DE19725278A1 - Umlenkbeschlag für Sicherheitsgurte - Google Patents
Umlenkbeschlag für SicherheitsgurteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Umlenkbeschlag für Sicherheits
gurte nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Umlenkbeschläge dienen zum Umlenken von Gurtbändern
in Kraftfahrzeugen. Ein Umlenkbeschlag ist beispielsweise im
oberen Bereich einer B-Säule angebracht und lenkt das aus
einem Ab- bzw. Aufwickelautomaten (der im folgenden der Ein
fachheit halber als Gurtautomat bezeichnet wird) kommende
Gurtband möglichst körpergerecht bezüglich Fahrzeuginsassen
um. Häufig ist die Höhenposition des Umlenkbeschlags entspre
chend der Größe und/oder der Figur der den Gurt benutzenden
Person verstellbar, um für jeden Insassen eine optimale Gurt
geometrie zu ermöglichen und den Tragekomfort zu erhöhen.
Hierzu sollte der Gurt im Schulterbereich möglichst parallel
zum Oberkörper der den Gurt benutzenden Person verlaufen. Fer
ner muß im Crashfall insbesondere ein Umlenkbeschlag sehr hohe
Kräfte aufnehmen, die ungefähr 35 bis 40 kN betragen können.
Um den Tragekomfort für die Insassen zu erhöhen, werden soge
nannte Komfortgurtautomaten eingesetzt, welche die Rückzug
kräfte des Gurtbandes verringern, um dadurch Bewegungen der
Insassen zu erleichtern. Insbesondere beim Einsatz von Kom
fortgurtautomaten ist jedoch die hohe Reibung zwischen Umlenk
beschlag und Gurtband nachteilig, da dadurch der Tragekomfort
wieder erheblich reduziert wird.
Häufig werden als Umlenkbeschläge mit Kunststoff umspritzte
Stahlbeschläge mit einer beispielsweise ovalen Öffnung verwen
det, die zur Führung des Gurtbandes mindestens dessen Breite
aufweist. Bei diesen Umlenkbeschlägen gleitet das Gurtband
über den mit Kunststoff umspritzten Teil des Stahlbeschlags,
wobei hohe Gleitreibung auftritt.
Zur Verringerung der Gleitreibung werden, wie beispielsweise
aus DE 295 10 050 U1 bekannt ist, Rollen eingesetzt, über wel
che das Gurtband geführt wird. Da Umlenkbeschläge jedoch, wie
vorstehend beschrieben, hohe Kräfte aufnehmen müssen, muß der
zur Lagerung der Rollen vorgesehene Bolzen einen relativ gro
ßen Durchmesser aufweisen. Daher hat auch das Rollenlager
einen verhältnismäßig großen Durchmesser. Hierbei ist insbe
sondere von Nachteil, daß die im Lager auftretenden Reibmomen
te in der Weise vom Lagerdurchmesser abhängig sind, daß die
Reibmomente zunehmen, je größer der Lagerdurchmesser ist.
Ein weiteres Problem besteht darin, daß das Gurtband üblicher
weise von dem Gurtautomaten aus parallel zur B-Säule nach oben
geführt wird und den Umlenkbeschlag in Richtung der A-Säule
unter einem Winkel von etwa 45° verläßt. Wird ein Gurtband nun
über eine Rolle umgelenkt, deren Achse parallel zu dem Teil
des Gurtbands unterhalb des Umlenkbeschlags, d. h. parallel zu
dem parallel zur B-Säule verlaufenden Teil des Gurtbandes aus
gerichtet ist, so wandert das Gurtband beim Abrollen, d. h.
beim Herausziehen des Gurtbandes aus dem Gurtautomaten auf
grund des vorstehend angeführten Winkels von etwa 45° auf der
Rolle des Umlenkbeschlags in Richtung zur C-Säule und bei Auf
wickeln in den Gurtautomaten in Richtung zur A-Säule. Somit
berührt das Gurtband jeweils eine seitliche Begrenzung der
Öffnung in dem Umlenkbeschlag, so daß zwischen der der A- bzw.
C-Säule zugewandten Kante des Gurtbandes und dem Umlenkbe
schlag auch beim Einsatz einer Rolle erhöhte Reibungskräfte
auftreten, insbesondere dann, wenn sich ein Insasse bei ange
legtem Gurt bewegt.
Des weiteren rutscht das Gurtband im Crashfall aufgrund des
vorstehend angeführten Winkels von etwa 45° auf dem Umlenkbe
schlag in Richtung der A-Säule und reibt an der seitlichen Be
grenzung der Öffnung in dem Umlenkbeschlag. Bei dieser im
Crashfall schlagartig auftretenden Reibung bei extremer Gurt
spannung erhöht sich die Reißgefahr des Gurtbandes. Die im
Crashfall erhöhte Reißgefahr tritt sowohl bei Umlenkbeschlä
gen, durch die das Gurtband gleitet, als auch bei bekannten
mit Rollen versehenen Umlenkbeschlägen auf.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Umlenkbeschlag für
Sicherheitsgurte zu schaffen, bei welchem zur Erhöhung des
Tragekomforts die Reibung zwischen Gurtband und Umlenkbeschlag
minimiert und gleichzeitig die Reißsicherheit erhöht wird.
Gemäß der Erfindung ist diese Aufgabe bei einem Umlenkbeschlag
für Sicherheitsgurte durch die Merkmale im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind
Gegenstand der auf den Anspruch 1 unmittelbar oder mittelbar
rückbezogenen Ansprüche.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind zum
Umlenken des Gurtbandes zwei abgerundete Umlenkkanten, die im
folgenden der Einfachheit halber nur als Umlenkkanten bezeich
net sind, in der Weise an dem Umlenkbeschlag vorgesehen, daß
die tragenden Teile herkömmlicher Umlenkbeschläge im wesentli
chen unverändert sind. Ferner sind erfindungsgemäß bei einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform statt der Umlenkkanten
Rollenanordnungen vorgesehen. Anstelle der Umlenkkanten sind
somit zwei als Achsen dienende Bolzen vorgesehen, auf denen
jeweils eine Rollenanordnung drehbar gelagert ist.
Bei dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist be
sonders vorteilhaft, daß die Rollenlager sehr klein und die
die Rollen tragenden Bolzen verhältnismäßig dünn ausgeführt
werden können, da von diesen auch bei einem Crash keine nen
nenswerten Kräfte aufgenommen werden müssen. Trotzdem kann es
im Crashfall zu einer Beschädigung öder sogar zu einer Zerstö
rung der beiden Rollenanordnungen kommen. Da bei der erfin
dungsgemäßen Ausführungsform die Kräfte jedoch von dem Umlenk
beschlag und nicht von den Rollenlagern bzw. den die Rollen
tragenden Bolzen aufgenommen werden, ist die geforderte Si
cherheit weiterhin gewährleistet. Die auftretenden Reibmomente
in den Rollenlagern sind somit aufgrund der kleinen Durchmes
ser der Lager erheblich geringer als bei bekannten Umlenkbe
schlägen mit einer Rolle, deren Lager einen erheblich größeren
Durchmesser und damit erheblich größere Reibmomente haben.
Des weiteren weisen die beiden gemäß der Erfindung vorgesehe
nen Rollenanordnungen bzw. Umlenkkanten den Vorteil auf, daß
die Berührungsfläche zwischen Gurtband und Umlenkbeschlag er
heblich kleiner und somit die auftretenden Reibkräfte erheb
lich geringer bzw. niedriger sind.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
sind die beiden Rollenanordnungen bzw. Umlenkkanten windschief
zueinander angeordnet. Hierbei ist die eine Rollenanordnung
bzw. Umlenkkante, die von dem Teil des Gurtbands, der vom
Gurtautomaten aus parallel zur B-Säule verläuft, zuerst er
reicht wird, parallel zum Gurtband und senkrecht zu dessen Be
wegungsrichtung ausgerichtet, d. h. in der Richtung, in welcher
das Gurtband beim Ab- bzw. Aufwickeln bewegt wird. Die zweite
Rollenanordnung bzw. Umlenkkante, über die das Gurtband beim
Abwickeln anschließend läuft, ist ebenfalls parallel zum Gurt
band und senkrecht zu dessen Bewegungsrichtung ausgerichtet.
Da der an dem Umlenkbeschlag ankommende und der den Umlenkbe
schlag verlassende Teil des Gurtbandes einen entsprechenden
Winkel miteinander einschließen, sind die Achsen der zwei Rol
lenanordnungen bzw. Umlenkkanten bei den beiden vorstehend be
schriebenen Ausführungsformen entsprechend windschief zueinan
der ausgerichtet.
Die Ausführungsform mit Rollenanordnungen weist daher den be
sonderen Vorteil auf, daß auch ein unter einem entsprechenden
Winkel umgelenktes Gurtband beim Abrollen über den beiden Rol
lenanordnungen nicht in Richtung der A- bzw. C-Säule wandert,
da beide Rollenanordnungen senkrecht zur Bewegungsrichtung des
Gurtbandes angeordnet sind. Somit läuft das Gurtband nicht ge
gen den Umlenkbeschlag, wodurch zusätzliche Reibkräfte auftre
ten würden und das Gurtband beschädigt werden könnte.
Wie vorstehend beschrieben, kann das Gurtband im Crashfall
reißen, wenn es auf dem Umlenkbeschlag in Richtung der A-Säule
rutscht. Bei beiden vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
mit zueinander windschiefen Achsen bzw. Umlenkkanten rutscht
der Gurt auch im Crashfall nicht in Richtung der A-Säule, da
das Gurtband stets parallel zu den Achsen bzw. Umlenkkanten
angeordnet ist und senkrecht dazu bewegt wird. Somit treten
keine Kräfte parallel zu den Achsen bzw. Umlenkkanten im Gurt
band auf und die Reißsicherheit des Gurtbandes ist erheblich
erhöht.
Die beiden windschief zueinander angeordneten Rollenanordnun
gen bzw. Umlenkkanten sind so in der Öffnung des Umlenkbe
schlags angeordnet, daß das Gurtband den Umlenkbeschlag zwi
schen den beiden Rollenanordnungen bzw. Umlenkkanten nicht be
rührt. Dies hat den Vorteil, daß sich das Gurtband zwischen
den beiden windschief zueinander angeordneten Rollenanordnun
gen bzw. Umlenkkanten wölben bzw. verwinden kann. Eine solche
Wölbungs- bzw. Verwindungsmöglichkeit dient als Längenaus
gleich, da der Abstand der beiden windschief zueinander ange
ordneten Rollenanordnungen bzw. Umlenkkanten nicht gleichblei
bend ist.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die zwei
Rollenanordnungen über ein Zwischenteil mit dem Umlenkbeschlag
verbunden bzw. sind die zwei Umlenkkanten direkt an dem Zwi
schenteil ausgebildet, das in der im Umlenkbeschlag ausgebil
deten Öffnung auf den Umlenkbeschlag beispielsweise aufsteck
bar ist. Somit müssen die tragenden Teile vorhandener Umlenk
beschläge nur geringfügig modifiziert werden.
Bei sämtlichen vorstehend beschriebenen Ausführungsformen mit
Rollenanordnungen sind erfindungsgemäß die Reibkräfte dadurch
wesentlich verringert, daß jede Rollenanordnung mehrere ein
zeln drehbare Rollen, vorzugsweise drei Rollen aufweist, wobei
jeweils die mittlere Rolle zylindrisch und die beiden Außen
rollen zu dem der mittleren Rolle abgewandten Ende hin kegel
stumpfförmig ausgebildet sind. Aufgrund dieser Ausbildung der
drei eine Rollenanordnung bildenden Rollen wird das Gurtband
zusätzlich auf jeder Rollenanordnung automatisch zentriert.
Dies wirkt sich insbesondere bei der Ausführungsform mit den
beiden windschief zueinander angeordneten Rollenanordnungen
vorteilhaft aus, da dadurch die zwischen den beiden Rollenan
ordnungen auftretende Wölbung bzw. Verwindung definiert ist.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind gemäß der
Erfindung die beispielsweise drei Rollen jeder der beiden Rol
lenanordnungen so ausgelegt, daß jede Rollenanordnung insge
samt ballig ausgebildet ist. Bei einer entsprechenden Ballig
keit der beiden Rollenanordnungen, die davon abhängt, wie
windschief die Rollenanordnungen zueinander angeordnet sind,
ist dadurch erreicht, daß der zwischen den zwei windschief zu
einander angeordneten Achsen der zwei Rollenanordnungen sich
ändernde Abstand so ausgeglichen und die erforderliche Wölbung
bzw. Verwindung eindeutig vorgegeben ist.
Bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen mit Umlenk
kanten sind diese in einer weiteren bevorzugten Ausführungs
form senkrecht zur Bewegungsrichtung des Gurtbandes gekrümmt
ausgebildet, wobei die Krümmung der Umlenkkanten entsprechend
der Balligkeit der Rollenanordnungen davon abhängt, wie wind
schlief die beiden ungekrümmten (geraden), abgerundeten Um
lenkkanten zueinander stehen würden. Somit ist, wie bei der
vorstehend beschriebenen Balligkeit der Rollenanordnungen ein
Abstandsausgleich zwischen den windschiefen Umlenkkanten er
reicht.
Da bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen die Rei
bung zwischen dem Gurtband und dem Umlenkbeschlag erheblich
verringert ist, ist der Tragekomfort insbesondere bei einem
Bewegen der Fahrzeuginsassen weiter erheblich gesteigert.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer bevorzugten Aus
führungsform unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen
im einzelnen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer bevorzugten Aus
führungsform eines auf einem Umlenkbeschlag auf
steckbaren Zwischenteils mit zwei Rollenanordnungen
gemäß der Erfindung, und
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des in Fig. 1 darge
stellten, auf einen Umlenkbeschlag aufgesteckten
Zwischenteils.
In Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Zwischenteils
1 wiedergegeben, das zueinander parallel angeordnete Seiten
teile 10 und 11 sowie eine zu den Seitenteilen 10 und 11 senk
rechte Unterseite 12 aufweist. In dem Seitenteil 11 sind nur
schematisch angedeutete Lager 11a und 11b und in dem Seiten
teil 10 sind ebenfalls nur schematisch angedeutete Lager 10a
und 10b versehen. Die Lager 10a und 11a dienen zur Aufnahme
eines durch seine Mittenachse A angedeuteten, im einzelnen
nicht näher dargestellten Bolzens und die Lager 10b und 11b
dienen zur Aufnahme eines durch seine Mittenachse B angedeute
ten, im einzelnen nicht näher dargestellten Bolzens. Das Lager
10a ist bezüglich des Lagers 11a und das Lager 10b ist bezüg
lich des Lagers 11b in den Seitenteilen 10 bzw. 11 so angeord
net und ausgerichtet, daß die Achsen A und B zueinander wind
schief sind, wie nachstehend im einzelnen ausgeführt wird.
Ausgehend von einer fiktiven Ebene, die senkrecht zu den Sei
tenteilen 10 und 11 und parallel zur Unterseite 12 ist sowie
durch die beiden Lager 11a und 11b verläuft, liegt die Achse B
ausgehend von dem Seitenteil 11 in Richtung zum Seitenteil 10
unterhalb dieser fiktiven Ebene. Bezüglich der vorstehend de
finierten fiktiven Ebene liegt die Achse A ausgehend von dem
Seitenteil 11 in Richtung zum Seitenteil 10 über dieser fikti
ven Ebene. Da zusätzlich der in diese fiktive Ebene projizier
te Abstand zwischen den beiden Achsen A und B von dem Seiten
teil 11 mindestens bis zu dem Seitenteil 10 von einem Abstand
a auf einen Abstand b abnimmt, sind die Achsen A und B zuein
ander windschief angeordnet.
Auf dem durch die Achse A angedeuteten Bolzen sind in der dar
gestellten Ausführungsform drei Rollen 2a, 2b und 2c angeord
net und gelagert, deren Abstand zueinander mittels Abstands
halter 13 und 14 konstant gehalten wird. Die mittlere Rolle 2b
ist kreiszylindrisch. Die Außenrollen 2a und 2c sind kegel
stumpfförmig ausgebildet, wobei der größere Durchmesser 2a′
bzw. 2c′ jeweils dem Durchmesser der zylindrischen Rolle 2b
entspricht. Auf der Achse B sind analog zur Achse A drei Rol
len 3a, 3b und 3c angeordnet und gelagert, wobei die Rolle 3b
ebenfalls zylindrisch und die Rollen 3a und 3c entsprechend
den Rollen 2a und 2c kegelstumpfförmig ausgebildet sind. Die
Rollen 3a, 3b und 3c sind ebenfalls durch in Fig. 2 nicht näher
dargestellte Abstandshalter auf konstantem Abstand gehalten.
Ferner sind sämtliche Rollen 2a bis 2c bzw. 3a bis 3c der zwei
Rollenanordnungen so ausgebildet, daß die beiden Rollenanord
nungen gemäß einer bevorzugten, in den Zeichnungen nicht näher
dargestellten Ausführungsform insgesamt ballig ausgebildet
sind.
Des weiteren weist das Zwischenteil 1 einen teilweise durch
eine gestrichelte Linie angedeuteten, im Querschnitt recht
eckigen Schlitz 4 auf, der sich senkrecht zur Unterseite 12
von dieser aus in das Zwischenteil 1 erstreckt. Die Breite d
des Schlitzes 4 entspricht annähernd der Dicke d′ eines Halte
rungsteils 5 des Umlenkbeschlags (siehe Fig. 2).
Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht des in Fig. 1 darge
stellten Zwischenteils, das vorzugsweise auf das Halterungs
teil 5 aufgesteckt ist. Das Halterungsteil 5 ist beispielswei
se ein ebenes Teil aus Stahl mit der Dicke d′. In einem in
Fig. 2 oberen, dreieckförmigen Ansatz weist das Halterungsteil
5 eine Bohrung 51 zur Befestigung des Umlenkbeschlags bei
spielsweise an der B-Säule eines Kraftfahrzeugs auf. Im unte
ren Bereich des Halterungsteils 5 ist eine im wesentlichen
rechteckige Öffnung 50 vorgesehen, deren längere Seiten 50′
und 50′′ parallel zu einer unteren Kante 52 des Halterungsteils
5 verlaufen.
Das Zwischenteil 1 wird mittels des Schlitzes 4 (Fig. 1) auf
den in Fig. 2 unterhalb der Öffnung 50 liegenden Teil des Hal
terungsteils 5 so aufgesteckt, daß die beiden Rollenanordnun
gen 2a bis 2c und 3a bis 3c oberhalb der unteren Längskante
50′ der rechteckigen Öffnung 50 liegen.
Zur Verdeutlichung sind in Fig. 2 die Außenkanten eines Gurt
bandes 6 strichpunktiert angedeutet. Das Gurtband 6 wird bei
einem Herausziehen aus einer nicht dargestellten, den Gurt
automaten bildenden Ab- bzw. Aufwickelvorrichtung von einem
Benutzer in Richtung des Pfeils f gezogen. Dadurch bewegt sich
der mit 61 bezeichnete Teil des Gurtbandes 6 in Richtung des
Pfeils e und verläuft bei der Darstellung in Fig. 2 hinter dem
Umlenkbeschlag, ohne diesen zu berühren. Der Teil 61 des Gurt
bandes 6 berührt den Umlenkbeschlag entlang der durch die Rol
len 3a bis 3c gebildeten Rollenanordnung, deren Achse B (siehe
Fig. 1) parallel zu dem Teil 61 des Gurtbandes 6 und senkrecht
zu dessen durch den Pfeil e angedeuteten Bewegungsrichtung
verläuft. Ein mit 62 bezeichneter Teil des Gurtbandes 6 ver
läßt den Umlenkbeschlag in der Bewegungsrichtung über die
durch die Rollen 2a bis 2c gebildete, zweite Rollenanordnung
in Richtung des Pfeils f. Hierbei verläuft die Achse A (siehe
Fig. 1), auf welcher die Rollen 2a bis 2c "gelagert" sind, pa
rallel zu dem mit 62 bezeichneten Teil des Gurtbandes 6 und
senkrecht zu der durch den Pfeil f angedeuteten Bewegungsrich
tung des Gurtbandes 6.
Ein mit 63 bezeichneter Teil des Gurtbandes 6 befindet sich in
Fig. 2 zwischen den beiden Rollenanordnungen 2a bis 2c und 3a
bis 3c; in einem dem Teil 63 des Gurtbandes entsprechenden Be
reich berührt das Gurtband weder die beiden Rollenanordnungen
noch das Zwischenteil 1. Da die beiden Teile 61 und 62 des
Gurtbandes 6 einen räumlichen Winkel miteinander einschließen,
und die beiden Achsen A und B (siehe Fig. 1) zueinander wind
schief stehen, ist das Gurtband 6 in dem Bereich 63 gewölbt
bzw. verwunden.
Claims (16)
1. Umlenkbeschlag für Sicherheitsgurte mit einem Halterungs
teil (5), das eine Öffnung (50) zum Hindurchführen eines Gurt
bandes (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gurtband
(6) über zwei Umlenkmittel geführt ist.
2. Umlenkbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Umlenkmittel zwei Rollenanordnungen (2a bis 2c; 3a bis 3c)
sind.
3. Umlenkbeschlag nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Achsen (A, B) der zwei Rollenanordnungen (2a bis 2c; 3a
bis 3c) so zueinander windschief verlaufen, daß die zwei Rol
lenanordnungen (2a bis 2c; 3a bis 3c) jeweils parallel zu ent
sprechenden Teilen (62 bzw. 61) des Gurtbandes (6) und senk
recht zur Bewegungsrichtungen (f bzw. e) des Gurtbandes (6)
angeordnet sind.
4. Umlenkbeschlag nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß das Gurtband (6) nur die beiden Rollenanordnungen (2a
bis 2c; 3a bis 3c) berührt.
5. Umlenkbeschlag nach einem der Ansprüche 2, 3 oder 4, da
durch gekennzeichnet, daß die Rollenanordnungen (2a bis 2c;
3a bis 3c) in einem Zwischenteil (1) aufgenommen sind, das von
dem Halterungsteil (5) getragen ist.
6. Umlenkbeschlag nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Rollenanordnung (2a bis 2c; 3a bis
3c) mehrere frei drehbare Rollen aufweist.
7. Umlenkbeschlag nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Rollenanordnung (2a bis 2c; 3a bis
3c) drei Rollen aufweist, wobei die mittlere Rolle (2b; 3b)
zylindrisch und die beiden äußeren Rollen (2a, 2c; 3a, 3c) zu
dem der mittleren Rolle (2b; 3b) abgewandten Ende hin kegel
stumpfförmig ausgebildet sind.
8. Umlenkbeschlag nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeich
net, daß die Rollenanordnungen (2a bis 2c; 3a bis 3c) ballig
sind.
9. Umlenkbeschlag nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Balligkeit der Rollenanordnungen (2a bis 2c; 3a bis 3c)
von der Windschiefe der beiden Mittenachsen (A, B) der beiden
Rollenanordnungen (2a bis 2c; 3a bis 3c) abhängig ist.
10. Umlenkbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umlenkmittel zwei abgerundete Umlenkkanten sind.
11. Umlenkbeschlag nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die abgerundete Umlenkkanten so zueinander windschief ver
laufen, daß die zwei abgerundete Umlenkkanten jeweils parallel
zu entsprechenden Teilen (62 bzw. 61) des Gurtbandes (6) und
senkrecht zu Bewegungsrichtungen (f bzw. e) des Gurtbandes (6)
angeordnet sind.
12. Umlenkbeschlag nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gurtband (6) nur die beiden abgerundete Um
lenkkanten berührt.
13. Umlenkbeschlag nach einem der Ansprüche 10, 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkkanten an einem Zwi
schenteil (1) vorgesehen sind, das von dem Halteteil (5) ge
tragen ist.
14. Umlenkbeschlag nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Umlenkkanten senkrecht zur Bewegungs
richtung des Gurtbandes (6) gekrümmt sind.
15. Umlenkbeschlag nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stärke der Krümmung der Umlenkkanten von der Wind
schiefe der ungekrümmten (geraden) Umlenkkanten abhängig ist.
16. Umlenkbeschlag nach Anspruch 5 oder 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Zwischenteil (1) einen Schlitz (4) zum Auf
stecken auf das Halterungsteil (5) des Umlenkbeschlags auf
weist, dessen Breite d der Dicke d′ des Halterungsteils (5)
entspricht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19725278A DE19725278A1 (de) | 1996-06-14 | 1997-06-14 | Umlenkbeschlag für Sicherheitsgurte |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29610422 | 1996-06-14 | ||
| DE29610599U DE29610599U1 (de) | 1996-06-14 | 1996-06-19 | Umlenkbeschlag für Sicherheitsgurte |
| DE19725278A DE19725278A1 (de) | 1996-06-14 | 1997-06-14 | Umlenkbeschlag für Sicherheitsgurte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19725278A1 true DE19725278A1 (de) | 1997-12-18 |
Family
ID=26059078
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19725278A Ceased DE19725278A1 (de) | 1996-06-14 | 1997-06-14 | Umlenkbeschlag für Sicherheitsgurte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19725278A1 (de) |
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