DE19737216A1 - Verfahren zum Abrichten von Polierwerkzeugen mittels punktförmig angreifendem Werkzeug und zum Polieren von optischen Linsen sowie Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Abrichten von Polierwerkzeugen mittels punktförmig angreifendem Werkzeug und zum Polieren von optischen Linsen sowie Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Optische Linsen werden überwiegend durch schleifende Bearbeitung und nachfolgen
des Polieren aus entsprechenden Glasrohlingen hergestellt. An das Grobschleifen
schließt sich das Feinschleifen an, bei dem eine polierfähige Oberfläche erzeugt wird.
Bislang diente der Arbeitsgang Polieren ausschließlich dazu, die Rauhtiefe der Linsen
oberfläche soweit zu verringern, daß die gewünschte Qualität der optischen Oberfläche
entstand. Eine gezielte Formänderung der Linsengeometrie wurde beim Polieren nicht
erzeugt.
Die Ansprüche an die Qualität der Linsen sind heute jedoch so hoch, daß letzte Fein
heiten in der Linsengeometrie nicht mehr beim Feinschleifen berücksichtigt werden
können, da der Materialabtrag selbst beim Feinschleifen noch zu groß ist. Es bietet
sich aber an, sehr feine Änderungen oder Korrekturen in der Geometrie der Linsen
beim Poliervorgang vorzunehmen.
Anlaß für eine solche Korrektur können z. B. die elastischen Verformungen sein, die
beim Feinschleifen oder auch beim Polieren durch das Einspannen der Linsen und den
Druck der Werkzeuge entstehen. Sehr kleine aber dennoch meßbare und störende
Formabweichungen in der Geometrie der Linsen sind die Folge.
Mit den heute üblichen Polierwerkzeugen können solche Feinbearbeitungen bzw.
Korrekturen der Linsengeometrie nicht ausgeführt werden. Dies hängt damit zusam
men, daß entsprechend dem Stand der Technik Polierwerkzeuge, insbesondere zur
Herstellung sphärischer Linsen, sozusagen ein negativer Abdruck der gewünschten
Linsenoberfläche sind. Die relativ weichen Arbeitsflächen der Polierwerkzeuge werden
dementsprechend mit einem Abrichtwerkzeug abgezogen, das der Linsenform
entspricht und keine Korrekturen ermöglicht, da das Abziehen des Polierwerkzeuges
mit einem flächig oder linienförmig arbeitenden Abrichtwerkzeug vorgenommen wird.
Durch das Schrägstellen einer der beiden angetriebenen Achsen von Abrichtwerkzeug
oder Polierwerkzeug kommen in an sich gewollter Weise ständig neue
Flächenelemente miteinander in Berührung (Vermeiden von Riefen). Bei diesem
statistischen Gesetzen folgenden Arbeitsgang ist es nicht möglich feinere Konturen
oder gezielte Änderungen im Vorfeld zu erzeugen, die die späteren nicht vermeidbaren
Deformationen berücksichtigen würden.
Beim späteren Polieren wird ein Poliermittel zwischen die weiche Arbeitsfläche des
Polierwerkzeuges und die Linsenoberfläche gebracht und Relativbewegungen mit
entsprechendem Anpreßdruck ausgeführt. Durch den Anpreßdruck kommt es zu
Verbiegungen von Linse und Werkzeug im Feinbereich und damit zu den genannten
unerwünschten Formabweichungen, die von den Einspannkräften an der Linse noch
verstärkt werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Abrichten von Polierwerkzeugen mittels
punktförmig angreifendem Abrichtwerkzeug und zum Polieren von optischen Linsen
sowie der zweispindeligen Polier- und Abrichtmaschine zur Durchführung des Verfah
rens werden die genannten Nachteile vermieden, da dem Polierwerkzeug mit dem
punktförmig angreifenden Abrichtwerkzeug eine Form gegeben werden kann, die feine
Korrekturen in der Geometrie der Linse ermöglicht. Das Abrichtwerkzeug kann entwe
der starr oder ein rotierendes Werkzeug sein. Dort wo beim Polieren ein verstärkter
Materialabtrag erwünscht ist, wird das Polierwerkzeug etwas erhaben ausgeführt.
Zur Durchführung des Verfahrens können zwei getrennte Maschinen zum Abrichten
bzw. zum Polieren eingesetzt werden. Eine Vielzahl von zusätzlichen
Verfahrensvorteilen ergeben sich jedoch bei Einsatz der erfindungsgemäßen
Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine.
In diesem Zusammenhang besteht ein besonderer Vorteil darin, daß zwischen dem
Abrichten des Polierwerkzeugs und dem eigentlichen Poliervorgang kein Umspannen
des Polierwerkzeugs erforderlich ist und daß die Linse auf der gleichen Maschine
poliert werden kann. Dies erhöht die Präzision der hergestellten Linse ganz wesentlich
da jeder Umspannvorgang mit Ungenauigkeiten verbunden ist, bedingt durch Toleran
zen verschiedener Art. Außerdem wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren durch
den Einsatz der zweispindeligen Maschine eine Maschine gespart (bisher üblich: eine
Abrichtmaschine und eine Poliermaschine). Da das Umspannen entfällt, ergibt sich
eine weitere Kostenersparnis bei der Durchführung des Verfahrens mit der
erfindungsgemäßen Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine.
Die Schleifmaschine zur Durchführung des Verfahrens verfügt über eine angetriebene,
untere, vertikale Spindel zur Aufnahme des Polierwerkzeuges (Werkzeugspindel), die
an einem Z-Schlitten befestigt ist, der lineare, vertikale Bewegungen ausführen kann,
und zwei obere Spindeln, deren in Normalstellung vertikale Achsen auch schräggestellt
werden können. Eine dieser Spindeln dient zur Aufnahme der Linse
(Werkstückspindel) und wird elektrisch angetrieben, während die zweite obere Spindel
(Abrichtspindel) ein schlankes Abrichtwerkzeug trägt, dessen Schneidfläche eine quasi
punktförmige Berührung mit dem Polierwerkzeug ermöglicht. Die Abrichtspindel und
damit das Abrichtwerkzeug können mittels Motor in Rotation versetzt werden, sie kann
jedoch auch arretiert werden. Die beiden oberen Spindeln sitzen an einem Schwenk
kopf, der ein wahlweises Schwenken nach rechts oder nach links gestattet. Der
Schwenkkopf seinerseits ist an einem X-Schlitten befestigt, der lineare Rechts-/Links-Bewegungen
in einer horizontalen Ebene ermöglicht.
Alle Maschinenbewegungen einschließlich Rotation der Spindeln werden von einer
NC-Steuerung überwacht und gesteuert. Insbesondere die Antriebe für das Verfahren
des Z-Schlittens und des X-Schlittens sind hochdynamisch. Sie können so angesteuert
werden, daß sehr schnelle und präzise Relativbewegungen zwischen der Abrichtspin
del und der Werkzeugspindel möglich sind. Bei frei rotierendem oder im Achsbetrieb
rotierendem Polierwerkzeug kann durch Verfahren des Z- und des X-Schlittens mit dem
Abrichtwerkzeug die gewünschte Kontur an dem Polierwerkzeug erzeugt werden. Unter
Rotation im Achsbetrieb wird in diesem Zusammenhang eine Rotation verstanden bei
der sowohl die Winkelgeschwindigkeit als auch die Phasenlage der rotierenden
Spindel von der NC-Steuerung gesteuert und überwacht werden.
Der Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dann wie folgt:
- 1. Die Werkzeugspindel wird mit einem Polierwerkzeug bestückt, an der Werkstück spindel wird eine Linse aufgespannt und an der Abrichtspindel wird ein geeignetes Abrichtwerkzeug befestigt.
- 2. Die NC-Steuerung wird gestartet, so daß die nachfolgenden Arbeitsgänge automa tisch ablaufen.
- 3. Der Schwenkkopf wird soweit aus seiner Normallage herausgeschwenkt, daß sich das Abrichtwerkzeug in einer günstigen Arbeitsposition zum Polierwerkzeug befin det.
- 4. Durch Verfahren des Z- und des X-Schlittens werden Abrichtwerkzeug und Polier werkzeug in Startposition gebracht.
- 5. Die Bearbeitung des Polierwerkzeuges wird von der NC-Steuerung gestartet, mit der dort abgespeicherten Soll-Kontur für das Polierwerkzeug. Die Werkzeugspindel be ginnt zu rotieren und der Z- und der X-Schlitten werden gleichzeitig und gesteuert verfahren. Dabei wird das Polierwerkzeug mit dem Abrichtwerkzeug so abgefahren, daß die gewünschte Soll-Kontur entsteht.
- 6. Nach Beendigung der Bearbeitung werden das Polierwerkzeug und das Abricht werkzeug durch Verfahren des Z- und des X-Schlittens wieder auseinander gefah ren.
- 7. Der Schwenkkopf wird zur anderen Seite hin ausgeschwenkt und die Linse mit dem Polierwerkzeug durch Verfahren des Z- und des X-Schlittens in Berührung gebracht. Bei z. B. sphärischen Linsen wird unter gleichzeitiger Oszillation des Schwenkkopfes und Rotation der schräggestellten Werkstückspindel und der rotierenden senkrechten Werkzeugspindel die Linse poliert. Der Poliervorgang kann jedoch auch ohne Rotation der Spindel(n) erfolgen (z. B. Vibration in kleinen Winkelschritten).
- 8. Nach Abschluß des Poliervorgangs werden die Linse und das Polierwerkzeug durch Verfahren des Z- und des X-Schlittens auseinander gefahren und die Maschine ge stoppt. Die fertig polierte Linse kann dann der Maschine entnommen und vermessen werden. Sollten sich unerwünschte Abweichungen von der Idealform zeigen, so kann der Abrichtvorgang mit anderen Parametern wiederholt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Polier- und Abrichtmaschine zur Durchführung des erfin
dungsgemäßen Verfahrens wird in den Abb. 1 bis 3 dargestellt. Dieses Ausführungs
beispiel bezieht sich auf eine Maschine zum Polieren sphärischer Linsen. Es sind je
doch auch Maschinen zum Polieren von aspherischen Linsen möglich.
Abb. 1 zeigt die Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine bestückt mit Linse (19),
Abrichtwerkzeug (17) und Polierwerkzeug (7) in Grundstellung.
Die erfindungsgemäße Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine zum Bearbeiten von
Linsen (z. B. sphärische Linsen), besteht aus einem Grundgestell (1), an dem der
Z-Schlitten (2) und der X-Schlitten (3) befestigt sind. Außerdem ist eine Wasserauf
fangwanne (20) mit dem Grundgestell (1) verbunden, die das beim Schleifen benutzte
Kühlmittel auffängt.
Der Z-Schlitten (2) ist mittels Führungsbüchsen (4) und Führungsholmen (5) so an dem
Grundgestell (1) befestigt, daß er vertikale Linearbewegungen (Z-Richtung) ausführen
kann. In dem Z-Schlitten (2) ist die Werkzeugspindel (6) drehbar gelagert. Für den
Antrieb ist ein Elektromotor (18) vorgesehen. Die Werkzeugspindel (6) trägt an ihrem
oberen Ende das Polierwerkzeug (7).
Der X-Schlitten (3) ist mittels Führungsbüchsen (8) und Führungsholmen (9) so an dem
Grundgestell (1) befestigt, daß er horizontale Linearbewegungen (X-Richtung) ausfüh
ren kann. An dem X-Schlitten (3) ist der Schwenkkopf (10) mittels Schwenklager (11)
so befestigt, daß er um die horizontale Achse des Schwenklagers (11) nach beiden
Seiten in einem gewissen Winkelbereich ausgeschwenkt werden kann. In dem
Schwenkkopf (10) sind die Abrichtspindel (12) und die Werkstückspindel (13) drehbar
gelagert und können mittels getrennter Elektromotore (14) und (15) angetrieben wer
den. Die Abrichtspindel (12) kann außerdem arretiert werden. An ihrem unteren Ende
trägt die Abrichtspindel (12) das Abrichtwerkzeug (17), während die Werkstückspin
del (13) eine Spannvorrichtung (16) trägt, in der die Linse (19) eingespannt ist.
Abb. 2 zeigt die Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine, eingerichtet zur
Durchführung des Arbeitsgangs Abrichten.
Der Schwenkkopf (10) ist so geneigt, daß sich das Abrichtwerkzeug (17) in Arbeits
position an dem Polierwerkzeug (7) befindet. Bei dem Abrichtvorgang wird das an der
Werkzeugspindel (6) befestigte Polierwerkzeug (7) entweder frei rotierend oder im
Achsbetrieb rotierend mittels dem Elektromotor (18) in Rotation versetzt. Durch
gleichzeitiges und gesteuertes Verfahren des Z-Schlittens (2) und des X-Schlittens (3)
wird die Relativbewegung zwischen Abrichtspindel (12) mit dem Abrichtwerkzeug (17)
und der Werkzeugspindel (6) mit dem Polierwerkzeug (7) in dem gewünschten Sinne
durchgeführt. Der Arbeitsgang Abrichten kann sowohl mit arretiertem wie auch mit
rotierendem Abrichtwerkzeug (17) durchgeführt werden. Falls mit rotierendem
Abrichtwerkzeug (17) gearbeitet werden soll, so wird dieses über die
Abrichtspindel (12) und den Elektromotor (14) angetrieben. Das Polierwerkzeug (7)
und das Abrichtwerkzeug (17) werden mit dem Z-Schlitten (2) und dem X-Schlitten (3)
so verfahren, daß der Materialabtrag am Polierwerkzeug (7) in dem gewünschten
Feinbereich stattfindet.
An das Abrichten schließt sich das Polieren der Linse (19) an. Hierzu werden das Ab
richtwerkzeug (17) und das Polierwerkzeug (7) durch Verfahren in der X- und
Z-Richtung wieder voneinander getrennt. Anschließend wird der Schwenkwinkel am
Schwenkkopf (10) zur anderen Seite hin neu eingestellt.
Der gesamte Bewegungsablauf der Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine wird da
bei von einer NC-Steuerung kontrolliert und gesteuert.
Abb. 3 zeigt die Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine, eingerichtet zur
Durchführung des Arbeitsgangs Polieren.
Die Linse (19) ist in der Spannvorrichtung (16) der Werkstückspindel (13) befestigt und
wird über die Werkstückspindel (13) und den Elektromotor (15) in Rotation oder
vibrierende Bewegung versetzt. Der Schwenkkopf (10) wurde so geneigt und der
Z-Schlitten (2) und der X-Schlitten (3) so verfahren, daß, insbesondere bei sphärischen
Linsen, die Krümmungsmittelpunkte der Linse (19) und des Polierwerkzeugs (7)
zusammen fallen und die Linse (19) und das Polierwerkzeug (7) sich unter Druck
berühren. Der Poliervorgang wird dann unter Beifügung von Poliermitteln mit ebenfalls
rotierendem oder vibrierendem Polierwerkzeug (7) durchgeführt, wobei dieses über die
Werkzeugspindel (6) und den Elektromotor (18) angetrieben wird.
Anschließend werden das Polierwerkzeug (7) und die Linse (19) durch Verfahren in der
X- und Z-Richtung wieder voneinander getrennt. Die Linse (19) kann dann der Spann
vorrichtung (16) entnommen werden. Falls sich bei der nachträglichen Kontrolle noch
Abweichungen an der Linsenkontur ergeben, so kann der Abrichtvorgang wie bei
Abb. 2 beschrieben wiederholt werden.
Claims (7)
1. Verfahren zum Abrichten von Polierwerkzeugen zum Polieren von optischen
Linsen, dadurch gekennzeichnet, daß das frei rotierende oder im Achsbetrieb
rotierende Polierwerkzeug (7) mit einem quasi punktförmig arbeitenden
Abrichtwerkzeug (17) abgerichtet wird, das dabei entweder arretiert ist oder um
seine eigene Achse rotiert und, daß die Relativbewegung zwischen der aktiven
Schneidfläche des Abrichtwerkzeugs (17) und dem Polierwerkzeug (7)
entsprechend der zu erzeugenden Kontur abläuft, was durch gemeinsames und
gesteuertes Verfahren des Z-Schlittens (2) und des X-Schlittens (3) und
gegebenenfalls auch durch fortlaufende Rotation oder durch gesteuerte Rotation
des Polierwerkzeugs (7) erfolgt, wobei sich an den Abrichtvorgang der
Poliervorgang für die Linse (19) anschließt und dabei feinste, aber gezielte
Veränderungen in der Geometrie der Linse (19) durchgeführt werden und dieser
Poliervorgang entweder auf einer zweiten Maschine oder vorzugsweise auf der
erfindungsgemäßen Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine durchgeführt wird.
2. Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Grundgestell (1) ein vertikal
verfahrbarer Z-Schlitten (2) zur Aufnahme der Werkzeugspindel (6) mit dem
Polierwerkzeug (7) sowie ein horizontal verfahrbarer X-Schlitten (3) beweglich
befestigt sind und beide Schlitten über motorische Antriebe verfügen wobei an
dem X-Schlitten (3) der Schwenkkopf (10) befestigt ist, der die Werkstückspin
del (13) mit der Spannvorrichtung (16) und der Linse (19) und außerdem die
Abrichtspindel (12), mit dem Abrichtwerkzeug (17) trägt, wobei durch
gleichzeitiges und gesteuertes Verfahren des Z-Schlittens (2) und des
X-Schlittens (3) und entweder mit frei rotierender oder im Achsbetrieb
rotierender Werkzeugspindel (6) eine beliebige Bahnkurve als relative
Bewegung zwischen Polierwerkzeug (7) und dem Abrichtwerkzeug (17) erzeugt
werden kann und bei diesem Abrichtvorgang ein entsprechender Materialabtrag
an dem Polierwerkzeug (7) erzeugt wird und, daß sich nach dem Abrichten der
Schwenkkopf (10) zur anderen Seite hin schwenken läßt und sich der
Schwenkwinkel so wählen läßt, daß durch zusätzliches Verfahren des Z-
Schlittens (2) und des X-Schlittens (3) das Polieren anschließend mit
rotierendem oder vibrierendem Polierwerkzeug (7) und rotierender oder
vibrierender Linse (19) durchgeführt werden kann, wobei ein besonderes
Merkmal der erfindungsgemäßen Maschine darin besteht, daß alle
Maschinenbewegungen von einer NC-Steuerung kontrolliert und gesteuert
werden und außerdem die Lage der Spindeln vertauscht werden kann d. h. die
Werkzeugspindel (6) kann im oberen Bereich der Maschine am X-Schlitten
befestigt werden, wobei das Polierwerkzeug (7) dann nach unten zeigt, während
der Schwenkkopf (10) im unteren Bereich der Maschine so angeordnet wird, daß
die Spannvorrichtung (16) für die Linse (19) an der Werkstückspindel (13) nach
oben zeigt, was in gleichen Maße auch für das Abrichtwerkzeug (17) gilt, das an
der Abrichtspindel (12) befestigt ist.
3. Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Z-Schlitten (2) über Führungsbüchsen (4) verfügt, die in Füh
rungsholmen (5) laufen, die ihrerseits an dem Grundgestell (1) befestigt sind.
4. Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine nach Anspruch 2 und 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der X-Schlitten (3) über Führungsbüchsen (8) verfügt, die in
Führungsholmen (9) laufen, die ihrerseits an dem Grundgestell (1) befestigt
sind.
5. Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine nach Anspruch 2 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Werkzeugspindel (6) über einen Elektromotor (18) ver
fügt, der sowohl freie Rotation als auch Rotation im Achsbetrieb der
Werkzeugspindel (6) erlaubt, diese aber auch in Drehschwingungen (Vibration)
versetzen kann.
6. Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine nach Anspruch 2 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Abrichtspindel (12) über einen Elektromotor (14) verfügt,
der das Abrichtwerkzeug (17) in Rotation versetzen kann, das jedoch auch
arretierbar ist und, daß die Werkstückspindel (13) über einen Elektromotor (15)
verfügt, der die Spannvorrichtung (16) mit der Linse (19) sowohl in fortlaufende
als auch in gesteuerte Rotation versetzen kann, aber auch Drehschwingungen
(Vibration) erlaubt.
7. Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine nach Anspruch 2 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß an dem Grundgestell (1) auch ein Wasserauffangbecken (20)
befestigt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997137216 DE19737216A1 (de) | 1997-08-27 | 1997-08-27 | Verfahren zum Abrichten von Polierwerkzeugen mittels punktförmig angreifendem Werkzeug und zum Polieren von optischen Linsen sowie Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine zur Durchführung des Verfahrens |
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Publications (1)
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|---|---|
| DE19737216A1 true DE19737216A1 (de) | 1999-03-04 |
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|---|---|---|---|
| DE1997137216 Withdrawn DE19737216A1 (de) | 1997-08-27 | 1997-08-27 | Verfahren zum Abrichten von Polierwerkzeugen mittels punktförmig angreifendem Werkzeug und zum Polieren von optischen Linsen sowie Zweispindel-Polier- und Abrichtmaschine zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19737216A1 (de) |
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1997
- 1997-08-27 DE DE1997137216 patent/DE19737216A1/de not_active Withdrawn
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