DE19738601C1 - Verfahren zum Kühlen der Außenumgebung einer Ofenmuffel - Google Patents
Verfahren zum Kühlen der Außenumgebung einer OfenmuffelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kühlen der Außen
umgebung einer Ofenmuffel.
Zum Beseitigen von Garrückständen, beispielsweise einge
branntem Fett, von den Innenwänden einer Ofenmuffel eines
Haushaltsgarofens (Back- und Bratofen) ist eine pyrolyti
sche Selbstreinigung (Pyrolyse) der Ofenmuffel bekannt, bei
der der Muffelinnenraum auf Temperaturen bis etwa 500°C er
hitzt wird und die Garrückstände dadurch in leicht entfern
bare Asche umgewandelt werden. Wegen der hohen Temperaturen
bei der pyrolytischen Selbstreinigung müssen besondere Maß
nahmen getroffen werden, um die Ofenmuffeltür an der Vor
derseite, mit der Menschen in Kontakt kommen können, auch
während der Pyrolyse unter einer kritischen Temperatur zu
halten. Da die Benutzer von Haushaltsgaröfen im allgemeinen
während eines Garvorganges in den Muffelinnenraum sehen
wollen, ohne die Tür öffnen zu müssen, weist eine Ofenmuf
feltür üblicherweise eine der Muffel zugewandte Innenschei
be und eine von der Muffel abgewandte Außenscheibe auf. Um
auch während einer pyrolytischen Selbstreinigung ausrei
chend niedrige Temperaturen an der Außenscheibe zu gewähr
leisten, ist im allgemeinen in der Tür zwischen der Innen
scheibe und der Außenscheibe eine zusätzliche Zwischen
scheibe zur thermischen Isolation eingesetzt und die Ofen
muffelaußenseite und die Tür werden durch erzwungene Kon
vektion eines Kühlgebläses gekühlt.
Aus EP 0 583 180 A1 ist ein Haushaltsgarofen bekannt mit
einer Ofenmuffel und mit einer Tür zum Verschließen der Be
schickungsöffnung der Ofenmuffel. Die Tür weist eine Innen
scheibe, eine Zwischenscheibe und eine Außenscheibe auf,
die in einem Türrahmen gehalten sind. Oberhalb der Ofenmuf
fel ist ein Kühlgebläse angeordnet, das frische Kühlluft
aus einem Außenraum in einem Ansaugbereich unter der Ofen
muffel ansaugt und um die Ofenmuffel führt sowie in einem
Ausblasbereich oberhalb der Tür wieder in den Außenraum
ausbläst. Oberhalb des Ansaugbereiches weist die Tür im
Rahmenboden Lufteinlaßöffnungen und unterhalb des Ausblas
bereiches Luftaustrittsöffnungen auf. Durch die an den Luf
taustrittsöffnungen vorbeiströmende und im Ausblasbereich
ausgeblasene Kühlluft wird an den Luftaustrittsöffnungen
ein Unterdruck erzeugt und dadurch Luft aus der Tür ange
saugt. Dadurch strömen im Betrieb des Kühlgebläses durch
den inneren Zwischenraum zwischen Innenscheibe und Zwi
schenscheibe und den äußeren Zwischenraum zwischen Zwi
schenscheibe und Außenscheibe zwei jeweils von unten vom
Ansaugbereich ausgehende und nach oben parallel in gleiche
Richtung bis zum Ausblasbereich verlaufende Kühlluftströ
mungen, die eine Kühlung der Tür bewirken.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Ofenmuf
feltür der vorgenannten Art insbesondere im Pyrolysebetrieb
effizient zu kühlen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst mit den Merk
malen des Anspruchs 1 oder des Anspruchs 3.
Das Verfahren zum Kühlen der Außenumgebung einer Ofenmuf
fel, deren Muffelinnenraum, insbesondere während einer py
rolytischen Selbstreinigung, erhitzt wird, während eine Be
schickungsöffnung der Ofenmuffel mit einer Tür mit einer
wenigstens teilweise optisch transparente Außenscheibe, ei
ner wenigstens teilweise optisch transparente Innenscheibe
und einer zwischen der Außenscheibe und der Innenscheibe
angeordneten und wenigstens teilweise optisch transparenten
Zwischenscheibe verschlossen ist, umfaßt die folgenden Ver
fahrensschritte:
- a) in einem Ansaugbereich unterhalb der Tür wird Luft aus
einem Außenraum angesaugt, um wenigstens einen Teil der
Ofenmuffel gelenkt und in einem Ausblasbereich wieder
in den Außenraum ausgeblasen
und zugleich - b) wird die Zwischenscheibe in der Tür von einer Luftströ mung umströmt, die von dem Ansaugbereich ausgeht und wieder in den Ansaugbereich zurückströmt.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen des Ver
fahrens ergeben sich aus den vom Anspruch 1 oder Anspruch 3
jeweils abhängigen Ansprüchen.
Oberhalb der Außenscheibe ist in einer ersten Ausführungs
form ein mit dem inneren Zwischenraum verbundener Luft
austrittsbereich vorgesehen. Dieser Luftaustrittsbereich
ist vorzugsweise von dem Ausblasbereich für die Kühlluft
durch einen Luftleitkörper getrennt. Durch den inneren Zwi
schenraum nach oben steigende Luft wird deshalb von der aus
dem Ausblasbereich ausströmenden Kühlluft praktisch nicht
beeinflußt.
Vorzugsweise ragt die Zwischenscheibe unten weiter in den
Ansaugbereich als die Innenscheibe. Dadurch wird Gardampf
von unten unmittelbar in den inneren Zwischenraum geleitet
und dann oben ausgeleitet und gelangt nicht in den äußeren
Zwischenraum, so daß ein Beschlagen der Außenscheibe ver
hindert wird.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeich
nungen Bezug genommen, in denen Ausführungsbeispiele gemäß
der Erfindung jeweils schematisch dargestellt sind. Es zei
gen
Fig. 1 einen Haushaltsgarofen in einem seitlichen Schnitt
und
Fig. 2 eine Ofenmuffeltür in einer Rückansicht.
Einander entsprechende Teile sind in den Fig. 1 und 2 mit
denselben Bezugszeichen versehen.
In Fig. 1 ist ein Haushaltsgarofen in einem seitlichen
Schnitt dargestellt mit einer Ofenmuffel 10, einer Tür 9
zum Verschließen einer Beschickungsöffnung 16 der Ofenmuf
fel 10 und einem Gehäuse 83. Oberhalb der Ofenmuffel 10 ist
ein Kühlgebläse (Kühleinrichtung) 23 angeordnet. In einem
oberen Bereich der Tür 9 ist ein Ausblasbereich 37 vorgese
hen und unterhalb der Tür 9 ist ein Ansaugbereich 36 gebil
det. Bei eingeschaltetem Kühlgebläse 23 wird unterhalb der
Tür 9 im Ansaugbereich 36 Kühlluft K aus dem Außenraum an
gesaugt, durch den zwischen dem Gehäuse 83 und dem Boden 13
der Ofenmuffel 10 gebildeten Zwischenraum 73 und anschlie
ßend durch den zwischen der Muffelrückwand 14 und der Ge
häuserückwand des Gehäuses 83 gebildeten Zwischenraum 74
geführt und dann durch das Kühlgebläse 23 in einem zwischen
einem Luftleitblech 82 und der Muffeldecke 17 gebildeten
Luftführungskanal 75 zu dem Ausblasbereich 37 in der Tür 9
geführt, um dort wieder in den Außenraum ausgeblasen zu
werden. Die Kühlluft K wird somit um die gesamte Ofenmuffel
10 geführt und sorgt somit für eine großräumige Kühlung des
Haushaltsgarofens. Um die Muffelwandung 14 wird in der Re
gel eine nicht dargestellte Muffelisolierung gelegt, an der
die Kühlluft K entlangströmt. In der Muffeldecke 17 ist ei
ne Verbindung 84 vorgesehen, über die Wrasen W aus dem Muf
felinnenraum 15 in den Luftführungskanal 75 abgeführt wird
und zusammen mit der Kühlluft K aus den Ausblasbereich 37
ausgeblasen wird. In einer nicht dargestellten Abwandlung
kann der Wrasen W auch an einer anderen Stelle ausgeleitet
werden und nicht der Kühlluft K zugeführt werden, bei
spielsweise bei einem Einbauherd über das zugehörige Ein
baukochfeld.
Die Tür 9 weist eine Innenscheibe 2 und eine Außenscheibe 3
sowie eine zwischen der Innenscheibe 2 und der Außenscheibe
3 angeordnete Zwischenscheibe 4 auf. Die Innenscheibe 2,
Zwischenscheibe 4 und Außenscheibe 3 sind vorzugsweise par
allel zueinander und voneinander beabstandet angeordnet.
Dadurch sind zwischen der Innenscheibe 2 und der Zwischen
scheibe 4 ein innerer Zwischenraum 24 und zwischen der Au
ßenscheibe 3 und der Zwischenscheibe 4 ein äußerer Zwi
schenraum 34 gebildet.
Um zu verhindern, daß die aus dem Luftführungskanal 75 kom
mende Kühlluft K mit dem Wrasen W in die genannten Zwi
schenräume 24 und 34 der Tür 9 gelangen kann und und dort
zu einer unerwünschten Kondensatbildung an der Zwischen
scheibe 4 oder insbesondere der Außenscheibe 3 führt, ist
ein Luftleitkörper 90 in der Tür 9 vorgesehen, der die ge
nannten Zwischenräume 24 und 34 von dem Luftführungskanal
75 und dem Ausblasbereich 37 für die Kühlluft K und den
Wrasen W trennt. Dieser Luftleitkörper 90 kann insbesondere
ein Luftleitblech sein, das an der Innenscheibe 2 dicht an
liegt. Zwischen dem Luftleitkörper 90 und der Zwischen
scheibe 4 ist ein Verbindungsbereich 38 gebildet, über den
der innere Zwischenraum 24 und der äußerer Zwischenraum 34
der Tür 9 in Strömungsverbindung stehen. Ferner ist zwi
schen der Außenscheibe 3 und dem Luftleitkörper 90 ein
Luftaustrittsbereich (Luftspalt) 35 gebildet, über den der
Verbindungsbereich 38 mit dem Außenraum verbunden ist. Die
ser Luftaustrittsbereich 35 kann insbesondere zwischen etwa
2 und etwa 6 mm hoch sein. Der Luftleitkörper 90 ist vor
zugsweise etwas vor die Außenscheibe 3 vorgezogen, um eine
strömungsdynamische Beeinflussung der aus dem Türinnenraum
im Luftaustrittsbereich 35 austretenden Luft durch die
oberhalb des Luftleitkörper 90 im Ausblasbereich 37 austre
tende Kühlluft K zumindest weitgehend zu verhindern. Dies
kann noch unterstützt werden, indem man den oder die Aus
blasbereiche 37 für die Kühlluft K über die Türbreite seit
lich versetzt zu dem Luftaustrittsbereich 35 anordnet.
Der innere Zwischenraum 24 und der äußere Zwischenraum 34
sind jeweils seitlich abgeschlossen und stehen an ihrem je
weiligen unteren Ende mit dem Ansaugbereich 36 in Strö
mungsverbindung. Dabei mündet der äußere Zwischenraum 34
näher am Ansaugbereich 36 als der innere Zwischenraum 24.
Dies wird dadurch erreicht, daß die Innenscheibe 2 gegen
über der Zwischenscheibe 4 nach oben versetzt ist, bei
spielsweise um 15 bis 30 mm und vorzugsweise zwischen etwa
20 und 25 mm. Die Außenscheibe 3 kann ebenfalls etwas län
ger nach unten ausgebildet sein als die Zwischenscheibe 4,
beispielsweise um einige Millimeter. Durch diese Maßnahmen
ist der Ansaugdruck, der bei laufendem Kühlgebläse 23 im
Ansaugbereich 36 wirkt, an der unteren Mündung des inneren
Zwischenraums 24 nicht so groß wie an der unteren Mündung
des äußeren Zwischenraums 34. Dadurch strömt auch bei einer
relativ hohen Kühlleistung des Kühlgebläses 23, wie sie
beispielsweise im Pyrolysebetrieb des Haushaltsgarofens er
forderlich ist, und einem entsprechend hohen Ansaugunter
druck im Ansaugbereich 36 die Luftströmung L im inneren
Zwischenraum 24 nach oben in Richtung der thermischen Auf
triebskräfte. Durch die gegenüber der Innenscheibe 2 nach
unten verlängerte Zwischenscheibe 4 wird somit auch eine
Konvektionsumkehr in der Tür 9 verhindert, bei der die Au
ßenluft über die Luftaustrittsöffnung 35 angesaugt würde
und durch beide Zwischenräume 24 und 34 nach unten strömen
würde und von dem Kühlgebläse 23 im Ansaugbereich 36 nach
hinten abgesaugt würde.
Wenn die aufsteigende Luftströmung L am oberen Ende des in
neren Zwischenraums 24 angelangt ist, wird sie teilweise
aufgrund des Ansaugdruckes im Ansaugbereich 36 durch den
äußeren Zwischenraum 34 wieder nach unten geführt. Dadurch
wird die Zwischenscheibe 4 von der Luftströmung L umspült
und eine zusätzliche Kühlung der Tür 9 und insbesondere de
ren Außenscheibe 3 erreicht.
Durch den Luftaustrittsbereich 35 zwischen der Außenscheibe
3 und dem Luftleitkörper 90 tritt ein Teil der aufgestiege
nen Luft L auch aus der Tür 9 in den Außenraum aus. Diese
Funktion des Luftaustrittsbereichs 35 ist im Garbetrieb in
nerhalb des Muffelinnenraums 15 wichtig. Im Garbetrieb
läuft das Kühlgebläses 24 wegen der wesentlich geringeren
Temperaturen von höchstens 300°C im Muffelinnenraum 15 mit
gegenüber dem Pyrolysebetrieb mit verminderter Kühlleistung
oder kann gegebenenfalls sogar ganz ausgeschaltet werden.
Während eines Garvorgangs im Muffelinnenraum 15 entstehen
nun Gardämpfe, die an der Innenscheibe 2 in ihrem unteren
Bereich auskondensieren können. Das sich dadurch bildende
Garkondensat (Kondensflüssigkeit) ist mit F bezeichnet. Da
die Innenscheibe 2 mit einer um die Beschickungsöffnung 16
umlaufenden Dichtung 11 gegen die Frontwand 12 der Ofenmuf
fel 10 abgedichtet ist, wäre zu erwarten, daß dieses Gar
kondensat F sich oberhalb der Muffeldichtung 11 noch inner
halb des Muffelinnenraumes 15 ansammeln würde. Es hat sich
jedoch überraschenderweise gezeigt, daß bei der für Öfen mit
pyrolytischer Selbstreinigung häufig verwendeten Dichtungen
11 aus Glasseide ein Teil des Garkondensats F durch die
Glasseide der Dichtung 11 nach einiger Zeit hindurchdringt.
Es hat sich nun ferner gezeigt, daß das die Dichtung 11
durchdringende flüssige Garkondensat F teilweise wieder
verdampft und als Gardampf D zu einem unerwünschten Be
schlagen der im Regelfall auf einer unterhalb der Kondensa
tionstemperatur des Garkondensats liegenden Temperatur be
findlichen Außenscheibe 3 der Tür 9 führen kann, obwohl ein
Teil D' des Gardampfes bereits vom Kühlgebläse 23 mit der
Kühlluft K in den Zwischenraum 73 gesaugt wird. Dieses Pro
blem wird nun vermieden durch einerseits die gegenüber der
Innenscheibe 2 der nach unten gezogene Zwischenscheibe 4
und andererseits die Luftaustrittsöffnung 35. Aufgrund die
ser Maßnahmen gelangt nämlich der nicht vom Kühlgebläse 23
in den Zwischenraum 73 abgesaugte Gardampf D praktisch
vollständig in den inneren Zwischenraum 24 und praktisch
nicht in den äußeren Zwischenraum 34 und wird im inneren
Zwischenraum 24 mit der thermisch aufsteigenden Luft L mit
genommen und im Luftaustrittsbereich 35 zusammen mit dieser
Luft L aus der Tür 9 ausgeleitet. Die Gardämpfe D gelangen
somit weder im unteren Bereich noch im oberen Bereich
(Verbindungsbereich 38) in den äußeren Zwischenraum 34, wo
durch ein Beschlagen der Außenscheibe 3 vermieden wird. Die
Innenscheibe 2 und die Zwischenscheibe 4 beschlagen eben
falls nicht, da die Temperaturen im inneren Zwischenraum 24
höher als die Temperaturen im äußeren Zwischenraum 34 und
in der Regel auch über dem Kondensationspunkt (Taupunkt)
des Garkondensats liegen. In einer nicht dargestellten Aus
führungsform kann auch die Innenscheibe 2 nach unten ver
längert sein, um den Gardampf D und D' unmittelbar in den
Zwischenraum 73 abzusaugen.
Da der Haushaltsgarofen eine pyrolytische Selbstreinigungs
funktion aufweist, ist an einem Türgriff 21 der Tür 9 auch
ein Verriegelungsbolzen 22 zum Verriegeln der Tür 9 während
des Pyrolysebetriebs vorgesehen, der in ein nicht darge
stelltes Schloß einrastet.
Zur besseren Wärmeisolation der Tür 9 können die Innen
scheibe 2 und/oder die Zwischenscheibe 4 mit einer wär
mestrahlungsreflektierenden Schicht, beispielsweise einem
Metalloxid überzogen sein, um die Wärmestrahlung in den
Muffelinnenraum 15 zurückzureflektieren.
Die Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform einer Ofenmuffeltür 9
zum Verschließen der Beschickungsöffnung 16 der Ofenmuffel
des Haushaltsgarofens gemäß Fig. 1 in einer Rückansicht. Die
Innenscheibe 2, Zwischenscheibe 4 und die Außenscheibe 3
bestehen im allgemeinen aus einem durchsichtigen Glas oder
einer Glaskeramik und sind vorzugsweise rechteckig geformt,
wobei die Innenscheibe 2 im allgemeinen kleiner als die Au
ßenscheibe 3 ausgebildet ist.
An der Außenscheibe 3 sind zwei im wesentlichen parallel
verlaufende Trägerelemente 5 und 6 befestigt. Die beiden
Trägerelemente 5 und 6. weisen jeweils einen säulenartigen
Mittelteil 51 bzw. 61 sowie zwei seitlich von dem Mittel
teil 51 bzw. 61 abstehende Flanschränder 50 bzw. 60 auf und
können insbesondere aus U-förmig profiliertem Blech gebil
det sein. Mit den Flanschrändern 50 und 60 sind die beiden
Trägerelemente 5 bzw. 6 jeweils mit der Außenscheibe 3 ver
klebt. Durch die vergleichsweise große Klebefläche werden
Kräfte von den Trägerelementen 5 und 6 gleichmäßig auf die
Außenscheibe 3 übertragen, so daß ein Zerspringen der Au
ßenscheibe 3 durch thermische oder mechanische Spannungen
praktisch vermieden wird. Die Klebeverbindung gewährleistet
überdies eine schonende Verbindung der Trägerelemente 5 und
6 mit der Außenscheibe 3 bei der Herstellung. Es kann je
doch auch eine Schraubverbindung, eine Rastverbindung oder
eine andere Verbindung der Trägerelemente 5 und 6 mit der
Außenscheibe 3 vorgesehen sein. In einem oberen Bereich der
Tür ist an den Trägerelementen 5 und 6 ein Türgriff 21 be
festigt.
Auf den von der Außenscheibe 3 abgewandten Auflageflächen
52 und 62 der Mittelteile 51 bzw. 61 der beiden Trägerele
mente 5 und 6 liegt die Innenscheibe 2 im eingebauten Zu
stand auf. An jedem Trägerelement 5 und 6 ist jeweils ein
Halteelement (Fixierelement) 7 bzw. 8 zum Befestigen der
Innenscheibe 2 lösbar über jeweils wenigstens einen Verrie
gelungsschalter 70 bzw. 80 befestigt. Die beiden Halteele
mente 7 und 8 sind jeweils als winkelförmige Schienen aus
gebildet, die über die gesamte Höhe der Innenscheibe 2 ver
laufen. Die Innenscheibe 2 ist zwischen den beiden Haltee
lementen 7 und 8 und den jeweils auf der gegenüberliegenden
Seite der Innenscheibe 2 liegenden Auflageflächen 52 bzw.
62 der Trägerelemente 5 bzw. 6 gehalten. Ferner sind an den
beiden Trägerelementen 5 und 6 in jeweils deren unteren Be
reichen jeweils ein Aufnahmeteil 25 und 26 für die Innen
scheibe 2 befestigt, insbesondere verschraubt, eingerastet
oder verspannt. Die beiden Aufnahmeteile 25 und 26 bestehen
vorzugsweise aus einem Kunststoff. Jede der beiden unteren
Ecken der Innenscheibe 2 wird dabei in einen entsprechen
den, winkelförmigen Bereich des zugehörigen Aufnahmeteils
25 bzw. 26 eingepaßt, wobei die Innenscheibe 2 an jeder Ec
ke unten abgestützt ist und an einem vertikalen Anschlag
und einem horizontalen Anschlag anliegt und dadurch zur In
nenseite, d. h. zur Ofenmuffel hin, und nach unten vor dem
Herausfallen gesichert ist.
Die winkelförmigen Halteelementen 7 und 8 sind an den nach
außen gerichteten Seitenflächen der Trägerelemente 5 und 6
jeweils mit den zugehörigen Trägerelementen 5 bzw. 6 über
jeweils einen Verriegelungsschalter 70 bzw. 80 lösbar ver
bunden. Jeder Verriegelungsschalter 70 und 80 weist einen
Betätigungsgriff 71 bzw. 81 auf und ist mit diesem Betäti
gungsgriff 71 bzw. 81 jeweils axial (linear) verschiebbar.
In einer ersten Endstellung des Betätigungsgriffes 71 bzw.
81 ist der zugehörige Verriegelungsschalter 70 bzw. 80 ver
riegelt und in der anderen Endstellung entriegelt. In der
verriegelten Stellung des Verriegelungsschalters 70 oder 80
liegt das zugehörige Halteelement 7 bzw. 8 unter einem vor
gegebenen Anpreßdruck an der Innenscheibe 2 an und hält die
Innenscheibe 2 fest. Dabei sollte der Innenscheibe 2 jedoch
genügend Platz zum Ausgleichen von thermischer Ausdehnung
und Vermeiden thermischer Spannungen zur Verfügung stehen.
Im entriegelten Zustand des Verriegelungsschalters 70 bzw.
80 ist das Halteelement 7 bzw. 8 von der Innenscheibe 2
lösbar (abnehmbar).
In den Trägerelementen 5 und 6 und den daran befestigten
Aufnahmeteilen 25 und 26 ist jeweils ein. Durchbruch 27 bzw.
28 vorgesehen zum Durchführen von Komponenten zur Bewegung
der Tür insbesondere Türscharnier- oder Backwagenauszugtei
len, die dann in das innen hohle Trägerelement 5 bzw. 6
eingeführt und dort arretiert werden.
Die Zwischenscheibe 4 wird zwischen die Außenscheibe 3 und
die Innenscheibe 2 und zwischen die beiden Trägerelemente 5
und 6 in die Tür eingelegt und weist vorzugsweise gesteckte
oder aufgespritzte Rahmenelemente (Rahmenteile, Randteile)
93 und 94 vorzugsweise aus Kunststoff auf. An den Rah
menelementen 93 und 94 sind Abstandhalter zum Halten eines
Abstandes zwischen der Zwischenscheibe 4 und der Innen
scheibe 2 einerseits sowie auf der gegenüberliegenden Seite
jeweils Abstandhalter zum Halten eines Abstandes zwischen
der Zwischenscheibe 4 und der Außenscheibe 3 vorgesehen.
Die Abstandhalter an den Rahmenelementen 93 und 94 können
insbesondere eine konvex gekrümmte (runde), vorzugsweise
halbkreisförmige Gestalt haben. Die in der Höhe äußersten
Abstandhalter sind beispielsweise paddelförmig geformt. Mit
zwei Abstandhaltern der Rahmenelemente 93 und 94 liegt die
Zwischenscheibe 4 auf einer entsprechenden Auflagefläche
des Aufnahmeteils 25 auf und ist dadurch nach unten abge
stützt.
Nach Entnehmen der Innenscheibe 2 kann nun auch die Zwi
schenscheibe 4, insbesondere zu Reinigungszwecken, zusammen
mit den Rahmenelementen 93 und 94 leicht aus der Tür ent
nommen werden, beispielsweise durch leichtes Anheben und
anschließendes Vorziehen.
Claims (6)
1. Verfahren zum Kühlen der Außenumgebung einer Ofenmuffel
(10), deren Muffelinnenraum (15) erhitzt wird, während eine
Beschickungsöffnung (16) der Ofenmuffel (10) mit einer Tür
(9) mit einer wenigstens teilweise optisch transparenten Au
ßenscheibe (3), einer wenigstens teilweise optisch transpa
renten Innenscheibe (2) und einer zwischen der Außenscheibe
(3) und der Innenscheibe (2) angeordneten und wenigstens
teilweise optisch transparenten Zwischenscheibe (4) ver
schlossen ist, wobei
- a) in einem Ansaugbereich (36) unterhalb der Tür (9) Luft
aus einem Außenraum angesaugt, um wenigstens einen Teil
der Ofenmuffel (10) gelenkt und in einem Ausblasbereich
(37) wieder in den Außenraum ausgeblasen wird
und zugleich - b) die Zwischenscheibe (4) in der Tür (9) von einer Luft strömung umströmt wird, die von dem Ansaugbereich (36) ausgeht und wieder in den Ansaugbereich (36) zurück strömt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Muffelinnenraum
(15) zur pyrolytischen Selbstreinigung erhitzt wird.
3. Verfahren zum Kühlen der Außenumgebung einer Ofenmuffel
(10) während der pyrolytischen Selbstreinigung des Muffel
innenraumes (15) der Ofenmuffel (10), wobei eine Beschic
kungsöffnung (16) der Ofenmuffel (10) mit einer Tür (9) mit
einer wenigstens teilweise optisch transparenten Außenschei
be (3), einer wenigstens teilweise optisch transparenten In
nenscheibe (2) und einer zwischen der Außenscheibe (3) und
der Innenscheibe (2) angeordneten und wenigstens teilweise
optisch transparenten Zwischenscheibe (4) verschlossen ist,
mit folgenden Merkmalen:
- a) in einem Ansaugbereich (36) unterhalb der Tür (9) wird Luft aus einem Außenraum angesaugt, um wenigstens einen Teil der Ofenmuffel (10) gelenkt und in einem Ausblas bereich (37) wieder in den Außenraum ausgeblasen,
- b) von dem Ansaugbereich (36) wird Luft um die Zwischen scheibe (4) in der Tür (9) und wieder zurück in den An saugbereich (36) geleitet.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
dem ein Teil der Luftströmung durch einen oberhalb der Au
ßenscheibe (3) angeordneten und mit einem inneren Zwischen
raum (24) zwischen der Innenscheibe (2) und der Zwischen
scheibe (4) verbundenen Luftaustrittsbereich (35) aus der
Tür (9) ausgeleitet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem der Luftaustrittsbe
reich (35) von dem Ausblasbereich (37) durch einen Luft
leitkörper (90) getrennt ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
dem die Zwischenscheibe (4) weiter nach unten in den An
saugbereich (36) ragt als die Innenscheibe (2).
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: ELECTROLUX ROTHENBURG GMBH FACTORY AND DEVELOP, DE |
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