DE19731681A1 - Doppelbahniger Päckchentransport mit Mengenausgleich - Google Patents
Doppelbahniger Päckchentransport mit MengenausgleichInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Fördern von Packungen der
tabakverarbeitenden Industrie, insbesondere von Zigarettenpäckchen, entlang einer mehr
bahnigen Förderstrecke.
Werden solche Packungen entlang einer zwei- oder mehrbahnigen Förderstrecke einer
Einrichtung zugeführt, in der sie paarweise gruppiert oder weiterverarbeitet werden, erge
ben sich Probleme, wenn die Förderbahnen der Förderstrecke eine unterschiedliche An
zahl von Packungen transportieren. Dieser Fall kann beispielsweise eintreten, wenn eine
zweibahnige Packmaschine zum Verpacken von Zigaretten zwei Reihen von Packungen in
die Förderbahnen abgibt und den Reihen verschiedene Anzahlen von fehlerhaften Packun
gen entnommen werden. Das führt zu unterschiedlichen Förderraten in den Förderbah
nen, die bei der Weiterverarbeitung der Packungen Ausschuß verursachen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs
angegebenen Art zu verbessern.
Bei einem Verfahren der eingangs angegebenen Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß in jeder Förderbahn der Förderstrecke die Förderrate der Packungen
erfaßt wird und daß Unterschiede der Förderraten ermittelt und wenigstens angenähert
ausgeglichen werden.
Fortführungen und vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Verfahrens enthalten die Kennzeichen der Ansprüche 2 bis 6.
Die Erfindung sieht also vor, die Förderraten beider Förderbahnen wenigstens angenähert
aneinander anzugleichen, so daß die in den beiden Förderbahnen geförderten Packungen
möglichst lückenlos und störungsfrei weiterverarbeitet werden können. Dadurch wird auch
eine einwandfreie paarweise Verarbeitung der Packungen beispielsweise in einem zwei
bahnigen Folienpacker oder in einem Stangenpacker möglich, in welchem Zweiergruppen
von Packungen zu sogenannten Stangen zusammengestellt werden. Die Ansprüche 4 bis
6 betreffen Fortführungen der Erfindung, die sich besonders auf die Maßnahmen zum
Ausgleich der Förderraten der Förderbahnen beziehen. Damit können die Mengen der in
den Förderbahnen geförderten Packungen sehr exakt aneinander angeglichen werden,
ohne daß Verluste durch zusätzliche Entnahme ordnungsgemäßer Packungen entstehen.
Für eine Vorrichtung der eingangs angegebenen Art wird die der Erfindung zugrundelie
gende Aufgabe dadurch gelöst, daß jeder Förderbahn der Förderstrecke Mittel zum Erfas
sen der Förderrate der Packungen zugeordnet sind und daß Mittel zum Ermitteln und we
nigstens angenäherten Ausgleichen von Unterschieden der Förderraten vorgesehen sind.
Fortführungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Vorrichtung enthalten die Kennzeichen der Ansprüche 8 bis 15.
Die Erfindung bietet den Vorteil, daß beim mehrbahnigen Fördern von Packungen auf ein
fache und sichere Weise ein Ausgleich unterschiedlicher Förderraten der Förderbahnen
möglich ist. Das ermöglicht eine ausschußfreie paarweise Weiterverarbeitung der geförder
ten Packungen in einer angeschlossenen Maschine. Die Erfindung ist konstruktiv und
steuerungstechnisch mit einfachen Mitteln zu realisieren. Insgesamt verbessert die Erfin
dung die mehrbahnige Förderung von Packungen der tabakverarbeitenden Industrie.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung nach der Erfindung in einer schematischen Draufsicht,
Fig. 2 eine Schnittansicht entlang der Linie II-II der Fig. 1,
Fig. 3 eine Schnittansicht entlang der Linie III-III der Fig. 1 und
Fig. 4 eine Draufsicht entsprechend der Fig. 1 in einer anderen Arbeitsstellung
des Transfermittels und der Sperreinrichtungen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung nach der Erfindung in ver
schiedenen Ansichten dargestellt. Gleiche Teile sind in den Figuren jeweils mit denselben
Bezugszeichen versehen.
Mit 1 ist eine Förderstrecke mit zwei parallelen Förderbahnen 2 und 3 bezeichnet. Die För
derstrecke 1 verläuft im dargestellten Ausführungsbeispiel zwischen einer doppelbahnigen
Packmaschine 4, die nebeneinander zwei Reihen von Zigarettenpäckchen 6 abgibt, und
einer Weiterverarbeitungsmaschine 7, welche die Zigarettenpäcken zweireihig aufnimmt.
Bei der Weiterverarbeitungsmaschine 7 kann es sich beispielsweise um eine doppelbahni
ge Folieneinschlagmaschine oder Cellophaniermaschine oder um einen Stangenpacker
handeln, in welchem in den beiden Förderbahnen ankommende Päckchen paarweise zu
Zweiergruppen zusammengefaßt werden, die dann in bekannter Weise zu Stangen zusam
mengestellt und verpackt werden.
Die Förderbahnen 2 und 3 sind durch eine Führung 8 gegeneinander und durch Führungs
schienen 9 zur Seite hin abgegrenzt. Die Führungsschienen 9 sind relativ zur Mittelführung
8 hin verstellbar, um die Förderbahnen 2 und 3 an unterschiedliche Packungsformate an
passen zu können. Die Zigarettenpäckchen 6 werden seitlich aufliegend hochkant in den
Förderbahnen 2 und 3 gefördert. Als Fördermittel dient ein in Pfeilrichtung 11 kontinuierlich
umlaufendes breites Förderband 12, dessen Fördertrum über eine Platte 13 geführt ist
(siehe Fig. 3) und die Zigarettenpäckchen 6 trägt und durch die Förderbahnen 2 und 3
bewegt. Das Förderband 12 ist so breit, daß es die Päckchen in beiden Förderbahnen 2
und 3 transportiert.
Die Förderstrecke 1 weist eine Transfereinrichtung 14 zum Überführen von Packungen 6
aus einer Förderbahn in eine andere auf. Diese Transfereinrichtung ist in Übereinstimmung
mit der zweibahnigen Förderstrecke 1 als zweibahnige Weiche 16 ausgebildet. Die Wei
chenzungen 17, welche die Förderbahnen 2 und 3 im Bereich der Weiche seitlich begren
zen, bestehen beispielsweise aus seitlich auslenkbaren Federstahlblechen. Sie sind an ih
ren stromaufwärtigen Enden an stationären Haltern 18 befestigt, die im Gehäuse 19 der
Fördervorrichtung verankert sind. Die stromabwärtigen Enden der Weichenzungen 17 sind
gemeinsam an einem Bügel 21 befestigt, der zur Verstellung der Weiche 16 in Pfeilrichtung
22 quer zur Förderrichtung der Päckchen verschiebbar ist. Als Antrieb für die Verschiebung
des Bügels 21 und damit für die Verstellung der Weiche 16 dient eine pneumatische oder
hydraulische Antriebseinheit 23. Diese weist zwei miteinander verbundene Zylinder 24 und
26 auf, in denen Kolben 27 bzw. 28 in entgegengesetzten Richtungen bewegbar geführt
sind. Der Kolben 28 ist an einem im Gehäuse 19 ortsfest verankerten Stützpunkt 29
schwenkbar angelenkt. Der Kolben 27 wirkt auf einen Arm 31 eines um eine ortsfeste Ach
se 32 schwenkbaren Winkelhebels 33, dessen zweiter Hebelarm 34 über eine Koppel 36
an den Bügel 21 der Weiche 16 angreift. In der Fig. 1 hat die Weiche 16 ihre normale Be
triebsstellung, in der beide Förderbahnen 2 und 3 geradeaus verlaufen. Wird der Kolben 28
im Zylinder 26 der Antriebseinheit 23 ausgefahren, so wird die Weiche 16 in Förderrichtung
gesehen nach links verstellt, wodurch die Förderbahn 2 in die Förderbahn 3 umgelenkt
wird. Umgekehrt wird ausgehend von der in der Fig. 1 dargestellten Situation durch Ein
ziehen des Kolbens 27 in den Zylinder 24 die Weiche 16 nach rechts verstellt, was die För
derbahn 3 in die Förderbahn 2 umlenkt.
Jeder Förderbahn 2 und 3 ist eine durch einen hydraulischen oder pneumatischen Antrieb
37 bzw. 38 in die betreffende Förderbahn hinein ausfahrbare Sperrklinke 39 bzw. 41 zuge
ordnet. Diese Sperreinrichtungen sind stromauf der Weiche 16 angeordnet.
Stromauf dieser ersten Sperreinrichtungen 42 bzw. 43 ist jeder Förderbahn 2 und 3 eine
zweite Sperreinrichtung 44 bzw. 46 zugeordnet. Sie weisen jede eine Halteleiste 47 bzw.
48 auf, die mittels eines Antriebes 49 bzw. 51 zur betreffenden Förderbahn 2 bzw. 3 hin
und zurück bewegbar ist. Der Abstand der zweiten Sperreinrichtungen 44 und 46 von den
ersten Sperreinrichtungen 42 und 43 in Förderrichtung beträgt einige Packungslängen und
ist in Pfeilrichtung 52 einstellbar. Wird der Antrieb 51 der Sperreinrichtung 46 betätigt, so
bewegt er die zugehörige Halteleiste 48 zur Förderbahn 3 hin und drückt eine in dieser
Förderbahn gerade liegende Packung 6a gegen die Mittelführung 8. Die Packung 6a wird
dadurch in ihrer Position festgehalten, während die vor dieser Packung liegenden Packun
gen 6 auf dem kontinuierlich bewegten Förderband 12 weitergefördert werden können, so
lange die Sperrklinke 41 die Bewegung freigibt. Die Funktion der zweiten Sperreinrichtung
44 ist entsprechend.
Zwischen den Sperreinrichtungen sind den Förderbahnen 2 und 3 Lichtschranken 53 bzw.
54 zugeordnet, die den Strom der Packungen in den Förderbahnen 2 und 3 überwachen
und Lücken registrieren. Zwei weitere den Förderbahnen 2 und 3 weiter stromauf zugeord
nete Lichtschranken 56 und 57 dienen der Erfassung eines Packungsrückstaus in der je
weils zugehörigen Förderbahn. Stromab der Weiche 16 sind Lichtschranken 58 und 59
vorgesehen, die die Belegung der Weiche 16 überwachen.
Die Lichtschranken 53 bis 59 und die Antriebe 23, 37, 38, 49 und 51 sind an eine Steuer
anordnung 61 angeschlossen. An die Steueranordnung sind auch Zähler 62 angeschlos
sen, welche die Zahl der aus den beiden Bahnen der Packmaschine 4 ausgeworfenen Zi
garettenpäckchen erfassen.
Fig. 2 zeigt eine Schnittansicht der Vorrichtung entlang der Linie II-II der Fig. 1. Man
blickt auf die rechte Weichenzunge 17 und sieht die äußere Führung 9 der Förderbahn 2.
Sie weist einen langen Schlitz 63 auf, durch den die Lichtschranken 53 und 56 die in der
Förderbahn 2 transportierten, in der Fig. 2 strichpunktiert angedeuteten Päckchen 6 er
kennen. Durch den Schlitz hindurch ist die Halteplatte 47 zur Förderbahn 2 hin und zurück
bewegbar. Das Förderband 12 läuft über Umlenkrollen 64, von denen eine mit einem nicht
dargestellten Motor antreibbar ist. Ein Gehäuse 19 umgibt die Fördervorrichtung.
Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie III-III der Fig. 1. Als Träger der Vorrich
tung dient ein Hohlprofil 66, auf dem das Gehäuse 19 montiert ist und dessen obere Platte
das umlaufende Förderband 12 unterstützt. Zu erkennen ist der die Weichenzungen 17
verbindende Bügel 21, der über den Winkelhebel 33 in der in Verbindung mit der Fig. 1
beschriebenen Weise zur Weichenverstellung in Pfeilrichtung 22 verstellbar ist.
Im Betrieb produziert die zweibahnige Packmaschine 4 in zwei Reihen nebeneinander Zi
garettenpäckchen, die sie an die beiden parallelen Förderbahnen 2 und 3 der Förderstrecke 1
abgibt. Aus beiden Reihen werden fehlerhafte Packungen in üblicher, in der Zeich
nung nicht dargestellter Weise ausgeworfen, so daß sich in den Förderbahnen 2 und 3
unterschiedliche Förderraten (Packungen pro Zeiteinheit) ergeben können. Die Förderraten
werden vorzugsweise ermittelt, indem die aus beiden Bahnen ausgeworfenen Zigaretten
päckchen mit den Zählern 62 separat erfaßt und von der Produktionsrate der Packmaschi
ne 4 subtrahiert werden. Das geschieht in der Steueranordnung 61, welche den Zahlen der
ausgeworfenen Päckchen und der Produktionsrate der Maschine 4 entsprechende Signale
erhält. Natürlich können die Förderraten auch direkt durch Zählen der in den Förderbahnen
2 und 3 pro Zeiteinheit geförderten Päckchen 6 erfaßt werden. Das kann beispielsweise
mittels der Lichtschranken 53 und 54 geschehen, die die vorbeitransportierten Päckchen
erfassen und entsprechende Signale an die Steueranordnung 61 abgeben, die aus den Si
gnalen der Lichtschranken 53 und 54 die Zahl der pro Zeiteinheit transportierten Päckchen
in jeder Bahn ermittelt.
Sind die Förderraten in den beiden Förderbahnen 2 und 3 gleich, so sind die Sperrklinken
39 und 41 ebenso wie die Halteplatten 47 und 48 aus den Förderbahnen zurückgezogen,
und die Weiche 17 hat ihre in der Fig. 1 dargestellte Geradeausstellung. Das Förderband
12 bewegt die aufeinanderfolgenden Zigarettenpäckchen 6 geradeaus durch die Förder
bahnen 2 und 3 zur die Päckchen zweibahnig aufnehmenden Maschine 7.
Die Steueranordnung 61 vergleicht die Förderraten der beiden Förderbahnen 2 und 3 mit
einander und ermittelt auf diese Weise Unterschiede der Förderraten. Wenn der Unter
schied der Förderraten einen vorgegebenen Wert überschreitet, bildet die Steueranord
nung 61 ein Differenzsignal. Sobald nun bei Vorliegen eines solchen Differenzsignals die
Lichtschranken 53 und 54 zwischen aufeinanderfolgenden Päckchen 6 eine Lücke vorge
gebener Größe erkennen, werden mittels der Antriebe 37 und 38 die Sperrklinken 39 und
41 in die Förderbahnen 2 bzw. 3 bewegt. Die Päckchen 6 werden, wie das die Fig. 1
zeigt, angehalten, während das Förderband 12 kontinuierlich weiterläuft und weitere Päck
chen an das Ende der sich bildenden Päckchenstaus anschließt. Die Lichtschranken 56
und 57 überwachen die Belegung der Förderbahnen 2 und 3 mit Päckchen und geben ein
Signal, sobald sie ein an dieser Stelle in der betreffenden Förderbahn verharrendes Päck
chen erkennen. Bei der in der Fig. 1 dargestellten Situation haben sich die Päckchen 6 in
der Förderbahn 3 mit der größeren Förderrate bis zur Lichtschranke 57 aufgestaut, die
daraufhin ein entsprechendes Signal an die Steueranordnung 61 abgibt. Die Steueranord
nung 61 fährt mittels des Antriebes 51 die zugehörige Halteleiste 48 in die Förderbahn 3
und drückt das in diesem Bereich liegende Päckchen 6a gegen die gemeinsame mittlere
Führung 8. Das auf diese Weise festgehaltene Päckchen 6a hält die in der Förderbahn 3
folgenden Päckchen an, die sich infolgedessen hinter dem Päckchen 6a aufstauen.
Währenddessen hat das Förderband 12 die stromab der Sperrklinken 39 und 41 befindli
chen Päckchen aus dem Bereich der Weiche 16 herausgefördert, so daß die Lichtschran
ken 58 und 59 ein Signal "Weiche frei" an die Steueranordnung 61 abgeben. Die Steueran
ordnung 61 steuert nun den Antrieb 23 so an, daß der Kolben 27 von dem Zylinder 24 ein
gezogen und dadurch der Bügel 21 in Förderrichtung gesehen nach rechts verschoben
wird. Dadurch wird die Weiche 16 so umgestellt, daß die Förderbahn 3 mit der größeren
Förderrate in die Förderbahn 2 mit der kleineren Förderrate umgelenkt wird. Diese Situati
on ist in der Fig. 4 dargestellt. Nach dem Umstellen der Weiche in die in der Fig. 4 ge
zeigte Position wird die Sperrklinke 41 aus der Förderbahn mit der höheren Förderrate zu
rückgezogen, so daß die vor der Halteleiste 48 angesammelten Päckchen für den Weiter
transport freigegeben werden. Diese Zigarettenpäckchen werden nun über die Weiche in
die Förderbahn 2 eingeschleust. Die Päckchen, die sich inzwischen in der Förderbahn 2 an
der Sperrklinke 39 angesammelt haben, werden durch die Sperrklinke weiterhin zurückge
halten.
Sobald die eingeschleusten Päckchen die Lichtschranke 58 passiert haben, steuert die
Steueranordnung 61 die Weiche wieder zurück in ihre in Fig. 1 gezeigte Geradeausstel
lung. Die Sperrklinke 39 und die Halteplatte 48 werden aus den betreffenden Förderbahnen
zurückgezogen, so daß die Förderung der Päckchen in beiden Förderbahnen wieder frei
gegeben wird.
Wenn sich in der Förderbahn 2 eine höhere Förderrate ergibt, läuft der Vorgang im we
sentlichen gleich ab. Ein Unterschied besteht lediglich darin, daß die Weiche dann durch
Herausfahren des Kolbens 28 aus dem Zylinder 26 des Antriebs 23 in Förderrichtung ge
sehen nach links verstellt wird, so daß die Förderbahn 2 über die Weiche in die Förderbahn
3 mit der kleineren Förderrate umgelenkt wird.
Auf diese Weise können die Förderraten der beiden Förderbahnen sehr exakt aufeinander
abgestimmt und die Anzahl der in beiden Förderbahnen geförderten Päckchen ausgegli
chen werden. Das kommt der Qualität der Weiterverarbeitung der Päckchen in den ange
schlossenen Maschinen zugute.
Als Steueranordnung 61 kann eine programmierbare Maschinensteuerung vorgesehen
sein. Anstelle von Lichtschranken können auch andere Sensoren zum Erfassen des Vor
handenseins oder des Fehlens von Päckchen in den Förderbahnen 2 und 3 eingesetzt
werden. Hierfür kommen in erster Linie kapazitiv oder induktiv arbeitende Sensoren in Fra
ge, aber auch mechanische Taster können zu diesem Zweck verwendet werden. Anstelle
der pneumatischen oder hydraulischen können auch andere geeignete Antriebe, beispiels
weise magnetische oder elektromagnetische Antriebe, eingesetzt werden.
Durch Verschieben der Halteleisten 47 und 48 in Pfeilrichtung 52 können die Staustrecken
hinter den Sperrklinken 39 und 41 auf eine gewünschte Anzahl von aufzustauenden und
umzulenkenden Päckchen und auf unterschiedliche Päckchenformate eingestellt werden.
Claims (17)
1. Verfahren zum Fördern von Packungen der tabakverarbeitenden Industrie, insbesonde
re von Zigarettenpäckchen, entlang einer mehrbahnigen Förderstrecke, dadurch gekenn
zeichnet, daß in jeder Förderbahn der Förderstrecke die Förderrate der Packungen
(Förderrate = Packungen pro Zeiteinheit) erfaßt wird und daß Unterschiede der Förderra
ten ermittelt und wenigstens angenähert ausgeglichen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Packungen auf einem
gemeinsamen Förderer in parallel nebeneinander verlaufenden Förderbahnen gefördert
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Packungen ent
lang einer doppelbahnigen Förderstrecke von einer sie wenigstens zweibahnig abgeben
den Packmaschine zu einer sie wenigstens zweibahnig aufnehmenden Weiterverarbei
tungsmaschine gefördert werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Förder
rate der in jeder Förderbahn geförderten Packungen separat erfaßt wird, daß die Differenz
der Förderraten bestimmt wird und daß Packungen aus einer Förderbahn mit höherer För
derrate in eine mit niedrigerer Förderrate übergeben werden, wenn die Differenz der För
derraten einen vorgegebenen Wert überschreitet.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Packun
gen in den Förderbahnen kontinuierlich gefördert werden, daß die Packungen beim
Auftreten einer Differenz der Förderraten wenigstens in der Förderbahn mit der kleineren
Förderrate angehalten werden und daß aus einer Förderbahn mit höherer Förderrate eine
Anzahl von Packungen stromab vor den angehaltenen Packungen in die Förderbahn mit
der kleineren Förderrate eingeschleust werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Packun
gen in zwei Förderbahnen gefördert werden, daß die Packungen in beiden Förderbah
nen angehalten und aufgestaut werden, sobald eine vorgegebene Differenz der Förderra
ten festgestellt wird, daß eine bestimmte Anzahl aufgestauter Packungen aus der Förder
bahn mit der höheren Förderrate stromab vor den angehaltenen Packungen in die Förder
bahn mit der kleineren Förderrate gefördert wird und daß die Förderung der Packungen
dann in beiden Förderbahnen fortgesetzt wird.
7. Vorrichtung zum Fördern von Packungen der tabakverarbeitenden Industrie, insbeson
dere von Zigarettenpäckchen, entlang einer mehrbahnigen Förderstrecke, dadurch ge
kennzeichnet, daß jeder Förderbahn (2, 3) der Förderstrecke (1) Mittel (62, 61) zum Erfas
sen der Förderrate der Packungen (6) zugeordnet sind und daß Mittel (61, 16) zum Ermit
teln und wenigstens angenäherten Ausgleichen von Unterschieden der Förderraten vorge
sehen sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderbahnen (2, 3)
wenigstens streckenweise parallel nebeneinander verlaufen und daß ihnen ein gemeinsa
mes, die Packungen (6) tragendes umlaufendes Förderband (12) als Fördermittel zugeord
net ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Förderstrecke
(1) mit zwei Förderbahnen (2, 3) eine Zigarettenpäckchen (6) in zwei Bahnen herstellende
und abgebende Packmaschine (4) mit einer die Päckchen zweibahnig empfangenden
Weiterverarbeitungsmaschine (7) verbindet.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Förder
strecke (1) eine Transfereinrichtung (14, 16) zum Überführen von Packungen (6) aus
einer Förderbahn (2, 3) in eine andere (3, 2) aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Transfereinrichtung
(14,16) als bedarfsweise eine Förderbahn (2, 3) in eine andere (3, 2) umlenkende Weiche
(16) ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Förder
bahn (2, 3) stromauf der Transfereinrichtung (14, 16) eine Sperreinrichtung (42, 43) zum
Anhalten der Packungen (6) zugeordnet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Förderbahn (2, 3)
stromauf der ersten (42, 43) eine zweite Sperreinrichtung (44, 46) zum Anhalten der Packun
gen (6) zugeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mittel (62, 61) zum Erfassen der Förderraten an eine Steueranordnung (61) angeschlossen
sind, welche Differenzen der Förderraten ermittelt und ein Differenzsignal abgibt, sobald
die Differenz der Förderraten einen vorgegebenen Wert überschreitet.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Antrieb (23) des Transfermittels (14, 16) an eine Steueranordnung (61) angeschlossen ist
und daß die Steueranordnung den Antrieb in Abhängigkeit von den Differenzsignalen der
art steuert, daß das Transfermittel (14, 16) aus der Förderbahn (2, 3) mit der höheren För
derrate eine die Unterschiede der Förderraten wenigstens angenähert ausgleichende An
zahl von Packungen (6) in die Förderbahn (3, 2) mit der niedrigeren Förderrate umlenkt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß den
Sperreinrichtungen (42, 43, 44, 46) mit der Steueranordnung (61) verbundene Antriebe
(37, 38, 49, 51) zugeordnet sind und daß die Antriebe in Abhängigkeit von Differenzsigna
len derart steuerbar sind, daß die ersten Sperreinrichtungen (42, 43) die Packungen (6) in
beiden Förderbahnen (2, 3) anhalten, sobald ein Differenzsignal ansteht, daß die der För
derbahn (2 oder 3) mit der höheren Förderrate zugeordnete erste Sperreinrichtung (42
oder 43) die angehaltenen Packungen (6) nach der Umlenkung der Förderbahn zu der mit
der kleineren Förderrate (3 oder 2) freigibt, daß die zweite Sperreinrichtung (44 oder 46)
der Förderbahn (2 oder 3) mit der höheren Förderrate währenddessen die stromauf folgen
den, nicht in die andere Förderbahn umzulenkenden Packungen (6) zurückhält und daß die
Sperreinrichtungen die Packungen nach der Rückstellung der Transfereinrichtung (14, 16)
in beiden Förderbahnen (2, 3) freigeben.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß als
Steueranordnung (61) eine programmierbare Maschinensteuerung vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997131681 DE19731681A1 (de) | 1997-07-23 | 1997-07-23 | Doppelbahniger Päckchentransport mit Mengenausgleich |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997131681 DE19731681A1 (de) | 1997-07-23 | 1997-07-23 | Doppelbahniger Päckchentransport mit Mengenausgleich |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19731681A1 true DE19731681A1 (de) | 1999-01-28 |
Family
ID=7836662
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997131681 Withdrawn DE19731681A1 (de) | 1997-07-23 | 1997-07-23 | Doppelbahniger Päckchentransport mit Mengenausgleich |
Country Status (1)
| Country | Link |
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