DE19737738A1 - Verschwenkbarer Handbremshebel für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
Verschwenkbarer Handbremshebel für ein KraftfahrzeugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen verschwenkbaren Handbremshebel für ein Kraftfahrzeug, um
fassend eine Befestigungseinrichtung für ein Bremsseil, einen an einem Ende angeordneten
Griffteil, eine Arretiereinrichtung zum Arretieren des Handbremshebels in unterschiedlichen
Schwenkstellungen gegen über dem Kraftfahrzeug und eine Entriegelungeinrichtung zum
Lösen der Arretiereinrichtung.
Bei vielen auf dem Markt befindlichen Personen- oder Lastkraftwagen bestehen die Hand
bremshebel aus einem mit Kunststoff verkleideten U-förmig gebogenen Stahlblech, das zu
einem zweiarmigen Hebel geformt ist, entlang dessen Schwenkachse ein Schwenklager
vorgesehen ist. Der kürzere Hebelarm trägt die Befestigungseinrichtung für das Bremsseil,
die zum Beispiel aus einem durch die Schenkel des U-Profils und ein endseitiges Auge des
Bremsseils verlaufenden Haltebolzen besteht, während der längere Arm häufig etwas abge
knickt ist und an seinem Ende den Griffteil trägt. Die Arretiereinrichtung besteht gewöhnlich
aus einer Sperrklinke, die beim Anziehen der Handbremse durch Verschwenken des Hand
bremshebels mit den Zähnen eines fahrzeugfesten Zahnsegments in Eingriff tritt und den
Handbremshebel nach dem Anziehen der Handbremse blockiert, und die zum Lösen der
Handbremse zumeist durch einen am Stirnende des Griffteils angeordneten und über ein
Gestänge mit der Sperrklinke verbundenen Betätigungsknopf entriegelt, d. h. aus ihrer
zwischen die Zähne des Zahnsegments eingreifenden Stellung ausgerückt werden kann.
Die bekannten Handbremshebel weisen ein verhältnismäßig großes Gewicht auf, zum einen,
weil sie aus Stabilitätsgründen aus relativ dickem Stahlblech hergestellt sind und zum
anderen, weil sich das verbindende Gestänge zwischen der Sperrklinke und dem Betäti
gungsknopf oder einem Betätigungshebel der Entriegelungseinrichtung, wie beispielsweise
in der DE OS 28 40 802 offenbart, über die gesamte Länge des Handbremshebels erstreckt
und aus Stabilitätsgründen ebenfalls nicht zu dünn dimensioniert werden kann.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Handbremshebel der
eingangs genannten Art konstruktiv dahingehend zu verbessern, daß eine Gewichts
reduzierung möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Entriegelungseinrichtung ein
flexibles Betätigungselement umfaßt, das auf einem Teil seiner Länge aus einer geraden
Konfiguration auslenkbar ist, wobei in seiner Längsrichtung eine Zugkraft auf einen Teil der
Arretiereinrichtung ausgeübt wird. Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, zum einen die
Arretiereinrichtung statt durch eine Druckkraft, wie bei den Entriegelungseinrichtungen der
meisten im Handel befindlichen Handbremshebel von Personen- und Lastkraftwagen, durch
eine Zug kraft zu lösen, die durch ein flexibles Element, wie beispielsweise ein biegsames
Seil oder Band, übertragen werden kann. Zum anderen ist vorgesehen, dieses flexible
Element neben der Kraftübertragung gleichzeitig zur Betätigung zu nutzen, indem quer zu
seiner Längsrichtung eine Zugkraft darauf aufgebracht wird. Diese Druckkraft erzeugt zwei
in Längsrichtung des flexiblen Elements wirkende Kraftvektoren, von denen einer als Zug
kraft durch das flexible Element bis zur Arretiereinrichtung übertragen wird, während durch
die Auslenkung des flexiblen Elements eine Translationsbewegung seines mit dem Teil der
Arretiereinrichtung verbundenen Endes weg von der Arretiereinrichtung bewirkt wird, die
zum Lösen der Arretiereinrichtung ausgenutzt werden kann.
Da die beiden Funktionen Betätigung und Kraftübertragung von einem einzigen Element
erfüllt werden können, kann durch die erfindungsgemäßen Merkmale neben einer Gewichts
einsparung auch die Anzahl der für den Handbremshebel erforderlichen Teile und damit
dessen Montageaufwand verringert werden.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß sich das zweckmäßig als
leichtes, biegsames Seil oder Band ausgebildete Betätigungselement über eine Mulde auf
der Unterseite des Griffteils erstreckt, so daß es mit einem oder mehreren Fingern in die
Mulde gedrückt werden kann, sobald der Griffteil mit der Hand erfaßt und, wie bei bekannten
Handbremshebeln üblich, zweckmäßig zur Verminderung der Reibkräfte geringfügig nach
oben geschwenkt worden ist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umfaßt die Arretierein
richtung eine Sperrklinke, die zweckmäßig verschwenkbar oder verschiebbar auf dem
Handbremshebel gelagert ist und bei angezogener Handbremse durch Federkraft im Eingriff
mit einem kraftfahrzeugfesten Zahnsegment gehalten wird, wobei die Federkraft gleichzeitig
dazu dient, bei gelöster Handbremse bzw. bei angezogener Handbremse in der Eingriffs
stellung der Sperrklinke das Betätigungselement über der Mulde straff, d. h. in seiner
geraden Konfiguration, zu halten.
Eine weitere, besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung oder selbständig patent
begründende alternative Lösung der zugrundeliegenden Aufgabe sieht vor, daß ein die
Arretiereinrichtung und die Entriegelungseinrichtung tragender Körper des Handbrems
hebels von einem Abschnitt eines vorzugsweise aus Leichtmetall bestehenden Strangpreß
profils gebildet wird, der parallel zu einer Längsrichtung des Handbremshebels vom Profil
abgetrennt worden ist, so daß der Handbremshebel im vertikalen Schnitt quer zu seiner
Längsrichtung einen im wesentlichen gleichbleibenden Querschnitt aufweist. Ein derartiger
Handbremshebel eignet sich besonders gut zur Anbringung eines als Band ausgebildeten
flexiblen Betätigungselements, da seine Unterseite am Griffteil leicht zu einer Mulde geformt
werden kann, über die sich das gestraffte Band erstreckt.
Durch die Herstellung des Handbremshebels durch Abtrennen von einem entsprechend
geformten Leichtmetall-Strangpreßprofil ist es darüberhinaus möglich, das Gewicht des
Handbremshebels ohne Beeinträchtigung seiner Festigkeit erheblich zu vermindern.
Gleichzeitig können gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung beim
Strangpressen Bolzenaufnahmeöffnungen in das Strangpreßprofil eingeformt werden,
welche zur Aufnahme eines zylindrischen Schwenkbolzens eines Schwenklagers des
Handbremshebels und/oder von Haltebolzen dienen, wie beispielsweise Haltebolzen einer
Zugfeder der Arretiereinrichtung oder für ein von der Arretiereinrichtung abgewandtes Ende
des Betätigungselements, wenn dieses als flexibles Band ausgebildet ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungs
beispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines besonders bevorzugten erfindungsgemäßen
Handbremshebels, dessen Körper aus einem Abschnitt eines Strangpreßprofils besteht;
Fig. 2 eine teilweise weggebrochene Seitenansicht eines weiteren erfindungsgemäßen
Handbremshebels, der eine Abwandlung eines herkömmlichen Handbremshebels aus
gebogenem Stahlblech ist;
Fig. 3 einen Schnitt durch den Handbremshebel aus Fig. 2 entlang der Linie III-III.
Der in Fig. 1 dargestellte Handbremshebel 2 für einen Pkw besteht im wesentlichen aus
einem als zweiarmiger Hebel mit einem kürzeren und einem längeren Hebelarm 4 bzw. 6
ausgebildeten Körper 8, einem zwischen den Hebelarmen 4, 6 entlang einer Schwenkachse
10 angeordneten Schwenklagerteil 12, der zusammen mit einem kraftfahrzeugseitigen
Schwenklagerteil (nicht dargestellt) ein Schwenklager für den Handbremshebel 2 bildet,
einem am Ende des längeren Hebelarms 6 in großem Abstand von der Schwenkachse 10
ausgebildeten Griffteil 14, einer auf dem kürzeren Hebelarm 4 in geringem Abstand von der
Schwenkachse 10 angeordneten Befestigungseinrichtung 16 für ein Bremsseil (nicht dar
gestellt), einer Arretiereinrichtung 18 zum Arretieren des Handbremshebels 2 in unter
schiedlichen Schwenkstellungen gegenüber einem Mitteltunnel des Pkw, sowie einer
Entriegelungeinrichtung 20 zum Lösen der Arretiereinrichtung 18.
Der Körper 8 des Handbremshebels 2 besteht aus einem schmalen Abschnitt eines Leicht
metallstrangpreßprofils, der unter Ausbildung der beiden entgegengesetzten vertikalen
Breitseiten des Handbremshebels 2 senkrecht zu einer Längsachse des Profils durch zwei
parallele Trennschnitte abgetrennt worden ist, so daß der Handbremshebel 2 über seine
gesamte Länge eine konstante Breite und in Richtung seiner Breite einen gleichbleibenden
Querschnitt aufweist. Der Profilabschnitt besitzt einen im wesentlichen L-förmigen Umriß,
wobei die Schwenkachse 10 nahe dem Ende des kürzeren Schenkels 24 angeordnet ist,
während der Griffteil 14 das Ende des längeren Schenkels 26 bildet. Der Profilabschnitt wird
von einer durchgehenden Außenwand 22 begrenzt, die durch zickzackförmig im Inneren des
Profilabschnitts angeordnete schräge Verstärkungsstege 28 versteift ist, so daß von jeweils
zwei benachbarten Verstärkungsstegen 28 und einem Teil der Außenwand 22 im
Querschnitt etwa dreieckige Öffnungen begrenzt werden.
Entlang eines großen Teils des längeren Schenkels 26 des L-Profils ist die Außenwand 22
im wesentlichen eben ausgebildet, wobei die auf der Ober- bzw. Unterseite angeordneten
Abschnitte einen etwa konstanten Abstand aufweisen. Im Bereich des Griffteils 14 am
hinteren Ende des Schenkels 26 ist die Außenwand 22 auf der Oberseite leicht nach unten
gekrümmt, während sie auf der Unterseite konkav nach oben gebogen und zu einer Mulde
30 geformt ist. Hinter der Mulde 30 steht die Außenwand 22 in Verlängerung der Oberseite
und der Unterseite jeweils als Vorsprung 32 nach hinten über, wobei die beiden Vorsprünge
eine nach hinten offene schlitzförmige Öffnung 34 begrenzen, die an ihrem vorderen Ende
zylindrisch erweitert ist.
Der am Handbremshebel 2 ausgebildete Schwenklagerteil 12 besteht aus einer an einem
Kreuzungspunkt von vier Verstärkungsstegen 28 im Inneren des kürzeren Schenkels 24 in
das Strangpreßprofil eingeformten zylindrischen Durchtrittsöffnung 38 für einen Schwenk
bolzen, der zusammen mit einer Schwenkbolzenhalterung den kraftfahrzeugseitigen Teil
(nicht dargestellt) des Schwenklagers bildet und bei der Montage des Handbremshebels 2
von einer Seite aus durch die Durchtrittsöffnung 38 geschoben wird.
Die am Ende des kürzeren Schenkels 24 des L-Profils ausgebildete Befestigungseinrichtung
16 für das Bremsseil besteht im wesentlichen aus einer vom Profil umschlossenen zylin
drischen Aufnahmeöffnung 40 für einen Haltebolzen (nicht dargestellt), deren Wände in der
vertikalen Längsmittelebene des Handbremshebels 2 durch eine eingefräste Schlitzöffnung
unterbrochen sind, so daß der in die Aufnahmeöffnung 40 eingeführte Haltebolzen durch ein
am Ende des Bremsseils ausgebildetes und in die Schlitzöffnung eingeführtes Auge
hindurchgeschoben werden kann.
Die Arretiereinrichtung 18 besteht im wesentlichen aus einer auf der Unterseite des längeren
Schenkels 26 des L-Profils schwenkbar angebrachten Sperrklinke 42, die mit einem starr auf
einer kraftfahrzeugfesten Halterung 44 montierten Zahnsegment 46 im Eingriff steht, sowie
einer Zugfeder 48, welche die Sperrklinke 42 bei angezogener Handbremse im Eingriff mit
dem Zahnsegment 46 hält, indem sie eine Spitze 50 der Sperrklinke 42 in eine Aussparung
zwischen zwei benachbarten Zähnen 52 des Zahnsegments 46 zieht.
Die Sperrklinke 42 wird ebenso wie das eine Ende der Zugfeder 48 von einem Haltebolzen
54 bzw. 56 gehalten, der in eine eingeformte zylindrische Aufnahmeöffnung in einem nach
unten über die untere Außenwand überstehenden Vorsprung 62 bzw. 64 eingesetzt ist. Wie
bei der Befestigungseinrichtung 16 für das Bremsseil (vgl. Fig. 2) sind die Wände der Auf
nahmeöffnungen in der vertikalen Längsmittelebene des Handbremshebels 2 durch einge
fräste Schlitzöffnungen unterbrochen, so daß die Haltebolzen 54, 56 beim Einsetzen in die
Aufnahmeöffnungen durch eine Lagerbohrung am oberen Ende der Sperrklinke 42 bzw.
durch das zu einem Auge gebogene obere Ende der Zugfeder 48 hindurchgeschoben
werden können. Das untere Ende der Zugfeder 48 ist in eine Querbohrung 66 der Sperr
klinke 42 eingehängt, so daß die Sperrklinke 42 durch die Feder 48 vom Griffteil 14 weg
nach vorne gezogen wird.
Die Entriegelungseinrichtung 20 besteht im wesentlichen aus einem biegsamen, dehnungs
armen Gewebeband 68 mit einer der Breite des Handbremshebels 2 entsprechenden Breite,
das sich auf der Unterseite des Handbremshebels 2 nach hinten bis zum hinteren Ende des
Griffteils 14 erstreckt. Das vordere Ende des Gewebebandes 68 ist mit einem Haken 70
versehen, der eine Bohrung 72 nahe dem hinteren Rand der Sperrklinke 42 durchsetzt,
während das hintere Ende des Gewebebandes 68 nach oben umgelenkt und in der schlitz
förmigen Öffnung 34 am Ende des Griffteils 14 lösbar befestigt ist. Zur Befestigung ist ein
Haltebolzen 74 durch das zu einem Auge umgenähte und bis zur zylindrischen Erweiterung
in die schlitzförmige Öffnung 34 eingeführte Gewebeband 68 hindurch in die zylindrische
Erweiterung der schlitzförmigen Öffnung 34 eingesetzt.
Das Gewebeband 68 liegt zumindest im Bereich des Griffteils 14 gegen die Unterseite des
Handbremshebels 2 an, wobei es sich über die Mulde 30 erstreckt und sowohl bei gelöster
und angezogener Handbremse von der die Sperrklinke 42 nach vorne ziehenden Zugfeder
48 zwischen dem vorderen und hinteren Rand der Mulde straff, d. h. in einer geraden Kon
figuration gehalten wird.
Das flexible Gewebeband 68, das auf der Unterseite mit einer Riffelung oder dergleichen
versehen sein kann, läßt sich durch eine im Bereich der Mulde 30 auf seine Unterseite
ausgeübte Druckkraft in die Mulde 30 hineindrücken und dabei in diesem Bereich in eine
gebogene Konfiguration auslenken, in der die Länge des zwischen den Rändern der Mulde
30 angeordneten Gewebebandabschnitts länger ist, wodurch sein vorderes, mit der Sperr
klinke 42 verbundenes Ende nach hinten gezogen und die Spitze 50 der Sperrklinke 42
entgegen der Kraft der Zugfeder aus dem Eingriff mit dem Zahnsegments 46 bewegt wird.
Das Hineindrücken des Gewebebandes 68 in die Mulde 26 erfolgt mit den Fingerspitzen,
nachdem der Handbremshebel 2 am Griffteil 14 ergriffen und leicht nach oben gezogen
worden ist, um die Reibung zwischen der Spitze 50 der Sperrklinke 42 und den Zähnen 52
des Zahnsegments 46 zu verringern. Wird der Druck auf das Gewebeband 68 nach dem
Ausrasten der Sperrklinke 42 und dem Verschwenken des Handbremshebels 2 entlastet, so
wird das Gewebeband 68 von der Zugfeder 48 erneut gestrafft, wenn diese die Sperrklinke
42 mit dem Zahnsegment 46 zum Eingriff bringt.
Die beiden in der Zeichnung offen dargestellten vertikalen Breitseiten des Handbremshebels
werden durch passende Leichtmetall- oder Kunststoffblenden (nicht dargestellt) verschlos
sen, die auf den Körper 8 aufgeclipst werden. Im Falle einer Verwendung von Kunststoff
blenden können diese ganz oder teilweise transparent ausgebildet sein, um den konstruk
tiven Aufbau des Körpers 8 sichtbar zu machen. Auf der Innenseite einer oder beider
Blenden können darüberhinaus im Bereich des Griffteils 14 Beleuchtungskörper, wie
beispielsweise LEDs, vorgesehen sein, welche das Ergreifen des Handbremshebels im
Dunkeln erleichtern und zweckmäßig über ein im Bereich der Schwenkachse herausge
führtes Kabel mit dem Bordnetz des Pkw verbunden sind.
Im Unterschied zu dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel weist der
in den Fig. 2 und 3 teilweise dargestellte Handbremshebel 2 einen konventionell aus U-
förmig gebogenem Stahlblech hergestellten Körper 8 auf. An Stelle eines Gewebebandes 68
umfaßt die Entriegelungseinrichtung 16 ein Zugseil 80, das wie bei dem zuvor beschrie
benen Ausführungsbeispiel von einer auf die Sperrklinke einwirkenden Zugfeder straff
gehalten wird.
Das Zugseil 80 erstreckt sich im Inneren des zum U-Profil gebogenen Körpers 8 vom hinte
ren Ende des Griffteils 14 bis zur Sperrklinke, wobei es im Bereich des Griffteils 14 in der
Nähe der parallelen Unterkanten 82 des Körpers 8 verläuft, so daß es eine in dessen
Schenkeln 84 ausgesparte, nach unten offene halbkreisförmige Fingermulde 86 in der Nähe
der Unterkanten 82 geradlinig durchquert.
Zwei durch die Schenkel 84 hindurch in den Griffteil 14 eingesetzte Auflagerbolzen 88, 90
halten das Zugseil 80 vor und hinter der Fingermulde 86 in seiner Lage fest, so daß es nicht
über eine größere Länge nach oben in den Griffteil 14 hinein ausweichen kann. Dadurch läßt
sich das Zugseil 80 bei gleicher Druckkraft weiter ausgelenken bzw. in seiner Längsrichtung
um ein größeres Maß bewegen. Das Ende des Zugseils 80 ist zu einem Auge geformt und
wird von einem die Schenkel 84 des U-Profils durchsetzenden Befestigungsbolzen 92
gehalten.
Der Griffteil 14 ist mit einer aufgeschobenen Kunststoffverkleidung 94 (in Fig. 3 strichpunk
tiert dargestellt) versehen, die den Körper 8 allseitig umgibt (Fig. 3) und auf ihrer Unterseite
eingeformte Fingervertiefungen 96 aufweist. Die Kunststoffverkleidung 94 ist im Bereich der
Fingermulde 86 ebenfalls mit einer muldenförmigen Aussparung 98 versehen, welche den
Rand der Fingermulde 86 etwas überlappt, und weist davor und dahinter eine zwischen den
Schenkeln 84 des U-Profils angeordnete Führungsnut 100 auf, um das Zugseil 80 zwischen
den Auflagerbolzen 88, 90 und der Verkleidung 94 zu führen.
Um die Betätigung der Entriegelungseinrichtung durch Auslenkung des Zugseils 80 zu
erleichtern, kann das als Stahlseil ausgebildete Zugseil 80 eine z. B. aus Kunststoff beste
hende Ummantelung (nicht dargestellt) aufweisen. Alternativ kann im Bereich der Finger
mulde 86 eine Betätigungstaste (nicht dargestellt) vertikal verschiebbar in die Kunststoffver
kleidung 94 eingesetzt sein, welche die von einem Finger darauf ausgeübte Druckkraft
unmittelbar auf das Zugseil 80 überträgt. Die Funktion des Zugseils 80 ist dieselbe, wie
zuvor für das Gewebeband 68 beschrieben.
Claims (22)
1. Verschwenkbarer Handbremshebel für ein Kraftfahrzeug, umfassend eine Befesti
gungseinrichtung für ein Bremsseil, einen an einem Ende angeordneten Griffteil, eine
Arretiereinrichtung zum Arretieren des Handbremshebels in unterschiedlichen
Schwenkstellungen gegenüber dem Kraftfahrzeug und eine Entriegelungeinrichtung
zum Lösen der Arretiereinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Entriegelungs
einrichtung (20) ein flexibles Betätigungselement (68, 80) umfaßt, das auf einem Teil
seiner Länge aus einer geraden Konfiguration auslenkbar ist, wobei in seiner Längs
richtung eine Zug kraft auf einen Teil (42) der Arretiereinrichtung (18) ausgeübt wird.
2. Handbremshebel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Betäti
gungselement (68, 80) über eine Mulde (30, 86) im Griffteil (14) hinweg erstreckt und
durch Hineindrücken in die Mulde (30, 86) auslenkbar ist.
3. Handbremshebel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mulde (30, 86)
auf der Unterseite des Griffteils (14) angeordnet ist.
4. Handbremshebel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Arretiereinrichtung (18) eine Sperrklinke (42) umfaßt, die mit einem kraftfahrzeug
festen Zahnsegment (46) im Eingriff steht.
5. Handbremshebel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke
(42) verschwenkbar auf dem Handbremshebel (2) gelagert ist.
6. Handbremshebel nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperr
klinke (42) durch Federkraft im Eingriff mit dem Zahnsegment (46) gehalten wird, und
daß bei gelöster Handbremse und/oder in einer Eingriffsstellung der Sperrklinke (46)
das Betätigungselement (68, 80) durch die Federkraft über der Mulde (30, 86) straff
gehalten wird.
7. Handbremshebel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
ein von der Arretiereinrichtung (18) abgewandtes Ende der Betätigungseinrichtung
(68, 80) in seiner Längsrichtung unverschiebbar am Griffteil (14) befestigt ist.
8. Handbremshebel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das Betätigungselement als Seil (80) ausgebildet ist.
9. Handbremshebel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Seil (80)
mindestens in der Nähe der Ränder der Mulde (86) eine Führung (88, 90, 100)
aufweist.
10. Handbremshebel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das Betätigungselement als Band (68) ausgebildet ist.
11. Handbremshebel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (68)
auf seiner von der Mulde (26) abgewandten Unterseite eine Riffelung trägt.
12. Handbremshebel nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das
Band (68) aus einem dehnungsarmen Material besteht.
13. Handbremshebel nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß das Band (68) ein Gewebe umfaßt.
14. Handbremshebel nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß sich das Band (68) über die gesamte Breite des Griffteils (14) erstreckt.
15. Verschwenkbarer Handbremshebel für ein Kraftfahrzeug, umfassend eine Befesti
gungseinrichtung für ein Bremsseil, einen an einem Ende angeordneten Griffteil, eine
Arretiereinrichtung zum Arretieren des Handbremshebels in unterschiedlichen
Schwenkstellungen gegenüber dem Kraftfahrzeug und eine Entriegelungeinrichtung
zum Lösen der Arretiereinrichtung, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis
14, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Arretiereinrichtung (18) und die Entriege
lungseinrichtung (20) tragender Körper (8) des Handbremshebels (2) von einem
Abschnitt eines Strangpreßprofils gebildet wird und quer zu seiner Längsrichtung
einen im wesentlichen gleichbleibenden Querschnitt aufweist.
16. Handbremshebel nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der
Strangpreßprofilabschnitt aus Leichtmetall besteht.
17. Handbremshebel nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Strangpreßprofilabschnitt Bolzenaufnahmeöffnungen eingeformt sind, die zur Auf
nahme eines zylindrischen Schwenkbolzens eines Schwenklagers des Handbrems
hebels (2), eines Haltebolzens eines Teils (42) der Arretiereinrichtung (18), der
Entriegelungseinrichtung (20) und/oder der Befestigungseinrichtung (14) des
Bremsseils dienen.
18. Handbremshebel nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Außenwand (22) des Strangpreßprofilabschnitts im Inneren desselben
durch Verstärkungsstege (28) versteift ist.
19. Handbremshebel nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Unterseite des Griffteils (14) eine Außenwand (22) des Strangpreßprofil
abschnitts unter Bildung einer Mulde (30) konkav nach oben gebogen ist.
20. Handbremshebel nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet,
daß entlang von Trennschnitten des Strangpreßprofils verlaufende vertikale
Breitseiten des Körpers (8) durch Blenden verschlossen sind.
21. Handbremshebel nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (8) im
Bereich des Griffteils (14) von innen beleuchtbar ist.
22. Kraftfahrzeug mit einem Handbremshebel nach einem der Ansprüche 1 bis 19.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997137738 DE19737738A1 (de) | 1997-08-29 | 1997-08-29 | Verschwenkbarer Handbremshebel für ein Kraftfahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997137738 DE19737738A1 (de) | 1997-08-29 | 1997-08-29 | Verschwenkbarer Handbremshebel für ein Kraftfahrzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19737738A1 true DE19737738A1 (de) | 1999-03-04 |
Family
ID=7840598
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997137738 Withdrawn DE19737738A1 (de) | 1997-08-29 | 1997-08-29 | Verschwenkbarer Handbremshebel für ein Kraftfahrzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19737738A1 (de) |
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