DE19730036A1 - Drehbare Schlauchkupplung - Google Patents
Drehbare SchlauchkupplungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine drehbare Schlauch
kupplung nach Oberbegriff von Anspruch 1.
Eine solche drehbare Schlauchkupplung findet Anwendung
beispielsweise in einer Spritzkabine als Schlauchanschluß für
einen robotergesteuerten Mischkopf. Bei Drehbewegungen des
Mischkopfes wird der Anschlußbereich des Schlauchs durch Tor
sionsspannungen stark beansprucht. Um hier Abhilfe zu schaf
fen, kann ein tordierbarer Schlauch verwendet werden. Bei den
genannten Anwendungsbereichen ist aber eine hochdruckfeste
Ausführung des Schlauchs erforderlich. Ein solcher Schlauch
weist daher eine zusätzliche Ummantelung in Form einer ge
flochtenen Stahlarmierung auf. Er ist daher torsionsstarr, so
daß zu seiner Torsion große Torsionsmomente erforderlich
sind. Dadurch wird zum einen die Schlauchkupplung stark bean
sprucht, zum anderen die Drehbewegung des Mischkopfes ge
hemmt.
Zur Lösung dieses Problems ist es in einigen speziellen
Anwendungsfällen bekannt, die Schlauchkupplung in einem Ge
häuse drehbar zu lagern. Bei Hochdruck-Anwendungen, insbeson
dere bei Drücken höher als 5 bar, ist eine Kombination aus
Dichtung und Lagerung erforderlich. Dazu ist es bekannt, ein
in eine Hülse eingezogenes zylindrisches Hohlrohr gehäusesei
tig zu vernieten. Dieses Zylinderhohlrohr bildet ein Innen
teil mit einem außenseitigen Kragen als Auflage für das
Schlauchende oder für eine Flachdichtung. Die Innenseite des
Kragens bildet gleichzeitig die Laufbahn für die Wälzkörper
eines ersten Wälzlagers, mittels dessen das Innenteil gegen
über der Hülse gelagert ist. Die Lagerung des Innenteils ist
druckseitig einer Gehäusedichtung angeordnet, mit der die
Hülse gegen den Betriebsdruck abgedichtet ist. Die Dichtung
ist ein Viton-O-Ring. Luftseitig dieser Gehäusedichtung sitzt
ein zweites Wälzlager, welches die Hülse am Gehäuse lagert.
Zwischen dem ersten Wälzlager und dem Viton-O-Ring befindet
sich ein Ringspalt, wodurch die reibschlüssige Berührung der
Innenwand der Hülse mit der Außenwand des Innenteiles vermie
den wird. Es sind insgesamt zwei Wälzlager vorhanden, so daß
das Innenteil gegenüber dem Gehäuse und die Hülse gegenüber
dem Innenteil und dem Gehäuse drehbar sein soll. Der Schlauch
ist auf ein Außengewinde der Hülse mit einer Muffe aufge
schraubt. Die Schlauchmündung ist entweder gegen eine Flach
dichtung zwischen der Hülse und der Schlauchmündung oder ge
gen die Stirnseite der Hülse direkt abgestützt.
Hieraus ergibt sich jedoch folgendes Problem: Es bedarf
einer zusätzlichen Abdichtung mittels einer Flachdichtung
zwischen der Schlauchmündung und der Hülse. Dadurch werden
jedoch gleichzeitig unter Maßgabe der Anpreßkraft der Flach
dichtung Schlauch, Hülse und Innenteil reibschlüssig aneinan
der festgesetzt. Dadurch wird die Drehbewegung der Schlauch
kupplung praktisch blockiert und bei erzwungener Drehbewegung
die Flachdichtung so stark beansprucht, daß diese in kurzen
Intervallen ausgewechselt werden muß. Bei Verzicht auf die
Flachdichtung wird das erste Wälzlager mit dem Schlauchför
dermedium geflutet, was zu Verunreinigungen des Lagers und zu
Verklebung führt. Daraus resultiert eine Schwergängigkeit
bzw. die vollständige Blockierung des Lagers. Eine solche
Schlauchkupplung wird bei Druckbeaufschlagung, insbesondere
mit Drücken größer als 5 bar, derart in der Drehbarkeit ge
hemmt, daß dann der angeschlossene Schlauch durch Torsion
stark beansprucht wird, um der aufgeprägten Drehbewegung zu
folgen.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
drehbare Schlauchkupplung der eingangs genannten Art so aus
zubilden, daß sie praktisch unabhängig von der Druckbeauf
schlagung mit üblichen Betriebsdrücken, auch bei Verdrehwin
keln im Gradbereich, leichtgängig drehbar und trotzdem dauer
haft dicht ist.
Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1.
Eine solche Schlauchkupplung hat eine hohe Funktionssi
cherheit trotz zeitlich sich ändernder Axial- oder Radialla
sten, und zwar unabhängig von jeglichen Betriebsdrücken. Dies
ist von besonderer Bedeutung für den Einsatz an ferngesteuer
ten Mischköpfen. Diese führen in praktisch stochastischen
Zeiträumen blitzartige Bewegungen im Millimeter- bzw. Winkel
sekundenbereich aus. Diesen kleinen Bewegungen muß die
Schlauchkupplung ohne wesentliche Losbrechmomente folgen,
ebenso wie den Mischkopfbewegungen im Zentimeter- bis Meter
bereich bzw. im Bereich einiger Winkelgrade bis zu mehreren
Umdrehungen. Hierfür ist es wesentlich, daß eine erfindungs
gemäße Schlauchkupplung lediglich geringe Losbrechmomente
hat. Dieser Vorteil ergibt sich daraus, daß die Wälzkörper
und die Wälzkörperbahnen aller Wälzlager über eine Dichtungs
fuge gegenüber dem unter Betriebsdruck stehenden Schlauchför
dermedium abgeschirmt sind. Dadurch bedingt sind die Wälzkör
per nicht mit dem Schlauchfördermedium unter dessen hydrosta
tischem Druck beaufschlagt. Die Dichtungsfuge ist derart aus
gebildet, daß sie zum einen die Dichtigkeit auch bei höheren
Betriebsdrücken gewährleistet und trotzdem die Drehung der
Schlauchkupplung zuläßt. Die Schlauchkupplung ist vorzugswei
se mit nur geringem Reibschluß im Bereich der Dichtungsfuge
ausgebildet. Es kann auch ein dichtendes Material mit gerin
ger Reibung eine oder beide Fugenwände bilden. In jedem Fall
ist die Länge der Dichtungsfuge unter Berücksichtigung des
Fugenspaltes dem Betriebsdruck so angepaßt, daß der Betriebs
druck über die Länge der Dichtungsfuge bis zum ersten Wälzla
ger abgedrosselt wird.
Der Dichtungsfuge kommt demnach die Funktion einer Dros
selstrecke zu, die an ihrem druckseitigen Ende mit Betriebs
druck beaufschlagt ist. Die Abdichtung erfolgt daher über die
vollständige Abdrosselung des Betriebsdrucks. Um eine klemm
freie Drehbewegung der Schlauchkupplung in der Dichtungsfuge
zu gewährleisten, wird vorgeschlagen, dort eine Passung H7-f6
oder gleichwirkend zu wählen. Größere Toleranzfelder können
bei Schlauchfördermedien höherer Viskositäten auch in Be
tracht kommen.
Die Wälzkörper sind daher durch die Abdichtung nicht mit
dem Schlauchfördermedium und nicht mit dessen hydrostatischem
Druck beaufschlagt. Dies schafft eine Dauerbeweglichkeit der
Schlauchkupplung, da insbesondere die Wälzkörperbewegung
nicht durch das Zusetzen oder Eintrocknen des Schlauchförder
mediums gehemmt wird. Eine solche Schlauchkupplung ist und
bleibt auf Dauer unter Beaufschlagung mit üblichen Betriebs
drücken, insbesondere auch Drücken über 5 bar, mit zwei Fin
gern drehbar.
Durch die Dichtungsfuge ist auch ein Luftabschluß gege
ben, so daß das Schlauchfördermedium nicht mit der Umgebungs
luft in Kontakt kommen kann. Auch bei längerem Nichtgebrauch
der mit dem Schlauchfördermedium gefüllten Schlauchkupplung
bleibt diese daher drehbar, da das Schlauchfördermedium, bei
spielsweise Lack mit einer Härterkomponente, unter Luftab
schluß nicht aushärtet. Daher entsteht auch kein zusätzlicher
Reibschluß durch gehärtetes Schlauchfördermedium, welches die
Schlauchkupplung verklebt.
Eine solche Schlauchkupplung ist daher bereits ohne zu
sätzliche Dichtmittel mittels der Dichtungsfuge sicher abge
dichtet. Diese wirkt nämlich bereits als Dichtung. Daher ent
fällt insbesondere die Hemmung der Drehbewegung durch reib
schlüssige Paarungen aus Dichtmitteln. Insbesondere stehen
die an der Dichtwirkung beteiligten Flächenpaarungen nicht
unter dem Einfluß des die Reibungskraft vergrößernden Be
triebsdruckes. Die Dichtungen sind insbesondere mit gegenüber
dem Schlauchfördermedium inertem Fett eingesetzt. Dadurch
kommen luftseitig der ersten Dichtungen gelegene Kupplungsab
schnitte nicht mit dem Schlauchfördermedium in Kontakt. Da
durch ist ein Luftabschluß gewährleistet, so daß ein Ver
cracken oder Auskristallisieren verhindert wird.
Bevorzugte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung
sind durch die Unteransprüche gegeben.
Um eine möglichst effiziente Abdichtung zu erreichen,
wird vorgeschlagen, daß die Dichtungsfuge druckseitig der
Wälzkörper und der Wälzkörperbahnen aller Wälzlager angeord
net ist. Die Dichtungsfuge ist vorzugsweise vollständig
druckseitig der Wälzkörper und der Wälzkörperbahnen aller
Wälzlager angeordnet. Dann wird die gesamte Länge des Ring
spalts zur Drosselung bzw. Abdichtung genutzt. Daraus ergibt
sich auch bei kurzer Baulänge der Schlauchkupplung deren gute
Dichtigkeit.
Es ist von Vorteil, wenn die Dichtungsfuge zwischen einem
zapfenartig im Gehäuse sitzenden Ende der Schlauchkupplung
und einer korrespondierenden Bohrung im Gehäuse gebildet
wird. Das Wälzlager sitzt dann am gehäuseauswärtigen Ende des
Zapfens. In einer bevorzugten Ausgestaltung trägt der zapfen
auch die unmittelbar zugehörige Wälzkörperbahn. Das einge
steckte Ende der Schlauchkupplung erfüllt eine Doppelfunk
tion: es bewirkt zum einen die Abdichtung gegen den Betriebs
druck, zum anderen bietet es eine zusätzliche Gleitlagerung
für die drehbare Schlauchkupplung. Das Ende der Schlauchkupp
lung bildet nämlich mit der Gehäusewandung den ringförmigen
Drosselspalt, der zugleich als Gleitlager zwischen Gehäuse
und dem Zapfen der Schlauchkupplung dient. Durch diese Ausge
staltung wird eine Abdichtung bei gleichzeitig gleichmäßigem
und hemmungsfreiem Rundlauf der Wälzkörper erreicht. Es wird
insbesondere ein Verkanten der Schlauchkupplung vermieden.
Eine 2-Ebenen-Lagerung ergibt sich daraus, daß das zapfenar
tig im Gehäuse sitzende Ende der Schlauchkupplung radial
gleitgelagert ist und daß gehäuseauswärts noch das Wälzlager
sitzt. Dadurch wird die Schlauchkupplung radial stabilisiert
und die ungehinderte freie Drehbewegung bei hervorragender
Dichtwirkung ermöglicht.
Um das Erfordernis der Passung zwischen Zapfen und Ge
häusebohrung zu vermeiden, wird vorgeschlagen, daß elastische
Dichtringe als zusätzliche Dichtmittel vorgesehen sind, die
druckseitig der Wälzkörper und Wälzkörperbahnen aller Wälzla
ger sitzen. Die druckseitig der Wälzkörper und Wälzkörperbah
nen aller Wälzlager sitzenden elastischen Dichtringe über
brücken eventuelle Passungstoleranzen im Sinne des Drossel
spalts entweder in der Dichtungsfuge oder in Verbindung mit
einem separaten Dichtungssitz, z. B. einem U-Ring. Die elasti
schen Dichtringe können dabei druck- oder luftseitig der
Dichtungsfuge sitzen. Sie können aber auch die Dichtungsfuge
unmittelbar bilden, indem sie eine einseitige Abdichtung an
der Zapfenwand oder an der Innenwand der Gehäusebohrung be
wirken. Dabei stehen die Dichtungsringe vorzugsweise unter
Vorspannung, die die dichtende Anpreßkraft bewirkt. Wenn die
elastischen Dichtringe in radialer Richtung angepreßt sind,
wird durch die radiale Anpreßkraft die Dichtung bewirkt.
Dabei ist es von Vorteil, wenn die elastischen Dichtringe in
radialer Richtung an ihrer Innen- und Außenseite abgestützt
sind. Dann bewirken die Dichtringe die Abdichtung zwischen
den Abstützstellen, insbesondere auch unabhängig von der
Druckbeaufschlagung. Hierzu ist von Vorteil, wenn die die
Dichtwirkung hervorrufende Anpreßkraft der elastischen Dicht
ringe ausschließlich durch die Differenz zwischen dem Sitz
durchmesser und dem zugehörigen Durchmesser der unbelasteten
Dichtringe bestimmt ist. Dabei ist besonders bevorzugt, wenn
die radial angepreßten Dichtringe praktisch ausschließlich in
axialer Richtung druckbeaufschlagt sind. Dann ist die Abdich
tung vollständig unabhängig von der Druckbeaufschlagung. Da
durch bedingt bleibt eine solche Schlauchkupplung auch bei
sehr geringen Drücken bis hin zu Normaldruck dicht. Wenn die
auf die Dichtringe ausgeübte Druckkraft senkrecht zu der An
preßkraft ist, wird die Druckkraft nicht zur Abdichtung benö
tigt. Die Schlauchkupplung kann dann derart ausgebildet wer
den, daß der hydrostatische Druck des Schlauchfördermediums
praktisch keinerlei Auswirkungen auf diejenige Reibungskraft
hat, die für das Widerstandsdrehmoment der Schlauchkupplung
ausschlaggebend ist. Dies kann vorliegend dadurch bewirkt
werden, daß die Dichtringe in axialer Richtung lediglich ent
weder am Gehäuse oder an der Schlauchkupplung anliegen.
In besonders bevorzugter Ausgestaltung wird vorgeschla
gen, daß die Dichtringe in einer an zumindest einer Radial
seite offenen Ringkammer sitzen. Die Ringkammer kann ein se
parates Bauteile oder eine ringförmige Ausnehmung des Gehäuses
oder des eingesteckten Endes der Schlauchkupplung sein. Die
Ringkammer bildet einen Dichtungssitz, welcher bezüglich des
axialen Bewegungsspiels indifferent ist. Sie erlaubt daher
axiale Verschiebungen zwischen der Schlauchkupplung und dem
Gehäuse. Die Ringkammer kann gehäusefest oder fest bezüglich
der Schlauchkupplung sein. Dazu ist diese als ringförmige
Ausnehmung des Gehäuses oder des eingesteckten Endes der
Schlauchkupplung ausgebildet. Wenn sie ein separates Bauteil
ist, kann sie an einer Wand des Ringspaltes mit Übergangspas
sung oder einer Passung mit gleichwirkender Dichtfunktion
sitzen. Dann bildet sie an der Berührungsfläche mit der Wand
zumindest einen Teil der Dichtungsfuge. Sie kann an der Wand
einer Gehäusebohrung oder auf dem eingesteckten Ende der
Schlauchkupplung sitzen. Dann ist sie vorzugsweise als gleit
fähige Ringkammer ausgebildet. Eine gleitfähige Ringkammer
hat den Vorteil, daß sie eine Drehbewegung der Schlauchkupp
lung unter Abgleiten mit nur geringer Reibungskraft erlaubt.
Dazu besteht die Ringkammer vorzugsweise aus einem Material,
welches bei niedrigem Gleitreibungskoeffizienten die Herstel
lung glatter Oberflächen ermöglicht. Zumindest die gleitenden
Oberflächen sind dazu feinbearbeitet. Die Ringkammer besteht
z. B. aus Polytetrafluorethylen. Sie ist U-Ring-förmig ausge
bildet. Dabei bildet der Querschenkel den Innenumfang des
U-Ringes. Die Seitenschenkel halten den Dichtungsring axial in
dem U-Ring. Der U-Ring bildet dann eine 3-Seiten-Kammerung
für seinen Dichtring, in welcher dieser vorzugsweise axial
unverschieblich sitzt. Die Ringkammer kann axial unbeweglich
sein. Sie kann aber auch axial beweglich sein und, je nach
Einbauart, auf dem Zapfen oder in der Gehäusebohrung gleiten.
Dann kann es sogar zugelassen werden, daß bei Druckbeauf
schlagung eine Seitenwand des U-Ringes durch den Druckunter
schied gegen einen Teil der Schlauchkupplung oder des Gehäu
ses gepreßt wird. Da der U-Ring aus einem gleitfähigen Mate
rial besteht, wird dadurch die Drehbewegung der Schlauchkupp
lung praktisch nicht gehemmt.
Zur Verbesserung der Dichtigkeit wird vorgeschlagen, daß
zwei in axialer Richtung benachbarte Dichtringe vorgesehen
sind. Bei gleicher Axialerstreckung ergibt sich daraus gegen
über lediglich einem Dichtring eine erhöhte Steifigkeit der
Schlauchkupplung infolge einer insgesamt höheren, elastischen
Rückstellkraft der angepreßten Dichtringe. Diese sitzen be
vorzugt jeweils in einer Ringkammer wie oben beschrieben.
Bevorzugt wird vorgeschlagen, daß ein radiales Wälzlager
vorgesehen ist. Ein radiales Wälzlager ist auch in axialer
Richtung belastbar. Dieses ist vorzugsweise ein radiales Ril
lenkugellager. Es ist dabei zu beachten, daß das Radiallager
zur Aufnahme von mindestens denjenigen Axialkräften dimensio
niert ist, deren Größe sich aus dem Produkt aus dem Betriebs
druck und der senkrecht zur Drehachse liegenden Flächenkompo
nente der druckbeaufschlagten Stirnfläche des gehäuseseitigen
Endes der Schlauchkupplung zuzüglich der vom Schlauch auf die
Schlauchkupplung maximal ausübbaren Axialkräfte ergibt. Dies
entspricht denjenigen Kräften, welche unter Betriebsdruck und
unter den zu berücksichtigenden extremen Betriebsbedingungen
auf die Schlauchkupplung ausgeübt werden. Bei derartiger Di
mensionierung des radialen Wälzlagers werden die Druckkräfte
vollständig von diesem aufgefangen. Ein solches Lager ist
prinzipiell stets überdimensioniert. Es ist vorzugsweise nach
DIN-Baureihe gefertigt. Dies ist im Hinblick auf die Quali
tätssicherung und Gewährleistung von Vorteil.
Wenn das Rillenkugellager als Schulterkugellager ausge
bildet ist, wird eine gute axiale und radiale Kraftaufnahme
gewährleistet. Außerdem wird der unter Druck stehende Nippel
automatisch zentriert.
Eine erfindungsgemäße Schlauchkupplung ist schon dann
einfach drehbar, wenn lediglich ein Satz Wälzkörper vorgese
hen ist. Besonders in Verbindung mit der zapfenartigen Lage
rung des gehäuseseitigen Endes der Schlauchkupplung ist die
freie Drehbarkeit gewährleistet. Zudem ist - entsprechend
einer Fest-Los-Lagerung - lediglich die Abrollbedingung des
einen Satzes von Wälzkörpern zu erfüllen, wobei die Dich
tungsfuge die Funktion einer zweiten Lagerstelle hat. Diese
Fest-Los-Lagerung wird insbesondere bei Beaufschlagung mit
hohen Drücken stets beibehalten. Hierzu wird vorgeschlagen,
daß das Wälzlager derart mit axialer Lagerluft ausgebildet
ist, daß die Abrollbedingung für die Wälzkörper sowohl bei
überwiegender Druckbeaufschlagung als auch bei überwiegender
Zugbeaufschlagung der Schlauchkupplung stets erfüllt ist.
Durch die axiale Lagerluft wird also die Relativbewegung zwi
schen den Wälzkörpern und den Wälzkörperbahnen im Kontakt
punkt vermieden. Dies gewährleistet die praktisch verschleiß
freie Drehbarkeit der gesamten Schlauchkupplung.
Die Erfindung wird anhand von in den Zeichnungen darge
stellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Spritzkabine mit einem Lackierroboter als
möglichen Anwendungsfall,
Fig. 2 eine Detailansicht des Schlauchanschlußteils
aus der Fig. 1 mit einer erfindungsgemäßen
Schlauchkupplung,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine Schlauchkupplung
mit Dichtungsfuge,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch ein anderes Ausfüh
rungsbeispiel mit zusätzlichen Dichtmitteln
in der Dichtungsfuge,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch ein weiteres Ausfüh
rungsbeispiel mit zwei Dichtringen in Ringkam
mern
Fig. 6a eine Draufsicht auf das Kopfteil des Schlauch
anschlußteils aus Fig. 2,
Fig. 6b eine Detailansicht der Fig. 6a mit herausge
nommenen Teilen.
Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in allen Figuren stets die
selben, konstruktiven Merkmale. Sofern im folgenden nichts
anderes gesagt ist, gilt die folgende Beschreibung stets für
alle Figuren.
Fig. 1 zeigt eine Spritzkabine 101 mit einem Roboter 102
als möglichen Anwendungsfall für die vorliegende Erfindung.
Der Roboter 102 besteht aus einem Roboterarm 103 aus zwei
Segmenten 103.1, 103.2. Das erste Segment 103.1 ist über ein
Fußteil 104 fest mit dem Boden der Spritzkabine 101 veran
kert. Das Fußteil 104 ermöglicht die Drehung des gesamten Ro
boterarms 103 in die Drehrichtungen 105. Am 1. Segment 103.1
ist das 2. Segment 103.2 über das Drehgelenk 107 beweglich
angekoppelt. Ein Sprühkopf 138, der im Betrieb einen Sprüh
strahl 137 erzeugt, sitzt an dem freien Ende des 2. Segments
103.2. Der Roboterarm hat die Drehgelenke 106, 107, eine
Dreh-Schwenklagerung 108 für den Sprühkopf 138 sowie eine Dreh
plattform zwischen Fußteil 104 und einem Gelenkflansch, so
daß dieser insgesamt um 5 Achsen drehbar ist.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel hat der Roboter 102
drei Zuleitungen 111, 112, 113, davon eine Zuleitung 111 für
VE(vollentsalztes)-Wasser, eine Zuleitung 112 für Härter und
eine Zuleitung 113 für Farbe. Diese Zuleitung 113 wird von
einem Farbwechsler 130 mit Pneumatikzylindern 131 zur Steue
rung des Zuflusses gespeist. Der Farbwechsler 130 befindet
sich im Inneren der Spritzkabine 101. Die einzelnen Pneuma
tikzylinder 131 des Farbwechslers 130 werden über eine
Schottplatte 129 mit Farbleitungen 115, 117, 119, 121, 123 beauf
schlagt. Beispielhaft sind hier alternativ verschiedene Zu
führeinrichtungen für die Farbe gezeigt: Die Farbleitungen
115, 117, 119, 121, 123 werden von einer 1. Dosieranlage 114,
einer 2. Dosieranlage 116, einem Materialdruckgefäß 118,
einer Pumpe 120 sowie von einem Farbversorgungslager über
eine Ringleitung 122 und über ein federbelastetes Ventil 124
gespeist. Die Ringleitung 122 dient der Rückführung nicht be
nötigter Farbmengen in das Farbversorgungslager. Zu Reini
gungszwecken ist zusätzlich eine Reinigungsmittelleitung 126
sowie eine Druckluftleitung 128 vorhanden, die mit einem Rei
nigungsmitteltank 125 bzw. mit einer Druckluftquelle 127 ver
bunden ist. Der Farbwechsler 130 verbindet alternativ jede
einzelne der Zuführeinrichtungen mit der Zuleitung 113, wel
che das jeweilige Medium (z. B. die Farbe) einem Schlauchan
schlußteil 110 zuführt.
Das Schlauchanschlußteil 110 ist außen an dem 2. Segment
103.2 des Roboterarms 103 befestigt. Es besteht aus einem
Rückenteil 140, in welches die Zuleitungen 111, 112, 113 mün
den, und aus einem Kopfteil 141. Dieses trägt die Schlauch
kupplung 1, mittels derer der Schlauch 5 an dem Schlauchan
schlußteil 110 angeschlossen ist. In dem gezeigten Beispiel
ist lediglich eine Schlauchkupplung 1 und ein dazugehöriger
Schlauch 5 vorhanden. Es können auch mehrere Schlauchkupplun
gen 1 vorgesehen sein. Hierauf wird unten noch ausführlicher
eingegangen. Der Schlauch 5 ist durch ein Durchgangsloch 142
in das Innere des 2. Segmentes 103.2 bis zu dem Sprühkopf
138 geführt.
In Fig. 2 ist eine Detailansicht des Schlauchanschluß
teils 110 aus Fig. 1 dargestellt. Dieses ist auf dem Segment
103.2 des Roboterarms 103 angebracht. In dessen Rückenteil
140 münden die Zuleitungen 111, 112, 113. Diese sind mittels
starrer Schlauchkupplungen 132 angeschlossen. Ein Schlauch
fördermedium 4 wird - hier exemplarisch dargestellt - von
einer starren Schlauchkupplung 132 über eine Innenleitung 133
der drehbaren Schlauchkupplung 1 zugeführt. Diese sitzt in
dem Gehäuse 6 des Kopfteiles 141 des Schlauchanschlußteils
110, welches mittels Drehlagers 134 um die Längsachse 143 des
Schlauchanschlußteils 110 bezüglich des Roboterarmsegments
103.2 drehbar ist. Das Drehlager 134 ist mit einem
Lagergehäuse 139 umgeben und wird in axialer Richtung durch
den Seegering 135 begrenzt. Zur Befestigung an dem Roboter
102 ist das Lagergehäuse 139 starr an dem 2. Segment 103.2
angebracht. Durch das Drehlager 134 wird erreicht, daß das am
Roboter 102 ankommende Schlauchpaket 111, 112, 113, welches
nicht über drehbare Schlauchkupplungen angeschlossen ist,
bezüglich des Roboters 102 drehbar ist. Daher folgt das
Schlauchanschlußteil 110 den Drehbewegungen und leitet dies
an die drehbaren Schlauchkupplungen 1 weiter. Den Abschluß
des Kopfteils bildet ein Befestigungsring 28, der mit
Schrauben 136 an dem Gehäuse 6 befestigt ist.
Fig. 3 zeigt eine drehbare Schlauchkupplung 1 entlang
der Drehachse 9 längsgeschnitten. Die Schlauchkupplung 1 ist
als in dem Gehäuse 6 gelagerter Schlauchnippel 2 ausgebildet.
Sie hat einen Anschlußstutzen 8 mit Ringausnehmungen 3, wel
che die Dichtigkeit der Schlauch-Anschlußstutzen-Verbindung
verbessern. Der Schlauch 5 ist dichtend auf den Anschlußstut
zen 8 aufgesteckt oder - hier nicht gezeigt - mittels einer
Schlauchmuffe auf ein Gewinde der Schlauchkupplung aufge
schraubt. Dadurch ist der Schlauch 5, der das Schlauchförder
medium 4 enthält, fest an das Gehäuse 6 angeschlossen.
Der das Schlauchende 7 tragende Anschlußstutzen 8 der
Schlauchkupplung 1 ist mittels in axialer Richtung 10 belast
baren Wälzlagers 11 relativ zum Gehäuse 6 drehbar gelagert.
Die Schlauchkupplung sitzt in einer Anschlußöffnung 29 eines
Befestigungsringes 28, der in der Fig. 1 nur teilweise ge
zeigt ist. Der Befestigungsring 28 ist beispielsweise mit
Schrauben 136 (siehe Fig. 2) an dem Gehäuse 6 festgeschraubt.
Der Befestigungsring 28 setzt einen Lagerring 30 in einer
Ausnehmung des Gehäuses 6 fest, so daß zwischen Betestigungs
ring 28 und Lagerring 30 Laufbahnen für Wälzkörper 13 gebil
det werden.
Der Schlauchnippel 2 steckt in einer zylindrischen Boh
rung des Gehäuses 6. Er bildet mit der zylindrischen Wandung
der Bohrung einen Ringspalt 12. Der Schlauchnippel 2 der
Schlauchkupplung 1 ist über den Ringspalt 12 vom Gehäuse 6
getrennt, welcher als eng bemessene Dichtungsfuge ausgebildet
ist. Ein Ende 15 der Schlauchkupplung 1 ist im Gehäuse 6 der
art gelagert, daß ein dichtender Ringspalt 12 entsteht. Der
Ringspalt 12 erstreckt sich in axialer Richtung 10. Zum Zwec
ke der Gleitfähigkeit und der gleichzeitigen Abdichtung kön
nen die den Ringspalt 12 bildenden Flächen mit einem gleitfä
higen und dichtenden Material beschichtet sein, beispielswei
se mit Polytetrafluorethylen. Die Dichtungsfuge erlaubt die
einfache Verdrehung des gehäuseseitigen Endes 15 der
Schlauchkupplung 1 und bietet trotzdem eine Abdichtung gegen
den Betriebsdruck des Schlauchfördermediums 4. Die Wälzkörper
13 und die Wälzkörperbahnen 14.1, 14.2 aller Wälzlager 11 sind
über den dicht enden Ringspalt 12 gegenüber dem unter Be
triebsdruck stehenden Schlauchfördermedium 4 druckfrei und
leckageunzugänglich abgeschirmt.
Der Ringspalt 12 ist druckseitig der Wälzkörperbahnen
14.1, 14.2 und der Wälzkörper 13 des Wälzlagers 11 angeordnet.
Dadurch bedingt kann das Schlauchfördermedium 4 nicht bis in
den Bereich des Wälzlagers 11 gelangen und dieses verschmut
zen oder mit seinem hydrostatischen Druck beaufschlagen. Da
durch wird die Gefahr vermieden, daß das Wälzlager 11 gehemmt
wird, beispielsweise durch eingetrocknete Farbrückstände,
falls das Schlauchfördermedium 4 Farbe oder Lack mit Härter
oder VE-Wasser ist. Der Ringspalt 12 wird durch ein zapfenar
tig im Gehäuse 6 sitzendes Ende 15 der Schlauchkupplung 1 ge
bildet. Dadurch wird ein ringförmiger Drosselspalt erzeugt.
Dieser ist derart dimensioniert, daß er die Schlauchkupplung
abdichtet. Dazu ist die Axialerstreckung sowie die Passung
des Drosselspaltes entsprechend gewählt. Um eine besonders
einfache Drehbewegung zu ermöglichen, ist das zapfenartig im
Gehäuse 6 sitzende Ende 15 der Schlauchkupplung 1 in radialer
Richtung 18 gleitgelagert. Zur besseren Gleitfähigkeit und
zur Abdichtung kann eine Umfangsbeschichtung, beispielsweise
aus Polytetrafluorethylen, vorgesehen sein.
Es ist ein radiales Wälzlager 11 vorhanden. Das radiale
Wälzlager 11 ist in einer Axialebene 40 geteilt, wobei die
gehäuseseitige Lagerlaufbahn (gehäuseseitiger Teil der Wälz
körperbahn 14.2) von einem in das Gehäuse 6 eingesetzten La
gerring 30 gebildet wird. Die andere Lagerlaufbahn (außensei
tiger Teil der Wälzkörperbahn 14.1) sitzt an einem Anschraub
flansch, der von einer Anzahl von Befestigungsringsegmenten
28 (s. u. Fig. 6) gebildet wird, die der Anzahl der am Gehäuse
6 vorgesehenen Schlauchkupplungen 1 entspricht.
Das radiale Wälzlager 11 ist im gezeigten Ausführungs
beispiel als Rillenkugellager ausgebildet. Das Wälzlager 11
dient der Aufnahme jeglicher Axialkräfte 25. Die Wälzkörper
bahnen 14.1, 14.2 werden durch einen bogenförmig ausgenommenen
Innenbund 31 und durch Ausnehmungen des Befestigungsrings 28
und des Lagerrings 30 gebildet. Das radiale Wälzlager 11 ist
zur Aufnahme von mindestens denjenigen Axialkräften 25 dimen
sioniert, deren Größe sich aus dem Produkt aus Betriebsdruck
und senkrecht zur Drehachse 9 liegenden Flächenkomponente der
druckbeaufschlagten Stirnfläche 26 des gehäuseseitigen Endes
15 der Schlauchkupplung 1 zuzüglich der vom Schlauch 5 auf
die Schlauchkupplung maximal ausübbaren Axialkräfte ergibt.
Diese Axialkraft 25 treibt in dem gezeigten Ausführungsbei
spiel die Schlauchkupplung nach außen. Sie wird von dem Wälz
lager 11 aufgenommen.
Es ist lediglich ein Satz Wälzkörper 13 vorgesehen. Das
Wälzlager 11 ist derart mit axialer Lagerluft 27 ausgebildet,
daß die Abrollbedingung für die Wälzkörper 13 auch bei
Druckbeaufschlagung der Schlauchkupplung 1 stets erfüllt ist.
Bei Druckbeaufschlagung der Schlauchkupplung 1 rollen die
Wälzkörper 13 im wesentlichen im Bereich der gezeigten Wälz
körperbahnen 14.1, 14.2 ab. Die Geometrie der Ausnehmungen des
Innenbundes und des Befestigungs- und Lagerringes ist derart
ausgebildet, daß bei Druckbeaufschlagung die gegenüberliegen
den Abrollstrecken entlang der Wälzkörperbahnen 14.1, 14.2
stets gleich sind. Bei Überwiegen der durch den hydrostati
schen Druck des Schlauchfördermediums 4 bewirkten Kraft wird
der Schlauchnippel 2 aus dem Gehäuse 6 herausgetrieben, und
die Wälzkörper 13 rollen entlang der Wälzkörperbahnen 14.1
ab. Überwiegt dagegen eine äußere Kraft auf den Schlauchnip
pel 2, die diesen in das Gehäuse 6 hineindrückt, so rollen
die Wälzkörper 13 entlang der Wälzkörperbahnen 14.2 ab.
Fig. 4 zeigt eine Schlauchkupplung 1 mit zusätzlichem
Dichtring 16. Dieser sitzt zwischen einer Ringausnehmung 33
der Schlauchkupplung 1 und einer korrespondierenden Ringaus
nehmung 34 des Gehäuses 6 im Bereich des Ringspaltes 12. Der
Dichtring 16 wirkt zusätzlich zu dem Ringspalt 12. Durch das
Zusammenwirken von Dichtring 16 und Ringspalt 12 wird eine
verbesserte Dichtwirkung erzielt.
Fig. 5 zeigt in vergrößerter Ansicht einen Schnitt durch
das gehäuseseitige Ende 15 einer Schlauchkupplung 1 mit zu
sätzlichen Dichtmitteln. Als zusätzliche Dichtmittel sind
zwei elastische Dichtringe 16, 17 vorhanden, die druckseitig
der Wälzkörper 13 und Wälzkörperbahnen 14 des Wälzlagers 11
sitzen und in axialer Richtung 10 benachbart sind. Die Dich
tungen sitzen in Ringkammern 22, 23 aus Polytetrafluorethylen,
welche U-Ring-förmig ausgebildet sind. Die Querschenkel 24
bilden zusammen mit der Wandung des gehäuseseitigen Endes 15
der Schlauchkupplung 1 den dichtenden Ringspalt 12. Die ela
stischen Dichtringe 16, 17 sind in radialer Richtung 18 ange
preßt, wobei die die Dichtung bewirkende Anpreßkraft 19 der
elastischen Dichtringe 16, 17 ausschließlich durch die Diffe
renz zwischen dem Sitzdurchmesser 20 und dem zugehörigen
Durchmesser 21 des unbelasteten Dichtringes 16, 17 bestimmt
ist. Dadurch werden im wesentlichen die elastischen Dichtrin
ge 16, 17 elastisch verformt.
Die Ringkammer 22 ist gleitend im Gehäuse 6 angeordnet.
Daher ist der Dichtungssitz bezüglich eines axialen Bewe
gungsspiels indifferent. Das axiale Bewegungsspiel ermöglicht
die Erfüllung der Abrollbedingung des Wälzlagers 11. Dazu ist
ein Spalt 32 mit axialer Komponente vorgesehen, der das axia
le Bewegungsspiel des Schlauchnippels 2 gibt. Die radial an
gepreßten Dichtringe 16, 17 werden praktisch ausschließlich in
axialer Richtung 10 mit dem Betriebsdruck beaufschlagt. Daher
steht in dem gezeigten Ausführungsbeispiel die die Dichtung
bewirkende Anpreßkraft 19 senkrecht auf der durch den Be
triebsdruck bewirkten Kraft auf die Dichtringe 16, 17. Die
Druckkraft wird daher insbesondere nicht zum Anpressen der
Dichtringe 16, 17 benötigt. Die dichtende Anpreßkraft 19 ist
vielmehr unabhängig von der Druckbeaufschlagung.
Als Schlauchfördermedium 4 kann auch ein Kühlmittel vor
gesehen sein. Statt des Schlauches 5 kann auch ein Elektroka
bel über die Schlauchkupplung 1 an eine Spannungsquelle - hier
nicht gezeigt - angeschlossen sein. Dazu ist der An
schlußstutzen 8 als Steckverbindung ausgebildet, die einen
Stecker des Elektrokabels aufnimmt. Dann ist vorzugsweise ein
elektrischer Schleifkontakt im Inneren des Gehäuses 6 vorge
sehen, der auch bei Drehbewegung der Schlauchkupplung 1 den
elektrischen Kontakt zwischen Elektrokabel und Spannungsquel
le aufrecht erhält.
Fig. 6a zeigt eine Draufsicht auf das Kopfteil 141 des
Schlauchanschlußteils 110. Auf dem Gehäuse 6 sitzt der An
schraubflansch. Er besteht aus insgesamt 8 Befestigungsring
segmenten 28. Die Anzahl der Befestigungsringsegmente 28 ent
spricht der Anzahl der vorhandenen Schlauchkupplungen 1. Die
Befestigungsringsegmente 28 sind mittels Schrauben 136 an dem
Gehäuse 6 befestigt. In Fig. 6 ist auch die Schnittebene 35
gezeigt, entlang welcher die Schlauchkupplung in Fig. 3 ge
schnitten ist.
Fig. 6b zeigt den Ausschnitt 36 aus Fig. 6a, wobei ein
Befestigungsringsegment 28 herausgenommen ist. Die Schlauch
kupplung 1 sowie die Schrauben 136 sind entfernt. Die Wälz
körper 13 und deren Wälzkörperbahn 14.1 sind freigelegt. Die
Wälzkörperbahn 14.1 wird durch eine Ausnehmung des Lagerrings
30 gebildet. An den Trennebenen der Befestigungsringsegmente
28 sind halbzylindrische Ausnehmungen 37. Diese bilden im
Fall des zusammengesetzten Befestigungsrings Zylinderlöcher
für die Schrauben 136. Die halbzylindrischen Ausnehmungen
weisen an ihrer Oberseite eine Durchmesserstufe auf, auf der
sich die Schrauben 136 abstützen. Sie werden in Gewindelöcher
38 eingeschraubt. Dadurch sitzen die einzelnen Befestigungs
ringsegmente 28 im Montagefall verschiebungsfrei. Einzelne
Elemente der Schlauchkupplung 1 können aufgrund der segment
artigen Anordnung einfach ausgetauscht, gewartet oder gerei
nigt werden. Dazu werden die zwei entsprechenden Schrauben
136 einfach gelöst. Die Schlauchkupplung 1, das Befestigungs
ringsegment 28 sowie die Schrauben 136 können dann einfach he
rausgenommen und ggf. ersetzt werden.
1
Schlauchkupplung
2
Schlauchnippel
3
Ringausnehmung
4
Schlauchfördermedium
5
Schlauch
6
Gehäuse
7
Schlauchende
8
Anschlußstutzen
9
Drehachse
10
axiale Richtung
11
Wälzlagerung
12
Ringspalt
13
Wälzkörper
14.1
Wälzkörperbahnen
14.2
Wälzkörperbahnen
15
gehäuseseitiges Ende der Schlauchkupplung
16
Dichtring
17
Dichtring
18
radiale Richtung
19
Anpreßkraft
20
Sitzdurchmesser
21
Durchmesser des unbelasteten Dichtrings
22
Ringkammer
23
Ringkammer
24
Querschenkel
25
Axialkraft
26
Stirnfläche
27
axiale Lagerluft
28
Befestigungsringsegment
29
Anschlußöffnung
30
Lagerring
31
Innenbund
32
Spalt mit axialer Komponente
33
Ringausnehmung der Schlauchkupplung
34
Ringausnehmung des Gehäuses
35
Schnittebene
36
Ausschnitt
37
halbzylindrische Ausnehmung
38
Gewindeloch
40
Axialebene
101
Spritzkabine
102
Roboter
103
Roboterarm
103.1
1. Segment
103.2
2. Segment
104
Fußteil
105
Drehrichtungen
106
1. Drehgelenk
107
2. Drehgelenk
108
Dreh-Schwenklagerung
110
Schlauchanschlußteil
111
Zuleitung VE-Wasser
112
Zuleitung Härter
113
Zuleitung Farbe
114
1. Dosieranlage
115
1. Farbleitung
116
2. Dosieranlage
117
2. Farbleitung
118
Materialdruckgefäß
119
3. Farbleitung
120
Pumpe
121
4. Farbleitung
122
Ringleitung
123
5. Farbleitung
124
federbelastetes Ventil
125
Reinigungsmitteltank
126
Reinigungsmittelleitung
127
Druckluftquelle
128
Druckluftleitung
129
Schottplatte
130
Farbwechsler
131
Pneumatikzylinder
132
starre Schlauchkupplung
133
Innenleitung
134
Drehlager
135
Seegering
136
Schraube
137
Sprühstrahl
138
Sprühkopf
139
Lagergehäuse
140
Rückenteil
141
Kopfteil
142
Durchgangsloch
143
Längsachse
Claims (17)
1. Drehbare Schlauchkupplung (1) zum Festanschluß eines mit
einem Schlauchfördermedium (4) druckbeaufschlagten
Schlauchs, (5) an ein Gehäuse (6), wobei der das
Schlauchende (7) tragende Anschlußstutzen (8) der
Schlauchkupplung (1) mittels zumindest eines in axialer
Richtung (10) belastbaren Wälzlagers (11) relativ zum
Gehäuse (6) drehbar gelagert und über einen Ringspalt
(12) vom Gehäuse (6) getrennt ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Ringspalt (12) als eng bemessene
Dichtungsfuge ausgebildet ist und daß die Wälzkörper
(13) und die Wälzkörperbahnen (14) aller Wälzlager (11)
über die Dichtungsfuge gegenüber dem unter Betriebsdruck
stehenden Schlauchfördermedium (4) druckfrei und leckage
unzugänglich abgeschirmt sind.
2. Schlauchkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Dichtungsfuge druckseitig der Wälz
körper (13) und der Wälzkörperbahnen (14) aller Wälzla
ger (11) angeordnet ist.
3. Schlauchkupplung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Dichtungsfuge zwischen einem
zapfenartig im Gehäuse (6) sitzenden Ende (15) der
Schlauchkupplung (1) und einer korrespondierenden Boh
rung im Gehäuse (6) gebildet wird.
4. Schlauchkupplung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß das zapfenartig im Gehäuse (6) sitzende
Ende (15) der Schlauchkupplung (1) radial gleitgelagert
ist.
5. Schlauchkupplung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß in der Dichtungsfuge elastische
Dichtringe (16, 17) als zusätzliche Dichtmittel vorgese
hen sind, die druckseitig der Wälzkörper (13) und Wälz
körperbahnen (14) aller Wälzlager (11) sitzen.
6. Schlauchkupplung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die elastischen Dichtringe (16, 17) in ra
dialer Richtung (18) zwischen Gehäuse (6) und Schlauch
kupplung (1) angepreßt sind.
7. Schlauchkupplung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die die Dichtung bewirkende Anpreßkraft
der elastischen Dichtringe (16, 17) ausschließlich durch
die Differenz zwischen dem Sitzdurchmesser (20) und dem
zugehörigen Durchmesser (21) des unbelasteten Dichtrings
(16, 17) bestimmt ist.
8. Schlauchkupplung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die radial angepreßten Dichtringe (16, 17)
praktisch ausschließlich in axialer Richtung (10) druck
beaufschlagt sind.
9. Schlauchkupplung nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die radial angepreßten Dichtringe (16, 17)
in einer an zumindest einer Radialseite (24) offenen
Ringkammer (22, 23) sitzen.
10. Schlauchkupplung nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ringkammer (22, 23) aus Polytetra
fluorethylen besteht.
11. Schlauchkupplung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Ringkammer (22, 23) U-Ring-förmig
ausgebildet ist.
12. Schlauchkupplung nach Anspruch 1 bis 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß zwei in axialer Richtung (10) benach
barte Dichtringe (16, 17) vorgesehen sind.
13. Schlauchkupplung nach Anspruch 1 bis 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein radiales Wälzlager (11) vorgese
hen ist.
14. Schlauchkupplung nach Anspruch 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß das radiale Wälzlager (11) in einer
Axialebene (40) geteilt ist, wobei die gehäuseseitige
Lagerlaufbahn von einem in das Gehäuse (6) eingesetzten
Lagerring (30) gebildet wird und wobei die andere Lager
laufbahn an einem Anschraubflansch sitzt, der von einer
Anzahl von Befestigungsringsegmenten (28) gebildet wird,
die der Anzahl der am Gehäuse (6) vorgesehenen Schlauch
kupplungen (1) entspricht.
15. Schlauchkupplung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch
gekennzeichnet, daß das radiale Wälzlager (11) zur
Aufnahme von mindestens denjenigen Axialkräften (25) di
mensioniert ist, deren Größe sich aus dem Produkt aus
Betriebsdruck und senkrecht zur Drehachse (9) liegenden
Flächenkomponente der druckbeaufschlagten Stirnfläche
(26) des gehäuseseitigen Endes (15) der Schlauchkupplung
(1) zuzüglich der vom Schlauch (5) auf die Schlauchkupp
lung (1) maximal ausübbaren Axialkräfte ergibt.
16. Schlauchkupplung nach Anspruch 1 bis 15, dadurch ge
kennzeichnet, daß lediglich ein Satz Wälzkörper (13)
vorgesehen ist.
17. Schlauchkupplung nach Anspruch 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Wälzlager (11) derart mit axialer La
gerluft (27) ausgebildet ist, daß die Abrollbedingung
für die Wälzkörper (13) auch bei Druckbeaufschlagung der
Schlauchkupplung (1) stets erfüllt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997130036 DE19730036B4 (de) | 1997-07-14 | 1997-07-14 | Drehbare Schlauchkupplung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997130036 DE19730036B4 (de) | 1997-07-14 | 1997-07-14 | Drehbare Schlauchkupplung |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19730036A1 true DE19730036A1 (de) | 1999-02-11 |
| DE19730036B4 DE19730036B4 (de) | 2005-03-17 |
Family
ID=7835596
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997130036 Expired - Fee Related DE19730036B4 (de) | 1997-07-14 | 1997-07-14 | Drehbare Schlauchkupplung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19730036B4 (de) |
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| JAHNDORF, H: Rohrdrehgelenk und a-Systeme, ölhydraulik + pneumatik 18/1974 Nr. 3, S. 193-197 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19730036B4 (de) | 2005-03-17 |
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