DE19729225A1 - Toilette - Google Patents
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03D—WATER-CLOSETS OR URINALS WITH FLUSHING DEVICES; FLUSHING VALVES THEREFOR
- E03D11/00—Other component parts of water-closets, e.g. noise-reducing means in the flushing system, flushing pipes mounted in the bowl, seals for the bowl outlet, devices preventing overflow of the bowl contents; devices forming a water seal in the bowl after flushing, devices eliminating obstructions in the bowl outlet or preventing backflow of water and excrements from the waterpipe
- E03D11/02—Water-closet bowls ; Bowls with a double odour seal optionally with provisions for a good siphonic action; siphons as part of the bowl
- E03D11/10—Bowls with closure elements provided between bottom or outlet and the outlet pipe; Bowls with pivotally supported inserts
Landscapes
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- Sanitary Device For Flush Toilet (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Toilette für den Einsatz
im Haus, in Fahrzeugen, auf dem Land, zur See und in der Luft,
aufweisend ein Becken mit oberer Zufuhröffnung für Exkremente
und mit einer unteren Abflußöffnung, die in einen Zwischen-
oder Sammelbehälter oder in die Kanalisation mündet.
Die heutigen Toilettensysteme benötigen große Wassermengen
für den Reinigungsvorgang der Toilettenschüssel, für das
Fortspülen über den Geruchsverschluß und zum geruchtsdichten
Abschließen. Die hierfür eingesetzten Wassermengen haben
einen Anteil von mehr als 30% des im Haushalt durchschnittlich
verbrauchten Wassers. Die verfügbaren Wasserquellen für die
Versorgung mit Leitungswasser sind aber begrenzt und die
Bereitstellung wird immer schwieriger. Bereits in den nächsten
Jahren geht man von einer 30%-igen Unterdeckung aus.
Eine Reduktion des Wasserverbrauches macht Investitionen für
Wasserwerke und Kläranlagen überflüssig und verringert die
Reproduktionskosten.
Die Erfindung ist auf eine Vorrichtung zum Einsparen von
Leitungswasser gerichtet. Sie soll in bezug auf Hygiene und
Geruchsverhinderung gleichwertig mit den herkömmlichen
Toilettensystemen sein.
Die Erfindung ist charakterisiert durch zwei ineinander
angeordnete Hülsen in Form von Zylindern oder Kugeln, wobei
die innere Hülse drehbar gelagert ist. Beide Hülsen haben oben
eine gleichgroße und gleichförmige Aufnahmeöffnung, die
äußere Hülse hat im unteren Bereich eine versetzt angeordnete
Abgabeöffnung, desweiteren auf halber Höhe an der Längsseite
drei Düseneingänge (Spülung). Die Entleerung erfolgt mittels
Drehung der inneren Hülse. Die Aufnahmeöffnung wird
verschlossen, die Abgabeöffnung ist noch verschlossen. Infolge
der weiteren Drehung öffnet sich der Abgabeschacht und der
Inhalt fällt in das Kanalsystem. Die Geruchsausbreitung ist
auch während des Entleerungsvorganges ausgeschlossen. Das
Hülsensystem kann in herkömmlichen Toilettenbecken integriert
werden. Hierfür ist ein Schacht vorgesehen, in den die Hülse
von der Rückseite her eingeschoben und arrettiert wird. Der
Schacht befindet sich weit oben im Toilettenbecken. Damit ist
der Aufnahmeschacht körpernah und schließt eine Verun
reinigung des Umfeldes aus.
Das Hülsensystem gemäß der Erfindung hat die Funktionen
Aufnahme, Transport, Geruchsverschluß. Bei diesem System
erfolgt die Wasserzufuhr direkt und erspart den herkömmlichen
Spülkasten.
Die äußere Hülse trägt desweiteren ein Ventil (vergleichbar
mit den Ventilen von Autoreifen). Ist eine Verstopfung des
Kanalsystems gegeben, so wird über eine Pumpe Druck aufgebaut
und die Verstopfung aufgehoben. Nach oben, also am
Aufnahmeschacht, ist die Hülse luftdicht verschlossen.
Die Entsorgung wird mittels eines Betätigungshebels
(Druckstange, Schwenk- oder Fußhebel, Motor etc.) ausgelöst.
Es sind zwei Wasserkreisläufe vorgesehen, die über Taster
initiiert werden.
Zuerst wird zur Reinigung der Toilettenschüssel der obere
Zulauf aktiviert. Sodann dreht sich die innere Hülse, der
Abgabeschacht wird freigegeben und der Inhalt kippt aus.
Parallel hierzu werden die Einspritzdüsen aktiviert,
zerkleinern den Inhalt und reinigen letztlich den Inneraum der
Hülse. Dann bewegt sich die Hülse in die Ausgangsstellung
zurück.
Bei den herkömmlichen Toilettensystemen ist die Verbrauchs
menge an Leitungswasser durch die folgenden zwei Problemkreise
bestimmt und nicht weiter reduzierbar:
- - die Reinigung der Toilettenschüssel und des Geruchsverschlusses (Knie)
- - der Transport der Exkremente durch das Knie.
Selbst unter Berücksichtigung des wassersparenden Spülkästen
und Toilettenbecken beträgt der Verbrauch einer 4-köpfigen
Familie mehr als 70 l/Tag. Dies ist zudem eine theoretische
Größe, da im Zusammenhang mit einer Vollspülung nur eine
mehrmalige Spülung das Toilettenbecken gereinigt zurückläßt.
Somit siedelt sich der Wasserverbrauch tatsächlich bei mehr
als 100 l/Tag an.
Mittels der Entleerung ist für die Reinigung und Entleerung
der Toilette ein Wasserbedarf von ca. 15 l/Tag vonnöten, das
entspricht mindestens einer 80%-igen Einsparung von
Leitungswasser. Für den Transport der Exkremente im Kanal
system ist jedoch eine Nachlaufmenge von 3 l je Vorgang bei
einer Vollspülung notwendig.
Dieser Wasserverbrauch kann nunmehr bei Einsatz des Hülsen
systems gemäß der Erfindung über Brauchwasser gedeckt werden.
Hinter der Hülse befindet sich im Fallrohr ein Anschluß
stutzen für das Brauchwasser. Eine Vorratshaltung ist nicht
nötig. In den Fällen der Nachrüstung und der Nicht-
Inanspruchnahme von Brauchwasser benötigt das System 25 l/Tag.
Das neue System bedarf nicht eines Wasserkastens. Damit
entfällt die Investition und eine Installation, es ergibt sich
eine Platzersparnis, eine häufige Undichtigkeit des Wasser
kastens entfällt (Wasserverbrauch) sowie die Monteurkosten für
eine Reparatur.
Die Erfindung bringt bei den Campingtoiletten resultierend aus
dem geringen Wasserverbrauch den Vorteil, bei der Be- und
Entsorgung sowie eine reduzierte Transportbelastung. Die Hülse
als Geruchsverschluß läßt den Einsatz von Chemikalien
überflüssig werden. Zudem kann eine Papiermanschette (der
inneren Hülse angepaßt) bei Vollbenutzung eingelegt werden.
Der Wasserverbrauch kann somit noch weiter reduziert werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung
beispielsweise erläutert.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen unterschiedliche Phasen in der
Benutzung der Toilette gemäß der Erfindung.
In den Figuren sind zylindrische Formen für die beiden Hülsen
zu erkennen. Die äußere Hülse ist nach oben hin offen, so
daß sie von dorther, wie der Pfeil in Fig. 1 zeigt, befüllt
werden kann. Im unteren Ende befindet sich der Abfluß, der
direkt an die äußere Hülse angeschlossen ist. Im Inneren der
Außenhülse ist die Innenhülse verdrehbar, wie dies in den
Pfeilen (Fig. 1 bis 3) angedeutet ist. In Fig. 1 ist die
Stelle der Innenhülse gezeigt, in der der Innenraum der Hülse
beladen werden kann. In der Figur ist der Wasserstand
angegeben und der Bereich der Exkremente ebenfalls bezeichnet.
Es ist ersichtlich, daß in dieser Stellung ein geruchsdichter
Abschluß zum Abfluß vorhanden ist.
Gemäß Fig. 2 ist die Innenhülse um etwas mehr als 180°
verschwenkt worden. In dieser Position ist der Innenraum der
Hülsen sowohl nach oben hin als auch nach unten hin
geruchsdicht abgeschlossen. In dieser Position kann von einer
Seite her Spülwasser in den Innenraum der Hülsen eingegeben
werden.
Fig. 3 zeigt die Phase, in der die Innenhülse in bezug auf die
Position nach Fig. 2 um weitere 30 bis 45° gedreht worden ist,
so daß nunmehr der Abfluß nach unten hin offen ist. Der
Abfluß der Exkremente kann über weiteres Einlassen von Wasser
gefördert werden.
Claims (2)
1. Toilette für den Einsatz im Haus, in Fahrzeugen, auf dem
Land, zur See und in der Luft, aufweisend ein Becken mit
oberer Zufuhröffnung für Exkremente und mit einer unteren
Abflußöffnung, die in einen Zwischen- oder Sammelbehälter
oder in die Kanalisation mündet, dadurch gekennzeichnet, daß
im Becken zwischen den beiden Öffnungen eine äußere Hülse
ortsfest angeordnet ist, die strömungsmäßig mit beiden
Öffnungen verbunden ist, und daß im Inneren der Außenhülse
eine zweite nur zu einem Teil über die Erstreckung der
Außenhülse gehende Innenhülse zwischen zwei Positionen
verstellbar so angeordnet ist, daß die Innenhülse den einen
Durchgang (obere Öffnung - Innenraum der Hülsen) sperrt und
gleichzeitig den anderen Durchgang (untere Öffnung - Innenraum
der Hülsen) öffnet und umgekehrt.
2. Toilette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hülsen als konzentrische Zylinder mit horizontal ausgericheten
Achsen ausgebildet sind, die Öffnungen in den Mantelbereich
münden und die Innenhülse um ihre Achse verschwenkbar ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997129225 DE19729225A1 (de) | 1997-07-09 | 1997-07-09 | Toilette |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997129225 DE19729225A1 (de) | 1997-07-09 | 1997-07-09 | Toilette |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19729225A1 true DE19729225A1 (de) | 1999-02-11 |
Family
ID=7835063
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997129225 Withdrawn DE19729225A1 (de) | 1997-07-09 | 1997-07-09 | Toilette |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
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| DE (1) | DE19729225A1 (de) |
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Families Citing this family (1)
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Family Cites Families (4)
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Also Published As
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