ent
sprechend hoch sind nach Formel (1) die Hubfrequenzen der Kokille,
mit denen die üblichen Werte des Negativ-Strips erreicht werden:
400-450 Hübe/min. Bei diesen hohen Frequenzen haben Abweichungen
der Schwingungskurve von der Sinusform aufgrund der geringen Zeit
abschnitte von 0,13-0,15 sec pro Schwingung kaum noch Einfluß auf
das Schmierverhalten und die Schalenbildung in der Kokille. Eine
Verbesserung der Oberflächenbeschaffenheit des Gußproduktes ist
somit nicht möglich. Testgüsse haben dies bestätigt.
Der Nachteil der bekannten nichtsinusförmigen Kurven ist deshalb
darin zu sehen, daß es mit ihnen nur im Bereich niedriger Gießge
schwindigkeiten und Schwingungsfrequenzen der Kokille möglich ist,
auf das Verhalten des Schmiermittels und die Schalenausbildung
einzuwirken, um eine Verbesserung der Qualität des Gußproduktes
herbeizuführen. Bei Stranggießverfahren mit hohen Strangabzugs
geschwindigkeiten und Schwingungsfrequenzen der Kokille, wie z. B.
beim Dünnbrammenverfahren muß deshalb ein neuer Weg eingeschlagen
werden.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine Schwingungsbewegung der Stranggießkokille,
die sich von allen bisher angewandten unterscheidet, herbeizuführen,
mit der es möglich ist, im Vergleich zu einer einfachen sinusförmi
gen oder nicht-sinusförmigen Schwingung mit vergleichbarer Frequenz
und Amplitude den Wärmeübergang in der Kokille und die Schalenbil
dung zu steuern und damit die Qualität des Gußproduktes gezielt zu
verbessern.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der im Oberbegriff von
Anspruch 1 genannten Art mit der Erfindung dadurch gelöst, daß bei
beliebig vorgegebener Strangabzugsgeschwindigkeit die Null-Linie
der Kokillenschwingungen relativ zur Lage des Badspiegels während
des Gießvorganges nach oben und/oder nach unten bewegt wird.
Mit der Erfindung wird in vorteilhafter Weise eine Möglichkeit
erschlossen, den Schwingungsverlauf einer Stranggießkokille in
weiten Grenzen hinsichtlich Schwingungsform, Frequenz und Amplitude
zu variieren und bspw. das Verhältnis zwischen Negativem Strip,
Heilzeit und Frequenz optimal einzustellen.
Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß bei einer Reihe von
aufeinanderfolgenden Kokillen-Schwingungen diese ihre Null-Linie
relativ zu der Lage des Badspiegels in der Kokille periodisch nach
oben und nach unten verlagern. Auf diese Weise ist es einerseits
möglich, durch eine ausreichend hohe Überholfrequenz eine sichere
Schmierung zu gewährleisten, andererseits kann in das System "Kokil
le-Strang" eine Schwingungskomponente mit wesentlich niedrigerer
Frequenz eingeführt werden. Mit der Frequenz, Amplitude und Form
dieser Schwingungskomponente ist es aufgrund der ausreichenden Zeit
möglich, das Aufschmelzverhalten des Gießpulvers, den Wärmeübergang
im Bereich des Badspiegels und die Ausbildung der Strangschale
weitgehend zu beeinflussen und zu steuern und somit die Qualität
des Gußproduktes signifikant zu verbessern und die Betriebssicher
heit zu erhöhen.
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, bei vorgegebener Strangabzugs
geschwindigkeit die Verlagerung der Nullinie der Kokillenschwingun
gen durch sukzessive Veränderung des Geschwindigkeitsverlaufes der
Kokille in mehreren aufeinanderfolgenden Einzelschwingungen, von
denen jede der Bewegung der Kokille von einem Totpunkt zum anderen
und zurück entspricht, herbeizuführen.
Eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, daß
die Kokillenoszillation durch Überlagerung mindestens zweier vonein
ander unabhängiger Schwingungen bewirkt wird, die sich durch Ge
schwindigkeitsverlauf oder Frequenz allein oder in Kombination oder
zusätzlich in Kombination mit der Amplitude unterscheiden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die
Frequenz von wenigstens zwei aufeinaiiderfolgenden identischen
Kokillenschwingungen geringer ist als die Frequenz, mit der die
Kokille bei ihrer Abwärtsbewegung den Strang überholt.
Die Ausführung des Verfahrens wird dadurch vorteilhaft erleichtert,
daß zur Erzeugung überlagerbarer Schwingungen mit jeweils unter
schiedlichen Geschwindigkeitsverläufen und/oder Frequenzen und/oder
Amplituden die Kokille in einem Rahmen gelagert und dieser auf dem
Hubtisch angeordnet wird, und daß sowohl der Rahmen als auch der
Hubtisch in voneinander unabhängige Schwingungen erregbar sind.
Das Verfahren kann zumindest während eines und/mehrerer Gießab
schnitte des Gießvorganges angewandt werden, wodurch der Wärmeüber
gang in der Kokille und die Strangbildung äußerst variabel gesteuert
werden kann und damit die Qualität des Gußproduktes gezielt verbes
sert wird.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung und
insbesondere Schwingungskurven dargestellt.
Fig. 1 zeigt für eine Kokillenschwingung, welche aus der Abfolge
von acht aufeinanderfolgenden unterschiedlichen Schwingungen be
steht, den Verlauf der Geschwindigkeit und des Weges der Kokille,
sowie die konstante Strangabzugsgeschwindigkeit. Bei einer Schwin
gungsfrequenz von 360 Hüben/min und einer Amplitude von + 3,2 mm
wird eine zusätzliche periodische Verlagerung der Nullinie der
Kokillenschwingungen von + 0,8 mm dadurch erreicht, daß der Zeit
punkt der maximalen Geschwindigkeit der Kokille bei deren Herabbewe
gung periodisch in zwei aufeinanderfolgenden Schwingungen jeweils
um zehn 10 Grad verringert und in den beiden darauffolgenden Schwin
gungen jeweils um 10 Grad vergrößert wird.
Das aufgeführte Beispiel zeigt, daß eine sehr geringe und in ihren
Auswirkungen auf den Negativen Strip unerhebliche periodische
sukzessive Veränderung des Verlaufs der Kokillengeschwindigkeit
ausreichend ist, um eine hinsichtlich ihrer Amplitude und ihrer
Auswirkung auf den Gießprozeß spürbare Verlagerung der Nullinie der
Kokillenschwingungen herbeizuführen.
Die Fig. 2 bis 6 zeigen Beispiele für die nahezu unbegrenzten
Variationsmöglichkeiten resultierender Kokillenschwingungen, die
durch Überlagerung von mindestens zwei voneinander unabhängigen
Schwingungen mit unterschiedlichen Schwingungsparametern erreichbar
sind.
In den zwei oberen Feldern sind jeweils zwei voneinander unabhängige
Schwingungsparametern dargestellt, wobei die Verläufe im rechten
Feld eine dreifache Frequenz im Vergleich zu den Verläufen im linken
Feld aufweisen.
Eine Überlagerung der beiden unabhängigen Kurven ergibt die Resul
tierenden mit den Weg- und Geschwindigkeitskurven des unteren
Feldes.
Fig. 5 zeigt die Schwingungskurve einer Stranggießkokille gemäß der
Erfindung. Sie wurde beim Vergießen eines nichtrostenden austeniti
schen Stahles auf einer Dünnbrammengießanlage angewendet. Diese
Schwingungskurve ist das Ergebnis der Überlagerung zweier Sinuskur
ven mit Amplituden A1 und A2 und entsprechend Frequenzen f1 und
f2 = f1/6, wobei die Nullinie der 6 aufeinanderfolgenden nichtidenti
schen Schwingungen dieser Schwingungskurve sich einmal nach unten
und einmal nach oben verlagert.
Mit einer solchen Kurve wird ein gleichmäßigeres Aufschmelzen des
Gießpulvers und Eindringen in den Gießspalt erreicht.
Darüber hinaus wird durch die überlagerte Schwingung eine größere
Abkühlung der Schlacke verwirklicht, wodurch der Wärmeübergang zur
Kokillenwand reduziert wird. Durch die beiden vorteilhaften Effekte
wird die Entstehung von Einschnürungen (Depressionen) auf der
Strangoberfläche beim Vergießen von nichtrostendem austenitischen
Stahl vermieden. Bei Testgüssen mit Gießgeschwindigkeiten zwischen
3,8 und 4,2 m/min und Frequenzen von f1 zwischen 240 und 270 Hüben/min
sowie f2 = f1/6 = 42 bis 45 Hüben/min wird die Entstehung von
Längsdepressionen auf dem Strang vollständig vermieden. Eine Aus
wertung der Signale von Thermoelementen in den Kokillenplatten hat
dabei bestätigt, daß der Wärmeaustausch bei Anwendung der erfin
dungsgemäßen Schwingungskurve im Bereich des Badspiegels bei niedri
gerem Niveau deutlich stabiler ist.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel erfindungsgemäßer Schwingungskurven
zeigt Fig. 6. Diese Schwingungskurve ist das Ergebnis der Über
lagerung zweier parabelförmiger Bewegungsverläufe mit der entspre
chenden Amplitude A1 und A2 und der Frequenz f1 und f2 = f1/8. In
diesem Fall besteht der Geschwindigkeitsverlauf aus geradlinigen
Abschnitten. Der Vorteil dieser Kurve beruht darauf, daß sie neben
den bereits erwähnten positiven Auswirkungen auf die Qualität des
Gußproduktes durch eine wesentlich geringere Anzahl von Bestimmungs
punkten determiniert ist und der Programmieraufwand für die Steue
rungsalgorithmen dementsprechend geringer ist.
Claims (7)
1. Verfahren zur Erzeugung der Oszillation einer Stranggießkokil
le, insbesondere unter Verwendung einer hydraulisch angetriebe
nen Hubvorrichtung,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei beliebig vorgegebener Strangabzugsgeschwindigkeit die
Null-Linie der Kokillenschwingungen relativ zur Lage des Bad
spiegels während des Gießvorganges nach oben und/oder nach
unten bewegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Reihe von aufeinanderfolgenden Kokillen-Schwin
gungen diese ihre Null-Linie relativ zur Lage des Badspiegels
der Kokille periodisch nach oben und nach unten verlagern.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verlagerung der Nullinie der Kokillenschwingungen durch
sukzessive Veränderung des Geschwindigkeitsverlaufes der
Kokille in mehreren aufeinanderfolgenden Einzelschwingungen,
von denen jede der Bewegung der Kokille von einem Totpunkt zum
anderen und zurück entspricht, herbeigeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet
daß die Kokillenoszillation durch Überlagerung mindestens
zweier voneinander unabhängiger Schwingungen bewirkt wird, die
sich durch Geschwindigkeitsverlauf oder Frequenz allein oder
in Kombination oder zusätzlich in Kombination mit der Amplitude
unterscheiden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Frequenz von wenigstens zwei aufeinanderfolgenden
identischen Kokillenschwingungen geringer ist als die Frequenz,
mit der die Kokille bei ihrer Abwärtsbewegung den Strang
überholt.
6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1, 2 und 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erzeugung überlagerbarer Schwingungen mit jeweils
unterschiedlichen Geschwindigkeitsverläufen und/oder Frequenzen
und/oder Amplituden die Kokille in einem Rahmen gelagert und
dieser auf dem Hubtisch angeordnet wird und daß sowohl der
Rahmen als auch der Hubtisch in voneinander unabhängigen
Schwingungen erregbar sind.
7. Anwendung des Verfahrens nach mindestens einem der Ansprüche
1 bis 6, zumindest während eines und oder mehrerer Gießab
schnitte des Gießvorgangs.
Priority Applications (11)
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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|---|---|---|---|
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| DE (2) | DE19742794A1 (de) |
| ZA (1) | ZA983319B (de) |
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- 1997-09-27 DE DE19742794A patent/DE19742794A1/de not_active Withdrawn
-
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- 1998-04-21 ZA ZA983319A patent/ZA983319B/xx unknown
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- 1998-04-24 DE DE59802836T patent/DE59802836D1/de not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
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|---|---|
| ZA983319B (en) | 1998-11-09 |
| DE59802836D1 (de) | 2002-02-28 |
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Owner name: SMS DEMAG AG, 40237 DUESSELDORF, DE ACCIAI SPECIAL |
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