DE19729375A1 - Vorrichtung zum Befestigen einer biegsamen Platte auf dem Umfang des Zylinders einer Lackiermaschine - Google Patents
Vorrichtung zum Befestigen einer biegsamen Platte auf dem Umfang des Zylinders einer LackiermaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine in einem axial verlau
fenden Spannkanal eines Zylinders angeordnete Vor
richtung zum Befestigen einer biegsamen Platte auf
dem Umfang des Zylinders, insbesondere zum Befesti
gen einer Lack- oder Druckplatte oder eines Gummi
tuchs auf dem Umfang eines Lack- oder Gum
mituchzylinders einer Lackiermaschine, mit am An
fang und am Ende der Platte ausgebildeten, in den
Spannkanal weisenden Kanten, wobei mit einer An
fangskantenbefestigungseinrichtung die Anfangskante
der Platte sowie mit einer Endkantenbefesti
gungseinrichtung die Endkante der Platte gehalten
ist.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift 40 11 303 ist
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art be
kannt. Der Anfang und das Ende eines auf einen Zy
linder aufgespannten Gummituchs werden zwischen ei
ner Unter- und einer Oberschiene geklemmt. Zum
Spannen des Gummituchs werden Ober- und Unter
schiene gemeinsam radial nach innen in den Zylinder
hineinverlagert. Die Befestigungseinrichtung für
das Gummituch erstreckt sich über einen relativ
langen Umfangsbereich des Zylinders, so daß ein
entsprechender Abschnitt des Gesamtumfangs nicht
als Abwälzlänge zur Verfügung steht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, die bei einfacher Bauweise nur sehr wenig
Platz beansprucht, so daß Anfangs- und Endkante der
Platte sehr nahe beieinanderliegen. Dies hat zur
Folge, daß fast die volle Umfangslänge des Lackier
zylinders als nutzbare Lackierlänge zur Verfügung
steht. Die nutzbare Abwälzung des Lackierzylin
derumfangs ist somit sehr groß, das heißt, es be
steht eine optimale Formatnutzung.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die Anfangskantenbefestigungseinrichtung von
einer Anfangseinhängeleiste gebildet ist, die von
der Anfangskante der Platte hintergriffen wird, daß
die Endkantenbefestigungseinrichtung von einer von
einer Spannwelle auskragenden Endeinhängeleiste ge
bildet ist, die von der Endkante der Platte hinter
griffen wird, und daß die Anfangs- und Endkante je
weils ohne Verwendung von Klemmbeaufschlagungsmit
teln, sondern lediglich durch Hintergriff an der
Anfangs- und Endeinhängeleiste gehalten sind. Die
Erfindung sieht somit vor, daß für die Befestigung
der Platte auf dem Zylinder lediglich die Anfangs- und
Endkante mittels der Anfangseinhängeleiste be
ziehungsweise der Endeinhängeleiste hintergriffen
werden. Anfangs- und Endeinhängeleiste können sich
daher mit nur sehr geringem Abstand gegenüberlie
gen, wobei der Abstand lediglich so groß sein muß,
daß einerseits durch ein relatives Aufeinanderzube
wegen der beiden Leisten ein Spannen der Platte auf
den Umfang des Zylinders möglich ist, das heißt, es
muß ein hinreichender Spannweg realisierbar sein,
und andererseits der Anfangs- und/oder Endkante der
Platte ein hinreichend großer Eintrittsspalt zur
Verfügung stehen, um den Hintergriff zur jeweiligen
Befestigungseinrichtung bei der Montage zur ermög
lichen beziehungsweise bei der Demontage lösen zu
können. Da die Platte am Anfang und am Ende ledig
lich durch einen Hintergriff und nicht durch Klemm
beaufschlagungsmittel, die auf der Ober- und auf
der Unterseite der Platte angreifen, gehalten wird,
besteht kein zusätzlicher Platzbedarf für diese aus
dem Stand der Technik bekannten Klemmbeaufschla
gungsmittel, so daß Anfang und Ende der Platte sehr
nahe, also nahezu spaltfrei einander gegenüberlie
gen, wodurch fast der gesamte Zylinderumfang als
Abwälzung zur Verfügung steht.
Wenn im Zuge dieser Anmeldung von einer Ausgestal
tung der Platte geredet wird, so ist dies stets
auch immer derart zu verstehen, daß diese Ausge
staltung nicht direkt an der Platte vorgesehen ist,
sondern an den Profilendleisten, das heißt, die
Profilendleisten werden quasi als Bestandteil der
Platte angesehen, wobei sie jedoch separate Bau
teile darstellen. Wenn also beispielsweise davon
gesprochen wird, daß eine Ausnehmung im Bereich der
Anfangskante und/oder der Endkante der Platte ange
ordnet ist, so bedeutet dieses gleichfalls, daß
sich die Ausnehmung auch im Bereich der Anfangs
kante und/oder Endkante der Profilendlei
ste/Profilendleisten befinden kann.
Vorteilhaft ist es, wenn die Endeinhängeleiste in
tangentialer Richtung von der Spannwelle auskragt.
Hinsichtlich einer gedachten Radialen des Zylinders
divergiert die Endeinhängeleiste - im Querschnitt
gesehen - zu dieser Radialen, wobei der die Endkante
der Platte hintergreifende Bereich der Endeinhän
geleiste etwa im Bereich des Schnittpunktes der Ra
dialen mit der Umfangslinie des Zylinders liegt.
Vorzugsweise divergiert - mit entgegengesetzter Nei
gung - hierzu die die Anfangskante aufnehmende An
fangseinhängeleiste (ebenfalls im Querschnitt gese
hen), das heißt, die beiden Leisten verlaufen ge
neigt aufeinander zu und bilden zwischen sich nur
einen möglichst schmalen Spalt aus, der etwa auf
Höhe einer gedachten am äußeren Umfang des Zylin
ders entlanglaufenden Linie liegt.
Die Endeinhängeleiste ist vorzugsweise in sich ela
stisch, nämlich als Federelement ausgebildet. Durch
die elastische Eigenschaft können Ungenauigkeiten
an den Enden der Platte, die beispielsweise durch
Fertigungstoleranzen (Parallelitätsungenauigkeiten)
bewirkt sind, ausgeglichen werden. Da die Endein
hängeleiste an der bereits erwähnten Spannwelle an
geordnet ist, läßt sie sich - durch Drehen der
Spannwelle - in Richtung der Anfangseinhängeleiste
bewegen, wodurch die Platte auf dem Umfang des Zy
linders gespannt wird. Insbesondere ist der Spann
welle ein Federelement, vorzugsweise in Form eines
Torsionsstabes, zugeordnet, wodurch die Platte
stets unter Zugspannung gesetzt ist, wodurch even
tuelle Aufwalzeffekte und so weiter aufgenommen
werden. Zusätzlich oder alternativ zu der Ausbil
dung der Endeinhängeleiste als Federelement kann
vorgesehen sein, daß die Endeinhängeleiste exzen
trisch gelagert ist, das heißt sie kann im Bereich
ihres einen Endes verstellt werden, um mögliche
Parallelitätsungenauigkeiten der Platte auszuglei
chen. Das exzentrische Lager befindet sich - wie be
reits erwähnt - in einem Endbereich der Endeinhän
geleiste, während der andere Endbereich entspre
chend verschwenkbar gelagert ist. Da auch am Plat
tenanfang Parallelitätsungenauigkeiten und derglei
chen auftreten können, ist vorzugsweise vorgesehen,
daß die Anfangseinhängeleiste ebenfalls den Paral
lelitätsungenauigkeiten angepaßt werden kann, indem
eine "bewegliche" Anfangseinhängeleisten-Befesti
gung vorliegt. Dies ist vorzugsweise dadurch reali
siert, daß der eine Endbereich der Anfangseinhän
geleiste mittels eines Befestigungselements, bei
spielsweise einer Gewindeschraube, durchgriffen
wird, derart, daß eine Verschwenkmöglichkeit der
Anfangseinhängeleiste geschaffen ist und daß im an
deren Endbereich der Anfangseinhängeleiste eine
Verstellmöglichkeit, insbesondere mittels eines He
belmechanismus besteht, so daß ein entsprechendes
Schrägstellen der Anfangseinhängeleiste möglich
wird.
Der Hintergriffswinkel der Anfangs- und/oder End
kante ist kleiner als 90°, vorzugsweise etwa 60°,
das heißt, es liegt quasi ein Formschluß zur jewei
ligen Einhängeleiste vor. Schon eine geringfügige
Spannung der Platte schließt auf diese Art und
Weise aus, daß sich ein Plattenende lösen kann. An
dererseits können die Enden der Platte ohne Kraft
aufwand beim Lösen der Umfangsspannung abgehoben
werden, das heißt, ein Plattenwechsel ist außeror
dentlich einfach und ohne Mühe möglich.
Bevorzugt ist vorgesehen, daß die Anfangseinhän
geleiste und/oder die Endeinhängeleiste im Bezug
auf die Anfangskanten- und/oder die Endkantenaus
bildung der Platte in ihrem jeweiligen Hinter
griffsbereich derartige Querschnittskonturen auf
weisen, daß ein formangepaßtes, großflächiges Auf
einanderliegen der Teile erzielt ist. Dies bietet
optimale Sicherheit und Reproduzierbarkeit.
Bei einer besonders einfachen Ausgestaltung sind
die Anfangskante und/oder die Endkante durch abge
bogene Bereiche der Platte gebildet. Die abgeboge
nen Bereich ermöglichen den Hintergriff der An
fangseinhängeleiste beziehungsweise Endeinhängelei
ste, so daß zusätzliche, der Befestigung dienende
Teile nicht erforderlich sind. Alternativ ist es
jedoch auch möglich, daß die Anfangskante und/oder
die Endkante durch am Plattenanfang und/oder am
Plattenende befestigte Profilendleisten gebildet
sind. Die Profilendleisten gestatten ein paßsitz
genaues Zusammenwirken mit der jeweiligen Leiste
und weisen eine hohe Formstabilität auf.
Insbesondere kann vorgesehen sein, daß die Profi
lendleiste beziehungsweise die Profilendleisten an
der Platte durch Klemmbefestigung gehalten
ist/sind. Hierzu weist jede Profilendleiste vor
zugsweise einen Klemmkanal auf, in den die Platte
zur Befestigung eingreift. Es ist jedoch auch mög
lich, daß die Profilendleiste an der Platte durch
Klebung gehalten ist. Auch in diesem Falle kann die
Profilendleiste einen Kanal aufweisen, in den das
Plattenende beziehungsweise der Plattenanfang unter
Zwischenschaltung eines Klebers eingreift.
Die Platte kann - nach einer bevorzugten Ausfüh
rungsform - ein Kunststoffträgermaterial aufweisen,
insbesondere Polyester oder aus diesem Material be
stehen. In einem solchen Falle ist die Platte tech
nisch ähnlich einem Gummituch, kann jedoch bei
spielsweise als Lackplatte zum Lackieren verwendet
werden. Die seitliche Position der Platte auf dem
Zylinder, also beispielsweise die Mittenlage, wird
durch eine Ausrichteinrichtung paßgenau und repro
duzierbar vorgegeben. Die Ausrichteinrichtung ist
vorzugsweise von mindestens einem Stift an der An
fangseinhängeleiste und/oder der Endeinhängeleiste
sowie einer mit diesem Stift zusammenwirkenden An
schlagkante der Platte gebildet. Die Anschlagkante
kann bevorzugt mittels einer Ausnehmung der Platte
gebildet sein, wobei sich die Ausnehmung insbeson
dere im Bereich der Anfangskante und/oder Endkante
der Platte befindet.
Schließlich ist es vorteilhaft, wenn die paßgenaue
Lage der Platte - in Laufrichtung des Zylinders - durch
ein spielfreies Einhängen der Anfangskante an
der Anfangseinhängeleiste erzielt ist. Dies wird
automatisch dann sichergestellt, wenn die Platte
bei der Montage paßgenau über die Anfangseinhän
geleiste gehängt und dann in dieser Position um den
Zylinderumfang gespannt wird.
Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung an
hand von Ausführungsbeispielen und zwar zeigt:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Lackierzy
linder einer nicht dargestellten Lackier
maschine im Bereich einer Befestigungs
vorrichtung und
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstel
lung nach einem weiteren Ausführungsbei
spiel.
Die Fig. 1 zeigt einen Abschnitt eines Zylinders
1, der als Lackierzylinder 2 ausgebildet ist und in
einer nicht dargestellten Lackiermaschine verwendet
wird. Der Zylinder 1 wird - parallel zu seiner Rota
tionsachse - von einem Spannkanal 3 durchsetzt, der
in die Mantelfläche 4 des Lackierzylinders 2 mün
det. Im Querschnitt gesehen weist der Spannkanal 3
eine teilkreisförmige Wandungskontur 5 auf, deren
Kreismittelpunkt 6 auf einer Radialen 7 des
Lackierzylinders 2 liegt. Auf der Druckanfangsseite DA
geht die teilkreisförmige Wandungskontur 5 in eine
Stufenkontur 8 über, die eine Grundfläche 9 und
eine Seitenfläche 10 aufweist, wobei Grund- und
Seitenfläche vorzugsweise rechtwinklig aufeinander
stehen. Gegenüber einer gedachten, rechtwinklig zur
Radialen 7 verlaufenden Ebene 11 schließt die
Grundfläche 9 einen spitzen Winkel ein, verläuft
also zur Ebene 11 geneigt. Auf der dem Druckende DE
zugeordnete Seite des Spannkanals 3 geht die teil
kreisförmige Wandungskontur 5 in eine etwa ebene
Wandungskontur 12 über, die unter einem spitzen
Winkel zur Radialen 7 derart verläuft, daß sie zu
dieser Radialen mit Vergrößerung der Entfernung vom
Drehpunkt des Lackierzylinders 2 konvergiert. Die
Wandungskontur 12 und auch die Seitenfläche 10 mün
den in die Mantelfläche 4 jeweils unter Ausbildung
eines Radius ein.
Innerhalb des Spannkanals 3 lagert drehbar eine
hohle Spannwelle 13, die - im Bereich ihrer Mantel
fläche 14 - eine Abflachung 15 aufweist, an der eine
Endkantenbefestigungseinrichtung 16 angeordnet ist,
die eine Endeinhängeleiste 17 aufweist. Im Quer
schnitt der Fig. 1 gesehen erstreckt sich die End
einhängeleiste 17 auskragend von der Spannwelle 13
weg, wobei das freie Ende 18 der Endeinhängeleiste
17 sich etwa bis zur gedachten Mantelfläche 4 in
nerhalb des Spannkanals 3 erstreckt. Die Befesti
gung der Endeinhängeleiste 17 an der Spannwelle 13
erfolgt mittels Gewindeschrauben 19, von denen meh
rere über die Länge der Anordnung verteilt beab
standet zueinander angeordnet sind, wobei jede Ge
windeschraube 19 eine Aufnahmebohrung der Endein
hängeleiste 17 durchsetzt und in eine Gewindeboh
rung der hohlen Spannwelle 13 eingeschraubt ist.
Innerhalb der Spannwelle 13 befindet sich eine Fe
derelement 20, das als Torsionsstab 21 ausgebildet
ist. Hierdurch ist es möglich, die drehbar gela
gerte Spannwelle 13 federnd in Drehrichtung vorzu
spannen.
In die Stufenkontur 8 ist eine Anfangskantenbefe
stigungseinrichtung 22 eingesetzt, die eine An
fangseinhängeleiste 23 aufweist. Die Anfangseinhän
geleiste 23 ist in ihrem einen Endbereich mit einer
Gewindeschraube 24 mit dem Lackierzylinder 2 ver
bunden. Hierzu weist die Anfangseinhängeleiste 23
eine Stufenbohrung 25 auf, die von der Gewinde
schraube 24 durchsetzt wird, wobei der Gewindeab
schnitt der Gewindeschraube 24 in eine entspre
chende Gewindebohrung 26 des Lackierzylinders 2
eingeschraubt ist. Im Bereich ihres anderen Endes
weist die Anfangseinhängeleiste 23 eine Verstell
einrichtung, insbesondere eine hebelartig arbei
tende Verstelleinrichtung auf, so daß sie - in Um
fangsrichtung des Lackierzylinders 2 betrachtet - zur
Drehachse des Lackierzylinders schräg gestellt
werden kann, um etwaige Parallelitätsungenauigkei
ten einer auf der Mantelfläche 4 des Lackierzylin
ders 2 zu befestigenden, biegsamen Platte 28 aus
gleichen zu können. Eine entsprechende Möglichkeit
ist bei der Endeinhängeleiste 17 gegeben. Diese
wird dadurch geschaffen, daß ein Ende der Endein
hängeleiste 17 exzentrisch gelagert ist, so daß
mögliche Parallelitätsungenauigkeiten der Platte 28
ausgeglichen werden können.
Mittels einer von der Endkantenbefestigungseinrich
tung 16 und der Anfangskantenbefestigungseinrich
tung 22 gebildeten Vorrichtung 27 wird die biegsame
Platte 28 auf der Mantelfläche 4 des Lackierzylin
ders 2 befestigt. Die Platte 28 ist als Lackplatte
29 ausgebildet, so daß mit ihr Lackierarbeiten
durchgeführt werden können. Die Platte 28 weist an
ihrem Anfang 30 eine Kante 31 und an ihrem Ende 32
eine Kante 33 auf, wobei die Kante 31 eine Anfangs
kante 34 und die Kante 33 eine Endkante 35 bildet.
Anfangskante 34 und Endkante 35 sind durch Abbiegen
der jeweiligen Endbereiche der Platte 28 gebildet.
Die Abbiegung ist derart erfolgt, daß die Anfangs
kante 34 beziehungsweise die Endkante 35 jeweils
einen spitzen Winkel zu der Mantelfläche 4 ange
paßten Kontur der Platte 28 bilden. Durch diese ha
kenförmigen Konturen werden Hintergriffswinkel von
vorzugsweise etwa 60° gebildet. Den Hinter
griffswinkeln entsprechende Gegenkonturen sind an
der Anfangseinhängeleiste 23 sowie im Bereich des
freien Endes 18 der Endeinhängeleiste 17 ausgebil
det. Die Anordnung ist derart getroffen, daß die
Anfangseinhängeleiste 23 und die Endeinhängeleiste
17 in ihrem jeweiligen Hintergriffsbereich derar
tige Querschnittskonturen aufweisen, daß ein for
mangepaßtes, großflächiges Aufliegen der Anfangs
kante 34 und der Endkante 35 der Platte 28 vor
liegt. Die an die Anfangskante 34 und die Endkante
35 angrenzenden Bereiche der Platte 28, die auf der
gedachten Mantelflächenkontur des Lackierzylinders
2 liegen beziehungsweise etwa der Mantelflächenkon
tur folgen, stützen sich ebenfalls flächig an ent
sprechenden Bereichen der Anfangseinhängeleiste 23
sowie Endeinhängeleiste 17 ab.
Eine korrekte seitliche Ausrichtung der Platte 28
auf dem Zylinder 1, also beispielsweise die Mittel
lage, ist durch die Ausrichteinrichtung 42 sicher
gestellt. Diese weist einen Stift 43 mit Kopf 43'
auf, der mit einem Ende in der Anfangseinhängelei
ste 23 gehalten wird und dessen anderes, freies
Ende in den Spannkanal 3 weist. Der aus der An
fangseinhängeleiste 23 austretende Stift 43 über
ragt mit der Unterseite seines Kopfes 43' die Ober
fläche der Anfangseinhängeleiste 23 etwa um eine
Länge, die der Dicke der Platte 28 entspricht. Der
Stift 43 durchdringt eine Ausnehmung 44, die in die
Anfangskante 34 der Platte 28 eingebracht ist und
eine Anschlagkante 45 bildet. Hierdurch ist ein
reproduzierbares, paßgenaues seitliches Positionie
ren der Platte 28 möglich. Die Ausnehmung 44 wird
überflüssig, wenn die Anschlagkante 45 von einer
Seitenkante der Platte 28 gebildet wird, die in
diesem Fall zur seitlichen Ausrichtung der Platte 28
bis zum Kontakt an den Stift 43 herangefahren
wird. Selbstverständlich kann der Stift 43 bezie
hungsweise die Ausrichteinrichtung 42 auch an der
Endeinhängeleiste 17 angeordnet sein. Es können
auch mehrere Ausrichteinrichtungen 42 vorgesehen
sein. Der besseren Übersicht wegen ist lediglich
eine Ausrichteinrichtung 42 in Fig. 1 dargestellt.
Es ergibt sich folgende Funktion: Um eine Platte 28
auf den Lackierzylinder 2 zu spannen, wird zunächst
im Bereich des Druckanfanges DA die Anfangskante 34
in Hintergriff zur Anfangseinhängeleiste 23 ge
bracht, dann um die Mantelfläche 4 des Lackierzy
linder 2 herumgelegt und anschließend die Endkante
35 in Hintergriff zur Endeinhängeleiste verbracht.
Die Spannwelle 13 befindet sich dabei in einer der
artigen Drehstellung, daß die Endeinhängeleiste 17
keinen Zug auf die Endkante 35 ausübt. Die Platte
28 wird nun mittels der Ausrichteinrichtung 42 in
die gewünschte seitliche Position verbracht. An
schließend wird mittels des Torsionsstabes 21 eine
Federspannung auf die Spannwelle 13 ausgeübt, der
art, daß sich das freie Ende 18 der Endeinhängelei
ste 17 der Anfangseinhängeleiste 23 nähert, wodurch
die Endkante 35 mit Federspannung hintergriffen und
auf diese Art und Weise die Platte 28 fest auf die
Mantelfläche 4 des Lackierzylinders 2 gespannt
wird. Für eine Demontage wird der erwähnte Hinter
griff gelöst, das heißt, die Spannwelle 13 wird im
Gegenuhrzeigersinn (Fig. 1) gedreht, so daß die
Endkante 35 freigegeben wird und die Platte 28 vom
Lackierzylinder 2 entnommen werden kann.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 2 entspricht wei
testgehend dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1, so
daß nachstehend lediglich auf wesentliche Änderun
gen eingegangen wird. Die Änderungen bestehen
darin, daß die Endeinhängeleiste 17 eine hakenför
mige Querschnittskontur aufweist, das heißt, sie
besitzt einen Endschenkel 36, der etwa in Umfangs
richtung verläuft und an dessen freien Ende 18 die
Verspannung mit der Platte 28 vorgenommen wird. Von
besonderer Bedeutung ist fernerhin, daß die Platte
28 keine abgebogenen Anfangs- und Endkanten auf
weist, sondern daß an den Endbereichen der Platte
28 Profilendleisten 37 befestigt sind, die - im
Querschnitt gesehen - eine V-förmigen Kontur aufwei
sen, wobei die eine Profilendleiste 37 eine An
fangskante 38 und die andere Profilendleiste 37
eine Endkante 39 besitzt, wobei die Anfangskante 38
beziehungsweise die Endkante 39 jeweils einen
Schenkel der erwähnten V-förmigen Kontur aufweist
und der andere Schenkel der jeweiligen V-förmigen
Kontur mit einem Kanal 40 beziehungsweise 41 verse
hen ist, in die der jeweilige Anfangs- beziehungs
weise Endbereich der Platte 28 eingreift und dort
mittels Klemmung oder Klebung gehalten ist.
Das Aufspannen und das Abnehmen der vorzugsweise
als Lackplatte 29 ausgebildeten Platte 28 auf
den/vom Lackierzylinder 2 erfolgt beim Ausführungs
beispiel der Fig. 2 ebenso wie bei dem Ausfüh
rungsbeispiel der Fig. 1.
Claims (17)
1. In einem axial verlaufenden Spannkanal eines
Zylinders angeordnete Vorrichtung zum Befestigen
einer biegsamen Platte auf dem Umfang des Zylin
ders, insbesondere zum Befestigen einer Lack- oder
Druckplatte oder eines Gummituchs auf dem Umfang
eines Lack- oder Gummituchzylinders einer Lackier
maschine, mit am Anfang und am Ende der Platte aus
gebildeten, in den Spannkanal weisenden Kanten, wo
bei mit einer Anfangskantenbefestigungseinrichtung
die Anfangskante der Platte sowie mit einer Endkan
tenbefestigungseinrichtung die Endkante der Platte
gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß die An
fangskantenbefestigungseinrichtung (22) von einer
Anfangseinhängeleiste (23) gebildet ist, die von
der Anfangskante (34, 38) der Platte (28) hinter
griffen wird, daß die Endkantenbefestigungseinrich
tung (16) von einer von einer Spannwelle (13) aus
kragenden Endeinhängeleiste (17) gebildet ist, die
von der Endkante (35, 39) der Platte (28) hinter
griffen wird und daß die Anfangs- und Endkante
(34, 38, 35, 39) jeweils ohne Verwendung von Klemmbe
aufschlagungsmitteln, sondern lediglich durch Hin
tergriff an der Anfangs- und Endeinhängeleiste
(23, 17) gehalten sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Endeinhängeleiste (17) in tangen
tialer Richtung von der Spannwelle (13) auskragt.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Endeinhän
geleiste (17) als Federelement (20) ausgebildet
ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Hinter
griffswinkel der Anfangs- und/oder Endkante
(34, 38, 35, 39) kleiner 90°, vorzugsweise etwa 60°
beträgt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die An
fangseinhängeleiste (23) und/oder die Endeinhän
geleiste (17) in Bezug auf die Anfangskanten- und/oder
die Endkanten-Ausbildung der Platte (28)
in ihrem jeweiligen Hintergriffbereich derartige
Querschnittskonturen aufweist/aufweisen, daß ein
formangepaßtes, großflächiges Aufeinanderliegen der
Teile erzielt ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anfangs
kante (34) und/oder die Endkante (35) durch abgebo
gene Bereiche der Platte (28) gebildet sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anfangs
kante (38) und/oder die Endkante (39) durch am
Plattenanfang und/oder Plattenende befestigte Pro
filendleisten (37) gebildet sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilend
leiste (37) an der Platte (28) durch Klemmbefesti
gung gehalten ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilend
leiste (37) einen Klemmkanal (Kanal (40), Kanal
(41)) aufweist, in den die Platte (28) zur Befesti
gung eingreift.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilend
leiste (37) an der Platte (28) durch Klebung gehal
ten ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte
(28) ein Kunststoffträgermaterial, insbesondere Po
lyester, aufweist oder aus diesem Material besteht.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die seitliche
Position der Platte (28) auf dem Zylinder (1) durch
eine Ausrichteinrichtung (42) paßgenau und reprodu
zierbar vorgegeben wird.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausricht
einrichtung (42) von mindestens einem Stift (43) an
der Anfangseinhängeleiste (23) und/oder Endeinhän
geleiste (17) sowie eine mit dem Stift (43) zusam
menwirkenden Anschlagkante (45) der Platte (28) ge
bildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlag
kante (45) mittels mindestens einer Ausnehmung (44)
der Platte (28) gebildet ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung
(44) im Bereich der Anfangskante (34, 38) und/oder
Endkante (35, 39) der Platte (28) angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die paßgenaue
Platte (28) - in Laufrichtung des Zylinders (1) - durch
ein spielfreies Einhängen der Anfangskante
(34, 38) an der Anfangseinhängeleiste (23) erzielt
ist.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die An
fangseinhängeleiste (23) und/oder die Endeinhän
geleiste (17) insbesondere zum Ausgleich von Paral
lelitätsungenauigkeiten der Anfangskante (34, 38)
und/ oder Endkante (35, 39) der Platte (28) zur
Drehachse des Zylinders (1) schräg verstellbar
anordenbar ist/sind.
Priority Applications (5)
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| DE19729375A DE19729375A1 (de) | 1997-07-09 | 1997-07-09 | Vorrichtung zum Befestigen einer biegsamen Platte auf dem Umfang des Zylinders einer Lackiermaschine |
| EP98112367A EP0890435B1 (de) | 1997-07-09 | 1998-07-04 | Vorrichtung zum Befestigen einer biegsamen Platte auf dem Umfang des Zylinders einer Lackiermaschine |
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| DE19729375A DE19729375A1 (de) | 1997-07-09 | 1997-07-09 | Vorrichtung zum Befestigen einer biegsamen Platte auf dem Umfang des Zylinders einer Lackiermaschine |
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