DE19729297A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Entleeren von Müllbehältern in einen Sammelbehälter - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Entleeren von Müllbehältern in einen SammelbehälterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entleeren von Müllbehältern gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Die Erfindung bezieht sich auch auf
eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 8 bzw. des
Patentanspruchs 16.
Derartige Hubkipp-Vorrichtungen sind beispielsweise aus der EP 0 010 719
oder EP 0 423 682 bekannt. Mit jeder Einzelhubkipp-Vorrichtung können
unabhängig voneinander Kleinmüllbehälter (z. B. mit einem Fassungvermögen
von 240 l) entleert werden. Beide Hubkipp-Vorrichtungen können auch
hydraulisch und/oder mechanisch zum sogenannten Kombibetrieb miteinander
verbunden werden, um Großmüllbehälter (z. B. mit einem Fassungsvermögen
von 1,1 m3) zu entleeren. Die Aufnahmeeinrichtungen der Einzelhubkipp-
Vorrichtungen sind zu diesem Zweck zum gemeinsamen Erfassen eines solchen
Großmüllbehälters ausgebildet.
Bei einer Einzel-Kippvorrichtung ist in der Regel nur ein einziger
Druckmittelmotor vorgesehen, während bei einer Einzel-Hubkippvorrichtung in
der Regel jeweils ein Druckmittelmotor für die Hubphase und ein
Druckmittelmotor für den Kippvorgang vorgesehen sind. Beim Kombibetrieb
werden die jeweiligen Druckmittelmotore von einer gemeinsamen Pumpe
gleichzeitig mit Druckmittel beaufschlagt.
Aus Sicherheitsgründen muß der Entleervorgang im Falle der Großmüllbehälter
während des Entleervorgangs langsamer ablaufen, als dies bei den
Kleinmüllbehältern zulässig ist. Dafür muß jedoch bei der Entleerung von
Großmüllbehältern ein weitaus größerer Druck in der Pumpe bzw. dem
Druckmittelsystem aufgebracht werden, als dies beim Entleeren der
Kleinmüllbehälter notwendig ist.
An diese Anforderungen muß die Pumpenleistung angepaßt werden.
Einerseits muß die Pumpe zum Entleeren von Großmüllbehältern wegen des
großen Gewichtes einen entsprechend großen Druck Pmax liefern, wobei der
Volumenstrom Q < Qmax im Druckmittelmotor im Vergleich zum
Einzelbetrieb geringer ist. Umgekehrt muß beim Entleeren von
Kleinmüllbehältern für eine entsprechend hohe Entleergeschwindigkeit ein
großer Volumenstrom Qmax bei geringerem Druck P < Pmax zur Verfügung
gestellt werden. Dies bedeutet, daß die Pumpe, um beiden Anforderungen
gerecht zu werden, bisher mit einer Leistung Lmax = Qmax.Pmax
ausgestattet werden mußte, womit die gemeinsame Pumpe aber insofern
überdimensioniert war, als LK = Qmax.P (Leistungsbedarf beim Entleeren
von Kleinmüllbehältern) bzw. LG = Q.Pmax (Leistungsbedarf beim
Entleeren von Großmüllbehältern) jeweils kleiner ist als die Leistung Lmax.
Dieser Sachverhalt ist in der Fig. 1 für ein Beispiel Pmax = 150 bar und
Qmax = 36 1/min dargestellt. Durch die schraffierten Bereiche werden die
durch die Pumpe bereitgestellte, aber nicht benutzten Leistungsüberschüsse
verdeutlicht.
Dieses Problem kann zwar durch eine regelbare Pumpe teilweise gelöst
werden, diese ist aber teurer als eine nichtregelbare Pumpe und verbraucht
zudem mehr Energie.
Bei Einzel-Hubkippvorrichtungen, die einen Druckmittelmotor für den
Hubvorgang und einen Druckmittelmotor für den Kippvorgang aufweisen, kann
beim Einzelbetrieb die für die Hubbewegung geeignete Fördermenge für den
Kippvorgang, der schneller ablaufen kann, zu gering sein. Dieses Problem
kann durch die Verwendung mehrerer Stromregelventile oder proportionaler
Ventile beseitigt werden, was allerdings aufwendig ist und zusätzlichen
Energieaufwand bedeutet.
Aufgabe der Erfindung ist ein Verfahren, mit dem die Entleerung von kleinen
und großen Müllbehältern wie bisher ohne Einbußen an Behältergewicht und
Entleergeschwindigkeit mit einer besseren Ausnutzung der Leistung der Pumpe
bzw. des Druckmittelsystems durchgeführt werden kann. Es ist auch Aufgabe
der Erfindung, die Vorrichtung so zu modifizieren, daß eine
leistungsschwächere Pumpe eingesetzt werden kann.
Diese Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 und bezüglich der Vorrichtung mit den Merkmalen der
Patentansprüche 8 und 16 gelöst.
Unter dem Begriff "Pumpe" wird die einer Einzel-Hubkippvorrichtung oder
Einzel-Kippvorrichtung zugehörige Druckmittelpumpe oder die für beide
Einzel-Hubkippvorrichtungen oder Einzel-Kippvorrichtungen gemeinsame
Pumpe verstanden.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß die maximale Pumpenleistung
Lmax = Q.P, die zur Verfügung gestellt werden muß, um Kleinmüllbehälter
bzw. Großmüllbehälter zu entleeren, lediglich so groß sein muß, wie es
entweder für die Entleerung von Kleinmüllbehältern oder für die Entleerung
von Großmüllbehältern erforderlich ist.
Bei der Entleerung von Kleinmüllbehältern kommt es auf einen großen
Volumenstrom bei vergleichsweise niedrigem Druck an, um eine entsprechend
große Geschwindigkeit beim Einkippvorgang realisieren zu können.
Bei der Entleerung von Großbehältern hingegen wird ein großer Druck bei
kleinem Volumenstrom benötigt, um das große Gewicht mit entsprechend
niedriger Geschwindigkeit bewegen zu können.
Man kann entsprechend der beiden erfindungsgemäßen Alternativen für die
Auslegung der Pumpe entweder sich am maximal benötigten Druck Pmax oder
an dem maximal benötigten Volumenstrom Qmax orientieren.
Wenn man gemäß der ersten Alternative gemäß der Merkmale a1, a2 die
Pumpenleistung an dem Leistungsbedarf für die Entleerung von
Großmüllbehältern orientiert, also am maximal benötigten Druck, so erhält
man Lmax = Q.Pmax. Damit keine Leistung der Pumpe verschenkt wird,
sollte die Leistung Lmax = Q.Pmax auch für die Entleerung von
Kleinmüllbehältern genutzt werden. Da hierfür der Druck zu hoch und der
Volumenstrom zu niedrig ist, wird der Druck Pmax für die Entleerung von
Kleinmüllbehältern in einen erhöhten Volumenstrom umgewandelt. Hierzu ist
eine zusätzliche Maßnahme im Druckmittelsystem vorgesehen. In diesem Fall
wird der Druckmittelmotor - dies kann der Kippdruckmittelmotor oder ein
Druckmittelmotor für Heben und Kippen sein - vorzugsweise nicht nur von der
Pumpe sondern zusätzlich auch noch von einem Reservoir gespeist, wobei
vorzugsweise der Drucküberschuß zum Herausdrücken des Druckmittels aus
dem Reservoir eingesetzt wird. Durch dieses zusätzliche, aus dem Reservoir
zur Verfügung gestellte Druckmittel wird der Volumenstrom auf das für die
Entleerung von Kleinmüllbehältern erforderliche Maß erhöht.
Vorzugsweise wird bei der Entleerung von Kleinmüllbehältern der
Druckmittelmotor mit einem Volumenstrom QD beaufschlagt, der aus dem von
der Pumpe gelieferten Volumenstrom Q und einem vom Reservoir gelieferten
Volumenstrom QR gebildet wird.
Bei der Entleerung von Kleinmüllbehältern wird vorzugsweise der
Druckmittelmotor mit dem Druck PD = Pmax beaufschlagt wie bei der
Entleerung von Großmüllbehältern.
Diese erste Alternative, bei der mit hohem Druck Pmax gearbeitet wird, hat
den Vorteil, daß insgesamt weniger Druckmittel gepumpt werden muß als
wenn die Leistung am hohen Volumenstrom orientiert ist. Die
Leitungsquerschnitte können deshalb kleiner gemacht werden und für die
Kühlung des Druckmittels reichen kleinere Aggregate aus. Kleinere Pumpen
haben zusätzlich den Vorteil, daß die Geräuschentwicklung deutlich geringer
ist.
Gemäß der zweiten Alternative gemäß der Merkmale b1, b2 wird die
Pumpenleistung am Volumenstrom Qmax orientiert, also am Leistungsbedarf
für die Entleerung von Kleinmüllbehältern. Auch in diesem Fall soll, um keine
Leistung der Pumpe zu verschenken, mit möglichst derselben Pumpenleistung
Lmax = Qmax.P die Großmüllbehälter entleert werden. Hierfür ist der
Volumenstrom jedoch zu hoch und die erforderliche Kraft zu gering. Auch in
diesem Fall muß im Druckmittelsystem eine zusätzliche Maßnahme ergriffen
werden, um die Druck- und Volumenstromwerte der Pumpe entsprechend
umzuwandeln. Die Lösung gemäß der zweiten Alternative sieht daher vor, daß
der von der Pumpe kommende Volumenstrom vorzugsweise auf mindestens n
= 2 Druckmittelmotore, d. h. mindestens zwei Kippdruckmittelmotore oder
mindestens zwei Druckmittelmotore, die sowohl für Heben als auch für Kippen
vorgesehen sind, verteilt wird.
Vorzugsweise liegt bei der Entleerung von Großmüllbehältern an diesen n
Druckmittelmotoren jeweils ein Druck PD an, wobei die für die Entleerung
benötigte Kraft
ist, wobei Fi die am Druckmittelmotor i anliegende
Kraft ist.
Vorteilhafterweise werden bei der Entleerung von Großmüllbehältern die n
Druckmittelmotore mit demselben Volumenstrom QD = Qmax beaufschlagt,
wie es bei einem Druckmittelmotor bei der Entleerung von Kleinmüllbehältern
der Fall ist.
Obwohl die erste Alternative - Orientierung der Pumpenleistung am maximalen
Druck Pmax - bevorzugt ist, hat auch die zweite Alternative, bei der die
Pumpenleistung auf einen hohen Volumenstrom ausgelegt ist, Vorteile, die
darin bestehen, daß die Komponenten wegen des geringeren Drucks eine
längere Lebensdauer besitzen.
Beide Ausführungsformen lassen sich mit nebeneinander angeordneten
Hubkipp- oder Kippvorrichtungen durchführen, wobei die erfindungsgemäße
Lösung davon unabhängig ist, ob die Einzel-Hubkippvorrichtung oder Einzel-
Kippvorrichtung unabhängig voneinander betrieben werden können. Bei
unabhängig voneinander betreibbaren Einzel-Hubkippvorrichtungen oder
Einzel-Kippvorrichtungen werden beim Entleeren von Großmüllbehältern die
Einzel-Hubkippvorrichtungen oder Einzel-Kippvorrichtungen in der Regel nur
hydraulisch zusammengeschaltet. Es ist auch möglich, beide Einzel-
Hubkippvorrichtungen oder Einzel-Kippvorrichtungen mit einem
durchgehenden Aufnahmekamm zu versehen, mit dem sowohl
Großmüllbehälter als auch ein oder zwei Kleinmüllbehälter entleert werden
können.
Für die Hubphase kommt es nicht darauf an, ob Großmüllbehälter oder
Kleinmüllbehälter entleert werden. Entscheidend ist die Einkipphase, die bei
Kleinmüllbehältern schneller als bei Großmüllbehältern durchgeführt werden
kann. Es ist auch möglich, Kleinmüllbehälter und Großmüllbehälter jeweils
gleich schnell anzuheben und durch die erfindungsgemäßen Lösungen den
Kippvorgang bei den Großmüllbehältern zu verzögern oder bei kleinen
Müllbehältern zu beschleunigen.
Die Vorrichtung für die Durchführung der ersten Verfahrensalternative gemäß
der Merkmale a1, a2 ist dadurch gekennzeichnet, daß außer der Pumpe
mindestens ein zusätzliches, Druckmittel lieferndes Reservoir vorgesehen ist,
das für die Entleerung von Kleinmüllbehältern dem Druckmittelmotor -
Kippdruckmittelmotor bzw. Druckmittelmotor für Heben und Kippen -
zuschaltbar ist.
Vorzugsweise bildet die Stangenseite des Druckmittelmotors das Reservoir.
Die Zuschaltung der Stangenseite des Druckmittelmotors ist an sich bekannt (s.
Backè und Murrenhoff, Inst. für fluidtechnische Antriebe und Steuerungen der
Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, 10. Auflage 1994,
Seite 318-320) und wird als Eilgangschaltung mit Differentialzylinder
bezeichnet. Es gibt jedoch in dieser Literaturstelle keine Hinweise darauf,
diese Schaltung bei Hubkippvorrichtungen oder Kippvorrichtungen zur
Entleerung von Müllbehältern einzusetzen, bzw. diese Schaltung für die
Umwandlung von hohem Druck in einen hohen Volumenstrom für den
Entleervorgang von Kleinmüllbehältern zu verwenden.
Vorteilhafterweise ist die Stangenseite mit der Kolbenseite des
Druckmittelmotors über eine Verbindungsleitung verbunden. Gemäß einer
weiteren Ausführungsform kann die Stange des Druckmittelmotors mit dem
Kolben eines Hilfsdruckmittelmotors verbunden sein, dessen Druckseite das
Reservoir bildet.
In diesem Fall ist die Druckseite des Hilfsdruckmittelmotors mit der
Kolbenseite des Druckmittelmotors ebenfalls über eine Verbindungsleitung
verbunden, in der ein Umschaltventil angeordnet ist.
In dieser Verbindungsleitung kann gemäß einer Ausführungsform ein
Umschaltventil, insbesondere ein 3/2-Wegeventil angeordnet sein. Wenn das
Reservoir zugeschaltet werden soll, wird dieses Umschaltventil in
Durchgangsstellung gebracht, so daß durch die Kolbenbewegung das auf der
Stangenseite des Druckmittelmotors bzw. der Kolbenseite des
Hilfsdruckmittelmotors befindliche Druckmittel über die Verbindungsleitung
auf die Kolbenseite umgeleitet werden kann.
Gemäß einer anderen Ausführungsform kann in der Verbindungsleitung ein
Rückschlagventil vorgesehen sein, das in Richtung von der Kolbenseite zur
Stangenseite die Verbindungsleitung abriegelt und in der umgekehrten Richtung
bei Anliegen eines entsprechend großen Druckes durchlässig ist. Zusätzlich ist
die Stangenseite über ein 2/2-Wegeventil mit Rückschlagfunktionen mit dem
Druckmitteltank verbunden. Je nach Stellung des Umschaltventils wird das auf
der Stangenseite befindliche Druckmittel bei Betätigung des Kolbens des
Druckmittelzylinders entweder in den Druckmitteltank oder auf die Kolbenseite
des Druckmittelzylinders geleitet.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Reservoir auch eine
Zusatzpumpe sein.
Die Vorrichtung zur Durchführung der zweiten Verfahrensalternative gemäß
der Merkmale b1, b2 sieht vor, daß mindestens zwei Druckmittelmotore, das
sind Kippdruckmittelmotore bzw. Druckmittelmotore, die sowohl für Heben als
auch für das Einkippen vorgesehen sind, parallel angeordnet sind, die für die
Entleerung von Großmüllbehältern zusammenschaltbar sind.
Bei dieser Ausführungsform sind die Betätigungsseiten der Druckmittelmotore
über eine Verbindungsleitung miteinander verbunden, in der vorzugsweise
ebenfalls ein Umschaltventil, insbesondere ein 2/2-Wegeventil mit
Rückschlagfunktion angeordnet ist.
Beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Zeichnungen näher erläutert:
Es zeigen:
Fig. 1 ein Leistungsdiagramm nach dem Stand der Technik,
Fig. 2 ein Leistungsdiagramm gemäß der ersten Verfahrensalternative,
Fig. 3 ein Leistungsdiagramm gemäß der zweiten
Verfahrensalternative,
Fig. 4 Schaltplan für zwei unabhängig und gemeinsam betätigbare
Einzel-Hubkippvorrichtungen gemäß der ersten Alternative;
Entleervorgang Kleinmüllbehälter; Einkippvorgang,
Fig. 5 Schaltplan für zwei unabhängig und gemeinsam betätigbare
Einzel-Hubkippvorrichtungen gemäß der ersten Alternative;
Entleervorgang Großmüllbehälter; Einkippvorgang,
Fig. 6 einen Schaltplan entsprechend der Fig. 4a mit Umschaltventil
gemäß einer weiteren Ausführungsform,
Fig. 7 Schaltplan für zwei Einzel-Hubkippvorrichtungen mit
durchgehendem Aufnahmekamm,
Fig. 8 einen Schaltplan für zwei Einzel-Hubkippvorrichtungen mit
jeweils einem Druckmittelmotor für Heben und Kippen;
Entleervorgang Kleinmüllbehälter und
Fig. 9 für zwei unabhängig und gemeinsam betätigbare Einzel-
Hubkippvorrichtungen gemäß der zweiten Verfahrensalternative;
Entleervorgang Großmüllbehälter; Einkippvorgang.
In der Fig. 2 ist das Leistungsdiagramm gemäß der ersten
Verfahrensalternative dargestellt. Der Leistungsbedarf für die Entleerung von
Großmüllbehältern wird für die Auslegung der Pumpenleistung Lmax = QG.Pmax
zugrundegelegt. Die Pumpenleistung ist durch den gestrichelt
schraffierten Bereich gekennzeichnet. Für die Entleerung von
Kleinmüllbehältern ist der Volumenstrom QG zu gering, wobei ein Druck Pmax
in dieser Größenordnung nicht erforderlich ist. Je nach dem, welche Größe
von Kleinmüllbehältern entleert werde soll, wird beispielsweise ein
Volumenstrom QK1 oder QK2 benötigt. Bei gleicher Leistung, die durch Lmax
vorgegeben ist, ergeben sich hieraus entsprechende Drücke PK1 und PK2. Die
für den Entleervorgang von Kleinmüllbehältern entsprechend benötigten
Leistungen sind durch die strichpunktierten Linien für die beiden genannten
Fälle dargestellt. Die Eckpunkte der dazugehörigen Rechtecke bewegen sich
auf einer Einhüllenden 1. Hieraus ist zu entnehmen, daß je höher der
gewünschte Volumenstrom, umso niedriger der verfügbare Druck ist. Wie die
Umsetzung des Druckes Pmax in einen höheren Volumenstrom Q erfolgen
kann, wird im Zusammenhang mit den Fig. 4 bis 8 erläutert.
In der Fig. 3 ist das Leistungsdiagramm für die zweite Verfahrensalternative
dargestellt, die sich am maximalen Volumenstrom Qmax für die Entleerung
von Kleinmüllbehältern orientiert. Der dazugehörige Druck PK ist
dementsprechend niedriger. Die Pumpenleistung Lmax ist ebenfalls durch das
gestrichelt schraffierte Rechteck gekennzeichnet. Dieser hohe Volumenstrom
mit dem dazugehörigen niedrigeren Druck PK muß für die Entleerung von
Großmüllbehältern beispielsweise in einen großen Druck PG1 oder PG2 mit
einem entsprechend niedrigeren Volumenstrom QG1 oder QG2 umgewandelt
werden. Dies hängt wiederum davon ab, welche Größe oder Gewicht von
Großmüllbehältern entleert werden soll.
In der Fig. 3 sind diese zwei Möglichkeiten durch die durchgezogenen Linien
dargestellt. Die Eckpunkte der dazugehörigen Rechtecke bewegen sich auf der
Einhüllenden 2. Man erkennt, daß mit zunehmend höherem Druck der
Volumenstrom Q entsprechend abnimmt. Wie die Umsetzung des
Volumenstroms Qmax in einen höheren Druck P erfolgen kann, wird im
Zusammenhang mit der Fig. 9 erläutert.
In der Fig. 4 ist ein Hydraulikschaltplan für zwei nebeneinander angeordnete
Hubkippvorrichtungen dargestellt. Das dargestellte Druckmittelsystem weist
zwei Druckmittelkreise A und B auf, die den beiden Hubkippvorrichtungen
zugeordnet sind. Die Komponenten der Druckmittelkreise entsprechen sich,
wobei die Bezugszeichen der Komponenten des Druckmittelkreises A mit a
gekennzeichnet sind und die Komponenten des Druckmittelkreises B mit b.
Jeder Druckmittelkreis A, B weist jeweils einen Hubzylinder 14a, 14b sowie
einen Kipp- oder Schwenkzylinder 15a, 15b auf. Für beide Druckmittelkreise
A und B ist ein gemeinsamer Druckmitteltank 1 vorgesehen, der über eine
Zuführleitung 2 mit einer Druckmittelpumpe 3 verbunden ist. Der Ausgang der
Druckmittelpumpe 3 ist an einem Stromteiler 4 angeschlossen, der zwei
Stromteilerzweige 5a und 5b aufweist. Hieran schließt sich jeweils eine
Druckmittelvorlaufleitung 6a, 6b an, in der jeweils ein Steuerventil 7a, 7b
angeordnet ist. Hierbei handelt es sich beispielsweise um ein Dreiwege-
Dreistellungsventil (3/3-Ventil). Eine Rücklaufleitung 8a, b ist ebenfalls an das
Steuerventil 7a, b angeschlossen.
Die Druckmittelvorlaufleitung 6a, 6b geht in eine Druckmittelzuleitung 11a,
11b über, die sich in einem ersten Zuleitungszweig 12a, b und einem zweiten
Zuleitungszweig 13a, b verzweigt. Der zweite Zuleitungszweig 13a, b ist an
den Druckmittelmotor 14a, 14b angeschlossen, der für den Hubvorgang
verantwortlich ist. Der erste Zuleitungszweig 12a, b mündet an der Kolbenseite
16a, 16b des Druckmittelmotors 15a, 15b, der für den Kippvorgang
verantwortlich ist.
Unterhalb des Kolbens 18b befindet sich die Stangenseite 17b des
Druckmittelmotors 15b, die in der im Druckmittelkreis B gezeigten
Ausführungsform das Reservoir 100 bildet. Dieses Reservoir 100 ist über eine
Verbindungsleitung 22b mit der Kolbenseite 16b des Druckmittelmotors 15b
verbunden. In dieser Verbindungsleitung 22b ist ein Umschaltventil 24b
angeordnet. Es handelt sich hierbei um ein 3/2-Wegeventil. An dieses
Umschaltventil 24b ist eine Rücklaufleitung 23b angeschlossen, die in den
Druckmitteltank 1 mündet.
Beide Druckmittelkreise A und B sind über eine Verbindungsleitung 50
zwischen den Druckmittelzuleitungen 11a und 11b verbunden. In dieser
Verbindungsleitung 50 ist ein Absperr- und Umschaltventil 10 angeordnet, mit
dem diejenigen Abschnitte der beiden Druckmittelkreise A und B verbunden
werden können, in denen die Druckmittelmotore 14a, b und 15a, b angeordnet
sind.
In der Fig. 4 ist die Schaltstellung der Ventile für den Hub- und
Einkippvorgang von Kleinmüllbehältern dargestellt. Nachdem der Hubvorgang
mittels des Hubzylinders 14b beendet ist, wird die Kolbenseite 16b des
Druckmittelmotors 15b mit von der Pumpe 3 über den Stromteiler 4 geliefertes
Druckmittel beaufschlagt. Dadurch wird der Kolben 18b nach unten bewegt,
wodurch das im Reservoir 100 befindliche Druckmittel aus dem stangenseitigen
Volumen herausgedrückt wird. Das Umschaltventil 24b befindet sich in
Durchgangsstellung bezüglich der Verbindungsleitung 22b, so daß das
Druckmittel aus dem Reservoir 100 in die Kolbenseite 16b des
Druckmittelzylinders 15b umgepumpt wird. Der von der Pumpe 3 gelieferte
Druck wird auf diese Art und Weise in einen höheren Volumenstrom Q
umgewandelt, der zu einer entsprechend schnellen Bewegung des Kolbens 18b
führt.
Der linke Druckmittelkreis A auf der linken Seite der Darstellung der Fig. 4
kann genauso ausgebildet sein, wie der Druckmittelkreis B.
In der hier gezeigten Darstellung ist in dem Druckmittelkreis A jedoch eine
weitere Ausführungsform dargestellt, bei der die Stange des Kolbens 18a mit
der Stange 25a eines Hilfsdruckmittelmotors 26a verbunden ist. Die
Kolbenseite 28a dieses Hilfsdruckmittelmotors 26a bildet in diesem Fall das
Reservoir 100. Dieser Hilfsdruckmittelmotor 26a ist von der Dimensionierung
her kleiner als der Druckmittelmotor 15a, so daß bei Beaufschlagung des
Kolbens 18a der Kolben 27a nach unten gedrückt wird. Das im Reservoir 100
befindliche Druckmittel wird ebenfalls über eine Verbindungsleitung 22a der
Kolbenseite 16a des Druckmittelmotors 15a zugeführt. Zu diesem Zweck ist in
der Verbindungsleitung 22a ebenfalls ein Umschaltventil 24a, d. h.
beispielsweise ein 3/2-Wegeventil angeordnet.
Wenn die Entleerung eines Kleinmüllbehälters stattfinden soll, wird während
der Einkipphase der Kolben 18a nach unten gedrückt, wobei gleichzeitig das
im Reservoir 100 befindliche Druckmittel in die Kolbenseite 16a des
Druckmittelzylinders 15a umgepumpt wird, so daß eine
Volumenstromerhöhung erzeugt wird.
In der Fig. 5 ist derselbe Schaltplan wie in der Fig. 4 dargestellt, allerdings
mit dem Unterschied, daß hier die Schaltstellung für den Entleervorgang von
Großmüllbehältern und zwar für den Einkippvorgang dargestellt ist. In der
Verbindungsleitung 50 ist das Absperr- und Umschaltventil 10 aus seiner
Absperrstellung in die Verbindungsstellung geschaltet worden, so daß die
beiden, die Druckmittelmotore 14a, 14b, 15a, 15b enthaltenden Abschnitte der
Druckmittelkreise A und B, zusammengeschaltet werden. In der hier gezeigten
Ausführungsform ist das Ventil 7b auf Durchgang geschaltet und das Ventil 7a
auf Unterbrechung. Dies bedeutet, daß das von der Pumpe 3 gelieferte
Druckmittel nur über die Druckmittelvorlaufleitung 6b zugeführt wird und
dann auf die beiden Abschnitte der Druckmittelkreise A und B über die
Verbindungsleitung 50 aufgeteilt wird. Nachdem der Hubvorgang über die
Druckmittelmotore 14a und 14b abgeschlossen ist, werden die
Druckmittelmotore 15a und 15b mit Druckmittel beaufschlagt. Da in diesem
Fall das im Reservoir 100 befindliche Druckmittel nicht auf die Kolbenseite
16a, 16b der Druckmittelmotore 15a, 15b umgelenkt werden soll, befindet das
in der Verbindungsleitung 22a, 22b befindliche Umschaltventil 24a, 24b in
Durchgangsstellung bezüglich der Rücklaufleitung 23a, 23b, so daß das
Druckmittel in den Druckmitteltank 1 zurückfließen kann. An den
Druckmittelzylindern 15a, 15b steht somit der volle, von der Pumpe gelieferte
Druck Pmax zur Verfügung. Der Volumenstrom auf der Kolbenseite der
Druckmittelmotore 15a, 15b wird somit durch die Ableitung des im Reservoir
100 befindlichen Druckmittels nicht erhöht.
In der Fig. 6 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt. Dieser Schaltplan
unterscheidet sich von den Schaltplänen gemäß der Fig. 4 bzw. 5 dadurch,
daß in der Verbindungsleitung 22a, b ein Rückschlagventil 30a, b angeordnet
ist. Dieses Rückschlagventil sperrt die Richtung von der Kolbenseite zur
Stangenseite und ist durchlässig in der Richtung von Stangenseite zu
Kolbenseite des Druckmittelmotors 15a, 15b. Die Verbindungsleitung 22a, 22b
ist an die Rücklaufleitung 23a, 23b angeschlossen, in der sich ein
Umschaltventil 31a, b mit Rückschlagfunktion befindet. Wenn das Druckmittel
aus dem Reservoir 100 für die Erhöhung des Volumenstromes auf der
Kolbenseite 16a, b benötigt wird, wird dieses Umschaltventil 31a, b in die
gezeigte Sperrstellung gebracht. Das Druckmittel kann dann über die
Verbindungsleitung 22a, b und das sich öffnende Rückschlagventil 30a, b aus
dem Reservoir 100 auf die Kolbenseite 16a, b umgepumpt werden. Wenn das
Druckmittel bei der Entleerung von Großmüllbehältern aus dem Reservoir 100
nicht benötigt wird und in den Druckmitteltank 1 abgeleitet werden soll, wird
das Umschaltventil 31a, b in die Durchgangsstellung gebracht, so daß das
Druckmittel über die Rücklaufleitung 23a, b abfließen kann.
In der in Fig. 7 gezeigten Ausführungsform haben die Ventile 7a,b
unterschiedliche Aufgaben. Das Ventil 7a ist als 3/2-Wegeventil ausgeführt und
wird nur zur Umschaltung benutzt, während das Ventil 7b wie zuvor als
3/3-Wegeventil den Arbeitsablauf der Vorrichtung regelt mit H = Heben, N =
Neutral, S = Senken. In der gezeigten Stellung des Ventils 7a werden
Großbehälter mit einer geringeren Geschwindigkeit entleert, weil der halbe
Volumenstrom der Pumpe über das Ventil 7a in den Tank 1 zurückgeführt
wird. Zur Entleerung der kleineren Behälter wird das Ventil 7a in seine zweite
Stellung gebracht, so daß der gesamte Volumenstrom der Pumpe 1 über die
Leitungen 6a, b zur Verfügung steht und die Geschwindigkeit des Einkippens
nahezu verdoppelt wird. Die Funktionen der Ventile 30a, b und 31a, b sind
analog zur Beschreibung der Fig. 6 der Zeichnung. Diese Ventile können aber
auch durch die Ventile 24a, b ersetzt werden.
In der Fig. 8 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, bei der lediglich
ein Druckmittelzylinder 15a, 15b sowohl für das Heben als auch für das
Einkippen vorgesehen ist. Die Funktionsweise der übrigen Komponenten der
Druckmittelkreise A und B entspricht denen der zuvor beschriebenen
Ausführungsformen. Es kann eine gezielte Steuerung der gewünschten
Geschwindigkeit durch zeitweiliges Ein- oder Ausschalten von 24a bzw. b
vorgenommen werden.
In der Fig. 9 ist ein Schaltplan für die Durchführung der zweiten
Verfahrensalternative dargestellt. Im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen
Schaltplänen sind zwei Kippdruckmittelmotore 15a, b und 19a, b vorgesehen.
Diese beiden Druckmittelmotore 15a, b und 19a, b sind über eine
Verbindungsleitung 40a, b parallel geschaltet. Dies bedeutet, daß das von der
Pumpe 3 gelieferte Druckmittel auf die beiden Kolbenseiten 16a, b und 20a, b
aufgeteilt werden kann, wenn Großmüllbehälter entleert werden sollen. Zu
diesem Zweck wird das Umschaltventil 41a, b, das sich in der
Verbindungsleitung 40a, b befindet, in die Durchgangsstellung gebracht. Wenn
der zweite Zylinder 19a, b abgekoppelt werden soll, um Kleinmüllbehälter zu
entleeren, wird das Umschaltventil 41a, b in die Rückschlagstellung gebracht,
wie dies in der Fig. 9 zu sehen ist.
Wenn beide Druckmittelmotoren 15a, 15b und 19a, 19b mit Druckmittel
beaufschlagt werden, addiert sich die an den beiden Druckmittelmotoren
anliegende Kraft, während sich die Kippgeschwindigkeit auf die Hälfte
reduziert. Durch Variation der Größe der Druckmittelmotore kann die
Gesamtkraft und auch die beiden Volumenströme entsprechend variiert werden.
1
Druckmitteltank
2
Zuführleitung
3
Pumpe
4
Stromteiler
5
a, bStromteilerzweig
6
a, b Druckmittelvorlaufleitung
7
a, b Steuerventil
8
a, b Druckmittelkurzschlußleitung
10
Absperr- und Schaltventil
11
a, b Druckmittelzuleitung
12
a, b erster Zuleitungszweig
13
a, b zweiter Zuleitungszweig
14
a, b Hubdruckmittelmotor
15
a, b Kippdruckmittelmotor
16
a, b Betätigungsseite
17
a, b Stangenseite
18
a, b Kolben
19
a, b zweiter Kippdruckmittelmotor
20
a, b Betätigungsseite
21
a, b Kolben
22
a, b Verbindungsleitung
23
a, b Rücklaufleitung
24
a, b Umschaltventil
26
a, b Hilfsdruckmittelmotor
25
a, b Stange des Hilfsdruckmittelmotors
27
a, b Kolben des Hilfsdruckmittelmotor
28
a, b Kolbenseite des Hilfsdruckmittelmotor
30
a, b Rückschlagventil
31
a, b Umschaltventil mit Rückschlagfunktion
40
a, b Verbindungsleitung
41
a, b Umschaltventil
50
Verbindungsleitung
100
Reservoir
Claims (18)
1. Verfahren zum Entleeren von Müllbehältern mittels zweier
nebeneinander angeordneter Einzelhubkipp- oder Kippvorrichtungen,
die zum Entleeren von Klein- und Großmüllbehältern betrieben werden
können, wobei ein Druckmittel von mindestens einer Pumpe in die den
Einzelhubkipp- oder Einzelkippvorrichtungen jeweils zugehörigen, mit
Ventilschaltern und mit mindestens einem Druckmittelmotor
(Kippdruckmittelmotor oder Hubkippdruckmittelmotor) ausgestatteten
Druckmittelkreisen gefördert wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die maximale von der Pumpe zu liefernde Leistung Lmax = Q.P entweder
daß die maximale von der Pumpe zu liefernde Leistung Lmax = Q.P entweder
- a1. am maximal für die Entleerung von Großmüllbehältern benötigten Druck P = Pmax mit Q < Qmax oder
- b1. am maximal für die Entleerung von Kleinmüllbehältern benötigten Volumenstrom Q = Qmax mit P < Pmax ausgerichtet wird, und daß
- a2. der Druck Pmax für die Entleerung von Kleinmüllbehältern in einen erhöhten Volumenstrom bzw.
- b2. der Volumenstrom Qmax für die Entleerung von Großmüllbehältern in einen erhöhten Druck umgewandelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß im Fall Lmax = Q.Pmax bei der Entleerung von
Kleinmüllbehältern der Druckmittelmotor von der Pumpe und einem
Reservoir gespeist wird und
im Fall Lmax = Qmax.P bei der Entleerung von Großmüllbehältern
das von der Pumpe gelieferte Druckmittel auf mindestens n = 2
parallel geschaltete Druckmittelmotore verteilt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 gemäß der Alternative a1, a2,
dadurch gekennzeichnet, daß bei der Entleerung von Kleinmüllbehältern
das Druckmittel unter Ausnutzung des Drucküberschusses aus dem
Reservoir herausgedrückt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 gemäß der Alternative a1,
a2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Entleerung von
Kleinmüllbehältern der Druckmittelmotor mit einem Volumenstrom QD
beaufschlagt wird, der aus dem von der Pumpe gelieferten
Volumenstrom Q und einen vom Reservoir gelieferten Volumenstrom
QR gebildet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 gemäß der Alternative a1,
a2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Entleerung von
Kleinmüllbehältern der Druckmittelmotor mit demselben Druck PD =
Pmax beaufschlagt wird wie bei der Entleerung von Großmüllbehältern.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 gemäß der Alternative b1, b2,
dadurch gekennzeichnet, daß bei der Entleerung von Großmüllbehältern
an den n Druckmittelmotoren jeweils ein Druck PD = P anliegt, wobei
die für die Entleerung benötigte Kraft
ist, wobei Fi die am Druckmittelmotor i anliegende Kraft ist.
ist, wobei Fi die am Druckmittelmotor i anliegende Kraft ist.
7. Verfahren nach Anspruch I, 2 oder 5 gemäß den Merkmalen b1, b2,
dadurch gekennzeichnet, daß bei der Entleerung von Großmüllbehältern
die Druckmittelmotore mit demselben Volumenstrom QD = Qmax
beaufschlagt werden, wie ein Druckmittelmotor bei der Entleerung von
Kleinmüllbehältern.
8. Vorrichtung zum Entleeren von Klein- und Großmüllbehältern in einen
Sammelbehälter mit zwei nebeneinander angeordneten Einzelkipp- oder
Hub-Kippvorrichtungen, die an einen Druckmitteltank, Ventilschalter
und mindestens einen Druckmittelmotor (Kippdruckmittelmotor oder
Hubkippdruckmittelmotor) je Einzel-Hubkipp- oder Kippvorrichtung
aufweisendes Druckmittelsystem mit mindestens einer Druckmittel
liefernden Pumpe angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß
außer der Pumpe (3) mindestens ein zusätzliches, Druckmittel lieferndes
Reservoir (100) vorgesehen ist, das für die Entleerung von
Kleinmüllbehältern dem Druckmittelmotor (14a, 14b) zuschaltbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stangenseite (17a, 17b) des Druckmittelmotors (14a, 14b) das Reservoir
(100) bildet.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stangenseite (17a, 17b) des Druckmittelmotors mit seiner Kolbenseite
(16a, 16b) über eine Verbindungsleitung (22a, 22b) verbunden ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange
des Druckmittelmotors (14a, b) mit dem Kolben (27a, b) eines
Hilfsdruckmittelmotors (26a, b) verbunden ist, dessen Druckseite (28a,
b) das Reservoir (100) bildet.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Druckseite (28a, b) des Hilfsdruckmittelmotors (26a, b) mit der
Kolbenseite (16a, b) des Druckmittelmotors (14a, b) über eine
Verbindungsleitung (22a, b) verbunden ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß in
der Verbindungsleitung (22a, b) ein Umschaltventil (24a, b) angeordnet
ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß in
der Verbindungsleitung (22a, b) ein Druckrückschlagventil (30a, b)
angeordnet ist und daß das Reservoir (100) über ein Umschaltventil mit
Rückschlagfunktion (31a, b) mit dem Druckmitteltank (1) verbunden
ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Reservoir (100) eine Zusatzpumpe ist.
16. Vorrichtung zum Entleeren von Klein- und Großmüllbehältern in einen
Sammelbehälter mit zwei nebeneinander angeordneten Einzelkipp- oder
Hubkippvorrichtungen, die an einen Druckmitteltank, Ventilschalter und
mindestens einen Druckmittelmotor (Kippdruckmittelmotor oder
Hubkippdruckmittelmotor) je Einzel-Hubkipp- oder Kippvorrichtung
aufweisendes Druckmittelsystem mit mindestens einer Druckmittel
liefernden Pumpe angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß je
Einzel-Hubkipp- oder Kippvorrichtung mindestens zwei
Druckmittelmotore (15a, b, 19a, b) parallel angeordnet sind, die für die
Entleerung von Großmüllbehältern zusammenschaltbar sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
Betätigungsseiten (16a, b, 20a, b) der Druckmittelmotore (15a, b, 19a,
b) über eine Verbindungsleitung (40a, b) miteinander verbunden sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Verbindungsleitung (40a, b) ein Umschaltventil (41a, b) angeordnet ist.
Priority Applications (12)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19729297A DE19729297C2 (de) | 1997-07-09 | 1997-07-09 | Verfahren und Vorrichtung zum Entleeren von Müllbehältern in einen Sammelbehälter |
| BR9815516-4A BR9815516A (pt) | 1997-07-09 | 1998-07-07 | Processo e dispositivo para o esvaziamento de recipientes de resìduos em um recipiente coletiivo |
| CZ19994140A CZ9904140A3 (cs) | 1997-07-09 | 1998-07-07 | Způsob a zařízení pro vyprazdňování nádob na odpadky do sběrné nádoby |
| SK1855-99A SK185599A3 (en) | 1997-07-09 | 1998-07-07 | Method and device for emptying refuse containers in a collecting container |
| JP50814099A JP2002509509A (ja) | 1997-07-09 | 1998-07-07 | ごみ容器を収集容器に空けるための方法及び装置 |
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| PCT/EP1998/004211 WO1999002433A1 (de) | 1997-07-09 | 1998-07-07 | Verfahren und vorrichtung zum entleeren von müllbehältern in einem sammelbehälter |
| EP98941302A EP0994816A1 (de) | 1997-07-09 | 1998-07-07 | Verfahren und vorrichtung zum entleeren von müllbehältern in einem sammelbehälter |
| PL98337905A PL337905A1 (en) | 1997-07-09 | 1998-07-07 | Method of and apparatus for emptying garbage collection containers into a garbage disposal container |
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| HU0003094A HUP0003094A3 (en) | 1997-07-09 | 1998-07-07 | Method and device for emptying refuse containers in a collecting container |
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|---|---|---|---|
| DE19729297A DE19729297C2 (de) | 1997-07-09 | 1997-07-09 | Verfahren und Vorrichtung zum Entleeren von Müllbehältern in einen Sammelbehälter |
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|---|---|---|---|
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| ZA (1) | ZA986080B (de) |
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- 1997-07-09 DE DE19729297A patent/DE19729297C2/de not_active Expired - Lifetime
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- 1998-07-07 WO PCT/EP1998/004211 patent/WO1999002433A1/de not_active Ceased
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- 1998-07-07 CZ CZ19994140A patent/CZ9904140A3/cs unknown
- 1998-07-07 BR BR9815516-4A patent/BR9815516A/pt not_active Application Discontinuation
- 1998-07-07 TR TR1999/03247T patent/TR199903247T2/xx unknown
- 1998-07-07 EP EP98941302A patent/EP0994816A1/de not_active Ceased
- 1998-07-07 SK SK1855-99A patent/SK185599A3/sk unknown
- 1998-07-07 PL PL98337905A patent/PL337905A1/xx unknown
- 1998-07-07 JP JP50814099A patent/JP2002509509A/ja active Pending
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| BR9815516A (pt) | 2000-11-28 |
| AU8973998A (en) | 1999-02-08 |
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| ZA986080B (en) | 1999-01-26 |
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| DE19729297C2 (de) | 1999-07-15 |
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