DE19730354A1 - Lesezeichen - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lesezeichen nach
Oberbegriff von Anspruch 1.
Derartige Lesezeichen sind allgemein bekannt. Sie weisen
einen Seitentrenner auf, welcher längs über die Buchseiten
länge verläuft. Der Seitentrenner wird zwischen zwei benach
barten Seiten eines Buchs eingelegt. Dabei muß der Seiten
trenner nicht über die voll ständige Buchseitenlänge verlau
fen. Es genügt, wenn der Seitentrenner lediglich ein Stück
über die Buchseitenlänge verläuft und zwar so, daß ein am
Seitentrenner endseitig angebrachtes Auffindende bei ge
schlossenem Buch aus dem Buchblock herausgeführt wird.
Will man das Buch weiter lesen, erfährt man über das im
Buchblock verschwindende Auffindende, an welcher Stelle man
das Buch aufzuschlagen hat. Da an dieser Stelle auch der Sei
tentrenner des Lesezeichens liegt, wird das Aufschlagen der
entsprechenden Buchstelle erleichtert.
Derartige Lesezeichen sind sowohl als vom Buch separate
Gegenstände bekannt als auch als sogenannte integrierte Lese
zeichen, die an vorbestimmter Stelle am Buchrücken befestigt
sind und in Form eines Bandes zwischen zwei benachbarten
Buchseiten eingelegt werden können.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden vorrangig
diejenigen Lesezeichen angesprochen, die als separate Gegen
stände in den gewerblichen Handel gelangen. Es handelt sich
also um Lesezeichen, die über Buchhandel/Schulbuchhan
del/Werbeagenturen vertrieben werden können.
Zwar dienen die bekannten Lesezeichen uneingeschränkt
der Markierung zum Wiederauffinden vorbestimmter Stellen im
Buch. Insbesondere bei dicken Büchern besteht jedoch zusätz
liche Gefahr, daß das aufgeschlagene Buch wieder zusammen
fällt. Zwar läßt sich dieser Gefahr dadurch begegnen, daß die
Buchseiten im Bereich der Bindung überstreckt werden, um auf
diese Weise die Eigenspannung aus dem Seitenbündel herauszu
nehmen. Diese Vorgehensweise ist jedoch im allgemeinen wenig
pfleglich und gelingt darüber hinaus auch nicht immer.
Außerdem ist es ausgesprochen lästig, nach dem Ums
chlagen jeweils einer gelesenen Buchseite erneut den Buch
rücken zu überdehnen, um erneut die Eigenspannung aus der
Buchbindung heraus zunehmen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, gewerblich nutzbare
Lesezeichen zu schaffen, die einen erhöhten Gebrauchswert
bieten.
Die Lösung dieser Aufgabe geschieht durch die Merkmale
des Anspruchs 1.
Aus der Erfindung ergibt sich ein Lesezeichen, welches
nicht nur als Seitentrenner zweier benachbarter Buchseiten
zum schnelleren Wiederauffinden einer vorbestimmten Buchstel
le dient, sondern welches darüber hinaus den Seitenstapel
einer Buchhälfte gegen die diesen Seiten und den Buchrücken
innewohnenden Eigenspannungen offenhält.
Somit kann unter Zuhilfenahme des Lesezeichens nach die
ser Erfindung praktisch jedes Buch ohne Überdehnung des Buch
rückens auf dem Rücken liegend offengehalten und gelesen wer
den. Ein praktisches Anwendungsbeispiel der Erfindung ist bei
sogenannten Gehmaschinen oder Steppern in Sportstudios gege
ben, wo die/der Sporttreibende während des Gehens oder des
Steppens ein vor sich aufgeschlagenes Buch lesen kann.
Dem Lesezeichen nach der vorliegenden Erfindung kommt
somit eine Mehrfachfunktion zu. Einerseits dient das Lesezei
chen im herkömmlichen Sinne als Lesezeichen. Darüber hinaus
dient es auch als Buchoffenhalter, ohne daß das Bindungsende
der Buchseiten überdehnt werden müßte. Darüber hinaus bleibt
das Lesezeichen auch bei geöffnetem Buch an Ort und Stelle
und bedarf somit keines besonderen Aufbewahrungsortes.
Wesentlich ist, daß der Seitentrenner nur wenige Milli
meter schmal ist. Auf diese Weise wird von der unter dem Sei
tentrenner liegenden Schrift praktisch nur wenig verdeckt.
Somit kann das Lesezeichen sogar auf derjenigen Buchseite
Verwendung finden, wo gerade gelesen wird.
Weiterhin ist wesentlich, daß der Seitentrenner zusammen
mit dem aus dem Buchblock herausgeführten Auffindende zur
Bündelung des betreffenden Seitenstapels einer Buchhälfte
dient. Zu diesem Zweck umfaßt das Bündelungsmittel, bestehend
aus Seitentrenner und Auffindende diesen Seitenstapel so, daß
die betreffende Buchhälfte offenbleibt, auch wenn das Buch
auf dem Buchrücken liegt.
Da das Bündelungsmittel seine Buchhälfte elastisch um
faßt, kann es für Seitenstapel unterschiedlicher Höhen ohne
Veränderung verwendet werden. Durch die dem Bündelungsmittel
innewohnende elastische Verformbarkeit paßt sich das Bünde
lungsmittel an jede Seitenstapelhöhe an. Es bedarf daher kei
ner besonderen Maßnahmen, um Seitenstapel unterschiedlicher
Höhen mit ein und demselben Bündelungsmittel zu umspannen.
Der Seitenstapel wird unabhängig von der Seitenstapelhöhe
elastisch umfaßt/umklammert und auf diese Weise zu einem ein
heitlichen Block zusammengehalten, der bereits aufgrund sei
nes hohen Eigengewichtes nicht ohne weiteres zuschlagen wird,
auch wenn das Buch flach auf dem Buchrücken liegt.
Das Bündelungsmittel dient daher der Zusammenfassung
einer Vielzahl von Buchseiten zu einem einheitlichen Teil
block des Buchs, welcher unter Eigengewicht und entgegen der
Eigenspannung offengehalten wird.
Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung enthält zu
sätzlich einen optisch oder akustisch wahrnehmbaren Informa
tionsträger, der mit dem Bündelungsmittel verbunden ist. Bei
dem Informationsträger kann es sich um einen relativ flach
gehaltenen Körper handeln, der auf seiner Sichtseite mit
einem Motiv, einem Emblem, einem Werbespruch oder ähnlichem
versehen ist.
Als Motive kommen Themen zum Beispiel aus Sport, Musik,
Hobbys, Sternzeichen, Bauwerken, Städten in Betracht. Gleich
sam kann es sich Motive aus persönlichem Anlaß handeln, zum
Beispiel Herzmotive, Geburtstagsglückwünsche etc.
Es ist daher auch wesentliches Element dieser Weiterbil
dung, daß der Informationsträger auch der Anbringung von Wer
beaussagen bestimmter Unternehmen dienen kann und somit das
Lesezeichen als Werbemittel in den gewerblichen Handel kommen
kann.
Es ist nämlich angesichts der relativ geringen Kosten
für derartige Lesezeichen von Vorteil, wenn hierfür große Ab
satzmärkte geöffnet werden. Ein bedeutsamer Absatzmarkt ist
daher die Verbreitung derartiger Lesezeichen dort, wo be
stimmte Unternehmen ihre Werbegeschenke verteilen.
Zu diesem Zweck kann der Informationsträger, der unter
anderem auch von einer Außenfläche des Bündelungsmittels ge
bildet werden kann, größenmäßig seitlich über das Bündelungs
mittel herausragen. Es entsteht daher im Verhältnis zum sehr
schmalen Seitentrenner des Lesezeichens eine relativ große
nutzbare Werbefläche. Während das Bündelungsmittel rein theo
retisch aus einem dünnen Gummiband bestehen kann, läßt sich
an diesem der Informationsträger auf geeignete Weise befesti
gen, womit die Voraussetzungen für die beanspruchte Erfindung
bereits erfüllt sind.
Von daher sind die Aufwendungen für die vorliegende Er
findung, gemessen am Fortschritt, äußerst gering.
Andererseits kann der Informationsträger auch ein vom
Bündelungsmittel unabhängiger jedoch daran befestigter und im
wesentlichen flacher Körper sein, dessen Längs- und Querab
messungen kleiner als eine Buchseite sind, insbesondere je
weils zwischen etwa 1 bis 20 cm liegen.
Zu diesem Zweck wird einerseits vorgeschlagen, den In
formationsträger am Seitentrenner des Lesezeichens verschieb
bar zu machen. Dies bietet einerseits den Vorteil, daß es ab
hängig von der jeweiligen Lesestelle des Buchs am Seitentren
ner so plaziert werden kann, daß er die momentan gelesene
Stelle nicht überdeckt. Andererseits kann der Informations
träger auch an dem Seitentrenner des Lesezeichens festgeklam
mert sein. Auf diese Weise sitzt der Informationsträger fest
am Seitentrenner und kann nur zusammen mit diesem verschoben
werden.
Geeignete Ausführungsbeispiele für Informationsträger,
die der Einsetzung des Lesezeichens als Werbemittel dienen,
weisen eine bedruckbare und/oder beschreibbare Außenfläche
auf. Da im übrigen auch Informationsträger in Frage kommen,
welche als flache Körper ausgebildet sind, bietet es sich zum
Beispiel an, einen Tonmodul in den flachen Körper des Infor
mationsträgers zu integrieren, der zum Beispiel über einen
druckempfindlichen Sensor beim Öffnen und/oder Schließen des
Buches aktiviert wird.
Hinsichtlich der elastischen Eigenschaften des Bünde
lungsmittels bietet es sich zusätzlich an, hinreichend große
Elastizität zu wählen, um neben dem Seitenstapel auch den zu
gehörigen Einbanddeckel mit zu umfassen. Dabei wird davon
ausgegangen, daß der Einbanddeckel des Buchs ein zusätzliches
Gewicht bietet, welches der Offenhaltung des aufgeschlagenen
Buchs förderlich ist.
In bevorzugter Weiterbildung ist das Bündelungsmittel
ein längselastisches in sich geschlossenes Band, an welchem
der Informationsträger, sofern er als separater Körper vorge
sehen ist, in Längsrichtung verschiebbar oder an welchem er
festgeklammert ist.
Eine Weiterbildung sieht vor, daß das Bündelungsmittel
zwei in Höhenrichtung des Seitenstapels elastisch miteinander
verbundene Schenkel aufweist, die klammerartig über den Sei
tenstapel gesteckt werden. Dabei kann es vorteilhaft sein,
den Schenkel, welcher den Seitentrenner bildet, länger auszu
gestalten als den Schenkel, der den Seitenstapel umfaßt und
der von der gegenüberliegenden Seite den Seitenstapel ein
klammert. Es genügt nämlich, den zu umfassenden Seitenstapel
so zusammenzuhalten, daß ein zusammenhängendes Gebilde ent
steht, welches unter Eigengewicht auf dem Rücken liegen
bleibt.
Für den Fall zweier elastisch miteinander verbundener
Schenkel bietet es sich einerseits an, diese insgesamt aus
biegeelastischem Material durchgehend miteinander zu verbin
den oder über ein Drehgelenk miteinander zu koppeln, welches
in Schließrichtung elastisch vorgespannt wird.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungs
beispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung
Fig. 2a ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung
mit Eigenelastizität
Fig. 2b ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung
mit Drehgelenk.
Sofern im folgenden nichts anderes gesagt ist, gilt die
folgende Beschreibung stets für alle Figuren.
Die Figuren zeigen ein Lesezeichen nach dieser Erfin
dung. Derartiges Lesezeichen dient zum Einlegen in ein Buch
1. Derartiges Buch 1 besteht aus einem ersten Einbanddeckel
2, einem zweiten Einbanddeckel 3 und einem dazwischen befind
lichen Buchrücken 4. An dem Buchrücken 4 sind in geeigneter
Weise die Innenkanten der einzelnen Buchseiten befestigt. Das
Lesezeichen weist nun einen Seitentrenner 6 auf, welcher sich
über die Buchseitenlänge L erstreckt und sich am oberen
und/oder unteren Ende in ein Auffindende 7 fortsetzt.
Der Seitentrenner wird zwischen zwei benachbarte Seiten
des Buchs eingelegt und verbleibt bei geschlossenem Buch zwi
schen diesen zwei benachbarten Seiten. In diesem Fall wird
das an einem Ende des Seitentrenners 6 befindliche Auffinden
de 7 aus dem Buchblock des geschlossenen Buchs herausgeführt.
Auf diese Weise wird beim erneuten Aufschlagen des Buchs op
tisch signalisiert, wo das Lesezeichen zu finden ist.
Wesentlich ist nun, daß der Seitentrenner 6 nur wenige
Millimeter schmal ist.
Im Normalfall genügt es, Seitentrenner von bis zu etwa
drei Millimetern Breite zu verwenden. Im äußersten Fall soll
te der Seitentrenner jedoch nicht mehr als etwa 20 Millimeter
breit sein, damit er außerhalb des Satzspiegels und ohne den
Satzspiegel zu verdecken angebracht werden kann.
Die Verwendung schmaler Seitentrenner bietet den Vor
teil, daß darunter befindliche Schrift praktisch nicht ver
deckt wird, so daß abhängig von der Öffnungsstellung des
Buchs auch die zu lesende Seite dann umklammert werden kann,
wenn die Gefahr besteht, daß diese Seite des geöffneten Buchs
zuschlägt.
Zu diesem Zweck bildet der Seitentrenner 6 mit dem Auf
findende 7 ein Bündelungsmittel, welches den Seitenstapel
einer Buchhälfte in Längsrichtung L elastisch umfaßt, und auf
diese Weise die einzelnen Seiten des Seitenstapels praktisch
zu einem separaten Block zusammenhält, so daß die inneren
Seiten des Buchs nicht von selbst zuschlagen können.
Zusätzlich ist bei den gezeigten Ausführungsbeispielen
vorgesehen, daß mit dem Bündelungsmittel, bestehend aus Sei
tentrenner 6 und Auffindende 7 ein optisch oder akustisch
wahrnehmbarer Informationsträger 8 verbunden ist. Dieser In
formationsträger 8 ist insbesondere am Seitentrenner 6 pla
ziert und soll sich auch nach Zuschlagen des Buchs zwischen
den zwei benachbarten Seiten befinden, wo auch der Seiten
trenner 6 liegt.
Im Umgebungsbereich des Informationsträgers 8 entsteht
daher im Verhältnis zum Seitentrenner 6 eine verdickte Zone,
die ein neues Aufschlagen des Buchs bei erneutem Gebrauch be
günstigt. An dieser Stelle lassen sich die zwei benachbarten
Buchseiten besonders leicht auffinden und trennen.
Der Informationsträger 8 kann einerseits von einer Au
ßenfläche des Seitentrenners 6 des Bündelungsmittels gebildet
werden. Zu diesem Zweck kann ein zwar schmaler jedoch ausrei
chend breiter Seitentrenner 6 verwendet werden, welcher zum
Beispiel eine Fläche bestimmter Größe zum Bedrucken bereit
stellt.
Darüber hinaus kann vorgesehen sein, daß das Bündelungs
mittel über seine Länge von einer durchgehenden Schmalheit
ist (siehe zum Beispiel Fig. 1) und daß der Informationsträger
8 das Bündelungsmittel breitenmäßig überragt.
Wie anhand des Ausführungsbeispiels Fig. 1 erkennbar ist,
weist der Informationsträger 8 Durchführungslöcher 9, 10 auf,
durch welche der Seitentrenner 6 hindurch geführt ist. Somit
wird der Informationsträger 8 am Seitentrenner 6 längsver
schieblich und kann beim Lesen des Buchs jeweils so positio
niert werden, daß keine zu lesende Stelle abgedeckt wird.
Im Verhältnis hierzu zeigen die Fig. 2a, 2b einen Informa
tionsträger 8, der starr mit dem Auffindende 7 verbunden ist.
Zu diesem Zweck dienen eine erste Klammer 11 und eine zweite
Klammer 12, mit denen der Informationsträger 8 am Seitentren
ner 6 sitzt.
In allen gezeigten Ausführungsfällen ist der Informa
tionsträger 8 ein vom Bündelungsmittel unabhängiger jedoch am
Seitentrenner 6 des Bündelungsmittels befestigter und im we
sentlichen flacher Körper, dessen Abmessungen in Längsrich
tung L sowie in Breitenrichtung B einer Buchseite zwischen
etwa 1 bis 8 cm liegen. Der Informationsträger bietet eine
Außenseite, welche zur Aufnahme zusätzlicher Werbeinformation
dient. Hierzu ist die Außenfläche des Informationsträgers 8
entsprechend beklebbar/bedruckbar/beschreibbar.
Darüber hinaus zeigen die Ausführungsbeispiele gemäß
Fig. 2a, 2b eine Weiterbildung, bei welcher der Informations
träger 8 zusätzlich einen integrierten Tonmodul 22 enthält,
der über einen entsprechenden Drucksensor 20 beim Öffnen
und/oder Schließen des Buches aktiviert wird. Der flache
Körper des Informationsträgers 8 dient daher in diesem Falle
nicht nur der Unterbringung des Tonmoduls 22 und einer zuge
hörigen Energiequelle, sondern auch der Aufnahme und Führung
des Drucksensors 20, der sich auf einer der Flachseiten des
Informationsträgers 8 befindet.
Die Erfindung ist nicht an eine vorbestimmte Größenab
messung des Bündelungsmittels gebunden. Es bietet sich daher
an, das Bündelungsmittel so zu bemessen und derart elastisch
auszuführen, daß der Seitenstapel 5 unter Einschluß des zuge
hörigen Einbanddeckels 2 bzw. 3 umfaßt werden kann.
Dies kann insbesondere mit einem Bündelungsmittel er
zielt werden, welches ein längselastisch und in sich ge
schlossenes Band entsprechend Fig. 1 ist. Andererseits läßt
sich dies mit Bündelungsmitteln erzielen, welche aus zwei in
Höhenrichtung H des Seitenstapels 5 elastisch miteinander
verbundenen Schenkeln bestehen, die klammerartig über den
Seitenstapel 5 gesteckt werden.
Während Fig. 2a hierzu vorsieht, die beiden Schenkel
13, 14 über ein elastisches Verbindungsstück 15 miteinander zu
verbinden, ist im Falle der Fig. 2b zwischen dem ersten Schen
kel 13 und dem zweiten Schenkel 14 ein Gelenk 16 vorgesehen,
welches von einer Schenkelfeder 17 vorgespannt wird. Der bie
geelastische Zwischenbereich des Verbindungsstücks 15 gemäß
Fig. 2a wird daher ersetzt durch das Zusammenwirken zwischen
Drehgelenk 16 und Schenkelfeder 17, die mit ihren Schenkelen
den über Klammern 18, 19 mit dem jeweils angrenzenden Ende des
ersten Schenkels 13 bzw. zweiten Schenkels 14 verbunden ist.
Die Schenkelfeder 16 spannt daher die Enden der Schenkel
13, 14 bezüglich des Drehgelenks 16 so vor, daß ein zwischen
die beiden Schenkel 13, 14 eingeschobenes Seitenbündel 5 zu
verlässig eingeklemmt würde.
Funktionsgleich, jedoch von der Bauweise her einfacher
ist das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2a, wo die beiden
Schenkel 13, 14 über ein biegeelastisch ausgeführtes Auffind
ende 7 miteinander verbunden sind. Dies kann zum Beispiel
über ein durchgehendes Stück biegeelastischen Kunststoffs
oder Federstahls geschehen, welches einfach seitlich über das
Seitenbündel 5 des aufgeschlagenen Buchs gesteckt wird.
Zu diesem Zweck sind die offenen Enden des ersten bzw.
zweiten Schenkels 13, 14 mit einem abgerundeten Ende 21 verse
hen. Dies bietet den Vorteil der Vermeidung von Verletzungs
gefahr und der Vermeidung von Beschädigung der außenliegenden
Buchseiten des Seitenstapels 5.
Ohne Beschränkung der Erfindung hierauf kann der In
formationsträger 8 auch außerhalb der Bucheinbanddeckel ange
ordnet werden. Es ist daher nicht zwingend notwendig, daß der
Informationsträger 8 an demjenigen Teil des Lesezeichens
sitzt, der im Umfang der vorliegenden Anmeldung als "Seiten
trenner" bezeichnet worden ist.
Neben den in den Zeichnungen ausgeführten Ausführungs
beispielen kommen als Informationsträger insbesondere auch
flache Taschenrechner, LCD oder LED-Displays, Miniaturfern
seher, Kalender, Werbeprospekte, Leporellos, Schatullen in
Betracht. Insbesondere sind bis zu etwa 2 cm flache aufklapp
bare Hohlkörper mit umfaßt.
1
Buch
2
erster Einbanddeckel
3
zweiter Einbanddeckel
4
Buchrücken
5
Seitenbündel
6
Seitentrenner
7
Auffindende
8
Informationsträger
9
Durchführungsloch
10
Durchführungsloch
11
erste Klammer
12
zweite Klammer
13
erster Schenkel
14
zweiter Schenkel
15
elastisches Verbindungsstück
16
Gelenk
17
Schenkelfeder
18
Halteklammer
19
Halteklammer
20
Drucksensor
21
abgerundetes Ende
22
Tonmodul L
L Buchseitenlänge
B Buchseitenbreite
H Seitenbündelhöhe
L Buchseitenlänge
B Buchseitenbreite
H Seitenbündelhöhe
Claims (12)
1. Lesezeichen für ein Buch (1) mit einem Seitentrenner
(6), welcher sich über die Buchseitenlänge (L) erstreckt
und zwischen zwei benachbarte Seiten des Buchs (1) ein
gelegt wird; am Seitentrenner (6) befindet sich ein Auf
findende (7), welches aus dem Buchblock des geschlosse
nen Buchs herausgeführt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß
- 1.0 der Seitentrenner (6) nur wenige Millimeter (bis zu etwa 20 Millimeter) schmal ist und daß
- 1.1 der Seitentrenner (6) mit dem Auffindende (7) ein den Seitenstapel (5) einer Buchhälfte in Längsrichtung (L) elastisch umfassendes Bündelungsmittel (6, 7) bildet, und daß
- 1.2 mit dem Bündelungsmittel (6, 7) ein optisch und/oder aku stisch wahrnehmbarer Informationsträger (8) verbunden ist.
2. Lesezeichen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Informationsträger (8) von einer Außenfläche des
Bündelungsmittels (6, 7) gebildet wird.
3. Lesezeichen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Bündelungsmittel (6, 7) über seine
Länge von durchgehender Schmalheit ist, und daß der In
formationsträger (8) das Bündelungsmittel (6, 7) breiten
mäßig überragt.
4. Lesezeichen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Informationsträger (8) ein vom
Bündelungsmittel (6, 7) unabhängiger, jedoch daran befe
stigter und im wesentlichen flacher Körper ist, dessen
Abmessungen in Längsrichtung (L) und in Breitenrichtung
(B) einer Buchseite zwischen etwa 1 bis 20 cm liegen.
5. Lesezeichen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Informationsträger (8) eine
bedruckbare und/oder beschreibbare Außenfläche bietet.
6. Lesezeichen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Informationsträger (8) einen
beim Öffnen und/oder Schließen des Buches aktivierbaren
Tonmodul (22) enthält.
7. Lesezeichen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Bündelungsmittel (6, 7) derart
bemessen und derart elastisch ist, daß der Seitenstapel
(5) unter Einschluß des zugehörigen Einbanddeckels
(2 bzw. 3) umfaßt wird.
8. Lesezeichen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Bündelungsmittel (6, 7) ein
längselastisches und in sich geschlossenes Band ist.
9. Lesezeichen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das Bündelungsmittel (7, 8) zwei in
Höhenrichtung (H) zum Seitenstapel (5) elastisch mitein
ander verbundene Schenkel (13, 14) aufweist, die klammer
artig über den Seitenstapel (5) gesteckt werden.
10. Lesezeichen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Schenkel (13, 14) aus einem durchgehenden
biegeelastischen Material bestehen.
11. Lesezeichen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Schenkel (13, 14) über ein in Schließrich
tung elastisch vorgespanntes Drehgelenk (16) miteinander
verbunden sind.
12. Lesezeichen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Informationsträger (8) aus
zwei scharniergelenkig miteinander verbundenen aufklapp
baren Körperhälften besteht.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997130354 DE19730354A1 (de) | 1997-07-15 | 1997-07-15 | Lesezeichen |
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| DE1997130354 DE19730354A1 (de) | 1997-07-15 | 1997-07-15 | Lesezeichen |
Publications (1)
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|---|---|
| DE19730354A1 true DE19730354A1 (de) | 1999-01-21 |
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ID=7835800
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|---|---|---|---|
| DE1997130354 Withdrawn DE19730354A1 (de) | 1997-07-15 | 1997-07-15 | Lesezeichen |
Country Status (1)
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