DE19731389A1 - Anti-Reflexionsbelag für Armaturentafel-Abdeckungen zur Minimierung der Stör-Leuchtdichte im Gesichtsfeld von Fahrzeug-Führern - Google Patents
Anti-Reflexionsbelag für Armaturentafel-Abdeckungen zur Minimierung der Stör-Leuchtdichte im Gesichtsfeld von Fahrzeug-FührernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung bzw. ein Verfahren zur
Minimierung der störenden Spiegelung, die durch Tages- bzw.
künstliches Licht in Fahrzeugen infolge der reflektierenden, der
Frontscheibe zugewandten oberen Armaturentafel-Abdeckung in der
Frontscheibe im Sichtfeld des Fahrers entsteht und als unangenehme
Störleuchtdichte bzw. Reflexblendung vom Fahrer wahrgenommen wird.
Die heute in Fahrzeugen überwiegend verwendeten Kunststoff-
Armaturentafel-Abdeckungen weisen in Abhängigkeit vom jeweiligen
Design unterschiedliche Farben und Reflexionsgrade auf, mit der
Folge unangenehmer Spiegelungen dieser Flächen in der i.a. stark
geneigten Frontscheibe in Richtung der Augen des Fahrers.
Diese Reflexionen, die mit zunehmenden Einfallswinkeln bekanntlich
ansteigen und bei jedem Grenzübergang Luft-Glas bzw. Glas-Luft
infolge der bekannten Gesetze der geometrischen Optik
(Reflexionsgesetz, Brechungsgesetz) auftreten, erzeugen eine
unerwünschte Störleuchtdichte im Gesichtsfeld der Fahrers, die die
Sichtverhältnisse negativ beeinflußt und damit die
Verkehrssicherheit beeinträchtigen kann.
Das von außen auf die obere Armaturentafel-Abdeckung einfallende
Licht erzeugt auf dieser Fläche eine stör-Leuchtdichte gemäß der
folgenden Gleichung (1)
Hierin bedeuten L: stör-Leuchtdichte in cd/m der
Armaturentafel-Abdeckung
E: Beleuchtungsstärke in 1× auf der Armaturentafel-Abdeckung
ρ: Reflexionsgrad der Armaturentafel-Abdeckung
d. h., je größer die Beleuchtungsstärke auf der Armaturentafel- Abdeckung infolge der Außenhelligkeit und je höher der Reflexionsgrad der Abdeckung, desto größer die erzeugte unangenehme Stör-Leuchtdichte auf dieser, die über die Frontscheibe in die Augen des Fahrzeugführers gespiegelt wird.
E: Beleuchtungsstärke in 1× auf der Armaturentafel-Abdeckung
ρ: Reflexionsgrad der Armaturentafel-Abdeckung
d. h., je größer die Beleuchtungsstärke auf der Armaturentafel- Abdeckung infolge der Außenhelligkeit und je höher der Reflexionsgrad der Abdeckung, desto größer die erzeugte unangenehme Stör-Leuchtdichte auf dieser, die über die Frontscheibe in die Augen des Fahrzeugführers gespiegelt wird.
Diese Verhältnisse sind in der Fig. 1 dargestellt, wobei hier aus
Vereinfachungsgründen auf die exakte Darstellung der Strahlengänge
infolge der Reflexion und Brechung an einer Frontscheibe
endlicher Stärke mit zwei Grenzflächen Luft-Glas verzichtet wird,
da diese Zusammenhänge hinreichend aus der Literatur bekannt sind.
Deutlich ist die Entstehung des störenden Streulichtes in Richtung
des Beobachters infolge der stör-Leuchtdichte auf der
Armaturentafel-Abdeckung zu erkennen (gestrichelte Strahlen).
Um nun das Entstehen der Stör-Leuchtdichte zu verhindern, muß nach
Gleichung (1) der Reflexionsgrad der Armaturentafel-Abdeckung
möglichst gegen Null gehen oder die Reflexion an der Frontscheibe
in Richtung des Beobachters vermindert werden. Die Neigungswinkel
der Windschutzscheiben können aus Gründen eines geringen
Luftwiderstandes kaum verändert werden.
Denkbar wäre eine Bedampfung der Frontscheiben mit
reflexionsmindernden Schichten wie z. B. bei Brillengläsern und
Objektiven.
Die einfachste und kostengünstigste Lösung besteht jedoch
erfindungsgemäß in der Aufbringung eines dünnen mattschwarzen
Belages mit möglichst geringer diffuser Restreflexion auf der
oberen Armaturentafel-Abdeckung in einer geeigneten Größe derart,
daß der Beobachtungsraumwinkel des Fahrers nicht mehr durch
störendes Streulicht beeinträchtigt wird (vgl. Fig. 2).
Dieser Belag kann z. B. gebildet werden durch eine mattschwarze
Klebefolie, ein schwarzes Samttuch mit dünnem Spannrahmen oder
einem mattschwarzen Kunststoff- bzw. Metallbelag mit diffuser
Reflexionsindikatrix (sog. Lambert-Charakteristik).
Die Oberfläche muß in jedem Fall so gestaltet sein, daß sie dem
sog. "schwarzen Körper", d. h.,einem Hohlraum mit kleiner Öffnung,
möglichst nahe kommt. In der Praxis bedeutet dies eine
flächenmäßige Aneinanderreihung vieler derartiger "schwarzer
Körper".
Samtstoffe, samtartig beschichtete Klebefolien und geeignet
gestaltete, z. B. perforierte Kunststoff- und Metalloberflächen mit
kleinstmöglichem Reflexionsgrad können den "schwarzen Körper"
hinreichend gut nachbilden.
Bei bestehenden Fahrzeugen kann demzufolge eine nachträgliche
Anbringung eines derartigen Belages die Sichtverhältnisse des
Fahrers speziell im Sommerhalbjahr deutlich verbessern.
Bei der Neuproduktion von Fahrzeugen empfiehlt sich eine
werksseitige Integration einer mattschwarzen Fläche in die obere
Armaturentafel-Abdeckung.
Fig. 3 zeigt als Ausführungsbeispiel eine mattschwarze
Anti-Reflexionsfolie, die oberhalb der Instrumententafel eines
Mercedes-Benz-PKW's der S-Klasse angebracht ist.
Claims (7)
1. Anordnung bzw. Verfahren zur Minimierung der störenden
Spiegelung, die durch Tages- bzw. künstliches Licht in Fahrzeugen
infolge der reflektierenden, der Frontscheibe zugewandten oberen
Armaturentafel-Abdeckung in der Frontscheibe im Sichtfeld des
Fahrers entsteht und als unangenehme Stör-Leuchtdichte bzw.
Reflexblendung wahrgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein
dünner mattschwarzer Anti-Reflexionsbelag mit möglichst geringem
diffusen Reflexionsgrad auf der oberen Armaturentafel-Abdeckung in
einer geeigneten Größe in der Weise aufgebracht wird, daß der
Beobachtungsraumwinkel des Fahrers nicht mehr durch gespiegeltes,
störendes Streulicht beeinträchtigt wird.
2. Anordnung bzw. Verfahren zur Minimierung der störenden
Spiegelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
mattschwarze Anti-Reflexionsbelag mit kleinstmöglichem
Reflexionsgrad realisiert werden kann z. B. durch eine mattschwarze
Klebefolie, ein schwarzes Samttuch mit dünnem Spannrahmen oder
einen mattschwarzen Kunststoff- bzw. Metallbelag mit möglichst
diffuser Reflexionsindikatrix, d. h. mit einer sog. Lambert-
Charakteristik.
3. Anordnung bzw. Verfahren zur Minimierung der störenden
Spiegelung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche des mattschwarzen Anti-Reflexionsbelages so
gestaltet sein muß, daß sie dem sog. "schwarzen Körper", d. h.,
einem Hohlraum mit kleiner Öffnung, möglichst nahe kommt. In der
Praxis bedeutet dies eine flächenmäßige Aneinanderreihung vieler
derartiger "schwarzer Körper", wobei z. B. schwarze Samtstoffe,
schwarze, samtartig beschichtete Klebefolien und schwarze geeignet
gestaltete, z. B. perforierte oder geprägte Kunststoff- oder
Metalloberflächen den "schwarzen Körper" hinreichend gut
nachbilden.
4. Anordnung bzw. Verfahren zur Minimierung der störenden
Spiegelung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der mattschwarze Anti-Reflexionsbelag bei der Produktion von
Neufahrzeugen werksseitig in die obere Armaturentafel-Abdeckung
integriert wird.
5. Anordnung bzw. Verfahren zur Minimierung der störenden
Spiegelung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der mattschwarze Anti-Reflexionsbelag bei den im Markt
befindlichen Gebrauchtfahrzeugen nachträglich auf der oberen
Armaturentafel-Abdeckung angebracht wird.
6. Anordnung bzw. Verfahren zur Minimierung der störenden
Spiegelung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß alternativ die obere Armaturentafel-Abdeckung und oder die
Frontscheibe ein- bzw. beidseitig mit Anti-Reflexschichten
versehen wird, wie z. B. bei Brillengläsern und Objektiven.
7. Anordnung bzw. Verfahren zur Minimierung der störenden
Spiegelung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß auch entsprechende Flächen unter Heck- und Seitenscheiben, die
störendes Streulicht erzeugen können, mit schwarzen
Anti-Reflexbelägen versehen werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19731389A DE19731389A1 (de) | 1997-07-22 | 1997-07-22 | Anti-Reflexionsbelag für Armaturentafel-Abdeckungen zur Minimierung der Stör-Leuchtdichte im Gesichtsfeld von Fahrzeug-Führern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19731389A DE19731389A1 (de) | 1997-07-22 | 1997-07-22 | Anti-Reflexionsbelag für Armaturentafel-Abdeckungen zur Minimierung der Stör-Leuchtdichte im Gesichtsfeld von Fahrzeug-Führern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19731389A1 true DE19731389A1 (de) | 1999-01-28 |
Family
ID=7836478
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19731389A Withdrawn DE19731389A1 (de) | 1997-07-22 | 1997-07-22 | Anti-Reflexionsbelag für Armaturentafel-Abdeckungen zur Minimierung der Stör-Leuchtdichte im Gesichtsfeld von Fahrzeug-Führern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19731389A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10046982C1 (de) * | 2000-09-22 | 2001-12-13 | Dornier Gmbh | Fahrzeuginnenraumverkleidung mit verringerter Blendwirkung an der Windschutzscheibe oder Heckscheibe |
| DE102004059874A1 (de) * | 2004-12-10 | 2006-06-14 | Faurecia Innenraum Systeme Gmbh | Kraftfahrzeug-Innenverkleidungsteil |
| DE102014104533A1 (de) * | 2013-11-19 | 2015-05-21 | Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Kraftfahrzeuginnenraumbereich |
-
1997
- 1997-07-22 DE DE19731389A patent/DE19731389A1/de not_active Withdrawn
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10046982C1 (de) * | 2000-09-22 | 2001-12-13 | Dornier Gmbh | Fahrzeuginnenraumverkleidung mit verringerter Blendwirkung an der Windschutzscheibe oder Heckscheibe |
| EP1190908A3 (de) * | 2000-09-22 | 2003-11-19 | DaimlerChrysler AG | Fahrzeuginnenraumverkleidung mit verringerter Blendwirkung an der Windschutzscheibe oder Heckscheibe |
| US6746126B2 (en) | 2000-09-22 | 2004-06-08 | Daimlerchrysler Ag | Vehicle interior trim having a reduced glare effect at the windshield and the rear view window |
| DE102004059874A1 (de) * | 2004-12-10 | 2006-06-14 | Faurecia Innenraum Systeme Gmbh | Kraftfahrzeug-Innenverkleidungsteil |
| DE102014104533A1 (de) * | 2013-11-19 | 2015-05-21 | Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Kraftfahrzeuginnenraumbereich |
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| 8120 | Willingness to grant licences paragraph 23 | ||
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