DE19734966A1 - Hydraulikhammer - Google Patents
HydraulikhammerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Hydraulikhammer nach dem Ober
begriff des Anspruchs 1 zum Einschlagen von Pfählen, Spundbohlen,
Rohren und anderen Bauelementen in den Boden.
Es ist eine hydraulische Vorrichtung zum Einschlagen
von Pfählen nach der DE 29 00 221 C1 bekannt,
die einen Körper, eine am Körper befestigte Schlagmasse,
einen Hydraulikzylinder mit Kraftkolben, dessen Kolbenstange
mit der Schlagmasse verbunden ist, ein Wegeventil, das sich
im Hydraulikzylinder befindet und einen Block darstellt,
welcher einen Steuerschieber mit einem Plunger enthält, der
mit der Stirnfläche des Kraftkolbens zusammenwirken kann,
umfaßt. Der Schieber mit dem Plunger bildet ein geschlossenes
Volumen (Steuerzylinder), das mit einem Speicher in Verbin
dung steht, in dem ein Kolben angeordnet ist, dessen Weg
durch einen Anschlag begrenzt ist. Der Steuerzylinder ist mit
einem Ablauf über ein Sicherheitsventil verbunden.
Die erwähnte Vorrichtung ist funktionsfähig und in der
Praxis verwirklicht, weist jedoch zwei Nachteile auf: hoher
Preis wegen des Schiebertyps des Wegeventils und wegen der
notwendigen mechanischen Präzisionsbearbeitung sowie hydrau
lische Verluste bei der Umsteuerung, welche bis zu 20% der
Energie des Zyklus infolge des sogenannten "Kurzschlusses"
des Schiebers betragen.
Weiter bekannt ist ein hydraulischer Pfahlhammer gemäß der
DE 27 08 512 C1,
enthaltend einen Körper, eine Schlagmasse, die relativ zum
Körper hin- und herbewegbar angeordnet ist, einen am Körper
befestigten doppeltwirkenden Hydraulikzylinder mit einer
Kolbenstange, die im Hydraulikzylinder einen dem Pfahl zuge
kehrten Kolbenstangenraum und einen Kolbenraum auf der an
deren Seite des Kolbens bildet, wobei die Stange mit der
Schlagmasse verbunden ist, eine Pumpe, eine Ablaufleitung,
eine Druckleitung, die mit dem Kolbenstangenraum stets kom
muniziert, zwei Zweistellungsventile, welche im Ventilgehäuse
angeordnet sind und den Kolbenraum mit der Druck- oder der
Ablaufleitung abwechselnd verbinden, wobei die Ventile ent
sprechend DE 26 54 219 A1 so aus
geführt sind, daß jedes Ventil zwei Steuerkolben besitzt,
deren Durchmesser den wirksamen Durchmesser des Ventilsitzes
unterschreiten, und wobei bei der Umsteuerung der Ventile
zuerst das geöffnete Ventil unter Einwirkung des Steuerkolbens
schließt, während das geschlossene Ventil sich nur nach
Druckausgleich im Kolbenraum und in der Druck- oder Ablauf
leitung öffnet.
Der Hauptnachteil der besagten Vorrichtung besteht im
unzuverlässigen Ansprechen des geschlossenen Ventils am Ende
des Leerhubs, d. h. bei der Bewegung des Kolbens und der
Schlagmasse nach oben. Während des Leerhubs verbindet das
geöffnete Ventil den Kolbenraum mit der Ablaufleitung, während
das geschlossene Ventil den Kolbenraum von der Druckleitung
trennt; es wird demnach im geschlossenen Zustand durch den
Betriebsdruck verriegelt, welcher dem Druck in der Drucklei
tung gleich ist. Nach dem Schließen des geöffneten Ventils
ist der Kolbenraum nunmehr geschlossen und der Druck darin
nimmt nur aufgrund der kinetischen Energie der Schlagmasse zu,
die sich trägheitsbedingt weiter nach oben bewegt, bis sie
wegen der Bremswirkung des Gewichtes der Schlagmasse, der
Reibung und der hydraulischen Kraft der Einwirkung des
Drucks im Kolbenraum auf den Kolben zum Stillstand kommt.
Damit sich das geschlossene Ventil öffnet, soll der Druck im
Kolbenraum die Höhe des Betriebsdrucks erreichen, d. h. dem
Druck in der Druckleitung gleich werden. Jedoch wird diese
Bedingung nicht immer eingehalten, und dann bleiben der Kol
ben und die Schlagmasse in der oberen Stellung hängen, und
es findet kein Arbeitsgang statt. Die Ursache liegt darin,
daß die kinetische Energie des Kolbens und der Schlagmasse
oft nicht ausreicht, um im Kolbenraum einen Druck der erfor
derlichen Höhe aufzubauen. Wenn beispielsweise der Hammer
nicht mit voller, sondern mit teilweiser Energie arbeitet,
ist sein Weg nicht groß und demnach auch die Geschwindigkeit
gering. In modernen Hydraulikkammern wird beim vollen Weg
die Schlagmasse am Ende des Leerhubs etwa auf 1,8 m/s be
schleunigt, bei der Arbeit mit einer minimalen Schlagenergie
aber nur auf 0,3 m/s, so daß in diesen beiden Fällen die kine
tische Energie der Schlagmasse, die dem Geschwindigkeits
quadrat proportional ist, um das 36-fache differiert. Der
auf die Bremsung der Schlagmasse zurückzuführende Druckan
stieg im Kolbenraum am Ende des Leerhubs wird auch durch
nicht vorgesehene Leckströmungen aus dem Kolbenraum und das
Vorhandensein von Luft in der Druckflüssigkeit verlangsamt.
Den genannten Nachteil der Vorrichtung bestätigen nicht nur
die entsprechenden Berechnungen des Arbeitsablaufs, sondern
eigenen Erfahrungen: bei den hier entwickelten
Hämmern wurden ursprünglich Ventile verwendet, die den beschriebe
nen ähnlich waren, hierauf mußte aber verzichtet werden, weil es
eben nicht gelungen ist, ein ständiges Hängenbleiben des Kolbens
und der Schlagmasse in der oberen Lage zu beseitigen.
Die in Rede stehende Vorrichtung ist auch mit anderen
Nachteilen behaftet; beispielsweise schließt sich am Ende
des Arbeitsgangs zunächst das Ventil, welches den Kolbenraum
fit der Druckleitung verbundet. Am Ende des Ventilhubs, wenn
der Spalt zwischen Ventil und Sitz klein und der Durchfluß
widerstand des Spaltes entsprechend groß wird, wirkt nahezu
auf die gesamte Querschnittsfläche des Ventils (abzüglich
der Fläche des Steuerkolbens) der Betriebsdruck, und der
Gegendruck auf das Ventil von Seiten des Kolbenraumes wird
wegen der Drosselwirkung des Spaltes unbedeutend. Infolge
dessen wird das Ventil mit etwa 1 kg Masse durch eine Kraft
von mehreren Megapond auf eine hohe Geschwindigkeit be
schleunigt und beim Sitzschluß zerschlagen. Da der das Ventil
beschleunigende Druck auf das Ventil auf einer großen Fläche
wirkt, ist für eine effektive Bremsung desselben eine Flüs
sigkeitsbremse mit einer Kammer erforderlich, die nach ihrem
Durchmesser mit dem Sitzdurchmesser vergleichbar ist, was die
Konstruktion beträchtlich kompliziert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, die Betriebs
zuverlässigkeit des Hammers im ganzen Arbeitsintervall der
Größe der Schlagenergie zu erhöhen.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Hammer
einen Körper, eine Schlagmasse, die relativ zum Körper hin-
und herbewegbar angeordnet ist, einen doppeltwirkenden Hy
draulikzylinder zum Bewegen der Schlagmasse, der am Körper
befestigt ist und einen Kolben mit Kolbenstange besitzt,
welche im Hydraulikzylinder einen Kolbenstangenraum, der zum
Pfahl gekehrt ist, und einen Kolbenraum auf der anderen
Seite des Kolbens bilden, wobei die Kolbenstange mit der
Schlagmasse verbunden ist, eine Pumpe mit einer Ablauflei
tung und einer Druckleitung, die mit dem Kolbenstangenraum
des Hydraulikzylinders stets verbunden ist, zwei Zweistel
lungsventile, welche zum Verbinden des Kolbenraumes des
Hydraulikzylinders mit der Druck- oder Ablaufleitung bestimmt
sind, umfaßt, wobei jedes Ventil beim Sitzschluß eine Kon
taktfläche in Form eines schmalen Ringes auf der vorderen,
dem Sitz zugewandten Stirnfläche des Ventils aufweist und mit
zwei Steuerkolben versehen ist, von denen jeder einen Durch
messer kleiner als der Durchmesser der Ventil-Kontaktfläche
besitzt, wobei die Steuerräume der Kolben mit der Druck- oder
der Ablaufleitung über Vorsteuerleitungen in Verbindung ge
setzt werden können. Jedes Ventil ist erfindungsgemäß in
Gestalt eines Zylinders ausgebildet, der im Ventilgehäuse
untergebracht und am Außendurchmesser abgedichtet ist, wel
cher größenmäßig dem Durchmesser der Ventil-Kontaktfläche
nahekommt, wobei der Raum auf der Seite der vorderen Stirn
fläche des Ventils mit dem Raum auf der Seite der hinteren
Stirnfläche des Ventils, die dem Sitz gegenüberliegt, in Ver
bindung steht.
Infolge der Verbindung der Räume zu beiden Seiten jedes
Ventils gleicht sich der Flüssigkeitsdruck in diesen Räumen
an, und bei der Umsteuerung beginnen die beiden Ventile ihre
Bewegung gleichzeitig nur unter Einwirkung der Steuerkolben,
was eine absolut zuverlässige Umsteuerung der Ventile bei
einer beliebigen Betriebsweise des Hammers sicherstellt sowie
die Anwendung der Steuerkolben kleinen Durchmessers im Ver
gleich mit dem Durchmesser der Ventil-Kontaktfläche ermög
licht. Die Verbindung der Räume auf der Seite der vorderen
und der hinteren Stirnfläche des Ventils miteinander kann in
Form eines Kanals im Ventil ausgeführt sein.
Es ist zweckmäßig, in dem Kanal, der die auf der Seite
der Stirnflächen des Ventils liegenden Räume verbindet, para
llel zueinander eine Drossel und ein Rückschlagventil mit der
Bewegungsrichtung der Flüssigkeit von der vorderen Stirn
fläche des Ventils zur hinteren einzubauen. Eine solche Be
sonderheit gestattet es, die Bewegungsgeschwindigkeit jedes
Ventils bei der Umsteuerung zu regeln und auf diese leise den
Einfluß des "Kurzschlusses" praktisch zu beseitigen. Beim
Schließen des Ventils geht die Ausströmung der Druckflüssig
keit in Richtung von der vorderen zur hinteren Stirnfläche
durch die Öffnungen sowohl der Drossel als auch des Ventils
vonstatten. Als Ergebnis ist ein das Ventil bremsendes hydro
dynamisches Druckgefälle an seinen Stirnseiten kleiner und
demnach die Bewegungsgeschwindigkeit des Ventils größer. Beim
Öffnen des Ventils erfolgt die Ausströmung der Flüssigkeit
in Richtung von der hinteren Stirnfläche zur vorderen nur
durch die Öffnung der Drossel, so daß sich der Drosseleffekt
verstärkt und dementsprechend das hydrodynamische Druckge
fälle an den Stirnseiten des Ventils, welches seine Bewegung
bremst, zunimmt, und die Geschwindigkeit des Ventils wird
niedriger als beim Schließen.
Die Steuerkolben jedes Ventils können auf der Seite
der hinteren Stirnfläche des Ventils angeordnet sein und
dabei unterschiedliche Durchmesser aufweisen. In diesem Fall
können die Ventile mit ihren vorderen Stirnflächen gegenein
ander gerichtet sein und die Räume auf der Seite der vorderen
Stirnflächen der Ventile können miteinander und mit dem
Kolbenraum des Hydraulikzylinders in Verbindung stehen, was
die Gedrungenheit und Fertigungsgerechtheit der Konstruktion
der Ventile verbessert.
Somit besteht der erste Hauptvorteil der
Erfindung darin, daß jedes Ventil von der Einwirkung der
Axialkraft des hydraulischen Drucks auf seine Stirnflächen
entlastet ist, weil die Stirnflächen des Ventils größenmäßig
nahekommen, während die auf seine Stirnflächen wirkenden
Drücke in ihrer Höhe dadurch ähnlich sind, daß die Räume zu
beiden Seiten des Ventils miteinander in Verbindung stehen.
Dies erlaubt, die Ventile bei beliebigen Betriebsarten des
Hammers nur durch Einwirkung der Steuerkolben absolut zuver
lässig umzusteuern.
Der zweite wichtige Vorteil der Erfin
dung liegt darin, daß die Bewegungsgeschwindigkeiten der Ven
tile bei der Umsteuerung sich optimal einstellen lassen durch
den Einbau in den Kanälen, welche die Räume auf der Seite der
Stirnflächen jedes Ventils verbinden, einer Drossel und eines
Rückschlagventils, die parallel fungieren. In diesem Fall
erfolgt beim Öffnen des Ventils die Ausströmung der Flüssig
keit in Richtung von der hinteren Stirnfläche zur vorderen
nur durch die Öffnung der Drossel und das Ventil öffnet
sich langsam. Beim Schließen des Ventils strömt die Flüssig
keit in Richtung von der vorderen Stirnfläche zur hinteren
durch die Drossel und das Rückschlagventil, d. h. durch einen
größeren Gesamtquerschnitt der Öffnungen, aus; als Ergebnis
verringert sich der Grad der Drosselung, und die Bewegungs
geschwindigkeit des Ventils ist höher als bei dessen Öffnung.
Somit ist bei der Umsteuerung der Ventile die Schließzeit
des einen Ventils immer kürzer als die Öffnungszeit des an
deren, weshalb die Leckströmungen im "Kurzschluß" der Ventile
vernachlässigbar klein sind (unter 1% der Energie eines Zyk
lus).
Ziele und Vorteile der Erfindung werden aus nachfolgen
den Ausführungsbeispielen derselben und aus Zeichnungen ver
ständlicher, in denen
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Hammer in der Ausgangs
stellung im Längsschnitt;
Fig. 2 einen Längsschnitt einer Ausführungsform zweier
Zweistellungsventile, welche die Arbeit des Hydraulikzylin
ders des Hammers steuern, zeigen.
In Fig. 1 ist der Hammer zum Absenken
von Rammelementen vom Typ eines Pfahls 1 in den Boden darge
stellt, enthaltend einen Körper 2, eine Schlagmasse 3, die
über Führungen 4 des Körpers 2 hin- und herbewegbar angeord
net ist, eine zwischen der Schlagmasse 3 und dem Pfahl 1 an
geordnete Rammhaube 5, einen doppeltwirkenden Hydraulik
zylinder 6 zum Bewegen der Schlagmasse 3, welcher am Körper 2
befestigt ist und einen Kolben 7 mit Kolbenstange 8 besitzt,
die im Hydraulikzylinder 6 einen Kolbenstangenraum 9, der
zum Pfahl 1 gekehrt ist, und einen Kolbenraum 10, der sich
auf der anderen Seite des Kolbens 7 befindet, bilden, wobei
die Kolbenstange 8 mit der Schlagmasse 3 verbunden ist; eine
Pumpe 11, eine Druckleitung 12, die mit dem Kolbenstangen
raum 9 stets verbunden ist, eine Ablaufleitung 13, zwei
Zweistellungsventile 14 und 15. Das Ventil 14 umfaßt ein
Gehäuse 16, ein Ventilelement 17, eine Dichtung 18 des Ven
tilelementes 17 im Gehäuse 16, einen Kanal 19 im Ventil
element 17, welcher einen Hohlraum 20 auf der Seite der vor
deren Stirnfläche 17a und einen Hohlraum 21 auf der Seite
der hinteren Stirnfläche 17b des Ventilelements 17 unterein
ander verbindet, einen Sitz 22 des Ventils 14, Steuerkolben
23 und 24. Entsprechend umfaßt das Ventil 15 ein Gehäuse 25,
ein Ventilelement 26, eine Dichtung 27, einen Kanal 28 im
Ventilelement 26, welcher einen Hohlraum 29 auf der Seite
der vorderen Stirnfläche 26a und einen Hohlraum 30 auf der
Seite der hinteren Stirnfläche 26b des Ventilelementes 26
untereinander verbindet, einen Sitz 31 des Ventils 15,
Steuerkolben 32 und 33. Die Ventile 14 und 15 werden von einem
Zweistellungsschieber 34 gesteuert, der durch Signale von den
Stellungsgebern 35 und 36 der Schlagmasse 3 umgesteuert wird
und welcher Vorsteuerleitungen 37 und 38 besitzt.
In Fig. 2 ist eine Ausführungsvariante des Zweistellungs
ventils im Schnitt dargestellt. In einem einheitlichen Gehäuse
39 sind zwei Ventilelemente 17 und 28 untergebracht und mit
Dichtungen 18 und 27 abgedichtet. Das Ventilelement 17 ist
auf der Seite der hinteren Stirnfläche 17b mit Steuerkolben
40 und 41 mit Steuerräumen 42 und 43 versehen. Der Raum 20
auf der Seite der vorderen Stirnfläche 17a des Ventilelemen
tes 17 und der Raum 21 auf der Seite der hinteren Stirnflä
che 17b des Ventilelementes 17 sind durch einen Kanal 19
verbunden, in dem eine Drossel 44 vorgesehen ist, die in
einem Rückschlagventil 45 mit Öffnungen 46 ausgeführt ist.
Entsprechend ist das Ventilelement 26 mit Steuerkolben 47 und
48, die Steuerräume 49 und 50 bilden, mit einer Drossel 51
und einem Rückschlagventil 52 mit Öffnungen 53 versehen. Die
aus der Zeichnung ersichtlich ist, stellen in der Variante
mit dein einheitlichen Gehäuse 39 die Räume 20 und 29 der
beiden Ventilelemente auf der Seite der vorderen Stirnflächen
einen einheitlichen Raum dar, welcher über eine Öffnung 54
mit dem Kolbenraum 10 des Hydraulikzylinders 6 in Verbindung
steht. Eine Öffnung 55 ist mit der Ableitung 13, eine Öffnung
56 aber mit der Druckleitung 12 verbunden.
Der Hydraulikhammer arbeitet folgenderweise. In der Aus
gangsstellung (Fig. 1) befindet sich der Vorsteuerschieber
34 unter der Wirkung des Signals des Gebers 36 in der auf
der Zeichnung gezeigten Position, und die unter Druck stehen
de Flüssigkeit gelangt aus der Druckleitung 12 durch den
Schieber 34 über die Vorsteuerleitungen 37 in die Steuerräume,
wie dies in Fig. 1 gezeigt ist, wobei sie auf die Steuer
kolben 23 und 33 einwirkt und bestrebt ist, das Ventilelement
17 zu öffnen und das Ventilelement 26 zu schließen. Dabei
sind die gegenüberliegenden Steuerkolben 24 und 32 vom Druck
entlastet, weil ihre Räume über die Vorsteuerleitung 38 mit
der Ablaufleitung 13 verbunden sind. Auf die Stirnflächen
17a und 17b des Ventilelementes 17 wirken gleich große, aber
entgegengesetzt gerichtete Kräfte des hydrostatischen Druckes,
die sich gegenseitig ausgleichen, da sowohl die Stirnflächen
des Ventils als auch der Druck in den Räumen 20 und 21 gleich
sind. Ähnlich ist auch das Ventilelement 26 von der Wirkung
der hydraulischen Axialkraft entlastet. Folglich wirken auf
jedes Ventil nur die Druckkräfte von Seiten der jeweiligen
Steuerkolben 23 und 33, unter deren Wirkung das Ventilelement
17 geöffnet und das Ventilelement 26 geschlossen ist.
In der oberen Lage der Schlagmasse 3 schaltet ein Signal
vom Geber 35 den Vorsteuerschieber 34 in die zweite Position
um, bei welcher die Vorsteuerleitung 37 mit der Ablaufleitung
13 und die Vorsteuerleitung 38 mit der Druckleitung 12 in
Verbindung steht. Dabei wirkt auf die Steuerkolben 24 und 32
der Betriebsdruck (der Druck in der Druckleitung 12), während
die Kolben 23 und 33 von der Wirkung des Betriebsdruckes ent
lastet sind, da ihre Räume mit der Ablaufleitung 13 mittels
der Vorsteuerleitung 37 verbunden sind. Im Anfangsaugenblick
der Umsteuerung ist der Druck auf der Seite der Stirnflächen
jedes Ventils gleich, deshalb erfolgt der Anlauf jedes Ven
tils mit einer Beschleunigung a = F/m, worin F eine Kraft,
die dem Produkt aus dem Betriebsdruck mal der Querschnitts
fläche der Steuerkolben 24 und 32 der Ventilelemente 17 bzw.
26 gleich ist, bedeutet und m die Masse des Ventils ist.
Bei einer Erhöhung der Geschwindigkeiten der Ventile werden
auch die hydrodynamischen Widerstände in den Kanälen 19 und
28 zunehmen, wobei infolgedessen der Anlauf der Ventile
ein Ende nimmt und diese sich weiter gleichförmig von dem
Moment an weiter bewegen, in dem der erwähnte Durchfluß
widerstand der Kanäle 19 und 28 dermaßen angewachsen ist,
daß die Kräfte, welche dem Produkt aus dem hydrodynamischen
Druckgefälle mal der Stirnfläche jedes Ventils gleich sind,
sich den Kräften angleichen, die entsprechend von Seiten
der Steuerkolben 24 und 32 wirken.
In der Ausführungsvariante gemäß Fig. 2 ist das Ven
tilelement 17 in der Ausgangsstellung unter der Wirkung des
Drucks in dem mit der Vorsteuerleitung 37 verbundenen Steuer
raum 42 geöffnet. Dabei ist die Kraft, die das Ventil öffnet,
dem Produkt aus dem Betriebsdruck mal der Ringsfläche des
Steuerraumes 42 gleich, welche der Differenz der Querschnitte
der Steuerkolben 41 und 40 gleich ist. Der Druck in den
Räumen 20 und 21 zu beiden Seiten des Ventilelementes 17
ist ein und derselbe und dem Druck in der Ablaufleitung 13
gleich, weil die erwähnten Räume über den Kanal 19 und die
Drossel 44 in Verbindung stehen. Das Ventilelement 26 ist
durch die Wirkung der Betriebsdruckkraft auf die Fläche des
Kolbens 48 geschlossen, da der Steuerraum 50 mit der Druck
leitung 12 über den Steuerkanal 37 verbunden ist. Ein Gegen
druck im Steuerraum 49 fehlt, weil dieser Raum mit der Ab
laufleitung 13 über die Vorsteuerleitung 38 verbunden ist.
Der Druck in den Räumen 29 und 30 ist ein und derselbe und
dem Druck in der Ablaufleitung 13 gleich, da die Räume über
den Kanal 28 und die Drossel 51 in Verbindung stehen. In
der oberen Lage der Schlagmasse 3 (Fig. 1) wird der Vor
steuerschieber unter der Wirkung eines Signals vom Geber
35 umgeschaltet, wobei er die Vorsteuerleitung 37 mit der
Ablaufleitung 13 und die Vorsteuerleitung 38 mit der Druck
leitung 12 verbindet. Infolgedessen wird im Raum 43 (Fig. 2)
der Betriebsdruck aufgebaut, der auf den Kolben 41 einwirkt
und eine Kraft erzeugt, die das Ventilelement 17 schließt.
Der Raum 42 ist dabei mit der Ablaufleitung 13 über die Vor
steuerleitung 37 verbunden. Zu Beginn der Bewegung des Ven
tilelementes 17 ist der Druck in den Räumen 21 und 20 ein
und derselbe und dem Druck in der Ablaufleitung 13 gleich,
und der Anlauf des Ventils beginnt mit einer Beschleunigung,
die durch die Kraft am Kolben 41 und die Ventilmasse be
stimmt wird, wie bereits vorstehend angegeben. Mit der Zunah
me der Geschwindigkeit des Ventils erhöht sich die Strömungs
geschwindigkeit der Flüssigkeit durch den Kanal 19 in Rich
tung aus dem Raum 20 in den Raum 21. Ein am Rückschlagventil
45 entstehendes hydrodynamisches Druckgefälle verstellt das
Rückschlagventil 45 in die linke Endstellung, wie dies in
Fig. 2 dargestellt ist, und die Flüssigkeit strömt durch den
Gesamtquerschnitt der Drossel 44 und der Öffnungen 46 aus.
Das bedeutet, daß das Schließen des Ventils unter der Wirkung
des Betriebsdrucks auf die Fläche des Kolbens 41 erfolgt
(welche die Ringfläche des Raumes 42 übersteigt), während die
Ausströmung der Flüssigkeit durch den Kanal 19 über die
Drossel 44 und die Öffnungen 46 parallel geschieht, was eine
hohe Geschwindigkeit des Schließens des Ventilelementes 17
sicherstellt. Ähnlich beginnt das Ventilelement 26, sich
gleichzeitig mit dem Schließen des Ventilelementes 17 zu
öffnen, aber seine Geschwindigkeit ist niedriger als die Be
wegungsgeschwindigkeit des Ventilelementes 17. Dies wird da
durch bestimmt, daß sich das Ventil 26 durch die Wirkung des
Betriebsdruckes im Steuerraum 49 öffnet, welcher auf die
Ringsfläche des Kolbens 48 einwirkt, d. h., die Kraft des
Öffnens des Ventilelementes 26 ist kleiner als die Kraft
des Schließens des Ventilelementes 17. Außerdem strömt beim
Öffnen des Ventilelementes 26 die Flüssigkeit durch den Kanal
28 in Richtung aus dem Raum 30 in den Raum 29 und drückt das
Rückschlagventil 52 in die linke Endstellung, in welcher die
Öffnungen 53 verschlossen werden, und die Ausströmung ge
schieht nur durch die Drossel 51, so daß wegen ihres kleinen
Querschnitts das hydrodynamische Druckgefälle zwischen den
Räumen 30 und 29 höher ist. Infolge der Wirkung der zwei ge
nannten Umstände ist die Geschwindigkeit der gleichmäßigen
Bewegung des Ventilelementes 26, wenn die Kraft des hydro
dynamischen Widerstandes gegen die Bewegung des Ventilelemen
tes gleich der auf den Kolben 48 im Raum 49 wirkenden Kraft
ist, bedeutend niedriger als die Geschwindigkeit des Schlies
sens des Ventilelementes 17.
Somit ist nach der oberen Umschaltung das Ventilelement
17 geschlossen, das Ventilelement 26 aber geöffnet, und in
den Räumen 21, 20, 29 und 30 herrscht ein und derselbe Druck,
der dem Betriebsdruck in der Druckleitung 12 gleich ist.
Dabei sind die Ventile im Laufe des Arbeitsgangs (des Nieder
gangs der Schlagmasse 3) in der genannten Stellung verrie
gelt: das Ventilelement 17 wird in der Schließstellung durch
die Kraft der Einwirkung des Betriebsdruckes auf die Flächen
differenz der Kolben 41 und 40 verriegelt, während das Ven
tilelement 26 in der Offenstellung durch die Kraft der Ein
wirkung des Betriebsdruckes auf die Fläche des Kolbens 48
verriegelt ist (die Summe der Ringfläche des Raumes 49 und
der Fläche des Kolbens 47, auf welchen der Betriebsdruck
auf der Seite des Raumes 29 wirkt).
In der unteren Lage der Schlagmasse 3 stehen unter dem
Betriebsdruck, wie bereits im vorstehenden angegeben, die
Räume 50 und 42, während die Räume 49 und 43 mit der Ablauf
leitung 13 in Verbindung stehen. Das Ventilelement 26
schließt sich dabei zu Beginn der Bewegung unter der Wirkung
einer Kraft, die dem Produkt aus dem Betriebsdruck im Raum
50 mal der Fläche des Kolbens 48 abzüglich der Kraft der Ein
wirkung desselben Betriebsdruckes im Raum 29 auf die Fläche
des Kolbens 47 gleich ist. Je nach der Bewegung des Ventil
elementes 26 infolge der Drosselwirkung des sich flächen
mäßig verringernden Spaltes zwischen dem Ventilelement 26 und
dem Sitz 31 sowie im Ergebnis einer Vergrößerung des Volumens
des Kolbenraumes 10 des Hydraulikzylinders 6 wegen der Ab
wärtsbewegung des Kolbens 7 fällt der Druck im Raum 29 ab,
und die Schließkraft des Ventilelementes 26 am Ende seines
Wegs ist etwa dem Produkt aus dem Betriebsdruck mal der
Fläche des Kolbens 48 gleich. Dabei ist die den Kanal 28 des
Ventilelementes 26 passierende Flüssigkeitsströmung aus dem
Raum 29 in den Raum 30 gerichtet und sie drückt das Rück
schlagventil 52 in die rechte Endstellung, in welcher die
Öffnungen 53 freigegeben sind. Als Ergebnis ist der hydrauli
sche Widerstand gegen die Flüssigkeitsströmung, welche die
Gesamtfläche der Drossel 51 und der Öffnungen 53 passiert,
kleiner als beim Öffnen des Ventilelements 26, und dieses
schließt sich entsprechend schneller. Das Ventilelement 17
öffnet sich langsamer, weil die Flüssigkeit aus dem Raum
21 in den Raum 20 nur über die Drossel 44 ausströmt. Dabei
ist das Rückschlagventil 45 durch die Flüssigkeitsströmung
in die rechte Endstellung gedrückt, und die Öffnungen 46
sind verschlossen.
Somit weist der Hydraulikhammer wesentliche Vorteile auf.
Erstens sind die Ventile von der Wirkung der
hydrostatischen Kraft auf die Stirnfläche des Ventils dank
einem automatischen Ausgleich des die beiden Stirnflächen
jedes Ventils beaufschlagenden Druckes entlastet. Dies ermög
licht es, die Ventile nur durch die Wirkung der Steuerkolben
unabhängig von der Höhe des die Stirnflächen der Ventile
beaufschlagenden Druckes umzusteuern und ihre Flächen mehr
fach kleiner als die Stirnfläche des Ventils zu machen. Dabei
beginnen die beiden Ventile ihre Bewegung bei der Umsteuerung
gleichzeitig. Zweitens bietet die Verwendung einer Drossel
und eines Rückschlagventils, die in einer Öffnung des Ventils
parallel eingebaut sind, welche die Räume zu beiden Seiten
desselben verbindet, die Möglichkeit, optimale Bewegungs
geschwindigkeiten der Ventile bei der Umsteuerung einzustellen;
im besonderen schließt sich das geöffnete Ventil stets
schneller als sich das geschlossene Ventil öffnet. Derartige
Verhältnisse der Umsteuerung der Ventile sind weder von der
Betriebsweise des Hammers (volle oder teilweise Schlagenergie),
noch von der Bewegungsgeschwindigkeit der Schlagmasse, noch
von der Größe des Drucks, unter dessen Wirkung die Ventile
stehen, noch von anderen Bedingungen abhängig. Und deshalb,
obwohl bei gleichzeitigem Beginn der Bewegung der Ventile
bei der Umsteuerung formell ein "Kurzschluß" stattfindet,
kann seine Einwirkung faktisch vernachlässigt werden, denn
die optimalen Bewegungsgeschwindigkeiten der Ventile sind ge
währleistet. Beispielsweise kann der volle Ventilweg 8 mm,
die Geschwindigkeit der gleichförmigen Bewegung der Ventile:
geöffnetes Ventil - 4 m/s, geschlossenes Ventil - 2 m/s;
der Anlaufweg etwa 0,5 mm; die Umsteuerzeit: geöffnetes
Ventil - 2,5 ms, geschlossenes Ventil - 5 ms betragen. Da
bei geht durch Leckströmungen beim "Kurzschluß" weniger als
1% der Energie des Zyklus verloren.
Es ist auch bemerkenswert, daß die Durchmesser der
Steuerkolben 23, 24, 32, 33 (Fig. 1) nicht unbedingt gleich
sein sollen. Ebenfalls unterschiedlich können die Durchmesser
der Steuerkolben 41, 48 und 40, 47 (Fig. 2) sein.
Claims (4)
1. Hydraulikhammer zum Absenken von Rammelementen vom
Pfahltyp in den Boden, enthaltend einen Körper (2), eine
Schlagmasse (3), die über Führungen (4) des Körpers (2) hin-
und herbewegbar angeordnet ist, einen doppeltwirkenden Hy
draulikzylinder (6) zum Bewegen der Schlagmasse (3), der am
Körper (2) befestigt ist und einen Kolben (7) mit Kolben
stange (8) besitzt, welche im Hydraulikzylinder (6) einen
Kolbenstangenraum (9), der zum Pfahl (1) gekehrt ist, und
einen Kolbenraum (10) auf der anderen Seite des Kolbens (7)
bilden, wobei die Kolbenstange (8) mit der Schlagmasse (3)
verbunden ist, eine Pumpe (11) mit einer Ablaufleitung (13)
und einer Druckleitung (12), die mit dem Kolbenstangenraum
(9) des Hydraulikzylinders (6) stets verbunden ist, zwei
Zweistellungsventile (14 und 15), welche zum Verbinden des Kolbenraumes
(10) des Hydraulikzylinders (6) mit der Druckleitung (12)
oder der Ablaufleitung (13) bestimmt sind, wobei jedes Ventil
element (17, 26) beim Schließen des Sitzes (22 bzw. 31) eine
Kontaktfläche in Form eines flachen Ringes auf der vorderen,
dem Sitz (22 bzw. 31) zugewandten Stirnfläche (17a bzw. 26a)
des Ventilelementes (17 bzw. 26) aufweist und mit zwei Steuer
kolben (23 und 24 bzw. 32 und 33) versehen ist, von denen
jeder einen Durchmesser kleiner als der Durchmesser der Kon
taktfläche des Ventilelementes (17 bzw. 26) besitzt, wobei die
Steuerraume der Steuerkolben (23 und 24) für die Verbindung
mit der Druckleitung (12) oder der Ablaufleitung (13) über
Vorsteuerleitungen hergerichtet sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß jedes Ventilelement (17 bzw. 26) in Form
eines Zylinders ausgebildet ist, der im Gehäuse (16 bzw. 25)
des Ventils (14 bzw. 15) untergebracht und am Außendurch
messer abgedichtet ist, welcher größenmäßig dem Durchmesser
der Kontaktfläche des Ventilelementes (17 bzw. 26) nahekommt,
wobei der Raum (20 bzw. 29) auf der Seite der vorderen Stirn
fläche (17a bzw. 26a) des Ventilelementes (17 bzw. 26) mit
dem Raum (21 bzw. 30) auf der Seite der hinteren Stirnfläche
(17b bzw. 26b) des Ventilelementes (17 bzw. 26), die dem Sitz
(22 bzw. 31) gegenüberliegt, in Verbindung steht.
2. Hydraulikhammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Räume (20 und 21; 29 und 30) auf der Seite der
vorderen und der hinteren Stirnfläche (17a und 17b; 26a und
26b) des Ventilelementes (17 bzw. 26) mittels eines Kanals
(19 bzw. 28), der im Ventilelement (17 bzw. 26) ausgeführt
ist, miteinander in Verbindung stehen.
3. Hydraulikhammer nach Ansprüchen 1, 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß im Kanal (19 bzw. 28), der die auf der Seite
der Stirnflächen (17a, 18b; 26a, 26b) des Ventilelementes
(17 bzw. 26) liegenden Räume (20 und 21; 29 und 30) verbindet,
parallel zueinander eine Drossel (44 bzw. 51) und ein Rück
schlagventil (45 bzw. 52) mit der Bewegungsrichtung der Flüs
sigkeit von der vorderen Stirnfläche (17a bzw. 26a) des Ven
tilelementes (17 bzw. 26) zur hinteren Stirnfläche (17b bzw.
26b) eingebaut sind.
4. Hydraulikhammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Steuerkolben (40, 41 bzw. 47, 48) jedes Ventil
elementes (17 bzw. 26) auf der Seite der hinteren Stirnfläche
(17b bzw. 26b) des Ventilelementes (17 bzw. 26) angeordnet
sind und größenmäßig verschiedene Durchmesser aufweisen,
während die Räume (20 bzw. 29) auf der Seite der vorderen
Stirnflächen (17a bzw. 26a) der Ventilelemente (17, 26) mit
einander und mit dem Kolbenraum (10) des Hydraulikzylinders
(6) in Verbindung stehen.
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