DE19729712C1 - Vorrichtung zur Aufnahme einer Sonde in einem thermisch hoch beanspruchten Apparat - Google Patents
Vorrichtung zur Aufnahme einer Sonde in einem thermisch hoch beanspruchten ApparatInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme einer
Sonde in einem thermisch hoch beanspruchten Apparat, der
einen Gasraum mit feststoffbeladenen Gaswirbeln aufweist, -
mit
einem die Sonde enthaltenden sowie zum Gasraum des Ap parates offenen Schutzrohr und
einem von Kühlmedium durchströmten Kühlmantel an der Außenseite des Schutzrohres,
wobei das Schutzrohr von einem feststofffreien Fluid durch strömt ist, welches als Freistrahl in den Gasraum des Appa rates eintritt. Bei der Vorrichtung kann es sich beispiels weise um eine Flammüberwachungseinrichtung für eine Kohle feuerungsanlage handeln, die an der Apparatewand neben ei nem Kohlebrenner angeordnet ist. Andere Anwendungen sollen jedoch nicht ausgeschlossen sein.
einem die Sonde enthaltenden sowie zum Gasraum des Ap parates offenen Schutzrohr und
einem von Kühlmedium durchströmten Kühlmantel an der Außenseite des Schutzrohres,
wobei das Schutzrohr von einem feststofffreien Fluid durch strömt ist, welches als Freistrahl in den Gasraum des Appa rates eintritt. Bei der Vorrichtung kann es sich beispiels weise um eine Flammüberwachungseinrichtung für eine Kohle feuerungsanlage handeln, die an der Apparatewand neben ei nem Kohlebrenner angeordnet ist. Andere Anwendungen sollen jedoch nicht ausgeschlossen sein.
Sonden, die zu Meß- oder Überwachungszwecken in thermisch
hoch beanspruchten Apparaten eingesetzt werden, bedürfen
regelmäßig einer Kühlung. Sie werden daher in eine Vorrich
tung eingesetzt, die einen von Kühlmedium durchströmten
Kühlmantel aufweist. Bei Anwesenheit von schmelzflüssigen
Partikeln im Gasraum des Apparates neigt die Vorrichtung
zur Verkrustung, weil schmelzflüssige Partikel auf den ge
kühlten Flächen erstarren. Es hat nicht an Versuchen ge
fehlt, um die einer Sonde zugeordnete Meßöffnung der Vor
richtung von Verkrustungen frei zu halten, indem die Sonde
mittels kalter Inertgase um- oder angeströmt wird (vgl.
Gaswärme International 45 (1996), Heft 4/5, Seiten 178 bis
188, insbesondere Fig. 3). An den Ausströmstellen der kal
ten Inertgase bilden sich jedoch Verkrustungen, die die
Strömungsgeometrie so verändern, daß die Um- oder Anströ
mung der Sonde schon nach kurzer Zeit nicht mehr korrekt
erfolgen kann.
Maßnahmen zur Vermeidung von Ablagerungen oder Verkrustun
gen sind beispielsweise aus DE 37 36 417 C2 und aus
GB 22 28 070 A bekannt. Aus DE 37 36 417 C2 ist eine kombi
nierte Zünd- und Überwachungseinrichtung für Brenner be
kannt, wobei innerhalb eines Hüllrohres ein Tubus angeord
net ist, an dessen oberen Ende sich ein Laser für eine La
serzündung befindet. Am unteren Ende des Tubus ist eine
Sammellinse angeordnet. Ein zwischen Tubus und Hüllrohr be
findlicher Zwischenraum wird mit Spülgas beaufschlagt. Das
reaktionsraumseitige Ende des Hüllrohres ist als Düse mit
einer Mündung so gestaltet, daß eine Verschmutzung der am
unteren Ende des Tubus angeordneten Sammellinse ausge
schlossen ist. - Aus GB 22 28 070 A ist ein Ofen für die
Verbrennung von pulversisierter Kohle bekannt. An der Rück
seite des Ofens sind Luftdüsen angeordnet, so daß vor der
Rückwand ein Luftvorhang aufbaubar ist, der die Rückwand
unter anderem vor Ascheablagerungen schützt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs beschriebenen Art so weiter auszubilden, daß
sie ohne Gefahr einer Verkrustung durch Ablagerung schmelz
flüssiger Partikel im Meßbereich der Sonde über einen lan
gen Zeitraum betriebssicher arbeitet.
Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß das
Schutzrohr aus einem Kernrohr sowie einem konzentrisch zu
diesem angeordneten Mantelrohr besteht und daß der Kühlman
tel an der Stirnseite des Schutzrohres vorsteht sowie einen
zum Gasraum trichterförmig sich erweiternden Mündungsbe
reich begrenzt, wobei das Kernrohr die Sonde enthält und
drallfrei von dem Fluid durchströmbar ist und wobei aus dem
Strömungsringraum zwischen dem Kernrohr und dem Mantelrohr
eine Drallströmung des Fluids austritt, die sich entlang
der sich trichterförmig erweiternden Stirnflläche des Mün
dungsbereiches ausbreitet und die einen Kontakt klebefähi
ger Feststoffpartikel aus dem Gasraum des Apparates mit dem
Kühlmantel im Mündungsbereich verhindert. Als Fluid sind
feststofffreie Inertgase, z. B. Stickstoff, oder Dampf ein
setzbar. Der aus dem Strömungsringraum austretende ver
drallte Gas- oder Dampfstrom bewegt sich mit hoher Strö
mungsenergie entlang der sich trichterförmig erweiternden
Stirnfläche der Vorrichtung und verhindert einen
Kontakt von klebefähigen Partikeln aus dem Gasraum mit dem
gekühlten Mündungsbereich der Vorrichtung. Strömungsberech
nungen zeigen, daß keine störenden Gaswirbel aus dem Gas
raum des Apparates die Stirnfläche der Vorrichtung errei
chen. Bei ausreichender kinetischer Energie des Fluids ist
gewährleistet, daß in Gaswirbeln mitgeführte Feststoffpar
tikel den wandnahen Gasfilm des Fluids nicht durchdringen
können.
Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung erstreckt
sich der trichterförmige Mündungsbereich bis zum Außenum
fang des Kühlmantels, wobei der Übergang zwischen dem Mün
dungsbereich und der umfangsseitigen Begrenzung des Kühl
mantels zweckmäßig als scharfkantiger Rand ausgebildet ist.
Der scharfkantige Rand trägt dazu bei, daß von dem randsei
tigen Umfang ausgehend keine Ablagerungen in den Mündungs
bereich hineinwachsen können. Über einen langen Betriebs
zeitraum bleibt eine staupunktfreie Strömung des Fluids im
Mündungsbereich der Vorrichtung sichergestellt.
In weiterer Ausgestaltung lehrt die Erfindung, daß der
Kühlmantel einen von dem Schutzrohr und einem konzentri
schen Außenrohr begrenzten Ringraum aufweist und in dem
Ringraum ein Leitrohr angeordnet ist, welches das Kühlmedi
um an den Wänden des Kühlmantels entlang führt.
Zur Drallerzeugung kann in den Strömungsringraum zwischen
dem Kernrohr und dem Mantelrohr ein Dralleinsatz, vorzugs
weise in Form eines eingängigen Impellers eingebaut sein.
Die Drallerzeugung kann aber auch durch eine geeignete
Strömungszuführung zum Strömungsringraum erfolgen. Der
Strömungsringraum weist bei dieser Ausführung mindestens
eine tangential anschließende Fluidzuführung auf, welche
das Fluid in Drallrichtung in den Strömungsringraum leitet.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlich er
läutert. Es zeigen schematisch
Fig. 1 zunächst den Längsschnitt durch eine nach dem
Stand der Technik ausgebildete Vorrichtung,
Fig. 2 die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Vorrich
tung, ebenfalls im Längsschnitt, und
Fig. 3 die durch Geschwindigkeitsvektoren deutlich ge
machte Gasströmung im Mündungsbereich der in Fig.
2 dargestellten Vorrichtung.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellten Vorrichtungen dienen
der Aufnahme einer Sonde 1 in einem thermisch hoch bean
spruchten Apparat, der einen Gasraum 2 mit feststoffbelade
nen Gaswirbeln aufweist. Bei der Sonde 1 mag es sich um ei
nen Flammenwächter für eine Kohlefeuerungsanlage handeln.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellten Vorrichtungen weisen
ein zum Gasraum 2 des Apparates offenes Schutzrohr 3 sowie
einen von Kühlmedium durchströmten Kühlmantel 4 an der Au
ßenseite des Schutzrohres 3 auf. Die Sonde 1 ist in das
Schutzrohr 3 eingesetzt, welches von einem feststofffreien
Fluid, z. B. Stickstoff oder Dampf, durchströmt ist. Das
Fluid tritt als Freistrahl in den Gasraum 2 des Apparates
ein. Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführung der Vor
richtung verursachen heiße, feststoffbeladene Gaswirbel 5
aus dem Gasraum 2 des Apparates Anbackungen 6 an der Stirn
fläche der Vorrichtung, die in Richtung auf die Meßöffnung
der Vorrichtung wachsen. Dabei bilden sich rüsselförmige
Anwachsungen, die in den Signaleinfallsbereich der Sonde 1
hineinragen und bei entsprechendem Wachstum schließlich den
Signaleinfall gänzlich verhindern.
Bei der in Fig. 2 dargestellten erfindungsgemäßen Ausbil
dung der Vorrichtung besteht das Schutzrohr 3 aus einem
Kernrohr 7 sowie einem konzentrisch zu diesem angeordneten
Mantelrohr 8. Die Sonde 1 ist innerhalb des Kernrohres 7
angeordnet. Der Strömungsringraum 9 zwischen dem Kernrohr 7
und dem Mantelrohr 8 weist einen Dralleinsatz 10, z. B. in
Form eines eingängigen Impellers, auf. An der Stirnseite
des Schutzrohres 3 steht der Kühlmantel 4 vor, wobei der
vorstehende Abschnitt mit einem zum Gasraum 2 trichterför
mig sich erweiternden Mündungsbereich 11 ausgebildet ist.
Das Kernrohr 7 wird von einem Fluid, z. B. einem Stick
stoffstrom oder Dampfstrom, axial und drallfrei durch
strömt. Auch der Strömungsringraum 9 wird mit Fluid beauf
schlagt. Das Fluid tritt hier als Drallströmung aus, die
sich als wandnahe Strömung entlang des trichterförmigen
Mündungsbereiches 11 ausbreitet und einen Kontakt klebefä
higer Feststoffpartikel aus dem Gasraum 2 des Apparates mit
dem Kühlmantel 4 im Mündungsbereich 11 verhindert. Der Fig.
3 entnimmt man, daß die aus dem Strömungsringraum 9 austre
tende Drallströmung an der Kühlmanteloberfläche im Mün
dungsbereich 11 einen schützenden Gasfilm bildet und keine
störenden Gaswirbel aus dem Gasraum 2 des Apparates die
Stirnfläche der Vorrichtung erreichen. Rückwirbel halten
einen ausreichenden Abstand von der Oberfläche der Vorrich
tung ein. Schmelzflüssige Partikel können den schützenden
Gasfilm nicht durchdringen, da die aus dem Fluid gebildete.
Drallströmung eine wesentlich höhere Energie besitzt als
die feststoffbeladenen Gaswirbel im Gasraum 2.
Der Fig. 2 entnimmt man auch, daß der trichterförmige Mün
dungsbereich 11 sich bis zum Außenumfang des Kühlmantels 4
erstreckt, wobei der Übergang zwischen dem Mündungsbereich
11 und der umfangsseitigen Begrenzung des Kühlmantels 4 als
scharfkantiger Rand 12 ausgebildet ist. Der Kühlmantel 4
weist einen von dem Schutzrohr 3 und einem konzentrischen
Außenrohr 13 begrenzten Ringraum auf. In dem Ringraum ist
ein Leitrohr 14 angeordnet, welches das Kühlmedium an den
Wänden des Kühlmantels 4 entlang führt. Anbackungen 6 von
klebefähigen Partikeln aus dem Gasraum 2 des Apparates
bleiben auf den Bereich des Außenrohres 13 beschränkt.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Aufnahme einer Sonde in einem thermisch
hoch beanspruchten Apparat, der einen Gasraum mit fest
stoffbeladenen Gaswirbeln aufweist, - mit
einem die Sonde (1) enthaltenden sowie zum Gasraum (2) des Apparates offenen Schutzrohr (3) und
einem von Kühlmedium durchströmten Kühlmantel (4) an der Außenseite des Schutzrohres (3),
wobei das Schutzrohr (3) von einem Fluid durchströmt ist, welches als Freistrahl in den Gasraum (2) des Apparates eintritt, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schutzrohr (3) aus einem Kernrohr (7) sowie einem konzentrisch zu diesem angeordneten Mantelrohr (8) besteht und
daß der Kühlmantel (4) an der Stirnseite des Schutz rohres (3) vorsteht sowie einen zum Gasraum (2) trich terförmig sich erweiternden Mündungsbereich (11) be grenzt,
wobei das Kernrohr (7) die Sonde (1) enthält und drallfrei von dem Fluid durchströmbar ist und wobei aus dem Strö mungsringraum (9) zwischen dem Kernrohr (7) und dem Mante rohr (8) eine Drallströmung des Fluids austritt, die sich entlang der sich trichterförmig erweiternden Stirnfläche des Mündungsbereiches (11) ausbreitet und die einen Kontakt klebefähiger Feststoffpartikel aus dem Gasraum (2) des Ap parates mit dem Kühlmantel (4) im Mündungsbereich (11) ver hindert.
einem die Sonde (1) enthaltenden sowie zum Gasraum (2) des Apparates offenen Schutzrohr (3) und
einem von Kühlmedium durchströmten Kühlmantel (4) an der Außenseite des Schutzrohres (3),
wobei das Schutzrohr (3) von einem Fluid durchströmt ist, welches als Freistrahl in den Gasraum (2) des Apparates eintritt, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schutzrohr (3) aus einem Kernrohr (7) sowie einem konzentrisch zu diesem angeordneten Mantelrohr (8) besteht und
daß der Kühlmantel (4) an der Stirnseite des Schutz rohres (3) vorsteht sowie einen zum Gasraum (2) trich terförmig sich erweiternden Mündungsbereich (11) be grenzt,
wobei das Kernrohr (7) die Sonde (1) enthält und drallfrei von dem Fluid durchströmbar ist und wobei aus dem Strö mungsringraum (9) zwischen dem Kernrohr (7) und dem Mante rohr (8) eine Drallströmung des Fluids austritt, die sich entlang der sich trichterförmig erweiternden Stirnfläche des Mündungsbereiches (11) ausbreitet und die einen Kontakt klebefähiger Feststoffpartikel aus dem Gasraum (2) des Ap parates mit dem Kühlmantel (4) im Mündungsbereich (11) ver hindert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der trichterförmige Mündungsbereich (11) sich bis zum
Außenumfang des Kühlmantels (4) erstreckt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Übergang zwischen dem Mündungsbereich (11) und der
umfangsseitigen Begrenzung des Kühlmantels (4) als scharf
kantiger Rand (12) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kühlmantel (4) einen von dem
Schutzrohr (3) und einem konzentrischen Außenrohr (23) be
grenzten Ringraum aufweist und in dem Ringraum ein Leitrohr
(14) angeordnet ist, welches das Kühlmedium an den Wänden
des Kühlmantels (4) entlang führt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Strömungsringraum (9) zwischen dem
Kernrohr (7) und dem Mantelrohr (8) einen Dralleinsatz (10)
aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dralleinsatz (10) aus einem vorzugsweise eingängi
gen Impeller besteht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Strömungsringraum (9) mindestens
eine tangential anschließende Fluidzuführung aufweist, wel
che das Fluid in Drallrichtung in den Strömungsringraum (7)
leitet.
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