DE19729885A1 - Abdeckung für Sicherungskontakte an NH-Sicherungsleisten oder -unterteilen - Google Patents
Abdeckung für Sicherungskontakte an NH-Sicherungsleisten oder -unterteilenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Abdeckung aus isolierendem Material
für paarweise angeordnete Sicherungskontakte an NH (Nieder
spannungs-Hochleistungs)-Sicherungsleisten oder -unterteilen,
wobei die Abdeckung zwei haubenförmige Abdeckelemente für die
Sicherungskontakte und eine zwischen den Abdeckhauben angeord
nete Grundplatte aufweist.
Abdeckungen dienen dazu, die Kontakte und vor allem an elek
trischen Stromverteilungsnetzen arbeitende Personen vor der
zufälligen Berührung mit den Kontakten zu schützen. Hierzu gibt
es beispielsweise großflächige Abdeckungen, welche sämtliche
Kontakte einer Sicherungsleiste oder auch mehrerer nebeneinander
montierter Sicherungsleisten gleichzeitig abdecken. Es sind auch
Abdeckungen bekannt, welche haubenartig über die einzelnen
Kontakte bzw. Kontaktpaare gestülpt werden.
Dabei bestehen die Kontakte einer solchen Sicherungsleiste
jeweils aus einem Paar federnder Elemente, zwischen die das
Kontaktmesser eines Sicherungseinsatzes unter Druck eingeschoben
werden kann. Im allgemeinen sind die beiden Kontaktteile eines
Kontaktes an ihrem unteren Fuß einstückig miteinander verbunden.
Vom Fuß dieser Kontakte geht ein Anschlußstück zur Verbindung
mit einer Stromschiene aus. Im allgemeinen sind auf einer
Sicherungsleiste für die drei Phasen des Drehstromnetzes jeweils
drei Paare von Kontakten in einer Reihe hintereinander angeord
net, wobei jeweils ein Kontakt der drei Kontaktpaare mit einem
Abgangsleiter verbunden ist, während die anderen drei Kontakte
mit je einer Sammelschiene verbunden sind und im allgemeinen
unter Spannung stehen. Zwischen einem solchen Kontaktpaar ist
jeweils ein Sicherungseinsatz angeordnet, welcher mit seinen
Kontaktmessern zwischen die Kontaktflächen eingeschoben wird und
aus diesen auch wieder herausgezogen werden kann.
Eine Abdeckung der eingangs genannten Art ist aus der DE-OS 39 18 816
bekannt. Diese ist zweiteilig ausgebildet, wobei eine
Haube und im wesentlichen eine Hälfte der Grundplatte ein Teil
darstellt und das andere Teil durch die andere Haube und die im
wesentlichen andere Hälfte der Grundplatte gebildet wird. An der
Unterseite der Grundplatte sind Rastnasen vorgesehen, im Bereich
derer das jeweilige Grundplattenteil in dem Gehäuse der Siche
rungsleiste rastierbar ist. Das eine Grundplattenteil ist im
Bereich seiner dem anderen Grundplattenteil zugewandten Stirn
seite mit einem im wesentlichen halbkreisförmig ausgebildeten
Vorsprung versehen und es weist das andere Grundplattenteil eine
entsprechend gestaltete Aussparung auf, die der Vorsprung durch
setzt. Bei Entfernung des den Vorsprung aufweisenden Grund
plattenteiles wird der unter der Aussparung liegende Montagean
schluß für den zu diesem Sicherungseinsatz gehörenden Sammel
schienenkontakt zugänglich. Dieser Anschluß besteht im wesentli
chen aus einem mit dem entsprechenden Sammelschienenkontakt
verbundenen Ableitwinkel, der beispielsweise als L-förmige
Schiene mit einem Langloch in dem abgewinkelten L-Schenkel
ausgebildet ist, durch den ein Schraubbolzen geführt werden
kann, so daß der L-Schenkel an die zugehörige Sammelschiene
angeschraubt werden kann.
Nachteilig ist bei der bekannten Abdeckung, daß beim Arbeiten am
Schraubbolzen, beispielsweise um diesen nachzuziehen, ein Teil
der Abdeckung, nämlich das den Vorsprung aufweisende Grund
plattenteil mit der dazugehörigen Haube entfernt werden muß,
womit der üblicherweise von der Haube abgedeckte Kontakt, der
durchaus an Spannung liegen kann, frei zugänglich ist. Der im
Bereich der Sicherungsleiste Arbeitende unterliegt damit einer
erhöhten Gefährdung. Nachteilig ist ferner, daß die Abdeckung
aus zwei Teilen besteht und demnach bei der Montage bzw.
Demontage der Abdeckung immer zwei Bauteile separat gehandhabt
werden müssen. Die Folge ist, daß ein Teil lose verbleibt und
hierdurch nicht ausgeschlossen werden kann, daß ein Teil
verloren geht bzw. nicht montiert wird.
Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe der vorliegenden Erfin
dung, eine Abdeckung der eingangs genannten Art so weiter zu
bilden, daß sie eine optimale Funktionalität, Gestaltung und
Handhabung aufweist.
Gelöst wird die Aufgabe bei einer Abdeckung der eingangs
genannten Art dadurch, daß die Grundplatte mit einer verschließ
baren Öffnung versehen ist.
Die erfindungsgemäße Gestaltung der Abdeckung stellt sicher, daß
diese immer das Sicherungskontaktpaar abdeckt, unabhängig davon,
ob Arbeiten im Bereich des Schraubbolzens durchgeführt werden
müssen. Damit der Schraubbolzen zugänglich wird, ist es nur
erforderlich, die Öffnung zugänglich zu machen. In dem zwischen
den beiden Abdeckhauben gebildeten Öffnungsraum kann dann
ungehindert der Schraubbolzen beaufschlagt werden. Sind die
Montagearbeiten beendet, ist es nur notwendig, die Öffnung in
der Grundplatte zu verschließen. Die beiden Sicherungskontakte
und der zwischen diesen befindliche Bereich sind dann berüh
rungssicher abgedeckt. Vorzugsweise ist die Abdeckung als
Kunststoffspritzgußteil ausgebildet.
Es ist insbesondere vorgesehen, daß die Abdeckung einteilig
ausgebildet ist. Sie kann infolgedessen als Einheit gehandhabt
werden, was deren Montage bzw. Demontage wesentlich vereinfacht.
Alle Funktionselemente der Abdeckung sind in einem Bauteil
untergebracht, womit deren Handhabung besonders einfach ist.
Vorzugsweise ist der Grundplatte eine Klappe zum Verschließen
der Öffnung zugeordnet. Gemäß einer besonderen Gestaltung ist
allerdings vorgesehen, daß Bestandteil der Abdeckung eine mit
der Grundplatte verbundene Klappe ist. Die Einteiligkeit der Ab
deckung erstreckt sich damit auch auf die Klappe, die damit
nicht als separates, mit der Grundplatte lose verbundenes und
von der Grundplatte entfernbares Bauteil ausgebildet ist. Bildet
die Klappe Bestandteil der Abdeckung wird es als zweckmäßig
angesehen, wenn sie in Art eines Filmscharniers mir der Grund
platte verbunden ist. Ohne die Funktionalität der Klappe zu
beeinträchtigen, kann diese aufgrund der Gestaltung des Schar
nieres ausreichend oft zum Öffnen bzw. Schließen der Öffnung in
der Grundplatte geschwenkt werden. In diesem Zusammenhang sieht
eine besondere Gestaltung vor, daß Rastmittel zum Verrasten von
Klappe und Grundplatte bei geschlossener Öffnung der Grundplatte
vorgesehen sind. Dadurch ist sichergestellt, daß die Klappe
nicht ungewollt in die geöffnete Stellung schwenkt. Die Klappe
ist zweckmäßig auf ihrer der Klappenlagerung abgewandten Seite
mit der Grundplatte rastierbar. Vorzugsweise sind ferner weitere
Rastmittel vorgesehen, zum Verrasten von Klappe und Grundplatte
in Offenstellung der Klappe. Insbesondere sollte die Klappe im
Bereich der Klappenlagerung mit der Grundplatte oder mindestens
einem mit dem Grundplatte verbundenen Ansatz rastierbar sein.
Die Gestaltung der Abdeckung dahingehend, daß Rastmittel auch
zum Verrasten von Klappe und Grundplatte in der Offenstellung
der Klappe vorgesehen sind, ermöglicht es, die Abdeckung mit in
Offenstellung befindlicher Klappe zu vertreiben, so daß die die
Montage vornehmende Person unmittelbar die Verschraubung des
Schraubbolzens vornehmen kann. Lose Teile sind hierbei nicht
vorhanden, da die Klappe fest mit der Grundplatte verbunden ist.
Nach erfolgter Montage wird die Klappe in die Schließstellung
geschwenkt, wo sie erneut mit der Grundplatte verrastet.
Zweckmäßig ist die jeweilige Haube käfigartig ausgebildet. Sie
weist zumindest in ihrem der Grundplatte zugewandten Bereich
Belüftungsschlitze zum Abführen der beim Betrieb der Sicherung
entstehenden Verlustwärme auf.
Zweckmäßig ist die jeweilige Haube auf ihrer der anderen Haube
zugewandten Seite und ihrer der Grundplatte abgewandten Seite
mit einem Winkelschlitz zum Einführen des Kontaktmessers eines
in die Sicherungsleiste bzw. -unterteil einzusetzenden Siche
rungseinsatzes versehen, wobei der Schlitz in seinem der
Grundplatte abgewandten Schlitzbereich eine geringere Breite
aufweist, als die Stärke des Kontaktmessers. Aufgrund dieser
Stärkendimensionierung ergibt sich eine Positionierhilfe beim
Einschalten, die es dem Bediener erlaubt, mit definierter Kraft
das jeweilige Kontaktmesser des NH-Sicherungseinsatzes bezüglich
der Abdeckung und damit des hinter der jeweiligen Haube befind
lichen Sicherungskontaktes auszurichten. Beim Schaltvorgang wird
die Haube in diesem Schlitzbereich geweitet und das Schaltmesser
an der Positionshilfe vorbeigeführt.
Vorzugsweise ist die Abdeckung mit den Sicherungskontakten
verbunden, insbesondere wird sie auf diese aufgeklippst. Hierzu
können in die jeweilige Haube federnde Vorsprünge integriert
sein, zum Aufklippsen der Abdeckung auf den dieser zugeordneten
Sicherungskontakt, der entsprechende Ausnehmungen zum Eingriff
der Vorsprünge aufweist.
Eine Weiterbildung sieht vor, daß mindestens eine der Hauben
eine Öffnung zum Einstecken eines Kontaktelementes eines
separaten Stromabganges aufweist, wobei das Kontaktelement des
separaten Stromabganges auf ein Kontaktmesser eines in die
Sicherungskontakte eingesteckten NH-Sicherungseinsatzes auf
steckbar ist. Vorzugsweise ist in die Haube ein Abdeckelement
für das in die Haube steckbare Kontaktelement des separaten
Stromabganges integriert. Ein solcher separater Stromabgang, der
in der Praxis auch als Huckepack-Abgriff bezeichnet wird, dient
in aller Regel dem Zweck, einen vorübergehenden Stromabgriff zu
ermöglichen, beispielsweise zum Betreiben von Baustellen, Kerb- bzw.
Kirmesveranstaltungen usw. Erfolgt der Stromabgriff von
der Einspeisseite, ist dieser zusätzlich abgesichert. Zur
Bewerkstelligung des Huckepack-Abgriffes sind vorzugsweise
zumindest in dieser Haube auf ihrer der anderen Haube zugewand
ten Seite mindestens zwei federnde Vorsprünge integriert, wobei
zwischen dem freien Ende der federnden Vorsprünge und der
Deckfläche der Haube ein Spalt zum Einführen des Kontaktelemen
tes des Stromabganges gebildet ist. Wird das Kontaktelement des
Stromabganges vom Kontaktmesser des NH-Sicherungseinsatzes
getrennt, federn die Vorsprünge zurück und es reduziert sich die
Breite des Spaltes, so daß die Haube in diesem Bereich fingersi
cher ist. Mittels der federnden Vorsprünge wird im übrigen das
Kontaktelement des Stromabganges geklemmt. Zusätzlich kann
mindestens einer der Vorsprünge so gestaltet sein, daß er bei
eingesetztem separaten Stromabgang mit dessen Kontaktelement
rastiert. Es wird somit ein unbeabsichtigtes Lösen des separaten
Stromabganges, beispielsweise aufgrund in das Kontaktelement
eingeleiteter Vibrationen, wirksam verhindert.
Es kann ferner vorgesehen sein, daß die Stromplatte beidseitig
zwischen den beiden Abdeckungen mit entfernbaren Abdecklappen
versehen ist. Diese finden für den speziellen Anwendungsbereich
der Schiebetrennung eines Schienensystems Verwendung. Hierbei
sind die unterhalb benachbarter Abdeckungen angeordneten, in
Abstand voneinander endenden Sammelschienen mittels eines in
Längsrichtung der jeweiligen Abdeckplatte verschiebbaren
Verbindungselementes elektrisch verbindbar. Dieses Verbindungs
element wird zugänglich, wenn die Abdecklappen benachbarter
Abdeckungen aus der Abdeckplatte ausgebrochen oder, wenn sie in
Art eines Filmscharnieres ausgebildet sind, aus der Ebene der
Abdeckplatte ausgeschwenkt werden, so daß dort der Bereich
unterhalb der beiden Abdeckungen zum Verbinden bzw. Trennen der
beiden Sammelschienen zugänglich wird.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in der Beschreibung der
Figuren und den Figuren selbst dargestellt, wobei bemerkt wird,
daß alle Einzelmerkmale und alle Kombinationen von Einzel
merkmalen erfindungswesentlich sind.
In den Figuren ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbei
spieles dargestellt, ohne hierauf beschränkt zu sein. Es stellt
dar:
Fig. 1 eine räumliche Ansicht der erfindungsgemäßen Abdeckung
bei teilweise geöffneter Klappe,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Abdeckung gemäß der Linie A-A
in Fig. 1, bei vollständig geöffneter Klappe,
Fig. 3 einen Schnitt gemäß Fig. 2 bei geschlossener Klappe,
Fig. 4 eine Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten Abdeckung,
Fig. 5 eine Draufsicht der in Fig. 1 gezeigten Abdeckung,
Fig. 6 einen Schnitt gemäß der Linie A-A in Fig. 1 bzw.
Fig. 5 durch die Abdeckung, somit bei teilweise
geöffneter Klappe,
Fig. 7 eine räumliche Ansicht der Abdeckung mit NH-Siche
rungseinsatz und Huckepack-Abgriff, in einer Explo
sionsdarstellung,
Fig. 8 die in Fig. 7 gezeigten Teile in zusammengebautem
Zustand,
Fig. 9 die in Fig. 7 gezeigten Teile in einer Seitenansicht
nach dem Einsetzen des NH-Sicherungseinsatzes in die
abgedeckten Sicherungskontakte und
Fig. 10 eine Seitenansicht der in Fig. 7 gezeigten, ineinan
dergesteckten Teile.
Fig. 7 verdeutlicht, daß die erfindungsgemäße Abdeckung 1, die
als einteiliges Spritzgußteil aus Kunststoff ausgebildet ist,
eine Grundplatte 2 sowie zwei sich im Bereich deren Enden von
dieser erstreckende Hauben 3 aufweist. Die Hauben 3 sind im
Bereich der Grundplatte mit senkrecht zu dieser angeordneten
Belüftungsschlitzen 4 versehen. Die jeweilige Haube 3 weist auf
ihrer der anderen Haube 3 zugewandten Seite und auf ihrer der
Grundplatte 2 abgewandten Seite einen Winkelschlitz 5 auf, durch
den jeweils ein Kontaktmesser 6 eines NH-Sicherungseinsatzes 7
in die Haube 3 eingesteckt werden kann. Die Abdeckung 1 dient
dem Abdecken zweier nicht gezeigter Sicherungskontakte mittels
der Hauben 3 sowie des unterhalb der Abdeckung 1 befindlichen
Bereiches einer NH-Sicherungsleiste oder eines NH-Unterteiles.
Durch die beiden Winkelschlitze 5 kann bei sonst abgedeckten
Sicherungskontakten der NH-Sicherungseinsatz 7 in die Siche
rungskontakte eingeführt werden. Der Sicherungseinsatz 7 weist
einen Isolierkörper 30 auf. Die den Isolierkörper 30 durch
setzenden Schmelzleiter sind mit den Kontaktmessern 6 verbunden
und mittels der Abdeckplatten 28 mit dem Isolierkörper 30
verschraubt.
Der konkrete Aufbau der Abdeckung 1 ist in den Fig. 1 bis 6
veranschaulicht: Der jeweilige Winkelschlitz 5 weist einen sich
parallel zur Grundplatte 2 erstreckenden Schlitzbereich 5a sowie
einen sich senkrecht zur Grundplatte 2 erstreckenden Schlitzbe
reich 5b auf. Der Winkelschlitz 5 ist im Schlitzbereich 5b
geringfügig breiter ausgebildet als die Stärke des Kontaktmes
sers 6. Hingegen läuft der Schlitz 5 im Bereich des Schlitzbe
reiches 5a in Richtung des Schlitzbereiches 5b leicht konisch
zu, wobei das verjüngte Ende des Schlitzbereiches 5b eine
geringere Breite als die Stärke des Kontaktmessers 6 aufweist.
Der verjüngte Bereich stellt sich als Wulst 8 dar, der für den
mit dem Sicherungseinsatz 7 Arbeitenden die Funktion einer
Positionierhilfe besitzt. So ist es möglich, den Sicherungsein
satz 7 mit den beiden Kontaktmessern 6 mit definierter Kraft im
Schlitzbereich 5a, konkret dessen Wulst 8, anzusetzen und dort
auszurichten, ohne daß die dahinter befindlichen Sicherungskon
takte berührt werden. Wird eine größere Schaltkraft auf den
Sicherungseinsatz aufgebracht, weiten die Kontaktmesser 6 des
Sicherungseinsatzes 7 den Winkelschlitz 5 in diesem Bereich, so
daß ein definiertes Schalten sichergestellt ist. Befestigt wird
die Abdeckung 1 mit der NH-Sicherungsleiste bzw. dem NH-Siche
rungsunterteil im Bereich der von den Hauben 3 abgedeckten
Sicherungskontakten. Hierzu ist jede Haube 3 mit zwei federnden
Vorsprüngen 9 zum Aufklippsen der Abdeckung 1 auf zwei Schenkel
des zugeordneten Sicherungskontaktes versehen. Die Grundplatte
2 weist im Bereich zwischen den beiden Hauben 3 eine groß dimen
sionierte, im wesentlichen rechteckige Öffnung 10 auf, die
mittels einer Klappe 11 verschließbar ist. Diese ist um eine
Achse parallel zur Längsachse 12 schwenkbar mit der Grundplatte
2 verbunden, wobei die Verbindung von Klappe 11 und Grundplatte
2 mittels zweier Filmscharniere 13 erfolgt. Neben jedem Film
scharnier 13 ist die Grundplatte 2 mit einem Rastvorsprung 14
versehen, der mit einer an der Klappe 11 angeordneten Nase 15 in
vollständig geöffneter Stellung der Klappe 11 zusammenwirkt,
indem die Nase 15 den Rastvorsprung 14 hintergreift (Fig. 2).
Die Klappe 11 ist auf ihrer den beiden Filmscharnieren 13
abgewandten Seite mit zwei vorspringenden Nasen 16 versehen, die
bei in Schließstellung befindlicher Klappe 11 zugeordnete
Rastvorsprünge 17 der Grundplatte 2 hintergreifen (Fig. 3). Bei
geöffneter Klappe 11 ist der Schraubbolzen zum Befestigen der
NH-Sicherungsleiste bzw. des NH-Unterteiles an der zugehörigen
Sammelschiene zugänglich. Die im Bereich der beiden Längsseiten
der Grundplatte 2 vorgesehenen, aus dieser ausbrechbaren Abdeck
lappen 18 ermöglichen bei paarweiser Anordnung der Grundplatten
2 den Zugang zu einer unterhalb der Abdeckung 1 im Bereich der
zugeordneten Abdecklappen 18 angeordneten Schiebetrennung des
Schienensystems.
Zu der in den Fig. 7 bis 10 gezeigten Variante der Abdeckung
mit kombiniertem Huckepack-Abgriff wird ergänzend auf die
Darstellung der Fig. 1 bis 6 Bezug genommen. Dort ist
bezüglich der einen Haube 3 veranschaulicht, daß diese auf ihrer
der anderen Haube 3 zugewandten Seite zwei federnde Vorsprünge
19 aufweist, zwischen denen der obere Teil des vertikalen
Schlitzbereiches 5b gebildet ist. Zwischen den freien abgeboge
nen Enden 20 der federnden Vorsprünge 19 und der Deckfläche 21
der Haube 3 verbleibt ein Spalt 22 zum Einführen eines mit einer
NH-Sicherung versehenen Stromabganges 24, wobei die NH-Sicherung
aufgrund des diese umschließenden Gehäuses 25 nur im Bereich
deren Grifflaschen 26 sichtbar ist. Mit der Bezugsziffer 27 ist
das vom Stromabgang 24 abgehende elektrische Kabel bezeichnet.
Wie der Darstellung der Fig. 7 bis 10 zu entnehmen ist, wird,
nachdem die Abdeckung 1 auf die Sicherungskontakte der NH-
Sicherungsleiste bzw. des NH-Sicherungsunterteiles aufgeklippst
ist, der NH-Sicherungseinsatz 7 in die Sicherungskontakte
eingesetzt. Dabei wird die den Vorsprüngen 19 der Haube 3
zugewandte Abdeckplatte 28 des NH-Sicherungseinsatzes 7 in Ab
hängigkeit von dessen möglicher Positionierung in den Siche
rungskontakten gegebenenfalls unmittelbar an dem die Belüftungs
schlitze 4 aufweisenden Sockel der Haube 3 positioniert. Die
beiden Vorsprünge 19 behalten damit ihre Position bei, womit
zwischen deren freien Enden 20 und der Deckfläche 21 der Haube
der fingersichere Spalt 22 geringer Breite verbleibt. Im Bereich
dieses Spaltes kann dann das Kontaktelement 23 des Stromabganges
24 angesetzt werden, wobei das Kontaktelement 23 die beidenden
federnden Vorsprünge 19 beim Einsetzen geringfügig von der
Deckfläche 21 der Haube 3 weg spreizt und damit den Spalt 22
erweitert. Durch diesen verbreiterten Spalt 22 wird das Kontakt
element 23 des Stromabganges 24 zwecks Huckepack-Abgriff
vollständig in die Haube 3 eingeschoben und damit auf das
zugeordnete Kontaktmesser 6 des NH-Sicherungseinsatzes 7
aufgesteckt, wobei die freien abgebogenen Enden 20 der federnden
Vorsprünge 19 rastierend in Ausnehmungen 33 des Kontaktelementes
23 eingreifen.
Claims (18)
1. Abdeckung (1) aus isolierendem Material für Sicherungskon
takte an NH-Sicherungsleisten oder -unterteilen, wobei die
Abdeckung (1) zwei haubenförmige Abdeckelemente (3) für die
Sicherungskontakte und eine zwischen den Abdeckhauben (3)
angeordnete Grundplatte (2) aufweist, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Grundplatte (2) mit einer verschließbaren
Öffnung (10) versehen ist.
2. Abdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Grundplatte (2) eine Klappe (11) zum Verschließen der
Öffnung (10) zugeordnet ist.
3. Abdeckung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Klappe (11) mit der Grundplatte (2) verbunden ist, ins
besondere mittels mindestens eines Filmscharnieres (13).
4. Abdeckung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß Rastmittel (16, 17) zum Verrasten von Klappe (11) und
Grundplatte (2) bei verschlossener Öffnung (10) der
Grundplatte (2) vorgesehen sind.
5. Abdeckung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Klappe (11) auf ihrer der Klappenlagerung abgewandten Seite
mit der Grundplatte (2) rastierbar ist.
6. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß Rastmittel (14, 15) zum Verrasten von
Klappe (11) und Grundplatte (2) in Offenstellung der Klappe
(11) vorgesehen sind.
7. Abdeckung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Klappe (11) im Bereich der Klappenlagerung mit der Grundpl
atte (2) oder mit mindestens einem mit der Grundplatte (2)
verbundenen Ansatz (14) rastierbar ist.
8. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abdeckung (1) einteilig ausgebildet
ist.
9. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die jeweilige Haube (3) käfigartig
ausgebildet ist und zumindest in ihrem der Grundplatte (2)
zugewandten Bereich mit Belüftungsschlitzen (4) versehen
ist.
10. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die jeweilige Haube (3) auf ihrer der
anderen Haube (3) zugewandten Seite und ihrer der Grund
platte (2) abgewandten Seite mit einem Winkelschlitz (5)
zum Einführen des Kontaktmessers (6) eines in die Siche
rungsleiste bzw. -unterteil einzusetzenden Sicherungsein
satzes (7) versehen ist, wobei der Winkelschlitz (5) in
seinem der Grundplatte (2) abgewandten Schlitzbereich (5a)
eine geringere Breite aufweist, als die Stärke des Kon
taktmessers (6) und die Haube (3) in diesem Bereich
elastisch ist.
11. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß sie mit den Sicherungskontakten
verbindbar ist, insbesondere auf diese aufklippsbar ist.
12. Abdeckung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß in
die jeweilige Haube (3) federnde Vorsprünge (9) integriert
sind, zum Aufklippsen der Abdeckung auf den dieser zugeord
neten Sicherungskontakt.
13. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens eine der Hauben (3) eine
Öffnung (22) zum Einstecken eines Kontaktelementes (23)
eines separaten Stromabganges (24) aufweist, wobei das
Kontaktelement (23) des separaten Stromabganges (24) auf
ein Kontaktmesser (6) eines in die Sicherungskontakte
eingesteckten NH-Sicherungseinsatzes (7) aufsteckbar ist.
14. Abdeckung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß in
die Haube (3) ein Abdeckelement (19) für das in die Haube
(3) steckbare Kontaktelement (23) des separaten Strom
abganges (24) integriert ist.
15. Abdeckung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest in eine Haube (3) auf ihrer der anderen Haube
(3) zugewandten Seite mindestens zwei federnde Vorsprünge
(19) integriert sind, wobei zwischen dem freien Ende (20)
der federnden Vorsprünge (19) und der Deckfläche (21) der
Haube (3) ein Spalt (22) zum Einführen des Kontaktelementes
(23) des Stromabganges (24) gebildet ist.
16. Abdeckung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens ein federnder Vorsprung (19) im Bereich seines
freien Endes (20), bei eingestecktem separatem Stromabgang
(24) mit dessen Kontaktelement (23) rastiert.
17. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß die Grundplatte (2) beidseitig zwischen
den beiden Hauben (3) mit entfernbaren Abdecklappen (18)
versehen ist.
18. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß sie aus Kunststoff besteht, und
insbesondere als Kunststoffspritzgußteil ausgebildet ist.
Priority Applications (4)
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| DE19729885A DE19729885A1 (de) | 1997-07-11 | 1997-07-11 | Abdeckung für Sicherungskontakte an NH-Sicherungsleisten oder -unterteilen |
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