DE19729884A1 - Trinkbehälter - Google Patents
TrinkbehälterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Trinkbehälter gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Üblicherweise werden für Säuglinge geeignete Getränke,
wie beispielsweise Fruchtsaft oder Flüssignahrung in rela
tiv großvolumigen Vorratsbehältern aufbewahrt und dann in
kleinere Saugerflaschen umgefüllt. Diese Saugerflaschen ha
ben im Ausgießbereich einen Befestigungsflansch, auf dem
ein Sauger befestigbar ist. Dabei ist ein Sauger häufig
mehreren Behältnissen zugeordnet, so daß dieser des öfteren
gewechselt werden muß. Falls der Sauger auf einem Behältnis
verbleibt, so muß dieser nach dem Entleeren der Flasche
stets gereinigt werden, um den üblichen hygienischen Anfor
derungen zu entsprechen. Desweiteren müssen in diesem Fall
Vorkehrungen getroffen werden, daß der auf der Flasche an
geordnete Sauger abgedeckt wird, so daß eine Verschmutzung
des Saugermundstücks durch Transport der Flasche vermieden
wird.
Darüber hinaus sind auch Trinkbehälter bekannt, bei de
nen in der Umfangswandung eine versiegelte Durchstoßöffnung
angeordnet ist, die zum Öffnen des Trinkbehälters durch ei
nen Strohhalm oder durch einen extra hinzugefügten Ausguß
geöffnet werden kann. Problematisch bei dieser Variante
ist, daß der Strohhalm oder der Ausguß etc. der Verpackung
üblicherweise durch Aufkleben beigegeben werden und beim
Transport vom Großhandel, Hersteller zum Einzelhandel bzw.
Verkäufer verlorengehen kann. Auch bei dieser Variante be
steht die Gefahr einer Verschmutzung, da die Mittel zum
Durchstoß der Ausgußöffnung am Außenumfang des Trinkbehäl
ters angeordnet sind und somit leicht verschmutzen können.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen Trinkbehälter zu schaffen, der einfach handhabbar ist
und den hygienischen Anforderungen entspricht.
Diese Aufgabe wird durch einen Trinkbehälter mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Durch die Maßnahme, ein Saugelement an dem Hohlkörper
zu befestigen und dieses mit einer Versiegelung derart ab
zudecken, daß ein Saugermundstück erst nach Abnahme der
Versiegelung zugänglich ist, wird eine Verschmutzung des
Saugermundstücks bei einem versiegelten Trinkbehälter aus
geschlossen. Die aufgebrachte Versiegelung ist praktisch
eine Qualitäts- oder Frischegarantie, mit der dem Verbrau
cher signalisiert ist, daß es sich hier um eine original
verpackte, ungeöffnete Einheit handelt.
Diese Lösung eignet sich besonders gut für Einwegbehäl
ter, bei denen das Saugelement unlösbar mit dem Trinkbehäl
ter verbunden ist.
Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung des
Trinkbehälters wird das Saugelement als Sauger ausgebildet,
der aus einer Absenkstellung innerhalb des Hohlkörpers in
eine vorstehende Trinkstellung bringbar ist. Dabei über
deckt die Versiegelung den Eintauchbereich des Hohlkörpers,
so daß die Versiegelung in der Absenkstellung des Saugele
ments bündig auf der Umfangsfläche des Trinkbehälters auf
liegt.
Mit der Weiterbildung gemäß Patentanspruch 3 läßt sich
das Absenken und Herausbewegen des Saugers mit minimalem
Materialaufwand realisieren.
Einen besonders einfach stapelbaren Trinkbehälter er
hält man, wenn dieser quaderförmig ausgeführt ist und der
Sauger etwa mittig auf einer Seitenfläche des Quaders ange
ordnet ist.
Der Hohlkörper wird vorzugsweise aus Kunststoff
und/oder beschichtetem Papier, Karton hergestellt.
Sonstige Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der weiteren Unteransprüche.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird
im folgenden anhand schematischer Zeichnungen näher erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemä
ßen Trinkbehälters in einer ungeöffneten Stellung;
Fig. 2 den Trinkbehälter aus Fig. 1 mit einer teilweise
abgelösten Versiegelungsfolie;
Fig. 3 den Trinkbehälter aus Fig. 1 mit einem teilweise
herausbewegten Sauger; und
Fig. 4 den Trinkbehälter in einer Trinkstellung.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungs
gemäßen Trinkbehälters 1, der in einer quaderförmigen
Struktur ausgebildet ist. Gemäß Fig. 4, die den Trinkbehäl
ter in der Trinkstellung zeigt, hat dieser einen Hohlkörper
2, der mit einem Flaschensauger 4 verbunden ist. Dieser ist
in Fig. 1 mit gestrichelten Linien dargestellt, da dieser
im ungeöffneten Zustand des Trinkbehälters von außen her
nicht sichtbar ist.
Der Hohlkörper 2 kann durch Blasformen aus Thermoplast
oder durch geeignete Faltung/Verklebung aus einem kunst
stoffbeschichteten Papier, Karton hergestellt werden.
Letztgenannte Variante ist beispielsweise unter dem Han
delsnamen TetraPac® bekannt. Derartige gefaltete Behält
nisse werden auf einem Mantelbogen hergestellt, der aus
einem Mehrschichtmaterial mit beispielsweise einer Papier-
/Kartonschicht und einer Innen- und/oder Außenbeschichtung
besteht, die eine Flüssigkeits- und Dampfsperre bildet. Die
Außenwandung ist in der Regel mit Werbeaufdrucken versehen.
Der elastische Flaschensauger 4 hat einen radial ver
breiterten Befestigungsflansch 6, der in Fig. 4 als umlau
fende Ellipse dargestellt ist. Dieser Befestigungsflansch 6
taucht in eine mittige Ausnehmung auf einer Seitenfläche 10
des Hohlkörpers 2 ein, so daß ein Flanschabschnitt mit dem
Umfangsrand der Seitenwandung 8 überlappt. Entlang dieses
überlappenden Abschnitts erfolgt eine unlösbare Verbindung
des Flaschensaugers mit dem Hohlkörper, die beispielsweise
durch Kleben, Schweißen oder auf sonstige geeignete Weise
erfolgt.
Der Flaschensauger 4 hat einen sich an den Befestigungs
flansch 6 anschließenden Verformungsabschnitt 12, der mit
einer derartigen Wandstärke ausgeführt ist, daß der Sauger
4 aus der in Fig. 4 gezeigten Trinkstellung in die in Fig.
1 gestrichelt angedeutete Absenkstellung bringbar ist. In
dieser Absenkstellung erstreckt sich ein Mundstück 14 des
Saugers 4 in den Hohlkörper 2 hinein, während sich das
Mundstück 14 in der in Fig. 4 dargestellten Trinkstellung
um 180° versetzt aus dem Hohlkörper 2 heraus erstreckt.
Der Sauger 4 kann beispielsweise aus Kautschuk oder ei
nem geeigneten Thermoplast oder aus Silikon hergestellt
sein. Zu erwähnen ist noch, daß der Befestigungsflansch 12
an der Innenwandung der Seitenfläche 10 angeordnet ist, so
daß sich bei eintauchendem Sauger 4 eine ebene Außenwandung
der Seitenfläche 10 ergibt.
Bei abgesenktem Sauger 4 ist die Öffnung 8 mittels ei
ner Abziehfolie 16 überklebt, die den direkten Zugriff zu
dem Sauger 4 verhindert. Diese Abziehfolie 16 ist derart
ausgestattet, daß der Sauger weder durch Flüssigkeiten noch
durch Gas verschmutzt werden kann.
Zum Abziehen der Abziehfolie 16 ist beispielsweise ein
Randbereich nicht mit Kleber versehen, so daß dieser in der
in Fig. 2 dargestellten Weise nach oben abgezogen werden
kann. Bei dem in Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbei
spiel ist der Verformungsabschnitt 12 so ausgestattet, daß
dieser eine Rückstellkraft aufbringt, die den Sauger selb
ständig aus der in Fig. 1 dargestellten Eintauchposition in
die Trinkposition (Fig. 4) vorspannt. Bei angebrachter Ab
ziehfolie 16 (Fig. 1) ist die Haltekraft dieser Folie je
doch so groß, daß die Rückstellkraft des Verformungsab
schnittes 12 überlagert wird und der Sauger 4 in seiner
Eintauchstellung verbleibt.
Sobald die Folie 16 den Hauptteil des Saugers 4 in der
in Fig. 3 angedeuteten Weise nicht mehr überstreckt, ist
die vom Verformungsabschnitt 12 aufgebrachte Rückstellkraft
größer als die Rückhaltekraft der Abziehfolie 16, so daß
der Sauger 4 aus der Eintauchstellung in die Trinkstellung
gebracht wird. Nach vollständigem Abziehen der Abziehfolie
16 ist das Mundstück 14 durch die Rückstellkraft des Ver
formungsabschnitts 12 vollständig aus dem Hohlkörper 2 her
ausbewegt, so daß nunmehr ein Trinkbehälter für Säuglinge
zur Verfügung steht, bei dem einerseits die Außenkonturen
des Hohlkörpers 2 in bestmöglicher Weise an die Hände eines
Säuglings angepaßt werden können und andererseits der
Trinkbehälter durch einen hygienisch unbedenklichen Sauger
verschlossen ist.
Bei dieser Ausführungsform muß der Verbraucher somit
keine zusätzlichen Mittel, wie beispielsweise von Hand be
festigende Sauger, Ausgußeinrichtungen etc. mit sich ge
führt werden, da der Sauger 4 bei der erfindungsgemäßen Va
riante bereits einstückig mit dem Hohlkörper 2 ausgebildet
ist. Nach Leeren des Trinkbehälters 1 wird dieser einem Re
cyclingverfahren zugeführt, wobei der Sauger 4 auf einfache
Weise vom Hohlkörpermaterial abgetrennt werden kann.
Selbstverständlich ist der Trinkbehälter 1 nicht auf
die gezeigte quaderförmige Form beschränkt, sondern es kön
nen auch andere, für Säuglinge geeignetere Geometrien ge
wählt werden. Vorstellbar wäre, daß der Behälter in Form
einer Greifflasche mit zwei Greifabschnitten, als Zylinder
oder in ähnlicher Weise ausgeführt wird.
Offenbart ist ein Trinkbehälter, bei dem ein Saugele
ment durch eine Versiegelung abgedeckt ist und erst nach
Abziehen der Versiegelung zur Flüssigkeitsentnahme zugäng
lich ist.
Claims (8)
1. Trinkbehälter mit einem Hohlkörper (2) zur Aufnahme von
Flüssigkeit und einem Zugriffsteil (4), über das die
Flüssigkeit aus dem Hohlkörper (2) entnehmbar ist, da
durch gekennzeichnet, daß das Zugriffsteil ein mit dem
Hohlkörper (2) verbundenes Saugelement (4) ist, das
nach Abnehmen einer abdeckenden Versiegelung (16) zu
gänglich ist.
2. Trinkbehälter nach Patentanspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Saugelement ein Sauger (4) ist, der
aus einer Absenkstellung innerhalb des Hohlkörpers (2)
in eine vorstehende Trinkstellung bringbar ist.
3. Trinkbehälter nach Patentanspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Sauger (4) einen Befestigungsflansch
(6) und einen sich daran anschließenden elastischen
Verformungsabschnitt (12) hat, an dem ein Sauger-Mund
stück (14) befestigt ist.
4. Trinkbehälter nach Patentanspruch 2 oder 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Sauger (4) unlösbar mit dem Be
hälter (2) verbunden ist.
5. Trinkbehälter nach einem der vorhergehenden Patentan
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er als Einwegbe
hälter ausgeführt ist.
6. Trinkbehälter nach einem der vorhergehenden Patentan
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Versiegelung
eine Abziehfolie (16) ist, die bündig auf der Außenwan
dung des Hohlkörpers (2) aufgebracht ist.
7. Trinkbehälter nach einem der Patentansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper (2) quader
förmig ausgebildet ist und der Sauger (4) mittig auf
einer Seitenfläche (10) angeordnet ist.
8. Trinkbehälter nach einem der vorhergehenden Patentan
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper (2)
aus Kunststoff und/oder beschichteter Pappe/Karton her
gestellt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997129884 DE19729884A1 (de) | 1997-07-11 | 1997-07-11 | Trinkbehälter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997129884 DE19729884A1 (de) | 1997-07-11 | 1997-07-11 | Trinkbehälter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19729884A1 true DE19729884A1 (de) | 1999-01-14 |
Family
ID=7835481
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997129884 Withdrawn DE19729884A1 (de) | 1997-07-11 | 1997-07-11 | Trinkbehälter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19729884A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2379921A (en) * | 2001-09-20 | 2003-03-26 | Mary-Ann Rose Donarte | Disposable container for fluids, especially infant milk formula |
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-
1997
- 1997-07-11 DE DE1997129884 patent/DE19729884A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |