DE19730143C1 - Halterung für Scharnierzapfen eines Fenster-, Tür- oder Möbelscharniers - Google Patents
Halterung für Scharnierzapfen eines Fenster-, Tür- oder MöbelscharniersInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Halterung für Befestigungszapfen eines Fenster-, Tür- oder Möbelschar
niers, wobei wenigstens ein Befestigungszapfen zumindest in dessen Einsatzstellung form- und/oder
kraftschlüssig mit einem Verstellteil in Wirkverbindung bringbar ist.
Bisher ist es normalerweise - wenn eine Verstellmöglichkeit gegeben sein soll - üblich, Befestigungs
zapfen mit einem Schraubengewinde zu versehen. Durch mehr oder weniger weites Eindrehen in eine
vorbereitete Bohrung ist dann eine Einstellung eines Fensters bzw. einer Tür gegenüber dem Fenster-
oder Türrahmen möglich. Um den entsprechenden Scharnierteil verdrehen zu können, muß die Tür
oder das Fenster aber ausgehängt werden. Es sind auch quer zur Längsachse der Befestigungszapfen
ausgerichtete Verstellteile bekannt, mit welchen die Befestigungszapfen in verschiedenen Eindringtie
fen in den vorbereiteten Bohrungen fixiert werden können.
Ferner ist ein verstellbares Band für Fenster- oder Türläden (AT 389 145 B) bekannt geworden, wel
ches aufgrund der Notwendigkeit eines großen Verstellweges eine besondere konstruktive Ausgestal
tung aufweist und daher praktisch nur für solche Spezialfälle eingesetzt werden kann. Diesfalls ist
ein frei drehbarer und axial unverschiebbar gelagerter Gewindebolzen vorgesehen, welcher direkt
oder über einen Mitnehmer mit dem Befestigungszapfen in Eingriff steht.
Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine Halterung der eingangs genannten Art
zu schaffen, welche eine einfache Einstellmöglichkeit auch in eingehängtem Zustand eines Fensters
bzw. einer Tür gewährleistet.
Erfindungsgemäß gelingt dies dadurch, daß der Verstellteil an seinem innen liegenden, der Scharnier
achse abgewandten Endbereich einen oder mehrere in axialer Richtung aufeinander folgende, zumin
dest gegenüber dem unmittelbar darauf folgenden Abschnitt vorstehende(n) Bund(e), Steg(e) oder
Zapfen aufweist, und daß am freien Endbereich eines zuzuordnenden Befestigungszapfens eine oder
mehrere, quer zur Längsachse desselben ausgerichtete Nut(en), Abflachung(en) oder Ausneh
mung(en) ausgebildet ist bzw. sind, wobei der Verstellteil und der zugeordnete Befestigungszapfen in
ihrer Einsatzstellung in Bohrungen in einem Rahmen oder in einem Fenster oder einer Tür eingreifen
und zumindest an ihren einander zugewandten Endbereichen form- und/oder kraftschlüssig direkt mit
einander in Wirkverbindung stehen, und wobei der Verstellteil in axialer Richtung in der Bohrung ver
stellbar und in den gewünschten Stellungen in axialer Richtung arretierbar ist.
Durch die Betätigung des Verstellteiles kann also unmittelbar und direkt eine axiale Verschiebung des
Befestigungszapfens bewirkt werden, ohne daß das Fenster oder die Tür ausgehängt werden muß.
Dadurch ist an Ort und Stelle eine sehr einfache Justierung oder Nachjustierung einer Tür bzw. eines
Fensters möglich, da eine stufenlose Verstellung erfolgen und dazwischen immer wieder durch
Schließen der Tür bzw. des Fensters die neue Position kontrolliert werden kann.
Bei der vorliegenden Erfindung wird davon ausgegangen, daß ein relativ kleiner Verstellbereich für
den Befestigungszapfen ausreicht, um eine Einjustierung bzw. eine Nachjustierung zu ermöglichen.
Die Fertigung kann ja in der Weise erfolgen, daß die Vormontage bzw. die Montage eines Scharniers
in einem Tür- oder Fensterrahmen bzw. einer Tür- bzw. Fensterzarge und der entsprechenden Tür
bzw. dem entsprechenden Fenster immer in einer Mittelstellung vorgenommen wird. Dann steht nach
beiden Richtungen hin im Bereich eines jeden Befestigungszapfens ein gewisser Weg zur Verfügung,
innerhalb welchem eine Verstellung durch den erfindungsgemäßen Verstellteil durchgeführt werden
kann.
Mit der vorliegenden Erfindung wird somit die Möglichkeit geschaffen, daß allein durch den gegensei
tigen Eingriff der Endbereiche eines Befestigungszapfens und eines Verstellteiles eine in dem erfor
derlichen Ausmaß notwendige Verstellung einfach durchführbar ist. Durch eine axiale Verstellung des
Verstellteiles ergibt sich also eine entsprechende axiale Verstellung des Befestigungszapfens.
Weiter wird vorgeschlagen, daß zur Aufnahme der Befestigungszapfen und des zugeordneten Ver
stellteils an einem Rahmen oder einem Fenster oder einer Tür zwei Bohrungen ausgebildet sind, wel
che gegebenenfalls einander tangieren oder ineinander übergehen. Die Vorarbeiten, welche zur Auf
nahme der erfindungsgemäßen Halterung durchgeführt werden müssen, sind sehr einfach, da ledig
lich eine zusätzliche Bohrung hergestellt werden muß, wobei sich die Bohrungen dann tangieren oder
ineinander übergehen. Damit kann die Möglichkeit geschaffen werden, daß der Verstellteil und der
Befestigungszapfen direkt miteinander in Wirkverbindung kommen können.
Dabei ist eine Möglichkeit darin zu sehen, daß der Befestigungszapfen und der zugeordnete Verstell
teil und somit auch die Bohrungen zur Aufnahme derselben achsparallel ausgerichtet sind. Dies be
wirkt, daß außerhalb des Befestigungszapfens achsparallel ein Werkzeug ansetzbar ist, ohne daß der
Scharnierkörper die Betätigung des Verstellteiles behindert.
Diesbezüglich wird dann noch eine Verbesserung erzielt, wenn der Befestigungszapfen und der zuge
ordnete Verstellteil und somit auch die Bohrungen zur Aufnahme derselben einen gegen deren Enden
hin sich verjüngenden, spitzen Winkel miteinander einschließen. Dadurch wird einerseits die Zugäng
lichkeit eines Werkzeuges beim Verstellteil verbessert, da der entsprechende Scharnierteil noch weit
weniger hindernd im Wege steht, andererseits ergibt sich eine Verbesserung der konstruktiven Mög
lichkeiten zum gegenseitigen Eingriff eines Befestigungszapfens und eines Verstellteiles.
Eine weitere Ausführungsvariante sieht vor, daß der Befestigungszapfen und der zugeordnete Ver
stellteil und somit auch die Bohrungen zur Aufnahme derselben in mit vertikalem Abstand voneinan
der ausgerichteten Horizontalebenen liegen und achsparallel oder spitzwinklig zueinander verlaufen.
Dannzumal sind die beiden Teile höhenmäßig versetzt zueinander in einem Rahmen bzw. einem Fen
ster oder einer Tür angeordnet, wobei lediglich sichergestellt sein muß, daß sich die Bohrungen tan
gieren oder ineinander übergehen, so daß ein entsprechender Eingriff zwischen dem Verstellteil und
dem Befestigungszapfen hergestellt werden kann.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, daß die Nut(en), Abflachung(en) oder Ausnehmung(en) am
freien Endbereich des Befestigungszapfens nur auf einem Teilbereich, und zwar an der in Einsatzstel
lung in Richtung zum Verstellteil hin weisenden Seite, voll ausgebildet ist bzw. sind. Da der Befesti
gungszapfen und somit der entsprechende Scharnierteil in der Einsatzlage immer in der gleichen Stel
lung verbleiben, d. h. nicht um die Längsachse des Befestigungszapfens verdreht werden, ist diese
konstruktive Ausgestaltung am effektivsten. Es muß ja nur auf dieser Seite des Befestigungszapfens
die Möglichkeit zum Eingriff eines Bundes, Steges oder Zapfens am Verstellteil geschaffen werden.
Weiter ist es zweckmäßig, daß an der der Einsatzstellung gegenüberliegenden Seite oder zumindest
winkelmäßig versetzt zu dieser wenigstens am Endbereich des Befestigungszapfens eine bis zum En
de desselben durchgehende Abflachung, Rille oder Kerbe ausgebildet ist. Eine solche Konstruktion
bringt insbesondere für die Montage des Befestigungszapfens, d. h. beim erstmaligen Einstecken des
Befestigungszapfens in die Bohrung, einen besonderen Vorteil mit sich. Der Befestigungszapfen wird
dann beispielsweise um 90° oder 180° versetzt in die Bohrung eingeführt, wobei die durchgehende
Abflachung, Rille oder Kerbe die Möglichkeit schafft, daß der Befestigungszapfen an dem vorstehen
den Bund, Steg oder Zapfen am Verstellteil vorbeiführt. Nach einem entsprechenden winkelmäßigen
Verdrehen des Befestigungszapfens in der ordnungsgemäßen Einsatzstellung kann die gegenseitige
Wirkverbindung zwischen dem Befestigungszapfen und dem Verstellteil hergestellt werden. Die Mon
tage des Befestigungszapfens wird wesentlich erleichtert, da nur ein axiales Einstecken und eine an
schließende Verdrehung um einen entsprechenden Winkelbereich zu erfolgen haben.
Dabei besteht die Möglichkeit, daß der Querschnitt der Nut(en), Abflachung(en) oder Ausneh
mung(en) am Endbereich des Befestigungszapfens gleich ist dem Querschnitt der über den Endbe
reich des Befestigungszapfens durchgehenden Abflachung, Rille oder Kerbe. Dadurch ist ein Einschie
ben des Befestigungszapfens nur in einer gewissen Winkelstellung möglich, wobei in der endgültigen
Einsatzstellung trotzdem eine Art Verdrehsicherung geschaffen werden kann. Unter Umständen ist es
dabei notwendig, daß am Übergang zwischen den beiden Abschnitten entsprechend abgerundete Be
reiche, bei welchen beim Verdrehen eine gewisse Rastposition überwunden werden muß, vorhanden
sind, wobei dann jedoch nach dem Einsatz des Bundes, Steges oder Zapfens des Verstellteiles in der
entsprechenden Nut, Abflachung oder Ausnehmung im Befestigungszapfen zugleich eine zumindest
teilweise wirksame Verdrehsicherung für den Befestigungszapfen geschaffen wird.
Weiter wird vorgeschlagen, daß das Ende der Abflachung, Rille oder Kerbe mit der einen Begrenzung
der Nut, Abflachung oder Ausnehmung übereinstimmt, so daß sich beide Abschnitte von der glei
chen Ausgangsebene aus in Richtung zum freien Ende des Befestigungszapfens hin erstrecken. Da
mit besteht die Möglichkeit, daß der Befestigungszapfen in der entsprechenden Winkelstellung bis zu
der einen Anschlag bildenden Begrenzung eingeschoben wird, wobei durch anschließendes Verdre
hen des Befestigungszapfens zugleich der Übergang in die Nut oder dergleichen geschaffen werden
kann. Es muß also nicht der Eingriff zwischen dem Befestigungszapfen und dem Verstellteil gesucht
werden, sondern es ist ein unmittelbarer Übergang beim Verdrehen des Befestigungszapfens gege
ben.
Deshalb ist es auch vorteilhaft, daß der Befestigungszapfen erst dann um seine Längsachse verdreht
in die Einsatzstellung gebracht werden kann, wenn die einen Anschlag bildende Begrenzung an dem
Bund oder dergleichen des Verstellteiles anstößt. Zur Verhinderung eines Verdrehens in axialer Rich
tung während des Einschiebens des Befestigungszapfens wird vorgeschlagen, daß die achsparallel
zum Befestigungszapfen an seinem freien Endbereich verlaufende Rille oder Kerbe im Querschnitt ei
nem Teilbereich des am freien Endbereich des Verstellteils ausgebildeten Bundes, Steges oder Zap
fens entspricht. Dieser Teilbereich des Verstellteiles greift also während des Verschiebevorganges
des Befestigungszapfens in die Rille oder Kerbe ein, so daß der Befestigungszapfen in diesem Ein
schiebestadium nicht verdreht werden kann. Erst wenn die als Anschlag wirkende Begrenzung gegen
den Bund, Steg oder Zapfen anstößt, ist eine Verdrehmöglichkeit für den Befestigungszapfen gege
ben. Erreicht wird dadurch eine optimale und sichere Montagemöglichkeit für den Befestigungszap
fen, da die ordnungsgemäße Lage und das gegenseitige Ineinandergreifen von Verstellteil und Befe
stigungszapfen an sich nicht visuell kontrolliert werden kann.
Eine konstruktiv einfache Möglichkeit wird dann geschaffen, wenn der Verstellteil als Gewindebolzen
ausgebildet ist, welcher in die Wandung der zur Aufnahme des Verstellteils vorgesehenen Bohrung
eingreift. Dabei ist es durchaus denkbar, daß sich dieser Gewindebolzen das Gewinde in der Bohrung
selbst formt, was wohl die einfachste und kostengünstigste Variante darstellt. Je nach Häufigkeit
des notwendigen Verstellvorganges ist jedoch ein Abrieb im Gewindebereich der Bohrung vorstellbar.
Deshalb kann vorgesehen werden, daß in die Bohrung oder in einen im Durchmesser vergrößerten
Abschnitt der Bohrung eine Gewindehülse verdreh- und verschiebesicher eingesetzt ist. Damit kann
eine exakte und bei eventuell vielfach notwendigen Verstellungen immer gleich wirksame axiale Ver
stellmöglichkeit für den als Gewindebolzen ausgeführten Verstellteil geschaffen werden.
Es ist ein besonderer Vorteil der vorliegenden Erfindung, daß eine axiale Verstellung des Verstellteiles
durchgeführt werden kann und eine gegenseitige Wirkverbindung zwischen dem Verstellteil und dem
Befestigungszapfen vorhanden ist, so daß durch die axiale Verstellung des Verstellteiles in gleichem
Maße eine axiale Verstellung des Befestigungszapfens erfolgt.
Bei einem speziellen Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß am unmittelbaren Ende des Verstellteils
ein Bund ausgebildet ist, dessen Durchmesser annähernd dem Durchmesser der Bohrung zur Aufnah
me des Verstellteils entspricht. Auf diese Weise ist eine einfache Montagemöglichkeit geschaffen, da
der gesamte Verstellteil in die Bohrung eingeschoben werden kann, ohne daß ein größerer, vorsprin
gender Teil die Montage behindert.
Aber auch eine Ausgestaltung, bei der der Durchmesser des Bundes größer ist als der Durchmesser
des restlichen Abschnittes des Verstellteils bzw. größer ist als der Durchmesser einer gegebenenfalls
in die Bohrung eingesetzten Gewindehülse ist möglich. In einem solchen Falle sind dann aber speziel
le Montagemöglichkeiten vorzusehen, um den im Durchmesser größeren Bund auch an die entspre
chende Einsatzstelle zu bringen. Dies kann beispielsweise schon dann möglich sein, wenn der Ver
stellteil mit einer entsprechenden Gewindehülse in bereits vormontiertem Zustand in die Bohrung ein
gebracht wird. Dann kann der Durchmesser des Bundes größer sein als der Innendurchmesser der
Gewindehülse.
Da die gleichen Maßnahmen natürlich auch bei anderen konstruktiven Gestaltungen anwendbar sind,
ist es möglich, daß der bzw. die Steg(e) oder Zapfen in radialer Richtung über den Durchmesser des
restlichen Abschnittes des Verstellteils oder einer eingesetzten Gewindehülse vorsteht bzw. vorste
hen. Bei einer solchen Konstruktion kann eine Montage ebenfalls im Zusammenwirken mit einer Ge
windehülse oder aber durch einen entsprechend verringerten Querschnitt am Verstellteil unmittelbar
an den Steg oder den Zapfen anschließend erfolgen.
Eine Möglichkeit zur Montage des Verstellteiles und des Befestigungszapfens unabhängig von der
Größe eines Bundes, Steges oder Zapfens an dem Verstellteil ist dann gegeben, wenn die Bohrungen
für den Befestigungszapfen und für den Verstellteil in einem eigenen Montageteil ausgebildet sind
und wenn dieser Montageteil in eine in einem Rahmen oder einem Fenster oder einer Tür vorbereitete
Bohrung fixierbar einsetzbar ist. Diesfalls ist immer die Möglichkeit gegeben, den Verstellteil von der
Rückseite des Montageteiles her einzusetzen, so daß die Größe des vorstehenden Bundes, des Ste
ges oder Zapfens keinen Einfluß mehr auf die Größe der Bohrung für die Aufnahme des Verstellteils
hat.
Daher ist es gerade in diesem Zusammenhang vorteilhaft, wenn der Verstellteil in dem Montageteil
vormontiert und der Montageteil fabrikationsseitig in den Rahmen oder das Fenster oder die Tür ein
gesetzt ist. Somit bedarf es nachträglich nur noch des Einsetzens des Befestigungszapfens, indem
dieser in einer bestimmten Winkelstellung eingeschoben und in die Einsatzstellung verdreht wird.
Bei einer solchen Ausgestaltung ist es zudem von Vorteil, wenn der Montageteil einen Anschlagbund
als Tiefenanschlag beim Einsetzen in die vorbereitete Bohrung aufweist. Der Montageteil kann dann
praktisch immer in der gleichen Stellung liegen und daher auch maschinell eingesetzt werden, womit
auch stets die exakt gleiche Grundstellung beim Einsetzen des Befestigungszapfens gewährleistet ist.
In diesem Zusammenhang ist es weiter vorteilhaft, daß der Montageteil einer Falzausnehmung z. B.
an der Seitenbegrenzung eines Fensters oder einer Tür entsprechend angepaßt und demgemäß ein-
oder mehrfach abgesetzt ausgeführt ist. Dadurch ist gewährleistet, daß der Montageteil immer in der
exakt gleichen Ausrichtung in vertikaler und horizontaler Stellung eingesetzt wird, so daß auf jeden
Fall stets eine exakte Lage des einzusetzenden Befestigungszapfens vorgegeben ist.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht ferner vor, daß der Verstellteil zum freien Ende hin bis zu dem
dort ausgebildeten Bund, Steg oder Zapfen konisch verjüngt verläuft. Dadurch kann gerade bei Aus
führungen auf relativ engem Raum trotzdem ein sicherer Eingriff zwischen dem Verstellteil und dem
Befestigungszapfen erreicht werden, da die Bohrung und somit der eingesetzte Verstellteil noch we
sentlich näher an den Befestigungszapfen herangeführt werden können, um einen optimalen gegen
seitigen Eingriff zu erhalten. Dieser gegenseitige Eingriff wird noch dadurch verstärkt, wenn der Befe
stigungszapfen und der Verstellteil einen spitzen Winkel zueinander einschließend mit ihren freien En
den gegeneinander gerichtet sind.
Gerade in diesem Zusammenhang ist es zweckmäßig, daß der Konuswinkel am Verstellteil gleich
oder geringfügig kleiner ist als der spitze Winkel zwischen den Mittelachsen des Befestigungszapfens
und des Verstellteils. Damit besteht die Möglichkeit eines sehr weitgehenden gegenseitigen Eingriffs,
wobei die beiden Bohrungen zur Aufnahme des Befestigungszapfens und des Verstellteiles relativ na
he zueinander herangeführt und ineinander übergehend hergestellt werden können.
Eine weitere Ausführungsvariante sieht vor, daß zumindest der Endbereich der spitzwinklig zueinan
der ausgerichteten Befestigungszapfen und Verstellteile in einer Art Gewindeeingriff zueinander ste
hen. Dann sind sozusagen eine Vielzahl von Bunden, welche schraubenlinienförmig verlaufen, und ei
ne Vielzahl von entsprechenden Nuten zur Aufnahme des Gewindeabschnittes an dem Befestigungs
zapfen ausgebildet. Bei einer solchen Konstruktion wird es jedoch unter Umständen notwendig sein,
eine axiale Verschiebung des Verstellteiles zu verhindern, um durch ein Verdrehen des Verstellteiles
eine axiale Verstellung des Befestigungszapfens bewirken zu können.
Weiter sieht eine konstruktive Ausführungsvariante vor, daß der Verstellteil in der Bohrung ohne Ge
windeeingriff axial verschiebbar und in den gewünschten Stellungen in axialer Richtung fixierbar ist.
Mittels des gegenseitigen Eingriffs und der Wirkverbindung zwischen dem Verstellteil und dem Befe
stigungszapfen kann durch axiales Verschieben des Verstellteiles auch eine axiale Verstellung des
Befestigungszapfens erreicht werden, wobei es anschließend lediglich notwendig ist, den Verstellteil
in axialer Richtung zu fixieren, damit keine selbsttätige Verstellung stattfinden kann.
Bei einer solchen Konstruktion ist es vorteilhaft, wenn der Verstellteil kraftschlüssig an der Bohrungs
wand anpreßbar ist. Dies ist die einfachste konstruktive Möglichkeit, um eine Fixierung des Verstell
teiles in axialer Richtung zu bewerkstelligen.
Eine konkrete Ausführungsform sieht dabei vor, daß am Verstellteil in radialer Richtung auseinander
preßbare, jedoch bei Entlastung elastisch zurückführbare Spreizelemente vorgesehen sind. Es kann
also beispielsweise durch den Einsatz einer Spannschraube ein entsprechendes Spreizelement zusam
mengedrückt werden, welches sich an die Bohrungswand anpreßt.
In der nachstehenden Beschreibung werden anhand der Zeichnungen Ausführungsbeispiele näher er
läutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch einen Türrahmen mit einer eingesetzten Tür und einem mit einer erfin
dungsgemäßen Halterung ausgestatteten Scharnier in einem Horizontalschnitt;
Fig. 2 lediglich einen Schnitt durch den Türbereich in einer gleichen Darstellung wie in Fig. 1, wobei
jedoch eine geringfügig andere Konstruktion des Verstellteiles vorgesehen ist;
Fig. 3 eine Ausführungsvariante, bei der ein eigener Montageteil vorgesehen ist;
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3;
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 3;
Fig. 6 eine gleiche Darstellung wie bei den vorhergehenden Ausführungen, wobei aber eine andere
Variante eines Verstellteiles eingesetzt ist;
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 6;
Fig. 8 ebenfalls einen Horizontalschnitt durch einen Rahmen und eine Tür, wobei eine besondere
Art von Verstellteil und ein angepaßter Befestigungszapfen vorhanden sind;
Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie IX-IX in Fig. 8;
Fig. 10 eine Ansicht eines bei einer Konstruktion nach den Fig. 8 und 9 eingesetzten Scharniers;
Fig. 11 eine gleiche Darstellung wie in Fig. 8, wobei der Verstellteil und der Befestigungszapfen je
doch in mit Abstand übereinander liegenden Ebenen angeordnet sind;
Fig. 12 einen Schnitt nach der Linie XII-XII in Fig. 11;
Fig. 13 eine Schnittdarstellung lediglich im Bereich einer Tür, bei welcher relativ lange Befestigungs
zapfen und Verstellteile vorgesehen sind, wobei eine solche Ausgestaltung ebenfalls für alle
Ausführungsvarianten nach den Fig. 1 bis 12 anwendbar wäre;
Fig. 14 eine Ausführungsform eines Verstellteiles in gleicher Schnittdarstellung wie die anderen Aus
gestaltungen, wobei jedoch der Verstellteil in axialer Richtung verschiebbar und in den ge
wünschten Stellungen axial gesichert fixierbar ist;
Fig. 15 die gleiche Darstellung wie in Fig. 14, wobei jedoch nur der Türbereich dargestellt ist;
Fig. 16 eine im Richtung Pfeil XVI in Fig. 15.
In der nachstehenden Beschreibung anhand der Zeichnungen wird im wesentlichen auf Ausgestaltun
gen eingegangen, bei welchen ein Befestigungszapfen in einer Tür gehalten werden soll. Bei diesen
Konstruktionen greifen die Befestigungszapfen und die erfindungsgemäß vorgesehene Halterung an
den Seitenbegrenzungen, d. h. im Falzbereich einer Tür ein, so daß die Halterung selbst von außen
praktisch nicht sichtbar ist. Ein Einsatz bei Türen und natürlich auch bei Fenstern ist daher die opti
malste Anwendung. Die erfindungsgemäße Halterung ist aber in gleicher Weise auch in anderen Be
reichen einsetzbar, so beispielsweise im Möbelbau, bei Tür- oder Fensterrahmen, aber auch bei Tür-
oder Fensterzargen, bei welchen die erfindungsgemäße Lösung z. B. mit einem zusätzlichen Montage
teil ebenfalls wirkungsvoll eingesetzt werden kann.
Es geht hier also um die Halterung für Befestigungszapfen 1 eines Fenster-, Tür- oder Möbelschar
niers 2, wobei mittels eines Verstellteils 3 eine axiale Verstellung des Befestigungszapfens 1 bewerk
stelligt werden kann. Der Verstellteil 3 weist an seinem innen liegenden, der Scharnierachse 4 abge
wandten Endbereich einen Bund 5 auf. Am freien Endbereich des zugeordneten Befestigungszap
fens 1 ist eine quer zur Längsachse 6 desselben ausgerichtete Nut 7 ausgebildet. Der Verstellteil 3
und der zugeordnete Befestigungszapfen 1 greifen in ihrer Einsatzstellung in Bohrungen 8 und 9 an
der Tür 10 ein, wobei die einander zugewandten Endbereiche von Verstellteil 3 und Befestigungszap
fen 1 form- und/oder kraftschlüssig direkt miteinander in Wirkverbindung stehen. Dies gelingt da
durch, daß der Bund 5 in die Nut 7 am freien Endbereich des Befestigungszapfens eingreift, so daß
bei einer axialen Verstellung des Verstellteiles 3 auch eine axiale Verstellung des Befestigungszap
fens 1 hervorgerufen wird.
Die Erstmontage des Verstellteiles 3 und des Befestigungszapfens 1 erfolgt in einer Grundstellung,
d. h. in einer entsprechenden Mittelstellung, welche üblicherweise für eine ordnungsgemäße Montage
einer Tür 10 an einem Rahmen 11 vorgegeben ist. Eine axiale Verstellung des Befestigungszapfens 1
in Richtung dessen Achse 6 kann dann durch Bewegen des Verstellteiles 3 in der einen oder anderen
Richtung entlang dessen Längsachse 12 erfolgen.
Die zur Aufnahme eines Befestigungszapfens 1 und des zugeordneten Verstellteiles 3 notwendigen
Bohrungen 8 und 9 tangieren einander bzw. gehen ineinander über, womit die Möglichkeit des ge
genseitigen Eingriffes von Verstellteil 3 und Befestigungszapfen 1 geschaffen wird. Bei einer Ausfüh
rungsvariante wäre es denkbar, daß der Befestigungszapfen 1 und der zugeordnete Verstellteil 3 und
somit auch die Bohrungen 8, 9 zur Aufnahme derselben achsparallel ausgerichtet sind, wobei dann
jedoch entsprechend andere Gestaltungen des Bundes 5 und der Nut 7 zur gegenseitigen Wirkverbin
dung zwischen Befestigungszapfen 1 und Verstellteil 3 geschaffen werden müssen. Vorteilhaft ist
die in den Figuren dargestellte Konstruktion, bei welcher der Befestigungszapfen 1 und der zugeord
nete Verstellteil 3 einen gegen deren Enden hin sich verjüngenden, spitzen Winkel α miteinander ein
schließen. Dann sind die Bohrungen 8 und 9 bereits in diesem entsprechenden Winkel zueinander
ausgerichtet vorbereitet. Die Nut 7 am Befestigungszapfen 1 ist nur auf einem Teilbereich am Um
fang des Befestigungszapfens voll ausgebildet, und zwar an der in Einsatzstellung in Richtung zum
Verstellteil 3 hin weisenden Seite. An der der Einsatzstellung gegenüberliegenden Seite oder zumin
dest winkelmäßig versetzt zu dieser ist wenigstens am Endbereich des Befestigungszapfens 1 eine
durchgehende Rille 13 ausgebildet. Dadurch kann der Befestigungszapfen 1 in der einen Verdrehstel
lung desselben in Richtung der Längsachse 6 an dem vorstehenden Bund 5 vorbeigeschoben werden,
so daß der Bund 5 nach dem Verdrehen des Befestigungszapfens 1 in die Einsatzstellung mit der
Nut 7 in Eingriff kommt. Es ist damit selbst dann eine sehr einfache Montage des Befestigungszap
fens 1 möglich, wenn der Verstellteil 3 bereits vorher in seiner Einsatzstellung montiert ist. Aus dem
Schnitt in Fig. 5, welcher in gleicher Weise bei der Ausführung nach den Fig. 1 und 2 zutreffen kann,
ist zu entnehmen, daß der Querschnitt der Nut 7 und der Querschnitt der Rille 13 im wesentlichen
gleich ausgeführt und somit im Querschnitt einem Teilbereich des am freien Endbereich des Verstell
teiles 3 ausgebildeten Bundes 5 angepaßt sind. Es ist daher beim Einschieben des Befestigungszap
fens 1 eine Art Verdrehsicherung geschaffen, welche erst dann aufgehoben wird, wenn die in etwa
der axialen Höhe des Bundes 5 entsprechende Nut 7 mit dem Bund 5 übereinstimmend liegt. In die
sem Zusammenhang ist jene Konstruktion besonders vorteilhaft, bei welcher das Ende der Rille 13
mit der einen Begrenzung 14 der Nut 7 übereinstimmt. Beide Abschnitte, die Rille 13 und die Nut 7,
erstrecken sich von der gleichen Ausgangsebene aus, nämlich von der Begrenzung 14 weg, in Rich
tung zum freien Ende des Befestigungszapfens 1 hin.
Der Verstellteil 3 ist als Gewindebolzen ausgebildet, wobei bei der Ausführung nach Fig. 1 zusätzlich
eine Gewindehülse 15 eingesetzt ist, in welcher der Verstellteil 3 in einem Gewindeeingriff gehalten
wird. Dabei kann die Gewindehülse 15 in die Bohrung 9 oder aber in einen im Durchmesser ver
größerten Abschnitt dieser Bohrung 9 eingesetzt sein, um gegebenenfalls einen größeren Querschnitt
des Verstellteiles 3 zu ermöglichen. Die Gewindehülse 15 wird verdreh- und verschiebesicher einge
setzt, so daß eine ordnungsgemäße Verstellung möglich ist.
Bei der Ausgestaltung nach Fig. 2 hingegen ist keine solche Gewindehülse vorhanden, sondern der
als Gewindebolzen ausgebildete Verstellteil 3 greift unmittelbar in die Wandung der Bohrung 9 ein, in
welcher ein Gewinde vorbereitet sein kann. Es wäre aber auch denkbar, daß sich der Verstellteil 3
das Gewinde in der Bohrung 9 selbst formt.
Für die Montage des Verstellteils 3 ist es vorteilhaft, den Bund 5 am unmittelbaren Ende des Ver
stellteiles 3 auszubilden, wobei der Durchmesser des Bundes 5 annähernd dem Durchmesser der
Bohrung 9 zur Aufnahme des Verstellteils 3 entspricht. Dadurch kann der Verstellteil in optimaler und
einfacher Weise durch die vorbereitete Öffnung 9 eingeschoben werden, wobei durch den an den
Bund 5 anschließenden Abschnitt 16 verringerten Durchmessers die Möglichkeit geschaffen wird,
daß sich trotzdem eine entsprechende Wirkverbindung zwischen den Endbereichen des Verstelltei
les 3 und des Befestigungszapfens 1 herstellen läßt. Dazu trägt natürlich in ganz besonderer Weise
die spitzwinklige Ausrichtung zwischen dem Verstellteil 3 und dem Befestigungszapfen 1 bei.
Im Rahmen der Erfindung wäre es denkbar, anstelle eines Bundes 5 mehrere in axialer Richtung auf
einander folgende Bunde vorzusehen oder aber entsprechende Stege oder Zapfen. Anstelle der Nut 7
könnten am Befestigungszapfen 1 auch mehrere Nuten oder aber entsprechende Abflachungen oder
Ausnehmungen vorgesehen werden. Möglich wäre es auch, einander diametral gegenüberliegend Nu
ten 7 und einander diametral gegenüberliegend Rillen 13 vorzusehen, um dadurch die Möglichkeit zu
schaffen, ein Scharnier beispielsweise für einen Links- oder Rechtsanschlag auszubilden. Vorgesehen
werden könnte aber auch, daß der Verstellteil auf der gegenüber der Darstellung in den Fig. 1 und 2
anderen Seite des Befestigungszapfens 1 angeordnet wird. Ebenso ist im Rahmen der Erfindung eine
konstruktive Umkehr der gegenseitig ineinander greifenden Teile möglich, so daß also an dem Befe
stigungszapfen 1 ein entsprechender Bund, Steg, Zapfen oder mehrere solcher Teile ausgebildet sind
und die Nuten, Abflachungen, Ausnehmungen usw. dann an dem Verstellteil 3 vorgesehen werden.
Anstelle der bis zum freien Ende des Befestigungszapfens 1 durchgehenden Rille könnte auch eine
entsprechende Abflachung oder eine Kerbe vorgesehen werden.
Gerade bei einer Ausführung nach Fig. 3 besteht die Möglichkeit, daß der Durchmesser des Bundes 5
größer ist als der Durchmesser des restlichen Abschnittes des Verstellteiles 3 bzw. größer ist als der
Durchmesser einer gegebenenfalls in die Bohrung eingesetzten Gewindehülse. Bei dieser Ausgestal
tung bedarf es keiner Gewindehülse, denn hier sind die Bohrungen 8 und 9 für den Befestigungszap
fen 1 und den Verstellteil 3 in einem eigenen Montageteil 17 ausgebildet. Dieser Montageteil 17 wird
in eine in der Tür 10 vorbereitete Bohrung 18 eingesetzt und in derselben entsprechend fixiert. Der
Verstellteil 3 wird dabei zweckmäßig in dem Montageteil 17 vormontiert und der Montageteil 17 be
reits fabrikationsseitig in die Tür 10 eingesetzt. Eine Fixierung des Montageteiles 17 in der Boh
rung 18 ist nicht nur durch eine entsprechende Verrippung oder Oberflächenrauhigkeit möglich, son
dern ebenfalls durch zusätzliche Klebstoffe.
Eine Ausführung mit einem Montageteil 17 wäre gerade auch bei Metallzargen im Rahmenbereich ei
ne mögliche Variante zur Halterung von Befestigungszapfen 1. Ob bei einer solchen Ausgestaltung
mit einem Montageteil 17 ein Bund 5 vorgesehen wird, wenn der Verstellteil 3 als Gewindebol
zen ausgeführt wird, oder aber bei einer anderen Verschiebevariante für den Verstellteil 3 entspre
chende Stege oder Zapfen vorhanden sind, welche in radialer Richtung über den Durchmesser des
restlichen Abschnittes des Verstellteiles 3 vorstehen, ist ohne Belang, da der Verstellteil 3 stets vor
dem Einsetzen des Montageteiles 17 praktisch von der Rückseite her montiert werden kann.
Der Montageteil 17 kann einen Anschlagbund 19 aufweisen, welcher als Tiefenanschlag beim Einset
zen in die vorbereitete Bohrung 18 dient. Aber auch bei einer Ausgestaltung mit einem Montage
teil 17 ist eine exakte Anpassung an eine Seitenbegrenzung einer Tür 10, d. h. an eine entsprechende
Falzausnehmung möglich. Der Montageteil 17 ist dann, wie aus dem Schnitt in Fig. 3 ersichtlich ist,
ein- oder mehrfach abgesetzt ausgeführt. Dadurch kann die Bohrung 8 für den Befestigungszapfen 1
relativ nahe an die Oberfläche 20 der Tür 10 versetzt werden, da in diesem Bereich für den Befesti
gungszapfen 1 durch den eingesetzten Montageteil 17 ebenfalls noch eine entsprechende Verstei
fung vorhanden ist.
Die Verstellung efolgt an sich bei fast allen Konstruktionsvarianten mittels eines Handwerkzeuges,
welches in einen Innenangriff 21 des Verstellteiles 3 eingeführt werden kann.
Die Ausgestaltung nach den Fig. 6 und 7 zeigt, daß die freien Endbereiche des Befestigungszap
fens 1 und des Verstellteiles 3 wiederum in gleicher Weise miteinander in Wirkverbindung stehen.
Bei dieser Ausgestaltung können der Verstellteil 3 und der Befestigungszapfen 1 jedoch trotz Aus
richtung in einem entsprechend spitzen Winkel α noch enger aneinander herangeführt werden, um ei
nen effektiven Eingriff zwischen einem Bund 5 oder dergleichen und der entsprechenden Nut 7 oder
dergleichen bewerkstelligen zu können. Zu diesem Zweck ist der Verstellteil zum freien Ende hin, und
zwar bis zu dem dort ausgebildeten Bund 5, konisch verjüngt ausgebildet. Durch den konischen Ab
schnitt 22 kann also der freie Endbereich des Verstellteiles noch viel näher an den eingesetzten Befe
stigungszapfen 1 herangeführt werden. Der Konuswinkel des konischen Abschnittes 22 ist gleich
oder geringfügig kleiner als der spitze Winkel α, so daß sich der Verstellteil 3 und der Befestigungs
zapfen 1 außer dem Eingriff im Bereich des Bundes 5 und der Nut 7 in einem relativ großen Verstell
bereich nicht hindernd berühren können.
Aus den Fig. 8 bis 10 ist eine Ausführung ersichtlich, bei der zumindest der Endbereich der spitz
winklig zueinander ausgerichteten Befestigungszapfen 1 und Verstellteile 3 in einer Art Gewindeein
griff zueinander stehen. Der Verstellteil 3 ist mit einem speziellen Gewinde 23 versehen, welches in
unvollständige Gewindenuten 24 an einer Seite des Befestigungszapfens 1 eingreift. Bei dieser
Ausgestaltung wird der Verstellteil 3 in axialer Richtung gesichert gehalten, so daß bei einem Ver
drehen des Verstellteiles 3 eine axiale Bewegung des Befestigungszapfens 1 erfolgt. Auch hier ist in
gleicher Weise wie bei den anderen Konstruktionen in radialer Richtung ein entsprechendes Spiel zwi
schen dem Verstellteil 3 und dem Befestigungszapfen 1 vorhanden, da durch die spitzwinklige Aus
richtung der beiden Teile bei einem Verstellvorgang eine radiale Bewegung zueinander bzw. vonein
ander weg erfolgt. Da für den Befestigungszapfen 1 lediglich eine Verstellung in einem relativ kleinen
Bereich, also beispielsweise über eine axiale Bewegung von insgesamt ca. 5 mm, möglich sein muß,
ergeben sich bei diesem spitzen Winkel kleinerlei Probleme.
In Fig. 10 ist ein Scharnier 2 gezeigt, welches mit Ausnahme der besonderen Ausbildung der Befesti
gungszapfen 1, bei der Ausgestaltung nach den Fig. 8 und 9, aber auch bei allen anderen Ausfüh
rungsvarianten eingesetzt werden könnte. Die Befestigung bzw. Halterung der Befestigungszap
fen 25 und 26 kann - wie beispielsweise in den Zeichnungsfiguren dargestellt - auf verschiedenste
Art und Weise erfolgen, oder aber es kann auch für diese Befestigungszapfen 25 und 26 oder zumin
dest für einen dieser beiden Befestigungszapfen 25, 26 rahmenseitig bzw. zargenseitig eine Halte
rung gemäß der vorliegenden Erfindung vorgesehen werden.
Bei den Ausgestaltungen nach den Fig. 11 bis 13 ist vorgesehen, daß der Befestigungszapfen 1 und
der zugeordnete Verstellteil 3 und somit auch die Bohrungen 8 und 9 zur Aufnahme derselben in mit
vertikalem Abstand voneinander ausgerichteten Horizontalebenen liegen, also übereinander angeord
net sind, wobei diese beiden Teile sowohl achsparallel zueinander ausgerichtet als auch spitzwinklig
zueinander verlaufend angeordnet werden können. In der Ausführung nach den Fig. 11 und 12 ist in
einfacher Ausgestaltung eine Art gegenseitiger Gewindeeingriff eingezeichnet. Auch bei solchen Va
rianten ist in gleicher Weise ein Eingriff über einen Bund und eine entsprechende Nut möglich, nur
müssen diese Teile etwas anders gestaltet werden. Wie speziell der Fig. 13 zu entnehmen ist, bietet
sich eine Konstruktion mit einer übereinander versetzt zueinander liegenden Anordnung der Teile ge
rade dann an, wenn beispielsweise Türen 10 geringer Dicke vorgesehen sind. Es wird dadurch in ho
rizontaler Ausrichtung quer zur Ebene der Tür 10 Platz eingespart.
In der Darstellung gemäß den Fig. 14 bis 16 ist der Verstellteil 3 in der Bohrung 9 ohne einen Gewin
deeingriff verschiebbar, jedoch in den gewünschten Stellungen in axialer Richtung fixierbar. Zu die
sem Zweck kann der Verstellteil 3 so ausgebildet werden, daß er an die Wand der Bohrung 9 anpreß
bar ist. Eine solche Ausführungsvariante ist in der Zeichnung dargestellt, wobei hier Spreizelemen
te 27 vorgesehen sind, welche in radialer Richtung auseinander preßbar, jedoch bei Entlastung ela
stisch zurückführbar sind. Als Spreizelement 27 kann hier beispielsweise eine Art Gummihülse vorge
sehen werden, welche beim Anziehen der Schraube 28 durch entsprechende Verformung an die
Wandung der Bohrung 9 angepreßt wird. Der Eingriff zwischen dem Verstellteil 3 und dem Befesti
gungszapfen 1 erfolgt auch bei dieser Konstruktion wie bei den anderen Ausgestaltungen also bei
spielsweise über einen Bund 5 und eine entsprechende Nut 7.
Durch die vorliegende Erfindung wird gerade im Bereich von Türen und Fenstern eine optimale Mög
lichkeit zur Halterung von Befestigungszapfen geschaffen, durch welche auch eine nachträgliche Ver
stellmöglichkeit gegeben ist. Außerdem kann durch eine solche Gestaltung eine Auswahl der bei Tü
ren einzusetzenden Scharniere, z. B. im Zusammenhang mit den Türklinken, erfolgen, da die Befesti
gungszapfen 1 nachträglich in die bereits werkseitig vorbereiteten Bohrungen bzw. in einen werksei
tig bereits eingeführten Montageteil eingesetzt werden können.
Claims (25)
1. Halterung für Befestigungszapfen eines Fenster-, Tür- oder Möbelscharniers, wobei wenigstens
ein Befestigungszapfen zumindest in dessen Einsatzstellung form- und/oder kraftschlüssig mit ei
nem Verstellteil in Wirkverbindung bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellteil (3)
an seinem innen liegenden, der Scharnierachse (4) abgewandten Endbereich einen oder mehrere
in axialer Richtung aufeinander folgende, zumindest gegenüber dem unmittelbar darauf folgenden
Abschnitt vorstehende(n) Bund(e) (5), Steg(e) oder Zapfen aufweist, und daß am freien Endbe
reich eines zuzuordnenden Befestigungszapfens (1) eine oder mehrere, quer zur Längsachse des
selben ausgerichtete Nut(en) (7), Abflachung(en) oder Ausnehmung(en) ausgebildet ist bzw.
sind, wobei der Verstellteil (3) und der zugeordnete Befestigungszapfen (1) in ihrer Einsatzstel
lung in Bohrungen (8, 9) in einem Rahmen (11) oder in einem Fenster oder einer Tür (10) eingrei
fen und zumindest an ihren einander zugewandten Endbereichen form- und/oder kraftschlüssig
direkt miteinander in Wirkverbindung stehen, und wobei der Verstellteil (3) in axialer Richtung in
der Bohrung (9) verstellbar und in den gewünschten Stellungen in axialer Richtung arretierbar ist.
2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme der Befestigungszap
fen (1) und des zugeordneten Verstellteils (3) an einem Rahmen oder einem Fenster oder einer
Tür (10) zwei Bohrungen (8, 9) ausgebildet sind, welche gegebenenfalls einander tangieren oder
ineinander übergehen.
3. Halterung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungszapfen (1)
und der zugeordnete Verstellteil (3) und somit auch die Bohrungen (8, 9) zur Aufnahme dersel
ben achsparallel ausgerichtet sind.
4. Halterung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungszapfen (1)
und der zugeordnete Verstellteil (3) und somit auch die Bohrungen (8, 9) zur Aufnahme dersel
ben einen gegen deren Enden hin sich verjüngenden, spitzen Winkel (α) miteinander ein
schließen.
5. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungszap
fen (1) und der zugeordnete Verstellteil (3) und somit auch die Bohrungen (8, 9) zur Aufnahme
derselben in mit vertikalem Abstand voneinander ausgerichteten Horizontalebenen liegen und
achsparallel oder spitzwinklig zueinander verlaufen.
6. Halterung nach Anspruch 1 und gegebenenfalls einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Nut(en) (7), Abflachung(en) oder Ausnehmung(en) am freien Endbereich des
Befestigungszapfens (1) nur auf einem Teilbereich, und zwar an der in Einsatzstellung in Rich
tung zum Verstellteil (3) hin weisenden Seite, voll ausgebildet ist bzw. sind.
7. Halterung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der der Einsatzstellung gegenüber
liegenden Seite oder zumindest winkelmäßig versetzt zu dieser wenigstens am Endbereich des
Befestigungszapfens (1) eine bis zum Ende desselben durchgehende Abflachung, Rille (13) oder
Kerbe ausgebildet ist.
8. Halterung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Nut(en) (7), Ab
flachung(en) oder Ausnehmung(en) am Endbereich des Befestigungszapfens (1) gleich ist dem
Querschnitt der über den Endbereich des Befestigungszapfens (1) durchgehenden Abflachung,
Rille (13) oder Kerbe.
9. Halterung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende der Abfla
chung, Rille (13) oder Kerbe mit der einen Begrenzung (14) der Nut, Abflachung oder Ausneh
mung übereinstimmt, so daß sich beide Abschnitte von der gleichen Ausgangsebene aus in Rich
tung zum freien Ende des Befestigungszapfens (1) hin erstrecken.
10. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die achsparallel zum
Befestigungszapfen (1) an seinem freien Endbereich verlaufende Rille (13) oder Kerbe im Quer
schnitt einem Teilbereich des am freien Endbereich des Verstellteils (3) ausgebildeten Bun
des (5), Steges oder Zapfens entspricht.
11. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellteil (3)
als Gewindebolzen ausgebildet ist, der in die Wandung der zur Aufnahme des Verstellteils vorge
sehenen Bohrung (9) eingreift.
12. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in die Bohrung (9)
oder in einen im Durchmesser vergrößerten Abschnitt der Bohrung (9) eine Gewindehülse (15)
verdreh- und verschiebesicher eingesetzt ist.
13. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß am unmittelbaren
Ende des Verstellteils (3) ein Bund (5) ausgebildet ist, dessen Durchmesser annähernd dem
Durchmesser der Bohrung (9) zur Aufnahme des Verstellteils (3) entspricht.
14. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser
des Bundes (5) größer ist als der Durchmesser des restlichen Abschnittes des Verstellteils (3)
bzw. größer ist als der Durchmesser einer gegebenenfalls in die Bohrung (9) eingesetzten Gewin
dehülse (15).
15. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die
Steg(e) oder Zapfen in radialer Richtung über den Durchmesser des restlichen Abschnittes des
Verstellteils (3) oder einer eingesetzten Gewindehülse (15) vorsteht bzw. vorstehen.
16. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrun
gen (8, 9) für den Befestigungszapfen (1) und für den Verstellteil (3) in einem eigenen Montage
teil (17) ausgebildet sind, und daß dieser Montageteil (17) in eine in einem Rahmen oder einem
Fenster oder einer Tür (10) vorbereitete Bohrung (18) fixierbar einsetzbar ist.
17. Halterung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellteil (3) in dem Montage
teil (17) vormontiert und der Montageteil (17) fabrikationsseitig in den Rahmen oder das Fenster
oder die Tür (10) eingesetzt ist.
18. Halterung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Montageteil (17) einen
Anschlagbund (19) als Tiefenanschlag beim Einsetzen in die vorbereitete Bohrung (18) aufweist.
19. Halterung nach Anspruch 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Montageteil (17) einer
Falzausnehmung z. B. an der Seitenbegrenzung eines Fensters oder einer Tür (10) entsprechend
angepaßt und demgemäß ein- oder mehrfach abgesetzt ausgeführt ist.
20. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellteil (3)
zum freien Ende hin bis zu dem dort ausgebildeten Bund (5), Steg oder Zapfen konisch verjüngt
verläuft.
21. Halterung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Konuswinkel am Verstellteil (3)
gleich oder geringfügig kleiner ist als der spitze Winkel (α) zwischen den Mittelachsen (6, 12)
des Befestigungszapfens (1) und des Verstellteils (3).
22. Halterung nach Anspruch 1 und einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest der Endbereich der spitzwinklig zueinander ausgerichteten Befestigungszapfen (1)
und Verstellteile (3) in einer Art Gewindeeingriff zueinander stehen.
23. Halterung nach Anspruch 1 und einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verstellteil (3) in der Bohrung (9) ohne Gewindeeingriff axial verschiebbar und in den ge
wünschten Stellungen in axialer Richtung fixierbar ist.
24. Halterung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellteil (3) kraftschlüssig an
der Bohrungswand anpreßbar ist.
25. Halterung nach den Ansprüchen 23 und 24, dadurch gekennzeichnet, daß am Verstellteil (3) in
radialer Richtung auseinander preßbare, jedoch bei Entlastung elastisch zurückführbare Spreizele
mente (27) vorgesehen sind.
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