[go: up one dir, main page]

DE19728909A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Schraubverbindungen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Schraubverbindungen

Info

Publication number
DE19728909A1
DE19728909A1 DE19728909A DE19728909A DE19728909A1 DE 19728909 A1 DE19728909 A1 DE 19728909A1 DE 19728909 A DE19728909 A DE 19728909A DE 19728909 A DE19728909 A DE 19728909A DE 19728909 A1 DE19728909 A1 DE 19728909A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compressed air
air supply
supply line
screwing
measured
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19728909A
Other languages
English (en)
Other versions
DE19728909B4 (de
Inventor
Nikolas Wagner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Volkswagen AG
Original Assignee
Volkswagen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Volkswagen AG filed Critical Volkswagen AG
Priority to DE19728909A priority Critical patent/DE19728909B4/de
Publication of DE19728909A1 publication Critical patent/DE19728909A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE19728909B4 publication Critical patent/DE19728909B4/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23PMETAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; COMBINED OPERATIONS; UNIVERSAL MACHINE TOOLS
    • B23P19/00Machines for simply fitting together or separating metal parts or objects, or metal and non-metal parts, whether or not involving some deformation; Tools or devices therefor so far as not provided for in other classes
    • B23P19/04Machines for simply fitting together or separating metal parts or objects, or metal and non-metal parts, whether or not involving some deformation; Tools or devices therefor so far as not provided for in other classes for assembling or disassembling parts
    • B23P19/06Screw or nut setting or loosening machines
    • B23P19/065Arrangements for torque limiters or torque indicators in screw or nut setting machines
    • B23P19/066Arrangements for torque limiters or torque indicators in screw or nut setting machines by electrical means
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25BTOOLS OR BENCH DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, FOR FASTENING, CONNECTING, DISENGAGING OR HOLDING
    • B25B23/00Details of, or accessories for, spanners, wrenches, screwdrivers
    • B25B23/14Arrangement of torque limiters or torque indicators in wrenches or screwdrivers
    • B25B23/145Arrangement of torque limiters or torque indicators in wrenches or screwdrivers specially adapted for fluid operated wrenches or screwdrivers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Details Of Spanners, Wrenches, And Screw Drivers And Accessories (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Schraubverbindungen gemäß den Oberbegriffen der Ansprüche 1 bzw. 18.
Druckluftschrauber werden in der industriellen Fertigung, insbesondere in der Endmontage einer Automobilfertigung, in großem Umfang eingesetzt. Dem Druckluftschrauber wird dabei von einer Druckluftversorgung über eine Zuleitung Druckluft zugeführt. Bei den überwiegend verwendeten Abschaltschraubern wird, wenn ein an dem Schrauber abtriebsseitig gemesse­ nes Drehmoment einen Sollwert erreicht, die Luftzufuhr unterbrochen, im allgemeinen über ein mechanisch betätigtes Abschaltventil. Derartige Abschaltschrauber zeichnen sich unter anderem durch ihr geringes Gewicht, geringe Geräuschentwicklung, Robustheit, Langlebig­ keit und ihren niedrigen Anschaffungspreis aus.
Dabei können mehrere Probleme auftreten. Da in der Produktion in vielen Fertigungsschrit­ ten mehrere Verschraubungen durchgeführt werden müssen, können Verschraubungen ver­ sehentlich ausgelassen werden. Dies kann grundsätzlich durch Zählen der ordnungsgemäßen Verschraubungen z. B. pro Fertigungstakt oder pro Bauteil erreicht wer­ den, wozu jedoch die Schraubvorgänge erfaßt werden müssen. Hierzu muß dementspre­ chend zwischen einer ordnungsgemäßen und einer Leerverschraubung unterschieden wer­ den, bei der der Bedienende den Starthebel des Schraubers betätigt ohne hierbei eine Schraube einzudrehen. Eine solche Leerverschraubung kann beispielsweise zwischen zwei Eindrehvorgängen auftreten, wenn der Bedienende die Funktionsfähigkeit des Schraubers testet oder versehentlich den Starthebel betätigt.
Auch kann durch eine erhöhte Reibung an der Antriebsseite, d. h. am Motor, das Abschalt­ moment nicht erreicht werden.
Weiterhin können Druckschwankungen in der Druckluftversorgung auftreten. Der Schrauber wird anfangs bei einem bestimmten Nenndruck auf ein Anziehdrehmoment eingestellt. Steigt beim Betrieb der Versorgungsdruck an, hat dies keine Auswirkungen. Fällt er aber unter ei­ nen bestimmten Mindestdruck ab, so wird das Solldrehmoment nicht erreicht, und anstatt abzuschalten, wird der Schrauber abgewürgt und bleibt stehen. Tritt eine Leckage an der Versorgungsleitung auf, so fällt der Versorgungsdruck am Schrauber ab, so daß der Schrauber ebenfalls abgewürgt wird und stehen bleibt.
Als eine Möglichkeit zu einer Überwachung derartiger Fehler kann das Drehmoment und der Drehwinkel des Schraubelements über Sensoren erfaßt und mittels einer Auswerteelektronik gesteuert werden, wodurch gleichzeitig eine Zählung der Schraubvorgänge ermöglicht wird, was aber auch zu höheren Anschaffungskosten und Problemen in Gewicht, Größe, Robust­ heit und Anfälligkeit des Schraubers führt. Weiterhin ist der Einsatz elektronisch angetriebe­ ner und elektrisch überwachter Schrauber möglich, was jedoch ebenfalls zu hohen Investi­ tionen (ca. ein Faktor 5 bis 10 gegenüber Druckluftschraubern) und ähnlichen Problemen wie bei Druckluftschraubern mit Sensoren führt.
Die DE 196 06 381 A1 beschreibt eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Herstellen von Schraubverbindungen, bei dem Schraubelemente mittels eines von einer Druckluftzuleitung mit Druckluft versorgten Druckluftschraubers eingedreht werden und bei Erreichen eines vorgegebenen Drehmoments der Einschraubvorgang beendet wird. Dabei wird in der Druckluftzuleitung über einen entsprechenden Sensor der Durchfluß gemessen, und aus dem zeitlichen Verhalten des Durchflusses während des Einschraubvorgangs geschlossen, ob eine ordnungsgemäße Verschraubung vorliegt. Hierzu wird überprüft, ob das Durchfluß­ signal zunächst einen breiten und hohen ersten Peak aufweist, der dem Einschraubvorgang entspricht, und unmittelbar anschließend einen zweiten breiten, viel niedrigeren Peak auf­ weist, der dem Festziehen der Verschraubung entspricht. Diese Überprüfung wird dabei durch eine logische Schaltung vorgenommen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstel­ len von Schraubverbindungen zu schaffen, mit denen derartige Fehler auf einfache und kos­ tengünstige Weise erkannt werden können, wobei bereits bekannte Druckluftschrauber weit­ gehend weiterverwendet werden können.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren nach Anspruch 1 sowie eine Vorrichtung nach An­ spruch 18 gelöst. Die Unteransprüche beschreiben bevorzugte Weiterbildungen des erfin­ dungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Erfindungsgemäß wird somit vorgesehen, eine Fourieranalyse des Meßsignals, insbeson­ dere eines Meßwerts des Durchflusses nach Anspruch 2 oder des Drucks nach Anspruch 3, vorzunehmen und aufgrund dieser Fourieranalyse die Qualität der Verschraubung zu beur­ teilen. Dabei kann insbesondere nach Anspruch 5 eine Fourieranalyse einer abfallenden Kante des Meßsignal-Peaks vorgenommen werden, um aus einem möglichen Nachschwin­ gen des Meßsignals des Massenstroms auf den Vorgang der Verschraubung selbst Rück­ schlüsse ziehen zu können.
Dabei kann eine derartige Fourieranalyse, insbesondere der abfallenden Kante des Meß­ signal-Peaks nach Anspruch 5, insbesondere für ein Verfahren nach Anspruch 8 verwendet werden, bei dem die Unterbrechung des Druckluftstroms zu dem Druckluftschrauber durch zwei verschiedene Ventile bewerkstelligt wird, ein Startventil, mit dem der Bedienende den Massenstrom öffnet oder unterbricht, und ein Abschaltventil, mit dem die Luftzufuhr bei Er­ reichen des Solldrehmoments automatisch unterbrochen wird, da in diesem Fall eine unter­ schiedliche Beendigung des Druckluftflusses durch die beiden Ventile im Fall einer ord­ nungsgemäßen Verschraubung, bei dem die Druckluftzufuhr abgeschaltet wird, und einer Leerverschraubung, bei dem der Bedienende die Druckluftzufuhr über das Startventil unter­ bricht, gegeben ist.
Die Erfindung wird im folgenden an einer Ausführungsform anhand der beiliegenden Zeich­ nungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 den Aufbau einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 2 den Verlauf des Druckluftstroms in dem Schrauber in Fig. 1;
Fig. 3a, b Meßwerte des Massenstroms in der Druckluftzuleitung in Abhängigkeit von der Zeit jeweils bei einer ordnungsgemäßen Verschraubung und einer Leer­ verschraubung;
Fig. 4a, b eine Fourieranalyse der Diagramme aus Fig. 3a, b;
Fig. 5a, b Meßwerte des Drucks in der Druckluftzuleitung in Abhängigkeit von der Zeit jeweils bei einer ordnungsgemäßen Verschraubung und einer Leerverschrau­ bung;
Fig. 6a, b eine Fourieranalyse der Diagramme aus Fig. 5a, b;
Fig. 7 ein Diagramm des zeitlichen Verlaufs des Massenstroms bei einer Ver­ schraubung, bei der das Solldrehmoment nicht erreicht wird.
Die in Fig. 1 gezeigte Druckluftschraubvorrichtung weist eine Druckluftversorgung 6 auf, die über ein Leitungsstück 11, eine Versorgungsleitung 2 und einen Spiralschlauch 3, die zu­ sammen eine Druckluftzuleitung bilden, mit einem Druckluftschrauber 4 verbunden ist. Dabei sind zwischen dem Leitungsstück 11 und der Versorgungsleitung 2 ein Druckbegrenzer 10 und zwischen der Versorgungsleitung 2 und dem Spiralschlauch 3 ein Drucksensor 8 und ein Durchflußsensor 9 angeordnet, deren Meßwerte als analoge oder digitale elektrische Signale an einer Auswerteeinheit 5 weitergeleitet werden. Der Durchfluß kann dabei bei­ spielsweise als Druckdifferenzmessung oder durch eine Heißfilmmessung bestimmt werden.
Im Druckluftweg 14 im Druckluftschrauber 4 sind gemäß Fig. 2 ein Startventil 13 und ein Abschaltventil 12 hintereinandergeschaltet. Bei Betätigung des Druckluftschraubers öffnet der Bedienende das Startventil 13, so daß ein Druckluftstrom im Druckluftweg 14 durch das geöffnete Startventil 13 und das im Ruhezustand geöffnete Abschaltventil 12 ermöglicht wird.
Dabei zeigt sich bei einem Zeitpunkt t1 ein Anstieg des gemessenen Massenstromes in Fig. 3 bzw. ein Abfall des Drucks p in Fig. 5. Zu dem Zeitpunkt t2 ist dann der jeweilige stationäre Wert bei geöffnetem Startventil und offenem Abschaltventil während der Ver­ schraubung erreicht. Wird aufgrund höheren Widerstands der Schraube das Abschaltmo­ ment erreicht, schließt das Abschaltventil 12, so daß in den Diagrammen 3b und 5b dieWerte des Massenstroms und des Drucks p wieder auf die Ausgangswerte zurückgehen. Bei den Fig. 3a und 5a gehen die Meßwerte wieder auf die Ausgangswerte zurück, wenn der Bedienende das Startventil losläßt.
Die Fig. 2a und 4a zeigen jeweils den Massenstrom und den Druck p einer Leerver­ schraubung, bei der keine Schraube in ein Gewinde eingedreht wurde, wohingegen die Kurven 2b und 4b jeweils ordnungsgemäße Verschraubungen zeigen. Aus dem Abstand der Zeitpunkte t2 und t3 alleine kann dabei jeweils nicht zwischen einer Leerverschraubung und einer ordnungsgemäßen Verschraubung unterschieden werden. Zwar ergibt sich die Ein­ schraubzeit grundsätzlich aus dem Quotienten der Gewindezahl und der Drehzahl der Ab­ triebswelle des Schraubers, bei den jeweiligen Einschraubvorgängen können sich jedoch aufgrund unterschiedlicher Bedienung des Startventils 13 und unterschiedlicher Reibung der Schraube im Gewinde unterschiedliche Werte ergeben. Die Zeitdifferenz zwischen den Zeitpunkten t3 und t2 bzw. die Zeitdifferenz zwischen den jeweiligen Halbwertsbreiten der ansteigenden und der abfallenden Flanke kann weiterhin auch bei einer Leerverschraubung in etwa den gleichen Betrag einnehmen wie bei einer ordnungsgemäßen Verschraubung, wenn der Bedienende das Startventil in einem entsprechenden Zeitraum losläßt. Dement­ sprechend können eine ordnungsgemäße Verschraubung der Fig. 3b und 5b nicht von Leerverschraubungen der Kurven 3a und 5a alleine aufgrund des Flächenintegrals oder der Zeitdifferenz t3 und t2 bzw. t3 und t1 unterschieden werden.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, die Meßkurven des Massestroms bzw. des Drucks p einer Fourier-Analyse zu unterziehen. Hierfür kann vorteilhafterweise eine Fast-Fourier- Transformation gewählt werden, die eine Frequenzanalyse der Meßkurve zuverlässig und schnell zur Verfügung stellt. Die Fouriertransformationen der Meßkurven der Fig. 3 und 5 sind jeweils in den Fig. 4 und 6 wiedergegeben. Dabei ist bei einer Leerverschraubung in den Fig. 4a und 6a keine Nachschwingung in dem gezeigten Frequenzdiagramm zu er­ kennen, wohingegen bei einer ordnungsgemäßen, d. h. harten Verschraubung eine deutli­ che Erhöhung zwischen 8 und 13 Hertz bei einem Maximum von etwa 10 Hertz zu erkennen ist.
Die Erfindung geht dabei von der überraschenden Erkenntnis aus, daß sich bei einer ord­ nungsgemäßen Verschraubung ein Nachschwingen in der Meßkurve, in den gezeigten Dia­ grammen bei etwa 10 Hertz, feststellen läßt, wohingegen eine derartige Nachschwingung bei einer Leerverschraubung fehlt. Dementsprechend tritt eine Nachschwingung offensicht­ lich nur auf, wenn der Luftstrom im Druckluftweg 14 im Schrauber 4 zunächst durch das Ab­ schaltventil 12 und anschließend durch das Startventil 13 unterbrochen wird, nicht jedoch bei einer Unterbrechung lediglich durch das Startventil 13. Die Schwingung kann dabei eventuell dadurch erklärt werden, daß der Reststrom, der bei gesperrtem Abschaltventil 12 verbleibt, durch Loslassen des Startventils 13 unterbrochen wird. Eine Unterbrechung dieses Rest­ stroms durch das Startventil 13 bewirkt dabei eine Schwingung der Luftsäule, die durch den Spiralschlauch 3, den Durchflußsensor 9, den Drucksensor 8 und die Versorgungsleitung 2 zwischen dem Druckbegrenzer 10 und dem Schrauber 4 gebildet wird. Die Tatsache, daß diese Schwingung nur bei Unterbrechung des Reststroms des Abstandsventils 12 durch das Startventil 13 gebildet wird, kann durch das Modell einer Resonanzanregung in der Luftsäule erklärt werden. Bei der Schwingung der Luftsäule wirkt der Spiralschlauch 3 als Dämpfung. Das Schwingungssystem kann dabei durch das Ersatzmodell eines Feder-Masse-Dämpfers angenommen werden. Dabei wird davon ausgegangen, daß sich die Druckluft nach dem Abschalten des Startventils in einem abgeschlossenem Volumen befindet, das eine Luft­ säule bildet. Durch plötzliches Schließen der Druckleitung durch das Startventil des Schrau­ bers wird ein Druckanstieg hervorgerufen. Der gesamte Luftstrom des Druckluftnetzes wird zunächst dafür verwendet, um die Leitung aufzuladen. Dies bedeutet, daß sich durch den Zustrom der Luft der Druck in einem eingeschlossenen Volumen erhöht. Die Druckluft ver­ hält sich demnach wie ein Kontinum, in dem Wellenbewegungen mit Reflektionen und Überlagerungen des Druckes und des Luftstromes stattfinden. Weiterhin entstehen im Lei­ tungssystem Dichteänderungen der Druckluft. Die Änderungen des Drucks und des Durch­ flusses können dabei in dem Drucksensor 8 und dem Durchflußsensor 9 gemessen werden.
Auf der Grundlage der idealen Gasgleichung kann die Frequenz der Schwingung dabei er­ mittelt werden, wenn eine Schwingung des Gases mit adiabatischer Kompression ange­ nommen wird, bei der der Schlauch dämpfend wirkt.
Es ergibt sich dabei eine gute Übereinstimmung der gemessenen Frequenz und der berech­ neten Frequenz.
Somit kann durch eine einfache Fourieranalyse festgestellt werden, ob eine Leerverschrau­ bung oder eine ordnungsgemäße Verschraubung vorliegt, bei der der Luftstrom zunächst durch das Abschaltventil und anschließend durch das Startventil unterbrochen wird.
Weiterhin kann mit dem erfindungsgemäßen Aufbau der Druckluftschraubvorrichtung über­ prüft werden, ob der Schrauber nicht das gewünschte Abschaltmoment erreicht. In diesem Fall zeigt sich in den Meßwerten z. B. des Massenstroms ein Verhalten, wie es in der Fig. 7 gezeigt ist. Nach dem üblichen Anstieg der Meßkurve fällt diese nicht in einer scharfen Kante auf den Ruhewert zurück, sondern es zeigt sich über eine gewisse Zeitdauer ein hö­ herer Meßwert, der als Schulter in der Meßkurve ersichtlich ist. Die Kurve fällt anschließend ab, wenn der Schrauber vom Bedienenden abgeschaltet wird. Auch hier ist keine Nach­ schwingung einer abfallenden Kurve zu sehen. Dieser Fall kann jedoch darüber hinaus von dem in den Fig. 3b und 5b gezeigten Fall einer Leerverschraubung aufgrund seines typi­ schen Verhaltens unterschieden werden. Dabei kann zwischen den beiden Zuständen, daß der Schrauber z. B. aufgrund eines Gewindefehlers oder erhöhter Reibung auf seiner An­ triebsseite das gewünschte Drehmoment nicht erreicht, und einem Fehler aufgrund eines zu geringen Drucks in der Zuführungsleitung, z. B. einer Leckage der Zuführung, unterschieden werden, indem der im Drucksensor 8 gemessene Druck p mit einem Sollwert verglichen wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann dabei auch bei bereits verwendeten Schraubvorrich­ tungen angewandt werden, ohne daß es eines größeren Nachrüstaufwandes bedarf. Dabei muß insbesondere der Druckluftschrauber 4 selbst nicht mit weiteren Sensoren versehen werden, die eine komplizierte Weiterführung des Meßsignals vom Schrauber zu einer Aus­ werteeinheit erforderlich machen würden und somit in der Regel eine Neuanschaffung des Druckluftschraubers 4 selbst notwendig machen würden. Es müssen lediglich der Druck und der Durchfluß in der Druckluftzuleitung von der Druckluftversorgung 6 zum Druckluftschrau­ ber 4 gemessen werden. Dabei kann der Durchfluß gemäß Fig. 3 durch eine Heißfila­ mentmessung oder als Druckdifferenz über eine Drosselstelle gemessen werden. Alternativ dazu kann der Durchfluß auch gemäß Fig. 5 als Druck nach einem langen geraden Rohr gemessen werden, da der Durchfluß sich aus einem solchen Idealfall, in dem der Druck nach einem langen geraden Rohr abfällt, berechnen läßt. Somit kann der Durchflußsensor 9 weggelassen werden.
Die Auswertung der Meßwerte, d. h. die Fourieranalyse und die Bewertung dieser Fourier­ transformation geschieht dabei in der Auswerteeinheit 5. Sie kann durch ein Vergleich mit vorgegebenen Werten z. B. einem Frequenzband zwischen 8 und 15 Hertz, oder einem aus einen theoretischen Modell des Schraubers genommenen Wert vorgenommen werden. Da diese Werte jedoch von Schrauber zu Schrauber variieren können, ist eine Auswertung mit­ tels eines neuronalen Netzwerks sinnvoll, bei dem automatisch ein Frequenzband um einen gemessenen Peak herum mit anderen Frequenzbereichen verglichen wird, oder bei dem der Absolutwert des Integrals des Meßpeaks innerhalb eines gewissen Frequenzbereichs mit einem Referenzwert verglichen wird. Die Auswertung kann somit auf vorteilhafte Weise durch ein neuronales Netzwerk erfolgen, bei dem jeweils ein optimales Intervall des Fourier­ spektrums untersucht werden. Hierdurch wird der Tatsache Rechnung getragen, daß die Schwingungsfrequenz grundsätzlich von den spezifischen Eigenschaften jedes Schraubers bzw. Schraubersystems abhängig sein kann, so daß von Schraubvorrichtung zu Schraub­ vorrichtung unterschiedliche Frequenzwerte auftreten können. Ein entsprechend program­ miertes neuronales Netzwerk kann sich diesen Besonderheiten jedes Systems anpassen und auch Änderungen jedes Systems mit der Zeit, z. B. aufgrund von Verschleiß oder einem Altern des Schlauchmaterials und damit einhergehend veränderter Dämpfung, berücksichtigt werden. Das neuronale Netzwerk kann weiterhin auch zur Klassifikation der aufgenomme­ nen Meßsignale verwendet werden, indem aus den aufgenommenen Meßwerten verschie­ dene Zustände der Verschraubung und des Schraubersystems ermittelt werden.
Die fehlerhafte Verschraubung kann dabei an einer Anzeigevorrichtung 7 angezeigt werden.
Dabei kann insbesondere auch die Anzahl der ordnungsgemäßen Verschraubungen z. B. pro Fertigungstakt oder pro Kraftfahrzeug gezählt werden und ein entsprechendes Fehler­ signal bei Auslassen einer Verschraubung ausgegeben werden.

Claims (21)

1. Verfahren zum Herstellen einer Schraubverbindung, bei dem Schraubelemente mittels eines von einer Druckluftzuleitung (11, 2, 3) mit Druckluft versorgten Druckluftschrauber eingedreht werden und bei Erreichen des vorgegebenen Drehmoments der Einschraub­ vorgang beendet wird, wobei aus einem Meßwert (, p) der Druckluft in der Druckluft­ zuleitung (2, 3) festgestellt wird, ob ein ordnungsgemäßer Einschraubvorgang vorliegt, dadurch gekennzeichnet, daß aus einer Fourieranalyse des zeitlichen Verhaltens des Meßwerts (p, ) geschlossen wird, ob eine ordnungsgemäße Verschraubung vorliegt oder nicht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Druckluftzuleitung (2, 3) der Durchfluß () gemessen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Druckluftzuleitung (2, 3) der Druck (p) gemessen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck (p) nach einem langen Rohr gemessen und darauf auf den Durchfluß gefolgert wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Fou­ rier-Analyse einer abfallenden Kante des Meßsignal-Peaks vorgenommen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Wert der Fourieranalyse im Bereich zwischen 8 und 15 Hertz, vorzugsweise 9 bis 11 Hertz aufgenommen und mit anderen Signalen oder vorgegebenen Werten verglichen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein neuronales Netzwerk verwendet wird, bei dem eine selbsttätige Einstellung eines zu untersuchenden Fre­ quenzwerts erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß aus den Meßwerten durch das neuronale Netzwerk Zustände der Schraubverbindungen und/oder des Schrauber­ systems bestimmt werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Druck­ luftversorgung über zwei in Reihe geschaltete Ventile gesteuert wird, ein von dem Be­ diener zu betätigendes Startventil (13) und ein Abschaltventil (12), das bei Erreichen ei­ nes gewünschten Solldrehmoments die Luftzufuhr unterbricht.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Startventil (13) strom­ aufwärts des Abschaltventils (12) angeordnet ist.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß beim Abschalten des Luft­ stroms durch das Abschaltventil (12) ein Reststrom verbleibt, der bei Schließen des Startventils (13) unterbrochen wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei Fest­ stellen eines längeren hohen Meßwerts nach Erreichen einer Maximalhöhe, insbeson­ dere beim Messen des Durchflusses () nach Anspruch 2, nach Erreichen eines Ma­ ximalwerts darauf geschlossen wird, daß ein Abschaltdrehmoment nicht erreicht worden ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei Feststellen eines zu niedrigen Drucks (p) in der Druckluftzuleitung eine entsprechende Fehleranzeige erfolgt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zeit­ differenz zwischen einem Anstieg des Meßwerts in der Druckluftzuleitung und Abfall des Meßwerts in der Druckluftzuleitung verglichen wird mit einem Quotienten aus Gewinde­ zahl und der Drehzahl des Druckluftschraubers.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß bei Vorlie­ gen einer fehlerhaften Verschraubung ein entsprechendes Warnsignal ausgegeben wird.
16. Verfahren zum Herstellen mehrerer Schraubverbindungen unter Verwendung eines Ver­ fahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der ordnungsgemäßen Verschraubungen pro Fertigungstakt oder pro ver­ schraubtem Bauteil, vorzugsweise Kraftfahrzeugbauteil, gezählt wird und mit einem vorgegebenen Zahlenwert verglichen wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß bei Unterschreitung des vorgegebenen Zahlenwerts ein Fehlersignal ausgegeben und/oder die Fertigungs­ strecke angehalten wird.
18. Vorrichtung zum Durchführen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 17 dadurch gekennzeichnet, daß ein Meßsensor (8, 9) in der Druckluftzuleitung (2, 3) zwi­ schen der Druckluftversorgung (6) und dem Druckluftschrauber (4) vorgesehen ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß ein Druckbegrenzer in der Druckluftzuleitung zwischen einem Leitungsstück (11) und einer Versorgungsleitung (2) vorgesehen ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Druckluftschrauber (4) und der Versorgungsleitung (2) ein längenvariables Anschlußteil, vorzugsweise ein Spiralschlauch, vorgesehen ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, gekennzeichnet durch eine Anzeige­ vorrichtung (7) zum Anzeigen einer fehlerhaften Verschraubung.
DE19728909A 1997-03-05 1997-07-07 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Schraubverbindungen Expired - Lifetime DE19728909B4 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19728909A DE19728909B4 (de) 1997-03-05 1997-07-07 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Schraubverbindungen

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19708918.6 1997-03-05
DE19708918 1997-03-05
DE19728909A DE19728909B4 (de) 1997-03-05 1997-07-07 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Schraubverbindungen

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE19728909A1 true DE19728909A1 (de) 1998-09-10
DE19728909B4 DE19728909B4 (de) 2013-12-05

Family

ID=7822280

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19728909A Expired - Lifetime DE19728909B4 (de) 1997-03-05 1997-07-07 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Schraubverbindungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE19728909B4 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2006089925A1 (fr) * 2005-02-24 2006-08-31 Etablissements Georges Renault Outillage comprenant au moins un organe rotatif et des moyens de mesure de frequences vibratoires dudit organe en vue de determiner son etat d'usure, unite de controle et procede correspondants
DE102017101727A1 (de) 2017-01-30 2018-08-02 Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft Verfahren zur Ermittlung einer Zeitdauer bei einem Reifenwechsel eines Fahrzeugs, System, Computerprogramm und Computerprogrammprodukt
DE102017223589A1 (de) * 2017-12-21 2019-06-27 Zf Friedrichshafen Ag Verfahren zur Montage einer Schraube, Montagevorrichtung sowie Steuerungsvorrichtung

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0309829A1 (de) * 1987-09-29 1989-04-05 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren und Vorrichtung zur Überwachung der mechanischen Integrität einer Komponente
DE19606381B4 (de) * 1995-03-03 2005-10-13 Volkswagen Ag Verfahren zur Ausführung mindestens einer Verschraubung an einem Gegenstand

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2006089925A1 (fr) * 2005-02-24 2006-08-31 Etablissements Georges Renault Outillage comprenant au moins un organe rotatif et des moyens de mesure de frequences vibratoires dudit organe en vue de determiner son etat d'usure, unite de controle et procede correspondants
CN100571989C (zh) * 2005-02-24 2009-12-23 乔治雷诺公司 包括至少一个旋转构件的设备和测量所述旋转构件的振动频率以确定所述旋转构件的磨损状况的装置,相应的控制单元和方法
US7735374B2 (en) 2005-02-24 2010-06-15 Etablissements Georges Renault Equipment comprising at least one rotary member and means for measuring vibrational frequencies of said member to determine its wear condition, corresponding control unit and method
DE102017101727A1 (de) 2017-01-30 2018-08-02 Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft Verfahren zur Ermittlung einer Zeitdauer bei einem Reifenwechsel eines Fahrzeugs, System, Computerprogramm und Computerprogrammprodukt
DE102017101727B4 (de) 2017-01-30 2018-10-31 Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft Verfahren zur Ermittlung einer Zeitdauer bei einem Reifenwechsel eines Fahrzeugs, System, Computerprogramm und Computerprogrammprodukt
DE102017223589A1 (de) * 2017-12-21 2019-06-27 Zf Friedrichshafen Ag Verfahren zur Montage einer Schraube, Montagevorrichtung sowie Steuerungsvorrichtung

Also Published As

Publication number Publication date
DE19728909B4 (de) 2013-12-05

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0284785A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Dichtheitskontrolle von zwei hintereinander in einer Fluidleitung angeordneten Ventilen
DE4229834C2 (de) Verfahren und Einrichtung zum elektrischen Verarbeiten von Vakuumdruckinformation für eine Vakuumeinheit
EP1499825B1 (de) Diagnosesystem und -verfahren für ein ventil
EP0643814B1 (de) Verfahren und einrichtung zur prüfung einer durch ein medium angetriebenen armatur
DE60211325T2 (de) Verfahren zur erfassung des gebrochenen ventilschafts
DE19723650B9 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Überwachung eines Stellgeräts
DE3633113A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur automatischen erfassung der ansprechspannung eines elektromagnetischen bauteils, insbesondere eines magnetventils
DE19757655A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Funktionsüberwachung eines Drucksensors
DE68925507T2 (de) Anziehdrehmoment-Kontrollvorrichtung für Schraubenschlüssel
WO2011026666A1 (de) Diagnosesystem für ein ventil
DE102009046758A1 (de) Sich selbst überwachende Durchflussmessanordnung und Verfahren zu deren Betrieb
DE3324333C2 (de) Verfahren zur Überwachung eines elektronisch gesteuerten Schraubers
EP0880732B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur prüfung und/oder einstellung von ventilen
EP2047118B1 (de) Verfahren zur fehlereingrenzung und diagnose an einer fluidischen anlage
DE3246095A1 (de) Einrichtung zum pruefen der guete der dichtungsflaechen einer anzahl abdichtbarer behaelter
DE10247167A1 (de) Dichtprüfeinrichtung und Verfahren zur Dichtheitsprüfung
DE3710682C2 (de)
EP0849383B1 (de) Pneumatische Belastungsvorrichtung eines Streckwerkes in einer Spinnmaschine
DE2759263C3 (de) Überwachungssystem für hydraulisch betriebene Armaturen
DE2544809C3 (de) Einstecklehre zur Messung des Innendurchmessers einer Behälteröffnung
DE19728909A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Schraubverbindungen
DE4108417C2 (de) Verfahren und Einrichtung zur Überwachung von Sensoren
DE10058086A1 (de) Verfahren zur Überwachung von Filteranlagen
CH669412A5 (de)
DE19600291C2 (de) Verfahren zum Bestimmen des Gasvolumenstromes in einem Strömungskanal durch Messung der Wirkdruckdifferenz

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
8120 Willingness to grant licences paragraph 23
R018 Grant decision by examination section/examining division
R020 Patent grant now final

Effective date: 20140306

R071 Expiry of right