DE19728931A1 - Fliehkraft-Gleitschleifmaschine - Google Patents
Fliehkraft-GleitschleifmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fliehkraft-Gleitschleifma
schine mit einem die Gleitschleifkörper und Werkstücke
aufnehmenden Behälter von etwa kreisförmigem Grundriß
mit feststehender Seitenwand und mit im Bodenbereich
rotierendem Teller zur Erzielung einer wendelförmigen
Umwälzbewegung des sich oberhalb des Tellers befindli
chen Behälterinhalts, wobei im Anlagebereich zwischen
Tellerrand und Behälterwandung ein flüssigkeitsgespül
ter Spalt vorgesehen ist.
Derartige Fliehkraft-Gleitschleifmaschinen bestehen im
wesentlichen aus einem senkrecht aufgestellten, oben
offenen Behälter, dessen Boden den rotierenden Teller
ausbildet. In diesen Behälter werden die in Form von
Chips oder dergleichen gestalteten Gleitschleifkörper
und die zu bearbeitenden Werkstücke gegeben. Sobald
der Rotationsteller in Drehung versetzt wird, entsteht
eine toroide Bewegung der Gleitschleifkörper und Werk
stücke, die darauf aufgrund ihres Gewichtes das Bestre
ben haben, zum Behälterrand auszuweichen. Durch nach
stromendes Material bildet sich eine Bewegung entlang
der Behälterwand zur Mitte und wieder zum Rotationstel
ler, so daß zur toroiden Bewegung der Gesamtmasse noch
eine weitere langsamere Relativbewegung hinzukommt.
Die Schwachstelle bei solchen Fliehkraft-Gleitschleifma
schinen bildet insbesondere der Anlagebereich zwischen
Tellerrand und Behälterwandung. Hier entsteht eine
vergrößerte Reibung, welche zu einer unerwünschten
Spaltweiten-Vergrößerung führt, wobei dieses noch unter
stützt ist durch den in den Spalt eintretenden Abrieb
des Behälterinhalts. Um den Spalt freizuhalten und
auch zur Kühlung ist es aus der US 4 096 666 bekannt,
Kühlflüssigkeit durch eine Anzahl von Löchern in den
Spalt zu leiten und über randseitige Ablauföffnungen
abzuführen.
Dem Gegenstand der Erfindung liegt die Aufgabe zugrun
de, eine Fliehkraft-Gleitschleifmaschine der in Rede
stehenden Art bei einfachem Aufbau hinsichtlich der
Spaltfreiräumung effektiver zu gestalten.
Diese Aufgabe ist zunächst und im wesentlichen bei
einer Fliehkraft Gleitschleifmaschine mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst, wobei darauf abgestellt ist,
eine wänderbare Spaltweite und ein zumindest im Spaltbe
reich den Tellerrand stützendes dynamisches Fluid-Pol
ster vorzusehen.
Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildung
gen der erfindungsgemäßen Lösung.
Zufolge derartiger Ausgestaltung ist eine gattungs
geinäße Fliehkraft-Gleitschleifmaschine geschaffen, die
sich insbesondere durch eine effektivere Spaltfreiräu
mung auszeichnet. Im Gegensatz zu punktuell auf den
Spalt gerichtete Flüssigkeitsöffnungen wird nun der
Teller zumindest im Spaltbereich durch ein dynamisches
Fluid-Polster gestützt, welches neben dieser seiner
Stützfunktion noch die Aufgabe einer änderbaren Spalt
weite übernimmt. Einhergehend mit dem Entstehen dieses
dynamischen Fluid-Polsters ändert sich die Spaltweite,
so daß ringsum ein gleichmäßiger Eintritt von Fluid
gegeben ist, was zu einer optimalen Spaltfreiräumung
sowie einem Kühleffekt führt. Durch Abnehmen des dyna
mischen Fluid-Polsters kann dann die Spaltweite auf den
Wert von praktisch Null zurückgeführt werden. Dieses
bringt insbesondere Vorteile beim Entleeren des bspw.
um eine horizontale Achse schwenkbaren Bearbeitungsbe
hälters. Wird das dynamische Fluid-Polster durch Flüs
sigkeitszufuhr aufgebaut, führt dies zu einer Öffnung
des Spaltes verbunden mit dem danach einsetzbaren Rota
tionsantrieb des Tellers, so daß die Reibwerte im Spalt
bereich minimiert sind. Diese Änderung der Spaltweite
ist dabei zufolge einer Druckvariation des Fluid-Pol
sters einstellbar. Der Teller selbst kann so beschaf
fen sein, daß er zumindest in seinem Randbereich flexi
bel gestaltet ist. Durch den Druck des Fluid-Polsters
findet dann die Verformung im flexiblen Randbereich
statt unter Bildung des Spaltes zum Durchtritt des
Fluids. Alternativ ist es möglich, den Teller in Form
einer einfachen, flachen, biegbaren Folienstruktur zu
bilden, welcher Teller sich unter Zwischenschaltung
dieses Fluid-Polsters praktisch gestützt oberhalb des
Behälterbodens dreht. Auch kann der Teller mit axialem
Bewegungsspiel gelagert sein. Es kann dadurch eine
steife Ausgestaltung des Tellers zum Einsatz kommen.
Der Spalt bildet sich durch Aufbauen des Fluid-Polsters
verbunden mit einer Axialverlagerung des Tellers, wobei
dessen Tellerrand unter Belassung des Spaltes sich von
der zugekehrten Behälterwandung entfernt. Eine optima
le Stützfunktion erhält der Teller dadurch, wenn sich
das Fluid-Polster bis zur Antriebswelle erstreckt.
Weiterhin ist hervorzuheben, daß der Tellerrand man
schettendichtungsartig oder ventilartig in drucklosem
Zustand an einem geneigt verlaufenden Behälterwandungs-
Abschnitt anliegt. Demzufolge arbeitet die erfindungs
gemäße Ausgestaltung in Art eines Überdruckventils,
welches bei Abnahme des Flüssigkeitsdruckes schließt.
Möglich ist es, daß sowohl der Behälterwandungs-Ab
schnitt als auch der Tellerrand kegelstumpfförmig ver
laufen. Es besteht demzufolge nach einem Verschleiß
die Möglichkeit eines Nachstellens derart, daß bei
abgebautem Fluid-Polster die Spaltweite praktisch Null
ist. Alternativ bietet es sich auch an, daß sowohl der
Behälterwandungs-Abschnitt als auch der Tellerrand
gerundet verlaufen. Dieser gerundet verlaufende Teller
rand ist flexibel gestaltet derart, daß in drucklosem
Zustand eine Anlage zwischen dem Tellerrand und dem
zugekehrten Behälterwandungs-Abschnitt realisiert ist.
Eine vorteilhafte Spaltgestaltung ergibt sich dadurch,
daß die Spaltweite zum Rand hin spitzwinklig abnimmt.
Bei der Version, bei welcher der Teller mit axialem
Bewegungsspiel gelagert ist, erweist es sich von Vor
teil, daß dieses axiale Bewegungsspiel mittels eines
Näherungsschalters oder dergleichen abfragbar ist. Das
bedeutet, daß wie bereits vorher ausgeführt wurde
erst bei Initiierung dieses Näherungsschalters der
Antrieb des Tellers einsetzt. Gebrauchstechnische
Vorteile ergeben sich durch einen doppellagig gestalte
ten Teller, wobei auf einer Tragplatte eine auswechsel
bare, eine Spaltwand ausbildende Futterplatte auf
liegt. Es ist also nach einem Verschleiß nicht erfor
derlich, den gesamten Teller auszutauschen, sondern nur
die Futterplatte verbunden mit kostengünstigeren Maschi
nenlaufzeiten. Weiterhin ist es möglich, den Spalt
labyrinthartig zu gestalten. Auch hier ist wieder
verwirklicht, daß in drucklosem Zustand der labyrinthar
tige Spalt geschlossen ist. Schließlich ist noch zu
erwähnen, einen den Behälter umgebenden ringförmigen
Überlauf mit zum Behälterinneren hin offenen Überlauf
öffnungen vorzusehen. Der Flüssigkeitsspiegel inner
halb des Behälters kann daher nie einen vorbestimmten
Wert überschreiten.
Nachstehend werden mehrere Ausführungsbeispiele der
Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in schematischer Querschnittsdarstellung eine
Fliehkraft -Gleitschleifmaschine betreffend die
erste Ausführungsform,
Fig. 2 einen Ausschnitt der Fig. 1 im Bereich des
Spaltes zwischen Tellerrand und Behälterwan
dung,
Fig. 3 eine Schnittdarstellung wie Fig. 1, jedoch die
zweite Ausführungsform betreffend,
Fig. 4 einen Ausschnitt der Fig. 3 im Bereich des
Spaltes, vergrößert dargestellt,
Fig. 5 die dritte Ausführungsform der Fliehkraft-
Gleitschleifmaschine in Längsschnittdarstel
lung,
Fig. 6 einen Ausschnitt der Fig. 5 im Bereich des
Spaltes,
Fig. 7 einen Längsschnitt durch die Fliehkraft-Gleit
schleifmaschine gemäß der vierten Ausführungs
form und
Fig. 8 einen Ausschnitt der Fig. 7 im Spaltbereich.
Gemäß Fig. 1 und 2, betreffend die erste Ausführungs
form, besitzt die Fliehkraft-Gleitschleifmaschine ein
wannenförmiges Fußgestell 1. Vom Wannenrand geht auf
wärts gerichtet ein Lagerbock 2 aus, um dessen Lagerach
se 3 ein Tragarm 4 verschwenkbar ist. Die Schwenkbar
keit des Tragarmes 4 ist entgegen Uhrzeigerrichtung
anschlagbegrenzt, so daß die in Fig. 1 vorliegende
Stellung des Tragarmes 4 vorliegt. Eine Verschwenkung
des Tragarmes 4 läßt sich jedoch in Uhrzeigerrichtung
vornehmen. Dies kann entweder manuell, hydraulisch
oder elektromotorisch erfolgen.
Am freien Ende des Tragarmes 4 sitzt ein Lagergehäuse 5
zur Aufnahme einer vertikal ausgerichteten Antriebswel
le 6. Das untere, über das Lagergehäuse 5 vorstehende
Ende der Antriebswelle 6 trägt ein verzahntes Kegelrad
7, welches mit einem Antriebskegelrad 8 kämmt. Letzte
res wird in Umdrehung versetzt von einem elektromotori
schen Antrieb 9, welcher seinerseits an einer am Lager
gehäuse 5 festgelegten Tragplatte 10 sitzt.
Die obere Stirnfläche des Lagergehäuses 5 ist mittels
Schrauben 11 mit dem Boden 12 eines topfförmigen Behäl
ters 13 verbunden. Derselbe ist im Grundriß kreisför
mig gestaltet und besteht aus abriebfestem Material,
wie bspw. Polyurethan. In benachbarter Abstandsstel
lung zum Behälterboden 12 ist das freie obere Stirnende
der Antriebswelle 6 drehfest mit einem Teller 14
verbunden. Auch dieser besteht aus einem abriebfesten
Material, wie Polyurethan. Im Anlagebereich zwischen
dem Tellerrand 15 und der zugekehrten Behälterwandung
befindet sich ein flüssigkeitsgespülter Spalt 16. Aus
den Fig. 1 und 2 ist ersichtlich, daß der betreffende
Behälterwandungs-Abschnitt 17, welcher den Boden 12 mit
dem Behältermantel 18 verbindet, gerundet verläuft.
Ferner veranschaulicht Fig. 1, daß sich der Tellerrand
15 manschettendichtungsartig in drucklosem Zustand an
den gerundet verlaufenden Behälterwandungs-Abschnitt 17
anlegt. Dies sieht so aus, daß die Spaltweite zum Rand
des flexibel gestalteten Randbereiches hin abnimmt.
Das wannenförmige Fußgestell 1 dient zur Aufnahme eines
Behandlungs-Fluids F. In dieses ragt ein Tauchrohr 19
hinein. Letzteres führt zu einer Pumpe 20, von welcher
eine zum Behälter 13 führende Druckleitung 21 ausgeht.
Diese mündet im Bereich des gerundet verlaufenden Behäl
terwandungs-Abschnittes 17 und steht somit mit einer
zwischen der Unterseite des Tellers 14 und dem Behälter
boden 12 gebildeten Kammer K in Verbindung. Letztere
ist gegenüber der Antriebswelle 6 abgedichtet.
In zentraler Anordnung sind in der verdickt gestalteten
Tellermitte Rückführöffnungen 22 vorgesehen, welche
sich in der Antriebswelle 6 fortsetzen und dort in
einen gemeinsamen zentralen Rückführkanal 23 übergehen,
aus welchem im Behälterinneren vorhandenes Fluid in das
wannenförmige Fußgestell 1 zurückfließen kann.
Es stellt sich folgende Wirkungsweise dieser Flieh
kraft -Gleitschleifmaschine ein:
Zwecks Durchführen einer Oberflächenbearbeitung von
Werkstücken 24 werden diese zusammen mit den Gleit
schleifkörpern 25 in einem bestimmten Mischungsverhält
nis in den Behälter 13 gefüllt. Der Tellerrand 15
liegt randseitig an dem Behälterwandungs-Abschnitt 17
an und verschließt den Spalt 16. Es wird nun über die
Pumpe 20 Fluid F unter hohem Druck in die Kammer K
geleitet unter Aufbauen eines dynamischen Fluid-Pol
sters, welches mit zunehmendem Druck ein Ausweichen des
flexibel gestalteten Randbereiches des Tellerrandes 15
in Richtung des Behälterinneren bewirkt unter Bildung
eines geringfügig offenen Spaltes 16, wie in Fig. 2
veranschaulicht ist. Erst dann setzt der Drehantrieb
des Tellers 14 ein verbunden damit, daß der Behälterin
halt in einer wendelförmigen Umwälzbewegung den Behäl
ter 13 durchläuft unter Oberflächenglättung der Werk
stücke 24. Durch Druckvariation des Flüssigkeitspol
sters P ist dabei die Spaltweite einstellbar derart,
daß mit zunehmendem Druck die Spaltweite größer wird.
Das während des Bearbeitungszyklus' ins Behälterinnere
einströmende Fluid F kann über die Rückführöffnungen 22
und Rückführkanal 23 wieder in das wannenförmige Fußge
stell 1 gelangen.
Nach erfolgter Oberflächenbearbeitung folgt das Still
setzen des Antriebes 9. Einhergehend wird auch die
Pumpe 20 außer Betrieb gesetzt unter Abbauen des Druc
kes des Fluid-Polsters, so daß der Tellerrand 15 sich
wieder an den Behälterwandungs-Abschnitt 17 anlegt und
somit den Spalt 16 verschließt. Zum Entleeren des
Behälters 13 kann dann dieser um die Lagerachse 3 in
eine Entleerungsstellung geschwenkt werden.
Gemäß der in den Fig. 3 und 4 dargestellten zweiten
Ausführungsform der Fliehkraft -Gleitschleifmaschine
tragen gleiche Bauteile gleiche Bezugsziffern. Abwei
chend ist nun der Tellerrand 26 gestaltet. Dieser legt
sich in drucklosem Zustand des Fluid-Polsters P an
einen geneigt verlaufenden Behälterwandungs-Abschnitt
27 an. Dies sieht so aus, daß sowohl der Behälter
wandungs-Abschnitt 27 als auch der Tellerrand 26 kegel
stumpf förmig verlaufen derart, daß die Weite des Spal
tes 28 zum Rand des Tellers 14' hin abnimmt. Ebenso
wie bei der ersten Ausführungsform ist der Teller 14'
in seinem Randbereich flexibel gestaltet, so daß durch
zunehmenden Druck des Fluid-Polsters P sich die Spalt
weite vergrößert bzw. der Spalt 28 öffnet, vergl. hier
zu insbesondere Fig. 4.
Die in den Fig. 5 und 6 veranschaulichte dritte Ausfüh
rungsform der Fliehkraft-Gleitschleifmaschine ent
spricht in ihrem Aufbau weitgehend den beiden vorbe
schriebenen Ausführungsformen. Abweichend ist nun die
Antriebswelle 6 um ein geringes Maß in Aufwärtsrichtung
verlagerbar, hervorgerufen durch eine Druckvergrößerung
des Fluid-Polsters P in der Kammer K zwischen Behälter
boden 12 und Unterseite des Tellers 14''. Begrenzt ist
diese Bewegung durch einen innerhalb des Lagergehäuses
5 angeordneten Anschlagring 29 im Zusammenwirken mit
dem unteren, die Antriebswelle 6 lagernden Wälzlager 30.
Das axiale Bewegungsspiel des Tellers 14'' wird bei
dieser Version mittels eines Näherungsschalters 31
abgefragt, welcher mit einem an der Antriebswelle 6
befindlichen Impulsgeber 32 zusammenwirkt.
Sodann ist bei dieser Version der Teller 14'' doppel
lagig gestaltet. Er besitzt eine unmittelbar auf der
oberen Stirnseite der Antriebswelle 6 aufliegende Trag
platte 33, welche zur Auflage einer auswechselbaren
Futterplatte 34 dient. Es besteht eine Formschlußver
bindung zwischen diesen beiden Platten 33 und 34 der
art, daß konzentrische, oberflächenseitige Stege 35 der
Tragplatte 33 formpassend in konzentrische Nuten 36 an
der Unterseite der Futterplatte 34 eingreifen.
Während für die Tragplatte 33 starres Material gewählt
ist, besteht die Futterplatte 34 aus einem verschleißfe
sten Kunststoff, wie Polyurethan. Sodann ist der Durch
messer der Futterplatte 34 größer als der der Tragplat
te 33. Die Unterseite des über die Tragplatte 33 hin
ausragenden Randes bildet eine Spaltwand 37 aus, wel
cher eine konturenangepaßte behälterseitige Spaltwand
38 gegenüberliegt. Beide Spaltwände 37, 38 bilden
einen labyrinthartig verlaufenden Spalt 39. Zur Bil
dung der behälterseitigen Spaltwand 38 dient ein behäl
terseitiges Einsatzstück 40, welches auf einem kegel
stumpfförmig verlaufenden Behälterwandungs-Abschnitt
27' festgelegt ist.
Die Wirkungsweise der Fliehkraft Gleitschleifmaschine
gemäß dieser dritten Ausführungsform ist folgende:
Vor dem Bearbeitungsvorgang herrscht in der Kammer K
kein Flüssigkeitsdruck. Aufgrund dessen befindet sich
der Teller 14'' in einer axial abgesenkten Lage derart,
daß die Spaltwände 37, 38 dichtend aufeinanderliegen,
so daß der Spalt 39 praktisch Null ist.
Nach Befüllen des Behälters mit Werkstücken 24 und
Gleitschleifkörpern 25 wird die Pumpe 20 eingeschaltet,
wodurch innerhalb der Kammer K ein Fluid-Polster P
aufgebaut wird, welches mit zunehmendem Druck zu einer
Axialverlagerung des Tellers 14'' in Aufwärtsrichtung
führt. Diese Bewegung wird über den Impulsgeber 32 dem
Näherungsschalter 31 mitgeteilt, welcher nach entspre
chender Verlagerung den Antrieb 9 einschaltet. Das
bedeutet, daß der Teller 14'' erst dann umläuft, wenn
ein genügend großer Spalt 39 vorhanden ist, durch wel
chen, wie in Fig. 6 veranschaulicht ist, Fluid hindurch
tritt unter Erzielung einer Spaltfreiräumung. Bei
dieser Version braucht der Rand der Futterplatte 34
selbst nicht flexibel gestaltet zu sein, da zur Bildung
des Spaltes das axiale Bewegungsspiel des Tellers 14''
dient.
Die vierte Ausführungsform der Fliehkraft-Gleitschleif
maschine, dargestellt in den Fig. 7 und 8, unterschei
det sich von der vorherigen darin, daß der Teller 14'''
einlagig gestaltet ist und einen kegelstumpfförmig
verlaufenden Tellerrand 41 besitzt. Dieser bildet in
Verbindung mit dem gegenüberliegenden, entsprechend
ausgerichteten Behälterwandungs-Abschnitt 42 einen
labyrinthartig verlaufenden Spalt 43. Sodann besitzt
der ballig gestaltete Behälter 13' auf Höhe seines
größten Durchmessers einen ihn umgebenden ringförmigen
Überlauf 44 mit zum Behälterinneren hin offenen Überlauföffnungen
45. Bei dieser Ausgestaltung ist der
Teller 14''' ebenfalls starr.
Die Wirkungsweise entspricht weitgehend derjenigen der
dritten Ausführungsform.
Bei dieser vierten Ausführungsform kann eine zentrale
Rückführöffnung am Teller 14''' entfallen, da das Zu
rückführen des Fluids über den Überlauf 44 erfolgt, von
welchem ringförmigen Überlauf 44 ein in das wannenförmi
ge Fußgestell 1 mündendes Abflußrohr 46 ausgeht.
Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich.
In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der
Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Priori
tätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhalt
lich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser
Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit
aufzunehmen.
Claims (14)
1. Fliehkraft-Gleitschleifmaschine mit einem die Gleit
schleifkörper (25) und Werkstücke (24) aufnehmenden
Behälter (13, 13') von etwa kreisförmigem Grundriß mit
feststehender Seitenwand und mit im Bodenbereich rotie
rendem Teller (14, 14', 14'', 14''') zur Erzielung
einer wendelförmigen Umwälzbewegung des sich oberhalb
des Tellers befindlichen Behälterinhalts, wobei im
Anlagebereich zwischen Tellerrand und Behälterwandung
ein flüssigkeitsgespülter Spalt (16, 28, 39, 43) vorge
sehen ist, gekennzeichnet durch eine wänderbare Spaltwei
te und ein mindestens im Spaltbereich den Tellerrand
stützendes dynamisches Fluid-Polster (P).
2. Fliehkraft-Gleitschleifmaschine nach Anspruch 1 oder
insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die
Spaltweite zufolge einer Druckvariation des Fluid-Pol
sters (P) einstellbar ist.
3. Fliehkraft-Gleitschleifmaschine nach einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Teller (14,
14') zumindest in seinem Randbereich flexibel gestaltet
ist.
4. Fliehkraft-Gleitschleifmaschine nach einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Teller (14'',
14''') mit axialem Bewegungsspiel gelagert ist.
5. Fliehkraft-Gleitschleifmaschine nach einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, gekennzeichnet durch eine zentrale Rück
führöffnung (22) im Teller (14, 14', 14'').
6. Fliehkraft-Gleitschleifmaschine nach einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Fluid-Pol
ster (P) bis zur Antriebswelle (6) erstreckt.
7. Fliehkraft-Gleitschleifmaschine nach einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Tellerrand
(15, 26) manschettendichtungsartig oder ventilartig in
drucklosem Zustand an einen geneigt verlaufenden Behäl
terwandungs-Abschnitt (17, 27) anlegt.
8. Fliehkraft-Gleitschleifmaschine nach einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Behälter
wandungs-Abschnitt (27) als auch der Tellerrand (26)
kegelstumpfförmig verlaufen.
9. Fliehkraft-Gleitschleifmaschine nach einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnete daß sowohl der Behälter
wandungs-Abschnitt (17) als auch der Tellerrand (15)
gerundet verlaufen.
10. Fliehkraft-Gleitschleifmaschine nach einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Spaltweite zum
Rand hin spitzwinklig abnimmt.
11. Fliehkraft-Gleitschleifmaschine nach einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß das axiale Bewe
gungsspiel des Tellers (14'', 14''') mittels eines
Näherungsschalters (31) oder dergleichen abfragbar ist.
12. Fliehkraft-Gleitschleifmaschine nach einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, gekennzeichnet durch einen doppellagig gestalte
ten Teller (14''), wobei auf einer Tragplatte (33) eine
auswechselbare, eine Spaltwand (37) ausbildende Futter
platte (34) aufliegt.
13. Fliehkraft-Gleitschleifmaschine nach einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt (28, 39)
labyrinthartig verläuft.
14. Fliehkraft-Gleitschleifmaschine nach einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, gekennzeichnet durch einen den Behälter (13')
umgebenden ringförmigen Überlauf (44) mit zum Behälter
inneren hin offenen Überlauföffnungen (45).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997128931 DE19728931A1 (de) | 1997-07-07 | 1997-07-07 | Fliehkraft-Gleitschleifmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997128931 DE19728931A1 (de) | 1997-07-07 | 1997-07-07 | Fliehkraft-Gleitschleifmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19728931A1 true DE19728931A1 (de) | 1999-01-14 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997128931 Withdrawn DE19728931A1 (de) | 1997-07-07 | 1997-07-07 | Fliehkraft-Gleitschleifmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19728931A1 (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2000056501A1 (de) * | 1999-03-19 | 2000-09-28 | Gegenheimer, Helmut | Schleifmaschine |
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