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DE2659489A1 - Maschine zum fraesen asphaerischer, insbesondere torischer flaechen von optischen glaesern, beispielsweise brillenglaeser - Google Patents

Maschine zum fraesen asphaerischer, insbesondere torischer flaechen von optischen glaesern, beispielsweise brillenglaeser

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Publication number
DE2659489A1
DE2659489A1 DE19762659489 DE2659489A DE2659489A1 DE 2659489 A1 DE2659489 A1 DE 2659489A1 DE 19762659489 DE19762659489 DE 19762659489 DE 2659489 A DE2659489 A DE 2659489A DE 2659489 A1 DE2659489 A1 DE 2659489A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
workpiece
workpiece carrier
tool
carrier
cross table
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19762659489
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Carl
Jens Dipl Ing Ulrich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hittech Prontor GmbH
Original Assignee
Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH filed Critical Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH
Priority to DE19762659489 priority Critical patent/DE2659489A1/de
Publication of DE2659489A1 publication Critical patent/DE2659489A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B13/00Machines or devices designed for grinding or polishing optical surfaces on lenses or surfaces of similar shape on other work; Accessories therefor
    • B24B13/04Machines or devices designed for grinding or polishing optical surfaces on lenses or surfaces of similar shape on other work; Accessories therefor grinding of lenses involving grinding wheels controlled by gearing
    • B24B13/043Machines or devices designed for grinding or polishing optical surfaces on lenses or surfaces of similar shape on other work; Accessories therefor grinding of lenses involving grinding wheels controlled by gearing using cup-type grinding wheels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)

Description

  • Maschine zum Fräsen asphärischer, insbesondere torischer Flächen
  • von optischen Gläsern, beispielsweise Brillengläser Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Fräsen asphärischer, insbesondere torischer Flächen von vorzugsweise nach Rezeptan-Weisung als Einzelstücke anzufertigender Brillengläser, wobei als Fräswerkzeug eine motorisch antreibbare, vorzugsweise diamantbesetzte Topfscheibe und als Werkstückaufnahme bzw. -träger ein Teil dient, mit Hilfe dessen das Werkstück beim Bearbeitungavorgang auf einer vorbestimmbaren Bewegungsbahn am rotierenden Werkzeug vorbeiführbar ist.
  • Maschinen zur Herstellung von Brillengläsern mit konkav-torischer bzw. konvex-torischer Oberfläche sind bereits in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt geworden. Alle arbeiten sie mehr oder weniger nach dem gleichen Prinzip, wonach beim Bearbeitungsvorgang entweder das Werkstück auf einer kreisbogenförmigen Bewegungsbahn an der Schneidlippe eines rotierenden Topffräsers oder umgekehrt das rotierende Werkzeug am ortsfest gehaltenen Werkstück vorbeigefahren wird. Die optische Achse der zu erzeugenden Torusfläche bleibt, betrachtet man Jenen Fall, der die ortsfeste Halterung des Werkzeugs vorsieht, stets auf den Mittelpunkt der Kreisbahn ausgerichtet, wobei dieser Mittelpunkt nicht unbedingt auf der Rotationsachse der das Werkzeug tragenden Spindel zu liegen braucht. Auf diese Weise entsteht am Werkstück eine Torusform, dessen in der Bewegungsebene liegender Radius r,t dem Abstand zwischen Werkzeug-Schneidlippe und Drehmittelpunkt entspricht und dessen senkrecht dazu verlaufende Erimmungaform rmer der elliptischen Schrägpro#ektion des Werkzeugdurchmessers gleicht.
  • Was die Führung des Werkstücks bzw. des Werkzeugs auf der auffr###o#rU# erwähnten kreisförmigen Bewegungsbahn anlangt, so hat man sich bei der konstruktiven Gestaltung der bekannten Maschinen unterschiedlicher Mittel bedient. Bekannt ist z.B. eine Maschine, bei der der Mittelpunkt der Kreisbahn als Lagerachse körperlich vorhanden ist. Um diese Lagerachse wiederum ist ein der Führung des Werkstücks oder des Werkzeugs dienender Tragarm schwenkbar angeordnet, wobei die Relativlage der Drehachse vermittels Einstellmittel sowohl in Quer- als auch in Axialrichtung des Tragarms veränderbar ist. Als Einstellvorrichtungen für diesen Zweck finden meist durch Spindelvorschub betätigbare Supporte Anwendung. Sie ermöglichen die Veränderung sowohl der elliptischen Schrägprojektion des Werkzeugdurchmessers rmer als auch des Abstands des Schwenkpunkts von der Werkzeuglippe rrot. Wenngleich mit der als körperlich vorhandenen Lagerachse als Mittelpunkt sowie unter Zuhilfenahme des um diesen Mittelpunkt bewegbaren Schwenkarms eine frei zügige Einstellbarkeit auf die Radien innerhalb eines begrenzten Arbeitsbereichs gegeben ist, so haftet dieser bekannten Anordnung dennoch der Nachteil an, daß der Einstell-und damit der Arbeitsbereich der Fräsmaschine durch die Länge des Schwenkarms festgelegt ist. Mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies, daß auf einer sich des vorbeschriebenen Führungsprin zips bedienenden Maschine nur solche Werkstücke bearbeitet werden können, deren Radienbereich innerhalb des begrenzten Einstellbereichs des im praktischen Anwendungsfall nicht beliebig lang ausführbaren Schwenkarms liegt.
  • In Erkenntnis dieses dem vorstehenden Führungsprinzip anhaftenden Mangels hat man auch schon eine Maschine entwickelt und gebaut, bei der man zum Führen des Werkstücks bzw. des Werkzeugs der zu bildenden Torusfläche entsprechende Schablonen sowie diese abtastende Etellglieder verwendet hat.
  • Wohl können bei dieser bekannten Maschine die Bahnbewegungen so gesteuert werden, daß im Verlaufe der Spanabnahme die gleichen Relativbewegungen zwischen Werkstück und Werkzeug entstehen, wie sie bei einem möglichst kurzen oder einem sehr langen, im Grenzfall sogar einem unendlich langen Schwenkarm entstehen würden. Nachteilig wiederum an dieser bekannten Bahnführung ist, daß für jede mit der Fräsmaschine anzufertigende Radienkombination einer Torusfläche ein spezieller Schablonensatz verfügbar sein muß. Fehlt ein solcher muß er erst erstellt oder aber auf den Einsatz der Maschine verzichtet werden. Die bekannte Maschine setzt daher, sofern ihre generelle und stetige Nutzung gewährleistet sein soll, die Bereitstellung baw, Lagerhaltung von Schablonen für alle gängigen wie auch für die weniger in Betracht kommen den Radienkombinationen voraus #ie der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, einerseits die den bekannten Maschinen der eingangs erwähnten Gattung anhaftenden Nachteile zu vermeiden und andererseits eine Anordnung zu schaffen, die sich durch eine besondere Freizügigkeit hinsichtlich Auswahl und Einsteuerung von Krümmungeradien von torischen Flächen, ferner dadurch auszeichnet, daß der bei Verwendung von Topf scheiben zum Bearbeiten optischer Gläser unvermeidbare Ellipsenfehler auf eine Dimension zurückgeführt wird, die keine nennenswerte zeitraubende Nacharbeit mehr beansprucht.
  • Zur Lösung dieses Problems wird erfindungsgemäß sorgeßchlagen9 daß der Werkstückträger auf einem an sich bekannten Kreuztisch angeordnet ist, dessen in einem X- und #-Koordinatensystem linear beweglich geführt#Schlitten vermittels steuerbarer Vorschubeinrichtungen fortschaltbar sind und daß der Werkstückträger um eine zum X- und Y-Koordinatensystem normal gerichtete Achse dreh bar gelagert sowie vermittels einer ansteuerbaren Stellvorricbtung derart fortbewegbar ist, daß jedem X- Y-Koordinatenpunkt eine spezielle, auf das Werkzeug bezogene Winkelstellung des Werkstückträgers zugeordnet ist. Ein besonderer Vorteil dieser Anordnung liegt darin begründet, daß sie unter Verzicht auf eine aufwendige und kostspielige Kopiereinrichtung sowie Bereitstellung und Lagerhaltung von Schablonen odgl. die Bearbeitung auch solcher optischer Linsen, Gläser udgl. ermöglicht, die mit aus dem Rahmen des üblichen fallenden torischen oder irgendwie anders geformt#nOberflächen zu versehen sind. Damit wiederum konnten die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, die einen universellen Einsatz der Fräsmaschine, wie er insbesondere von Rezeptwerkstätten lange schon gefordert wird, gewährleisten.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird darin gesehen, daß der Antrieb der Schlitten des Kreuztisches sowie die inkrementale Winkelverstellung des Werkstückträgers auf dem Kreuztisch durch Schrittmotoren erfolgt, die mit Hilfe einer an sich bekannten NC-Steuerung ansteuerbar sind. Damit kann Jede beliebige geometrische Form einer erwünschten Fräsfläche unter genauester Einhaltung der Bahnbewegung des Werkstückträgers in die Maschine eingegeben werden. Mit der Anwendung von Schrittmotoren einhergehende Vorteile sind ferner darin zu sehen, daß sie Kenntnis von dem zurückgelegten Weg aufgrund der mitgezählten Schritte geben, außerdem stets eine informative Aussage über die genaue Relativlage der Schneidlippe am Werkzeug vermitteln.
  • In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung wird ferner vorgeschlagen, daß zur Steuerung der Schrittmotoren ein an sich bekannter, an die Maschine angeschlossener Rechner dient. Die Anwendung eines der Dateneingabe dienenden Rechners bringt den beachtenswerten Vorteil mit sich, daß er auftretende Abmutzungserscheinungen an der Schneidlippe des Topfwerkzeugs zu berücksichtigen und auch selbsttätig zu korrigieren vermag, womit wiederum erreicht werden konnte, daß die Werkzeuge bei Vermeidung häufigen Wechsels auch nach längerer Gebrauchsdauer noch in der Lage sind exakte Arbeiteergebnisse zu liefern. St Besonders günstige Verhältnisse in baulicher wie auch in funktioneller Hinsicht lassen sich mit der erfindungsgemäßen Koordinatensteuerung dadurch erreichen, daß die Schlitten des Xreuztisches über je eine mit dem Schrittmotor in Treibverbindung stehende Gewindespindel und Spindelmutter antreibbar sind, während die Drehung des Werkstückträgers über ein mit einem Schrittmotor in Antriebsverbindung stehenden Schneckentrieb erfolgt.
  • Um möglichst kurze Rüstzeiten, wie sie die Bestückung des Werkstückträgers mit Rohlingen erfordert, zu erzielen ist vorgesehen, daß der Werkstückträger mittels einer Schnell spannvorrichtung; mit der Achse des Kreuztisches auf Drehmitnahme lösbar verbunden und gegen-einen Werkstückträger gleicher Ausführung auswechselbar ist. Die Bedeutung dieser Maßnahme ist umso höher einzuschätzen, wenn man berücksichtigt, daß die erfindungsgemäße Fräsmaschine hsuptsächlich fiir die Einzelfertigung von Brillengläsern vorgesehen ist, die mit torischer Oberfläche nach Daten einer Rezeptanweisung auszustatten sind.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist ferner vorgesehen, daß die Maschine über zwei Arbeitsstationen mit Je einer auf einer Werkzeugspindel angeordneten Topf scheibe verfügt, welche hinsichtlich Durchmesser unterschiedlich groß ausgeführt sind.
  • Aufgrund dieser Anordnung können beim Fräsen mit Topfwerkzeugen entstehende elliptische Fehler durch Auswahl des günstigsten Werkzeugs auf einfache Weise dadurch minimiert werden, daß der der Koordinatensteuerung dienende Rechner selbst die im Ergebnis zu dem minimalsten Ellipsenfehler führende Arbeitsstation ansteuert. Außerdem ist es möglich, auch sehr kleine Radien, welche auch einen kleinen Werkzeugdurchmesser beanspruchen, ohne Umbau der Maschine zu bearbeiten, wobei ebenfalls die Auswahl der richtigen Werkzeuge selbsttätig durch den Rechner erfolgen kann. Schließlich besteht auch noch die Möglichkeit, die Werkzeugspindeln der Fräsmaschine mit Diamantwerkzeugen verschiedener Korngröße auszurüsten, um bei erwünschter großer Zerspanung mit einem groben Werkzeug vorzufräsen und mit einem feinkörnigeren Werkzeug nachzufräsen. Diese Anordnung ermöglicht auch die Bearbeitung von Werkstücken aus Silikat-Glas oder Kunststoff in beliebiger Folge auf ein und derselben Maschine ohne vorausgehende Umrüstung.
  • Einzelheiten der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigt: Fig.1 eine Draufsicht auf die sowohl für die Bearbeitung innentorischer (konkaver) als auch außentorischer (konvexer) Brillengläser geeignete sowie numerisch gesteuerte Fräsmaschine, Fig.2 die Maschine in Seitenansicht, Fig.3 eine Darstellung der geometrischen Verhältnisse beim Fräsvorgang am Beispiel eines mit innentorischer (konkaver) Fläche zu versehenden Werkstücks, Fig.3a eine perspektivische Projektion des Werkzeugs insel. Werkstück gemäß der in Fig.3 angedeuteten Pfeilrichtung, Fig.4 Werkzeug und Werkstück in einer auf Fig.3 bezogenen fortgeschrittenen Arbeitsphase, Fig.5 die zwischen Werkzeug und Werkstück vorherrschenden geometrischen Verhältnisse bei Bearbeitung eines Werkstücks mit einer außentorischen (konvexer) Fläche und schließlich Fig.6 in andeutungsweiser Darstellung den weiten Bereich erzielbarer Torustlächen mit extrem kleinen und extrem großen Krümmungsradien.
  • In Fig.1 und 2 ist ein vorzugsweise Gehäuseform aufweisendes und damit weitgehend verwindungssteifes Grundgestell einer im gezeig~ ten Ausführungsbeispiel als Tischgerät ausgeführten Maschine bezeichnet. Auf der als einheitliche Ebene ausgebildeten Tragfläche des Grundgestells 1 ist ein Spindelgehäuse 2 angeordnet, das im Ausführungsbeispiel der drehbaren Lagerung zweier nebeneinander angeordneter Werkzeugspindeln 3 und 4 dient. Wenngleich mit der Anordnung zweier Werkzeugspindeln Vorteile, insbesondere hinsicht; lich Minimierung des sogenannten Ellipsenfehlers bei der Bearbei tung und Bildung von Torusflächen erzielbar sind, so ist die Doppelanordnung für den prinzipiellen Aufbau der Maschine sowie deren Arbeitsweise keineswegs unver#ichtbare Voraussetzung, da die vorteilhaften, von des Maschine erwarteten Wirkungen sich auch schon bei Anordnung von nur einer einzigen Werkzeugspindel einstellen. Angetrieben werden die Werkzeugspindeln 3 und 4 durch einen Elektromotor 5, der im Innern des Spindelgehäuses 2 angeordnet und vorzugsweise über jeweils einen Riementrieb 6, 7, 8 mit beiden Werkzeugspindeln 3 und 4 in Treibverbindung Egebibacht ist, Auf beiden Werkzeugspindeln 3 und 4 drehfest angeordnet ist ein Schleif- bzw. Fräswerkzeug 9 bzw0 10. Beide Werkzeuge sind vorzugsweise als Topfecheibe -ausgebildet, ferner mit einer diamantbesetzten Schneidlippe versehen sowie zur Erzielung optimaler Einsstzmöglichkeiten hinsichtlich Durchmesser unterschiedlich groß ausgeführt. Jede der beiden Werkzeugspindeln 3 bzw. 4 ein~ schließlich Topfscheibe 9 bzw. 10 ist Hauptbestandteil einer Arbeitsstation A bzw. Be Einer dieser Stationen wird das zur Bearbeitung anstehende Werkstück, veranlaßt durch Befehl bzw.
  • Steuerimpule eines nachstehend noch näher erläuterten Steuergeräts, das beispielsweise als ein an die Maschine angeschlossener Rechner 11 odgl. ausgeführt sein kann, wahlweise zugeführt, und zwar immer abhängig von bestimmten Kriterien der zu erzeugen den Torusfläche. Dies etwa in der Weise, daß Werkstücke, die mit einer Innen- oder Außen-Torusfläche zu versehen sind, deren meridianer Krümmungsradius rmer innerhalb eines bestimmten Radienbereichs liegt, der Arbeitastation A mit der großen Topfecheibe und alle anderen Werkstücke, die eine Torusfläche mit einem außerhalb dieses Bereichs liegenden meridianen Krümmungsradius erhalten sollten, der anderen Arbeitsstation B zugeführt werden.
  • Zweck dieser Maßnahme ist es vor allem, den beim Fräsvorgang mit Topfscheiben der dargestellten Art aufgrund der Schrägprojektion dieser Scheibe beim Arbeitseinsatz nicht völlig zu vermeidenden, sogenannte Ellipsenfehler auf eine Dimension zurückzuführen, die zeitraubende Nacharbeit vor oder beim Polieren der gefrästen Fläche vermeidet.
  • Mit 13 und 14 sind in der Zeichnung zueinander parallel sowie zu den Werkzeugspindeln 3 und 4 rechtwinklig verlaufende Führung organe, wie Schienen, Profilstangen odgl. bezeichnet, welche an der Oberseite eines auf das Grundgestell 1 aufgesetzten Kastens 15 angeordnet sind und sich über dessen Länge ausdehnen. Die Schienen 13 und 14 dienen der gleitbaren Führung eines vorzugsweise als Tragplatte ausgeführten Schlittens 16, auf dem weitere Führungsschienen 17 und 18 mit rechtwinkliger Zuordnung zu den vorerwähnten Führungsorganen ausgebildet bzw. angeordnet sind.
  • Auf den Schienen 17 und 18 gleitbar geführt ist ein weiterer, vorzugsweise ebenfalls als Kasten ausgebildeter Schlitten 19, der ebenso wie der Schlitten 16 Bestandteil eines in 1- und Y-Koordinatenrichtung verfahrbaren sogenannten Kreuztisches 16, 19 ist. Da an die Schlitten 16 und 19 im praktischen Anwendungsfall hohe Anforderungen in Bezug auf exakte Bahnbewegung bzw. führung gestellt werden, empfiehlt sich die Ausstattung der Maschine mit an sich bekannten Wälzkörperführungen, bei denen durch Vorspannung Stick-Slipn-Freiheit bei gleichzeitiger Freiheit von Führung spiel gewährleistet ist. Zum Verfahren des jeweiligen, dem Kreuztisch angehörenden Schlittens 16 bzw. 19 können vorzugsweise Schrittmotoren 20 und 21 vorgesehen sein, während zum Zwecke der Ubertragung der die Fortbewegung des jeweiligen Schlittens 16 bzw. 19 bewirkenden motorischen Antriebskräfte sogenannte Kugelumlaufepindeln 22 und 23 Anwendung finden können. Derartige Kraftübertragungsorgane sind aufgrund ihrer Leichtgängigkeit, insbesondere aber ihrem hohen Grad an Spielfreiheit wegen besonders geeignet für den Antrieb der Schlitten 16 und 19 des Kreuztisches. Die Spindeln als solche können zu dem vorgenannten Zweck in der für sie herkömmlichen Weise gelagert und, wie nicht weiter dargestellt, in der für Kugelumlaufapindeln eigenen Art mit dem jeweiligen Schlitten in Wirkungsverbindung gebracht sein. Die Übertragung der Motorantriebskraft auf die Kugelumlaufspindel 22 bzw. 23 kann, wie in Fig.1 und 2 dargestellt, unter Zuhilfenahme eines möglichst schlupffreien Riemen- oder aber Kettentriebes 24 bzw. 25 erfolgen. Soweit die Konstruktion der Maschine den Verzicht auf diesen Zwischentrieb zuläßt oder sogar vorschreibt, kann der motorische Antrieb direkt auf die Kugelumlaufspindel 22 bzw.
  • 23 eingeleitet werden. Wenn dies geschieht, bzw. der Motor 20 die Spindel 22 antreibt, führt der Schlitten 16 eine Bewegung in der X-Komponente des Koordinatensystems aus, während im Falle des Antriebs der Spindel 23 der Schlitten 19 eine Fortbewegung in der quer zur X-Koordinate gerichteten Y-Koordinatenrichtung erfährt.
  • Beide Bewegungsabläufe können einander so überlagert sein, daß jedem Bewegungsschritt in der X-Koordinatenrichtung ein solcher in der #-Koordinatenrichtung folgt oder umgekehrt. Schließlich ist die Bewegung des Schlittens in der einen oder anderen Richtung immer abhängig von der Drehrichtung, mit der der jeweilige Schrittmotor 20 bzw. 21 umläuft. Auf die vorstehende Weise angetrieben, lassen sich mit dem Kreuztisch 16, 19 Bahnbewegungen beliebigen Verlaufs darstellen und auch solche Bewegungsabläufe nachvollziehen, wie sie beispielsweise bei Maschinen zur Herstellung von Linsen, Gläsern odgl. mit torischer Oberfläche bisher unter Zuhilfenahme von Hebelführungen, Schablonen oder andersartiger Hilfsmittel zum Steuern der Bahnbewegungen erzielbar sind.
  • Die Koordinatenbewegungen des Werkstückträgers 28 in X- und Y-Richtung sind für die Herstellung einer Torusfläche mit der vorbeschriebenen Einrichtung allein noch nicht ausreichend, da der Träger zur Einhaltung bestimmter geometrischer Voraussetzungen stets eine exakte, auf das Werkzeug 9 bzw. 10 bzw. dessen Schneidlippe 9a bzw. 10a ausgerichtete Winkelstellung einzunehmen hat.
  • So ist die Torusfläche nur unter der Bedingung erzielbar, wenn der das Werkstück am Werkzeug vorbeiführende Träger in jedem X- r-Koordinatenpunkt eine solche Relativlage einnimmt, wie sie.
  • dem Werkstück vermittelt würde, wenn es, wie von einer herkömmlichen Fräsmaschine bekannt, von einer zapfengelagerten sowie drehbeweglichen Hebelführung gehalten, auf einer kreisförmigen Bewegungsbahn am rotierenden Werkzeug vorbeigeführt würde. Zu diesem Zweck ist auf dem vorzpgsweise Gehäuseform aufweisenden Schlitten 16 des Kreuztische mit Hilfe einer Drehscheibe 26 sowie einer normal zu den Bewegungsebenen des Kreuztisches gerichteten Achse 27 ein Teil 28 drehbeweglich gelagert. Dieser dient der Aufnahme, Halterung und Führung von Werkstücken 30, z.B. Rohlingen zur Herstellung von Brillengläsern. Hierzu ist der mittels einer nicht weiter veranschaulichten Schnellspannvorrichtung drehfest sowie lösbar mit der Drehachse 27 verbindbare Werkstückträger 28, wie insbesondere deutlich aus den Fig.1 und 2 ersichtlich, vorzugsweise als Prisma mit quadratischer Grundfläche ausgebildet, dessen Grundflächenmitte zugleich Drehmittelpunkt P ist. Die jeweilige der vier vorhandenen Seitenflächen 28a des Trägers 28 ist mit je einer Aufnahmeöffnung 31 ausgestattet. Alle diese Öffnungen sind zweckmäßigerweise für den Einsatz eines zylindrischen Blocks geeignet. Auf diesen ist zuvor der zu bearbeitende Brillenglas-Rohling befestigt, d.h.
  • aufgekittet worden. Wartezeiten, die sich zwangsläufig aus einer vorzubereitenden Bestückung des Werkstückträgers 28 mit einem oder mehreren Rohlingen ergeben würden, lassen sich auf einfache Weise dadurch vermeiden, wenn man für die Maschine mehr als nur einen einzigen Werkstückträger 28, und zwar wenigstens einen zweiten Träger bereithält. Ein mit fertigbearbeiteten Werkstücken bestückter Träger 28 ist auf diese Weise mit einem Minimum an Zeitaufwand gegen einen anderen, mit noch zu bearbeitenden Rohlingen besetzten Träger 28 auswechselbar.
  • Wie vorstehend bereits angedeutet, hat der Werkstückträger 28 zur Bildung von Torusflächen, und zwar sowohl von solchen mit einer negativ-torischen als auch solchen mit einer positivtorischen Flache während der Arbeitsbewegung, ausgehend von einem Bezugs- bzw. Nullpunkt suPer den Fortschaltbewegungen in X- und #-Koordinatenrichtung zusätzliche in.krementale Drehbewegungen um die Achse 27 auszuführen. Diese schrittweisen, sich addierenden Drehbewegungen sind deswegen erforderlich, weil das in schräger Position am rotierenden Werkzeug 9 bzw.
  • 10 auf kreisförmiger Bahn vorbeibewegte Werkstück 30 in jedem X- #-Koordinatenpunkt eine spezielle, auf das Werkzeug bezogene, in den Fig.3 bis 5 mit 1!S bezeichnete Winkelstellung einnimmt Zur Erzielung dieses Effekts ist für den Werkstückträger 28 ein Drehantrieb vorgesehen, der im wesentlichen aus einem Schrittmotor 33 und einem mit einem Antriebsritzel 34 in Ein griff stehenden Schneckentrieb 35, 36 besteht. Mit dem Werkstückträger 28 und dem Schneckenrad 36 drehfest verbunden ist die gegen axiale Verschiebung im Gehäuse des Schlittens 18 gesichert gelagerte Drehachse 27 Was im einzelnen die Bahnsteuerung des Krauztisches 16, 19 sowie die zusstzliche Drehverstellung des auf diesen dreh beweglich gelagerten Werkstückträgers 28 angeht, so ist vor gesehen, daß man sich zu diesem Zweck d.h0 zur Steuerung der Schrittmotoren 20, 21 und 33 einer an sich bekannten NO-Steuerung bedient Hierzu kann beispielsweise ein handelsüblicher Ttschrechner 11 Anwendung finden, der über einen besonderen Steuerteil in stetiger Folge Befehle erteilt bzw.
  • Schaltimpulse vermittelt, die die Schrittmotoren kurzfristig an Spannung legen und diese damit zur Ausführung bestimmter, der Daten- oder aber der Programmeingabe des Rechners 11 entsprechenden Schalt schritten veranlassen. Eine Realisierung einer derartigen Bahnsteuerung kann darin gesehen werden, daß man jedem Schrittmotor 20 bzw. 21 bzw, 33 einen nicht weiter veranschaulichten Vorwahlschalter und Zähler zuordnet, der die aufgrund des Steuerbefehls vom Schrittmotor auszuführenden Schaltschritte mitzählt. Im übrigen kann die Anordnung noch so getroffen sein, daR sämtliche Schrittmotoren 20, 21 und 33 einen gemeinsamen Takt besitzen, wobei zu jedem Zeitpunkt entschieden wird, welcher der Motoren einen bzw. mehrere Schaltschritte auszuführen hat und weicher nicht. Die numerische Steuerung als solche kann, wie vorstehend bereits angedeutet, durch Dateneingabe von Hand in den Tischrechner 11 erfolgen oder aber durch Informationsträger in Form von Spur-Lochstreifen. Gegenüber der vorprogrammierten Lochstreifeneingabe hat die direkte Einsteuerung von Hand in den Tischrechner 11 den Vorteil, daß sie den Verzicht auf elektronische Speichereinrichtungen ermöglicht, weshalb man diesem Verfahren der Dateneingabe immer dort den Vorzug geben wird, wo ein Verzicht auf automatisierte Arbeitsabläufe angebracht erscheint. Ein solcher Anwendungsfall liegt insbesondere bei der Herstellung von Brillengläsern nach Rezeptanweisung vor. Bekanntlich unterscheidet sich die Herstellung von Brillengläsern in Rezeptwerkstätten von der Serienfertigung grundlegend dadurch, daß normalerweise jedes der anzufertigenden Brillengläser sich vom andern unterscheidet, somit also die für den Arbeitsprozeß wichtigen Daten jeweils vor der Bearbeitung des Brillenglases in die Maschine einzusteuern sind. Deswegen ist ein wichtiges Kriterium für eine rationelle Fertigung von Brillengläsern in Rezeptwerkstätten darin zu sehen, daß durch die Anwendung beispielsweise eines handelsüblichen Tischrechners Vorkehrungen dahingehend getroffen sind, die eine freizügige Einsteuerung der Rezeptdaten bei minimalem Zeitaufwand ermöglichen.
  • Voraussetzung für die vorbeschriebene numerisch gesteuerte Maschine ist, daß sie eine Nullpunktverschiebung besitzt, die eine Ausrichtung des zu bearbeitenden Werkstücks 30 auf einen Koordinaten-Ausgangspunkt ermöglicht, der sodann als dem Bearbeitungsprogramm zugrundeliegend zu betrachten ist. Zur Festlegung der tatsächlichen Bahnbewegung des Werkstückträgers 28 kann eine Nullpunkt-Markierung vorhanden sein, und zwar getrennt für die X- und X-Koordinaten ebenso wie für die Drehwinkelverstellung. Die Bestimmung des Koordinaten-Nullpunkts kann beispielsweise durch zwei magnetische Fühlerelemente erfolgen, wobei davon auszugehen ist, daß der Null- bzw. Ausgangspunkt für die Bearbeitung des Werkstücks 30 denn erreicht ist, wenn beide Fühlerelemente gleichzeitig ansprechen. Zur Übernahme der Rechnerbefehle, die Interpretation und Weiterleitung an die Motorsteuerungen könnte such ein Mikroprozessor-System Anwendung finden. Ein solches System könnte als vorteilhaft insofern angesehen werden als es leicht an den Rechner 11 anzupassen und gegebenenfalls durch Ergänzung von Display und Rechenprogramm zu einem selbständigen System erweitert werden kann.
  • Wie an sich schon dargelegt, dient die vorstehend in ihrem prinzipiellen Aufbau näher umschriebene Maschine, die sowohl als Standmaschine wie auch als Tischgerät ausgeführt sein kann, insbesondere der Bearbeitung von für die Brillenglasanfertigung geeigneten Preßlingen, insbesondere solchen mit torischer Innen-oder Außenfläche. Zur Erzielung derartiger Flächen ist das in die Aufnahme 31 des Werkstückträgers 28 auf einer bogenförmigen, meist kreisförmigen Bahnbewegung bei gleichzeitiger digitalinkrementaler Winkelverstellung an einem der rotierenden Werkzeuge 9 bzw. 10 entlangzufahren. Dabei sind die vom Werkstückträger 28 auszuführenden schrittweisen Drehbewegungen auf die Vorschubbewegungen des Kreuztisches 16, 19 in X- und Y-Koordinatenrichtung so aufeinander abgestimmt, daß der Werkstückträger 28 über den gesamten Bewegungsablauf in jedem Punkt eine Winkelstellung Y einnimmt, in der die optische Achse des Werkstücks 30 stets durch den Mittelpunkt M1 der vom Werkstückträger 28 während des Arbeitsprozesses zurückgelegten Kreisbahn verläuft. Hierbei ist jedoch der Mittelpunkt M1 nicht als körperlich ausgeführte Lagerachse sondern nur als ideelle Achse vorhanden. Die kreisförmige Bahnbewegung kommt dabei dadurch zustande, daß die Schlitten 16 und 19 des Kreuztisches, angetrieben durch die Schrittmotoren 20 und 21, in zeitlich wechselnder Folge Vorschubbewegungen in X- und Y-Richtung den als Koordinatensystem ausgebildeten Führungsorganen 13, 14 bzw. 17, 18 ausführen. Ebenso wiVevdfier Kreuztisch nimmt der drehbeweglich auf ihm sitzende Werkstückträger 28 an der Bahnbewegung teil. Der Werkstückträger 28 ist somit nicht mehr abhängig von einer Drehmittelpunktführung bzw.
  • an die Einhaltung bestimmter, im durchführbaren Bereich einer Hebelführung odgl. liegender Radien gebunden. Der besondere Vorteil einer numerisch steuerbaren Maschine zum Bearbeiten von optischen Gläsern, deren Werkstückträger 28 in einem X- Y-Koordinatensystem geführt und inkremental-drehbeweglich auf diesem angeordnet ist, liegt vor allem in der theoretisch unbeschränkt bestimmbaren Auswahl des Drehmittelpunkts der vom Werkstückträger 28 beim Fräsvorgang, und zwar sowohl beim Fräsen von konkaven als auch konvexen Flachen zu vollziehenden kreisförmigen Bewegungsbahn begründet. Ihre praktische Begrenzung erfährt die Mittelpunktlage der Bahnbewegung bei sehr kleinen Radien durch den Durchmesser des zum Einsatz kommenden Werkzeugs 9 bzw. 10, während andererseits die Erzeugung von Planflächen auf Preßlingen mit unendlich großem Radius möglich ist.
  • Anhand der in den Fig.3, 3a, 4 und 5 veranschaulichten geometrischen Verhältnissen soll nachstehend der Bewegungsablauf eines Werkstücks 30 zur Bildung einer konkav-torischen (negativtorischen) sowie zur Erzeugung einer konvex-torischen (positivtorischen) Oberfläche kurz erläutert, zuvor jedoch die in diesen Darstellungen benutzten Kurzbezeichnungen hinsichtlich ihrer geometrischen Bestimmung erklärt werden. Es bedeuten: N = Rotationsachse des Werkzeugs 9 bzw. 10 r, = Werkzeugradius r1 ' Schleif- bzw. Fräsradius einer torisch konkaven bzw.
  • torisch konvexen Oberfläche in der Zeichenebene r2 = Schleif- bzw. Fräsradius der zu bildenden torischen Oberfläche senkrecht zur Zeichenebene d ~ W#rkstückdurchmesser P = Dreh- und geometrischer Mittelpunkt des Werkstückträgers 28 M1 = Mittelpunkt des Schleif- bzw. Frcisradius r1 M2 = Mittelpunkt des Schleif- bzw. Fräsradius r2 0 = Der durch Ein#rif£ der Werkzeug-Schneidlippe in das gif rkstack gebildetete Abtragungspunkt 1 = Distanz des Abtragungspunkts 0 vom Dreh- und Mittelpunkt P des Werkstückträgers 28 x = Bewegungskomponente des Punktes P quer zur Rotationsachse N Y r Gleichgerichtete Bewegungskomponente des Punktes P zur Rotationsachse N = = Der sich über die Ablaufbewegung des Werkstückträgers 28 ständig ändernde Winkel, den die optische Achse des Werkstücks mit der der Y Komponente des Koordinatensystems einschließt = = Konstanter Winkel zwischen Rotationsachse N und der die beiden geometrischen Punkte M2 und 0 verbindenden Linie bzw. Einstellwinkel zur Bestimmung der Zylinderkurve a = Kreisförmige Bahnbewegung des Punktes P Wie vorstehend bereits dargelegt, soll die Steuerung durch den Rechner 11 dahingehend ausgelegt sein, daß der motorisch antreibbare Werkstückträger 28 entsprechend der Eingabedaten vor Beginn des eigentlichen Arbeitsprozesses eine der beiden Arbeitsstationen A oder B anfährt. Nach den vorgegebenen Auswahlkriterien wird es immer jene Station sein, die als Ausstattung ein Werkzeug 9 bzw. 10 aufweist, welches die günstigsten Voraussetzungen zur Bildung einer mit dem geringsten Ellipsenfehler behafteten Torusfläche erfüllt. Aufgrund der zuvor eingegebenen Daten kann die diesbezügliche Auswahl der Arbeitsstation A oder B dem Rechner 11 ebenso überlassen bleiben, wie die Anlaufbewegung des Werkstückträgers 28 in jene Ausgangsposition, die mit dem Null-bzw. Ausgangspunkt für die Bearbeitung des Werkstücks 30 identisch ist. Hat der Träger 28 diese erreicht,setzt die der Bearbeitung des Werkstücks 30 dienende, ebenfalls rechnergesteuerte Vorschubbewegung ein. Dabei wird der Drehmittelpunkt P des Werkstückträgers 28, wie in Fig.3 und 4 veranschaulicht, auf einer kreisförmigen Bewegungsbahn a mit dem ideellen Mittelpunkt M1 am Werkzeug 9 bzw. 10 vorbeigefahren, wobei dessen Schneidlippe am Werkstück 30 eingreifend im Punkt O Material abträgt. Im Verlaufe der Arbeitsbewegung, an der charakteristisch ist, daß die Schlitten 16 und 19 des Kreuztisches ständig monotone rechnergesteuerte Schrittbewegungen in X- und Y-Richtung ausführen, welche ihrerseits noch durch zusätzliche inkrementale Drehbewegungen des Werkstückträgers 28 um die Achse 27 überlagert sind, wird am Werkstück 30 eine Toruafläche mit einem in der Bewegungsebene liegenden Krümmungsradius r1 sowie einem weiteren senkrecht zu dieser Ebene verlaufenden Krümmungsradius r2 gebildet. Im Gegensatz zum Krümmungsradius r1 (Basiskurve), dessen Mittelpunkt M1 bei Erzeugung einer Torusfläche stets eine Relativlage neben der Rotationsachse N des Werkzeugs einnimmt, liegt der Mittelpunkt k des meridianen Krümmungsradius r2 (Zylinderkurve) immer auf dieser Achse. Während der Winkel .' größenmäßig abhängig ist vom Durchmesser bzw. Radius rg des zum Einsatz kommenden Werkzeugs 9 bzw. 10 und daher unverändert bleibt, erfährt der Winkel 'f , der gleichbedeutend mit der Neigung der optischen Achse des Werkstücks 30 zur Y-Komponente des X- Y-Koordinatensystems ist, im Verlaufe der Bahnbewegung des Punktes P eine monotone Veränderung.
  • Dies in der Weise, daß jedem vom Drehmittelpunkt P des Werkstückträgers 28 erreichten X- und Y-Koordinatenpunkt einen Winkel tp bestimmter Größe zugeordnet ist. Die Veränderung des Winkels /-resultiert aus inkrementalen Drehbewegungen des Werkstückträgers 28 um die mit dem Punkt P identische Achse 27. Wie aus Fig.3 ersichtlich, erfährt der Winkel f bei Bildung einer Innentorusfläche, ausgehend vom Nullpunkt eine stetige Verringerung, um z.B. im Koordinatenpunkt P' die Größe r ' zu erreichen. Sobald der Werkstückträger 28 die ihm vorgegebene kreisförmige Bahnbewegung a beendet hat, fahren die beiden Schlitten 16 und 19 des Kreuztisches auf einer ebenfalls vermittels entsprechender Daten in den Rechner 11 eingegebenen Bahnbewegung wieder auf ihre durch den Nullpunkt fixierte Ausgangsposition zurück. In der weiteren Funktionsfolge wird der Werkstückträger 28 zunächst weitergeschaltet, d.h. um einen Winkelbetrag von 900 um die Normalachse 27 gedreht, womit der nächste, für die Bearbeitung vorgesehene Rohling in die für den Beginn des Arbeitsprozesses geeignete Bezugsposition gebracht wurde.
  • Bei der Bearbeitung einer Außentorusfläche gemäß Fig.5 liegen die gleichen geometrischen Bedingungen vor wie bei Erzeugung einer Innentorusfläche, nur mit dem Unterschied, daß sowohl der ideelle Mittelpunkt M1 als auch der ideelle Mittelpunkt M2 auf der der Schneidlippe 9a bzw. 10a des Werkzeugs 9 bzw. 10 zugekehrten Seite liegen. Außerdem führt der Werkstückträger 28 im Verlaufe der Vorschubbewegung auf der kreisförmigen Bewegungsbahn mit dem ideellen Mittelpunkt M1 und dem Radius r1 bezogen auf den Drehmittelpunkt P inkrementale Drehbewegungen entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn aus.
  • Eine weitere Möglichkeit der Steuerung der Bahnbewegung des Werkzeugträgers 28 könnte darin gesehen werden, daß man zur Erzielung schrittweiser oder stufenloser monotoner Fortschaltbewegungen der Schlitten 16 und 19 des Kreuztisches je ein eine Koordinatenbewegung in X-Richtung und eine weitere Koordinatenbewegung in Y-Richtung bewirkendes Bahnführungslineal odgl. anwendet. Die Anordnung der beiden, die Schlitten des Kreuztisches und damit den Werkstückträger 28 führenden Lineale könnten hinsichtlich des X- Y-Koordinatensystems derart einstellbar getroffen sein, daß Veränderungen und Anpassungen der Fortbewegung der Schlitten an die zu bildende Torusfläche durchführbar sind.

Claims (1)

  1. Pat entansp rüche 0~~ schine zum Fräsen asphärischer, insbesondere torischer Flachen von vorzugsweise nach Rezeptanweisung als Einzelstücke anzufertigender Brillengläser, wobei als Fräswerkzeug eine motorisch antreibbare, vorzugsweise diamantbesetzte Topfscheibe und als Werkstückaufnahme bzw. -träger ein Teil dient, mit Hilfe dessen das Werkstück beim Bearbeitungsvorgang auf einer vorbestimmbaren Bewegungsbahn am rotierenden Werkzeug vorbeiführbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstückträger (28) auf einem an sich bekannten Kreuztisch (16, 19) angeordnet ist, dessen in einem X- und #-Koordinatensystem (13, 14 und 17, 18) linear beweglich geführte Schlitten vermittels steuerbarer Vorschubeinrichtungen (20, 22, 24 und 21, 23, 25) fortschaltbar sind, und daß der Werkstückträger (28) um eine zum X- und #-Koordinatensystem normal gerichtete Achse (27) drehbar gelagert sowie vermittels einer ansteuerbaren Stellvorrichtung (33 bis 36) derart fortbewegbar ist, daß jedem X- #-Koordinatenpunkt eine spezielle, auf das Werkzeug (9 bzw. 10) bezogene Winkelstellung des Werkstückträgers (28) zugeordnet ist.
    2) Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Schlitten (16 und 19) des Kreuztisches sowie die inkrementale Winkelverstellung des Werkstückträgers (28) auf dem Kreuztisch durch Schrittmotoren (20, 21, 33) erfolgt, die mit Hilfe einer an sich bekannten NC-Steuerung ansteuerbar sind.
    3) Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung der Schrittmotoren (20, 21, 33) ein an sich bekannter, an die Maschine angeschlossener Rechner (11) dient.
    4) Maschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitten (16 und 19) des Kreuztisches über je eine mit dem Schrittmotor (20 bzw. 21) in Treibverbindung stehende Gewindespindel (22 bzw. 23) und Spindelmutter antreibbar sind, während die Drehung des Werkstückträgers (28) über ein mit einem Schrittmotor (33) in Antriebsverbindung stehenden Schneckentrieb (35, 36) erfolgt.
    5) Maschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstückträger (28) mittels einer Schnellspannvorrich tung mit der Achse (27) des Kreuztisches (16, 19) auf Drehmitnahme befestigt und gegen einen Werkstückträger gleicher Ausführung auswechselbar ist.
    6) Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diese über zwei Arbeitsstationen CA und B) mit je einer auf einer Werkzeugspindel (3 bzw. 4) angeordneten Topfscheibe (9 bzw.
    10) verfügt, welche hinsichtlich Durchmesser unterschiedlich groß ausgeführt sind.
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