DE19731293A1 - Chip Service Point - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kommunikationszentrale mit einer Kartenbearbeitungs
einrichtung, ein Verfahren zur Telekommunikation unter Benutzung einer Karte und
ein Verfahren zum Transfer von Daten auf eine Karte bzw. von einer Karte.
Bekannte, als Kartentelefon bezeichnete Kommunikationszentralen erlauben das
Bezahlen von Telekommunikationsgebühren durch eine während der Telekommuni
kation, also des Gesprächs, in die Kommunikationszentrale eingesteckte
Telefonkarte. Die derzeit verbreiteten Telefonkarten sind dabei mit einem bei ihrem
Erwerb auf ihnen gespeicherten Guthaben versehen, welches nach und nach
abgebucht wird, wobei die Karte, wenn das Guthaben verbraucht ist, meist
weg geworfen oder gesammelt wird. Für andere Dienstleistungen ist die bekannte
Kommunikationszentrale nicht geeignet. Ferner ist eine sog. "PayCard" für spezielle
öffentliche Kartentelefone bekannt, welche an einem Kartentelefon mit virtuellem Geld
wieder aufgeladen werden kann.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt die Aufgabe der Erfindung in der
Schaffung einer Kommunikationszentrale und eines Verfahrens, die bzw. das
möglichst universell einsetzbar ist.
Die Aufgabe wird durch eine Kommunikationszentrale gemäß dem unabhängigen
Anspruch 1 und durch Verfahren gemäß den unabhängigen Verfahrensansprüchen
10, 11 gelöst.
Eine Kommunikationszentrale gemäß dem unabhängigen Anspruch 1 ist wie ein
herkömmliches Kartentelefon an unterschiedlichen Orten anbringbar. Eine Karten
bearbeitungseinrichtung im Sinne des Anspruchs 1 kann beim heutigen Stand der
Technik beispielsweise mindestens eine Kartenleseeinrichtung mit einem Kartenlese
schacht sein, in welchen eine Karte einzustecken ist; bei einer Weiterentwicklung auf
diesem Gebiet kann eine Karte im Sinne des Anspruchs 1 nicht nur eine Karte von
der Art einer heutigen ec-Karte oder Kreditkarte sein, sondern auch beispielsweise ein
sonstiges Identifikationsmodul oder -merkmal, wie ein Speicherkristall oder eine
andere zum Speichern von Daten geeignete Einrichtung. Derzeit übliche Karten
können Informationen beispielsweise in einem EEPROM dauerhaft speichern, wobei
das Erfassen das Auslesen des EEPROMs auf der Karte und das Schreiben gemäß
Anspruch 1 das Programmieren eines EEPROMs auf der Karte darstellt. Eine Tele
kommunikationseinrichtung im Sinne des Anspruchs 1 kann beispielsweise ein
übliches Telefon mit einem Mikrofon und einem Lautsprecher in Analogbauweise oder
evtl. mit AD- und DA-Wandlern in Digitalbauweise sein; die in eine derartige
Telekommunikationseinrichtung in Form eines Telefons eingebbaren
Telekommunikationsinformationen sind bei einem Telefon analoge Sprachsignale
oder sonstige, auch digitale Signale.
Die Telekommunikationsnetzschnittstelle im Sinne des Anspruchs 1 kann ein
Anschluß an ein beliebiges Telekommunikationsnetz sein; insbesondere kann es eine
Telekommunikationsnetzschnittstelle zu einem Festnetz oder eine
Telekommunikationsnetzschnittstelle in Form eines Senders und Empfängers als
Anschluß an ein Mobilfunknetz oder dgl. sein.
Die erfindungsgemäße Kommunikationszentrale ist überaus universell einsetzbar. Sie
kann z. B. eine übliche Telekommunikation in Form eines akustischen Gesprächs oder
z. B. eine Kommunikation über eine Tastatur oder ein Gespräch auf einem Kanal und
gleichzeitig auf einem anderen Kanal einen direkten Datenaustausch zwischen einer
Dienstleistungszentrale im Telekommunikationsnetz und einer Karte in der
Kartenbearbeitungseinrichtung der Kommunikationszentrale erlauben.
Die Kartenbearbeitungseinrichtung im Sinne des Anspruchs 1 umfaßt nicht notwendi
gerweise nur ein Kartenerfassungs-, also Lese- und Schreibgerät, sondern kann auch
mehrere Kartenlese- oder Schreibgeräte umfassen. Ein Vorteil letzterer Alternative
liegt darin, daß beispielsweise der Anwender sich von einer elektronischen
Dienstleistungszentrale im Telekommunikationsnetz, also beispielsweise einem
elektronischen Auskunftsdienst, erläutern lassen kann, wie er seine gleichzeitig in die
Kartenbearbeitungseinrichtung eingesteckte Karte verwenden kann. So kann eine
Dienstleistungszentrale eines Telekommunikationsnetzes ihm erläutern, wie er
beispielsweise von einer in einen Schacht der Kartenbearbeitungseinrichtung
eingesteckten ec-Karte, Geld Karte oder sonstigen ein Guthaben oder einen
Guthabenzugriff repräsentierenden Karte Geld auf eine andere, gleichzeitig oder
danach in einen Schacht der Kartenbearbeitungseinrichtung eingesteckte Karte
umbuchen kann. Ebenso kann von der Dienstleistungszentrale im
Telekommunikationsnetz über die Telekommunikationseinrichtung der Kommunika
tionszentrale einem Anwender erläutert werden, wie er beispielsweise sonstige
Informationen auf eine in die Kartenbearbeitungseinrichtung eingesteckte Karte
aufladen kann oder wie er sonstige Dienste in Anspruch nehmen kann. Ein
besonderer Vorteil liegt dabei in der Parallelität der Kommunikation.
Die Kommunikationszentrale ist sehr universell, da es neben einer akustischen
Kommunikation oder einer Kommunikation über einen Rechner auch möglich ist,
verschiedene Auskunfts-, Hotline- und Sicherheitsdienste aus dem Telekommuni
kationsnetz im Zusammenhang mit einer in die Kartenbearbeitungseinrichtung einge
steckten Karte in Anspruch zu nehmen. Eine Karte kann ferner in unterschiedlichster
Weise, wie beispielsweise gegen Bargeld, von anderen Karten oder über das Tele
kommunikationsnetz von einem Konto aufgeladen werden.
Obiges gilt entsprechend für die erfindungsgemäßen Verfahren gemäß den
unabhängigen Verfahrensansprüchen.
Zweckmäßig umfaßt die Telekommunikationseinrichtung der Kommunikationszentrale
eine lokale Endgeräteschnittstelle für ein Endgerät. Diese Endgeräte-Schnittstelle
kann ein Anschluß für einen Computer, wie einen Laptop alternativ oder zusätzlich zu
einem üblichen Telefon zur akustischen Kommunikation sein. Ferner ist insbesondere
eine Rechnerendgeräte-Schnittstelle für spezielle Handgeräte vorteilhaft;
insbesondere ist eine Endgeräteschnittstelle für ein Warenerfassungsgerät
zweckmäßig. Ein derartiges Warenerfassungsgerät kann in Supermärkten o. dgl. zum
manuellen oder elektronischen Erfassen von nachzubestellenden Waren verwendet
werden, wobei die Warenbestellung über die Kommunikationszentrale und ein Tele
kommunikationsnetz einfach dadurch erfolgt, daß das Warenerfassungsgerät über
eine Rechnerendgeräte-Schnittstelle an die Kommunikationszentrale angeschlossen
wird.
Ferner weist die Telekommunikationseinrichtung zweckmäßig Kurzwahltasten für vor
gebbare Telefonnummern auf. Dabei ist es insbesondere vorteilhaft, Kurzwahltasten
auf der Telekommunikationseinrichtung für auf einer Karte speicherbare oder im Tele
kommunikationsnetz einer Karte zuordenbare Telefonrufnummern vorzusehen, was
eine individuelle Kurzwahl jedes Anwenders erlaubt. Ferner können für lokale Dienste
insbesondere Sicherheitsdienste vor Ort an der Kommunikationszentrale eine
spezielle Taste vorgesehen sein, was insbesondere an für die Aufstellung von
Kommunikationszentralen geeigneten Orten, wie Bahnhöfen, sehr vorteilhaft ist.
Die Telekommunikationsnetz-Schnittstelle ist vorzugsweise als ISDN-Anschluß
ausgebildet, was eine Kommunikation mit einer sehr hohen Datenrate erlaubt, die
insbesondere zur Übertragung von digitalen Daten in die Karte oder von der Karte
oder zu/von einem an einen Endgeräteschnittstellenanschluß der
Telekommunikationseinrichtung angeschlossenen Rechner erlaubt. Dabei ist es
möglich, über einen ISDN-Anschluß einen Telekommunikationseinrichtungs-Kanal
und einen Kartenbearbeitungseinrichtungs-Kanal im Frequenz- und/oder Zeitmulitplex
zu betreiben, was jedoch derzeit wegen sehr hoher anwenderseitiger
Qualitätsanforderungen nicht üblich ist.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, die auch unabhängig von
dieser bedeutsam ist, weist die Kartenbearbeitungseinrichtung der
Kommunikationszentrale mindestens zwei voneinander unabhängig betreibbare
Kartenlese- und -schreibeinrichtungen mit einem jeweils eigenen Kartenschacht auf.
Dies ermöglicht z. B. ohne Kartenwechsel einfaches, schnelles und handliches
Umbuchen von virtuellem Geld von einer Karte, beispielsweise einer ec-Karte, Kredit
karte oder PayCard etc. auf eine andere, insbesondere eine universelle Karte. Dabei
ist zweckmäßig in der Kartenbearbeitungseinrichtung eine von der Kommunikations
zentrale, beispielsweise durch Spracheingabe oder Tastatureingabe ansteuerbare
Übertragungseinrichtung für Kartendaten von einer Karte zur anderen Karte
vorgesehen. Ferner ist es zweckmäßig, eine Codeabfrageeinrichtung für Codes auf
einer Karte und/oder für einer Karte zuordenbare Codes vorzusehen, wobei die
Codeabfrageeinrichtung beispielsweise als Eingabegerät eine Telefontastatur oder
einen Telefonhörer und eventuell als Ausgabegerät einen Telefonlautsprecher oder
ein Display verwenden kann. Dies ermöglicht hohe Sicherheit bei der Karte
zuordenbaren virtuellen Geldbeträgen oder insbesondere auch bei
Kartenzusatzanwendungen. Dabei können auf einer Karte auch mehrere Codes
vorgesehen und/oder einer Karte im Telekommunikationsnetz mehrere Codes
zugeordnet sein. Zweckmäßig ist die Kartenbearbeitungseinrichtung kompatibel zu
Standard-Karten, also in der Lage zu deren Auslesen und Beschreiben. Insbesondere
ist eine Kompatibilität zu ec-Karten und/oder Kreditkarten und/oder PayCards
und/oder ZKA-Karten und/oder Universalkarten von Vorteil. Dies ermöglicht eine
besonders hohe Universalität der erfindungsgemäßen Kommunikationszentrale.
Vorteilhaft ist dabei insbesondere, wenn mindestens ein Schacht, vorzugsweise alle
Schächte der Kartenbearbeitungseinrichtung so ausgelegt sind, daß an einem
Schacht unterschiedliche Kartenformate einschiebbar und unterschiedliche
Kartenschnittstellen beschreib- und lesbar sind. Dies können insbesondere
mindestens zwei der folgenden Formate sein: ec-Karten, Kreditkarten einer Firma,
Kreditkarten einer weiteren Firma, ZKA-Karten, PayCards, GeldKarten,
Universalkarten.
Ferner weist zweckmäßig die Kommunikationszentrale eine
Datenübertragungsschnittstelle auf. Diese ist insbesondere im Zusammenhang, aber
auch unabhängig von den obigen Ausführungen und von der Erfindung von
Bedeutung. Dabei wird zweckmäßig eine PCMCIA-Schnittstelle verwendet, die einen
standardisierten und sehr zuverlässigen und schnellen Datentransfer von Laptops,
Warenerfassungsgeräten und anderen Rechnern über die
Datenübertragungsschnittstelle der Kommunikationszentrale in ein Telekommunika
tionsnetz ermöglicht.
Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels der Erfindung. Dabei zeigt:
Fig. 1 als einzige Figur schematisch eine erfindungsgemäße
Kommunikationszentrale.
Fig. 1 zeigt eine mit dem Begriff Chip Service Point bezeichnete Kommunikations
zentrale 1 mit einer Telekommunikationseinrichtung 2, einer mehrteiligen Karten
bearbeitungseinrichtung 3, 4, einer PCMCIA-Datenübertragungsschnittstelle 5, einer
Warenerfassungsgerät-Datenübertragungsschnittelle 6 und einer
Telekommunikationsschnittstelle 7 zu einem Telekommunikationsnetz 8 eines
Netzbetreibers.
Die dargestellte Kommunikationszentrale 1 ist nur beispielhaft. Insbesondere können
einzelne Elemente von Modulen, wie beispielsweise der Kartenleseschacht der Tele
kommunikationseinrichtung 2, anderen Modulen, wie beispielsweise der Karten
bearbeitungseinrichtung 4 zugeordnet sein. Ebenfalls ist es möglich, die Steuerungen
unterschiedlicher Module, wie beispielsweise die Steuerung der Telekommunikations
einrichtung und der Kartenbearbeitungseinrichtung oder anderer Teile gemeinsam auf
einer Schaltung auszubilden. So könnten z. B. von einem Chip, der die Steuerung der
Telekommunikationseinrichtung und der Kartenbearbeitungseinrichtung umfaßt, die
Kanäle 18, 19, 20 der Telekommunikationseinrichtung, der Kartenbearbeitungs
einrichtung und der Schnittstelle 6 z. B. über parallele Leitungen oder über eine
gemeinsame Frequenz- oder Zeitmultiplex-Leitung zur Telekommunikationsschnitt
stelle 7 führen. Dadurch ist eine erhöhte Flexibilität zur Nutzung der dynamischen
Bandbreitenaufteilung an der Telekommunikationsschnittstelle 7 gegeben.
Im vorliegenden Fall umfaßt die Telekommunikationseinrichtung 2 einen üblichen
Telefonhörer 9 und eine Tastatur 10, die beispielsweise eine übliche dargestellte
numerische Tastatur, eine alphanumerische Tastatur oder ein kryptografisches
Pinpad oder dergleichen sein kann. Ferner umfaßt die Kommunikationszentrale 1
Funktionstasten A, B, C, denen unterschiedliche Funktionen zuordenbar sind. So
können die Funktionstasten beispielsweise in standardisierter Reihenfolge auf einer
Karte abspeicherbaren privaten Nummern eines Anwenders zugeordnet sein, wobei
diese Nummern von dieser Karte ausgelesen werden und bei Drücken einer
bestimmten Funktionstaste A, B oder C oder einer Taste der Tastatur 10 diese
Rufnummer gewählt wird.
Ferner können auch mehr Funktionstasten A,B,C als dargestellt vorgesehen werden.
Insbesondere sind Funktionstasten zum Anrufen eines Dienstleistungszentrums- im
Telekommunikationsnetz 8, beispielsweise eines Operators in Form einer Person oder
eines Rechners möglich, wobei der Operator insbesondere Anweisungen und Hilfe
stellungen zur Benutzung der Kommunikationszentrale 1 und der Kartenbearbeitungs
einheit 2 sowie zur Nutzung der Karte geben kann.
Die Telekommunikation über den Telefonhörer 9 der Telekommunikationseinrichtung
2 kann in analoger oder digitaler Form durch Sprachübertragung und/oder Videoüber
tragung etc. erfolgen.
Ferner ist hier eine Endgeräteschnittstelle 5 vorgesehen. An diese kann ein Endgerät
oder ein Rechner, insbesondere ein Laptop, anschließbar sein. Besonders geeignet
ist beim derzeitigen Stand ein PCMCIA-Standard der Datenübertragungsschnittstelle
5, der sehr schnellen universellen Zugriff von Anwendern ermöglicht. Die
Datenübertragungsschnittstelle 5 erlaubt die Kommunikation über die Telekommu
nikationseinrichtung und einen Kanal 18 zur Telekommunikationsnetzschnittstelle 7
mit einem Telekommunikationsnetz 8.
Ferner ist hier eine zweite Datenübertragungsschnittstelle 6 mit einem eigenen Kanal
20 zur Telekommunikationsnetzschnittstelle 7 vorgesehen. Diese kann einem
weiteren Datenübertragungsstandard entsprechen. So kann sie beispielsweise für
einen Rechner, insbesondere einen Warenerfassungsrechner, ausgebildet sein. Ein
derartiger Warenerfassungsrechner kann beispielsweise als Handgerät oder
stationäres Gerät in Kaufhäusern dazu verwendet werden, durch Abzählen von
Waren oder durch Registrieren von gekauften Waren festzustellen, welche Waren
nach bestellt werden sollen. Dann ist eine sehr einfache Bestellung durch Anschließen
an die Datenübertragungsschnittstelle 6 möglich.
Im Bild ist unterhalb der Telekommunikationseinrichtung 2 eine Kartenbearbeitungs
einrichtung 4 dargestellt. In der Praxis ist es ebenso möglich, die Kommunikations
zentrale 1 so auszubilden, daß Telekommunikationseinrichtungs-Elemente und
Elemente der Kartenbearbeitungseinrichtung 4 in anderer Weise am Gehäuse ange
ordnet werden. Insbesondere ist es beispielsweise möglich, den Kartenschacht 3 der
Telekommunikationseinrichtung räumlich bei den Kartenschächten der Kartenbearbei
tungseinrichtung 4 unterzubringen.
Die Kartenbearbeitungseinrichtung 4 weist zwei Kartenschächte 12, 13 auf. Diese
entsprechen im Prinzip etwa dem Aufbau des Kartenleseschachts 3, der hier örtlich
bei der Telekommunikationseinrichtung 2 dargestellt ist.
Im Minimalfall kann nur ein Kartenleseschacht vorgesehen sein. Wenn zwei Karten
leseschächte vorgesehen sind, ist es z. B. möglich, virtuelles Geld von einer Karte auf
eine andere Karte besonders einfach umzubuchen. Beispielsweise kann Geld von
einer in den Schacht 12 eingesteckten GeldKarte, die lediglich einen bestimmten
Geldbetrag repräsentiert, über die Kartenbearbeitungseinrichtung eingelesen werden,
auf der Karte in dem Kartenschacht 12 gelöscht werden und auf eine Karte im Karten
schacht 13, welche beispielsweise eine Multifunktionskarte sein kann, aufgebucht
werden. Es können entweder nur Kartenleseschächte 5,12,13 vorgesehen sein, die
jeweils nur einer einzigen Art von Karte zugeordnet sind. Auch ist es möglich, alle
vorhandenen Kartenleseschächte als Universal-Leseschächte für mehrere unter
schiedliche Arten von Karten, beispielsweise ec-Karten, Kreditkarten, Geld Karten,
Universalkarten oder Karten von unterschiedlichen Herstellern auszubilden. Ferner
kann es auch von Vorteil sein, jeweils einer Art von Karten oder den Herstellern einer
Art von Karten jeweils einen eigenen Kartenleseschacht zuzuordnen, der mit einem
Logo oder der Bezeichnung des jeweiligen Kartenherstellers versehen sein kann.
Insbesondere kann auch die Kartenbearbeitungseinrichtung 4 so ausgebildet sein,
daß sie von mindestens einem Kartenleseschacht 12 und/oder 13 eine Universalkarte
einlesen und beschreiben kann. Eine derartige erfindungswesentliche, auch
eigenständig bedeutsame Universalkarte kann neben einem virtuellen Geldvermögen,
das zur Bezahlung von Telekommunikationsleistungen im Zusammenhang mit der
Kommunikationszentrale 1, also beispielsweise Telefonieren, Datenübertragung von
einem Rechner, Auskünfte oder dgl. dienen kann, auch Daten beliebiger Art
speichern. Insbesondere können auf der Universalkarte persönliche Telefonnummern
eines Anwenders gespeichert sein. Diese können dann, wie bereits oben ausgeführt,
beispielsweise über Funktionstasten A, B, C nach dem Auslesen der persönlichen
Telefonnummern von der Universalkarte in der Kartenbearbeitungseinrichtung 4 direkt
von Kurzwahltasten A,B,C oder der Tastatur 10 der Telekommunikationseinrichtung 2
gewählt werden, so daß der Anwender direkt mit der gewünschten Telefonnummer im
Telekommunikationsnetz 8 verbunden wird. Ferner können auch weitere
Sonderanwendungen unterschiedlichster Art auf einer Universalkarte gespeichert
werden. Beispielsweise ist es möglich, eine Kontoführung über die
Kommunikationszentrale 1 zu erlauben. Dabei wäre es vorteilhaft, zusätzlich zur
Karte, die in einen Kartenschacht 12 oder 13 einzuschieben wäre, noch eine
Codenummer etc. von einer Tastatur 11 abzufragen und/oder einen Fingerabdruck
optisch abzufragen oder dgl. So ist es möglich, Überweisungen etc. auszuführen.
Auch ist es möglich, beispielsweise von einem Konto Geld auf eine Universalgeldkarte
in einem Kartenleseschacht 12 oder 13 zu buchen.
Ferner können z. B. unterschiedlichste Informationen über die
Kommunikationszentrale 1 auf eine Universalkarte in einem Schacht 3, 12, 13
geladen werden.
Die Aufbringung von Zusatzanwendungen, sogenannte Value Added Service
Applikation, in Form von Daten wird durch den Kartennutzer ausgelöst, indem
- a) dieser an der Kartenbearbeitungseinrichtung 4 durch Menüauswahl die dort offline verschlüsselt gespeicherte Zusatzanwendung lädt. Mit Hilfe eines Sicherheitsschlüssels wird die Zusatzanwendung auf der Karte angelegt und kann nur durch den Anbieter der Zusatzanwendung mit Daten beschrieben werden. Eine offline gespeicherte Zusatzanwendung ist dann sinnvoll, wenn diese häufig zur lokalen Nutzung ausgewählt wird;
- b) an der Telekommunikationseinrichtung 2 online über eine der Funktionstasten A, B, C eine Servicerufnummer angewählt wird, hinter der sich beispielsweise ein Call Center oder ein Spracherkennungsautomat verbirgt. Der Kartennutzer erhält dann akustisch und/oder als Anzeige im Display 14 eine Übersicht über die ladbaren Zusatzanwendungen. Per Ziffernwahl über die Tastatur 10 oder akustische Angabe wählt der Kartennutzer Zusatzanwendungen aus. Diese werden verschlüsselt an das Sicherheitsmodul der Telekommunikationseinheit übertragen und von dort in der Karte gesichert abgelegt.
Benötigt der Kartennutzer Hilfe, beispielsweise weil die von ihm gewünschte
Zusatzanwendung fehlerhaft auf die Karte geladen wird, kann er eine Hotline über die
Funktionstasten A, B, C in Anspruch nehmen. Hinter dieser Hotline verbirgt sich
beispielsweise ein Call Center, das dem Kartennutzer im sprachlichen Dialog
Hilfestellung und Unterstützung gewährt. Beispielsweise kann durch diese Hotline
dem Kartennutzer ein Überblick über die bereits auf seiner Karte gespeicherten
Zusatzanwendungen erteilt werden, es können Zusatzanwendungen auf die Karte
geladen oder von der Karte gelöscht werden und Fehler beseitigt werden. Diese
besonderen Funktionen bedingen ein entsprechendes Sicherheitsmodul im Call
Center und in der Telekommunikationseinrichtung.
Alle Daten zwischen Call Center und Telekommunikationseinrichtung sowie zwischen
Telekommunikationseinrichtung und Karte werden verschlüsselt übertragen.
Ferner besteht die Möglichkeit, wie in Punkt b) beschrieben, im Auftrag eines
Anbieters auch besondere Daten für Zusatzanwendungen auf die Karte zu
übertragen. Diese Daten können beispielsweise Eintrittskarten für Kino, Theater,
Sportveranstaltungen sein oder der elektronische Fahrschein inclusive
Platzreservierung für Reiseveranstalter und Verkehrsbetriebe, Fluggesellschaften und
Bahnen. Parallel zur Speicherung solcher Daten auf der Karte erfolgt in der
Telekommunikationseinrichtung die Belastung des entsprechenden Entgeltes auf der
Geldbörse der Karte oder auf dem angegebenen Kundenkonto. Diese Umsätze
werden weitergeleitet an eine Bank zur Verrechnung mit dem Anbieter der
Zusatzanwendung, dem Betreiber des Chip Service Points und dem Betreiber der
Hotline.
Aufgrund dieser Multifunktionalität ist der Einsatz des Chip Service Point auch für zu
Hause möglich.
Um diese sehr universellen Dienstleistungen für den Anwender zu erleichtern, ist die
besondere Ausführung der Kommunikationszentrale mit zwei unabhängig
voneinander benutzbaren Kanälen 18, 19 für die Telekommunikationseinrichtung 2
und eine Kartenbearbeitungseinrichtung 4 von Vorteil. So kann beispielsweise ein
Anwender eine Universal-Karte in einen Kartenleseschacht 12 einer
Kartenbearbeitungseinrichtung 4 einstecken und während des Aufbuchens von
Informationen auf seine Universalkarte gleichzeitig über eine Tastatur und/oder einen
Telefonhörer 9 der Telekommunikationseinrichtung 2 mit einer Dienstleistungs
einrichtung im Telekommunikationsnetz 8, also mit einer Person oder einem
elektronischen Dienstleister kommunizieren. So kann das Dienstleistungszentrum im
Telekommunikationsnetz 8 über eine akustische Ausgabe, wie den Telefonhörer 9,
oder interaktiv über eine Anzeigeeinrichtung, wie das LCD-Display 14, Anweisungen
und Informationen geben, während eine Karte in der Kartenbearbeitungseinrichtung 4
bearbeitet wird. Beispielsweise kann der Anwender über den Telefonhörer 9 akustisch
darum bitten, die Fahrzeiten einer lokalen Bahn etc. auf seine Karte zu buchen,
Ebenso ist es z. B. möglich, daß eine elektronische Dienstleistungszentrale im
Telekommunikationsnetz 8 den Anwender bittet, durch Drücken der Taste A von einer
GeldKarte im Schacht 12 auf eine Universalkarte im Schacht 13 einen bestimmten
Geldbetrag umzubuchen oder durch anwenderseitiges Drücken der Taste B
Informationen von einer Karte im Schacht 12 auf eine Karte im Schacht 13
umzubuchen. Die Möglichkeit, akustisch oder durch die Tastatur Fragen zu stellen,
die entweder von der Kommunikationszentrale 1 oder von einem
Dienstleistungszentrum im Telefonnetz 8 beantwortet werden, ist gerade für technisch
unerfahrene Anwender von großem Vorteil. Überdies werden hierdurch Fehler
vermieden. Grundsätzlich kann die Anzeigeeinrichtung 14 auch zur Visualisierung von
Informationen aus Netzen und von Rechnern genutzt werden. Beispielsweise können
diese Informationen aus einem Internet und/oder einem Intranet stammen oder emails
sein. Die Bedienung der angezeigten Information erfolgt über die Tastatur 14 oder
über die Tasten A, B, C.
Im dargestellten Beispiel können Anweisungen des Anwenders beispielsweise
generell durch die Taste 15 bestätigt werden und durch die Taste 16 korrigiert
werden. Ebenso ist hier ein Abbruch oder Rückgängigmachen einer Operation durch
Drücken der Taste 17 möglich.
Diese vorteilhafte gleichzeitige Kommunikation der Telekommunikationseinrichtung 2
und der Kartenbearbeitungseinrichtung 4 mit dem Telekommunikationsnetz 8 ist
dadurch einfach möglich, daß hier ein Kanal 18 von der
Telekommunikationseinrichtung 2 zur Telekommunikationsnetzschnittstelle 7 und ein
Kanal 19 von der Kartenbearbeitungseinrichtung 4 zur Telekommunikationsschnitt
stelle 7 vorgesehen ist. Dies ermöglicht den gleichzeitigen Betrieb der Telekommuni
kationseinrichtung und der Kartenbearbeitungseinrichtung. Gleiches wie für die
Kartenbearbeitungseinrichtung mit dem Kanal 19 gilt für die Schnittstelle 6 mit dem
Kanal 20, der parallel z. B. zu einem Telefongespräch betrieben werden kann. Die
Telekommunikationsnetzschnittstelle 7, die beispielsweise ein ISDN-Netzabschluß
sein kann, kann Daten entweder auf einer Leitung oder auf zwei oder mehr Leitungen
sowie über Funk in das Telekommunikationsnetz 8 weiter übertragen.
Die Übertragungsrate der Kanäle 18, 19 kann wie im dargestellten Beispiel derzeit
z. B. mit 64 kbit/s und einem Vielfachen davon, insbesondere 128 kbit/s, ausgelegt
werden. Jedoch sind auch höhere Übertragungsraten schon jetzt möglich und
insbesondere in der Zukunft denkbar. 64 kbit/s und 128 kbit/s entsprechen einer
ISDN-Übertragung. Diese Rate kann bei ISDN-Netzabschlüssen 7 intern und auch
extern zum Telekommunikationsnetz 8 eingesetzt werden.
Die Telekommunikationseinrichtung 2 kann an nur ein Telekommunikationsnetz 8
oder mehrere Telekommunikationsnetze angeschlossen oder anschließbar sein.
Insbesondere in abgelegenen Gegenden ist auch eine Betreibung der Telekommuni
kationseinrichtung 2 mit einem Funknetz, wie einem Mobilfunknetz oder einem
Satellitenfunknetz, vorstellbar. In dichter besiedelten Gegenden ist ein Festnetz
anschluß sinnvoller. Dies ist derzeit beispielsweise ein Digitalschluß. Insbesondere ist
aber auch ein ISDN-Netzanschluß 7 sehr vorteilhaft, weil damit auch Daten von
Rechnern über die Datenübertragungsschnittstellen 5, 6 mit hoher Qualität und
Sicherheit übertragen werden können.
Im vorliegenden Beispiel ist neben den hier dargestellten Kartenleseschächten 12, 13
in der Kartenbearbeitungseinrichtung 4 auch räumlich bei der Telekommunikations
einrichtung 2 ein Kartenleseschacht 3 vorgesehen. Die Telekommunikationseinrich
tung 2 kann beispielsweise Telekommunikationen nur dann erlauben, wenn eine Karte
im Kartenleseschacht 3 eingeführt ist. Damit können Fehler dahingehend, daß Tele
kommunikationseinrichtungs-Dienstleistungen versehentlich gebucht werden, wenn
lediglich eine Umbuchung von Karten gewünscht wird, vermieden werden. Auch ist es
möglich, Telekommunikationsdienstleistungen allein für Inhaber von bestimmten
Karten zu erlauben.
Claims (11)
1. Kommunikationszentrale (1) mit einer Kartenbearbeitungseinrichtung (4) zum
Erfassen von Daten von einer Karte oder Schreiben von Daten auf eine Karte,
mit einer Telekommunikationseinrichtung (2) zur lokalen Ein- und/oder Ausgabe
(5, 6, 9) von Telekommunikationsinformationen in die oder aus der
Kommunikationszentrale (1)
und mit einer an die Kartenbearbeitungseinrichtung (4) und an die
Telekommunikationseinrichtung (2) über jeweils einen eigenen, bidirektionalen,
vom anderen Kanal (19, 18) unabhängig betreibbaren Kanal (18, 19)
angeschlossenen Telekommunikationsnetzschnittstelle (7) zu mindestens einem
Telekommunikationsnetz (8).
2. Kommunikationszentrale nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet
daß die Telekommunikationseinrichtung (2) eine lokale, für digitale und/oder für
analoge Endgeräte oder Rechner ausgelegte Endgeräte-Schnittstelle (5, 6)
umfaßt.
3. Kommunikationszentrale nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet
daß Kurzwahltasten (A; B; C), insbesondere für von einer Karte über die Karten
bearbeitungseinrichtung (3, 4) einlesbare Telefon-Rufnummern eines
Telekommunikationsnetzes (8), vorgesehen sind.
4. Kommunikationszentrale nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß Kurzwahltasten (A; B; C) für lokale Dienste am Ort der Kommunikations
zentrale (1) an der Kommunikationszentrale (1) vorgesehen sind.
5. Kommunikationszentrale nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet
daß die Telekommunikationsnetzschnittstelle (7) einen ISDN-Anschluß,
insbesondere extern mit mindestens einem Telekommunikations-(2)-Basiskanal
und einem Kartenbearbeitungseinrichtungs-(4)-Datenkanal, aufweist.
6. Kommunikationszentrale nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kartenbearbeitungseinrichtung (4) mindestens zwei voneinander
unabhängige Kartenlese- und -schreibeinrichtungen (3, 12, 13) aufweist.
7, Kommunikationszentrale nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet
daß eine Codeabfrageeinrichtung für Codes auf einer Karte und/oder für einer
Karte zuordenbare Codes vorgesehen ist,
8. Kommunikationszentrale nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet
daß die Kartenbearbeitungseinrichtung (4) kompatibel zu mehreren unterschied
lichen Karten-Standards ausgebildet ist.
9. Kommunikationszentrale, insbesondere nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie (1) eine lokale Datenübertragungsschnittstelle (5, 6) aufweist.
10. Verfahren zur Telekommunikation unter Benutzung einer Karte, wobei Daten
von der Karte oder zum Speichern auf die Karte und andere Telekommu
nikationsinformationen des Anwenders über eine Kommunikationszentrale
unabhängig voneinander, insbesondere gleichzeitig, erfaßt und/oder übertragen
und/oder wiedergegeben werden.
11. Verfahren zum Transfer von Daten auf eine Karte und/oder von einer Karte,
wobei die Daten in der Kommunikationszentrale gespeichert sind bzw.
gespeichert werden und wobei die Daten auf eine in eine Kartenlese- und
Schreibeinrichtung eingesteckte Karte auf Anforderung gespeichert bzw. von
dieser gelesen werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19731293A DE19731293A1 (de) | 1997-07-11 | 1997-07-11 | Chip Service Point |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19731293A DE19731293A1 (de) | 1997-07-11 | 1997-07-11 | Chip Service Point |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19731293A1 true DE19731293A1 (de) | 1999-01-14 |
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ID=7836418
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19731293A Ceased DE19731293A1 (de) | 1997-07-11 | 1997-07-11 | Chip Service Point |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19731293A1 (de) |
Cited By (37)
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