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DE19739988A1 - Direktes Druckverfahren unter Verwendung kontinuierlicher Ablenkung und Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens - Google Patents

Direktes Druckverfahren unter Verwendung kontinuierlicher Ablenkung und Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens

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Publication number
DE19739988A1
DE19739988A1 DE19739988A DE19739988A DE19739988A1 DE 19739988 A1 DE19739988 A1 DE 19739988A1 DE 19739988 A DE19739988 A DE 19739988A DE 19739988 A DE19739988 A DE 19739988A DE 19739988 A1 DE19739988 A1 DE 19739988A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
deflection
electrode
electrodes
information carrier
potentials
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19739988A
Other languages
English (en)
Inventor
Ove Larson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Array Printers AB
Original Assignee
Array Printers AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Array Printers AB filed Critical Array Printers AB
Publication of DE19739988A1 publication Critical patent/DE19739988A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J2/00Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the printing or marking process for which they are designed
    • B41J2/385Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the printing or marking process for which they are designed characterised by selective supply of electric current or selective application of magnetism to a printing or impression-transfer material
    • B41J2/41Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the printing or marking process for which they are designed characterised by selective supply of electric current or selective application of magnetism to a printing or impression-transfer material for electrostatic printing
    • B41J2/415Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the printing or marking process for which they are designed characterised by selective supply of electric current or selective application of magnetism to a printing or impression-transfer material for electrostatic printing by passing charged particles through a hole or a slit
    • B41J2/4155Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the printing or marking process for which they are designed characterised by selective supply of electric current or selective application of magnetism to a printing or impression-transfer material for electrostatic printing by passing charged particles through a hole or a slit for direct electrostatic printing [DEP]

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  • Printers Or Recording Devices Using Electromagnetic And Radiation Means (AREA)
  • Electrophotography Using Other Than Carlson'S Method (AREA)

Description

Hintergrund der Erfindung Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein direktes elektrostatisches Druckverfahren, bei welchem ein computererzeugter Strom elektronischer Signale, welche eine Bildinformation bestimmen, in ein Muster elektrostatischer Felder umgewandelt wird, um selektiv die Ablagerung geladener Tonerteilchen in eine Bildkonfiguration direkt auf einen Informationsträger zu steuern.
Beschreibung des Standes der Technik
Die bekannteste und allgemein verwendete elektrostatische Drucktechnik ist die der Xerographie, bei der latente, elektrostatische Bilder, die auf einer Ladungshalteoberfläche, wie zum Beispiel einer Walze, gebildet werden, durch geeignetes Tonermaterial entwickelt werden, um die Bilder sichtbar zu machen, die anschließend auf einen Informationsträger übertragen werden. Dieses Verfahren wird indirektes Verfahren genannt, weil es zuerst auf einer Zwischenoberfläche ein sichtbares Bild bildet und dann dieses Bild zu einem Informationsträger überträgt.
Ein anderes elektrostatisches Druckverfahren ist dieses, welches als direktes elektrostatisches Drucken bekannt wurde. Dieses Verfahren unterscheidet sich von dem zuvor erwähnten xerographischen Verfahren darin, daß geladene Pigmentteilchen direkt auf einen Informations­ träger abgelegt werden, um ein sichtbares Bild zu bilden. Im allgemeinen beinhaltet dieses Verfahren die Verwendung von elektrostatischen Feldern, die durch adressierbare Elektroden gesteuert werden, um den Durchgang der Tonerteilchen durch ausgewählte Öffnungen in einem Druckkopfaufbau zu erlauben. Ein getrenntes elektrostatisches Feld ist vorgesehen, damit die Tonerteilchen an einen Informationsträger in der Bildkonfiguration angezogen werden.
Das neue Merkmal des direkten elektrostatischen Druckens besteht in seiner Einfachheit der gleichzeitigen Feldabbildung und des Tonertransportes, um direkt von computererzeugten Signalen ein sichtbares Bild auf dem Informationsträger zu erzeugen, ohne daß diese Signale zwischenzeitlich in eine andere Energieform, wie zum Beispiel Lichtenergie, umgewandelt werden, wie dies bei elektrophotographischen Druckern, wie zum Beispiel Laserdrucker, erforderlich ist.
Das Larson erteilte US-Patent Nr. 5,036,341 beschreibt ein direktes Druckverfahren, welches mit einem Strom von elektronischen Signalen beginnt, welche die Bildinformation bestimmen. Ein gleichförmiges elektrisch es Feld wird zwischen einem hohen Potential auf einer Gegenelektrode und einem niedrigen Potential auf einem Tonerträger gebildet. Dieses gleichförmige Feld wird durch Potentiale auf wählbaren Drähten in einer zweidimensionalen Maschendrahtanordnung modifiziert, die in der Druckzone angeordnet ist. Die Maschendrahtanordnung besteht aus parallelen Steuerdrähten, von denen jeder mit einer individuellen Spannungsquelle über die Breite des Informationsträgers verbunden ist. Ein Nachteil einer solchen Vorrichtung besteht darin, daß während des Betriebes der Maschendrahtanordnung die einzelnen Drähte auf Potentiale empfindlich sein können, die auf angrenzende Drähte aufgebracht werden, was in unerwünschtem Drucken aufgrund von Wechselwirkung oder Kreuzkopplung zwischen benachbarten Drähten resultiert.
Das ebenfalls Larson erteilte US-Patent Nr. 5,121,144 beschreibt eine Steuerelektrodenanord­ nung, die aus einem dünnen, blattähnlichen Element gebildet ist, das eine Vielzahl von adressier­ baren Steuerelektroden und entsprechenden Spannungsignalquellen aufweist, die damit verbunden sind. Die Steuerelektrodenanordnung kann aus einem flexiblen, elektrisch isolierenden Material aufgebaut und mit einer gedruckten Schaltung bedeckt sein, so daß Öffnungen in dem Material in Reihen und Säulen angeordnet und von Elektroden umgeben sind. Ein elektro­ statisches Feld auf der Gegenelektrode zieht Tonerteilchen von der Oberfläche eines Teilchen­ trägers an, um einen Teilchenstrom zur Gegenelektrode hin zu erzeugen. Der Teilchenstrom wird durch Spannungsquellen moduliert, welche ein elektrisch es Potential auf ausgewählte einzelne Steuerelektroden aufbringen, um elektrostatische Felder zu erzeugen, die den Teilchentransport von dem Teilchenträger durch die entsprechende Öffnung erlauben oder beschränken. Der modulierte Strom von geladenen Teilchen, dem erlaubt wird, die ausgewählten Öffnungen zu passieren, prallt auf einen Informationsträger, der in dem Teilchenstrom zwischenangeordnet ist, um Zeile für Zeile ein Abtastdrucken vorzusehen, um dadurch ein sichtbares Bild zu bilden.
Die Steuerelektroden sind in mehreren Querreihen ausgerichtet, die sich parallel zu der Bewegung des Informationsträgers erstrecken. Alle Elektroden sind anfänglich auf einem weißen Potential Vw, welches jeden Tonertransport von dem Tonerträger verhindert. Wenn Bildpositionen auf dem Informationsträger unterhalb der Öffnungen hindurchgehen, werden entsprechende Steuerelek­ troden auf ein schwarzes Potential Vb gesetzt, um ein elektrostatisches Feld zu bilden, welches die Tonerteilchen von dem Tonerträger zieht. Die Tonerteilchen werden durch die Öffnungen gezogen und auf dem Informationsträger in der Konfiguration des gewünschten Bildmusters abgelegt. Das Tonerteilchenbild wird dann ständig durch Hitze und Druck hergestellt, wobei die Tonerteilchen auf die Oberfläche des Informationsträgers geschmolzen werden.
Jede Öffnung ist einem speziellen, adressierbaren Bereich auf dem Informationsträger zugeordnet. Der adressierbare Bereich einer Öffnung ist der Teil des Informationsträgers, der durch Tonerteilchen abgedunkelt werden kann, die durch die tatsächliche Öffnung während einer Druckfolge transportiert werden. Allen elektrostatischen Druckverfahren ist gemeinsam, daß Tonerteilchen entlang einer im wesentlichen geraden Bahn transportiert werden, welche mit einer zentralen Achse der Öffnung zusammenfällt, und daß sie auf den Informationsträger unter einem im wesentlichen rechten Winkel aufprallen, was darin resultiert, daß der adressierbare Bereich jeder Öffnung auf einen einzigen "Punkt" begrenzt ist, der eine vorbestimmte, nicht variierbare Ausdehnung auf den Informationsträger hat. Die Anzahl der Punkte, die pro Längeneinheit in einer Längsrichtung, d. h. parallel zu der Bewegung des Informationsträgers, gedruckt werden kann, kann durch Verringerung der Geschwindigkeit des Informationsträgers durch die Druckzone vergrößert werden, wodurch eine größere Anzahl von durchzuführenden Druckfolgen pro Längeneinheit erlaubt wird.
Ein Nachteil des zuvor erwähnten Verfahrens besteht darin, daß die Anzahl der Punkte, die pro Längeneinheit in einer Querrichtung, d. h. senkrecht zur Bewegung des Informationsträgers, gedruckt werden kann, streng durch die Anzahl der Öffnungen begrenzt ist, die in der Steueranordnung angeordnet werden können.
Bis jetzt wurde die Adressierbarkeit des Querdruckens im allgemeinen durch Erhöhen der Anzahl der Öffnungen und zugehöriger Steuerelektroden über die Steueranordnung verbessert, was in höheren Herstellungskosten und komplizierterer Steuerfunktion resultierte. Das Erhöhen der Anzahl der Öffnungen resultiert jedoch darin, daß die Öffnungen näher aneinander im Abstand angeordnet sind, wodurch die Steuerelektroden veranlaßt werden, nicht nur auf ihre zugeordnete Öffnung einzuwirken, sondern auch im wesentlichen alle angrenzenden Öffnungen aufgrund der Wechselwirkung zwischen angrenzenden elektrostatischen Feldern einzuwirken. Dies resultiert in einem Qualitätsverlust der Druckqualität und der Lesbarkeit.
Daher erkannte die vorliegende Anmelderin ungeachtet der Gestalt der Steuerelektrodenanord­ nung einen Bedarf, die Druckqualität der direkten Druckverfahren zu verbessern, indem die Adressierbarkeit des Querdruckens verbessert wird, ohne die Anzahl der erforderlichen adressierbaren Steuerelektroden zu erhöhen.
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung befriedigt den Bedarf nach höherer Qualität direkter Druckverfahren, wobei sie verbesserte Querdruckadressierbarkeit und Graubereichvermögen hat.
Dies wird nach der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht, daß der Teilchenstrom von einer Teilchenquelle aus durch eine beliebige gewählte Öffnung der Steueranordnung gleichzeitig durch einen Steuerimpuls moduliert und fortlaufend durch einen Ablenkimpuls abgelenkt wird, was darin resultiert, daß die transportierten Teilchen auf mehrere Bahnen verteilt und auf einem vergrößerten, adressierbaren Bereich auf dem Informationsträger abgelagert bzw. abgelegt werden.
Nach der vorliegenden Erfindung wird der Teilchentransport durch jede wählbare Öffnung durch mindestens eine Druckelektrode und mindestens eine Ablenkelektrode gesteuert.
Ein Stromsteuerimpuls wird der Druckelektrode geliefert, um ein elektrostatisches Feld zu erzeugen, das wenigstens teilweise die Öffnung entsprechend der Bildinformation öffnet oder schließt. Der Stromsteuerimpuls hat eine Amplitude, die so gewählt ist, daß sie über oder unter einem vorbestimmten Transportschwellenwert liegt, um den Teilchentransport von der Teilchenquelle jeweils zu erlauben oder zu beschränken, und eine Impulsbreite wurde als Funktion des Teilchenbetrages gewählt, der beeinflußt werden soll.
Ein Ablenkimpuls wird der Ablenkelektrode geliefert, um eine variable Ablenkkraft zu erzeugen, die auf die transportierten Teilchen wirkt. Der Ablenkimpuls ist eine periodische Funktion mit einer Amplitude, die zwischen zwei vorbestimmten Niveaus oszilliert, und einer Periode, die der Periode der Druckfolge angeglichen bzw. auf diese eingestellt ist. Jeder Wert der durch den Ablenkimpuls aufgebrachten Ablenkkraft entspricht einer speziellen Ablenkung der Teilchenbahn von einer zentralen Achse der Öffnung.
Wenn ein Betrag bzw. eine Menge an Teilchen von der Teilchenquelle transportiert wird, werden die ersten, die Öffnung passierenden Teilchen von ihrer Anfangsbahn abgelenkt und schräg in eine erste Richtung zu dem Informationsträger hin transportiert. Wenn die Teilchen die Öffnung passieren, wird die Amplitude des Ablenkimpulses moduliert, um fortlaufend die Teilchenbahn von dieser ersten Richtung zu der entgegengesetzten Richtung zu modifizieren.
Wenn die ersten Teilchen die Öffnung passieren, wird zum Beispiel die Amplitude des Ablenkimpulses auf einen Wert Vd gesetzt, der einer Ablenkkraft entspricht, die in einer ersten Richtung zu dem Informationsträger hin wirkt, so daß diese ersten Teilchen in einem Abstand d von einer zentralen Achse der Öffnung abgelagert werden. Während des Teilchendurchganges durch die Öffnung wird die Amplitude des Ablenkimpulses dann fortlaufend auf einen Wert -Vd verringert, der einer Ablenkkraft in einer zweiten Richtung entspricht, welche der ersten Richtung zu dem Informationsträger hin entgegengesetzt ist. Der Stromsteuerimpuls und der Ablenksteuer­ impuls werden bezüglich einander eingestellt, so daß der Amplitudenwert -Vd erreicht wird, wenn die letzten Teilchen die Öffnung passieren, wobei diese letzten Teilchen dadurch in einer Entfernung d von der zentralen Achse der Öffnung abgelagert werden. Folglich wird der Betrag der durch die Öffnung während der tatsächlichen Druckfolge transportierten Teilchen gleichmäßig über einen adressierbaren Bereich ausgebreitet, der um die zentrale Achse der Öffnung zentriert ist und eine Breite von ungefähr gleich 2d hat.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein direktes, elektrostatisches Druckverfahren mit den folgenden Schritten:
geladene Teilchen werden zu einer Teilchenquelle befördert, die angrenzend an eine Gegenelek­ trode angeordnet ist; ein gleichförmiges, elektrostatisches Feld wird zwischen einem ersten Potential auf der Gegenelektrode und einem zweiten Potential auf der Teilchenquelle erzeugt, wodurch eine Anziehungskraft auf die geladenen Teilchen aufgebracht wird; eine Druckelektroden und Ablenkelektroden aufweisende Steuereinheit ist in dem gleichförmigen, elektrostatischen Feld zwischen der Teilchenquelle und der Gegenelektrode vorgesehen; ein Strom von computererzeug­ ten Steuersignalen, die eine Bildinformation bestimmen, wird in ein Muster von elektrostatischen Feldern umgewandelt, so daß jedes elektrostatische Feld so gewählt ist, daß es über oder unter einem Transportschwellenwert für das Drucken bzw. Nichtdrucken liegt, wodurch einem geeigneten Betrag von geladenen Teilchen erlaubt wird oder dieser daran gehindert wird, von der Teilchenquelle durch diese Anziehungskraft von der Gegenelektrode angezogen zu werden;
während des Teilchentransportes wird die Symmetrie jedes elektrostatischen Feldes fortlaufend durch einen periodischen Ablenkimpuls modifiziert, der in der Nachbarschaft jeder Druckelektrode wirkt, wodurch auch fortlaufend der Weg der Bahn der transportierten geladenen Teilchen modifiziert wird; ein Informationsträger ist zwischen der Anordnung der Steuerelektroden und der Gegenelektrode angeordnet, wodurch die transportierten geladenen Teilchen auf den Informations­ träger in einer Bildkonfiguration abgelagert werden.
Demnach wird jeder einzelne Betrag an geladenen Teilchen, die von der Teilchenquelle angezogen werden, durch eine Öffnung zu dem Informationsträger hin entlang fortlaufend modifizierter Bahnen transportiert und gleichförmig auf den adressierbaren Bereich verteilt. Der Informationsträger kann aus einer Vielzahl von adressierbaren Bereichen zusammengesetzt sein, die sich berühren oder einander überlappen, um die vollkommene Bedeckung der gesamten Oberfläche des Informationsträgers sicherzustellen. Jeder adressierbare Bereich kann vollkommen oder teilweise mit Tonerteilchen entsprechend der Bildinformation bedeckt sein. Der Teil eines adressierbaren Bereiches, der durch Tonerteilchen bedeckt (adressiert) werden soll, ist somit durch die Breite des entsprechenden Stromsteuerimpulses bestimmt.
Der Ablenkimpuls kann von einem Anfangsniveau, welches die Symmetrie der Steuerfelder in eine erste Richtung modifiziert, zu einem entgegengesetzten Niveau oszillieren, wodurch die Feldsymmetrie in der entgegengesetzten Richtung modifiziert wird. Dementsprechend wird maximale Bahnablenkung (und daraus resultierend maximaler adressierter Bereich) erhalten, indem ein Stromsteuerimpuls aufgebracht wird, der eine Breite hat, welche einer ganzen Periode des Ablenkimpulses entspricht. Der adressierte Bereich wird durch das Abnehmen der Breite des Stromsteurimpulses verkleinert. In diesem Fall wirkt der Ablenkimpuls auf die transportierten Teilchen während nur eines Teils seiner Periode, was kleineren Amplituden entspricht. Die auf die transportierten Teilchen aufgebrachten Ablenkkräfte sind somit in einem kleineren Bereich enthalten, was die Teilchendivergenz verringert.
Eine wichtige Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, das Graubereichsvermögen durch fortlaufendes Modulieren des adressierten Bereiches bzw. der Fläche jeder Öffnung zu verbessern. Entsprechend wird die Impulsbreite der Stromsteuersignale moduliert,um zu erlauben, daß variable Beträge an geladenen Teilchen von der Teilchenquelle transportiert werden, wobei jeder einzelne Betrag von transportierten Teilchen gleichförmig abgelenkt und somit gleichförmig innerhalb des geeigneten adressierten Bereiches verteilt wird. Hierdurch wird eine Vielzahl von verschiedenen Schattierungen bzw. Farbtönen zwischen einem maximal adressierten Bereich, was maximaler Dunkelheit entspricht, und einem minimal adressierten Bereich, was Weiß entspricht, entsprechend der Bildinformation geschaffen. Die vorliegende Erfindung erlaubt eine fortlaufende Graubereichveränderung, was die Druckqualität der direkten Druckverfahren erheblich verbessert.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Schaffung bzw. Durchführung des zuvor erwähnten Verfahrens, wobei eine solche Vorrichtung aufweist:
eine Gegenelektrode;
eine Teilchen tragende Einheit, die angeordnet ist, um geladene Teilchen zu einer Teilchenquelle zu befördern, welche angrenzend an die bzw. neben der Gegenelektrode angeordnet ist;
eine Steueranordnung, die zwischen der Teilchenquelle und der Gegenelektrode angeordnet ist, wobei die Steueranordnung eine Vielzahl von Öffnungen aufweist und jede Öffnung durch minde­ stens eine Druckelektrode und mindestens eine Ablenkelektrode gesteuert ist;
einen Informationsträger zur Aufnahme der Teilchen, der zwischen der Steueranordnung und der Gegenelektrode angeordnet ist;
eine Gegenspannungsquelle, die mit der Gegenelektrode verbunden ist, um ein elektrostatisches Feld zwischen der Gegenelektrode und der Teilchenquelle zu schaffen;
eine Vielzahl von variablen Spannungsquellen, die verbunden sind, um auf jede Druckelektrode Steuerpotentiale aufzubringen, wobei die Steuerpotentiale ausreichend groß sind, um selektiv den Transport der geladenen Teilchen von der Teilchenquelle zu dem Informationsträger zu erlauben oder zu beschränken, und
mindestens eine verbundene Ablenkspannungsquelle, um auf die Ablenkelektroden variable Ablenkpotentiale aufzubringen, wobei die Ablenkpotentiale ausreichende Größe haben, um den Bahnweg der zu dem Informationsträger transportierten geladenen Teilchen hin zu modifizieren.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Steueranordnung aus einem Substrat aus flexiblem, elektrisch isolierendem Material gebildet, das mit einer Vielzahl von angeordneten, durchgehenden Öffnungen versehen ist, wobei jede Öffnung von einer ringförmigen Druckelektrode umgeben ist, die symmetrisch um eine zentrale Achse der Öffnung angeordnet ist, um die gleichförmige Verteilung der dort hindurchtransportierten geladenen Teilchen sicherzustellen, wobei jede der ringförmigen Druckelektroden einer ersten und einer zweiten Ablenkelektrode zugeordnet ist. Die erste Ablenkelektrode ist angrenzend an die ringförmige Druckelektrode angeordnet und rund um ein erstes Segment ihres Umfangs im Abstand angeordnet. Die zweite Ablenkelektrode ist angrenzend an die ringförmige Druckelektrode angeordnet und rund um ein zweites Segment ihres Umfanges im Abstand angeordnet, so daß die ersten und zweiten Segmente symmetrisch um eine zentrale Achse der Öffnung entlang einer Ablenkachse angeordnet sind, die sich durch die Mitte der Öffnung erstreckt. Ein erster Ablenkimpuls wird der ersten Ablenkelektrode geliefert, um Ablenkkräfte für das Ablenken der Teilchenbahn in die Richtung des ersten Segmentes aufzubringen. Ein zweiter Ablenkimpuls wird der zweiten Ablenkelektrode geliefert, um Ablenkkräfte für die Ablenkung der Teilchenbahn in die Richtung des zweiten Segmentes aufzubringen. Beide Ablenkimpulse sind bezüglich einander eingestellt, um eine Potentialdifferenz zwischen den ersten und zweiten Ablenkelektroden zu schaffen, wobei die Potentialdifferenz fortlaufend während des Transportes der geladenen Teilchen von der Steueranordnung zu dem Informationsträger variiert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die Erfindung wird nun im folgenden mehr im einzelnen nur als Beispiel und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in welchen
Fig. 1 eine schematische Schnittansicht einer Bildaufzeichnungsvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung in der Form einer direkten, elektrostatischen Druckvor­ richtung ist;
Fig. 2a eine schematische Draufsicht einer Steuereinheit mit einer Steueranordnung ist;
Fig. 2b eine Vergrößerung von Fig. 2a ist;
Fig. 3 eine schematische Draufsicht einer Öffnung 31 ist, welche in einer Steueranordnung 30 in der Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung angeordnet ist;
Fig. 4 die Steuerung eines Teilchenstromes durch die Öffnung der Fig. 3 zeigt;
Fig. 5 eine genauere Darstellung der Steuerfunktion ist;
Fig. 6 einen sich daraus ergebenden bedruckten Bereich mit einer adressierten Breite W zeigt, der durch die Aufbringung der in Fig. 5 beschriebenen Steuerfunktion erhalten wird;
Fig. 7 ein vereinfachter, schematischer Schnitt der Druckzone über die Öffnung von Fig. 3 ist, wenn die Steuerfunktion von Fig. 5 aufgebracht ist;
Fig. 8 eine schematische, perspektivische Ansicht der Druckzone in der Nachbarschaft der Öffnung von Fig. 3 ist, nachdem die Steuerfunktion von Fig. 5 aufgebracht wurde;
Fig. 9 eine alternative Ausführungsform einer Steueranordnung nach der vorliegenden Erfindung zeigt; und
Fig. 10 eine schematische Darstellung eines Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung ist, bei welchem die Steuerfunktion ausgeführt wird, um das Graubereichvermögen zu verbessern.
Bezugszeichenliste
1 Gegenelektrode
VBE Gegenpotential
2 teilchentragende Einheit
20 geladene Teilchen (Toner)
21 Tonerbehälter
22 Druckzone
23 Entwicklerbüchse
24 Zuführbürste
25 Toneraufgabe
26 Meßblatt
3 Steuereinheit
30 Steueranordnung
301 erste Lage der Steueranordnung
302 zweite Lage der Steueranordnung
31 Öffnung
311 zentrale Achse einer Öffnung
312 Ablenkachse einer Öffnung
32 Druckelektrode (Druckelektrode)
33 Ablenkelektrode (Ablenkelektrode)
331 erste Ablenkelektrode
332 zweite Ablenkelektrode
34 Steuerspannungsquelle
V₃₄ Druckpotential
35 Ablenksteuerquelle
351 erste Ablenkspannungsquelle
V₃₅₁ erstes Ablenkpotential
352 zweite Ablenkspannungsquelle
V₃₅₂ zweites Ablenkpotential
4 Informationsträger
41 gesamter einer Öffnung zugeordneter adressierbarer Bereich bzw. auf eine Öffnung bezogene adressierbare Fläche
Genaue Beschreibung der Ausführungsformen
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer direkten, elektrostatischen Druckvorrichtung mit:
einer Gegenelektrode 1, die mit einer Gegenspannungsquelle verbunden ist, welche ein Gegenpotential VBE liefert;
einer Teilchentrageeinheit 2 mit mindestens einer rotierenden Entwicklerbüchse 23, die eine mit einer dünnen Lage von gleichförmig geladenen Tonerteilchen 20 beschichtete Oberfläche hat;
einer Steuereinheit 3, die Druckelektroden aufweist, um selektiv den Teilchentransport zu erlauben oder zu beschränken, und Ablenkelektroden, um fortlaufend den Strom der transportierten Teilchen abzulenken und
einem Informationsträger 4, wie zum Beispiel ein Blatt aus einfachem, unbehandeltem Papier, welches zwischen der Teilchentrageeinheit 2 und der Gegenelektrode 1 mittels einer Papierzuführ­ einheit (nicht gezeigt) zugeführt wird.
Tonerteilchen 20 werden in die Teilchentrageeinheit 2 von einem Tonerbehälter 21 zu der Oberfläche der Entwicklerbüchse 23 mittels einer Zuführvorrichtung befördert, wie zum Beispiel einer rotierenden Zuführbürste 24, einer Toneraufgabevorrichtung 25 und einem Meßblatt 26, das eine gleichförmige Dicke der Tonerlage auf der Büchsenoberfläche sicherstellt. Tonerteilchen 20 werden vorzugsweise durch Kontakt mit dem faserigen Material der Zuführbürste 24, durch Ladungsaustausch mit dem Oberflächenmaterial der Büchse 23 oder auf eine andere geeignete Weise geladen. Tonerteilchen 20 werden auf die Büchsenoberfläche zu der Druckzone 22 zu einer an die Gegenelektrode 1 angrenzenden Position befördert. Das Gegenpotential (VBE) erzeugt ein gleichförmiges elektrisches Feld zwischen der Gegenelektrode 1 und der Büchsenoberfläche, um elektrische Anziehungskräfte auf die geladenen Tonerteilchen 20 aufzubringen.
Fig. 2a ist eine schematische Draufsicht einer Steuereinheit 3 mit einer Steueranordnung 30, die mit einer Vielzahl von Druckelektroden und Ablenkelektroden versehen ist. Fig. 2b ist eine Vergrößerung der Fig. 2a, die einen Teil der Steueranordnung 30 zeigt.
Die Steueranordnung 30 besteht vorzugsweise aus einem elektrisch isolierenden Substrat aus flexiblem, nicht steifem Material, wie zum Beispiel Polyimid oder dergleichen, das mit einem geätzten Stromkreis bedeckt ist. Das Substrat ist mit einer Vielzahl von Öffnungen 31 versehen, die vorzugsweise in parallelen Reihen und Säulen angeordnet sind. Jede Öffnung ist von einer Druckelektrode 32 umgeben und durch ein Paar von Ablenkelektroden 331, 332 begrenzt bzw. eingefaßt. Jede Druckelektrode 32 ist einzeln mit einer Stromsteuerquelle 34 verbunden. Alle ersten Ablenkelektroden 331 sind mit einer ersten Ablenkquelle 351 verbunden, und alle zweiten Ablenkelektroden 332 sind mit einer zweiten Ablenkquelle 352 verbunden.
Die parallelen Reihen von Öffnungen 31 erstrecken sich quer über die Breite der Druckzone 22 in einer Richtung senkrecht zu der Bewegung des Informationsträgers (Pfeil 4). Die Säulen sind unter einem geringen Winkel zu der Bewegung des Informationsträgers 4 ausgerichtet, um das vollkommene Bedecken des Informationsträgers 4 sicherzustellen, indem ein adressierbarer Bereich an jedem Punkt über eine Linie in einer Richtung quer zu der Bewegung des Informationsträgers (Pfeil 4) vorgesehen ist.
Fig. 3 ist eine Vergrößerung der Anordnung 30, welche eine einzige Öffnung 31 und ihre zugeordnete Druckelektrode 32 und Ablenkelektroden 331, 332 zeigt. Die Öffnung 31 ist ein kreis­ runder Durchgang, der durch das Substrat der Anordnung 30 angeordnet ist und von der ringförmigen Druckelektrode 32 umgeben wird, welche den gesamten Umfang der Öffnung 31 um­ schreibt. Eine erste Ablenkelektrode 331 ist rund um ein erstes Segment des Umfanges der ringförmigen Steuerelektrode 32 im Abstand angeordnet. Wenn ein elektrisches Potential auf die Ablenkelektrode 331 aufgebracht wird, wirkt eine Ablenkkraft auf das elektrostatische Feld ein bzw. wechselwirkt mit diesem, das durch die Druckelektrode 32 erzeugt wird, wodurch die Symmetrie dieses elektrostatischen Feldes um die zentrale Achse der Öffnung 31 herum in der Richtung des ersten Segmentes verändert wird, was darin resultiert, daß durch die Öffnung 31 transportierte geladene Teilchen leicht von ihrer anfänglichen Bahn abgelenkt und auf dem Informationsträger bei einer Position abgelagert werden, die leicht von der zentralen Achse der Öffnung 31 verschoben ist. Eine zweite Ablenkelektrode 332 ist rund um ein zweites Segment des Umfanges der ringförmigen Elektrode 32 im Abstand angeordnet, so daß die ersten und zweiten Segmente symmetrisch um eine zentrale Achse der Öffnung 31 angeordnet sind. Beide Ablenkelektroden 331, 332 befinden sich diametral gegenüber bezüglich einer zentralen Achse der Öffnung 31 entlang einer Ablenkachse 312, die sich durch die Öffnung in einer vorbestimmten Richtung erstreckt. Wie in Fig. 3 gezeigt wird, ist die Ablenkachse 312 eine Linie, die den Mittelpunkt beider Ablenkelektroden durch die Mitte der Öffnung 31 verbindet und eine Querachse der Öffnung 31 unter einem Ablenkwinkel 8 schneidet. Die Ablenkachse 312 ist bezüglich der Querachse der Öffnung 31 verschoben, um die Bewegung des Informationsträgers 4 zu kompensieren, wodurch eine Querablenkung auf dem Informationsträger 4 erhalten wird, wenn der tatsächliche adressierbare Bereich unterhalb der Öffnung hindurchgeht.
In der gezeigten Ausführungsform hat die Druckelektrode 32 einen ringförmigen Aufbau, und die Ablenkelektroden 331, 332 sind gebogene Segmente, die sich um diametral gegenüberliegende Teile jeder Druckelektrode 32 erstrecken. Entsprechend bringen die Ablenkelektroden 331, 332 zusätzliche Kräfte auf, die auf das elektrostatische Feld der Druckelektrode 32 einwirken, wobei die resultierende Feldsymmetrie um eine zentrale Achse der Öffnung 31 beeinflußt wird, was eine fortlaufende Verteilung der Tonerteilchen durch die Öffnung 31 verursacht. Die Ablenkelektroden 331, 332 sind angeordnet, um die Feldsymmetrie von einer Anfangsrichtung zu einer entgegen­ gesetzten Richtung zu verändern.
Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf runde Öffnungen oder auf eine bestimmte Form der Steuerelektroden und Ablenkelektroden beschränkt. Es wird in Erwägung gezogen, daß die Öffnungen 31 und dazugehörige Druckelektroden 32 jede Anzahl von geometrischen Formen annehmen können, obwohl Formen mit Symmertrie um eine zentrale Achse vorteilhaft sind, um eine gleichförmige Verteilung der geladenen Tonerteilchen durch die Öffnung 31 zu schaffen. Ebenso kann nur eine Ablenkelektrode 33 vorhanden sein, oder mehr als zwei, wobei das Ganze von Gestaltungskriterien abhängt. Die gewünschten Ergebnisse können zum Beispiel durch die Verwendung nur einer Ablenkelektrode erhalten werden, die mit einem oszillierenden Ablenksignal versorgt wird, um veränderbare Ablenkkräfte in der Nachbarschaft der Öffnung zu erzeugen, wobei diese Kräfte alternierend durch Anziehen und Abstoßen auf den Teilchenstrom wirken. Die Fig. 2a, 2b und 3 zeigen eine bevorzugte Ausführungsform einer Steuereinheit nach der vorliegenden Erfindung. Jedoch erkennen die Durchschnittsfachleute für geätzten Stromkreis­ aufbau, daß zahlreiche Aufbauvariationen das gewünschte Ergebnis erfüllen.
Zum Beispiel zeigt ein anderer Aufbau einer Steuereinheit 3, der in Fig. 9 gezeigt ist, eine Steueranordnung, die aus zwei Lagen 301, 302 gebildet ist. Eine erste Lage ist von zwei Sätzen von Ablenkelektroden 331, 332 bedeckt, die sich parallel zueinander erstrecken und unter einem Ablenkwinkel 8 bezüglich der Bewegung des Informationsträgers (Pfeil 4) angeordnet sind. Eine zweite Lage 302 beinhaltet die Druckelektrode 32.
Fig. 4 ist eine Darstellung einer Steuerfunktion eines direkten Druckverfahrens nach der vorliegenden Erfindung.
Fig. 4 zeigt ein erstes Ablenkpotential V₃₅₁, ein zweites Ablenkpotential V₃₅₂, die Differenz zwischen (V₃₅₁-V₃₅₂) und ein Druckpotential V₃₄ als Zeitfunktionen während vier aufeinand­ erfolgender Druckfolgen.
Die Bildinformation durch die Öffnung 31 wird durch die zugeordnete Stromsteuerquelle 34 geliefert, die mit der Druckelektrode 32 verbunden ist, um ein Druckpotential V₃₄ aufzubringen. Ein periodisches Ablenkpotential V₃₅₁ nimmt von einem Maximalniveau bei t = 0 auf ein Minimalniveau bei t = T/2 ab, während ein periodisches Ablenkpotential V352 von einem Minimalniveau bei t = T/2 zu einem Maximalniveau bei t = T zunimmt. Entsprechend hat die zwischen beiden Ablenkelektroden 331, 332 erhaltene Potentialdifferenz (V351 -V₃₅₂) für jede Drucksequenz (0 bis T) ein Maximalniveau bei t = 0, was einer maximalen Ablenkung von einer zentralen Achse der Öffnung 31 zu der Ablenkelektrode 331 hin entspricht und ein Minimalniveau bei t = T, was einer maximalen Ablenkung in der entgegengesetzten Richtung entspricht. Als Ergebnis wird der Betrag von transportierten Teilchen während der tatsächlichen Druckfolge fortlaufend über veränderliche Bahnen zu dem Informationsträger hin verteilt, was in veränder­ lichen adressierbaren Bereichen resultiert.
Beide Ablenksignale sind periodische Impulse mit einer Periode, die einer Druckfolge (T) entspricht. Die Stromsteuerquelle 34 liefert der Druckelektrode 32 einen Impuls V₃₄ mit veränderlicher Amplitude und veränderlicher Breite. Die Impulsamplitude hat jeden Wert zwischen einer schwarzen Spannung Vb und einer weißen Spannung Vw, die oberhalb bzw. unterhalb eines Transportschwellenwertes gewählt sind. Die Impulsbreite hat jeden Wert zwischen 0 bei keiner Druckbedingung und einen Maximalwert T, was der gesamten Bedeckung des adressierbaren Bereiches entspricht. Jeder Druckfolge T folgt eine weiße Zeit tw, während der neue Tonerteilchen zu der Druckzone 22 befördert werden. Die Ablenkquellen 351, 352 versorgen die Ablenkelek­ troden 331, 332 mit periodischen Ablenkimpulsen V₃₅₁, V₃₅₂ mit einer Periode T, die so gewählt ist, daß sie gleich der Druckfolgezeit T ist, und einer veränderlichen Amplitude, welche einen Ablenkbereich bestimmt.
Fig. 5 zeigt die Steuerfunktion während einer Druckfolge T. In dem gezeigten Beispiel ist die Impulsbreite des Druckpotentials V₃₄ so gewählt, daß sie sich zwischen einem ersten Ablenkniveau D1 und einem zweiten, entgegengesetzten Ablenkniveau D2 erstreckt. Der erhaltene Ablenkbereich D1-D2 liegt in dem gesamten Ablenkbereich Dmax und entspricht einem adressierten Bereich mit einer Breite W. Der erhaltene bedruckte Bereich wird in Fig. 6 gezeigt. Der gesamte adressierbare Bereich 41 ist teilweise durch geladene Teilchen, die über eine Breite W verstreut sind, verdunkelt, was dem tatsächlichen Ablenkbereich D1-D2 entspricht.
Ein Verfahren zum Steuern des Teilchentransportes nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist auf
die Schaffung einer ersten Ablenkelektrode 331 in einer ersten vorbestimmten Position bezüglich jeder Druckelektrode 32 und einer zweiten Ablenkelektrode 332 in einer zweiten vorbestimmten Position bezüglich jeder Druckelektrode 32, wobei die ersten und zweiten Ablenkelektroden ein Paar von Ablenkelektroden bilden derart, daß jedes Paar der Ablenkelektroden 331, 332 in einem ähnlichen Aufbau um seine zugeordnete Druckelektrode 32 positionier ist;
die Verbindung aller ersten Ablenkelektroden 331 mit einer ersten Ablenkquelle 351, die ein erstes Ablenkpotential V₃₅₁ schafft, und die Verbindung aller zweiten Ablenkelektroden 332 mit einer zweiten Ablenkquelle 352, die ein zweites Ablenkpotential V₃₅₂ erzeugt;
das Modulieren bei der Ablenkpotentiale V₃₅₁, V₃₅₂, um eine veränderliche Potentialdifferenz V₃₅₁-V₃₅₂ zwischen jedem Paar der Ablenkelektroden 331, 332 zu schaffen;
das Zuführen von Druckpotentialen V₃₄ zu den Druckelektroden 32, um elektrostatische Felder zu schaffen, welche den Transport von geladenen Teilchen von der Teilchenquelle erlauben oder beschränken;
das fortlaufende Verändern der Ablenkpotentialdifferenz V₃₅₁-V₃₅₂ während jeder Druckfolge (T), wodurch in der Nachbarschaft jeder Druckelektrode 32 eine veränderliche Ablenkkraft aufgebracht wird, und wobei diese veränderliche Ablenkkraft die Symmetrie jedes elektrostatischen Feldes modifiziert, um fortlaufend die transportierten Teilchen auszubreiten, und
das Modulieren der Impulsbreite des Druckpotentials V₃₄ derart, daß jedes elektrostatische Feld zwischen zwei Niveaus der Ablenkpotentialdifferenz V₃₅₁-V₃₅₂ entsprechend einem spezifischen Ablenkbereich aufgebracht wird.
Nach diesem Verfahren entspricht eine Öffnung 31 einem adressierbaren Bereich 41. Die Impulsbreite des aufgebrachten Druckpotentials V₃₄ bestimmt den Teil des adressierbaren Bereiches 41, welcher durch Tonerteilchen bedeckt werden soll. Die vollkommene Bedeckung eines adressierbaren Bereiches 41 wird erreicht, indem das Steuerpotential V₃₄ während des gesamten Ablenkbereiches der Ablenkpotentialdifferenz V₃₅₁-V₃₅₂ aufgebracht wird. Der adressierte Bereich wird verkleinert, indem ein Steuerpotential V₃₄ während nur eines Teils einer Ablenkperiode aufgebracht wird, was die Teilchen veranlaßt, innerhalb eines kleineren Ablenkbereiches abgelenkt zu werden.
Fig. 7 ist eine Schnittansicht der Druckzone durch eine Öffnung 31, wie zum Beispiel in Fig. 3 gezeigt wird, während die Steuerfunktion der Fig. 5 durchgeführt wird. Fig. 7 ist stark vereinfacht, um die veränderlichen Bahnen transportierter Teilchen 20 klar zu zeigen. Teilchen 20 werden anfangs entlang eines geraden Weges transportiert, der mit der zentralen Achse 311 der Öffnung 31 zusammenfällt. Die ersten Teilchen, welche die Öffnung 31 passieren, werden von der zentralen Achse 311 aufgrund der durch die Ablenkelektrode 331 erzeugten Ablenkkraft abgelenkt, die auf den Teilchenstrom zu Beginn der Druckfolge T wirkt. Wenn die Teilchen die Öffnung 31 passieren, streicht die Potentialdifferenz V₃₅₁-V₃₅₂ entlang der Ablenkachse, wobei fortlaufend die Richtung der Ablenkkräfte modifiziert wird, welche auf die Teilchen 20 von einem ersten Ablenkniveau D1 zu einem entgegengesetzten Ablenkniveau D2 wirken. Die letzten Teilchen, welche die Öffnungen 31 passieren, werden von der zentralen Achse 311 durch von der Ablenkelektrode 332 erzeugte Ablenkkräfte abgelenkt, welche in einer Richtung wirken, die dem Ablenkniveau D2 entspricht. Die erhaltene Teilchenverteilung erstreckt sich über eine Breite W, welche innerhalb der Grenzen des adressierbaren Bereiches 41 liegt.
Fig. 8 ist eine schematische, perspektivische Ansicht desselben in Fig. 7 gezeigten Verfahrens. Die Ablenkachse 312 schneidet die Querachse der Öffnung 31 unter einem Ablenkwinkel 8 derart, daß die Ablenkelektrode 331 und die Ablenkelektrode 332 gegen bzw. mit der Bewegung des Informationsträgers 4 angeordnet sind. Der zu der Öffnung 31 gehörende, adressierbare Bereich 41 ist um die zentrale Achse 311 zentriert. Teilchen werden zuerst von der zentralen Achse 311 zu der Ablenkelektrode 331 hin gegen die Bewegung des Informationsträgers 4 abgelenkt. Wenn die Ablenkpotentialdifferenz fortlaufend abnimmt, streicht die Teilchenbahn zu der zentralen Achse 311 hin, erreicht einen im wesentlichen geraden Weg, wenn die Mitte des adressierbaren Bereiches 41 unterhalb der Öffnung 31 ankommt, und schaltet über, um zu der Ablenkelektrode 332 hin abgelenkt zu werden. Der adressierbare Bereich 41 wird teilweise in Übereinstimmung mit der Impulsbreite des Steuersignals V₃₄ mit Teilchen bedeckt.
Fig. 10 zeigt die Steuerfunktion nach der vorliegenden Erfindung, wenn zehn aufeinand­ erfolgende Druckfolgen (I-X) durch eine Reihe von Öffnungen durchgeführt werden. Die Impulsbreite des Druckpotentials wird moduliert, um zehn verschiedene Grauschattierungen (I-X) entsprechend zehn verschiedenen adressierten Breiten zu erzeugen.

Claims (12)

1. Direktes Druckverfahren, bei welchem ein elektrisches Potentialmuster durch eine Elektrodenanordnung erzeugt wird, welche zwischen einer Teilchenquelle und einer Gegenelektrode angeordnet ist, wobei die Elektrodenanordnung eine Vielzahl von Druckelektroden und eine Vielzahl von Ablenkelektroden aufweist, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Verfahren folgende Schritte aufweist:
das Positionieren eines ein Bild aufnehmenden Informationsträgers zwischen der Elektrodenanordnung und der Gegenelektrode;
das Erzeugen einer elektrostatischen Potentialdifferenz zwischen der Teilchenquelle und der Gegenelektrode, um ein Anziehungsfeld auf die geladenen Teilchen aufzubringen;
das Modulieren des Transportes der geladenden Teilchen von der Teilchenquelle zu der Gegenelektrode hin, indem folgende Schritte durchgeführt werden:
Aufbringen veränderlicher Druckpotentiale, welche die Bildinformation bestimmen, auf die Druckelektroden, wobei die Druckpotentiale ausreichende Größe haben, um selektiv den Transport der geladenen Teilchen von der Teilchenquelle zu dem Informationsträger hin zu erlauben oder zu beschränken; und
Aufbringen veränderlicher Ablenkpotentiale auf die Ablenkelektroden, wobei die Ablenkpotentiale periodisch während aufeinanderfolgender Ablenkperioden variieren, um die Bahn der zu dem Imformationsträger hin transportierten Teilchen zu modifizieren.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodenanordnung mindestens einen Satz von Ablenkelektroden aufweist, wobei jeder Satz von Ablenkelek­ troden mit einer Spannungsquelle verbunden ist, welche ein veränderliches Ablenkpoten­ tial erzeugt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckpotentiale eine Amplitude zwischen Vw und Vb haben, wobei Vw unterhalb eines Transportschwellen­ wertes liegt, wodurch der Transport der geladenen Teilchen von der Teilchenquelle zu dem Informationsträger hin verhindert wird, und Vb oberhalb dieses Transportschwellen­ wertes liegt, wodurch der Transport der geladenen Teilchen von der Teilchenquelle zu dem Informationsträger hin erlaubt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckpotentiale eine Impulsbreite zwischen 0 und T haben, wobei T die Zeit einer Ablenkperiode ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenkpotentiale eine veränderliche Amplitude haben, wobei diese veränderliche Amplitude eine veränderliche Ablenkkraft auf die geladenen Teilchen während mindestens eines Teiles jeder Ablenkperiode aufbringt, wodurch fortlaufend die Bahn der geladenen Teilchen, welche zu dem Informationsträger hin transportiert werden, modifiziert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch:
Vorsehen mindestens zweier Ablenkelektroden bezüglich jeder Druckelektrode;
Modulieren der Ablenkpotentiale, um eine veränderliche Potentialdifferenz zwischen den Ablenkelektroden zu erzeugen, wobei die Potentialdifferenz eine ausreichende Amplitude hat, um Ablenkkräfte aufzubringen, welche die Bahn des Teilchenstromes während des Transportes der geladenen Teilchen zu dem Informationsträger hin ablenkt, und
Verändern der Potentialdifferenz während mindestens eines Teils jeder Ablenkperiode von einer ersten Amplitude, welche eine Ablenkkraft in einer ersten Richtung aufbringt, zu einer zweiten Amplitude, welche eine Ablenkkraft in einer zur ersten Richtung entgegengesetzten Richtung aufbringt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Druckpotential während mindestens eines Teiles einer Ablenkperiode aufgebracht wird, wobei dieser Teil der Ablenkperiode einem spezifischen Bereich von Ablenkkräften entspricht.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude der Ablenkpo­ tentialdifferenz fortlaufend während jeder Ablenkperiode variiert, wodurch veränderliche Ablenkkräfte aufgebracht werden, die fortlaufend die Bahn von während jeder Ablenkperiode transportierten Teilchen modifiziert.
9. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
eine erste Ablenkelektrode in einer ersten vorbestimmten Position bezüglich jeder Druckelektrode angeordnet ist und eine zweite Ablenkelektrode in einer zweiten vorbestimmten Position bezüglich jeder Druckelektrode angeordnet ist;
alle ersten Ablenkelektroden mit einer ersten Spannungsquelle verbunden sind, die ein erstes Ablenkpotential erzeugt, und alle zweiten Ablenkelektroden mit einer zweiten Spannungsquelle verbunden sind, die ein zweites Ablenkpotential erzeugt.
10. Bildaufzeichnungsvorrichtung zum Ablagern geladener Teilchen in einer Bildkonfiguration auf einem Informationsträger, gekennzeichnet durch:
eine Gegenelektrode;
eine Teilchen tragende Einheit, die angeordnet ist, um geladene Teilchen zu einer Teilchenquelle zu fördern, welche neben der Gegenelektrode angeordnet ist;
eine Elektrodenanordnung, die zwischen der Teilchenquelle und der Gegenelektrode angeordnet ist, wobei die Steueranordnung eine Vielzahl von Öffnungen aufweist und jede Öffnung durch mindestens eine Druckelektrode und mindestens eine Ablenkelek­ trode gesteuert wird;
einen Teilchen aufnehmenden Informationsträger, der zwischen der Elektrodenanord­ nung und der Gegenelektrode positioniert ist;
eine Gegenspannungsquelle, die mit der Gegenelektrode verbunden ist, um zwischen der Gegenelektrode und der Teilchenquelle ein elektrostatisches Feld zu erzeugen;
eine Vielzahl von veränderlichen Spannungsquellen, die verbunden sind, um Druckpo­ tentiale auf jede Druckelektrode aufzubringen, wobei die Steuerpotentiale eine ausreichende Größe haben, um selektiv den Transport der geladenen Teilchen von der Teilchenquelle zu dem Informationsträger zu erlauben oder zu beschränken, und
mindestens eine Ablenkspannungsquelle, die verbunden ist, um veränderliche Ablenkpotentiale auf die Ablenkelektroden aufzubringen, wobei die Ablenkpotentiale ausreichende Größe haben, um die Wegbahn der zu dem Informationsträger hin transportierten geladenen Teilchen zu modifizieren.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckelektroden symmetrisch um eine zentrale Achse ihrer zugeordneten Öffnungen positioniert sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
jede Öffnung von einer Druckelektrode umgeben ist,
eine erste Ablenkelektrode rund um ein erstes Segment des Umfanges jeder Druckelek­ trode im Abstand angeordnet ist und
eine zweite Ablenkelektrode rund um ein zweites Segment des Umfanges jeder Druckelektrode im Abstand derart angeordnet ist, daß das erste und zweite Segment symmetrisch um eine zentrale Achse der Öffnung angeordnet ist.
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