DE19733773C2 - Druck-Durchfluss-Regelventil mit zwei integrierten 2-Wege-Ventilen - Google Patents
Druck-Durchfluss-Regelventil mit zwei integrierten 2-Wege-VentilenInfo
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- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
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- G05D16/04—Control of fluid pressure without auxiliary power
- G05D16/10—Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a piston or plunger
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Description
Die Erfindung betrifft ein Druck-Durchfluss-Regelventil mit zwei integrierten2-Wege-
Ventilen nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei einem derartigen Ventil nach der DE 37 22 315 A1 wird bereits vorgeschlagen,
den Arbeitsraum des Proportionalmagneten gänzlich vom Druckmedium zu trennen
und hierbei den Steuerkolben geschlossen auszubilden. Dennoch ist bei diesem Ven
til, das zwar ein proportionales 3/2-Druckregelventil und somit kein Regelventil mit
zwei integrierten 2-Wege-Ventilen ist, jedoch auch als reines Auf-Zu-Ventil betrieben
werden kann, ein Abschluss des Gehäuses nach oben nicht vorgesehen, so dass
auch das Stellglied nicht vollkommen isoliert ist.
Aus der DE 36 43 318 C2 ist ein Ventil bekannt, bei dem mit Faltenbälgen versucht
wird, den Steuerkolben nach außen abzugrenzen. Ein Abschluss des Ventils nach
oben mit einem Durchgriff für das Stellglied ist nicht vorgesehen, stattdessen soll in
nenseitig möglichst ein Druck gehalten werden, um durch entsprechende Bemessung
einen wirksamen Faltenbalgdurchmesser beizubehalten.
Herkömmliche Regelventile, die mit dynamischen Dichtungen versehen werden, be
nötigen meist ohne entsprechende Isolation des Steuerkolbens entsprechende War
tungseinheiten wie Filter, um Fremdpartikel aus dem Medium aufzufangen, die sich
ansonsten auf die Lebensdauer und Regelcharakteristik des Ventils auswirken. Bei
bekannten Umgebungseinflüssen, wie z. B. Verschmutzung, Temperaturschwankung
usw. ändert sich entsprechend die Haft- und Gleitreibung eines derartigen Ventils,
wodurch Stellglieder mit entsprechend hoher Leistung benötigt werden. Die Trennung
des Stellglieds des Mediums mit dynamischer Dichtung macht das Ventil entweder zu
träge oder die Konstruktion zu aufwendig und entsprechend kostenintensiv z. B. bei
Verwendung einer Rollmembran. Viele industrielle Anwendungen benötigen jedoch
preiswerte Regelventile mit sehr kurzer Reaktionszeit, stabilem Regelverhalten, hoher
Lebensdauer und Unauffälligkeit gegenüber den aggressiven Medien bzw. Edelgas
verträglichkeit (z. B. in der Medizin, in der Lebensmittelindustrie oder in Laboren).
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
auf einfache Art und Weise und mit wenigen Bauteilen ein Druck-Durchfluss-
Regelventil zu schaffen, das mit einem beliebigen Stellglied betätigt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch ein Druck-Durchluss-Regelventil mit den Merkmalen des
Anspruches 1 gelöst.
Das Gehäuse ist mittels eines Flansches verschlossen, durch den das Stellglied vom
Druckmedium isoliert betätigt werden kann. Zudem wird ein Faltenbalg so angeordnet,
dass das Stellglied vom Druckmedium isoliert ist. Damit ist das Ventil nach oben ver
schlossen und auch über den Dichtungsbereich zwischen Steuerkolben und zugehöri
ge Gehäusewandung kann Druckmedium in Richtung Stellglied strömen. Damit ergibt
sich tatsächlich eine vollkommene Isolation, wobei dennoch der zwischen Flansch,
Faltenbalg und Steuerkolben gebildete Innenraum druckentlastet sein kann.
Die Anordnung des von einer Seite her betätigbaren Steuerkolbens erlaubt die Fal
tenbälge zweckentsprechend so einzusetzen, dass sie sowohl gestaucht als auch ge
dehnt werden können. Damit sind die Faltenbälge weniger anfällig gegenüber Druc
kunterschieden von innen nach außen, aber auch das Ventil selbst kann kürzer und
unauffälliger gebaut werden als bei bekannten Ventilen. Durch die Entwicklung eines
druckausgeglichenen Systems lassen sich hohe Drücke mit kleiner Leistung steuern.
Das Ventil bietet außerdem die Möglichkeit, verschiedene Medien miteinander zu
kombinieren, so kann z. B. mit einer pneumatischen Steuergröße ein hydraulisches
Medium geregelt werden. Ebenso kann man gasförmige und flüssige Medien unab
hängig vom Eingangsdruck auf der Ausgangsseite mit einer sehr hohen Genauigkeit
ausregeln. Beim Anlegen eines konstanten Drucks am Steueranschluss besteht unter
anderem die Möglichkeit der Durchflussregelung. Gleichzeitig ist das Ventil sehr ein
fach und kostengünstig herzustellen, da es nur aus wenigen Einzelteilen besteht.
Bei einer Ausgestaltung nach den Ansprüchen 2 und 3 kann ohne Zwischenschaltung
weiterer Elemente der Steuerkolben zugleich die Dichtfläche für eines der Ventile bil
den. Die beiden Ringdichtflächen sind räumlich voneinander getrennt, so dass die An
sammlung von Schmutzpartikeln unter den Ringschneiden vermieden wird, was beim
wechselseitigen Betätigen der beiden Ventile in bekannten Ausführungsformen zu
einem Abdichtungsverlust führt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der einzigen Figur dargestellten
Druck-Durchfluss-Regelventils näher erläutert, das dort geschnitten im Aufbau darge
stellt ist.
Das Druck-Durchfluss-Regelventil weist zwei integrierte 2-Wege-Ventile für pneumati
sche und hydraulische Medien auf. Ein am Ventil in der Figur von oben angreifendes
Stellglied 16 betätigt das Ventil durch einen Steueranschluss 6. Das Ventil selbst ist in
einem Gehäuse 2 mit Primäranschluss 7, Sekundäranschluss 5 und Entlüftungsan
schluss 8 angeordnet. Ein Schaltventil 18 dient zur Schaltung der Verbindung zwi
schen Primäranschluss 7 und Sekundäranschluss 5. Zwischen Primäranschluss 7 und
Sekundäranschluss 5 ist ein Entlüftungsventil 17 zur Entlüftung über den Entlüftungs
anschluss 8 angeordnet.
Ein erster Faltenbalg 3 ist einenends mit dem Gehäuse 2 und andernends mit einem
oberen Steuerkolben 4 des Entlüftungsventils 17 verbunden. Der Faltenbalg 3 ist
einenends zur Verbindung mit dem Gehäuse an einem mit dem Gehäuse fest verbun
denen Flansch 1 angeschlossen. Durch diesen Flansch 1 kann das Stellglied 16 den
oberen Steuerkolben 4 betätigen. Das Stellglied 16 ist damit vom Druckmedium voll
kommen isoliert. Ein weiterer Faltenbalg 11 ist mit einem über den oberen Steuerkol
ben 4 betätigbaren unteren Steuerkolben 10 für das Schaltventil verbunden, der an
dernends mit einem dem Flansch 1 gegenüberliegenden weiteren Flansch 12 fest
verbunden ist, der in der Figur das Gehäuse des Ventils nach unten verschließt. Obe
rer und unterer Steuerkolben sind an einer Laufbuchse 15 geführt, die am weiteren
Flansch 12 befestigt ist.
Der obere Steuerkolben 4 bildet zugleich die Dichtfläche des Entlüftungsventils 17 in
Verbindung mit dem unteren Steuerkolben 10 aus, ohne dass weitere Zwischenele
mente erforderlich sind. Zudem besitzt der untere Steuerkolben 10 an voneinander in
Längsrichtung beabstandeten Stellen nicht nur die Dichtfläche für das Entlüftungsven
til mit dem oberen Steuerkolben 4, sondern dichtet mit dem Gehäuse 2 über das Ele
ment 9 das Schaltventil ebenfalls unmittelbar ab.
Es ergibt sich damit ein sehr einfach und kostengünstig aufgebautes Ventil, das nur
aus wenigen Einzelteilen besteht und dennoch zuverlässig und mit hoher Lebensdau
er dicht hält. Die Hubausnutzung der Faltenbälge 3, 11 kann durch feste Verbindung
mit dem Gehäuse in positive als auch in negative Richtung erfolgen. Durch die Fal
tenbälge ist das Stellglied 16 vom Druckmedium vollkommen isoliert. Dadurch ist das
Ventil sehr verschleißarm, da keine Gleit- bzw. Führungsteile mit dem Medium selbst
in Berührung kommen. Bei pneumatischer Ansteuerung kann das Ventil als Durch
flussverstärker verwendet werden, da das Steuervolumen am Steueranschluss 6 ge
ring ist und das Durchflussvolumen um ein vielfaches größer sein kann.
Dadurch dass der obere Steuerkolben 4 des Entlüftungsventils 17 über einen Falten
balg 3 mit dem oberen Flansch 1 und der untere Steuerkolben 10 des Schaltventils 18
über den Faltenbalg 11 mit dem unteren Flansch 12 fest verbunden ist, und die wirk
samen Durchmesser der Faltenbälge 3 und 11 gleich Null sind, entsteht keine Kraf
tentwicklung, die von der Regelkraft überwunden werden muss. Dadurch genügt eine
kleine Regelleistung, was zur Reduzierung des Energieaufwands beiträgt. Durch die
Reduzierung des wirksamen Durchmessers der Faltenbälge 3 und 11 entwickeln sich
keine gegeneinander wirkenden Kräfte, so dass sehr kurze Schaltzeiten erreichbar
sind. Beim Anlegen eines gewünschten Drucks am Steueranschluss 6 entwickelt sich
eine Druckkraft Fd auf den oberen Steuerkolben 4 gegenüber der Feder 14. Dadurch
schließt sich das Entlüftungsventil und bewegt bei weiterem Einwirken der Druckkraft
den unteren Steuerkolben nach unten, wodurch sich der Durchflussquerschnitt am
Schaltventil 16 ändert und das Durchflussvolumen regelbar wird.
Claims (3)
1. Druck-Durchfluss-Regelventil mit zwei integrierten 2-Wege-Ventilen für pneumati
sche und hydraulische Medien mit
- - einem Stellglied (16), das durch einen Steueranschluss (6) das Ventil betätigt,
- - einem Gehäuse (2) mit Primäranschluss (7), Sekundäranschluss (5) und Ent lüftungsanschluss (8),
- - einem Schaltventil (18) zur Schaltung der Verbindung zwischen Primäran schluss (7) und Sekundäranschluss (5),
- - einem zwischen Primäranschluss (7) und Sekundäranschluss (5) angeordneten Entlüftungsventil (17) zur Entlüftung über den Entlüftungsanschluss (8),
- - einem ersten Faltenbalg (3), der einenends mit dem Gehäuse (2) und andere nends mit einem oberen Steuerkolben (4) des Entlüftungsventils (17) verbun den ist,
2. Regelventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Steuerkol
ben (4) zugleich die Dichtfläche des Entlüftungsventils (17) in Verbindung mit dem
unteren Steuerkolben (10) ausbildet.
3. Regelventil nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der
untere Steuerkolben (10) an voneinander in Längsrichtung beabstandeten Stellen
mit dem oberen Steuerkolben (4) und dem Gehäuse (2) die Dichtflächen des Ent
lüftungsventils (17) und des Schaltventils (18) ausbildet.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19733773A DE19733773C2 (de) | 1997-08-05 | 1997-08-05 | Druck-Durchfluss-Regelventil mit zwei integrierten 2-Wege-Ventilen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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ID=7838005
Family Applications (1)
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE19733773C2 (de) |
Cited By (1)
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Families Citing this family (2)
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1997
- 1997-08-05 DE DE19733773A patent/DE19733773C2/de not_active Expired - Lifetime
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| DE19733773A1 (de) | 1999-02-25 |
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